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Hinweis auf mögliche Kitastreiks

Werder (Havel), 21. September 2020 – Nach den Ankündigungen der Gewerkschaft Verdi zu den Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst weist die Stadtverwaltung Werder (Havel) darauf hin, dass es auch in kommunalen Kitas in den kommenden Tagen zu Warnstreiks von Kita-Personal kommen kann.

Die Stadtverwaltung wird sich gegebenenfalls darum bemühen, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten. Womöglich kann es dennoch dazu kommen, dass Kinder am Mittwoch wegen streikender Mitarbeiter nicht betreut werden können. Eltern werden gebeten, auf die Aushänge in den Einrichtungen zu achten.

Dazu erklärt der 1. Beigeordnete Christian Große: „Das Streikrecht ist ein hohes Gut, aber die Kinderbetreuung muss planbar bleiben. Wir würden es deshalb sehr begrüßen, wenn Streiks in Kinderbetreuungseinrichtungen im Sinne der Kinder vermieden oder zumindest von den Gewerkschaften spätestens 48 Stunden vorher angekündigt werden könnten.“ (wh)

Gemeinsam stark als Familienunternehmen

Werder (Havel) OT Derwitz, 21. September 2020 – Was vor über 25 Jahren in einem Baucontainer im Ortsteil Derwitz begann, hat sich zu einem erfolgreichen Unternehmen mit über 80 Mitarbeitenden entwickelt.  

„Wir haben den Einbau von Sanitär-, Heizungs- und Lüftungsanlagen im Neubau systematisiert“, so beschreibt Geschäftsführer Martin Breman den Erfolg seines gleichnamigen Handwerkunternehmens Breman. „Unsere Auftraggeber sind Bauträger wie Danwood, Scanhaus, Town & Country, Helma, Meisterstückhaus und Vista Reihenhaus“, so Martin Breman. 

Mit eigener Planungs- und Kundenserviceabteilung und einem erfahrenen Team an Projektleitern und Installateuren werden SHK-Projekte in Berlin Brandenburg aber auch bundesweit betreut. „Unsere Auftragsbücher sind für die nächsten zwei Jahre voll. Wenn wir mehr Leute hätten, könnten wir weitere Aufträge annehmen. Insbesondere für den Einsatz auf bundesweiten Baustellen brauchen wir noch Unterstützung“, beschreibt Niederlassungsleiterin Katrin Froede die Situation. 

Doch gute Handwerker, die sich mit der Roh- und Endmontage von Sanitär-, Heizungs- und Lüftungsanlagen auskennen sind rar. Deshalb gibt es bei Breman eine firmeninterne Lehrwerkstatt, die sich um die Ausbildung des Nachwuchses kümmert. 

„Wer handwerkliches Geschick und technisches Verständnis hat, lernwillig und teamfähig ist, der ist bei Breman richtig!“ meint Axel Nitschke, Ausbilder bei Breman. Vom Erfolg des Unternehmens profitieren alle Mitarbeiter. Neben überdurchschnittlicher Bezahlung gibt es Weihnachts- und Urlaubsgeld, 30 Tage Urlaub, eine zusätzliche betriebliche Krankenversicherung sowie eine Gewinnbeteiligung. Bewerbungen können gerne per Mail an bewerbung@breman.de geschickt werden.

Teamarbeit ist bei Breman ganz wichtig. „Von der Planung und Arbeitsvorbereitung über den Einkauf bis zur Projektleitung, Montage sowie dem Kundenservice – nur gemeinsam sind wir stark“, so fasst die Unternehmertochter Anke Breman die Arbeitsphilosophie bei Breman zusammen. 

Als ehemaliger ehrenamtlicher Fußballtrainer weiß Martin Breman, dass für gute Teamarbeit einiges getan werden muss. Deshalb ist es für ihn auch eine Herzensangelegenheit, den Sportverein Schenkenberg bei der Modernisierung der Sanitärräume zu unterstützen. Rechtzeitig zum Anpfiff des Testspiels SV Schenkenberg gegen 1. FFC Turbine Potsdam sind die neuen Toilettenanlagen fertig geworden. Auch die Auszubildenden konnten bei diesem Sonderprojekt kräftig mit anpacken und Baustellenerfahrung gewinnen.

Wer mehr über das erfolgreiche Unternehmen in Derwitz erfahren möchte, kann sich auf www.breman.de informieren. (u.a.)

Anschrift Zentrale:
Breman Havelland
Installationstechnik GmbH
Am Berliner Ring 9
14542 Werder (Havel)
Tel. 033207 – 537 0
breman.havelland@breman.de

Mein Werder (245): Bettina Schmitz

Diese Steine hat Bettina Schmitz in der Corona-Zeit bemalt und hinterher ausgelegt.

Kurz & Knackig

Name: Bettina Schmitz
Alter: 55
Wohnort: Werder (Havel)
Wie lange leben Sie schon in Werder? Seit 2003
Haben Sie Kinder? Ja, drei wundervolle Kinder. Zwei Söhne und eine Enkeltochter.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder (Havel) ist eine malerische Insel mit einer historischen Altstadt, verwinkelten Gassen, hohen Kirchtürmen und einer Mühle. Die Obstplantagen und der Wachtelberg, überall gibt es interessante Ausflugsmöglichkeiten.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Seit 30 Jahren arbeite ich im öffentlichen Dienst für das Land Berlin.

Was würden Sie lieber machen?
Mich um Senioren, Kinder, Tiere kümmern und mich künstlerisch weiterentwickeln.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Ja, mein Lieblingsort ist der „Kirschgarten Werder“ und die „Kulturgarage“, jedoch auch die Insel.

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Auf der Insel und auf den Anhöhen von Werder (Havel), also auf der Bismarckhöhe, der Friedrichshöhe sowie dem Wachtelberg.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Im Muckergarten, Hoher Weg, mit Blick auf die Havel.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Eher die süße Sorte, den Erdbeerwein.

Sie – ganz speziell

Sie haben im Oktober 2019 die Gruppe „Werder (Havel) Steine“ gegründet. Welche Intention hatten Sie bei der Gründung?
Meine Intention war, den Menschen beim Finden eines Steines, ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Außerdem fand ich es interessant, wohin die Steine wandern. Meinen ersten Stein habe ich auf Mallorca „ausgewildert“, dieser wurde dort gefunden und im Tierpark in Berlin wieder ausgelegt. Durch Ute Donath, die in Zossen lebt und bei unserer Gruppe mit Administratorin ist, bin ich dazu gekommen, Steine in die Seniorenheime zu bringen. Hierbei helfen mir die anderen Mitglieder aus unserer Gruppe, sie schicken ihre wunderschönen Steine zu mir nach Hause. Die Steine kommen aus Österreich, aus dem Sauerland sowie aus Zossen und natürlich aus Werder (Havel).

Besonders in der Corona-Zeit konnte man auch hier in Werder viele bunt bemalte Steine am Straßenrand entdecken. Warum bereiten gerade solche kleinen Gesten so große Freude?
Persönlich habe ich nicht in der Corona-Zeit Steine ausgelegt, jedoch weiß ich, dass die Kitas das getan haben. Die Kinder hatten viel Spaß daran, oder es wurden in anderen Gruppen Steinschlangen gebildet. Das war ein Zeichen, dass man auch in „schweren Zeiten“ zusammen hält und Freude haben kann.

Gibt es einen „Lieblingsstein“, den Sie nicht „auswildern“ möchten?
Ja, ich habe einige Lieblingssteine, jedoch ist mein momentaner Lieblingsstein ein Stein, den ich persönlich geschenkt bekommen habe und für immer behalten darf. (Danke dafür an Ramona Jenisch!).

Wo kann man die bunten Steine finden und wie kann man bei dieser schönen Aktion mitmachen?
Bei Facebook gibt es unsere Gruppe „Werder (Havel) Steine“. Dort darf jeder beitreten.
Auch bei Instagram haben wir eine Gruppe, wo es schon Fans gibt. Wenn ich persönlich Steine auslege, dann poste ich auf der Facebook-Seite, wo ich die Steine ausgelegt habe.
Wenn man diese Sozialen Netzwerke nicht nutzt, dann heißt es einfach „Augen auf“. Irgendwann liegt bestimmt mal ein Stein am Wegesrand, sie werden auch „Glückssteine“ genannt. Man darf die Steine behalten, man kann sie auch wieder woanders ablegen.

Eine große Leidenschaft von Ihnen ist die Malerei. Wie sind Sie dazu gekommen und wie würden Sie Ihren eigenen Malstil beschreiben?
Als Kind habe ich schon gerne gemalt, damit habe ich auch schon Preise gewonnen. Durch meine jetzige Kollegin bin ich wieder zur Malerei gekommen. Sie ist eine Künstlerin und hat mich zum Malen gebracht (Danke an Sabine Brauer)! Mir hat mal jemand gesagt, ich male wie ein Kind. Das wird mein Malstil sein. Abstrakt male ich sehr gerne, am liebsten jedoch male ich mit Acryl. Einige Bilder existieren nicht mehr in meinem Besitz.

Welche Hobbys abseits der Malerei haben Sie noch?
Eins meiner leidenschaftlichen Hobbys ist das Singen. Seit 2008, mit Unterbrechung, singe ich beim „Gemischten Chor von Glindow e.V.“. Durch Corona war das Singen bis vor kurzem im Chor nicht möglich, jedenfalls nicht in einem so großen Chor. Und ich fahre gerne mit meinem Vespa Roller durch die Gegend. Außerdem bin ich ehrenamtlich tätig beim „Netzwerk Gesunde Kinder“. Dort bin ich Familienpatin und begleite Familien mit Kindern von 0–3 Jahren.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Gesundheit für meine gesamte Familie.
Das persönliche Miteinander, ohne die sozialen Netzwerke.
Sich wieder frei bewegen zu können, ohne Corona, ohne Maske und ohne Angst, die die meisten haben.

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Den Schauspieler Francis Fullton-Smith. Ein genialer Schauspieler und auch Maler.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
„Das Café am Rande der Welt“ von John Strelecky. Eine Erzählung über den Sinn des Lebens.

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Mein Vater war mein Vorbild, er war Autodidakt.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie?
„Jenseits der Stille“ ist mein Lieblingsfilm, Filmdrama von 1996.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Mein Vater war Spanier und dort stecken auch meine Talente, ob sie verborgen sind oder nicht, bleibt dahingestellt.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Ich würde am liebsten einen ganzen Bauernhof oder Zoo um mich herum haben. Ein Babykater gehört zu uns.

200 Euro Spende an den Zuckerbaum e.V.

v.l.: Katrin Schneider, Doreen Bendler und Andrea Molkenthin, Foto: wsw

Werder (Havel), 18. September 2020 – Manchmal genügt eine kleine Geste, um die Welt ein klitzekleines bisschen besser zu machen. Und so überlegte Katrin Schneider vom EDEKA Markt in Werder (Havel) nicht lange, als sie unseren Artikel über die selbst gestalteten Postkarten von Andrea Molkenthin in der Zeitung las. Sie erwarb den kompletten Postkartensatz, bestehend aus 200 Karten, die beim Betrachter ein kleines Schmunzeln und ein gutes Gefühl hervorrufen sollen.

Andrea Molkenthin hatte im Vorfeld angekündigt, dass sie den Erlös aus dem Kartenverkauf gerne an ein gemeinnütziges Projekt spenden möchte. Die Wahl fiel auf den Zuckerbaum e.V., der sich seit vielen Jahren um die gesunden Geschwister schwer kranker Kinder kümmert.

Heute Morgen nahm Doreen Bendler vom Zuckerbaum e.V. überglücklich die 200 Euro von Andrea Molkenthin entgegen. “Das Geld können wir für unsere Vereinsarbeit dringend gebrauchen. Wir werden es für Bildungspatenschaften verwenden, diese reichen von musikalischer Früherziehung über Sportangebote bis hin zu Nachhilfestunden”, verrät Doreen Bendler.

Andrea Molkenthin hat angekündigt, dass sie schon die nächsten 200 Karten bestellt hat. Hoffentlich finden auch diese schnell Abnehmer, sodass sich erneut ein gemeinnütziges Projekt oder ein Verein über eine kleine Spende freuen kann.

Aktuell kann man die blauen Postkarten “Mee(h)r Liebe weitergeben. Ein nettes Wort, ein freundlicher Blick, eine gute Tat, ein ‘verzeih mir bitte’.” in der Poststelle im Werderaner EDEKA Markt erwerben. Sie kosten einen Euro, gerne kann man aber auch etwas mehr geben, die Mehreinnahmen gehen zu 100 Prozent an den Zuckerbaum e.V. (wsw)

Tag der Deutsch-Israelischen Freundschaft“ in Werder (Havel)

Werder (Havel), 18. September 2020 – Die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) veranstaltet am 23. September 2020 mit Unterstützung der Stadt Werder (Havel) einen „Tag der Deutsch-Israelischen Freundschaft“ in Werder (Havel). Die Veranstaltung wird vom Politischen Bildungsforum der Konrad-Adenauer-Stiftung gefördert.

Jochen Feilcke ist der Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin und Brandenburg e.V. und erzählt uns am Telefon, dass solche „Tage der Deutsch-Israelischen Freundschaft“ bereits erfolgreich in Frankfurt/Oder, Cottbus, Oranienburg und Potsdam veranstaltet wurden und er sich nun sehr auf den kommenden Mittwoch freut, wenn er mit der DIG in Werder (Havel) zu Gast sein darf. „Es ist unser Wunsch und unser Ziel, Stützpunkte der Deutsch-Israelischen Gesellschaft zu schaffen und als ‘Geburtshelfer’ von Berlin aus zu wirken“, so Jochen Feilcke. Und er verrät uns, was die Besucher am 23. September erwartet:

Zunächst wird es um 15 Uhr eine nicht öffentliche Schulveranstaltung im Ernst-Haeckel-Gymnasium geben. Zum Thema „Die Israelis? Gibt es nicht. Über Vielfalt in Israels Gesellschaft“ werden Helge Eikelmann, Leiter der Initiative Israel Innovation Hubs bei der Deutsch-Israelischen Wirtschaftsvereinigung, sowie Jochen Feilcke MdB a.D., Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin- Brandenburg, mit Schülern des Gymnasiums ins Gespräch kommen.

Am Abend um 19.30 Uhr ist im Schützenhaus, Uferstraße 10, eine öffentliche Diskussionsveranstaltung für alle Interessierten geplant. Thema: „Das Bild vom Anderen: Der israelische Blick auf Deutschland, der deutsche auf Israel.“ Es wird um die komplexen deutsch-israelischen Beziehungen gehen, die ständiger Veränderung unterworfen sind. Am besten sichtbar ist das im wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Austausch. Wie hat sich das Verhältnis entwickelt, welche Herausforderungen gab es? Und wo gibt es heute das größte Potential im Austausch, wo „Made in Germany“ auf die „Startup Nation“ trifft?

Nach einem Impulsvortrag von Helge Eikelmann, Leiter der Initiative Israel Innovation Hubs bei der Deutsch-Israelischen Wirtschaftsvereinigung, werden er sowie Jochen Feilcke zu den Fragestellungen mit den Gästen ins Gespräch kommen. Die Teilnehmerzahl für die Veranstaltung ist coronabedingt beschränkt, eine Anmeldung unter presse@werder- havel.de bis zum 21. September ist erforderlich. (wsw, wh, dig)

Picknickradeln um den See

Schwielowsee, 18. September 2020 – Gemeinsam auf Abstand geht es beim 21. Fahrradsonntag am 20. September auf Tour um den Schwielowsee – vorbei an vielen abwechslungsreichen Stationen, die zu einer belebenden Rast auf der Picknickdecke einladen. 

Seien Sie dabei, wenn es beim 21. Fahrradsonntag in Schwielowsee heißt: Fleißig in die Pedale treten und an der frischen Luft etwas für die Gesundheit tun. Starten Sie am 20. September von Caputh, Ferch, Petzow oder Geltow auf dem Radweg F1 rund um den See und entdecken Sie – im eigenen Rhythmus – unsere Highlights am Wegesrand: Lauschen Sie der Musik mit den „Obstlern“ im Garten der Gaststätte Baumgartenbrück in Geltow, legen Sie am Caputher Gemünde eine Kuchenpause beim Schulförderverein der Albert-Einstein-Grundschule ein oder halten Sie zum Boxenstopp bei der Caputher Schützengilde in Flottstelle.

Höhepunkte sind die Fahrradsonntag-Picknickkonzerte: Hören, swingen und grooven Sie zur flotten Musik der Gruppe „RAG DOLL“ am Gemünde auf der Geltower Seite – Tanzen mit Abstand erlaubt! – oder rollen Sie auf der Seewiese Ferch die Decke beim Märkischen Holzpantinen-Literatur-Musiktheater mit der beliebten Fercher Obstkistenbühne aus. Eine Rast einlegen können Sie beim Fahrradsonntag auch am Handwebereimuseum, am Schloss Caputh, am Museum der Havelländischen Malerkolonie, in der Waldgalerie Ferch, im Japanischen Bonsaigarten oder bei der Weiterfahrt im Schlosspark Petzow.

Packen Sie die Picknickdecke ein, schwingen Sie sich aufs Fahrrad und tanken Sie Kraft an der frischen Luft und am Wasser!

Alle Informationen zum Fahrradsonntag finden Sie auch auf der Webseite www.schwielowsee.de. Über das Programm zum Fahrradsonntag informiert Sie ein Flyer, der in der Tourist-Information im Bürgerhaus in Caputh und an weiteren Standorten rund um den Schwielowsee ausliegt. (m.j.)

Die fabelhafte Welt der Kürbisse

Klaistow, 17. September 2020 – Wer noch nie ein Einhorn aus Kürbissen gesehen hat, sollte unbedingt bei Berlin/Brandenburgs größter Kürbisausstellung vorbeischauen! Auf dem beliebten Spargelhof in Klaistow dreht sich seit dem 5. September alles um Kürbisse. Über 100.000 kleine und große Kürbisse wurden für die Herstellung der fantasievollen Figuren verwendet.

Doch nicht nur die imposante Ausstellung lockt die Besucher aus nah und fern an. Auf dem hofeigenen Kürbismarkt kann man mehr als 30 Sorten aus eigenem Anbau entdecken, im Hofladen und in der Hofbäckerei gibt es Kürbiskernbrot, Kürbiskernkekse und vieles mehr und im Hofrestaurant werden die verschiedensten Kürbis-Leckereien serviert.

Vorbeischauen lohnt sich also! Noch bis zum 1. November können die fabelhaften und fantasievollen Kürbis-Kunstwerke bestaunt werden.

Ein ganz besonderes Highlight während der Kürbiszeit auf dem Spargelhof in Klaistow ist die „Offene GPC-Kürbiswiegemeisterschaft“. In diesem Jahr findet sie am 27. September statt. In den vergangenen Jahren traten routinierte Züchter genauso an, wie Neulinge in dieser gärtnerischen Disziplin. Durch die zunehmende Beliebtheit der Wiegemeisterschaft richtet der Spargelhof mittlerweile auch mit Stolz die größte Wiegemeisterschaft Europas aus.

Die Veranstaltung wird von dem Kürbis-Experten Oliver Langheim, auch „Kürbis-Olli“ genannt, moderiert. Jedes Jahr werden der Siegerkürbis und die größten Exemplare auf dem Erlebnishof in Klaistow bis zum Ende der Kürbissaison ausgestellt. Ein Highlight zum Ende der Ausstellung ist auch das Kürbisschlachten. Erhaschen Sie dabei einen der beliebten Kürbiskerne des Siegers und probieren Sie selbst evtl. im nächsten Jahr dabei zu sein.

Ursprünglich stammen Kürbisse aus Amerika, doch bereits seit dem 16. Jahrhundert werdern sie weltweit in den warmen Gebieten angebaut. Die Kürbisernte beginnt meist zwischen Ende August und Ende Oktober. Hauptsächlich werden Kürbisse als gekochtes, gebratenes oder gebackenes Gemüse verwendet. Besonders beliebt ist auch die Zubereitung als Suppe. Hierfür einen Kürbis nach Wahl (z.B. Butternut oder Hokkaido) vierteln und mit einer klein geschnittenen Zwiebel in Butter anschwitzen. Etwas Mehl darüber geben, umrühren und anschließend mit Brühe und Sahne übergießen. Bei schwacher Hitze zugedeckt etwa 25 Minuten köcheln lassen. Anschließend pürieren und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Ende Oktober schlägt die große Stunde vor allem für die größeren Exemplaren: Pünktlich zum 31. Oktober verwandeln sich die Pflanzen in „gruselige“ Kürbislaternen. Die Wahl des passenden Kürbisses ist für eine gelungene Schnitzerei das A und O. Damit sich der Kürbis gut verarbeiten lässt, sollte er bereits reif sein – nur so lässt sich das Fruchtfleisch gut entfernen. Auch die Größe spielt eine entscheidende Rolle: Nicht nur sehen große Kürbislaternen dekorativer aus, aus ihnen lässt sich auch das Fruchtfleisch am besten lösen und die äußere Schale ist einfacher zu bearbeiten. (wsw)

Das kleine 1×1 des Kürbisschnitzens:

Hut ab und mit einem großen Löffeln aushöhlen. Dabei sollte am Ende eine ca. 2cm dicke Wand stehen bleiben. Den Deckel am besten in einem 30 Grad Winkel einschneiden, damit er am Ende nicht in das Loch hineinfällt.

Erst aufmalen, dann schnitzen
Achten Sie darauf, dass die Öffnungen nicht zu klein sind, da sie sonst beim Schnitzen leicht ausbrechen. Schauen Sie im Internet nach Schablonen, die ausgeschnitten und aufgeklebt werden. Für einen besonderen Funkeleffekt mit einem Bohrer viele kleine Löcher in den Kürbis bohren.

Haltbar machen
Den fertig geschnitzen Kürbis mit etwas Sägemehl ausstreuen. Das saugt die Feuchtigkeit auf und sorgt für eine längere Haltbarkeit. Auch das Einsprühen mit Haarlack verlängert die Freude am Kunstwerk.

Die Beleuchtung
Klassisch mit Kerze, am besten in einem Windlicht in das Innere stellen und Deckel wieder drauf.

Alles für Ihre vier Wände

Immobilienexpertin Juliana Pfeil

Werder (Havel) OT Glindow, 16. September 2020 – Zuhause ist es doch am schönsten! Nirgends fühlen wir uns so wohl und geborgen wie in den eigenen vier Wänden. Doch bis man sein Traumdomizil gefunden hat, ist es meist ein weiter Weg. Eine, die auf diesem Weg mit großer Expertise und Charme zur Seite steht, ist Juliana Pfeil. 

Sie ist qualifizierte und erfahrene Immobilienmaklerin (IVD/IREBS), studierte Immobilienberaterin von der IREBS Immobilienakademie und Volkswirtin (Uni Potsdam). Mit viel Herzblut und Engagement hat sich Juliana Pfeil in Glindow in der Ziemensstraße ihr eigenes Unternehmen „Vier W“ aufgebaut, das durch Ehrlichkeit, Bodenständigkeit und Professionalität überzeugt. Ob es um den Immobilienverkauf geht, den Erwerb einer Immobilie oder um Finanzierungsfragen – die sympathische Glindowerin stellt sich stets auf die einzelnen Wünsche und Besonderheiten ihrer Kunden ein. 

„Zu meiner großen Leidenschaft und meinem hundertprozentigen Einsatz dürfen Sie meine ganz besondere Aufmerksamkeit erwarten. Ich werde mich in allen Belangen rund um Ihre Immobilienwünsche engagieren und Ihnen die nötige Zeit entgegenbringen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Dafür stehe ich mit meinem Unternehmen Vier W: Alles für Ihre vier Wände“, verrät uns die Unternehmerin im Gespräch. 

Das „Rundum-Sorglos-Paket“ für Käufer und Verkäufer beinhaltet u.a. die kostenlose Marktpreiseinschätzung der Immobilie oder des Grundstückes, die Anfertigung eines Exposés, die Vorbereitung eines notariellen Kaufvertrages und persönliche Anwesenheit bei der Beurkundung, die Suche nach der passenden Wunschimmobilie sowie eine persönliche und maßgeschneiderte Immobilienfinanzierung. 

Juliana Pfeil möchte sich durch die persönliche Komponente in der Immobilienabwicklung sowie die gegenseitige Vertrauensbasis von Mitbewerbern abgrenzen: „Ich habe Spaß an meinem Job und finde es großartig, mit Menschen zusammenzuarbeiten und zu kommunizieren. Die Kunden sollen während der Zusammenarbeit Spaß haben, hierfür möchte ich ihnen eine gewisse Leichtigkeit und Lebensfreude vermitteln – trotz schwierigen Lebensentscheidungen und hohen Investitionskosten.“ Es ist für sie das größte Lob, wenn sie durch zufriedene Kunden weiterempfohlen wird. 

Einen Tipp für Immobilienverkäufer hat Juliana Pfeil noch abschließend: „Ab dem 23. Dezember gilt auch in Brandenburg das Bestellerprinzip für den Verkauf von Immobilien. Das bedeutet, dass Verkäufer und Käufer ab diesem Datum die Maklerprovison hälftig bezahlen. Bis dahin können Sie als Verkäufer noch kostenfrei Ihre eigenen vier Wände professionell durch mich vermarkten lassen. Zögern Sie nicht und profitieren Sie von der kostenlosen Marktpreiseinschätzung Ihrer Immobilie oder Ihres Grundstückes.“

Informieren Sie sich vorab auf der Hompage: https://vier-w-immobilien.de oder jederzeit telefonisch unter 0163 464 71 88. (wsw)

Umfangreiche Baumaßnahmen auf der A 10 führen zu Dauerstau in Werder (Havel)

Werder (Havel), 16. September 2020 – Nach Beginn der umfangreichen Baumaßnahmen auf der A10/Westlicher Berliner Ring zeigt sich dauerhafter Stau nicht nur auf der Autobahn, sondern auch auf vermeintlichen Ausweichstrecken. Verärgert zeigte sich Hermann Bobka, Vorsitzender der CDU-Fraktion über die entstandene Situation:

„Es ist nicht hinzunehmen, dass eine so große Baumaßnahme nicht ein einziges Mal mit den unmittelbar anliegenden Kommunen besprochen oder abgestimmt wird. Die Lasten der kilometerlangen Staus wälzen sich nun ungehindert durch die Innenstadt und die Ortsteile. Der Verkehr wird komplett lahmgelegt. Die Werderaner wurden vor vollendete Tatsachen gestellt.“

Bobka weiter dazu: „Während der Landesbetrieb bei städtischen Straßenbaumaßnahmen schon im Planungsprozess beteiligt wird, erfährt die Stadtverwaltung von dieser Maßnahme knapp vier Wochen vor Beginn aus der Zeitung und kann, selbst wenn Sie es wollte, mit ihren eigenen Baumaßnahmen nicht mehr umsteuern.“

Bobka fordert: „Der Landesbetrieb muss nun dringend die Abstimmung mit der Stadt nachholen, denn dieser Zustand kann keinesfalls zwei Jahre unverändert fortdauern. Das Land muss in Abstimmung mit der Stadt schnellstmöglich ein Umleitungskonzept erarbeiten, dass die Folgen spürbar abmildert.“

„Mit der parallel laufenden Baumaßnahme an der L90/Klaistower Straße wird es zudem noch eine Sperrung der Landesstraße bzw. der Autobahnauffahrt „Glindow“ geben, die die Lage noch zusätzlich verschärft. Auch der neuralgische Punkt am Bahnübergang in der Stadt, wird nun noch weiter belastet. Hier muss dringend gehandelt werden“, so Bobka abschließend.

Hintergrund:
Der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg teilte Anfang August über die Medien mit, dass ab Ende August zwischen der Havelbrücke bei Leest und der Abfahrt Potsdam-Nord auf einer Länge von knapp sieben Kilometer die Fahrbahn erneuert werden soll. Vier Brücken sollen zudem saniert werden. Die Maßnahme solle in drei Abschnitten bis Dezember 2022 durchgeführt werden und die Autobahn würde während dieser Zeit in beide Richtungen nur einspurig befahrbar sein, so der Landesbetrieb. Es sei mit Stau zu rechnen, hieß es lapidar. (cdu)

„Willkommen zurück“ – Kreisvolkshochschule Potsdam-Mittelmark startet ins neue Semester

Werder (Havel), 16. September 2020 – Am 17. August hat das neue Herbstsemester der Kreisvolkshochschule (KVHS) Potsdam-Mittelmark begonnen, das auch in Werder (Havel) in der Adolf-Damaschke-Straße 60, 1.OG, viel Neues bereithält. Überschrieben ist das Programm mit dem Motto: „Willkommen zurück“ – ein bewusst optimistischer Ausblick in den Neustart nach dem reduzierten Programm des Frühjahrsemesters.

„Wir hoffen“, so Frau Kühlcke, Leiterin der KVHS, „dass wir wieder viele – auch neue – Teilnehmende in der Volkshochschule begrüßen können – vor Ort oder online. Selbstverständlich unter Einhaltung der aktuellen Corona-Regeln.“ 

Zum Semesterstart wurde die Webseite der KVHS modernisiert. Alle Online-Angebote sind nun in einer eigenen Rubrik gebündelt. In der neuen Kategorie „Spezial“ finden sich Kurse für besondere Zielgruppen, z.B. Bildungsfreistellungskurse für Berufstätige. Dort abgebildet sind auch alle aktuellen Kurse, die an der frischen Luft (Outdoor) stattfinden, zum Beispiel „Mit Nordic Walking durch den Herbst“ oder ein geführter, anderthalbstündiger „Spaziergang mit Theodor Fontane“.

Im Themenschwerpunkt nachhaltige Entwicklung finden sich dieses Semester Vorträge und Workshops zu Umweltthemen („Die Rolle der Arktis im Klimasystem“) und globalen Fragen. Unter der Überschrift „Tatwaffe Geld – tödliche Kredite“ wird z.B. spielerisch als fiktiver Kriminalfall beleuchtet, welchen Einfluss Banken und Versicherungen auf Konzerne nehmen. Die Teilnahme ist kostenlos. Kurse wie „Starke Frauen – Einblicke in Werders (Familien-) Geschichte“ laden zur Spurensuche durch die Jahrhunderte ein.

Viele neue Kreativkurse bieten wieder Erlebnisse unter professioneller Anleitung. Ob Malen, Basteln, Nähen, Fotografieren oder Typ- und Stilberatung, das Programm ist bunt und vielfältig. Besonders freut sich Barbara Reinke, Sachbearbeiterin der KVHS in Werder, diesmal auf die neuen Fotokurse der Fotografin Konstanze Paula Grüning. In Kursen wie „Fotografieren mit Plan“ werden Grundlagen der Konzeptfotografie vermittelt. 

Kurse zur gesundheitlichen Prävention, Stressbewältigung und Bewegung bieten gerade jetzt den richtigen körperlichen Ausgleich zu Tätigkeiten am heimischen Arbeitsplatz, zum Beispiel „Work-Life-Balance mit Qigong“ oder „Mit Autogenem Training und gesunder Atmung zu neuer Balance“. Auch zahlreiche Sprachkurse auf unterschiedlichen Niveaustufen können wieder besucht werden. Wer z. B. Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch oder Norwegisch lernen möchte, wird an der KVHS in Werder fündig. Kompakte Angebote vermitteln in überschaubarer Zeit erste Sprachgrundlagen, z. B. der Schnupperkurs „Russisch für Einsteiger*innen“.

Im Bereich Berufliche Bildung und Medien können u.a. Kompetenzen für den Arbeitsmarkt erworben werden, z.B. in Kursen wie „Computerschreiben in 2 x 2 Stunden“ oder „Excel: Listen, Formeln und Funktionen“. Neben Online-Sprachkursen sind erstmalig Online-Kochkurse im Angebot, z.B. „Food for future – Nachhaltig Kochen im Herbst“. Ein digitaler Austausch zu Kinderbüchern ist ebenso im Programm, wie viele weitere, meist kostenlose Vorträge aus Politik und Zeitgeschehen. 

Alle Angebote sind auf der Webseite www.kvhs-pm.de zu finden. Die Anmeldung ist online möglich, ebenso per E-Mail, Telefon oder nach vorheriger Terminvereinbarung vor Ort. (i.k.)

Heute schon an morgen denken

Werder (Havel), 16. September 2020 – Zugegeben, wenn die Sonne noch warm vom Himmel lacht und die Temperaturen sich im oberen zweistelligen Bereich befinden, fällt es schwer, sich frostig kalten Winter vorzustellen. Doch genau jetzt sollten sich Unternehmer, aber auch Privatpersonen schon einmal mit dem Thema „Winterdienst“ befassen, wie uns Knut Kasprowski, Geschäftsführer von K & K Plus, verrät: „Ehe man sich versieht, ist der Winter da und mit ihm auch die Gefahr von Glätteunfällen. Im Winter muss man bis spätestens 6.30 Uhr den Weg vor seinem Haus oder Unternehmen von Eis und Schnee befreien. Sollte man dies nicht rechtzeitig erledigen und jemand stürzt, zahlt keine Versicherung.“ 

Meist fehlt in den kalten Wintermonaten früh morgens die Zeit oder schlichtweg die Lust, um den Schneeschieber hervorzuholen. Doch die Profis von der K & K Plus Gebäudereinigung können hier aushelfen. 

„Wir bieten sowohl für Privatkunden als auch für Hotels, Seniorenheime, Einzelhandelsbetriebe und Unternehmen eine Winterdienst-Pauschale an. Gerne machen wir hier auch individuelle Angebote“, erklärt Knut Kasprowski. Vom Schneeräumen übers Streuen bis hin zum Abtransport des wiederverwendbaren Streuguts übernimmt die K & K Plus Gebäudereinigung alle anfallenden Winterdienst-Arbeiten, sowohl händisch als auch maschinell. Schon jetzt sollten sich Unternehmen mit entsprechendem Streugut bevorraten. Im Winter, wenn es frostig kalt wird, kann es sonst zu Lieferengpässen kommen. 

Bei der K & K Plus Gebäudereinigung aus Werder (Havel) sind drei Teams, bestehend aus zwei Personen, sowie Minijobber und Teilzeitkräfte täglich unterwegs, um die zahlreichen privaten und geschäftlichen Kunden zu versorgen. „Die Auftragslage ist gut, wir könnten noch weitere Aufträge annehmen. Leider fehlen uns hierfür Mitarbeiter“, verrät Knut Kasprowski. Interessenten können sich gerne jederzeit melden unter 03327 49142.

Zur Zeit stehen bei der K & K Plus Gebäudereinigung alle Zeichen auf Modernisierung. Der firmeneigene Fuhrpark wird demnächst mit den neuen Logos versehen und auch die neue Arbeitskleidung für die Mitarbeiter wartet auf ihren Einsatz.

Seit dem Jahr 1990 steht der Meisterbetrieb K & K Plus Gebäudereinigung für ein professionelles Dienstleistungsangebot, einen kundenorientierten Service und das Vertrauen eines Familienbetriebs. Seit 30 Jahren ist Knut Kasprowski Geschäftsführer des heutigen Betriebs. (wsw)

Werderaner Heimatverein: Vortragsreihe startet wieder

Werder (Havel), 15. September 2020 – Heute beginnt der Werderaner Heimatverein e.V. wieder mit seinen monatlichen öffentlichen Vorträgen/Gesprächen im Schützenhaus. „Wir wollen heimatgeschichtlich auf ein besonderes Jubiläum aufmerksam machen“, erklärt Dr. Klaus Froh. Es gibt keine Sportart, die so im öffentlichen Fokus steht wie der Fußball. Regelmäßig zieht es viele Bürger zum Arno-Franz-Sportplatz auf die Insel. Der Werderaner Fußballverein hat eine lange, erfolgreiche 100-jährige Geschichte seit seiner Gründung im Juli 1920. Heute zählt der Verein über 500 Vereinsmitglieder. Er ist damit der größte Verein in Werder (Havel).

Über die wechselvolle Geschichte des Werderaner FC 1920 e.V. wird Sportdirektor Klaus-Dieter Bartsch am 15. September um 19 Uhr im Schützenhaus Uferstraße 10 berichten. Im Oktober geht es dann künstlerisch weiter. Am 20. Oktober empfängt der Werderaner Heimatverein Wilfried Mix. Der Künstler wird anhand seines bekannten Triptychons über Werders Geschichte referieren. Los geht es auch dann um 19 Uhr. Mitglieder können den Vorträgen kostenfrei lauschen, Gäste zahlen einen kleinen Obulus in Höhe von drei Euro. (wsw)

Jugendturnier beim TC Havelblick

Werder (Havel), 15. September 2020 – Am 29. August starteten um 10 Uhr bei bestem Tenniswetter 12 spielbegeisterte Kinder und Jugendliche, darunter fünf Mädels und sieben Jungs, in das Kinder- und Jugendturnier des TC Havelblick, welches vom Vereinstrainer Thomas Arnhölter geleitet wurde. 

Gespielt wurde in zwei Kategorien: die jüngeren Spieler im Alter zwischen acht und 12 Jahre starteten bei den sogenannten “Beginners” und die älteren Spieler zwischen 11 und 16 Jahren bei den Routiniers. Während die sechs Beginners innerhalb verschiedener Spielfeldgrößen (vom halben T-Feld bis zum Midcourt) und Ballsorten (von Stage 1-3) wählen konnten, wurde bei den sechs Routiniers mit normalen Bällen über das gesamte Einzelfeld gespielt. Bei den Beginners durfte der jüngere bzw. unerfahrenere Spieler sowohl die Spielfeldgröße als auch die Ballsorte gegenüber seines Spielgegners bestimmen. In beiden Kategorien wurde jeder gegen jeden gespielt in Tiebreakform bis 13 Punkte. 

Es war bemerkenswert, wie sich die Beginners schon ansprechende Ballwechsel lieferten. Die Routiniers konnten schon mit ausgefeilterer Technik agieren. Es gab einige Ballwechsel, die schon hinsichtlich der Ballgeschwindigkeiten beeindruckten und von einem qualitativ guten Niveau gekennzeichnet waren. Bei den Routiniers war zudem bemerkenswert, dass der erst elf Jahre alte Leonard Jung den beiden 15-jährigen Jan Schrader und Rafael Wein Paroli bieten konnte. 

Bei den Beginners setzte sich ungeschlagen der 12-jährige Jannes Hanke vor seinem 9-jährigen Bruder Jonas und der 11-jährigen Emily Granacher durch. In den Platzierungen folgten der 10-jährige Lorenzo Paare, die 8-jährige Luisa Granacher und die 11-jährige Greta Kulze.

Bei den Routiniers gelang dem 15-jährigen hochmotivierten Rafael Wein die Revanche gegen Leonard Jung, der ihn noch im Juli beim 1.Tenniscampturnier geschlagen hatte. Rafael Wein gelang ungeschlagen der Sieg bei den Routiniers vor Leonard Jung und Jan Schader. Auf den weiteren Plätzen folgten der 11-jährige Maximilian Blank „Mister Vorhand“, die 16-jährige Judy Oelker und die 12-jährige, an diesem Tag etwas glücklose, Karolina Seidel.

Alle Teilnehmer durften sich mittags über selbstgekochte Nudeln mit Bolognese freuen. Den Abschluss der Veranstaltung gegen 16 Uhr bildete die Siegerehrung mit der Verleihung der ersehnten Pokale, Medaillen und Urkunden und das anschließende gemeinsame Grillen. (t.a., j.bw)

Das junge Kanutalent aus Werder (Havel)

Werder (Havel), 14. September 2020 – Seit fünf Jahren betreibt Hannes aktiv den Kanurennsport, die dynamischste Wettkampfdisziplin des Kanusports. Ziel hierbei ist es, so schnell wie möglich eine festgelegte Strecke auf einem stehenden Gewässer mit einem Kanu zurückzulegen. Hannes gebraucht hierfür den Bootstyp Canadier, in dem man sich kniend mit Hilfe eines Stechpaddels fortbewegt. Mit einem speziellen Steuerschlag wird die Richtung des Bootes bestimmt, damit laufen die weitgehend offenen Boote auch ohne Steueranlage geradeaus. „Ich habe bis zur sechsten Klasse Fußball gespielt, erst bei Glindow, dann in Deetz und zum Schluss in Werder. Aber so richtig war es nicht das passende für mich“, erinnert sich der Zehntklässler. „Durch einen Freund der Familie, Thomas Hanisch, bin ich dann auf das Kanufahren aufmerksam geworden und nach dem ersten Training war meine Leidenschaft für diesen Sport auch schon entfacht.“

Nach dem Besuch der Karl-Hagemeister-Grundschule zog es Hannes dann an die Sportschule Potsdam „Friedrich Ludwig Jahn“ und er wurde Mitglied im Kanu-Club Potsdam im Olympischen Sportclub Luftschiffhafen e. V. Seitdem dreht sich bei dem 15-Jährigen alles ums Paddeln. Zweimal die Woche trainiert der Schüler vormittags eine Stunde, an vier Tagen zudem noch nachmittags zwei Stunden. „Mein Wecker klingelt früh um 6 Uhr und meist bin ich erst gegen 17.30 Uhr zu Hause, manchmal auch später“, verrät Hannes. Dass dabei nicht viel Zeit für Freunde und Freizeit bleibt, war dem jungen Mann aber von vornherein klar. „Wenn man erfolgreich Leistungssport betreiben möchte, muss man hierfür auch einiges investieren. Und der Kanusport ist sehr zeit- und materialintensiv“, erklärt Papa Eckhard Müller.

Neben dem täglichen Training fordern auch die regelmäßig stattfindenden Trainingslager und Wettkämpfe ihren zeitlichen Tribut. „Meist gehen die Wettkämpfe von Donnerstag bis Sonntag, die Trainingslager finden oft auch in den Ferien statt. Ich hatte zum Beispiel nur 14 Tage Sommerferien.“ Doch Hannes ist deswegen nicht betrübt oder bereut seine Entscheidung für den Leistungssport. Sobald er über seine große Leidenschaft spricht, flackern die Augen des 15-Jährigen voller Ehrgeiz und Herzblut. Man spürt schnell: Hannes nimmt an Wettkämpfen teil, um am Ende auch zu gewinnen.

Bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften der Jugend beim WSV Mannheim-Sandhofen konnte er vom 14. bis 17. August dann auch sein ganzes Talent unter Beweis stellen. Wie es sich für eine Deutsche Meisterschaft gehört, kamen die besten Kanuten und Kanutinnen aus ganz Deutschland zusammen, um sich miteinander zu messen. Insgesamt waren ca. 270 Sportler und Sportlerinnen gemeldet. Hannes trat in sechs Disziplinen an, vom 200m Rennen im Einer-Canadier (C1) über 500m im Zwei-Canadier (C2) bis hin zum 5000m Massenstart. „Ich habe zum Glück einige Vorläufe gewonnen, sodass ich direkt in die Endrunde vorgerückt bin. Insgesamt bin ich 14 Mal zu einem Rennen angetreten, zehn Mal im Einer- und vier Mal im Zweier-Canadier“, so der junge Sportler.

Und das mit großem Erfolg! Fünf Mal durfte der 15-Jährige den Meistertitel entgegennehmen: im Einer-Canadier über die 200m, 500m und 5000m sowie im Zweier-Canadier über die 500m und die 1000m. Das ist wirklich unglaublich beeindruckend! „Bei meiner ersten Meisterschaft vor zwei Jahren in Hamburg sind wir im Vierer-Canadier zweiter geworden und im letzten Jahr habe ich nur knapp den dritten Platz verpasst. Das war für mich schon ein unglaublicher Erfolg! Und jetzt darf ich mich fünffacher Deutscher Meister nennen“, freut sich der erfolgreiche Paddler. Insgesamt haben die Potsdamer Paddeltalente mit 13 Goldmedaillen allein 50 Prozent aller vergebenen Meistertitel erhalten – eine einmalige Bilanz.

Mama Andrea und Papa Eckhard sind natürlich bei jedem Wettkampf dabei, auch wenn sie durch die Corona-Bestimmungen in diesem Jahr aus der Ferne anfeuern und mitjubeln mussten. „Wir haben es uns in Mannheim auf Klappstühlen bequem gemacht und die Rennen voller Spannung verfolgt. Wir geben als Fans wirklich immer alles“, erinnert sich Andrea Müller schmunzelnd. Und Eckhard Müller ergänzt: „Wir haben uns extra ein Wohnmobil gekauft, um unseren Sohn bei seinen Wettkämpfen begleiten zu können. Die jungen Leute schlafen dann meist in Zelten, aber wir mögen es dann doch gerne etwas komfortabler.“

Einen kleinen Wermutstropfen gab es trotz des großartigen Erfolges leider trotzdem: Durch seinen Sieg über die 500m im C1 hat sich Hannes für die Olympic Hope Games in Szeged, Ungarn, qualifiziert. Doch leider gelten seit dem 1. September für Ungarn neue Einreisebestimmungen. Eine Einreise ist u.a. für Deutsche grundsätzlich nicht mehr möglich. „Das ist wirklich schade. Hannes hätte sich in Ungarn erstmals auch mit Sportlern aus anderen Ländern messen können“, bedauert Eckhard Müller. Aber der nächste Wettkampf kommt bestimmt und wenn der junge Werderaner sein Leistungslevel hält, wird er bestimmt schon bald auch international erste Erfolge feiern können.

Dass bei all dem Sport das Lernen nicht zu kurz kommt, beweisen die sehr guten Noten des Zehntklässlers. Mit einem Durchschnitt von 1,5 ist er sogar 0,2 Punkte besser als der Klassendurchschnitt. Nach dem Abitur möchte Hannes, dessen Lieblingsfächer neben Sport auch Mathe und Chemie sind, vielleicht ein Ingenieurstudium beginnen. Doch vorerst fokussiert er sich weiterhin aufs Paddeln. Und auch wenn die kalte Jahreszeit so langsam Einzug hält, ist mit dem Training nicht Schluss: „Wir sind so lange auf dem Wasser bis es gefriert. Und zusätzlich zum Kanurennen mache ich viel Ausdauersport wie Laufen und im Winter Langlauf“, so Hannes.

Sein großes Vorbild ist natürlich der dreifache Olympiasieger Sebastian Brendel, der ebenfalls im KC Potsdam aktiv ist. Wenn Hannes weiterhin mit viel Fleiß und Disziplin auf der Erfolgswelle paddelt, wird er vielleicht schon bald in die Fußstapfen seines Idols treten können. Wir wünschen ihm hierfür ganz viel Erfolg! (wsw)

Mein Werder (244): Peter Franke

Kurz & Knackig

Name: Peter Franke
Alter: 37
Wohnort: Ich bin glücklich, auf der schönen Insel in Werder zu wohnen. Ursprünglich komme ich aus Potsdam.
Wie lange leben Sie schon in Werder? Ich lebe seit zwei Jahren hier.
Haben Sie Kinder? nein

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder (Havel) gehört zu den Orten, die man in Brandenburg gesehen haben sollte. Hier gibt es jede Menge frische Luft, viele Seen, liebe Mitmenschen und viele Ausflugsmöglichkeiten. Und Werder ist mit dem Zug auch schnell erreichbar.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich arbeite als Versicherungsmakler und habe im März dieses Jahres den Geschäftssitz unserer Firma von Berlin in die Vulkanfiber-Fabrik verlegen können. Ein wirklich toller Arbeitsort und wenige Meter zum Wasser in der Pause. Durch den Umzug habe ich mehr Freizeit, die ich mittlerweile besser nutze.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Ich habe viele Orte hier, an denen ich mich wohl fühle. Vor allem sitze ich gern auf dem Holzsteg am Schloss Petzow und genieße die Ruhe und den Blick auf den Schwielowsee. So kann ich meinen Akku sehr gut aufladen.

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Vor seinem Besuch informiert er sich am besten auf der Website www.werder-havel.de im Bereich Freizeit & Tourismus. Die Mitarbeiter der Touristeninformation am Plantagenplatz helfen aber auch sehr gern und kompetent weiter.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Ganz klar auf einer Decke unter einem Obstbaum in einem der vielen stillen und bunten Obstgärten, natürlich mit einem Becher Obstwein und einem Stück Obstkuchen in der Hand.

Und welchen (Obst)-Wein bevorzugen Sie?
Ich trinke seit diesem Sommer sehr gern die Sorte Cabernet Blanc vom Weingut Lindicke.

Sie – ganz speziell

Erzählen Sie uns von Ihrem Beruf als Versicherungskaufmann! Auf welches Gebiet haben Sie sich spezialisiert?
Nach erfolgreichem Abschluss meiner Berufsausbildung als Versicherungskaufmann in Berlin im Jahre 2007 war für mich klar, dass ich ein eigenes Unternehmen gründen möchte. Seit 2010 gibt es die Franke Versicherungsmakler GmbH. Diese bietet eine ausführliche und kompetente Beratung und Betreuung zum Thema Versicherung.
Wir bieten passende Produkte namhafter Versicherungsgesellschaften für die Branchen: Ärzte, Handel und Handwerk, Immobilienwirtschaft, Ingenieure, IT und Architekten, Logistik, Unternehmensberatung, Veranstaltungs-, Medien- und Kulturbranche. Private Versicherungen beherrschen wir aus dem Effeff (Haftpflicht, Gebäude, Boot, Oldtimer, Hausrat/Kunst, Reisen und private Feiern).

Wie sind Sie zu einem Standort in Werder gekommen?
Ich bin immer morgens auf dem Weg nach Berlin am roten Banner „Büros zu vermieten“ – angebracht an der Vulkan-Fiber Fabrik – vorbeigelaufen. Ich rief mehrmals unter der angegebenen Telefonnummer an und erreichte den Eigentümer Herrn Dr. Maywald. Wir waren uns auf Anhieb sympathisch und ich unterschrieb voller Freude den Mietvertrag. Nun arbeite ich auch von Werder aus.

Welchen Ausgleich gibt es zu Ihrem stressigen Alltag?
So stressig ist mein Alltag zum Glück nicht mehr. Ich lerne immer besser mit Stress umzugehen. Meistens ist mein Stress hausgemacht. Mein größter Ausgleich ist meine liebe Partnerin und nicht zu vergessen mein Hund. Ich freue mich auf den Zeitpunkt, wenn wieder Veranstaltungen erlaubt sind. Nicht nur weil wir diese versichern, sondern weil ich gern kleine feine Events besuche, mich mit Menschen unterhalte und gern lache.

Was für einen Tipp in Sachen Versicherungen würden Sie jedem unserer Leser geben?
Versicherungsverträge sollten immer zur jeweiligen Firmen- bzw. Lebenssituation passen und vor allem zeitgemäße Versicherungsbedingungen haben! Ein Preisvergleich lohnt ebenfalls. Wichtiger sind aber weitführende Versicherungsleistungen. Denn was bringt ein günstiger Vertrag, wenn man sich im Schadensfall wundert, dass er nichts bringt.
In Zeiten der Digitalisierung und von Check24 holt man sich am besten einen Expertenrat von einem Versicherungsmakler mit Berufserfahrung ein und lässt diesen das Kleingedruckte lesen. Schließlich kennt er sich damit gut aus und ist kein direkter „Verkäufer“ der Versicherung bzw. eines Portals, sondern ist „Dienstleister“ für seinen Kunden. Immobilienmakler ist nochmal was anderes .. 😉

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Ich wünsche mir Weltfrieden, Naturschutz und Gesundheit.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Momentan kein Buch, sondern das Zeit Magazin.

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Ich beobachte die guten Eigenschaften meiner Mitmenschen und lerne an mancher Stelle dazu.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie?
Momentan der Spielfilm Lisbon Story des deutschen Regisseurs Wim Wenders.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Ich denke, dass ich bald etwas praktisches machen möchte abseits von Versicherung und unserer neuen IT-Firma. Am liebsten würde ich etwas herstellen, an dem sich andere glücklich schätzen. Was genau, weiß ich aber noch nicht. Ich denke aber bereits darüber nach.

„Singend, klingend, ruft Dich das Glück…“

Werder (Havel), 11. September 2020 – Unterhaltungsveranstaltungen in einem Rahmen, den wir vor der Corona-Krise gewohnt waren, sind inzwischen mehr als selten geworden, wenn nicht sogar völlig gestrichen. Das ist nicht nur schmerzlich für das Publikum, dem seit Monaten dieser doch wichtige Bereich des Lebens fehlt, sondern auch für die Künstler, die ihren Beruf nicht ausüben können. Inzwischen gibt es – jeweils abhängig von der aktuellen Infektionslage –schrittweise Erleichterungen für Konzerte und andere künstlerische Darbietungen, die von den meisten Menschen mit großer Freude aufgenommen werden – kein Wunder nach monatelanger Zwangspause!

So ist für Freitag, den 18. September 2020, unter der Schirmherrschaft von Bürgermeisterin Manuela Saß eine Operettengala im Ballsaal der Bismarckhöhe in Werder an der Havel vorgesehen, und auf dem Programm steht Musik der großen Operettenkomponisten Robert Stolz, Paul Lincke und natürlich Willi und Walter Kollo, aufgeführt von jungen Künstlerinnen und Künstlern, die sich außerordentlich freuen, wieder auf der Bühne agieren zu dürfen.

Die in Passau ansässige „Gesellschaft zu Förderung junger begabter SängerInnen und PianistInnen e.V.“ kümmert sich gerade in der aktuell noch schwierigen Situation um Auftrittsmöglichkeiten, und so fand erst vor kurzem in Eggenfelden (Niederbayern) ein umjubeltes Operettenkonzert unter freiem Himmel statt.

„Vielleicht ein vorsichtiger Einstieg in die Nomalität des Konzertbetriebs“, hofft die Präsidentin der Gesellschaft, Petra Weber-Schuwerack (selbst Sängerin), und sie hat nun mit ihrer Vorstandskollegin Miriam Kobela (aus Werder) das nächste Event vorbereitet, diesmal eben in Werder (Havel), im Ballsaal auf der Bismarckhöhe.

„Wir möchten gerne unser Publikum mit Musik und Szenen aus Operetten von Robert Stolz, Paul Lincke sowie Kollo & Co. begeistern, nämlich mit einer Art von Kunst, die Menschen begeistert und Freude vermittelt“, haben sich die beiden Initiatorinnen vorgenommen.

Und sie haben für eine temperamentvolle und sprühende Besetzung des Ensembles gesorgt. So singen, spielen und tanzen zusammen mit Mezzosopranistin Petra Weber- Schuwerack die Sopranistin Anete Liepina und der Bariton Branimir Agovi aus Wien, dazu ihre Sopran-Kollegin Lara Valeska Kobela aus Werder, unter der musikalischen Leitung von Nicolas Bajorat (Regionalleiter Musikschule Bad Belzig). Geschichten und Anekdoten zum Geschehen steuert F.-J. Schuwerack als Moderator bei, und vielleicht erfährt der eine oder andere im Publikum dabei etwas bislang noch Unbekanntes!

Beginn wird um 19 Uhr sein. Bedingt durch die noch bestehenden coronabedingten Einschränkungen gibt es keinen Kartenverkauf an der Abendkasse, sondern die Platzvergabe (Eintrittskarte zu 18 €) erfolgt entweder telefonisch unter 0171-6565 029 oder über E-Mail konzert-foerdergesellschaft@outlook.de.

Die Ostdeutsche Meisterschaft im Bogenschießen

Werder (Havel) OT Glindow, 11. September 2020 – Die Ostdeutsche Meisterschaft, oder kurz ODM, ist inzwischen schon eine traditionsreiche Veranstaltung. Bereits zum 18. Mal wurde sie ausgetragen. Die erste ODM in Glindow fand schon 2005 statt. Damals war der Bogensportplatz noch gar nicht ganz fertig, und da es in den Tagen vor dem Wettkampf kräftig geregnet hatte, versanken die Schützen im Schlamm. “Viele erinnern sich noch daran”, verrät uns Ulrich Wolff vom Schützenverein zu Glindow 1924 e.V.

Seitdem ist der Rasen aber angewachsen, und der Bogenplatz in Glindow ist inzwischen einer der schönsten und größten in Ostdeutschland. Deshalb fand die ODM seit 2005 jedes Jahr wieder in Glindow statt, oft im September als Saisonabschluss. Doch in diesem Jahr ist alles anders. Corona erforderte für die Organisatoren ein paar zusätzliche Überlegungen. Bogenschießen ist naturgemäß ein kontaktloser Sport, der im Freien stattfindet. Die Infektionsgefahr ist daher gering. “Wir haben eine 70 Meter breite Schießlinie, ausreichend Platz also, um Abstand zu halten”, so Ulrich Wolff.

Zudem wurde ein umfangreiches Hygienekonzept ausgearbeitet, das dafür sorgte, dass alle gesetzlichen Bestimmungen zum Gesundheitsschutz eingehalten wurden. Und so entschied sich der Schützenverein zu Glindow 1924 e.V., auch im Corona-Jahr 2020 die ODM unter Einhaltung aller notwendigen Vorsichtsmaßnahmen stattfinden zu lassen.

Die Ausschreibung ergab rund 140 Teilnehmer mit dem Recurve-, Compound- und Blankbogen. Die Schützen wurden auf die drei Durchgänge am Samstagvormittag, Samstagnachmittag und Sonntag verteilt. Startlisten wurden erstellt und umgestellt, Kampfrichter verpflichtet, Scheiben aufgebaut, Hinweisschilder angebracht, Essen und Getränke eingekauft, Toiletten geputzt, ein Siegerpodest gebaut, Sponsoren angesprochen.

So konnte der Wettkampf am 5. September pünktlich um 9 Uhr mit dem Einschießen beginnen. Dieser erste Durchgang war für die Schüler und Jugend Recurve sowie für die Offene Klasse. Am Samstagnachmittag folgten dann die Junioren, Masters und Senioren Recurve sowie die Blankbogenschützen. Der 6. September war der Tag der Compoundschützen und der Damen und Herren mit dem Recurvebogen.

Die Vereine aus dem Großraum Berlin waren selbstverständlich mit vielen Teilnehmern vertreten. Und auch viele alte Bekannte aus Blankenfelde, Hennigsdorf, Frankfurt/Oder, Hohen Neuendorf und Berlin, aber auch aus Rostock, Bautzen, Leipzig und Wismar ließen sich die ODM in Glindow nicht entgehen.

Den Rekord für die weiteste Anreise halten Timo und Linda Durchdewald aus Nieder-Florstadt, in der Gegend um Frankfurt am Main. Der älteste Teilnehmer war mit 71 Jahren Helmut Geffke aus Hohen Neuendorf. Er gewann Silber bei den Senioren mit dem Blankbogen.

Bei bedecktem, aber zum Glück meist trockenem Wetter am Samstag und schönem sonnigen, aber kühlem Wetter am Sonntag wurden beeindruckende Leistungen erzielt. Nicht wenige Schützen erreichten ein Niveau, das in einem normalen Jahr auch für die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft gereicht hätte. Einige Beispiele: Sybille Wiese erzielte fantastische 651 Ringe bei den Blank Seniorinnen und nahm die Goldmedaille mit nach Hennigsdorf. Timo Durchdewald aus Nieder-Florstadt war nicht nur der Teilnehmer mit der weitesten Anreise, sondern siegte mit starken 600 Ringen auch bei den Blank Herren. Bestleistungen gab es auch bei den Schülern A mit dem Recurvebogen: Raphael Zipfel aus Müllrose schoss 653 Ringe und blieb damit nur einen einzigen Ring unter seinem eigenen Landesrekord aus dem Vorjahr. Doch selbst diese großartige Leistung wurde noch übertroffen, nämlich von Stella Mrotzeck vom BSC BB Berlin mit 667 von 720 möglichen Ringen.

Auch die Gastgeber aus Glindow konnten mit dem sportlichen Ergebnis zufrieden sein: Das Team aus Damon Buchholz, Karl Lüdicke und Oskar Bieselt holte mit jeweils weit über 500 Ringen Gold, Silber und Bronze bei den Schülern Blank. Franziska Frenzel, die erst vor wenigen Monaten von Recurve und Compound umgestiegen war, holte sich mit 535 Ringen auf Anhieb Silber und gleich auch eine Scheibennadel. Drei Bronzemedaillen gingen an Ingo Bieselt und Natascha Eckelt bei den Blank Masters männlich bzw. weiblich und an Antonia Fleischhauer in der Offenen Klasse.

Die Ostdeutsche Meisterschaft 2020 war ein schöner, reibungslos ablaufender Wettkampf auf einem großen Platz mit vielen tollen Ergebnissen. Da immer nur verhältnismäßig wenige Schützen gleichzeitig auf dem Platz anwesend waren, war die Stimmung ruhig, freundschaftlich und entspannt. Alle Schützen waren froh, nach vielen traurigen Monaten endlich wieder einen Wettkampf schießen, mit anderen Bogenschützen sprechen und das eigene Können zeigen zu dürfen.

Der Schützenverein zu Glindow dankt allen, die dieses große Ereignis möglich gemacht haben, den Scheibenschleppern, Tischaufbauern, Kuchenbäckern, Toilettenputzern, Getränkeverkäufern, Desinfektionsmitteleinkäufern, Rasenmähern und Kreidelinienziehern.

“Wir danken den Kampfrichtern Andreas Schwotzer, Wolf Dausch, Armin Weichert und Jacob Lindemann für ihre souveräne Wettkampfleitung. Peter Sauer kümmerte sich in bewährter Weise um Startlisten und Ergebnisse und ist auch durch einen zusammengebrochenen Drucker nicht aus der Ruhe zu bringen. Wir danken unseren Sponsoren: est Bogensport aus Berlin spendierte schöne Sachpreise und Gutscheine für alle Medaillenträger. Christian Große, Sigmar Wilhelm und Fred Witschel zeigten bei den Siegerehrungen die Verbundenheit der Stadt Werder und des Ortsteils Glindow mit dem Schützenverein. Die Kirschkönigin Christiane und ihre Prinzessin Jessica verbreiteten etwas königlichen Glanz auf unserer bescheidenen Wiese. Und wir danken natürlich den Sportlern, die teilweise weite Anfahrten früh am Morgen und viele Staus in Kauf genommen haben, um dabei zu sein. Wir hoffen sehr, Euch alle im nächsten Jahr wieder bei uns zu sehen, dann hoffentlich unter günstigeren Bedingungen, wenn es heißt: Auf zur Ostdeutschen Meisterschaft 2021 in Glindow!”, so Ulrich Wolff abschließend. (u.w., wsw)

Bundesweiter „Warntag“ am 10. September

Werder (Havel), 8. September 2020 – Am Donnerstag ist es soweit: Am 10. September findet der erste bundesweite Warntag statt. Auch Brandenburg beteiligt sich an dem Probealarm, der um 11 Uhr im ganzen Land ausgelöst werden soll. Der Warntag soll die Akzeptanz und das Wissen der Bevölkerung um die Warnung vor Katastrophen und besonders schweren Unglücksfällen erhöhen, teilte Innenminister Michael Stübgen mit.

Stübgen: „Wer rechtzeitig gewarnt wird und weiß, was zu tun ist, kann sich in einem Notfall besser selbst helfen. In Brandenburg können zum Beispiel bei schweren Hochwassern oder großen Waldbränden im schlimmsten Fall nur wenige Minuten über Leben und Tod entscheiden. Der Warntag trägt hoffentlich dazu bei, dass die Menschen sich intensiver mit dem Thema Warnung auseinandersetzen. Das kann Leben retten.“

Der Probealarm in Brandenburg wird am 10. September durch alle fünf integrierten Regionalleitstellen in Brandenburg ausgelöst. Sirenen im Land senden einen Test- und einen Endton. Außerdem werden Meldungen an die Nutzer von Warn-Apps wie „NINA“ gesendet, die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes und der Länder. Darüber hinaus werden Probewarnungen auch an Fernseh- und Radiosender weitergegeben.

Das Alarmsignal geht vom Modularen Warnsystem (MOWAS) aus, das vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Bonn betrieben wird. Neben den Regionalleitstellen sind auch das Einsatzlagezentrum der Polizei und der Katastrophenschutz im Innenministerium an das Warnsystem MOWAS angeschlossen.

Bund und Länder haben 2019 gemeinsam beschlossen, ab 2020 jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September einen bundesweiten Warntag stattfinden zu lassen. Neben der Sensibilisierung der Bevölkerung dient er auch dazu, die vorhandenen technischen Systeme für die Warnung der Bevölkerung flächendeckend zu testen und zu prüfen, an welcher Stelle sie noch weiterentwickelt werden können.

Weitere Infos hierzu unter https://warnung-der-bevoelkerung.de

(mik)

200 Jahre Orgelbautradition

Werder (Havel), 8. September 2020 – 1820 gründete Gottlieb Heise sein Orgelbauunternehmen in Potsdam, welches 1848 von Carl Ludwig Gesell weitergeführt wurde. 1867 übernahm dessen Sohn die Leitung der Werkstatt. Nach seinem Ableben im Jahr 1894 führte sein ehemaliger Mitarbeiter Alexander Schuke das Unternehmen fort.

In diesem Jahr feiert die 4. Generation Schuke das 200. Jubiläum des Orgelbaubetriebes.

Seit Gründung des Unternehmens hat sich die handwerkliche Kunst des Orgelbaus im Betrieb auf einem Niveau entwickelt, das sich heute international technisch, klanglich und gestalterisch höchster Anerkennung erfreut. In den vergangenen Jahrzehnten konnten herausragende Neubau-, Restaurierungs- und Rekonstruktionsprojekte verwirklicht werden, wie z. B. im Leipziger Gewandhaus, im Dom zu Magdeburg, im Dom zu Erfurt, im Dom zu Königsberg, im Dom zu Schwerin, in Dom zu Brandenburg und in der St. Stephan-Kirche in Tangermünde.

Im Jubiläumsjahr 2020 wurde das große Projekt der Klangdimensionen in der St. Katharinenkirche in Brandenburg an der Havel mit 96 Registern und zwei 5-manualigen Spieltischen fertiggestellt. Das Instrument in der St. Katharinenkirche ist nun das größte im Land Brandenburg und in ganz Ostdeutschland klanglich einzigartig.

Anlässlich des Jubiläums findet in den Werkstätten in Werder am 12. September  zwischen 10 und 15 Uhr für alle Interessierten ein Tag der offenen Tür statt (Otto-Lilienthal-Str. 33, 14542 Werder). Handwerk und Hightech lassen hier zusammen das größte Musikinstrument der Welt entstehen.

Zwischen 13 und 16 Uhr kann parallel die neue Orgelanlage in der Brandenburger St. Katharinenkirche besichtigt werden. Anschließend findet um 16.30 Uhr ein kostenfreies Orgelkonzert mit Kirchmusikdirektor Fred Litwinski statt, bei dem die neuen Klangdimensionen erlebt werden können.

Die Hygienevorschriften im Zuge der Corona-Pandemie werden selbstverständlich berücksichtigt. (j.s., m.s.)

Klangvolle Handwerkskunst aus den Havelauen

Werder (Havel), 16. Oktober 2018 - Wir treffen Johannes Schuke am 8. Oktober. Es ist ein ganz besonderer Tag. „Heute morgen wurden mein Bruder...

15 Jahre Schuke Orgelbau in Werder (Havel)

Werder (Havel), 4. Februar 2019 - Nachdem am 26. Januar 2004 die neue Werkstatt fertigstellt war und die Arbeiten bei der Alexander Schuke Orgelbau...

Mobiles Kundenbüro: Erweiterung der Öffnungszeiten

Flotte der regiobus Potsdam Mittelmark GmbH. Foto: regiobus Potsdam Mittelmark

Werder (Havel), 7. September 2020 – Das Mobile Kundenbüro der regiobus am Bahnhof Werder (Havel) hat seit dem 7. September 2020 seine Öffnungszeiten erweitert: Das regiobus-Team steht montags bis freitags von 5.30 Uhr bis 13.30 Uhr und 14 Uhr bis 18 Uhr (außer feiertags) für alle Fragen rund um das VBB-Angebot zur Verfügung. (a.l.)

Mein Werder (243): Robin Stock

Kurz & Knackig

Name: Robin Stock
Alter: 39
Wohnort: Werder
Wie lange leben Sie schon in Werder? Seit 2016
Haben Sie Kinder? Ja, zwei.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder ist ein sehr schöner Ort zum Leben.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Die letzten neun Monate war ich in Elternzeit und habe mich um meinen Sohn gekümmert, den ich jetzt gerade bei der Tagesmutter eingewöhne. Nebenher habe ich die letzten Monate die Aktionswochen Weltoffenes Werder geplant und vorbereitet.

Was würden Sie lieber machen?
Nichts, diese intensive Zeit mit meinem Kleinen kommt nie wieder.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Zu meinen Lieblingsorten gehört der Plessower See. Hier gehe ich gerne spazieren, joggen und schwimmen.

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Auf dem Fußgängerüberweg auf der Eisenbahnbrücke und den Blick schweifen lassen zur Insel und auf den Zernsee.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
In den Gärten am Hohen Weg und auf dem Bio-Baumblütenfest am Panoramaradweg.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Ganz ehrlich: Ich trink lieber Bier

Sie – ganz speziell

Heute starten die Aktionswochen „Weltoffenes Werder“. Wie ist die Idee hierfür entstanden?
Die Idee für die Aktionswochen hatten wir 2017. Täglich gab es rechte Gewalttaten gegen Flüchtlingsunterkünfte und Menschen vermeintlich islamischen Glaubens und wir wollten ein Zeichen setzen gegen Rassismus und Rechtsextremismus. Aus diesem Impuls heraus haben wir das erste „Konzert gegen Rassismus“ organisiert.

Bis zum 19. September finden zahlreiche Veranstaltungen rund um das Thema „Weltoffenheit“ statt. Worauf können sich die Besucher freuen?
Bedingt durch die Corona-Pandemie haben wie beschlossen, in diesem Jahr auf das große Abschlussfestival zu verzichten. Dafür haben wir ein tolles Programm an kleineren Veranstaltungen organisiert, bei denen wir gut auf Abstands- und Hygieneregeln achten können. Zu den Highlights gehören in diesem Jahr das „Bankett für die offene Gesellschaft“ am 13.09. um 15 Uhr Open Air vor der Heilig-Geist-Kirche. Die szenische Lesung der Autorin Manja Präkels aus dem Roman „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“, ebenfalls am 13.09. um 18 Uhr in der Heilig-Geist-Kirche. Und die Aufführung des Wandertheaters Ton und Kirschen aus Glindow mit dem Stück „Die Legende vom heiligen Trinker“ am 15.09. um 19 Uhr Open Air auf dem Wendehammer der Luisenstraße.

Bereits zum vierten Mal finden die Aktionswochen statt. Wie ist Ihr Resümee aus den vergangenen Jahren?
Wir sind beeindruckt und sehr erfreut über die große positive Resonanz, die die Aktionswochen erfahren. Unsere Veranstaltungen waren im vergangenen Jahr sehr gut besucht und die Rückmeldungen der Gäste sehr positiv. Viele Akteure in der Stadt unterstützen die Aktionswochen und beteiligen sich auch mit eigenen Beiträgen. Das macht Lust und Mut, sich weiter zu engagieren für ein weltoffenes und solidarisches Werder

Was würden Sie sich für Werder in Bezug auf Toleranz und Weltoffenheit wünschen?
Ich wünsche mir für Werder noch mehr Vielfalt an Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlichen Glaubens und an diversen Lebensweisen.

Wofür steht das Aktionsbündnis und welche Ziele verfolgt es?
Das Aktionsbündnis Weltoffenes Werder ist ein Netzwerk verschiedener Initiativen, evangelischer Kirche, Kultur- und Bildungseinrichtungen, Unternehmen und Einzelpersonen aus Werder (Havel) und Umgebung. Wir treten ein für eine offene, demokratische und solidarische Stadt und Gesellschaft sowie für ein friedliches Miteinander.
Wir wollen zeigen: Hier in Werder ist kein Platz für Rassismus und Ausgrenzung, rechte Verschwörungsideologien und anderes menschenfeindliches Gedankengut.
Als Aktionsbündnis wollen wir Mut machen, jeder Form von Diskriminierung, Beleidigung und Hass entgegenzutreten und klar Position zu beziehen gegen Rassismus und Rechtsextremismus.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Ein gutes Leben für alle Menschen auf der Erde. Dafür müssen wir auch den Klimawandel stoppen. Eine friedliche Welt ohne Rassismus.

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Den chilenischen Musiker Victor Jara. Seine Musik hat mich sehr inspiriert und geprägt.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
„Die Gedächtnislosen. Erinnerungen einer Europäerin“ von Géraldine Schwarz.

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Mich haben eine ganze Reihe Menschen in meinem Leben sehr inspiriert. Unter anderem mein ehemaliger Religionslehrer in der Schule, von dem ich den Impuls mitgenommen habe, mich für Menschenrechte einzusetzen.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie?
Die Serie „Sense 8“ war die letzte Serie, die ich richtig toll fand.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Nein

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Katze

Der Kultursommer auf der Bismarckhöhe Werder dankt ab…

Werder (Havel), 4. September 2020 – Nach spannenden Picknick-Wochenenden mit Konzerten, Lesungen, Talks sowie Open Air Kinovorstellungen bietet der Kultursommer auf der Bismarckhöhe Werder (Havel) letztmalig am morgigen Samstag um 19 Uhr ein Picknick-Konzert.

Im Rahmen eines abendlichen Picknick-Konzertes wird Billy Andrews – bekannt als The Dark Tenor – aufgrund seines großen Erfolgs zur Eröffnung am 20. Juni 2020 auch das Abschlusskonzert bestreiten.

Der Sänger Billy Andrews ist Grenzgänger und Brückenbauer zwischen Klassik, Pop und Rock. Er ist die Person, die sich hinter dem etablierten Projekt The Dark Tenor verbirgt. Mit über 200.000 verkauften Alben (Goldstatus) und mehreren Chartplatzierungen gehört er seit fünf Jahren zu einem der erfolgreichsten Künstler dieses Genres.

Die Wohlthat Entertainment GmbH zieht Bilanz

Aus einer spontanen Idee zu Beginn der Lockerungsmaßnahmen der Corona-Pandemie wurde Realität. Durchaus unter schwierigen Bedingungen. Trotz Hygienekonzept mit zögerlichen Partnern und Besuchern. Letztendlich können wir aber eine positive Bilanz ziehen und möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bedanken bei den Mitarbeitern der Stadtverwaltung Werder (Havel) sowie bei der Tourist-Information Werder (Havel), die das Projekt unbürokratisch unterstützt haben.

Besonderer Dank gilt der ortsansässigen Agentur HAVELTEC, die unseren Kultursommer mit ihrer Veranstaltungstechnik (Bühne, Sound, Licht) und engagiertem Personal perfekt in Szene gesetzt hat.

Bedanken möchten wir uns aber auch bei den Anwohnern für das aufgebrachte Verständnis und die überwiegend positive Resonanz; manche konnten wir sogar mehrmals als Besucher begrüßen.

Zu guter Letzt gilt unser Dank selbstverständlich den zahlreichen zahlenden Gästen, die mit ihrem Besuch bei Sonne, Wind oder Regen nicht nur unsere risikofreudigen Künstler*innen, sondern auch unsere hauseigene Gastronomie in schwierigen Zeiten tatkräftig unterstützt haben.

Wir freuen uns, Sie ein letztes Mal im Rahmen unseres Kultursommers auf der Bismarckhöhe begrüßen zu dürfen. Nutzen Sie die hoffentlich nochmals sommerliche Gelegenheit, kombinieren Sie einen Ausflug ins schöne Werder an der Havel mit einem Kulturerlebnis der Extraklasse, bei dem selbstverständlich auch für das leibliche Wohl gesorgt ist.

Restkarten gibt es an der Abendkasse. Gäste denken bitte an eine Picknickdecke und wetterbedingte Kleidung. (g.j.)

Für Zusammenhalt statt Spaltung: Die Aktionswochen Weltoffenes Werder 2020

Abschlussveranstaltung der Aktionswoche 2019

Werder (Havel), 4. September 2020 – Mit den Aktionswochen unter dem Motto „Zusammenhalt statt Spaltung“ will das Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Initiativen, evangelischer Kirche, Unternehmen und Einzelpersonen zeigen: Weder in Werder noch anderswo ist Platz für Rassismus und Hetze.

„Die Aktionswochen sind Ausdruck gelebter Demokratie und bieten Raum für Austausch und Diskussion über Perspektiven einer offenen und solidarischen Gesellschaft“ so Robin Stock, Sprecher des Aktionsbündnis.

Zu den Highlights gehören in diesem Jahr das „Bankett für die offene Gesellschaft“ am 13.09. um 15 Uhr Open Air vor der Heilig-Geist- Kirche. Die szenische Lesung der Autorin Manja Präkels aus dem Roman „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“, ebenfalls am 13.09. um 18 Uhr in der Heilig-Geist-Kirche. Und die Aufführung des Wandertheaters Ton und Kirschen aus Glindow mit dem Stück „Die Legende vom heiligen Trinker“ am 15.09. um 19 Uhr Open Air auf dem Wendehammer der Luisenstraße.

Bedingt durch die Corona-Pandemie kann das Abschlussfestival wie in den vergangenen Jahren nicht stattfinden. „Die Sicherheit und der Schutz der Teilnehmenden hat für uns absoluten Vorrang“, so Sprecher Robin Stock. „Der Großteil der Veranstaltungen findet unter freiem Himmel statt, bei allen Angeboten achten wir auf ausreichend Abstand und berücksichtigen die geltenden Hygiene-Regeln.“

Das vollständige Programm der Aktionswochen gibt es hier. (wow)

Das erste Septemberwochenende steht ganz im Zeichen des Wassersports

Daniel Barkowski ist der Projektleiter der BOOT & FUN inwater, Foto: wsw

Herr Barkowski, bereits zum dritten Mal findet die Bootsmesse in den Havelauen statt. Wie kam es zu der Idee?
Wir haben vor einiger Zeit den Werder Maritim e.V. gegründet. Der Verein bündelt hochqualifizierte Dienstleister rund um das Yacht-Geschehen und versteht sich als Kompetenzzentrum Wassersport. Wir vereinen hier eine in Deutschland einzigartig hohe Markendichte im Yachthandel mit Premiummarken, hochspezialisierte Fachbetriebe aus allen Boots-Gewerken, Ausrüstungsspezialisten, Premium-Yachtcharter sowie große Fullservice-Marinas mit ganzjährigem Angebot. Wir wollten als Verein die Attraktivität der Stadt Werder (Havel) als perfekt gelegene Destination am Wasser möglichst einer breiten Masse bekannt machen. Daraus ist die Idee der “Boot & Fun inwater” entstanden. Bereits zum dritten Mal können wir den Besuchern ein breites Spektrum rund um das Thema “Wassersport” bieten. Die Messe kann zudem ein großer Wirtschaftsfaktor für die Region sein. Wir bieten mit der “Boot & Fun Inwater” den ortsansässigen Ausstellern eine Plattform, auf der sie sich präsentieren und Kontakte zu potenziellen Kunden knüpfen können.

Was genau erwartet die Besucher an den drei Messetagen?
Von Freitag bis Sonntag können die Besucher immer von 10 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt die neuesten Trends vom Schlauchboot bis zur Luxusyacht entdecken. Insgesamt haben wir etwa 80-90 Boote im Wasser und noch weitere an Land. Viele Anbieter kommen direkt aus Werder, u.a. B1 Aquamarin, Allert Marin, Krüger & Till, Surf & Sail, Vulkanwerft, Kielwasser und Albrechtplanen.
Das Motto der Messe ist “Schauen – Testen – Kaufen”. Wir bieten Ausfahrten an, Interessierte können sich auf den Booten direkt umschauen, auf den Sonnendecks Probeliegen und sich von dem Virus “Wassersport” infizieren lassen. Apropos Virus: Natürlich halten wir uns an die geltenden Bestimmungen und werden ein eigenes Hygienekonzept auf der Messe verfolgen. Wir appellieren an die Besucher, Abstand zu halten. Aber da die Marina und die Promenade an den Havelauen weitläufig sind, wird dies problemlos möglich sein und die Besucher können ganz entspannt lustwandeln, sich umschauen, staunen und einfach eine schöne Zeit genießen. Und wir haben natürlich auch eine große Cateringfläche, auf der es von der Bratwurst über das Bier bis hin zum sprudelnden Lillet-Cocktail allerlei Leckereien geben wird.

Dürfen denn nur Gäste auf die Messe, die vorhaben, ein Boot zu kaufen?
Nein, natürlich nicht! Bei der “Boot & Fun inwater” sind wirklich alle herzlich willkommen. Wir sind dankbar, dass wir in dieser schwierigen Zeit überhaupt die Möglichkeit bekommen, solch eine Messe zu veranstalten. Und wir hoffen natürlich, dass sich auch die Blütenstädter über diese schöne Veranstaltung freuen. Natürlich dürfen sich nicht nur graumelierte, betuchte Männer über das große Angebot an Motor- und Elektrobooten informieren, sondern auch Familien, Wassersportler und eben alle, die gerne in, am und auf dem Wasser sind. Die “Boot & Fun inwater” ist dank der großen Dichte regionaler Anbieter auch eine Messe von den Werderanern für die Werderaner. Leider müssen wir in diesem Jahr auf das bewährte Rahmenprogramm verzichten. In den vergangenen Jahren waren besonders die Modenschauen von den Boutiquen vor Ort immer sehr beliebt. Aber nichtsdestotrotz freuen sich die Unternehmer aus den Havelauen natürlich trotzdem auch schon sehr auf die Messe und die Besucher.

Was ist Ihrer Meinung nach das Faszinierende am Wassersport?
Ich kann hier nur meine Erfahrung wiedergeben. Egal, wie viel Stress der Job gerade macht oder wie viel ich auch um die Ohren habe, sobald ich auf dem Wasser bin, fallen erstmal alle Sorgen von mir ab. Auf dem Wasser zu sein, entschleunigt ungemein. Man nutzt das Handy vielleicht noch, um ein paar schöne Bilder zu machen, aber ansonsten ist es auf Stumm geschaltet. Der Stress ist auf dem Wasser schnell verflogen. Und da ist es auch ganz egal, ob man auf dem SUP steht oder z.B. in einem Segelboot sitzt. Ich lebe seit 12 Jahren in Berlin, vorher habe ich in Köln gelebt. Die Wasserlandschaft hier in unserer Region begeistert mich immer wieder aufs Neue. Am liebsten bin ich mit dem Boot auf den Binnengewässern unterwegs. Wenn man dann noch hier an der schönen Insel entlangschippert, ist man dem Paradies ganz schön nah.

Wie geht es nach der “Boot & Fun inwater” für die Branche weiter? 
Das nächste große Highlight ist dann die “Boot & Fun”-Messe in Berlin, die im November stattfindet. Anders als bei der Messe in Werder sind dort natürlich keine Probefahrten möglich. Aber viele Interessierte informieren sich zunächst auf der Messe in Werder und präzisieren ihre Vorstellungen dann bis zum November, vergleichen Preise. Die Entscheidung, ein Boot zu kaufen, möchte gut überlegt sein. Und da bieten die beiden großen Messen, die vor allem durch die vielen Werderaner Aussteller so attraktiv für die Besucher sind, ideale Voraussetzungen.
Zugegeben, die Wassersportbranche hat natürlich stark profitiert von den geltenden Reisebeschränkungen. Immer mehr Menschen entscheiden sich für Urlaub im Inland. Und da ist eine Fahrt mit dem Boot z.B. von der Havel bis hoch zur Müritz natürlich perfekt. Ein Tag auf dem Wasser ist wie eine Woche Urlaub an Land. Dieses ganz besondere Feeling können die Besucher der “Boot & Fun inwater” am ersten Septemberwochenende selbst in Werder erleben!

(wsw)

Es ist so weit: Erntezeit in Jürgen Deutschers Pomonagarten

Werder (Havel) OT Plötzin, 3. September 2020 – Für viele Menschen ist die Erinnerung an die Kindheit verbunden mit einem schönen Obstbaum im Garten. War es ein Apfelbaum, so erinnert man sich an den Duft reifer Äpfel, Omas frisches Apfelmus oder daran, dass der Nachbar von seiner reichen Ernte einen Korb Äpfel als Geschenk vorbei brachte. Manchmal weiß man noch den Namen der Apfelsorte: Hasenkopf, Augustapfel, Gravensteiner …

Gibt es diese Äpfel noch? Im Supermarkt kann man sie nicht finden, selbst im Bio-Laden oder auf den Wochenmärkten sucht man vergeblich danach. Aber es gibt sie noch. In alten Gärten, an schon hoch betagten, aber immer noch fruchtbaren Bäumen, die jemand sachkundig und liebevoll pflegt. Und es gibt sie auch bei uns in Werder (Havel): Im Pomonagarten des Obstbauern Jürgen Deutscher auf der Glindower Platte.

Vor einigen Jahren hatte Jürgen Deutscher die Idee, wieder alte Sorten anzubauen, um sie vor dem Vergessen zu bewahren. Gemeinsam mit dem Pomologen Dr. Fritz Brudel, dem Pflanzenschutzexperten Dieter Scheffel und seinem ehemaligen Biologielehrer Karl-Heinz Hergert startete er 2014 das Projekt: „Umveredlung bestehender Apfelbäume zur Demonstration alter Sorten für die Kundschaft“ und es entstand nach und nach eine Obstbauschauplantage mit 37 alten Apfelsorten.

Von Anfang September bis Mitte Oktober wird der Pomonagarten dann zum Schauen und Pflücken geöffnet und der Besucher kann auf Erkundungstour gehen, um vielleicht auch den Apfel seiner Kindheit dort wiederzuerkennen. Am Samstag, den 5. September um 15 Uhr, startet die diesjährige Selbstpflückesaison in Jürgen Deutschers Pomonagarten in Werder (Havel) nahe Plötzin.

Am ersten Tag, zur Eröffnung, werden die Baumblütenkönigin 2020 Meike Löbe und die Pomologin Regina Schmidt dabei sein – Gelegenheit für ein hübsches Foto und sachkundige Informationen zum Thema Obstanbau.

Der Pomonagarten liegt mitten in der Natur, ein bisschen versteckt in Werders Obstplantagen, Richtung Plötzin. In google maps ist Deutschers Pomonagarten verzeichnet, die Anschrift fürs Navi ist Kleiner Bruchweg 7k.

Bis zum 11. Oktober haben dann die kleinen und großen Obstliebhaber jeweils Samstag und Sonntag in der Zeit von 10-17 Uhr die Möglichkeit, Äpfel, Birnen und Pflaumen verschiedener Sorten selbst zu pflücken – ein Spaß für die ganze Familie. Naschen ist erlaubt. Festes Schuhwerk und „Arbeitskleidung“ sind vonnöten, wenn möglich bitte auch Behälter zum Nach-Hause-Tragen mitbringen. (k.w.)

Eine kleine Aufmerksamkeit

Werder (Havel) OT Petzow, 2. September 2020 – Manchmal trifft man auf Menschen, die einen sofort mit ihrer Wärme und Herzlichkeit in ihren Bann ziehen. Andrea Molkenthin ist genau so ein Mensch. Die 57-Jährige lebt seit gut zehn Jahren in Werder und seit drei Jahren in Petzow. “Für mich ist Petzow der schönste Ortsteil von Werder”, schwärmt die gelernte Bauingenieurin. “Hier gibt es einfach alles: Park, Wald und Wasser. Ich bin sehr naturverbunden.”

Und bei einem ihrer Spaziergänge durch Petzow kam Andrea Molkenthin auch eine ganz besondere Idee. “Ich habe immer viele Ideen in meinem Kopf. Manche entwickeln sich weiter, andere verpuffen wieder. Das hält mich lebendig.”

Eine Idee, die nicht verpufft ist, hat uns die sympathische Petzowerin bei einem Treffen vorgestellt: “Wenn ich Nachrichten aufnehme oder Gesprächen zwischen Menschen lausche, denke ich darüber nach, dass das Leben oft schwer oder auch leer ist, obwohl wir hier eigentlich in der Komfortzone leben. Ich glaube, das liegt daran, dass vielen die persönliche Zuwendung fehlt. Deshalb habe ich mir Karten ausgedacht: Mee(h)r Liebe weitergeben. Ein nettes Wort, ein freundlicher Blick, eine gute Tat, ein ‘verzeih mir bitte’. Ich habe 200 Postkarten drucken lassen, die nun unter die Menschen gebracht werden sollen, sodass sich diese kleine Botschaft immer weiter verbreitet.”

Bevor Andrea Molkenthin 2018 ihre Tätigkeit als Baubeauftragte im Kirchenkreis aufgenommen hat, war sie zuvor elf Jahre im Bereich der sozialen Arbeit aktiv. “Besonders meine letzte Arbeitsstelle in einem Frauenhaus hat mir deutlich gemacht, dass es nicht selbstverständlich ist, dass das Leben, wie man es sich vorstellt, auch gelingt. Dies hat mir gezeigt, dass es egal ist, wie viel Besitz man hat oder welchen Status man erlangt. Wichtig ist, dass ein jeder Liebe und Zuneigung erfährt.”

Die Postkarten in kräftigem Meeresblau und mit ermunternden Worten bedruckt, sind als kleine Aufmerksamkeit gedacht. “Es ist so einfach, Mitmenschen zu zeigen, wie wertvoll sie sind. Mir ist natürlich bewusst, dass meine Postkarten nicht die Welt retten können, aber wenn sie beim Betrachter ein kleines Schmunzeln und ein gutes Gefühl hervorrufen, haben sie ihren Zweck schon erfüllt”, hofft Andrea Molkenthin. Einen Euro soll eine Postkarte kosten. “Ich könnte mir vorstellen, dass auch einige Geschäfte vielleicht an den Karten Interesse hätten und diese in ihren Schaufenstern auslegen. Aber natürlich sind sie auch für Privatpersonen gedacht, die einem lieben Menschen eine kleine Aufmerksamkeit machen möchten.” Den Erlös möchte die Petzowerin an ein gemeinnütziges Projekt spenden. “Ich habe noch keine konkreten Pläne und bin für alle Vorschläge offen.” Wer Interesse an den schönen Postkarten hat, kann sich an andrea.molkenthin@gmail.com wenden.

Ihr persönliches Glück hat die Petzowerin mit vier erwachsenen Kindern, vier Enkelkindern und einem fünften, das unterwegs ist, längst gefunden. (wsw)

Offizielle Übergabe des Anbaus “Kita Birkenhain”

Schwielowsee OT Ferch, 2. September 2020 – Als wir am 19. August gegen 15 Uhr das Gelände der Kita “Birkenhain” in Ferch betreten, herrscht fröhliches Gewusel. Kleine und große Kitakinder laufen in bunten Sommersachen aufgeregt umher, sie wissen: Es ist ein ganz besonderer Tag! Denn an dem sonnigen Mittwoch im August wurde der neue Anbau der Kindertagesstätte offiziell übergeben. Die Kitakinder hatten natürlich einen schönen Tanz aufgeführt, der von den Eltern und den Zuschauern begeistert bestaunt wurde. Kerstin Hoppe freute sich sehr, dass die kleine Feierlichkeit trotz der geltenden Corona-Bestimmungen möglich war.

Vor acht Jahren, am 26. Juli 2012, fand die Grundsteinlegung für den Neubau der Kita “Birkenhain” statt. “Bereits ein Jahr später konnten die ersten Kinder die neuen Räumlichkeiten beziehen”, erinnert sich Schwielowsees Bürgermeisterin Kerstin Hoppe. Die neue Kita im Glindower Weg in Ferch bot ursprünglich Platz für 80 Kinder, doch aufgrund des steigenden Bedarfs an Betreuungsplätzen wurde es zunehmend enger in der Einrichtung. Zwischenzeitlich wurden hier mit einer Ausnahmeregelung sogar 110 Kinder betreut.

Den wachsenden Zuzug im Blick, erfolgte im Oktober 2017 ein Vorentwurf für einen Anbau von der Bauverwaltung, der im Mai 2018 von den Gemeindevertretern der Gemeinde Schwielowsee beschlossen wurde. Baustart war im Februar 2019 und nach nur einem Jahr Bauzeit erfolgte am 12. Mai 2020 die Bauabnahme. Der Anbau gliedert sich perfekt an den Bestandsbau an und ist durch großzügige Flure mit den bereits bestehenden Räumen verbunden. 30 Kinder im Krippenalter finden hier ideale Räumlichkeiten zum Spielen, Entdecken, Ausruhen und Entfalten.

Der neue Anbau beinhaltet drei Gruppenräume, eine Sanitäreinheit, einen Lagerraum, einen Arbeits- und Aufenthaltsraum für die Erzieher und einen separaten Eingang, alles natürlich liebevoll eingerichtet und auf die Bedürfnisse der kleinsten Krippenkinder abgestimmt. Auch der Außenbereich wurde mit neuen Spiel- und Bewegungsflächen umgestaltet. In die Kita “Birkenhain” gehen sowohl Kinder aus Ferch, als auch aus Caputh und Geltow gerne hin. Dies verdeutlicht, wie sehr die drei Ortsteile immer mehr zu einer Einheit zusammenwachsen. Und so waren bei der offiziellen Freigabe des Neubaus auch die Ortsvorsteher aller Ortsteile vertreten sowie der Vorsitzende der Gemeindevertretung. “Ich bedanke mich bei allen beteiligten Planern und Baufirmen recht herzlich. Ein großes Dankeschön geht auch an unsere Bauverwaltung für die Begleitung der Baumaßnahme”, freute sich Kerstin Hoppe. “Abschließend wünsche ich allen Kindern, dass sie sich hier in der Einrichtung wohl fühlen und jeden Tag aufs Neue mit Spiel und Spaß die Welt entdecken.” (wsw)

Auszeichnung für PSV Töplitz e.V.

v.r.: Doreen Jannek, Kathi Fuhrmann, Frank Ringel, Tina Hillmann, Dr. Saskia Ludwig, Agnes Opitz

Werder (Havel) OT Töplitz, 2. September 2020 – Seit 30 Jahren gibt es den PSV Töplitz e.V. in Leest. Eigentlich sollte das Jubiläum mit einer großen Fete gebührend gefeiert werden, doch coronabedingt musste die Feier leider abgesagt werden. „Das holen wir aber natürlich noch nach“, versichert uns Tina Hillmann, die 1. Vorsitzende des PSV Töplitz e.V. 

Auf dem Reiterhof lernen Kinder und Jugendliche, aber auch einige Erwachsene das Reiten, den Umgang mit dem Partner Pferd und alles, was dazu gehört. Momentan zählt der Verein 100 Mitglieder, die Hälfte davon ist unter 18 Jahren. Über die Woche verteilt, finden mehrere Reit- und Longengruppen, eine Voltigiergruppe sowie der neue Ponyclub statt. Im Ponyclub sollen vor allem die kleinen Kinder im Alter von vier bis sieben Jahren an das Hobby Reiten und das Thema Pferd herangeführt werden. 

„Vier Kinder teilen sich hier ein Pony, unter der Anleitung einer jugendlichen Übungsleiterin wird das Pony von der Koppel geholt, gemeinsam geputzt, gesattelt und dann darf jedes Kind einige Runden reiten. Dabei werden Bewegungsaufgaben auf dem Pony ausgeführt, um Körpergefühl, Balance und Koordination zu schulen“, erklärt Tina Hillmann. „Der Ponyclub findet einmal wöchentlich über einen Zeitraum von zwölf Wochen statt. Der Ponyclub ist für uns eine tolle Möglichkeit, Kindern, die zuvor in unserem Verein noch nicht reiten konnten, den Umgang mit Pferden zu ermöglichen und dabei unsere langjährigen jugendlichen Mitglieder mit einzubeziehen.“ 

Und dieses Engagement wurde kürzlich belohnt: Der PSV Töplitz e.V hatte sich am regionalen Projekt „Sterne des Sports“ beteiligt und wurde am 18. August mit dem zweiten Platz und einem Preisgeld von 500 € für seine besondere Kinder- und Jugendarbeit vom Deutschen Olympischen Sport Bund (DOSB) ausgezeichnet. Sponsor war die VR Bank Fläming e.G. Die Auszeichnung wurde von Doreen Jannek von der VR Bank Fläming e.G. vorgenommen. Die 1. Vorsitzende Tina Hillmann und ihre Stellvertreterin Kathi Fuhrmann nahmen die Glückwünsche entgegen. Zu den Gratulanten zählten Dr. Saskia Funk und der Ortsvorsteher Frank Ringel.

„Die Auszeichnung hat uns wirklich sehr gefreut und stellt für uns eine besondere Motivation und Bestärkung dar, unsere ehrenamtliche Arbeit im Verein fortzusetzen und das Projekt Ponyclub weiter auszubauen“, freut sich die 1. Vorsitzende. „Wir möchten für die Zukunft ein aktives Vereinsleben gestalten und jedem, der sich Pferden hingezogen fühlt, einen Platz geben. Weiterhin wollen wir eine bestmögliche Haltung für unsere Pferde und Ponys sicherstellen und dazu gehört auch die Instandhaltung und Pflege unseres Geländes, bei der alle Mitglieder des Vereins tatkräftig helfen.“ (t.h., wsw)

Neue Staustelle auf der A 10

Potsdam-Mittelmark, 2. September 2020 – Autofahrer haben es bisweilen nicht immer einfach. Die Städte sind vollgestopft mit Autos und auch auf den Autobahnen geht es oft nur stockend voran. Ein neues Nadelöhr entsteht gerade auf dem Berliner Ring. Wie der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg mitteilte, werden auf der A 10 Westlicher Berliner Ring (zwischen der Havelbrücke und der Anschlussstelle Potsdam) bis Dezember 2022 umfangreiche Erhaltungsarbeiten durchgeführt. 

Auf einer Länge von knapp 7 km wird die Fahrbahn in Richtung des Autobahndreiecks Havelland erneuert. Zwischen der Anschlussstelle Leest und der Anschlussstelle Potsdam-Nord werden gleichzeitig vier Brückenbauwerke im Zuge der Autobahn saniert. Die Bauwerke erhalten einen neuen Überbau.

1. Bauabschnitt

Im ersten Bauabschnitt wird zunächst zwischen der Havelbrücke bis zur Anschlussstelle Leest der Asphaltoberbau der Fahrbahn erneuert einschließlich des Parkplatzes. Zudem werden die Entwässerungsanlagen im Mittelstreifen saniert und auf der Richtungsfahrbahn zum Autobahndreieck Havelland werden auch die Schutzplanken erneuert. Wegen der begrenzten Platzverhältnisse können die Arbeiten nur bei halbseitiger Sperrung durchgeführt werden. Das bedeutet, pro Fahrtrichtung steht nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Die Anschlussstelle Leest wird so lange wie möglich offengehalten, nur für die Herbstferien 2020 (12.10.-24.10.2020) muss die Anschlussstelle gesperrt werden. Dann wird die Fahrbahn erneuert. Der Verkehr wird für diese Zeit über die Anschlussstelle Phöben bzw. Anschlussstelle Potsdam-Nord geführt und muss dort wenden. Nach Beendigung der Arbeiten in diesem Abschnitt wird der Verkehr in diesem Abschnitt wieder freigegeben und die Arbeiten werden im 2. Bauabschnitt fortgeführt.

2. Bauabschnitt

Im zweiten Bauabschnitt wird der Aspahltoberbau der Fahrbahn zwischen der Anschlussstelle Leest und der Anschlussstelle Potsdam Nord auf der Fahrbahn Richtung Autobahndreieck Havelland erneuert. Auch dort sollen die Entwässerungsanlagen im Mittelstreifen saniert werden. Zudem werden vier schadhafte Brücken erneuern, die Brücke über den Eichholzweg, die Brücke über einen Wirtschaftsweg, die Brücke über die Uetzer Dorfstraße und die Brücke über die Bundesstraße B 273. 

3. Bauabschnitt

Im dritten Bauabschnitt findet die Erneuerung der vier Brücken von der Anschlussstelle Leest bis zur Anschlussstelle Potsdam-Nord auf der Fahrbahn Richtung Autobahndreieck Werder statt ebenso wie die Erneuerung der Asphaltdeckschicht in den Anschlussbereichen an die Bauwerke.

Der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg hierzu: „Auch für den zweiten und dritten Bauabschnitt wird der Verkehr mit je einem Fahrstreifen pro Fahrtrichtung an der Baustelle vorbeigeführt. Die Anschlussstelle Potsdam-Nord wird offengehalten. Lediglich zur Erneuerung der Fahrzeugrückhaltesysteme sind tageweise Einschränkungen an der Ausfahrrampe erforderlich. Für den Abbruch der Brückenüberbauten und die Montage der Fertigteile der neuen Überbauten sind Vollsperrungen der unterführten Straßen und Wege erforderlich. Diese Vollsperrungen werden so koordiniert, dass jeweils die Erreichbarkeit von Grundstücken gewährleistet wird. Die Vollsperrungen werden insbesondere an der Brücke über Bundesstraße (B) 273 – Anschlussstelle Potsdam nachts oder an Wochenenden durchgeführt.“

Genauere Termine zum Bauablauf und zu Sperrzeiten sowie zu Umleitungsstrecken werden kurz vor Beginn der Bauarbeiten mitgeteilt. Staus sind zu erwarten. 

Der Bund investiert etwa 12 Millionen Euro in diese Erhaltungsmaßnahme und damit in die Erhaltung der Verkehrsinfrastruktur und Verkehrssicherheit. Die Länge der Bauzeit ist abhängig von den Brückenbauarbeiten. Um die Bauzeit möglichst kurz zu halten wurde mit dem Bauauftragnehmer eine Bonusvergütung vereinbart. Je kürzer die Bauzeit, je höher der Bonus. (wsw, ls)

Sagen wird man über die Tage …

Eröffnung der Ausstellung am 1. August 2020 am Heimatmuseum und Vorstellung des Lesebuches, Fotos: R. Hentschke

Werder (Havel) OT Glindow, 1. September 2020 – Kaum ein Mensch konnte angesichts der Hinterlassenschaften des Zweiten Weltkrieges nach 1945 wissen oder sich vorstellen, wie das Leben auf dem schweren Weg zum Frieden weitergehen könnte. Kurt Barthel stellte in einem Gedicht die Frage, was man über diese Zeit später einmal sagen würde. Die Frage bewegte auch den Heimatverein. 75 Jahre nach Kriegsende hat eine Redaktionsgruppe begonnen, die Geschichten von Zeitzeugen oder ihren Nachfahren zu recherchieren und aufzuschreiben. Das Lesebuch und die dazugehörige Ausstellung mit dem Titel „Das Leben geht weiter“ konnten wegen der Corona-Einschränkungen offiziell erst am 1. August im Heimatmuseum vorgestellt werden. 

Erstmals laden wir zu einer Lesung am 13. September von 14 bis 15.30 Uhr in das Heimatmuseum ein. Wegen der begrenzten Möglichkeiten und der Abstandsregeln bitten wir zuvor um eine Anmeldung unter 03327 43363 oder 03327 5449986. An den folgenden Sonntagen ist das Heimatmuseum bis Ende Oktober jeweils von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Auch hier sind auf Wunsch in der Zeit von 14 bis 15.30 Uhr Lesungen möglich. Das Lesebuch kann im Heimatverein zu einem Preis von 10 Euro gekauft werden. Die Lesungen sind eintrittsfrei. (bwi)

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