Mein Werder (297): Marina Kagel

Kurz & Knackig

Name: Marina Kagel
Alter: 61
Wohnort: Werder
Wie lange leben Sie schon in Werder? Seit 2016
Haben Sie Kinder? Ich habe einen Sohn

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder ist eine kleine Stadt inmitten einer wunderbaren Landschaft, viel Wasser, kleinen verträumten Ecken und interessanten Menschen. Man kann hier sehr gut leben und man findet alles, was man braucht.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich bin freiberufliche Künstlerin/Malerin und wenn ich nicht gerade neue Ideen auf Leinwand oder andere malbare Untergründe verwirkliche, gehe ich gerne mit meinem kleinen Hund spazieren, fahre Fahrrad, fotografiere oder beschäftige mich in unserem kleinen Garten. Büroarbeiten und Hausarbeit sind auch noch täglich im Programm.

Was würden Sie lieber machen?
Weniger Büro – mehr kreative Arbeiten

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Alle Orte, die mit Wasser zu tun haben, und die gibt es ja auf der Insel oder in der Umgebung reichlich, also habe ich im Grunde mehrere Lieblingsorte.

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Man sollte auf jeden Fall einmal den Inselrundgang machen, dann den Weinberg besuchen und sich auch einmal die Bismarkhöhe anschauen.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Auf jeden Fall Muckergarten

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Johannisbeerwein

Sie – ganz speziell

Auf Ihrer Instagram Seite „atelier_art_istique“ zeigen Sie Ihre wunderbar kreativen Kunstwerke. Wie würden Sie selbst Ihren Kunststil beschreiben und wie sind Sie eigentlich zur Kunst gekommen?
Kunst ist für mich ein Ausdrucksmittel, um Geschichten zu erzählen. Meine Werke sind meist farbig und gegenständlich, mir gefallen Märchen und Illusionen, die Größenverhältnisse werden aufgelöst. So findet man Artistinnen, die auf Blumen sitzen, und Mädchen, die mit einem Fahrrad durch Wolken fahren und an einer Leine einen Fisch hinter sich herfliegen lassen. Frauen, die mit bunten Fischen schwimmen, und Tiere, die sich menschlich zu verhalten scheinen.

Meine Bilder sollen die Fantasie anregen und sind oft wie aus der Zeit gefallen. Ich hatte mal eine Reihe der „gekrönten Häupter“ angefertigt, man sagt ja immer, dass die Menschen die Krönung der Schöpfung sind, also habe ich einigen Tieren eine Krone aufgesetzt. Ich liebe es auch, mit Begriffen zu spielen, man kann so schön Dinge auf den Kopf stellen und Sprichwörter umdeuten. Wortspielereien gefallen mir sehr.

Gemalt und gezeichnet habe ich eigentlich schon mein ganzes Leben lang, dann hatte ich das große Glück, für einen Studienaufenthalt nach Kanada zu reisen. Dort habe ich anderthalb Jahre gewohnt und hatte einen wunderbaren Kunstprofessor – die Zeit in Kanada hat sehr meinen Stil geprägt.

Sie verkaufen Ihre Kunstwerke u.a. auf etsy.de. Kann man auch noch woanders Kunstdrucke und Wandbilder erwerben?
Derzeit kann man zwei meiner Originale in der Waldgalerie in Ferch erwerben, Kunstpostkarten von meinen Bildern gibt es auch im Fluxus Museum Potsdam zu kaufen.

Schaut man sich Ihre Werke an, kann man ein Schmunzeln meist nicht unterdrücken. Woher nehmen Sie die Inspiration für Ihre humorvollen Bilder?
Die Inspiration nehme ich aus dem Leben. Ich bin mal eine Zeit lang als Flugbegleiterin durch die Welt geflogen und habe so viele Eindrücke und Begebenheiten gehabt, dass es noch für viele Jahre reichen wird. Die unterschiedlichen Kulturen und Menschen sind eine große Inspirationsquelle, ich hatte so ein großes Glück, durch viele Länder zu reisen und bin immer mit vielen Fotos, Büchern und Notizen und Geschichten nach Hause gekommen.

Gibt es eine Künstlerin oder einen Künstler, der Sie besonders inspiriert?
Frida Kahlo und Edward Hopper haben mich sehr inspiriert.

Wenn Sie nicht gerade in Ihrem Atelier tätig sind, welcher Beschäftigung oder welchem Hobby gehen Sie in Ihrer freien Zeit noch gerne nach?
Eine große Leidenschaft sind Flohmärkte, dort könnte ich Stunden verbringen. All die alten und teils auch kuriosen Dinge faszinieren mich und dort finde ich auch immer wieder Anregungen, um aus Altem wieder etwas Neues zu schaffen. So kam mir die Idee mit meinen Buchdeckelbildern: das sind alte Einbände von Büchern, die zum Teil nicht mehr leserlich sind, aber wunderbare Leinwände darstellen, da sie eine Leinenoberfläche haben. Alte Fußbodenleisten ergaben dann den Rahmen und so wurde alles zusammen ein neues Bild, ein perfektes Upcycling Projekt. Ich bin aber auch gerne in der Natur Unterweg, liebe lange Spaziergänge am Wasser oder im Wald und auf jeden Fall das Zusammensein mit Freunden.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Gesundheit für meine Lieben. Das Ende der Pandemie und eine Zeitreise, wobei ich mir nicht sicher bin, ob in die Zukunft oder ob ich in die Vergangenheit reisen würde.

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Frida Kahlo und Albert Einstein

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Homo Deus von Harari

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Mein Großvater, er war Geologe und hat mir auf langen Spaziergängen alles über die Entstehung der Erdgeschichte erzählt. Er konnte spannend über die verschiedenen Zeitalter anhand von Gesteinsschichten sprechen und kannte sämtliche Pflanzen und Tiere, denen wir unterwegs begegnet sind.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie?
Inception, Gravity

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Da warte ich jetzt schon so lange darauf, dass es sich endlich einmal zeigt.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Ich liebe eigentlich fast alle Tiere, aber Hunde ganz besonders.