Mein Werder (313): Steffi Schick

Kurz & Knackig

Name: Steffi Schick

Alter: 41

Wohnort: Glindow

Wie lange leben Sie schon in Werder bzw. welche Verbindung haben Sie zu Werder (Havel)?

Ich wohne seit 2010 in Glindow.

Haben Sie Kinder? Ja, 2 Jungs (13,16 Jahre)

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?

Werder hat alles, was das Herz begehrt und noch viel mehr. Wenn ich mit dem Regionalexpress über die Brücke rein fahre, freue ich mich jedes Mal bei dem Blick auf Werder. Wasser, tolle Cafés, die Insel, Kultur, die Weinberge. Heimat eben.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?

Ich bin Beamtin in der Justiz in Berlin.

Haben Sie einen Lieblingsplatz in Werder-verraten Sie uns wo?

Die Glindower Alpen, der Glindower See und beide Fußballplätze (lach)

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?

Auf der Insel, auf einen Kaffee im Kaffeekontor oder zu einem leckeren Frühstück im Hagemeister oder Cafe Jacob. In den Alpen und auf dem Telegraphenberg. Abends mit einem Glas Wein auf dem Wachtelberg.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?

Schon immer die Muckergärten. Am liebsten bei Lehnst. Wegen der Pandemie haben wir uns aber auch schon Obstweine geholt und auf dem Telegraphenberg in Glindow mit Blick über die Stadt genossen.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?

Stachelbeere, Himbeere und Pflaume.

Sie-ganz speziell

Fussball ist Ihre große Leidenschaft. Wie kam es dazu?

Ich war als Sechszehnjährige für 10 Monate in den Vereinigten Staaten. Ich entschied mich als Sport für „Soccer“. Da ich groß und „german“ war steckte man mich ins Tor. Zurück in Deutschland suchte ich mir einen Verein, den RSV Eintracht 1949 e.V.! Dort spielte ich 12 Jahre Fußball, bis es mich hierher verschlug. Da mein Mann Soldat ist und immer nur am Wochenende da war, konnte ich zunächst nicht weiterspielen. Mein Ältester fing bei Eintracht Glindow an und da machte die Runde, das ich mich mit Fußball auskenne. So ging das los. Betreuerin, dann Trainerin in der Jugend, bis ich dann damit 2018 aufhörte und zusammen mit meinem ältesten Sohn einen Lehrgang als Schiedsrichterin besuchte. Seitdem ist es mit dem Fußball immer mehr geworden. Ich bin jetzt Schiedsrichterobfrau bei Eintracht Glindow, spiele bei den Werderaner Frauen Fußball und darf dort Kapitänin dieser tollen Truppe sein. Ich pfeife an einigen Wochenenden im Kreis und zusätzlich die Jugend im Verein. Seit Oktober nehme ich an einem Leadershiprogramm für Frauen im Fußball vom FLB teil und darf die verantwortungsvolle Aufgabe der Kinderschutzbeauftragten des Werderaner FC ausfüllen. Diese Aufgabe teile ich mir aber. Eigentlich könnte mein Tag auch 48 Stunden haben. Irgendwas ist immer und mein Mann unterstützt das Gottseidank – auch wenn er immer noch nur am Wochenende zu Hause ist

Schiedsrichterin zu sein, was bedeutet das für Sie und seit wann sind Sie das?

Schiedsrichterin zu sein bedeutet für mich Ehrenamt. Es ist sehr fordernd, charakterlich, als auch zeitlich. Ich sorge dafür, das andere ihrem Hobby nachgehen können. Das vergessen sehr viele. Ich bin gerne Schiedsrichterin, auch wenn mich andere dafür schräg angucken. Ich mag es auf das Feld zu kommen und zu zeigen, dass ich das Spiel fair leiten kann. Klar möchte ich auch aufzeigen, das Frauen das gut können. Es gibt nur wenige Damen, die im Kreis pfeifen.

Was wünschen Sie sich als Schiedsrichterin für die Zukunft?

Ich wünsche mir Respekt und Verständnis. Vor allem für die Jugendschiedsrichter, die sich in wirklich jungen Jahren schon solch eine Aufgabe zutrauen. Ich wünsche mir Vertrauen, das ich neutral pfeife und mein Bestes gebe. Ich kann nicht alles sehen, aber ich tue alles dafür.

Wie sieht es mit dem Nachwuchs bei den Schiedsrichtern aus?

Es kommt zum Teil Nachwuchs nach. Die Frage ist nur wie lange sie bleiben. Wenn man sich weiterhin dem fehlenden Respekt ausgesetzt sieht, wird es in Zukunft schwierig. Viele Vereine bundesweit beklagen Schiedsrichtermangel. Schon jetzt gibt es mitunter Probleme die Spiele der unteren Klassen zu besetzen.

Gibt es noch andere Hobbys, denen Sie nachgehen?

Ich mache sehr gerne Sport, auch zusammen mit meinem Mann. Ich gehe gern laufen und wandern. Wir haben uns beide im Juni für unseren ersten Volkstriathlon angemeldet. Seit 2020 fahre ich auch Motorrad

Was wir sonst noch wissen wollen..

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das? Eigentlich habe ich alles was ich will, naja an dem Respekt für Schiedsrichter arbeiten wir ja..

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?

Da liegt derzeit keins. Wenn ich zum Lesen komme sind es amerikanische Thriller oder das Regelheft für Schiedsrichter

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?

Wenn, dann ist es mein Mann. Integer, loyal, aber auch kritisch und seine fußballverrückte Frau in allem unterstützend. Seit 23 Jahren mein Fels in der Brandung.

Haben Sie einen Lieblingsfilm-oder Serie?

Ich schaue tatsächlich – ähnlich wie meine Männer – gern Actionfilme und -serien.

Haben Sie ein verborgenes Talent?

Naja, ich würde das ein reaktiviertes Talent nennen. Ich zeichne sehr gern. Mit bemalten Steinen hat es angefangen, jetzt zeichne ich vorzugsweise mit Bleistift. Ab und an verirrt sich auch ein Glindower Wichtelstein in die Welt.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Hunde oder Katzen?

Ich bin eher ein Hundefan. Besonders von unserer Terrierdame.