Zu jedem Gemälde gibt es eine Geschichte.

Name: Marianne Schneider
Wohnort: Werder “Städtchen”
Seit wann in Werder zu Hause: seit 3.12.2012
Kinder: zwei Töchter

Was machen Sie so den lieben langen Tag?

Mein Tag beginnt meist um 5:30 Uhr. Bei einer guten Tasse Kaffee mache ich Frühstück für meinen Mann, kümmere mich um den Haushalt und nehme mir nach getaner Arbeit die erste Auszeit des Tages. Je nach Jahreszeit zieht es mich bereits in der Früh in den Garten. Die frische Luft macht mich munter und glücklich.

Was würden Sie lieber machen?

Wenn sich der Haushalt von selbst erledigen könnte, wäre das toll. Am liebsten würde ich mich den ganzen Tag kreativ austoben. Meine Leidenschaft gilt der Malerei und meinem Garten.

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?

Wir haben hier in Werder das große Glück, dort wohnen zu können, wo andere Urlaub machen. Am schönsten ist das Frühjahr, wenn mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen alle Bäume und Sträucher zu blühen beginnen und man das einsetzende idyllische Treiben an und auf der Havel beobachten kann.

Welche ist Ihre Lieblingsjahreszeit und warum?

Jede Jahreszeit hat ihre ganz besonderen Reize. Zum Beispiel das Frühlingserwachen, wenn aus den zarten Knospen die ersten prächtigen Blüten erwachsen oder der mystische Herbst, der alles in ein ganz besonderes Licht taucht.

Ganz besonders mag ich den Frühsommer, wenn die Rosen in voller Pracht stehen. In meinem Garten habe ich mehr als 100 Rosenstöcke gepflanzt. Hierin steckt ein Großteil meines Herzblutes. In drei Jahren harter Arbeit habe ich mir aus einem von Brombeerbüschen und mannshohem Unkraut durchzogenen Stück Land eine blühende Oase geschaffen. Das Anlegen hat mich gelehrt, was Geduld wirklich bedeutet.

Mein kleines Paradies teile ich gerne mit allen Werderschern, Werderanern und Besuchern unserer Stadt. Also, schauen Sie doch mal rein!

Wein oder Marmelade?

Marmelade! Es gibt viele tolle Rezepte. Meine Gäste lasse ich gern raten, was sie auf dem Frühstückstisch bei mir finden. Mein Lieblingsrezept ist Marmelade aus grünen Tomaten. Unreife Tomaten kann man wunderbar einkochen, durch ein Sieb streichen, mit ein bisschen Wodka aufgießen und gelieren. Einfach lecker.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?

“Dunkle Havel” von Tim Pieper.

Hund oder Katze?

Wir wohnen hier mit unseren zwei Katzen Gremi & Margiani.

Haben Sie Vorbilder?

Meine Großmutter war bis zum Tag ihres Ablebens eine stets arbeitssame Frau. Ich habe sie immer bewundert und erinnere mich gern und oft an all das, was sie mir mit auf den Weg gegeben hat. „Kind, wenn Du Dich ausruhen willst, warte bis Du tot bist – da hast Du mehr Zeit als Dir lieb ist“.

Haben Sie ein verborgenes Talent?

Meine Kreativität zeichnet mich aus und begleitet mich schon mein ganzes Leben lang. Im Jahre 2001 konnte ich mein erstes Ölgemälde verkaufen und es macht mich schon ein bisschen stolz, dass es in Kiew bei „Olga“ hängt. Viele weitere Bilder, zu deren Motiven mich viele Reisen inspirierten, folgten und sind bis heute in der ganzen Welt verteilt.

In unserem alten Muckerhof, den wir liebevoll restauriert haben, konnte ich mich richtig austoben. Es war mir besonders wichtig, den alten Charme zu erhalten. Unzählige Relikte, wie alte Muckerleitern, Schlüssel, Backsteine und Ziegel haben mich dabei inspiriert und sind auch heute noch in ihrer ursrpünglichen Form erhalten. Ich sammele alte, naturbelassen Dinge, wie Steine und Hölzer, der alte Hof war das reinste Eldorado. Auch einen lange von mir gehegten Traum konnte ich erfüllen. Aus einem alten Stall wurde mein kleines Atelier, in dem ich mich kreativ verwirkliche und meine Werke ausstelle. Das Atelier “Mein Hühnerstall“ hat sich zu einem kleinen Laden für Kunst, Garten- und Wohnaccessoires entwickelt.

Da ich mir ein Leben ohne Blumen nicht vorstellen kann, finden meine Gäste hier eine kleine, aber feine Auswahl an blühenden und grünen Topfpflanzen sowie liebevoll gebundene Blumensträuße. Ich designe mein Atelier je nach Jahreseit ständig neu. Das Dekorieren liegt mir im Blut und ich freue mich, wenn sich Besucher von meinen saisonalen Dekorationen und den vielen alten, charmanten Dingen inspirieren lassen.

Zum „Tag der offenen Gärten“ am 4. und 5. Juni lade ich Sie recht herzlich ein. Wer nicht so lange warten mag, ist immer Freitags von 10 bis 18 Uhr und Samstags von 10 bis 13 Uhr willkommen, allerhand Schönes zu entdecken. Ich freue mich immer auf neugierige Besucher.

www.schaumalrein.net