Nach neuen Schmierereien in Werder erinnert 1. Beigeordneter an Belohnung

Gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Werder (Havel) und der Polizeidirektion West

Werder (Havel), 28. Mai 2020 – In Werder (Havel) haben Sachbeschädigungen durch Graffiti in jüngster Zeit massiv zugenommen. Auch an öffentlichen Einrichtungen und Gebäuden, zuletzt an der neuen Kita Zauberwald in Glindow, müssen die Schmierereien immer wieder für viel Geld beseitigt werden.

Werders 1. Beigeordneter Christian Große erinnert deshalb an einen Beschluss der Stadtverordneten vom Dezember vergangenen Jahres. Demnach wurde eine ständige Belohnung von 1000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung von Tätern führen, die städtische Einrichtungen beschmiert haben.

„Mit erheblichen Haushaltsmitteln werden die öffentlichen Gebäude und Einrichtungen für die Werderaner und ihre Gäste gepflegt und hergerichtet. Das gilt genauso für die privaten Eigentümer, die sich in den vergangenen Jahrzehnten umfangreich in die Stadtverschönerung eingebracht haben. Und einigen wenigen Idioten gelingt es in kürzester Zeit immer wieder, das alles zunichte zu machen“, so Christian Große. Dieses kriminelle Verhalten mache es schwer, einen schönen Kleinstadtcharme in Werder immer überall zu bewahren und für die Bewohner und Gäste auch auszubauen.

„Ich kann nur an die Bürger appellieren, die Zeuge von Vandalismus werden, sich mit ihren Hinweisen umgehend an die Polizei zu wenden. Die 110 ist im Zweifel die richtige Nummer“, so Christian Große. „Wer einen Verdacht hat, der sollte ihn auch äußern. Solche Sachbeschädigungen kosten sehr viel Geld und sind keine Kavaliersdelikte.“ Wenn jemand dingfest gemacht werden könne, der öffentliches Eigentum beschädigt hat, dann bekomme der Hinweisgeber die 1000 Euro Belohnung von der Stadt, so der 1. Beigeordnete.

Jugendliche hätten in Werder viele Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen oder eine andere Freizeitbeschäftigung zu finden. „Wer stattdessen meint, unsere Stadt mit Schmierereien verunstalten zu müssen, dem ist nicht mehr zu helfen. Und der sollte auch nicht von Freunden, Bekannten oder Zeugen vor der Verfolgung geschützt werden.“ Die Belohnung solle ein zusätzlicher Anreiz sein, Tatverdächtige zu melden. Im Polizeirevier Werder sei der Beschluss der Stadtverordneten dazu bekannt.

Die Polizeidirektion West bestätigt, dass es in jüngster Zeit deutlich mehr Graffitischmierereien in Werder gegeben hat. Wurden im Jahr 2018 insgesamt 29 Fälle angezeigt, so waren es im vergangenen Jahr 57 Fälle. Auch im Jahr 2020 sei aktuell eine steigende Tendenz festzustellen.

„Auch uns gefällt diese Tendenz ganz und gar nicht. Unsere Kollegen sind hierzu bereits sensibilisiert und achten im Rahmen ihrer Streifentätigkeit auf Hinweise zu derartigen Sachbeschädigungen und möglichen Tatverdächtigen“, sagt der Leiter des Polizeireviers Werder, Polizeihauptkommissar Stefan Wetzel.

Aber auch besondere Brennpunkte habe die Polizei in Werder natürlich vermehrt im Auge. „Was uns aber auch hilft sind Zeugen, die uns bei relevanten Beobachtungen sofort informieren. Nur so können wir schnell reagieren und erfolgversprechende Fahndungsmaßnahmen einleiten.“ Nach Bekanntwerden würden die Fälle durch Fachleute der Kriminalpolizei bearbeitet. „Die Schmierer arbeiten oft mit Signaturen, den sogenannten Tags. Beim Vergleich können sich u.a. auch Anhaltspunkte dafür ergeben, wer als Verursacher für eine Sachbeschädigung infrage kommt“, so Stefan Wetzel. (wh, pdw)