Mein Werder (289): Heiko Schwab

Heiko Schwab mit den Nachwuchskickern der Eintracht Glindow, Foto: Privat

Kurz & Knackig

Name: Heiko Schwab
Alter: 55 Jahre
Wohnort: Werder/H.
Wie lange leben Sie schon in Werder? Seit dem 11.11.2011 (kein Witz)
Haben Sie Kinder? Ja, zwei Söhne


Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Ich würde mich der Krombacher-Werbung bedienen: Eine Perle, inmitten der Natur

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich bin seit über 25 Jahren selbstständiger Versicherungsmakler.


Was würden Sie lieber machen?
Versicherungsmakler

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Unser Garten in Glindow

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
In den Glindower Alpen

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Ganz klar der Muckergarten

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Ich habe wirklich keinen Favoriten

Sie – ganz speziell

Bei der Eintracht Glindow sind Sie Trainer der Mini-Kicker. Können Sie uns etwas über Ihre Fußball-Laufbahn erzählen und wie lange sind Sie schon bei der Eintracht Glindow aktiv?
Ich habe als Kind und Jugendlicher in der Kreisklasse bei Traktor Altranft gekickt, später während des Studiums noch in unserer Studentenauswahl. Beim FSV Eintracht Glindow bin ich seit 2012 Trainer der G-Junioren.

Wie viele Mini-Kicker gibt es zur Zeit bei der Eintracht Glindow und wird noch sportlicher Nachwuchs gesucht?
Wir haben zur Zeit etwa 15 Kinder in unserer Trainingsgruppe. Mein Freund und Trainerkollege Sebastian Gaida und ich freuen uns immer, wenn sich neue Kinder zum Probetraining anmelden.

Seit Beginn dieses Jahres trägt der Verein das Gütesiegel „Kinderschutz vom Kreissportbund“. Sie sind Ansprechpartner für Anfragen aller Art. Welche Aufgaben haben Sie als Vertrauensperson und was bedeutet Ihnen dieses Amt?
Zu meinen Aufgaben gehört in erster Linie, die Umsetzung des Kinderschutzes bei uns im Verein zu organisieren. Das fängt bei Gesprächen mit Kindern, Eltern und meinen Trainerkolleginnen und -kollegen an und geht über Weiterbildung bis hin zur Sensibilisierung aller Verantwortlichen bei der Eintracht zu diesem Thema.

Wir als Verein tragen zusammen eine große Verantwortung für unsere Kinder und Jugendlichen, daher verpflichten wir uns, ihnen einen Schutzraum zu schaffen, in dem sie sich frei entfalten können. Es bedeutet mir sehr viel, hier in Glindow als Ansprechpartner zu fungieren, vor allem aber macht mich stolz, dass mich ausnahmslos alle Nachwuchstrainerinnen und -trainer bei der Umsetzung der Richtlinien zum Kinderschutz tatkräftig unterstützen.

Warum ist Kinderschutz im Kreissportbund so wichtig?
Ich möchte die Frage umformulieren: Warum ist Kinderschutz im Sport so wichtig? Wir haben im Kinder- und Jugendbereich viele außergewöhnliche Situationen: Für viele Kinder ist der Trainer nicht nur eine Respekts-, sondern auch eine Vertrauensperson. Mit Informationen aus dem familiären Umfeld müssen wir sehr sensibel umgehen, aber eben auch bereit sein zu handeln, wenn wir eine Gefahr für das Kindeswohl sehen.

Daneben besteht allerdings auch die Gefahr einer Abhängigkeit zwischen Kind und Trainer. Und dann ist auch das Thema „körperliche Nähe“ nicht zu unterschätzen, hier wird unseren Übungsleitern im Nachwuchsbereich eine wahnsinnige Sensibilität abverlangt.

Der Kreissportbund mit dem Referenten für Jugendarbeit Holger Jurich an der Spitze hat mit dem Gütesiegel ein Instrumentarium geschaffen, das Thema „Kinderschutz im Sport“ noch stärker in den Fokus zu rücken.

PS: Studien gehen übrigens davon aus, dass in den letzten Jahrzehnten über 200.000 Kinder im Sport missbraucht wurden – daher ist Kinderschutz so eminent wichtig !!!

An welches Erlebnis mit den Alpenkickern erinnern Sie sich besonders gerne zurück?
Ganz klar – die Übergabe der Weihnachtsgeschenke an unsere Minis im letzten Jahr – Ich bekomme heute noch Gänsehaut, wenn ich die Fotos sehe .

Womit verbringen Sie Ihre freie Zeit am liebsten?
Mit meiner Familie!!!

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Ich wünsche mir, dass wir einen Winter bekommen, in dem wir wochenlang auf der Havel Schlittschuh laufen können.
Ich wünsche mir, dass einem unserer Nachwuchskicker eines Tages der Sprung in die Nationalmannschaft gelingt.
Ich wünsche mir, endlich einmal einen größeren Hecht als mein Sohn zu fangen.

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Jürgen von der Lippe

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Sebastian Fitzek „Das Kind“, ist allerdings etwas eingestaubt, aber ich habe ja bald Urlaub …

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Mein absolutes Vorbild ist mein Opa. Ich habe in meinem Leben keinen ehrlicheren und anständigeren Menschen getroffen! Er hat nie viel geredet, aber wenn er etwas zu sagen hatte, war da immer eine gewisse Tiefe. Dazu sein trockener Humor – herrlich …

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie?
Forrest Gump ist ein Hammer-Film. Und „Jagd auf roter Oktober“ gönne ich mir gefühlt einmal im Jahr.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Naja, ich schreibe seit einigen Jahren Weihnachtsgedichte für unsere Kinder, es ist inzwischen eine kleine Tradition und ein Höhepunkt an Heilig Abend.
Kleine Kostprobe?

Letzte Nacht, Ihr glaubt es kaum,
da hatte ich `nen irren Traum.

Ich war der echte Weihnachtsmann.
Als erstes dachte ich: Oh Mann!

Ich soll zu allen Kindern reisen,
die Erde einmal voll umkreisen?

Das kriege ich doch niemals hin,
da kam mir plötzlich in den Sinn:

Was soll’n die Kleinen von mir denken,
wenn es nichts wird mit den Geschenken?

Im Glanz der vielen bunten Lichter
sah ich die traurigen Gesichter.

Enttäuschung pur bei Kerzenschein!
Ich schrie ganz laut: Das darf nicht sein!

Ich rief die Wichtel und die Elfen,
fasst alle an, Ihr müsst mir helfen!

Packt in den Schlitten die Pakete!
Dann schoss ich los wie ‘ne Rakete.

Zuerst flog ich nach Afrika,
dann Asien und Amerika.

Zu jedem Kind kam ich daher,
dann endlich war mein Schlitten leer.

Das Glück in all den großen Augen,
von Kindern, die doch an mich glauben,

war die Belohnung für mein Tun,
jetzt kam die Zeit um auszuruh’n.

Da bin ich plötzlich aufgewacht –
Gottlob, heut‘ ist erst Heilig‘ Nacht!

Und die Geschenke kriege ich,
weil ich so lieb war, sicherlich.

So, Herr Kollege, Du bist dran,
fang bitte mit dem Sack da an!

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Kater und Hündin, leider sind beide schwarz, daher kann man, wenn beide in einem Körbchen kuscheln, auf Fotos nichts erkennen.