Nachtragshaushalt in Werder (Havel) eingebracht

Die Aufwendungen im Ergebnishaushalt steigen von 52 auf 55 Millionen Euro.

Hat auch schon bessere Tage gesehen: Für 70.000 Euro soll der Spielplatz an der Regattastrecke erneuert werden., Foto: wsw

Werder (Havel), 24. Januar 2019 – Wie Stadtsprecher Henry Klix mitteilte, hat die Stadtverwaltung Werder (Havel) für den Doppelhaushalt 2018/2019 einen Nachtragshaushalt eingebracht. Die Haushaltszahlen mussten neuen Anforderungen und Beschlüssen der Stadtverordnetenversammlung angepasst werden. Trotz steigender Baupreise können auch wichtige Bauprojekte der Stadt weitergeführt und abgeschlossen werden. Die Aufwendungen im Ergebnishaushalt steigen von 52 auf 55 Millionen Euro. „Der Nachtragshaushalt ist am Ende dennoch ausgeglichen, was an einer guten Haushaltsführung, einer starken Wirtschaftskraft unserer Stadt und damit verbunden auch einer verbesserten Einnahmesituation liegt“, so Werders Bürgermeisterin Manuela Saß.

Die steigenden Kosten gliedern sich wie folgt: Für die energetische Gebäudesanierung der Kita Regenbogen steigen die Kosten von 300.000 auf 530.000 Euro und für den Austausch sowie die Erneuerung von Türen und Fenstern am Ernst-Hackel-Gymnasium und an der Carl-von-Ossietzky-Schule entstehen Mehrkosten von 164.000 Euro.

In der Hagemeister-Grundschule soll für 30.000 Euro ein Naturwissenschaftsraum ausgestattet werden. In der Inselschule sollen für 50.000 Euro Türen zu den Klassenräumen erneuert werden. Für eine von den Stadtverordneten im September beschlossene Medienoffensive an Werders Schulen wurden 100.000 Euro in den Nachtragshaushalt aufgenommen.

Allein für das Besucherzentrum im Lindowschen Haus mit Tourist Information und Bürgerservice entstehen Mehrkosten von 479.000 Euro. Das Feuerwehrgerätehaus in Plessow wird 220.000 Euro teurer. In gleicher Höhe verteuert sich der Neubau des Vereinshauses für die Glindower Eintracht. Falls die Fördermittel nicht angepasst werden, will die Stadt die Mehrkosten für den Sportverein ausgleichen.

Der Ausbau der Moosfennstraße verteuert sich um 285.000 Euro auf 1,1 Million Euro. Andere Haushaltsposten wurden den Entwicklungen oder Anforderungen angepasst. So erhöht sich der Etat für den Grundstückserwerb um 500.000 auf 540.000 Euro. Nach den Waldbränden im vergangenen Jahr ist auch der Etat zur Herstellung von Löschwassserbrunnen von 24.000 auf 70.000 Euro aufgestockt worden. Zwei der neuen Brunnen sollen im Rahmen des Förderprogramms „Brunnen im Wald“ gebohrt werden.

Kosten entstehen auch durch die jüngst verabschiedete Elternbeitragssatzung: Sieben Einrichtungen freier Träger möchten die Elternbeiträge an ihren Einrichtungen anpassen, indem sie die städtische Satzung übernehmen. Unterm Strich werden weniger Beiträge eingezahlt. Die Stadt muss den Fehlbedarf von 615.000 Euro ausgleichen.

Neu in den Haushalt aufgenommen werden sollen zudem Planungsgelder für den Ausbau des Schwalbenbergwegs von 50.000 Euro. Für die weitere Erhaltungsplanung der Werderaner Straßen ist eine Befahrung mit Videokameras eingeplant, die mit 81.000 Euro zu Buche schlägt.

Ebenfalls neu eingeplant ist die Erneuerung des Spielplatzes an der Regattastrecke für 70.000 Euro. Nicht zuletzt soll für 25.000 Euro ein Hausboot gekauft werden, dass der Tourist Information künftig als „mobile Außenstelle“ am stark frequentierten Wasserwanderrastplatz dienen soll.

Die Finanzierung solcher wichtigen Projekte sei kein Selbstläufer, betonte die Bürgermeisterin. „Wir haben das auch einer guten Wirtschaftsstruktur zu verdanken.“ So lässt die Tendenz der Gewerbesteuererträge im Haushaltsjahr 2018 für das Jahr 2019 Mehrerträge von 1,1 Million Euro erwarten. Manuela Saß: „Solche positiven Entwicklungen in den Unternehmen gilt es auch für die Zukunft zu bewahren und zu fördern.“

Die Erträge aus den Gemeindeanteilen der Einkommenssteuer und der Umsatzsteuer lassen 2019 eine Erhöhung des Ansatzes um 438.000 Euro zu. Die Schlüsselzuweisung steigt laut jüngster Orientierungsdaten um 1,1 Million Euro auf 11,4 Millionen Euro. Der Nachtragshaushalt wird der Stadtverordnetenversammlung am 21. März zur Entscheidung vorgelegt. (hk, wsw)