Mein Werder (288): Adrian Brandt und Eric Schuder

Adrian Brandt und Eric Schuder, Foto: wsw

Kurz & Knackig

Name: Adrian Brandt und Eric Schuder
Alter: 27 und 32
Wohnort: Werder (Havel)
Wie lange leben Sie schon in Werder? Seit der Kindheit
Haben Sie Kinder? Nein

Über unsere Blütenstadt

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder ist ein idyllisches Örtchen, umgeben von viel Wasser. Besonders wird die Stadt durch ihre historische Insel, auf der sich neben vielen engen Gassen auch der Arno-Franz-Sportplatz befindet. Nur wenige andere Städte können einen Insel-Sportplatz vorweisen.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Eric: Ich arbeite seit ihrer Eröffnung in der Werderaner Sprint Tankstelle.
Adrian: Ich bin seit dem letzten Jahr im Controlling der Investitionsbank des Landes Brandenburg tätig, vorher habe ich bei der Industrie und Handelskammer in Potsdam gearbeitet.

Was würden Sie lieber machen?
Wir sind sehr zufrieden mit unserer Arbeit und würden nichts anderes machen wollen.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Adrian: Mein Lieblingsplatz ist natürlich der Fußballplatz auf der Insel. Ich bin aber auch gerne am Ufer des Großen Zernsees Richtung Havel-Therme unterwegs und auf der Bismarckhöhe.
Eric: Ich sitze gerne bei Fischer Mai an der Regattastrecke.

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Eric: Im Sommer sollte man sich auf jeden Fall ein Boot ausleihen und Werder vom Wasser aus bewundern. Auf dem Wasserweg entdeckt man auch die ganzen Villen, die sich z.B. entlang der Potsdamer Straße befinden.
Adrian: Die Insel ist natürlich der Klassiker für jeden Werderbesuch, ebenso wie die vielen Obstgärten. Und auch ein Besuch in der neuen Havel-Therme ist zu empfehlen. Ich durfte vom Verein aus vor der offiziellen Eröffnung bereits Probe baden und war begeistert von dem Ambiente.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Eric: Mich zieht es schon eher mitten ins Geschehen. Am Markt haben sich immer eher die Einheimischen getroffen und auf der Regatta die Besucher von außerhalb. Neben dem Markttreiben mache ich aber auch gerne eine Tour durch die Gärten.
Adrian: Ich mag die Bismarckhöhe, aber auch den Trubel auf dem Markt. Doch am liebsten sitze ich im Garten von Lindickes im Hohen Weg. Über den Rummel bin ich meist nur rübergelaufen, um zur Insel zu kommen.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Eric: Himbeere
Adrian: Schwarze Johannisbeere von Lindicke und Himbeere von Schultz‘ens

Sie – ganz speziell

Welche Verbindung haben Sie zum WFC?
Adrian: Ich bin seit meinem fünften Lebensjahr im Verein und seit 2000 aktives Mitglied. Momentan spiele ich in der zweiten Männermannschaft und seit April dieses Jahres sind Eric und ich die kommissarischen Nachwuchsleiter. Auf der nächsten Hauptversammlung sollen wir dann offiziell gewählt werden.
Eric: Ich bin seit 1995 WFC-Mitglied, mein Vater war damals Trainer. Und seitdem habe ich – genau wie Adrian – alle Mannschaften von der f-Jugend bis zur 1. Männermannschaft durchlaufen. Ab meinem 16. Lebensjahr war ich dann auch selbst noch Trainer der d- bis a-Jugend.

An welches Erlebnis Ihrer WFC-Laufbahn erinnern Sie sich gerne zurück?
Eric: Ich denke gerne daran zurück, wie wir mit der Jugend in der Brandenburgliga gegen Energie Cottbus gespielt und den Landespokal geholt haben. Für die 13- bis 14-Jährigen war es einfach klasse, vor 400 Zuschauern zu spielen und dann auch noch Erfolg zu haben.
Mein persönliches sportliches Highlight war, als ich mit der 3. Männermannschaft nochmal Meister geworden bin, nachdem wir einen 0:2 Rückstand noch kurz vor Schluss in eine 3:2 Führung verwandelt haben – der Siegtreffer ging übrigens auf meine Kappe 🙂

Adrian: Ich erinnere mich gerne an die Hallenlandesmeisterschaft in Cottbus vor 15 Jahren zurück. Das war ein unglaubliches Erlebnis, sich mit den stärksten Mannschaften messen zu können. Und natürlich sind mir auch die Meisterschaftsfeiern gut im Gedächtnis geblieben. Gemeinsam mit Freunden sportliche Erfolge zu feiern, ist der beste Lohn für die viele Vorbereitung.

Der aktive Fußball musste durch Corona eine Zwangspause einlegen. Haben Sie Bedenken, dass sich vielleicht einige Spieler in der Zeit ein anderes Hobby gesucht haben?
Eric: Ich denke, eher das Gegenteil ist der Fall. Der eine oder andere möchte nach dieser langen Zeit des Nichtstuns sicherlich wieder aktiver werden und findet so den Weg zum Verein.
Adrian: Ich gehe bei den jüngeren Spielern auch davon aus, dass wir eher Zulauf statt Rückgang haben werden. Bei den Jugendlichen sieht dies vielleicht etwas anders aus. Sie haben sich in der Coronazeit vielleicht eine andere Beschäftigung gesucht und wenn sich dann einer entscheidet, den Verein zu verlassen, ziehen womöglich einige Kumpels mit. Und das ist für eine Mannschaft schon schwer, wenn zwei oder drei Spieler wegfallen. Hier müssen ein gutes Konzept und tolle Trainer überzeugen.

Sie sind die neuen Nachwuchsleiter des WFC. Was genau bedeutet dieses Amt und wie viele Nachwuchskicker gibt es derzeit beim WFC?
Zur Zeit gibt es etwa 200 Junior-Kicker. Unsere Aufgabe ist in erster Linie die Betreuung des Nachwuches. Wir sind die ersten Ansprechpartner für die Spieler, die Eltern und die Trainer. Zudem kümmern wir uns darum, dass alle Jugendmannschaften rechtzeitig für den Spielbetrieb gemeldet werden. Und wir akquirieren neue Trainer. Interessierte können sich jederzeit gerne bei uns melden. Auch wenn das Traineramt ehrenamtlich ist, gibt es doch eine kleine Aufwandsentschädigung und der Verein trägt auch die Kosten der Trainerausbildung. Die einzige Voraussetzung ist, dass man gut mit Kindern umgehen kann, Spaß an der Arbeit mit Kindern hat und kommunikativ ist. Bei 80 Millionen Bundestrainern, die besonders zu EM- oder WM-Zeiten in Deutschland unterwegs sind, dürfte das ja eigentlich kein Problem sein 🙂

Welche Ziele möchten Sie mit Ihrer Arbeit verfolgen?
Wir möchten natürlich gerne an die alten Erfolge aus der Vergangenheit anknüpfen und unsere Junioren-Mannschaften zu sportlichen Höchstleistungen motivieren. Hierfür ist es wichtig, dass wir ein neues Konzept etablieren und z.B. die jungen Kicker nicht mehr streng nach Alter den Mannschaften zuordnen, sondern das Leistungsprinzip anwenden.
Unser Ziel ist es, wieder eine A-Junioren Mannschaft aufzustellen, zur Zeit gibt es diese nämlich leider nicht und somit fehlt der Nachwuchs für unsere Männermannschaften. Die Nachwuchsarbeit ist der absolute Unterbau für einen Verein. Der WFC ist gerade noch in der Komfortzone, drei Männermannschaften stellen zu können, aber ohne junge Spieler, die nachrücken, wird es für die dritte Mannschaft wohl schwer werden, weiterhin zu bestehen.
Wir müssen daher schon bei den ganz Kleinen anfangen und z.B. in die Kitas gehen, um die Mädchen und Jungs für Fußball zu begeistern. Tolle Ferienprogramme können hier auch hilfreich sein. Problematisch ist auch, dass es nur bis zu einem gewissen Alter gemischte Mannschaften gibt, die Fußball-Mädchen müssen also irgendwann z.B. zur Turbine Potsdam wechseln und wenn sie sich dort dann gut entwickeln, kommen sie leider nicht zurück nach Werder.

Was wir somst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Eigentlich wünschen wir uns nur Gesundheit und natürlich, dass wir mit unserer Nachwuchsarbeit erfolgreich sind.

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Adrian: Ich würde gerne Bastian Schweinsteiger treffen, er ist schon immer mein Fußballidol.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Eric: Keines … noch nie 🙂
Adrian: „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ von Yuval Noah Harari und „Diese verrückten 90 Minuten“ von Wolff-Christoph Fuss.

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Adrian: Sportlich gesehen ist das auf jeden Fall Bastian Schweinsteiger.
Eric: Für mich ist Roger Federer ein Vorbild, er ist trotz seines Erfolges immer menschlich geblieben.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie?
Adrian: Quantico, Scrubs, The Wolf of Wall Street
Eric: Gran Torino

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Adrian: Ich kann ganz gut organisieren und ich bin sehr zugänglich. Die Leute kommen auf mich zu, wenn sie Probleme haben, da sie wissen, dass ich niemanden verurteile.
Eric: Ich kann (nach einem Bierchen) recht viele Dialekte sprechen 🙂

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Ganz klar Hund!