Mit Spannung erwartet: Die neuen Elektro-Ladesäulen auf dem Hartplatz wurden offiziell in Betrieb genommen

Ladepunkte im Ortszentrum ergänzen Angebote zur Elektromobilität

Dr. Jens Horn und Manuela Saß bei der Inbetriebnahme der Elektro-Ladesäulen in Werder (Havel), Fotos: wsw

Werder (Havel), 15. November 2019 – Fast lautlos rangieren die beiden schneeweißen E-Golfs am gestrigen Donnerstag auf dem Hartplatz, bis sie ihre geeignete Parkposition gefunden haben. Auf den Seiten der sportlichen VW’s prangt das Logo unserer schönen Blütenstadt. Die Stadtverwaltung Werder (Havel) hat für ihren Fuhrpark zwei Elektro-Autos angeschafft, die bei der Inbetriebnahme der drei neuen Ladesäulen auf dem Hartplatz natürlich nicht fehlen dürfen. Eigentümerin der Ladesäulen ist die Stadt Werder (Havel). Gebaut wurden sie durch die EMB, die die drei E-Ladesäulen künftig auch betreibt.

Bürgermeisterin Manuela Saß freut sich sehr über das Angebot mitten im Zentrum der Stadt und hofft natürlich, dass die drei Ladesäulen nicht nur von den Werderanern, sondern auch von den Touristen gut angenommen werden. “Wir möchten mit den zwei neuen E-Autos in unserer Dienstflotte mit gutem Beispiel vorangehen und einen Anreiz für mehr emissionsarme und leise Fahrzeuge schaffen. Die neuen Ladesäulen auf dem Hartplatz sind ein Schritt für den weiteren Ausbau der Elektromobilität in der Region.” Die Stadt engagiert sich darüber hinaus umfassend beim Thema Klimaschutz, ob durch die energetische Sanierung von Kitas und Schulen, die Umstellung auf LED in Straßenlaternen, die Nutzung von Fernwärme und von erneuerbaren Energien bei Neubauten. Seit Juni 2017 ist Werder (Havel) zudem Mitglied im Kommunalen Energieeffizienz-Netzwerk (EMB-KEEN). Darin haben sich zehn brandenburgische Städte und Gemeinden zusammengeschlossen, um gemeinsam den kommunalen Energieverbrauch und die Klimabelastung zu senken.

Der Geschäftsführer der EMB Energie Mark Brandenburg GmbH, Dr. Jens Horn, ergänzte: „Neben unseren Angeboten zu Erdgas als Kraftstoff setzen wir auch auf Elektromobilität als Teil einer umweltschonenden Verkehrswende – immer in enger Abstimmung mit den Wünschen und Bedürfnissen der einzelnen Kommune. Um wirklich eine annähernd CO2-freie Elektro-Mobilität zu ermöglichen, liefern wir über unsere Ladestationen ausschließlich Strom aus 100 Prozent Wasserkraft. Die öffentlichen Elektro-Ladesäulen bedeuten für Einwohner und Besucher die Sicherheit, elektrisch immer mobil sein zu können. Mein Wunsch ist, dass an den drei Ladesäulen immer sechs Autos stehen, die im 3-Stunden-Rhythmus aufgeladen werden.”

Um an der Ladesäule zu „tanken“, können RFID-Karten der über 200 Ladenetz.de-Partner sowie von Roaming-Partnern des Ladenetz.de-Verbundes, zum Beispiel NewMotion, in Deutschland und Europa genutzt werden. Aber auch das spontane Laden ohne eine spezielle Karte ist möglich. Dazu scannt der Elektro-Automobilist über sein Smartphone einen an der Ladesäule befindlichen QR-Code ein, startet den Ladevorgang online und bezahlt einfach per PayPal.

Die Leistung von 22 Kilowatt ermöglicht ein schnelles Beladen der Elektroautos – soweit diese darauf vorbereitet sind. Die Batterien eines Smart forfour electric drive wären, einen entsprechenden Bordlader vorausgesetzt, so beispielsweise in weniger als einer Stunde gefüllt. Wie es inzwischen Standard ist, sind die Ladepunkte in Werder (Havel) mit dem Stecker Typ 2 ausgestattet.

Die Ladesäulen der Firma Mennekes wurden von der Firma Gering Elektro GmbH aus Schönwalde-Glien errichtet, die auch die Wartung und die technische Betreuung übernimmt. Die Überwachung der Ladesäulen wird durch die NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg abgedeckt, die über ihre Netzleitstelle täglich rund um die Uhr erreichbar ist.

Die E-Golfs aus dem städtischen Fuhrpark kommen vom Autohaus Raschick aus Glindow. Geschäftsführer Björn Raschick teilte uns mit, dass die schicken Flitzer 136 PS haben und 150 km/h Spitze fahren. Bei einer kurzen Probefahrt konnten wir uns von der Sportlichkeit dann auch gleich selbst überzeugen.
Der Freund eines jeden Elektroautos ist und bleibt der Stadtverkehr. Problematisch sind ungeplante Fahrten oder Langstrecken. Dennoch steigt die Nachfrage nach E-Autos langsam an, wie uns Björn Raschick verraten hat.

“Wenn das Angebot der drei Ladesäulen gut angenommen wird, besteht die Möglichkeit einer Erweiterung um drei weitere Säulen”, so Stefan Marten von der Stadtverwaltung Werder (Havel). Im Landkreis Potsdam-Mittelmark sind 215 Elektrofahrzeuge und 835 Hybridfahrzeuge zugelassen (Stand 28.05.2019, Quelle Kraftfahrt-Bundesamt Flensburg). “Es gibt bereits Ladesäulen in Kloster-Lehnin, Schwielowsee, Beelitz und Kleinmachnow und nun auch in Werder (Havel)”, freut sich Ralf Schwarzer, der Koordinator für Klima und Energie des Landkreises Potsdam-Mittelmark. (wsw, wh)