Mein Werder (57) Kathrin Anschütz

Name: Kathrin Anschütz
Alter:
35
Wohnort / Ortsteil:
Werder Innenstadt
Seit wann sind Sie in Werder zuhause?   Seit meiner Geburt
Haben Sie Kinder oder möchten Sie gerne welche haben
Ja, einen einjährigen Sohn.


Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben? Als einen der schönsten Orte der Welt. Mit den vielen Seen rund um unsere Heimat würde ich sagen, wohnen wo andere Urlaub machen.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder? Wo und warum?
Die Insel, dort bin ich groß geworden, gehe auch heute noch gern dort spazieren. Es ist eben immer ein Stück Urlaub wenn man in den kleinen Gassen schlendert.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Ehrlich gesagt das Blütenzaubergelände am Bahnhof, wo jedes Jahr das Blütenzauber Open Air veranstaltet wird. Da mein Freund dort involviert ist, versuche ich ihn so gut ich kann dabei zu unterstützen. Aber auch die Obstgärten haben ihren Charme und sind zum gemütlichen Obstwein trinken mit Freunden natürlich perfekt.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Zur Zeit bin ich ich Teilzeitpsychotherapeutin im Sinne des Heikpraktikergesetzes, Teilzeit Psychologie Studentin und Vollzeit Mama. Im Moment ist es schwierig Kind, Job und Studium unter einen Hut zu bekommen. Sobald der Kleine einen Kitaplatz hat, werde ich mich auch wieder mehr dem Job und dem Studium widmen, als Selbstständiger unabdingbar.

Was würden Sie lieber machen?
Nichts, ich liebe meinen Job. Mit Menschen zu arbeiten und sie auf ihrem Weg in ein glücklicheres Leben zu begleiten ist einfach unglaublich toll.

Sie – ganz speziell

Ganz frisch selbstständig – was sind Ihre Ziele und Wünsche?
Im Allgemeinen wünsche ich mir, dass psychische Leiden in der Gesellschaft nicht mehr als Tabuthema angesehen werden und sich Betroffene deswegen nicht verstecken müssen, sondern schneller und lösungsorientierter Hilfe bekommen und diese auch in Anspruch nehmen. Bei körperlichen Leiden ist es ganz normal zum Arzt zu gehen, warum nicht also auch wenn die Seele leidet?! Oft bedingt das Eine ja auch das Andere. Ich wünsche mir, dass die Stigmatisierung, die Betroffene oft leider immer noch erleben, endlich aufhört.
Für mich persönlich wünsche ich mir, dass ich mit meiner Arbeit viele Menschen unterstützen und auf ihrem Weg in ein glücklicheres Leben begleiten kann. Wenn möglich, würde ich meinen Job am liebsten bis an mein Lebensende machen.

Sie arbeiten in Ihrer Praxis mit Hypnose, wie kann man sich diese Arbeit vorstellen?
Nun, ich arbeite mit einem veränderten Bewusstseinszustand. Therapeutisch gesehen würde ich sagen, dass die Trance, je nachdem wie tief sie ist, ein schöpferischer Zustand des Lernens und der Neuorientierung ist. Ich führe diesen Zustand zu therapeutischen Zwecken willkürlich herbei, aber jeder kennt eine leichte Trance auch aus dem Alltagsleben.

Was meinen Sie damit, haben Sie ein Beispiel dafür?
Nehmen wir an, sie sind so sehr in ein gutes Buch vertieft, dass sie voll und ganz in die Geschichte eintauchen und beim Lesen völlig die Zeit vergessen. Als es plötzlich an der Tür klingelt, stellen sie verwundert fest, dass sie, ohne es bewusst gemerkt zu haben, 2 Stunden gelesen haben. Ihnen kam es aber nur wie 30 Minuten vor. Das wäre ein Beispiel für eine Alltagstrance.

Ich bin also nicht willenlos dem Hypnotiseur ausgesetzt und tue nur was er mir sagt?
Nein ganz und gar nicht. Hypnose basiert vor allem auf Vertrauen, ich muss Ihnen vertrauen und Sie mir. Sie sind in einem Zustand, der oft als sehr entspannend beschrieben wird, aber im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte und könnten jederzeit aus der Hypnose aussteigen, wenn etwas ihren Werten oder Vorstellungen widersprechen würde.

Wie sind sie eigentlich zum Heilpraktiker für Psychotherapie und zur Hypnose gekommen?
Da mich Psychologie schon immer interessiert hat, habe ich mich auch mit dem Thema Studium auseinandergesetzt, welches ich nun nebenberuflich verfolge. Allerdings waren mir die Methoden und Ansätze irgendwie nicht ausreichend und oft sehr problem- und nicht lösungsorientiert genug. Auch die oft Monate- oder Jahrelangen Therapien ließen mich zusätzlich nach anderen Methoden Ausschau halten. So kam ich zur Ausbildung im Bereich Heilpraktiker für Psychotherapie. Ich verbinde gern wissenschaftliche mit alternativen Heilmethoden, so kann ich von jedem das Beste nutzen. Die Hypnose war anfangs eher von privatem Interesse, ich kannte es nur aus dem Fernsehen und wollte wissen, ob das tatsächlich so funktioniert. Daraus entstand eine Faszination und als ich die Ausbildung machte die Gewissheit, dass Hypnose, vernünftig erlernt und therapeutisch richtig angewandt wirklich tolle Erfolge erzielt.

Was wir sonst noch wissen wollen . . .

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Karl Lagerfeld. Ich habe irgendwann mal eine Dokumentation über ihn gesehen und fand ihn irgendwie faszinierend. Paulo Coelho, seine Bücher sind einfach Magie und….jetzt kommt es, Britney Spears. Ich kann nichts dafür, ich liebe sie seit meiner Jugend 🙂

Welche Fragen würden Sie ihr stellen?
Wenn sie alle ihr Leben nochmal leben könnten, würden sie alles wieder genauso machen?

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Wenn mein Nachttisch groß genug wäre, würden mindestens 10 Bücher dort liegen. Ich finde so viele Bücher interessant, dass ich meistens mehrere gleichzeitig lese. Im Moment z.b. Buddhistische Psychologie, Huna-Einführung, Praxis der Traumaarbeit, Psychiatrie, Menschen lesen und ein Buch über Glaubenssätze und wie man sie ändert. Komische Angewohnheit, ich weiß 🙂

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Vorbilder in dem Sinne nicht, ich bewundere Menschen die glücklich und im Einklang mit sich sind, einfach leben wie es ihnen gefällt und das Leben an sich genießen. Ich bewundere Menschen, die am Ende ihres Lebens sagen, das war eine phantastische Reise, ich bereue (fast) nichts und würde alles genauso noch einmal machen.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie? Warum?
Lie to me, Mentalist und Elementary sind Serien die ich absolut liebe. Es geht darum, Menschen zu verstehen und aufmerksamer Beobachter zu sein. Herrlich! Ansonsten bin ich Fan der Marvel Filme und Psychothriller mag ich auch ganz gern. Identität und Shutter Island z.B. fand ich super.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Ich wollte schon immer gern ein Buch schreiben, vielleicht mach ich das irgendwann mal. Ich schreibe ganz gern, ob das allerdings ein Talent ist, weiß ich nicht. Ach ja und ich singe ganz gern, meistens laut und falsch. Ist ja irgendwie auch ein Talent, wenn man keinen Ton trifft 🙂

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Ja ich liebe Tiere, eher Katze als Hund. Wir haben eine Main-Coon-Perser-Highlander- Mix Mietze zu Hause. Ein ziemlich schwerer Brocken, ein bißchen eigenwillig aber sehr liebenswert. Wir haben sie vor etwas über einem Jahr im Tierheim gefunden….oder sagen wir eher, sie hat uns auserwählt und die Sache war geritzt.