„Mein Werder“ (34): Sebastian Heller

Sebastian Heller. Foto: WFC

Kurz & knackig

Name: Sebastian Heller
Alter: 28 Jahre
Wohnort/Ortsteil: 14542 Werder (Havel). Zehn Minuten vom Sportplatz entfernt 😀

Seit wann sind Sie in Werder zuhause? – Schon immer!
Haben Sie Kinder oder möchten Sie gerne welche haben? – Noch habe ich keine. Kinder sind das Beste – deshalb möchte ich natürlich irgendwann welche haben. 😀 Am besten 11 – dann kann ich den ganzen Tag Fußball mit ihnen spielen und sie trainieren.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich arbeite in der Stadtverwaltung Werder (Havel) und bin dort für den Bereich Schule zuständig. Nach der Arbeit geht’s meist gleich weiter zum Fußball. Entweder als Spieler in der 1. Männer oder als Trainer der 2. Männer des WFC!

Was würden Sie lieber machen?
Eine Weltreise. Viele andere Kulturen kennenlernen. Ein Leben ohne Uhr führen.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Kennste Baumblüte? Dat mit dem Wein! – Das kennen dann die meisten bzw. hatten gute Erfahrungen mit unserem Wein. Ansonsten lädt Werder zum Erholen ein. Wenn du baden willst – geh baden – wenn du schick was essen gehen willst – geh essen – wenn du Sport treiben willst – such dir einen der vielen Sportvereine aus!
Ganz besonderen Charme hat für mich die Insel, hier gibt es immer mehr kleine, schicke & gemütliche Cafés.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder? Wo und Warum?
Ich bin 6 von 7 Tagen in der Woche auf unserem Fußballplatz als Spieler oder Trainer anzutreffen. deshalb würde ich sagen, ist das einer meiner Lieblingsorte. Du musst was machen, was dir Spaß macht und dich dabei wohlfühlen. Ansonsten könnte ich dort nicht so oft sein.

Welche ist Ihre Lieblings-Jahreszeit und warum?
Herbst oder Frühling – ich lebe in einer Dachgeschosswohnung. Im Sommer ist es viel zu heiß und im Winter zu kalt. 😀 Spaß beiseite. Ich bin ein Winterkind. Ich mag es, wenn es frisch schneit und alles weiß ist. Es ist leider so selten, aber dafür umso besonderer.

Wo muss ein Besucher unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Auf der Insel. Unbedingt! Ein Eis holen und einfach mal durch die ganzen Gassen schlendern.  Noch besser –  ein Boot organisieren und damit die Insel umrunden. Das ist einfach nur entspannend.  Zur Baumblüte würde ich unbedingt den Turm der Bismarckhöhe empfehlen. Hier hat man einen einzigartigen Blick über ganz Werder! Für mich selbst ist das gerade zur Baumblüte fast schon eine Tradition, dorthin zu gehen und für ein Stündchen das Geschehen zu beobachten!

Über Sie!

Seit wann sind Sie Mitglied im WFC und wie sind Sie dahin gekommen? Was bedeutet Ihnen „Fußball“?
Ich spiele seit meinem 5. Lebensjahr beim WFC Fußball. Zwischendurch war ich bei Babelsberg 03 und Hertha BSC – ehe es mich wieder zu den Wurzeln zurückgeführt hat. Ich kann mich erinnern, dass ich damals unbedingt zum Fußball wollte, weil mein bester Freund (Grüße an Marcel Stosch! 😀) im Verein war. Er hat dann nach einem Jahr aufgehört.
Ich bin geblieben. Bis jetzt. Fußball bedeutet mir viel – im großen und ganzen geht es nicht ums gewinnen oder verlieren. Viele verschiedene Charaktere finden sich zusammen und bilden ein Team. Wenn das gut funktioniert, ist der Sinn erfüllt. Alle finden sich gern zusammen, verfolgen ein gemeinsames Ziel und schließen so neue Freundschaften.

Sie sind Fußballspieler der 1. Männermannschaft des Werderaner FC.
Welche Position spielen Sie? Ist das Ihre Wunschposition?
Rechtsverteidiger. Ein früherer und sehr erfolgreicher WFC Trainer (Grüße an Sven Thoß 😀) sagte mal, ich sei „polyvalent” einsetzbar! Bis auf Torwart habe ich immer alles gespielt.
Das kommt mir heute als Trainer zugute, weil ich so viele verschiedene Blickwinkel für alle Positionen im Feld erhalten konnte. Ich habe mich früh dafür interessiert, wie eine Mannschaft am besten auf dem Feld funktionieren kann. Von daher sind Positionen für mich nicht so von großer Bedeutung. Viel wichtiger ist, dass alles Zahnräder greifen. Müsste ich eine Lieblingsposition sagen, wäre das irgendwas Zentrales – hier hat man den größten Einfluss auf das Spielgeschehen.

Wie viele Tore wollen Sie in dieser Saison schießen?
Kommt drauf an, wie viele Elfmeter wir bekommen.  Aus dem Spiel heraus bin ich kein Goalgetter. Tore sind mir aber nicht wichtig. Der Erfolg der Mannschaft als Team oder in der Tabelle ist von größerer Bedeutung. Dafür verzichte ich auch gerne auf alle Tore.

Was ist das Ziel der Mannschaft in dieser Saison?
Zuallererst eine eingeschworene Truppe zu werden. Wir haben etliche Abgänge und viele Neuzugänge. Wir haben fast jedes Jahr einen regen Spielerwechsel. Das hat natürlich Vor- und Nachteile. Über die Jahre konnte ich beim WFC gut beobachten, dass wir uns von der individuellen Klasse jedes Jahr ein Stück verbessern. Von der individuellen Qualität her würde ich uns deshalb dieses Jahr mittlerweile in der Tabelle weit oben sehen. Das ist aber von vielen Faktoren abhängig.

Zudem agieren Sie als Trainer der 2. Mannschaft? Was gehört da zu Ihren Aufgaben?
Ich darf das Training planen und coachen. Außerdem bin ich dafür verantwortlich, dass wir untereinander eine geile Truppe sind und bleiben. Nur so kannst du erfolgreich sein. Besonders im Misserfolg zeigt sich, ob du als Truppe zusammenhältst oder auseinanderbrichst. Hältst du zusammen, hast du immer gewonnen!
Im Vordergrund steht, dass alle Spaß haben und gern zum Training und Spiel kommen.  Natürlich geht es aber auch darum, am Wochenende ein Spiel zu gewinnen.
Jeder, der Sport treibt und am Wettkampf teilnimmt, trägt automatisch den Ehrgeiz in sich, erfolgreich zu sein.

Wie bekommen Sie Beruf / Training / Spielbetrieb unter einen Hut?
Bleibt da noch Zeit für das Privatleben?
Privatleben? Ich hab keins. Spaß 😀
Das funktioniert alles. Ansonsten würde ich das auch so nicht machen können. In manchen Angelegenheiten muss man natürlich zurückstecken. Ich weiß, dass diese Konstellation nur über einen gewissen Zeitraum machbar ist. Solange ich alles mit Leidenschaft erfülle und dabei nichts zur unbedingten Pflicht wird, zieh’ ich es durch. Aber Fußball ist auch ein Teil von mir, deshalb weiß ich gar nicht, ob ich überhaupt irgendwann mal ohne Fußball sein werde.

Was wir sonst noch wissen sollten . . .

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Hund!

Welchen berühmten Fußballer würden Sie gern einmal treffen? Warum?
Den hab ich schon getroffen. Unseren Nachbarn. Jerome Boateng. Früher bei Hertha BSC. Das war schon eine andere Welt – bei ihm hat man gesehen, wo der Weg hingehen wird. Ich kann mich an eine Situation erinnern, da war er verletzt und musste bei seiner damaligen A-Jugend Mannschaft zuschauen. Er sagte zu seinem Betreuer, er habe Bedenken, nach seiner Verletzung wieder zurück in die Mannschaft zu finden. Ich glaube, der wusste damals noch gar nicht, wie gut er wirklich ist 😀
Aber das zeigt auch wie bodenständig ist.

Welche Fragen würden Sie ihm stellen?
Brauch’ ich nicht mehr. 😀

Welcher ist Ihr Lieblingsverein in der Bundesliga und warum?
FC Bayern München. Als Kind wurde ich gefragt – und scheinbar habe ich mich intuitiv für den besten Verein entschieden. Mir gefällt das “MIA SAN MIA” und der Anspruch, immer die Nr. 1 sein zu wollen. Das bin ein bisschen ich. Wenn ich eine Sache mache, dann will ich Sie zu 100 Prozent machen und dabei der Beste sein. 😀

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Die Bücher wurden mir grade gestern leider alle geklaut. Ich bevorzuge Apps, und wenn mich eine Sache interessiert, befrage ich meinen zweiten besten Freund Mr. Google – suche mir was im Internet – und belese mich dann.

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Eigentlich nein. Kurt Krömer gefällt mir. Sein Humor ist einfach unschlagbar!
Ich glaube, dass generell vieles leichter wird, wenn man die Sachen mit Humor nimmt und nicht alles so bierernst sieht.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie? Warum?
Oh, da gibt es viele Serien. Ich bin ein absoluter Serienjunkie. Es ist Wahnsinn, welche Qualität aus Amerika kommt. Man kann Wochen mit einer Serie verbringen, wobei jede Folge super spannend ist oder unterhaltsam ist. “Prison break”. “Game of Thrones”. “Breaking bad”. “Sons of Anarchy”. Und gefühlte 1000 mehr. Ich glaube, Serien sind meine Bücher. 😀

Haben Sie ein vielleicht noch verborgenes Talent?
Von einem verborgenen Talent weiß ich leider nichts. Ich glaube, ich könnte gut moderieren oder Synchronsprecher sein. In meinem Freundes- oder Fußballerkreis werde ich manchmal der „Franz“ genannt. Ich kann Franz Beckenbauer ziemlich gut imitieren. Einige andere Fußballgrößen sind auch noch dabei. 😀