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Mein Werder (309): Dr. med. Ehsan Khaljani

Kurz & Knackig

Name: Dr. med. Ehsan Khaljani
Alter: 38 Jahre
Wohnort: Süden von Berlin (Friedenau)

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder ist für mich ein einzigartiger Ort und muss für mich landschaftlich den Vergleich mit Venedig nicht scheuen. Ganz besonders mag ich die Sonnenaufgänge über der Havel.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Mein Team und ich versuchen, die Gesundheit von Frauen und Männern in Hinblick auf urologische Belange zu erhalten. Bei akuten und dauerhaften Problemen im Bereich der Urologie stehen wir als Partner in der Behandlung zur Verfügung. Konkret: zielgerichtet fragen und zuhören, per Ultraschall untersuchen und Blutergebnisse analysieren.

Was würden Sie lieber machen?
Nichts :)! Ich habe mir ganz bewusst die Urologie und die Tätigkeit in der Praxis für mich ausgesucht. Ich schätze sehr, dass man sich in der Praxis immer wieder sieht und so auf Dauer eine echte Beziehung miteinander aufbaut. Für Abwechslung sorgen meine Aufgaben als urologischer Chirurg (mein Spezialgebiet sind schonende Prostata-OPs per Lasertechnik) und mein Lehrstuhl für Digitale Gesundheit an der MSB Medical School Berlin.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Ich bin passionierter Radfahrer. Wenn das Wetter es zulässt, fahre ich aus meinem derzeitigen Wohnort in Süd-Berlin mit dem Rad in die Praxis (ca. 1,5 Stunden). Ganz zum Schluss der grünen Strecke muss man mit seinem Rad über die Eisenbahnbrücke. Auf der anderen Seite gibt es dann einen Anlegesteg, von dem man auf die Havel und die Vulkanwerft schauen kann. Man steht dann mitten zwischen Natur und Moderne.

Welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Hier habe ich noch Nachholbedarf, lasse mich aber gerne durch die vielfältigen Möglichkeiten durchführen. Was habe ich bislang verpasst?

Sie – ganz speziell

Ihr Lebenslauf liest sich wahrlich beeindruckend! Können Sie uns kurz Ihren beruflichen Werdegang erläutern?
Gerne! Ich habe hauptsächlich in Hamburg studiert und bin dann für meine erste Anstellung ins Auguste-Viktoria-Klinikum nach Berlin gegangen. Die Ausbildung war großartig, dennoch habe ich mich neben meiner Arbeit als Urologe auch immer sehr für die medizinische Ausbildung interessiert. Erworbenes Wissen mit der nächsten Generation zu teilen, empfand ich immer als besonders wichtig. Im Bereich der medizinischen Ausbildung konnte ich dann an unterschiedlichen, aufregenden Projekten mitwirken, die mich dann am Ende auch zu meinem Lehrstuhl in Berlin gebracht haben.

Ihre bisherigen Stationen waren u.a. Hamburg, Berlin, Madrid und Prag – Wie kam es dazu, dass Sie hier in unserem beschaulichen Werder (Havel) eine Praxis eröffneten?
Da gibt es sowohl praktische als auch emotionale Gründe. Zunächst der praktische Grund: Für die Region Potsdam-Mittelmark wurde von der kassenärztlichen Vereinigung (eine Art Selbstverwaltung der niedergelassenen Ärzteschaft) ein Urologe gesucht, da Potsdam-Mittelmark statistisch urologisch unterversorgt war. In einem mehrstufigen Auswahlverfahren wurde ich dann aus mehreren Bewerbern für die Niederlassung anhand der Eignung ausgewählt.

Der emotionale Grund: Noch bevor ich nach Berlin gezogen war, besuchte ich mit einem Berliner Freund (der übrigens ein großartiger Mund-Kiefer-Gesichtschirurg in der Klinik in Eberswalde ist) Werder im Rahmen eines Tagesausflugs. Landschaftlich und menschlich ist mir die Stadt so positiv in Erinnerung geblieben, dass meine Wahl bei der Niederlassung natürlich auf Werder fiel.

Welches Leistungsspektrum decken Sie in Ihrer Urologischen Praxis ab?
Wir leisten das volle Spektrum der Urologie, das heißt von der Vorsorge bis zur operativen Therapie oder langfristigen Behandlung von Krebserkrankungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt aber für mich in der Früherkennung von Erkrankungen. Es ist immer leichter Erkrankungen zu behandeln, wenn man sie früh entdeckt. Jeder Mann sollte ab dem 45. Lebensjahr deshalb unbedingt einen Urologen aufsuchen. In der Regel sieht man sich danach dann jährlich zum Check-up.

Weiterhin habe ich mich noch auf Situationen spezialisiert, in denen die männlichen Hormone verändert sind (andrologische Beschwerden). Hierzu gehören zum Beispiel der männliche Haarausfall, Erektionsstörungen oder ungewollte Gewichtszunahme sowie Energie- und Aktivitätsverlust beim Mann. Man(n) muss das nicht einfach hinnehmen. Bei vielem kann ich unterstützen. Und auch bei der Gesundheit vom Herz und vom Kopf spielen männliche Geschlechtshormone eine Rolle (Schlaganfall- und Herzinfarkt-Prophylaxe). Ein hoher Cholesterinspiegel muss auch nicht als gottgegeben akzeptiert werden.

Wichtig! Auch Frauen sollten zum Urologen gehen – die Nieren und die Harnblase werden auch von Urologen behandelt. Ich empfehle Frauen ab dem 50. Lebensjahr zumindest einmalig den Besuch beim Urologen. Danach entscheidet man zusammen, ob ein Wiedersehen notwendig sein könnte oder nicht.

Das (vermeintlich) starke Geschlecht geht ja bekanntlich eher weniger gerne zum (Fach)-Arzt. Warum ist es dennoch so wichtig, dass auch Männer regelmäßig zur Vorsorge gehen?
Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung beim Mann. Die Niere oder die Harnblase können auch von Krebs betroffen sein. Insgesamt gehen 1/3 aller Krebserkrankungen beim Urologen vorbei. Wenn man als Mann insgesamt wenig zum Arzt geht, sollte man den Urologen zumindest als Anlaufstelle in Erwägung ziehen.

Und: urologische Vorsorge ist zwar intim, zu einem geringen Teil vielleicht auch unangenehm, dafür bleibt man seinen Freunden und seiner Familie auch langfristig in bester Gesundheit erhalten. Man geht nicht nur zur Vorsorge für sich selbst, sondern auch für seine Angehörigen. Den Ansporn möchte ich immer wieder gerne mitgeben.

Womit verbringen Sie Ihre freie Zeit am liebsten?
Ich bin ein Familienmensch. Die Zeit mit meiner Partnerin oder aber auch mit meinen Eltern, welche in Hamburg leben, genieße ich sehr. Und ich lerne immer gerne neue Restaurants kennen. Genauso wie beim Obstwein lasse ich mich bei guten Essensoptionen in Werder und Umgebung gerne mit Tipps versorgen.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Ich bin ziemlich genügsam: zwei Wünsche reichen mir. Ich wünsche allen Zufriedenheit und Gesundheit. Beim letzten Punkt kann ich sogar einen Beitrag leisten.

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Da gibt es keine spezielle Person. Dokumentationen, in denen es um Kulinarik in speziellen Regionen der Welt geht, schaue ich mir gerne an. Vielleicht könnte ich mich ja mal für ein oder zwei Folgen bei einem dieser Reporter anschließen.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Derzeit liegen leider nur Hausarbeiten und Abschlussarbeiten von der Hochschule auf meinem Nachttisch. In den Semesterferien wird es aber auch wieder Zeit für ein gutes Buch geben.

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Menschen, die sich immer wieder aufs Neue herausfordern und ihre eigenen Grenzen überschreiten, finde ich inspirierend. Das kann z.B. ganz praktisch die Bergbesteigung oder ein anderes persönliches Ziel sein, was weniger aufregend ist. Es gibt so viele faszinierende Menschen aus den Bereichen Sport, aber auch Medizin und Technik, da könnte ich jetzt niemanden hervorheben.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie?
Auch wenn mir das viele nicht glauben wollen: ich schaue eigentlich alles! Von irgendwelchen 50 teiligen Netflix-Serien bis zur Dokumentation über Kanarienvögel. Deswegen beschwert sich meine Partnerin immer, wenn wir einen Film zusammen schauen, da ich leider sehr vieles schon gesehen habe.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Ich kann Ihnen sagen, was ich nicht kann. Ich versuche schon seit Jahren ein Musikinstrument zu lernen, bislang mit nur sehr mäßigem Erfolg.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Absolut! Tatsächlich habe ich ein Herz für alle Tiere, nicht nur für die klassischen Haustiere. Ich könnte mich jetzt auch nicht zwischen Katzen und Hunden entscheiden. Jedes Tier hat seinen eigenen Charakter und wird schnell zu einem Teil der Familie.

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