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Mein Werder (298): Anja Briege

Kurz & Knackig

Name: Anja Briege
Alter: 31
Wohnort: Schmergow
Wie lange leben Sie schon in Werder? 2009 bin ich in diese tolle Gegend gekommen
Haben Sie Kinder? Ja zwei, im Alter von drei und sechs Jahren.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder ist sehr grün mit viel Wasser drumherum. Eine vielseitige Kleinstadt mit einer tollen Altstadt auf der Insel und bekannt für den leckeren Obstwein.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich bin Augenoptikermeisterin und habe in den Havelauen von Werder im Juli mein Geschäft eröffnet. Also schöne Brillen an Mann, Frau und Kind bringen.

Was würden Sie lieber machen?
Ich liebe auf jeden Fall meinen Beruf, aber wenn ich dann doch mal Feierabend habe, genieße ich es, die restliche Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden zu verbringen.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Die Insel. Ich mag es, dort spazieren zu gehen, man kann mal ungezwungen auf der Straße laufen, ohne dass 1000 Autos vorbei fahren, es gibt viele Wege und Wiesen zum Rennen für die Kids und an jeder Ecke und Biegung ist Natur. Und es gibt leckeres Eis dort 😋

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Egal zu welcher Jahreszeit auf jeden Fall auf der Insel. Wie man merkt, bin ich davon sehr angetan. 😅

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Bis vor zwei Jahren war es eher die belebte Insel, da ich gerne tanze und feiern gehe. Allerdings haben meine Freundinnen und ich uns schon lange vorgenommen, mal einen ruhigen Baumblütentag in den Obstgärten zu verbringen. Das hat bis jetzt noch nicht geklappt. Ich hoffe ja auf nächstes Jahr.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Ich liebe die Sorte Limette-Brombeere. Sehr empfehlenswert.

Sie – ganz speziell

Seit dem 1. Juli sind Sie mit Ihrem Optik Studio Briege in den Werderaner Havelauen ansässig. Können Sie uns etwas über Ihren Werdegang bis hin zur Selbstständigkeit erzählen? Und wie sind Sie auf den Standort in den Havelauen aufmerksam geworden?
Ich habe 2008 meine Ausbildung als Augenoptikerin begonnen. Ich muss ja ehrlicherweise sagen, dass ich keine Ahnung hatte, was ich genau beruflich machen will und, nun ja, Augenoptiker beginnt mit A. Ich habe einen Ausbildungsplatz bei einem kleinen Optiker in Berlin Friedrichshain gefunden und war als Azubi mit meiner Chefin alleine in dem Geschäft. Ich hab dann während der Ausbildung gemerkt, dass es mir handwerklich super viel Spaß macht und man die Abwechslung mit den Kunden hat. 10 Jahre habe ich dann bei einem Traditionsoptiker in Potsdam gearbeitet und schon lange den Gedanken im Kopf gehabt, auch mal meinen eigenen Laden zu haben. 2017 habe ich mich dann für die Meisterausbildung entschieden. Die ging nebenberuflich drei Jahre, durch Corona war ich dann erst im Dezember 2020 fertig. Ich fing dann sofort an, alles für den eigenen Laden zu planen. Ich habe eigentlich von Anfang an meiner Meisterausbildung die Havelauen im Blick gehabt, da ja in den letzten fünf Jahren so viel dort passiert ist und super viel gebaut wurde. Über eine Bekannte, die dort in den Havelauen auch ihren eigenen Laden hat, kam ich an die Information, dass sich dort an der Promenade noch eine freie Ladenfläche befand. Im Januar 2020 habe ich mir diese dann angeschaut und war total begeistert. Im Kopf wusste ich schon ganz genau, wie und wo was stehen wird. Ja und dann anderthalb Jahre später, im Juli 2021, durfte ich dann endlich eröffnen.

Worauf sollte man beim Kauf einer Brille besonders achten?
Natürlich muss einem die Brille gefallen, aber viel wichtiger ist, dass die Fassung auch anatomisch gut passt. Das heißt, die Größe muss stimmen und wie sie im Gesicht sitzt. Man sollte daher die Brille immer probieren und eine fachliche Beratung genießen. Nur dann ist auch ein guter Tragekomfort gewährleistet.

Sie haben auch Brillen für Kinder im Angebot. Verhalten sich kleine Kunden bei der Brillenauswahl anders als Erwachsene?
Nein, denn auch viele Kinder wissen genau, was sie wollen. Allerdings spielt bei den Kiddies auch die Meinung von Mama und Papa eine große Rolle. Nach anfänglichem selbstbewussten entscheiden, fließt am Ende oft die Meinung der Eltern doch viel mit ein. Es ist immer schön zu sehen, egal wie alt die Kinder sind, wie eigenständig sie sind und was sie für eine gute Wahl bei der Brille treffen.

Welches Angebot bieten Sie in Ihrem Optik Studio Briege an?
Natürlich Brillen. 😉 Ich habe auch Sonnenbrillen mit Sehstärke im Angebot. Besonderen Wert lege ich auf die individuelle Beratung. Die Augen werden komplett neu ausgemessen bei einem Sehtest und ich biete ein kleines Screening mit an, das bedeutet ich kann den Augeninnendruck messen und auch die Augen auf versteckte Fehlstellungen prüfen. Auch kann man sich bei mir Kontaklinsen anpassen lassen. Für jede Sportart gibt es die passende Sportbrille bei mir – ohne und auch mit Sehstärke. So habe ich z.B. speziell fürs Fahrradfahren oder für Wassersport die perfekten Brillen mit super hochwertigen Gläsern.

Die meisten Optiker, die man kennt, tragen selbst eine Brille. Ist dies Voraussetzung für den Beruf des Optikers, oder eher Zufall?
Meistens ist es Zufall. 😄 Es gibt ein bis zwei Unternehmen, die darauf bestehen, dass ihre Mitarbeiter Brillen tragen, aber es ist bei vielen Optikern kein Muss. Wenn man Brille trägt, ist man ja auch quasi ein Werbeträger. Und wenn man keine Brille trägt, sondern Kontaktlinsen, sprechen die Kunden einen genau darauf an, dass man doch als Optiker Brille tragen müsste. Viele sind dann ganz überrascht. 😄

Womit verbringen Sie Ihre freie Zeit am liebsten?
Zum einen mit meiner Familie und den Kindern und wenn ich dann noch Zeit übrig habe, bin ich sehr aktiv im Schmergower Carneval Verein tätig. Ich bin im Vorstand und trainiere die Jugend-Garde. Früher war ich auch als Tänzer dabei, doch dafür fehlt mir im Moment die Zeit.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
1. Dass die Zeit langsamer vergeht.
2. Dass ich alle Sprachen sprechen könnte.
3. Man sich einfach weniger Sorgen machen müsste.

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Ich würde gerne die Band Coldplay mal treffen, dann könnten sie auch gleich ein kleines Privatkonzert geben.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Im Moment ein Krimi von der Reihe “Die Inselkommissarin”

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Ja meine ehemalige Chefin und Ausbilderin aus Berlin. Ich habe eine super Ausbildung genossen und ich fand immer toll wie sie das alles gemacht hat mit dem Laden und der Familie.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie?
Die Serie Outlander.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Ha, nein ich glaube nicht. Ich zeige immer alle meine Talente offen nach außen. 😜

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Ja ich mag Tiere sehr. Eigentlich bin ich Team Hund, aber wir haben seit ein paar Monaten zwei Katzen. 😅

Der Werderaner Wirtschaftstag – Berufschancen aus der Region

Werder (Havel), 23. September 2021 – Am 21. September 2021 fand der Werderaner Wirtschaftstag statt, in diesem Jahr erstmalig auf der Bismarckhöhe. Von 10 bis 14 Uhr konnten sich die Besucher über Ausbildungsangebote von 20 Unternehmen aus verschiedenen Branchen aus Werder (Havel) und Umgebung informieren. Neben Angeboten aus der Lebensmittelbranche, z.B. von Unternehmen wie Condio oder Werder Frucht, war u.a. auch die Bundeswehr in der Messehalle vertreten. Auch Werders Oberstufenzentrum war mit einem Stand dabei.

Das Motto des Tages lautete „Deine Zukunft beginnt hier“. „Unsere regionalen Unternehmen halten alle Zukunftschancen offen“, sagte Bürgermeisterin Manuela Saß zur Eröffnung. Sie forderte die jungen Messebesucher auf, sich ein Bild von der vielfältigen Unternehmenslandschaft und deren Angeboten für den Start ins Berufsleben zu machen.

Etwa 400 Schülerinnen und Schüler informierten sich bei dem Werderaner Wirtschaftstag über die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten in der Region. Viele der Besucher waren Schüler der Carl-von-Ossietzky Grund- und Oberschule, der Schule am Plessower See und der Freien Waldorfschule Werder (Havel). 

Von allen anwesenden Betrieben erfreuten sich die Stände der Polizei und der regiobus Potsdam-Mittelmark GmbH bei den Jugendlichen besonders großer Beliebtheit. „Wir sind mit dem Fazit des heutigen Tages sehr zufrieden“, verrät Jürgen Lange von regiobus zum Abschluss des Werderaner Wirtschaftstages. „Uns ist besonders aufgefallen, dass sich auch vermehrt Schülerinnen für eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer interessieren.“

Ein Neuankömmling auf der Veranstaltung war die NDB Elektrotechnik. Das Unternehmen mit Sitz in der Mielestraße ist in der Planung und Ausführung von Blitzschutz- und Erdungssystemen tätig. Mark Tiedemann vom Werderaner NDB-Standort blickt zufrieden auf die NDB-Premiere auf dem Werderaner Wirtschaftstag: „Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass so viele Schüler*innen motiviert waren, unseren Stand zu besuchen und mit uns ins Gespräch zu kommen.“

Am Stand des Digitalwerkes wurde es – Überraschung – digital! Die Besucher konnten sich über mögliche Digitalisierungsoptionen für das Handwerk und den Mittelstand informieren und sich auch nach Ausbildungsplätzen erkundigen. Die Möglichkeit, mittels einer AR-Brille die virtuelle Welt mit der Realität verschmelzen zu lassen, stieß auf besonders großes Interesse. Diese Technik kommt zum Beispiel zum Einsatz, wenn es darum geht, Farbanpassungen vorzunehmen.

Am Stand von Promontan erfuhren die Schülerinnen und Schüler nicht nur Wissenswertes über mögliche Ausbildungsangebote, sondern auch etwas über die Option eines dualen Studiums. 

Einen echten Hund brachte das Seniorenzentrum Haus am Zernsee mit auf die Bismarckhöhe: Sally ist ein Therapiehund für Bewohner der Pflegeeinrichtung. Die Zutraulichkeit der französischen Bulldogge kam auch bei vielen Messegästen an und vermittelte einen Seitenblick in den Alltag sozialer Berufe.

Doch wie fanden die Schülerinnen und Schüler das Angebot auf dem Werderaner Wirtschaftstag? Hendrik ist 16 Jahre alt und besucht die zehnte Klasse der CvO: „Mir gefällt das Angebot hier auf der Bismarckhöhe soweit ganz gut. Ich hätte mir aber noch Vertreter aus der Bauwirtschaft und der Büroarbeit gewünscht.“

Ebenfalls von der CvO sind Lena Sophie und Celine. Die beiden 15- und 16-jährigen Schülerinnen interessierten sich besonders für den Stand der Bundespolizei aufgrund der verschiedenen Aktivitäten und der Bandbreite an Wegen, die eingeschlagen werden können. 

Zahlreiche Besucher nutzten die Möglichkeit, auf der zum Fotostudio umfunktionierten Bühne der Bismarckhöhe kostenlose Bewerbungsfotos von einem professionellen Fotografen schießen zu lassen. Der hatte sogar passende Kleidungsstücke für den formalen Anlass bereitgelegt.

Die an der CvO tätige WAT- und Klassenlehrerin Jasmin Urbanek stellte sicher, dass die Schüler*innen aufmerksam auf dem Werderaner Wirtschaftstag unterwegs waren. Sie erteilte den Jugendlichen die Aufgabe, sich zu informieren und gemeinsam im Unterricht erarbeitete Fragen an die einzelnen Unternehmen zu stellen. Des Weiteren hatten die Schüler*innen die Aufgabe, mindestens einen der Berufe in den kommenden Unterrichtsstunden vorzustellen. Ziel dabei sei es, dass alle Bereiche der verschiedenen Unternehmen einmal präsentiert werden. (Lukas Scherz)

Peter Mathaei ist Botschafter der Wärme 2021

v.l.: Manuela Saß, Peter Mathaei, Sigmar Wilhelm, Katja Walther vom Verbundnetz, Eveline Kroll und Gisela Lerch, Foto: wsw

Werder (Havel) OT Glindow, 22. September 2021 – Das Heimatmuseum in Glindow war am 16. September gut besucht, auf dem Grill brutzelten Steaks und Würstchen, im Inneren lockte eine festliche Tafel mit allerlei Kuchen und Gebäck und der (alkoholfreie) Sekt prickelte in den Gläsern. 

Grund für diesen feierlichen Empfang war die Ernennung von Peter Mathaei zum diesjährigen Botschafter der Wärme. Das „Verbundnetz der Wärme“, eine Ehrenamtsinitiative der VNG AG mit Sitz in Leipzig, ehrt seit nunmehr 20 Jahren Menschen, die mit ihrem ehrenamtlichen Engagement besonderes leisten.

Unter den sechs Personen, die in diesem Jahr für diese Ehrung ausgewählt wurden, ist auch Peter Mathaei aus Glindow. Der 1956 Geborene engagiert sich mit großem Tatendrang und Herzblut in der Volkssolidarität (Ortsgruppe Glindow). Er hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, seniorengerechte Angebote zu schaffen und der Einsamkeit im Alter entgegenzuwirken. So organisiert er ehrenamtlich u.a. Ausflüge, Veranstaltungen und regelmäßige Treffen. Aber auch die Unterstützung im Alltag, beispielsweise als Seelsorger, Ratgeber oder Einkaufs- und Haushaltshelfer, zählt zu seinen Aufgabengebieten. 

Neben dem Titel „Botschafter der Wärme 2021“ erhielt Peter Mathaei zusätzlich noch 5.000 Euro für die Volkssolidarität (Ortsgruppe Glindow) von der VNG-Stiftung. 

„Dieser Betrag ist nicht nur eine Anerkennung für meine ehrenamtliche Arbeit, sondern auch eine Verpflichtung“, erklärt Peter Mathaei in seiner Dankesrede. Dass sein Puls laut eigenen Aussagen in unmessbaren Höhen ist, merkt man dem ruhigen Glindower jedoch nicht an.

Auch Bürgermeisterin Saß ließ es sich nicht nehmen, bei dem Empfang im Glindower Heimatmuseum dabei zu sein. In ihrer Laudatio bekräftigte sie das Engagement von Peter Mathaei: „Peter Matthaei ist ein Macher. Er will die Lebenslage anderer Menschen verbessern. Und er will dafür keine Gegenleistung. Sein ehrenamtliches Wirken ist beispielhaft und steht für die Helferinnen und Helfer in der Volksolidarität, der Awo oder der Diakonie, in Sozial-, Sport- und Kulturvereinen, die sich sozial für unsere Stadt engagieren oder ihre Traditionen am Leben halten.

In der Stadt und ihren Ortsteilen würde manches nicht funktionieren, wenn nicht Dutzende Menschen einen Teil ihrer Freizeit für die Gemeinschaft opfern würden. Die freiwilligen Aktivitäten reichen von Trainern von Jugendsportgruppen über Omis, die in Familienzentren das Stricken lehren bis hin zu Freiwilligen Feuerwehrleuten, die sich für die Rettung anderer Menschen einsetzten.“      

Sigmar Wilhelm, Ortsvorsteher von Glindow, ergänzt: „Peter Mathaei hat es verdient. Er ist seit vielen Jahren Ansprechpartner für den Ortsbeirat und sozusagen der Dreh- und Angelpunkt für die Seniorenarbeit in Glindow. In der heutigen Zeit, verdient seine ‚analoge‘ Arbeit hohe Anerkennung und Respekt.

Peter Mathaei organisiert in verschiedensten Formen die Begegnungen von älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern in unserem Ort. Das ist nach meiner Meinung sehr wichtig für die weitere Beteiligung aller Generationen am gesellschaftlichen und kulturellen Leben.“

Und auch der neue Botschafter der Wärme ließ es sich natürlich nicht nehmen, ein paar Worte an die Gäste zu richten: „Bei der Übernahme der Ortsgruppe im Herbst 2012, wurde ich von vielen argwöhnisch beäugt. Der Grund: Zu diesem Zeitpunkt war ich gerade mal zwei Jahre Mitglied bei der Volkssolidarität und in der Ortsgruppe Glindow. Viel ‚Neues‘ wurde im Gruppenleben aufgenommen, einige ‚Alte Zöpfe‘ abgeschnitten, aber auch Altbewährtes beibehalten. Zu den Veränderungen zählen u. a. gemeinsame monatliche Mittagessen mit anschließendem Spielenachmittag.

Mittlerweile ist das nun neun Jahre her und die heutige Auszeichnung zum ‚Botschafter der Wärme‘ zeigt mir, dass der eingeschlagene Weg der richtige Weg war und ist. Ein großes Dankeschön an alle Mitglieder unserer Ortsgruppe der Volkssolidarität in Glindow, weiter so.“

Mit seinem Engagement bringt Peter Mathaei einen ganzen Ort zusammen, zudem ist er eine außerordentliche Stütze für die Menschen in Glindow. Ein Jahr lang darf er sich nun „Botschafter der Wärme“ nennen. Doch auch danach wird Peter Mathaei so engagiert sein wie zuvor. Den Abschluss seiner Danksagung bildeten Worte, die so viele von ihm kennen: „Ich habe fertig und bemühe mich wie immer.“ (wsw, VNG AG)

Anbringung provisorischer Hinweisschilder

Werder (Havel), 20. September 2021 – Am 19.9.2019 wurde der Beschluss BSVV/0037/19 von der Fraktion StadtMitGestalter/Ingo Krüger, WC-Hinweisschilder anzubringen, einstimmig (24/0/5) in der Stadtverordnetenversammlung angenommen. In diesem Beschluss heißt es: „Besonderer Schwerpunkt ist in diesem Fall die Hinweisbeschilderung für das WC auf dem Hartplatz und dem WC im neuen Tourismusbüro vom Plantagenplatz aus.“ 

Nach dem Anbringen neuer Hinweisschilder an neuen Pfeilern fehlten jedoch die WC-Hinweisschilder an den wichtigen Punkten am Plantagenplatz und der Bushaltestelle „Post“, wie es in einer Pressemitteilung der Fraktion SMG/Ingo Krüger heißt.

Trotz Nachfragen im Ausschuss für Wirtschaft, Landwirtschaft, Tourismus und Finanzen sowie in der SVV am 11. März 2021 tat sich jedoch nichts. Die Fraktion StadtMitGestalter/Ingo Krüger kritisiert: Wo sind die Hinweisschilder für die öffentlichen Toiletten auf dem Plantagenplatz, bzw. der Bushaltestelle „Werder (Havel) – Post“?

Gerade Touristen seien auf eine gute Beschilderung angewiesen, die Hinweise auf öffentliche Toiletten sind sehr wichtig. In der Pressemitteilung heißt es weiter, dass in den Nebenstraßen neue WC-Hinweisschilder angebracht wurden, aber nicht dort, wo auch der Tourist den Bus verlässt, um die Stadt kennen zu lernen.

Daraufhin hat die Fraktion SMG/Ingo Krüger am 16. September selbst provisorische Hinweisschilder angebracht. „Auch wir wissen, dass diese nur ein Provisorium sein können, so allerdings finden vorübergehend die Touristen zumindest das WC. Wir hoffen, dass die Stadtverwaltung dies als Anlass nimmt, den Beschluss wirklich umzusetzen, und sich nicht nur durch falsche schriftliche Aussagen herauszureden“, heißt es abschließend in der Pressemitteilung. (SMG, wsw) 

Breites Bündnis gegen Erhöhung der Kitagebühren in Werder

Werder (Havel), 20. September 2021 – Am Donnerstag (23. September) wird auf der Stadtverordnetenversammlung über die Anpassung der Elternbeitragssatzung zur Erhebung und zur Höhe von Elternbeiträgen für die Kindertagesstätten in der Trägerschaft der Stadt Werder (Havel) sowie für die Tagespflegestellen abgestimmt.

In einer Pressemitteilung mahnt die Fraktion StadtMitGestalter/Ingo Krüger im Vorfeld die von der CDU und AfD angestrebte Änderung der Gebührentabelle an. Diese würde insbesondere Familien mit mittleren Einkommen massiv belasten. So würden laut Pressemitteilung die monatlichen Gebühren für ein Kita-Kind um 30 Euro steigen, die für ein Hort-Kind um 25 Euro. Auf das Jahr gerechnet wäre das eine Belastung der Kitaeltern von 360 Euro, von Horteltern um 300 Euro.

Anika Lorentz, Mitglied der Fraktion StadtMitGestalter/Ingo Krüger und stellvertretende Vorsitzende des Sozialausschusses der Stadtverordnetenversammlung, erklärt: „Angesichts der hohen Überschüsse im aktuellen Haushalt und Millionen an Rücklagen ist es an der Zeit, die Bürgerinnen und Bürger weniger zu belasten und die Kita- und Hortbeiträge nicht zu erhöhen. Es sei an der Zeit, dass die Stadt Werder nicht nur freundlich über Familien redet, sondern auch entsprechend handelt.“

Der Diskussion vorausgegangen waren intensive Beratungen von Vertreterinnen und Vertretern des Landkreises, der Stadtverwaltung, der Eltern und der Gemeinde. Die Arbeitsgruppe kam zu keiner gemeinsamen Empfehlung. Im Finanzausschuss stimmten CDU und AfD mit ihrer Mehrheit für die Mehrbelastung der Eltern, im Sozialausschuss herrschte in der Abstimmung ein Patt.

Eine endgültige Entscheidung wird auf der Sitzung der Stadtverordneten am 23. September im Saal der Bismarckhöhe erwartet. „Wir werden dort gemeinsam mit SPD, Grünen und Linken zeigen, wer die Interessen der Familien in Werder vertritt“, unterstreicht Lorentz. (SMG, wsw)

Mein Werder (297): Marina Kagel

Kurz & Knackig

Name: Marina Kagel
Alter: 61
Wohnort: Werder
Wie lange leben Sie schon in Werder? Seit 2016
Haben Sie Kinder? Ich habe einen Sohn

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder ist eine kleine Stadt inmitten einer wunderbaren Landschaft, viel Wasser, kleinen verträumten Ecken und interessanten Menschen. Man kann hier sehr gut leben und man findet alles, was man braucht.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich bin freiberufliche Künstlerin/Malerin und wenn ich nicht gerade neue Ideen auf Leinwand oder andere malbare Untergründe verwirkliche, gehe ich gerne mit meinem kleinen Hund spazieren, fahre Fahrrad, fotografiere oder beschäftige mich in unserem kleinen Garten. Büroarbeiten und Hausarbeit sind auch noch täglich im Programm.

Was würden Sie lieber machen?
Weniger Büro – mehr kreative Arbeiten

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Alle Orte, die mit Wasser zu tun haben, und die gibt es ja auf der Insel oder in der Umgebung reichlich, also habe ich im Grunde mehrere Lieblingsorte.

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Man sollte auf jeden Fall einmal den Inselrundgang machen, dann den Weinberg besuchen und sich auch einmal die Bismarkhöhe anschauen.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Auf jeden Fall Muckergarten

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Johannisbeerwein

Sie – ganz speziell

Auf Ihrer Instagram Seite „atelier_art_istique“ zeigen Sie Ihre wunderbar kreativen Kunstwerke. Wie würden Sie selbst Ihren Kunststil beschreiben und wie sind Sie eigentlich zur Kunst gekommen?
Kunst ist für mich ein Ausdrucksmittel, um Geschichten zu erzählen. Meine Werke sind meist farbig und gegenständlich, mir gefallen Märchen und Illusionen, die Größenverhältnisse werden aufgelöst. So findet man Artistinnen, die auf Blumen sitzen, und Mädchen, die mit einem Fahrrad durch Wolken fahren und an einer Leine einen Fisch hinter sich herfliegen lassen. Frauen, die mit bunten Fischen schwimmen, und Tiere, die sich menschlich zu verhalten scheinen.

Meine Bilder sollen die Fantasie anregen und sind oft wie aus der Zeit gefallen. Ich hatte mal eine Reihe der „gekrönten Häupter“ angefertigt, man sagt ja immer, dass die Menschen die Krönung der Schöpfung sind, also habe ich einigen Tieren eine Krone aufgesetzt. Ich liebe es auch, mit Begriffen zu spielen, man kann so schön Dinge auf den Kopf stellen und Sprichwörter umdeuten. Wortspielereien gefallen mir sehr.

Gemalt und gezeichnet habe ich eigentlich schon mein ganzes Leben lang, dann hatte ich das große Glück, für einen Studienaufenthalt nach Kanada zu reisen. Dort habe ich anderthalb Jahre gewohnt und hatte einen wunderbaren Kunstprofessor – die Zeit in Kanada hat sehr meinen Stil geprägt.

Sie verkaufen Ihre Kunstwerke u.a. auf etsy.de. Kann man auch noch woanders Kunstdrucke und Wandbilder erwerben?
Derzeit kann man zwei meiner Originale in der Waldgalerie in Ferch erwerben, Kunstpostkarten von meinen Bildern gibt es auch im Fluxus Museum Potsdam zu kaufen.

Schaut man sich Ihre Werke an, kann man ein Schmunzeln meist nicht unterdrücken. Woher nehmen Sie die Inspiration für Ihre humorvollen Bilder?
Die Inspiration nehme ich aus dem Leben. Ich bin mal eine Zeit lang als Flugbegleiterin durch die Welt geflogen und habe so viele Eindrücke und Begebenheiten gehabt, dass es noch für viele Jahre reichen wird. Die unterschiedlichen Kulturen und Menschen sind eine große Inspirationsquelle, ich hatte so ein großes Glück, durch viele Länder zu reisen und bin immer mit vielen Fotos, Büchern und Notizen und Geschichten nach Hause gekommen.

Gibt es eine Künstlerin oder einen Künstler, der Sie besonders inspiriert?
Frida Kahlo und Edward Hopper haben mich sehr inspiriert.

Wenn Sie nicht gerade in Ihrem Atelier tätig sind, welcher Beschäftigung oder welchem Hobby gehen Sie in Ihrer freien Zeit noch gerne nach?
Eine große Leidenschaft sind Flohmärkte, dort könnte ich Stunden verbringen. All die alten und teils auch kuriosen Dinge faszinieren mich und dort finde ich auch immer wieder Anregungen, um aus Altem wieder etwas Neues zu schaffen. So kam mir die Idee mit meinen Buchdeckelbildern: das sind alte Einbände von Büchern, die zum Teil nicht mehr leserlich sind, aber wunderbare Leinwände darstellen, da sie eine Leinenoberfläche haben. Alte Fußbodenleisten ergaben dann den Rahmen und so wurde alles zusammen ein neues Bild, ein perfektes Upcycling Projekt. Ich bin aber auch gerne in der Natur Unterweg, liebe lange Spaziergänge am Wasser oder im Wald und auf jeden Fall das Zusammensein mit Freunden.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Gesundheit für meine Lieben. Das Ende der Pandemie und eine Zeitreise, wobei ich mir nicht sicher bin, ob in die Zukunft oder ob ich in die Vergangenheit reisen würde.

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Frida Kahlo und Albert Einstein

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Homo Deus von Harari

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Mein Großvater, er war Geologe und hat mir auf langen Spaziergängen alles über die Entstehung der Erdgeschichte erzählt. Er konnte spannend über die verschiedenen Zeitalter anhand von Gesteinsschichten sprechen und kannte sämtliche Pflanzen und Tiere, denen wir unterwegs begegnet sind.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie?
Inception, Gravity

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Da warte ich jetzt schon so lange darauf, dass es sich endlich einmal zeigt.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Ich liebe eigentlich fast alle Tiere, aber Hunde ganz besonders.

Vom Mississippi in die Havel

Foto: Manuel Dürr

Werder (Havel), 17. September 2021 – Viele kleine und große Angler werden am Wochenende bestimmt wieder ihr Equipment zusammensuchen und an einem der vielen Plätze entlang der Havel ihr Angelglück versuchen. Auf der Fang-Wunschliste stehen Hecht, Zander, Rotfeder, Plötze und Co. Doch leider beißen in letzter Zeit auch Fische, die in unseren heimischen Gewässern nichts zu suchen haben.

In den letzten Tagen haben Angler in den Havelgewässern zwischen Werder (Havel) und Brandenburg (Havel) mehrfach Forellenbarsche gefangen. Diese ursprünglich aus Nordamerika stammende Fischart mit dem wissenschaftlichen Namen Micropterus salmoides gehört nicht zur heimischen Fischfauna Brandenburgs. “Zur Zeit können wir noch nicht sagen, wie sich der Forellenbarsch auf unsere heimischen Fischarten auswirken wird”, verrät uns Lars Dettmann, Geschäftsführer des Landesfischereiverband Brandenburg/Berlin e.V., am Telefon. Und weiter: “Die uns gemeldeten Fänge sind die Erstnachweise im Havelgebiet. Der Landesanglerverband Brandenburg und der Landesfischereiverband Brandenburg/Berlin beobachten das Auftauchen des Forellenbarsches in den Havelgewässern mit Sorge.”

Doch wie gelangte der Forellenbarsch überhaupt in die Havel? “Forellenbarsche werden im Zoofachhandel und von verschiedenen Fischzuchten als Besatz für Aquarien und Gartenteiche angeboten. Doch wenn die Halter der Tiere überdrüssig werden, stellt sich die Frage: Wohin mit ihnen? Töten möchte die Fische keiner, also ist der naheliegende Weg der in das Gewässer nebenan”, ärgert sich Lars Dettmann. So sei in einer Potsdamer Reuse auch schon mal ein Piranha gefunden worden.

In der Havel findet der Forellenbarsch ein wahres Schlaraffenland vor. Die regelrechten “Fressmaschinen”, wie Lars Dettmann sie beschreibt, sind klimatisch bestens an unsere Gewässer angepasst und nicht sehr anspruchsvoll, was ihr Biotop angeht. Die unterschiedlichen Größen der drei bislang gefangenen Jungfische von 10 bis 25 cm deuten darauf hin, dass es sich um unterschiedliche Jahrgänge und damit bereits um Nachkommen von illegal ausgesetzten Forellenbarschen handeln könnte.

Mit ihrem Ausbreiten beeinträchtigen sie natürlich auch die heimischen Fischarten. In welchem Umfang dies erfolgt, ist jedoch noch unklar. International wird der Forellenbarsch als Plage geführt. “Von zehn Neozonen – das sind Tiere, die sich in einer bestimmten Region der Erde angesiedelt haben, obwohl sie dort nicht zu Hause sind – packt es eine Art, sich zu etablieren”, erklärt Lars Dettmann.

Fressfeind Nummer 1 für den Forellenbarsch ist der Kormoran. Der Forellenbarsch erreicht in unseren Breitengraden Längen von bis zu 70 cm. Während Jungfische sich auch von im Wasser lebenden Insekten und kleineren Fischen ernähren, stehen bei größeren Forellenbarschen neben Fischen auch Frösche und kleine Wasservögel auf dem Speisezettel. Wie weit daraus Probleme für die heimische Tierwelt im und am Wasser entstehen, lässt sich derzeit schwer abschätzen. Es ist jedoch zu befürchten, dass insbesondere der heimische Zander verdrängt werden könnte.

Ein Beispiel für ein erfolgreich angesiedeltes Neozon ist die Schwarzmundgrundel. “Das sind kleine garstige Fische, die ursprünglich aus dem Kaspischen Meer kommen und sich bei uns in Massen breit machen”, so der Geschäftsführer des Landesfischereiverband Brandenburg/Berlin e.V. Wegen ihrer Fortpflanzungs-Effektivität tritt die Grundel gegenüber vielen heimischen Arten als Nahrungs- und Raumkonkurrent auf.

Was sollten Angler in Bezug auf den Forellenbarsch beachten? “Wir bitten Angler und Berufsfischer, uns weitere Fänge von Forellenbarschen zu melden. Fangmeldungen, möglichst mit Foto und Angaben zum Fangort und der Größe der gefangenen Exemplare, sollen bitte per E-Mail an info@lfv-brandenburg.de geschickt werden. Weiterhin bitten wir darum, gefangene Exemplare nicht wieder zurück in das Gewässer zu setzen. Forellenbarsche sind schmackhafte Speisefische”, so Lars Dettmann. “Ich befürchte, dass der Forellenbarsch hier bei uns noch eine Rolle spielen wird und höchstwahrscheinlich keine gute”, wagt er abschließend noch einen Blick in die Glaskugel. (wsw, lfv)

Erneuerungskur für Trauzimmer im Alten Rathaus

Werder (Havel), 17. September 2021 – Für Hochzeitsfotografen sind das Alte Rathaus, die Mühle und die Heilig-Geist-Kirche in Werder (Havel) ein Fest. Das Rathaus in der Kirchstraße gehört mit den Nachbargebäuden zur Inselsilhouette, die unter Gebietsdenkmalschutz steht. Fotos mit Hochzeitsgesellschaften auf der Rathaustreppe, mit frisch gebackenen Ehepaaren unter den Mühlenflügeln oder im Kirchportal sind vermutlich in Tausenden Hochzeitsdokumentationen zu finden.

„Für Hochzeitspaare sind Trauungen bei uns im Alten Rathaus mit unvergesslichen Erinnerungen, Bildern und Eindrücken verbunden“, sagt Standesbeamtin Dorte Langbehn. „Alle lieben das Ambiente.“ Gerade erst bekam sie wieder ein Dankesschreiben. „Und zum stimmigen Gesamteindruck gehört natürlich auch das Trauzimmer.“ Im Sommer ist das Trauzimmer einer umfassenden Erneuerungskur unterzogen worden.

Das Werderaner Raumgestalteratelier Krause & Helmholz hat dem Standesamt dabei Pate gestanden. „Die alte Einrichtung war etwas in die Jahre gekommen“, sagt Dorte Langbehn. Wände, Lampen, Fußboden, Heizkörper, Vorhänge wurden erneuert oder ausgetauscht. Die antiken Stühle wurden neu gepolstert und im Trauzimmer steht jetzt ein Klavier, in Szene gesetzt mit einem schwarzen Zylinder von ihrem Großvater und weißer Rosendeko.

„Wir haben in der Petzower Kirche gute Erfahrungen mit Livemusik gemacht, oft sind das die schönsten Eheschließungen“, erzählt die Standesbeamtin. Zum Abschluss der Renovierung wurde das Klavier im Trauzimmer gestimmt, so das jetzt auch hier die Eheschließung mit passenden Klavierstücken untermalt werden kann. Das geht aber auch wie bisher mit der Musikanlage, die jetzt mit Bluetooth ausgestattet ist.

Von den rund 160 Trauungen, die jährlich vom Standesamt der Stadt Werder (Havel) vollzogen werden, finde der überwiegende Teil im Alten Rathaus statt. Wenn die Paare am Tisch die Ringe tauschen, schauen sie jetzt auf ein besonderes Bild des Werderaner Malers Willi Eplinius. „Es hing vorher im Sitzungssaal, ich wollte es aber schon immer für das Trauzimmer haben“, lacht Dorte Langbehn.

Im Zuge der Renovierung wurde dem Wunsch nun entsprochen: Das großformatige Wandgemälde zeigt eine für Werderaner Altstadtmotive nicht so häufig gewählte Perspektive über die nördliche, von Fischerbooten gesäumte Föhse auf die Inselstadt. Die von Weidenzweigen gerahmte Inselsilhouette darf natürlich trotzdem nicht fehlen: mit Heilig-Geist-Kirche, Mühle – und dem Altem Rathaus. (wh)

Erneuter Spitzenplatz für Werder in Städtevergleich

Werder (Havel), 14. September 2021 – Die Stadt Werder (Havel) ist unter den Top 50 der dynamischsten deutschen Mittelstädte. Das hat eine Untersuchung 587 mittelgroßer Städte zwischen 20.000 und 70.000 Einwohnern ergeben, die das Magazin Kommunal gemeinsam mit dem Unternehmen Contor und dessen Standortanalyse-Tool Contor-Regio durchgeführt hat. Werder kam dabei auf Platz 32.

Die Studie befasst sich auf Grundlage statistischer Daten mit Mittelstädten, die in den letzten Jahren eine besondere Entwicklung oder Dynamik gezeigt haben. Indikatoren wie Bevölkerungsentwicklung, Jugendanteil, Einkommensentwicklung, Wohnungsbau oder Beschäftigtenanteil wurden dafür herangezogen. Auf den ersten drei Plätzen landeten mit Ilmenau, Döbeln und Bad Salzungen gleich drei Städte aus Ostdeutschland. Die erste brandenburgische Stadt auf der Liste ist Wandlitz auf Platz 7.

Seit drei Jahren erstellt die Zeitschrift Kommunal Vergleiche deutscher Mittelstädte auf Basis des Standortanalyse-Tools Contor-Regio. Mittels Strukturanalyse werden die Stärken und Schwächen von Städten oder Regionen miteinander verglichen. Dazu werden Daten von 67 Standortfaktoren genutzt.

Werder (Havel) steht bei diesen Vergleichen immer wieder in der Spitzengruppe. So landete die Stadt 2019 bei einem Vergleich der Mittelstädte mit den besten Zukunftsperspektiven auf Platz 1, der besten Gründeratmosphäre im selben Jahr auf Platz 10. Bei einem Vergleich der Touristenhochburgen im vorigen Jahr kam die Blütenstadt auf Platz 42 und der familienfreundlichen Kommunen vor zwei Jahren auf Platz 89 von fast 600 mittelgroßen Städten.

Dazu erklärt Bürgermeisterin Manuela Saß:

„Es ist absolut notwendig, dass wir kritisch auf die Entwicklungen in Werder (Havel) schauen und hart daran arbeiten, unserer Zukunftsperspektiven weiter zu verbessern. Genauso richtig und wichtig ist es, sich Untersuchungen anzuschauen, die auf Grundlage nüchterner Standortdaten erstellt werden. Hier steht unsere Stadt im Vergleich deutscher Mittelstädte immer wieder hervorragend da.

Die jüngste Erhebung zum Thema Dynamik zeigt uns einmal mehr, dass Werder durch seine Attraktivität sowie die Nähe zu Berlin und Potsdam enorme Standortvorteile hat. Zu den sich wiederholenden Spitzenplätzen gehören aber auch tatkräftige Einwohner und Vereine, eine starke Wirtschaft und eine Stadtpolitik, die Entwicklungsprozesse positiv begleitet.

Mit dieser Unterstützung wird es auch gelingen, die Corona-Krise in Werder schnell wieder zu überwinden.“ (wh)

Neuer Kreativhotspot entsteht im ehemaligen Apfelhotel in Glindow

Werder (Havel) OT Glindow, 13. September 2021 – Man weiß gar nicht, wohin man zuerst schauen soll. In jeder noch so kleinen Ecke findet sich ein Stück Geschichte. Erinnern Sie sich noch daran, wann Sie das letzte Mal im Apfelhotel in Glindow zu Gast waren? Unser letzter Besuch ist zugegeben schon viele Jahre her. Doch wandelt man heute durch die alten Gemäuer, scheint die Zeit in der Glindower Chausseestraße 92 stehen geblieben zu sein. 

Doch kaum wähnt man sich an die „guten alten Zeiten“ zurück erinnert und schwelgt in nostalgischen Erinnerungen, streifen Objekte das Blickfeld, die nicht so recht in das altmodische Interieur passen möchten. Modernste Computer reihen sich auf langen Tischen aneinander und wirken in dem ursprünglichen Charme des ehemaligen Gastraumes geradezu skurril. Das Knarren des in die Jahre gekommenen Fußbodens ergibt gemeinsam mit dem monotonen Surren der Technik eine ungewöhnliche Melodie. 

„Das Gebäude stand etwa zwei Jahre leer, bevor wir es jetzt wiederbeleben“, erklärt uns Mathias Neubert bei einem Rundgang. Gemeinsam mit zwei weiteren Investoren möchte er wieder Leben in die geschichtsträchtigen Gemäuer bringen. 

Erbaut wurde das Haupthaus um 1900, der Umbau stammt aus den 1950er-Jahren. Nachdem Hotel und Gasthaus zwei Jahre leer standen, musste einiges repariert, saniert und modernisiert werden. Den Großteil dieser Arbeiten übernimmt der 37-Jährige in Eigenleistung. Doch wofür der ganze Aufwand?  

„Uns schwebt hier so etwas wie das Rechenzentrum in Potsdam vor – nur in schön“, verrät Mathias Neubert lachend. Der Glindower möchte Kreative aus der Region an einem Ort vereinen, wo jeder seinem individuellen Tun nachgehen kann und sich in die kreative Gemeinschaft einbringt. 

Im ehemaligen Apfelhotel finden freischaffende Künstler, Studenten, Unternehmer, Projektleiter, Influenzer u.ä. einen Ort, der Atelier, Gewerberäume, Co-Working-Spaces, Kursräume, Werkstatt, Arbeitsplätze sowie voll ausgestattete Zimmer bietet.

„Uns ist die Mischung der einzelnen Mieter wichtig“, erklärt Mathias Neubert. „Irgendwie hat ja jeder von uns ein Talent oder eine Affinität, die der Gemeinschaft zugute kommt. So wie Moritz z.B., der eine Werkstatt hier mitnutzt und parallel zu seinem Schaffen auch beim Werkeln auf dem Gelände hilft. Bisher haben wir fünf Mieter, perspektivisch wären bis zu 15 Mieter toll.“

Die ehemaligen Hotelzimmer sind zum Teil noch original eingerichtet. Bei einem Blick in die Badezimmer erwartet man eigentlich, kleine Shampoofläschchen und flauschige Bademäntel zu entdecken. Ob auf den Kopfkissen noch ein Betthupferl liegt? Schade, dass es das Apfelhotel und das Gasthaus Granny Smith nicht mehr gibt. Doch wenn hier an dem Ort, der so vielen Werderanern bekannt ist, etwas Neues entsteht, das kreative Menschen zusammenbringt, dann ist das doch eine schöne Zukunftsperspektive. (wsw)

Mein Werder (296): Yentl Rahimkhani Sagvand und Eric Sack

Kurz & Knackig

Name: Yentl Rahimkhani Sagvand und Eric Sack
Alter: 33 und 56
Wohnort: Werder OT Phöben
Wie lange leben Sie schon in Werder? Yentl lebt seit 2002 in Phöben, ursprünglich kommt sie aus Berlin. Eric lebt seit 2001 in Werder, zuerst auf der Insel und 2018 sind die beiden dann in Phöben zusammengezogen.
Haben Sie Kinder? Noch keine gemeinsamen Kinder.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder (Havel) – mediterranes Flair inmitten des Landes Brandenburg. Wunderschöne und historische Altstadtinsel mit kleinen Restaurants, Eiscafés und Läden, die zum Verweilen einladen. Das nördlichste Weinanbaugebiet Deutschlands mit erlesenen Weinen, Kirsch und Apfelplantagen, die die Straßen säumen, und nicht zu vergessen Schul’tzens Siedlerhof, wo man einen feinen hausgebrannten Gin und erlesene Whiskys aus der Glina Whisky Destillerie genießen kann.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Yentl arbeitet bei einem unabhängigen Versicherungsmakler in Töplitz, danach geht es zum Pappelhof in Phöben, wo Yentl den Reitschulbetrieb leitet.
Eric arbeitet bei einem Matratzenhersteller in Brandenburg als Einkaufsleiter, und auch Eric ist nach Feierabend auf dem Pappelhof anzutreffen.

Was würden Sie lieber machen?
Wir haben eine gesunde Mischung zwischen unserem Berufsleben und der Freizeit gefunden. Aber mal so sechs Wochen Karibik …

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Auch wenn es sich komisch anhören wird, aber wir sind am liebsten auf dem Pappelhof in Phöben. Hier finden wir Ruhe und Entspannung, und treffen Freunde und Familie.

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Selbstverständlich müssen Gäste die Insel gesehen haben, aber auch die Bismarckhöhe, den Yachthafen in den Havelauen …

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Rummel muss nicht sein, kann aber …. Gerne sitzen wir zur Baumblüte entspannt in den Muckergärten auf dem Hohen Weg.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Eric: Guinness im Colonial Cafe bei Christian.
Yentl: Lieber mal ein Rotkäppchen.

Sie – ganz speziell

Sie beide sind die Vorsitzenden des Reit- und Fahrverein Phöben e.V. Können Sie uns etwas über die Geschichte des Vereins, seine Ziele und seine Mitgliederstärke erzählen?
Gegründet wurde der „Reit- und Fahrverein Phöben e.V.“ (ehemals Pappelhof Phöben e.V.) im Jahr 1998 und hat inzwischen weit mehr als 100 Mitglieder. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Dies erfolgt durch die Pflege und Förderung des Amateurreitsports, der reiterlichen Jugendarbeit, Unterstützung der aktiven Mitglieder am Reitsport und Veranstaltung von Vereinsmeisterschaften und Turnieren.
Schwerpunkte unserer Vereinsarbeit bestehen hauptsächlich in der Ausbildung von Reitern in vielen Disziplinen des Reitsports, der Förderung des Tierschutzes bei der Haltung und im Umgang mit Pferden aber auch die Unterstützung aller Bemühungen zur Pflege der Landschaft und zur Verhütung von Schäden. Ohne das Engagement unserer Sponsoren könnten wir unsere Aufgaben, die Förderung des Turnierreitsports und der Jugendarbeit sowie die Ausrichtung unseres überregionalen Reitturniers, so nicht durchführen.

In Ihrem Verein kann man von klein auf das Reiten und den Umgang mit Pferden erlernen. Wie sieht der Einstieg in das Reiten genau aus und ab wann können kleine Pferdenarren und Reiterinnen zu Ihnen kommen?
Reitanfänger werden zunächst geführt, um ein Gefühl für die Bewegungen des Pferdes und das eigene Gleichgewicht zu bekommen. Das Pferd trägt dabei einen Gurt mit Griffen, an denen sich der Reitanfänger festhalten kann. Danach wird an der Longe geritten. Dabei geht das Pferd an einer „langen Leine“ um den Reitlehrer herum. So kann der Reitlehrer das Tempo und die Gangart des Pferdes begutachten. Nach einigen Longenstunden geht es dann in eine Anfängergruppe mit mehreren Reitern. Parallel zur Reitstunde lernt der Reiter die Grundlagen im Umgang mit dem Pferd, wie Pflege, Versorgung, Führen und Vorbereiten. So baut sich der Reitunterricht bei uns auf. Unsere jüngsten „Reiter“ sind vier Jahre alt.

Am 18. Und 19. September findet das Dressur- und Springturnier auf Ihrer Anlage statt. Worauf dürfen sich die Besucher freuen?
Ja, der 18. und 19. September 2021 stehen in Phöben wieder ganz im Zeichen des Reitsports. Reiter und Pferde aus Berlin und Brandenburg haben die Möglichkeit, in unterschiedlichen Prüfungen ihr Können unter Beweis zu stellen. Am Samstag, dem 18. September, stehen in der Zeit von 8 bis 18 Uhr die Dressurprüfungen auf dem Plan.
Am Sonntag, dem 19. September, werden die Springreiter ebenfalls in der Zeit von 8 bis 18 Uhr für spannende Wettkämpfe sorgen.
Interessierte Besucher sind herzlich willkommen. Der Besuch der Wettkämpfe ist kostenfrei. Für das leibliche Wohl sorgt das Catering-Team vom Pappelhof. Weitere Infos hierzu gibt es hier.

Sind noch weitere Veranstaltungen für dieses Jahr geplant?
Auf Grund der Corona Pandemie konnten wir in 2020 unser Turnier leider nicht durchführen und haben in diesem Jahr sehr spät das Dressur- und Springturnier geplant. Von daher haben wir keine weiteren öffentlichen Veranstaltungen für 2021 geplant. Nichtsdestotrotz, werden wir nach unserem diesjährigen Turnier die Planung für 2022 beginnen und hoffen, dass wir im kommenden Jahr mehr Veranstaltungen anbieten können.

Womit verbringen Sie Ihre freie Zeit am liebsten?
Freie Zeit? Auf dem Pappelhof.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Gesundheit für die ganze Familie und unsere Tiere, ein sorgenfreies Leben, und der dritte wird nicht verraten.

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Eric: Barack Hussein Obama II und Gregor Gysi

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Da liegt leider kein Buch. Da steht nur ein Wecker.

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Eric: Gregor Gysi, weil er ein unglaublicher Rhetoriker mit exzellentem Wissen ist.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie?
Einen Lieblingsfilm oder -serie haben wir nicht wirklich, denn wenn wir abends vom Reitstall nach Hause kommen, chillen wir noch ein wenig und genießen die Ruhe in Phöben.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Leider nicht wirklich, sonst wären wir schon beim „Bohlen“ aufgetreten.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Das ist einfach zu beantworten, wir lieben unsere Jack Russel Hündin „Pummelfee“, eine kleine Prinzessin, die langsam in die Jahre kommt.

Seniorenfest und BI-Fete in Bliesendorf

Werder (Havel), 10. September 2021 – Am 18. August fand nach einem krankheitsbedingten Ortswechsel ein Sommerfest für die Seniorinnen und Senioren von Bliesendorf statt. Gerettet hat dieses Fest die Feuerwehr aus Plessow, die im Garten am Gemeindezentrum Bliesendorf kurzfristig ein Festzelt aufstellte. 

Ausgerichtet wurde das Sommerfest von den Bliesendorfer Landfrauen mit leckerem selbstgebackenen Kuchen, einem tollen Abendbuffet und mit Unterstützung des Ortsbeirates. Bei ausgelassener Stimmung wurde endlich mal wieder gefeiert – natürlich unter Einhaltung der geltenden Corona-Eindämmungsverordnung. Für die passende musikalische Untermalung sorte Günther Specht mit seinem Akkordeon.     

Am 27. August traf sich dann die Bürgerinitiative Bliesendorf auf dem Obstweinhof „Lapparosa“ in Bliesendorf zu einer BI-Fete. In einem großen Zelt im Garten konnte den Anwesenden das wechselhafte Wetter nichts anhaben. 

Nach einem kurzen Auftakt zur aktuellen Lage des Genehmigungsverfahrens der sieben Windkraftanlagen, wurde die Gemeinschaft mit dem Singen der Vogelhochzeit gestärkt. Der örtlichen Künstlergruppe um Frank W. Weber wurde von der Ortsvorsteherin Eveline Kroll im Namen des Ortsbeirates als Dankeschön für die gespendeten Bilder für Bliesendorf ein Erinnerungsfotobuch vom 1. und 2. Einheitspleinair in Resau überreicht. Der ehrenamtliche Naturschützer Karsten Bathe erhielt für seine langjährigen Artenaufzeichnungen einen von der Fotokünstlerin Andriotta erstellten Bildband mit außergewöhnlichen Waldbildern. Christoph Wein, Sohn Johann und seine Frau Alexandra sorgten dann den Abend über für tolle Musik und Stimmung. Ein leckeres Abendbuffet, Obstwein, Bier vom Fass und gute Gespräche rundeten die Fete ab. (e.k.)

Zweite Impfaktion in Werder wurde von 143 Bürgern genutzt

Werder (Havel), 9. September 2021 – Gestern fand die zweite Impfaktion in Werder (Havel) statt. Insgesamt 143 Bürger haben die Möglichkeit genutzt, ohne Anmeldung einen Impfschutz zu bekommen. „Auch wenn wir an die überraschende Zahl der ersten Aktion nicht ganz anschließen konnten, ist das ein ordentliches Ergebnis, auf das wir stolz sein können“, so Bürgermeisterin Manuela Saß. „Jeder Geimpfte bedeutet mehr Sicherheit für die nächste Corona-Welle.“

Die Bürgermeisterin dankte den Werderaner Ärzten, die den Impftag in der Feuerwache ermöglicht und allen Bürgern, die die Gelegenheit genutzt haben. An den Impftagen der Stadt mit den Hausärzten am 11. August und am 8. September haben sich damit insgesamt 404 Bürger impfen lassen. Bei einer gemeinsamen Impfaktion für Werders Feuerwehrleute hatten am 5. Mai bereits 74 Feuerwehrleute die Impfung bekommen.

Laut Impfmonitor den RKI haben Stand heute 56,2 Prozent der Einwohner des Landes Brandenburg einen vollständigen Corona-Impfschutz. Offizielle Zahlen für die Stadt Werder (Havel) werden zwar nicht veröffentlicht. „Ich kann mir aber gut vorstellen, dass die Quote dank des Engagements unserer Hausärzte in Werder etwas höher liegt als im Landesdurchschnitt“, so die Bürgermeisterin.

Viele Werderaner Hausärzte bieten in ihren Praxen den Corona-Impfschutz für ihre Patienten an. Die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg informiert auf ihrer Internetseite über Arztpraxen, die Impftermine anbieten. In der Übersicht für den Landkreis Potsdam-Mittelmark finden sich 15 Ärzte aus Werder (Havel) und den Ortsteilen, die gegen Corona impfen.

Impftermine in Impfzentren im Land Brandenburg können weiter unter www.impfterminservice.de oder unter Tel. 116 117 vereinbart werden, wobei unter anderem im Potsdamer Impfzentrum keine Erstimpfungen mehr angeboten werden. Über Impfmöglichkeiten im Land Brandenburg und der Region informiert die Stadt Werder (Havel) auch im Internet. (wh)

THE WORLD OF MOTORSHOW macht Halt beim Möbelhaus C.H.R.I.S.T.

Werder (Havel), 8. September 2021 – Wenn die Gesetze der Physik auf den Kopf gestellt werden und ein 18-Tonner in Schräglage fährt, ist Jeffrey Korth nicht weit! Als einzige Person in Deutschland hält er GuinnessTM und Record Holders RepublicTM Weltrekorde im Bereich Car Stunts.

Bekannt ist er aus Film, Funk und Fernsehen – im In- und Ausland. Er war zu Gast bei „Wetten dass..?“ und im „ZDF Fernsehgarten“ und begeisterte ein Millionenpublikum. Seine Weltrekorde führten ihn bis nach China/Shanghai, wo er spektakulär den Weltrekod für „Slalom auf zwei Rädern“ schaffte. 

Und nun wird er nach 2020 bereits zum zweiten Mal in Werder (Havel) erwartet. Am 12. und am 19. September präsentiert Jeffrey Korth auf dem Gelände des Möbelhauses C.H.R.I.S.T. in der Berliner Straße 105 ein Action geladenes Showkonzept für die ganze Familie! 

Highlights sind u.a. eine BMW Drift-Show, Autoüberschläge, Feuer- und Body-Stunts, eine Monstertruckshow und der freie Fall eines bemannten PKWs aus 30 Metern Höhe! 

SHOWTIME ist am Sonntag, den 12. September, um 14 Uhr und am Sonntag, den 19. September, um 11 Uhr. Der Ticketvorverkauf findet am 11. und am 18. September jeweils von 11-16 Uhr vor Ort statt. (wsw)

Die Evangelische Heilig-Geist-Kirchengemeinde Werder (Havel) freut sich über einen neuen Bus

Werder (Havel), 7. September 2021 – Dank der Unterstützung zahlreicher Sponsoren konnte am 1. September ganz offiziell ein neuer Gemeindebus an die Evangelische Heilig-Geist-Kirchengemeinde Werder (Havel) übergeben werden. Der 9-Sitzer hat einen weiten Weg hinter sich. Abgeholt wurde er von zwei Gemeindemitgliedern aus dem etwa 650 Kilometer entfernten Neustadt an der Weinstraße. Den alten Bus haben die zwei auf diesem Weg gleich mitgenommen. Ermöglicht wird das durch die Zusammenarbeit mit der Firma MOBIL SPORT- UND ÖFFENTLICHKEITSWERBUNG GMBH. Sie sucht nach Automobilherstellern und übernimmt sämtliche Voraussetzungen für die Übernahme all dieser Aufgabenleistungen, die durch Werbebotschaften finanziert werden.

Pfarrer Nikolai Jünger verrät bei dem Empfang im wunderschönen Gemeindegarten in der Adolf-Damaschke-Straße: “Unser alter Bus wird an eine gemeinnützige Organisation verschenkt, so kann er noch ein weiteres Mal gute Dienste verrichten.”

Der neue Mehrzweckbus bleibt für fünf Jahre im Besitz der Gemeinde. In dieser Zeit wird er für allem für Gruppenfahrten, Abholdienste, Mitarbeiterfahrten zu Konventen, Festvorbereitungen und alle Transporte für die tägliche Pflege der Kirchen und Friedhöfe genutzt werden, der Gemeindehausmeister wird hauptsächlich mit ihm unterwegs sein. Seine “Jungfernfahrt” hatte der bunt illustrierte Bus zum Abschlussfestival der Aktionswoche Weltoffenes Werder am Samstag, den 4. September.

Bei allen Fahrten machen die zahlreichen Sponsorenlogos der Öffentlichkeit deutlich, welche Akteure, Firmen, Händler*innen und Unternehmen vor Ort die Abläufe der Kirchengemeinde unterstützen. Eine von ihnen ist Bernadette Borchardt, die mit einer eigenen Praxis für Physiotherapie in der Bernhard-Kellermann-Straße tätig ist. Sie ist bereits zum dritten Mal als Sponsorin dabei, da sie nicht nur selbst Gemeindemitglied ist, sondern auch die Arbeit der Gemeinde sehr schätzt.

Für die Gestaltung der Motorhaube zeichnete die Kirchengemeinde selbst verantwortlich. Wegweisend bringt ein Spruch aus dem Buch des Propheten Jeremia “Suchet der Stadt Bestes” (Jer. 29,7) das Miteinander zum Ausdruck und weist auf den Wunsch hin, sich für die Menschen in der Stadt zu engagieren. Das Symbolbild auf der Fronthaube zeigt, dass die Kirchengemeinde aus den Orten Glindow und Werder (Havel) Jahr für Jahr weiterhin zusammenwächst. (wsw)

Liste der Sponsoren:

Allianz Versicherung
Architekturdienstleistungen und Energieberatung Gordon Gehrmann
Bauelemente Wötzel
BEK Architekten BDA
Blumenmeer Schulz
Boschservice Bader GmbH
Bürotechnik Zilch OHG
DBB Data Beratungs- und Betreuungsgesellschaft GmbH
Dr. med Holger Kamp
F. Goebel Fenster + Türen
Gärtnerei Wolter GbR
Gatzka Consult
Grabmale Horst u. Christoph Schlägel GbR
Havel Apotheke
Hoffbauer Stiftung
K&K Plus Gebäudereinigung
Karina Hauskrankenpflege GmBH
Malermeister Haseloff
Planungs- und Ingenierbüro Dipl. Bauing. Wolfgang Kagel
Praxis für Physiotherapie Bernadette Borchardt
Praxis HAVELBLÜTE
Rewe Philipp Fischer oHG
Tierarztpraxis in den Havelauen
Werderaner Tischlerwerkstatt
Ziemann Metallbau GmbH

An die Äpfel, fertig, los!

v.l.: Dr. Andreas Jende, Wolfgang Blasig, Tamara Thierschmann, Gerrit van Schoonhoven, Axel Vogel, Manuela Saß und Heidrun Schöning, Fotos: wsw

Werder (Havel) OT Glindow, 7. September 2021 – „An apple a day keeps the doctor away“ – So einfach ist es vielleicht nicht, aber Äpfel enthalten dennoch viele Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Antioxidantien, die sie zu wahren Gesundheitsboostern machen. Im Durchschnitt isst jeder Deutsche im Jahr etwa 125 Äpfel. Wichtig für den Genuss ist neben Geschmack und Knackigkeit auch die Herkunft der beliebten Paradiesfrucht. Hierbei steht Regionalität an erster Stelle. 

„Es gibt viele gute Gründe, sich für frische Äpfel aus Brandenburg zu entscheiden. Zum Beispiel die hohen Standards beim Anbau, die kurzen Lieferwege und die dadurch bedingte bessere CO2-Bilanz. Außerdem schmecken frische Äpfel aus der Region einfach besser“, so Klaus Henschel, Präsident des Gartenbauverbandes Berlin-Brandenburg e.V. 

Der offizielle Start der Apfelsaison erfolgte am 2. September auf der Apfelplantage der Havelfrucht GmbH in Glindow. Unzählige Apfelbäume verschiedenster Sorten reihen sich hier aneinander und die saftigen und runden roten, gelben und grünen Früchte machen Appetit auf mehr. Auf 55 Hektar baut die Havelfrucht GmbH Äpfel an. „Äpfel nehmen bei uns den Löwenanteil des Obstanbaus ein“, erklärt Gerrit van Schoonhoven, Geschäftsführer der Werder Frucht GmbH, auf dem Pressetermin. Und weiter: „Es ist für uns eine Ehre, dass unser Betrieb für die offizielle Eröffnung der Apfelsaison ausgewählt wurde.“ 

Die Havelfrucht GmbH wurde vor 20 Jahren gegründet. Nach vielen Obstneupflanzungen und Flächenübernahmen verfügt der in Glindow ansässige Betrieb mittlerweile über insgesamt 600 Hektar, davon 130 Hektar im Obstanbau. Neben Äpfeln (55 Hektar) und Sanddorn (30 Hektar) baut der Betrieb noch Süßkirschen (22 Hektar), Pflaumen (20 Hektar) und im geschützten Anbau Himbeeren und Brombeeren (2,4 Hektar) an. Das erzeugte Obst wird zu 100 Prozent über die Werder Frucht GmbH vermarktet. 

Im letzten Jahr erfolgte die Umstellung von 250 Hektar konventioneller landwirtschaftlicher Fläche in den ökologischen Landbau. Die Havelfrucht GmbH verfügt über 70 feste Arbeitskräfte, 400 Saisonarbeitskräfte und seit August dieses Jahres auch über zwei Auszubildende im Obstgartenbau. 

Bei der Apfelsaisoneröffnung waren neben Gerrit van Schoonhoven auch Axel Vogel (Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg), Wolfgang Blasig (Landrat Potsdam Mittelmark), Bürgermeisterin Manuela Saß, Heidrun Schöning (NABU Brandenburg), Thomas Bröcker (Vorsitzender der Fachgruppe Obst des Gartenbauverbandes Berlin-Brandenburg e.V.) und Baumblütenkönigin Tamara Thierschmann zu Gast. 

„Der weltweit größte Apfelproduzent ist derzeit China“, so Minister Axel Vogel. Der Konsument am Supermarktregal hat schlussendlich die Wahl zwischen den importierten Früchten und den Äpfeln aus der Region. „Neben den zunehmenden Herausforderungen durch Extremwetterereignisse aufgrund des Klimawandels sehen sich die Betriebe auch zunehmend einem Preisdruck durch den Handel ausgesetzt. Großabnehmer zahlen nach Branchenangaben Nettopreise zwischen 30 und 35 Cent für ein Kilo Äpfel. Bei durchschnittlichen Produktionskosten von 35 bis 45 Cent ist das weder kostendeckend, noch gibt es Spielraum für Investitionen.“

Die Corona-Pandemie habe gezeigt, dass Verbraucherinnen und Verbraucher wieder heimische Produkte vermehrt für sich entdecken. Laut aktuellem Ernährungsreport des Bundeslandwirtschaftsministeriums hat für 39 Prozent der Befragten die Landwirtschaft während der Pandemie an Bedeutung gewonnen. „Ich hoffe, dass sich dieser Trend auch bald in einer angemessenen Vergütung der Produkte niederschlagen wird“, so Axel Vogel.  

Anfang August übergab der Brandenburger Agrarminister zudem den Zuwendungsbescheid zur Sanierung des Brauchwasserwerkes an die Stadt Werder (Havel). Diese Infrastrukturmaßnahme konnte mit einer Zuwendung in Höhe von 1,7 Millionen Euro aus dem Sondervermögen des Zukunftsinvestitionsgesetzes (ZifoG) ermöglicht werden. Dies sei ein wichtiger Meilenstein, um den regionalen Obstbau nachhaltig zu sichern und die Produktion regionaler Produkte weiterhin voranzutreiben. 

Werders Obstbautradition sei auch eng mit dem Baumblütenfest verknüpft, das im kommenden Jahr wieder in Partnerschaft mit dem Werderschen Obst- und Gartenanbauverein e.V. stattfinden soll. Mit einer neuen konzeptionellen Ausrichtung soll es wieder stärker an den Traditionen und regionalen Kreisläufen ausgerichtet, aber auch ökologisch nachhaltiger werden.

Zum Abschluss übergab Minister Axel Vogel noch einen jungen Apfelbaum einer Brandenburger Baumschule an die Glindower Grundschule für eine Pflanzaktion im Herbst. 

Thomas Giese, Leiter des Obstbaus der Havelfrucht GmbH, gibt noch einen Ausblick auf die Apfelernte: „Wir werden etwas weniger Äpfel als im Vorjahr wegen des Blütenfrosts im Frühjahr ernten können. Dafür ist die Qualität der Äpfel aber besser. Der Regen der letzten Wochen hatte einen positiven Einfluss auf das Größenwachstum.“ Davon konnten wir uns mit einem Bissen in einen knackig fruchtigen Elstar überzeugen. (wsw, s.s.)

Direktkandidaten aus dem Wahlkreis 60 zur Diskussion in Werder

Werder (Havel), 6. September 2021 – Das Aktionsbündnis Weltoffenes Werder und der AWO Bezirksverband Potsdam laden morgen um 19 Uhr zu einer Diskussionsrunde in den SCALA Kulturpalast ein. Erwartet werden die Direktkandidatinnen und Direktkandidaten für den Wahlkreis 60, zu dem auch Werder gehört. Auf dem Podium sitzen Sonja Eichwede (SPD), Dietlind Tiemann (CDU), Alexandra Pichl (Bündnis 90/Die Grünen), Tobias Bank (Die Linke) und Patrick Meinhardt (FDP) – sie alle stellen sich den Fragen der Veranstalter und des Publikums. Warum der Kandidat der AfD explizit nicht eingeladen wurde, erklärt das Aktionsbündnis hier.

In der Veranstaltungseinladung heißt es: Deutschland, Europa und die Welt stehen vor enormen Herausforderungen – Die Corona-Pandemie hat Millionen Menschen das Leben gekostet, die Langzeitfolgen für Gesellschaft und Ökonomie, das Gesundheits- und Bildungssystem und nicht zuletzt für den gesellschaftlichen Zusammenhalt sind noch gar nicht abzusehen. Die (globale) Ungleichheit hat in Folge der Pandemie weiter zugenommen. Und für die Herausforderungen der Klima-Krise und das Erreichen des Pariser Klima-Abkommens gibt es bisher keine ausreichenden Antworten. Diese und viele weitere Themen und Fragen bewegen die Menschen und werden ausschlaggebend dafür sein, wem die Wählerinnen und Wähler am 26. September ihre Stimme geben.

Bei der Diskussionsrunde wird es zunächst einen Fragenblock der Veranstalter geben. Anschließend werden Fragen aus dem Publikum gesammelt, die dann dem Podium gestellt werden.

Das Aktionsbündnis und die AWO laden interessierte sehr herzlich zu der Veranstaltung ein. Dazu ist zu beachten, dass die Anzahl der Plätze im Scala begrenzt ist und vor Ort die 3-G-Regeln (geimpft/genesen/getestet) gilt. (wsw, r.s.)

65. Havel-Ruder-Regatta in Werder am 11./12. September 2021

Werder (Havel), 6. September 2021 – Traditionell am zweiten September-Wochenende findet auf der Werderaner Regattastrecke die Havel-Ruder-Regatta statt, nach zwei Jahren Pausen nun die 65. Auflage des bei Ruderern aus ganz Deutschland beliebten Wettkampfes.

Aus 56 Vereinen werden mehr als 600 Ruderer von Samstag um 10 Uhr bis zum Sonntagnachmittag bei den Rennen im 3-Minuten-Takt um die beliebten Obstkörbe kämpfen, die mit den Medaillen und Pokalen am Siegersteg überreicht werden. Das gut vorbereitete Regatta-Team des Ruder-Klubs Werder steht bereit für ein erfolgreiches Regatta-Wochenende und bedankt sich bereits jetzt bei der Stadt Werder (Havel) und sämtlichen weiteren Förderern des Rudersports für die tolle Unterstützung. 

Die Besucher der Inselstadt werden um Einhaltung der für die Regattateilnehmer geltenden Abstands- und Hygieneregeln gebeten, wenn sie sich auf dem Regattagelände befinden. 

Weiter Informationen finden Sie unter www.ruder-klub-werder.de. (u.h.)

 

Mein Werder (295): Silvia Andert 

Kurz & Knackig

Name: Silvia Andert
Alter: 44
Wohnort: Kloster Lehnin OT Göhlsdorf
Welche Verbindung haben Sie zu Werder? Ich betreibe seit vier Jahren meinen kleinen Blumenladen „Landblume“ in Glindow.
Haben Sie Kinder? Ja, zwei Söhne.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder ist eine idyllische kleine Stadt mit vielen Traditionen, z.B. Obst- und Weinbau. Es gibt unglaublich viele leckere Sorten. Aber auch Ortsteile wie Glindow sind durch die Ziegelei weit bekannt.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich arbeite in meinem Blumenladen, binde Sträuße, fertige Pflanzschalen und Bestellungen an.

Was würden Sie lieber machen?
Ich kann mir zurzeit keinen anderen Beruf vorstellen.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Wenn ich in Werder bin, mache ich ab und an einen Abstecher zum Seifenladen, guck manchmal bei Dolci e Gelati auf der Insel vorbei, das Eis dort ist einfach das Beste. Dann am Wasser entlang schlendern, besser geht’s nicht!

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Wenn ein Gast Werder besucht, ist sein erster Gang sicherlich die Insel. Das ist nachvollziehbar, sie ist ja auch wunderschön, aber ich würde dazu raten, sich auch mal die umliegenden Orte anzuschauen, z.B. Glindow. Man sagt ja nicht umsonst, Glindow ist der schönste Ortsteil von ganz Werder.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Muckergarten

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Schwarze Johannisbeere, Holunder und Rhababer

Sie – ganz speziell

Wie bzw. wann wurde ihre Leidenschaft für Blumen geweckt?
Das ging schon in meiner Kindheit los, für mich war schon früh klar, dass ich Floristin werden will.

Neben dem Verkauf von Schnittblumen fertigen Sie auch Hochzeits- oder Trauergestecke an. Worauf muss man bei diesen speziellen Kundenwünschen besonders achten?
Da jeder Mensch seinen eigenen Geschmack hat, ist es wichtig, im Kundengespräch herauszufinden, was die Person blumentechnisch mag. Gerade bei so wichtigen Anlässen wie der Hochzeit, aber auch einer Trauerfeier gibt es so viele unterschiedliche Möglichkeiten der Gestaltung. Entweder ganz natürlich mit Blumen, wie aus dem „Bauerngarten“, ganz edel in weiß oder exotisch mit Anthurien, Heliconien und Orchideen, jeder Kunde ist da individuell.

Wenn Sie einen Strauß für sich zusammenstellen sollen, welche Blumen würden Sie wählen?
Das hängt von der Jahreszeit ab, es gibt zu jeder Saison so tolle Blumen. Im Frühling wären es Ranunkeln und Tulpen, später dann Pfingstrosen. Im Moment aber würde ich Hortensien wählen. Die gibts in vielen tollen Farben.

Warum macht man mit einem schönen Strauß Blumen als Aufmerksamkeit nie etwas verkehrt?
Blumen bereiten Freude und sind gerade wegen ihrer Vergänglichkeit etwas Besonderes. Sie können aus einem eher Durchschnittstag etwas Einzigartiges machen. Jeder Raum wirkt mit Blumen gleich ganz anders und das spiegelt sich natürlich auch in den Menschen wider. Während der Pandemie hab ich von Kunden ganz oft den Satz gehört: „Ich muss mir heute mal was Gutes tun, ich brauche was Schönes für Zuhause“. Blumen können das einfach!

Haben Sie einen Tipp, wie Blumen besonders lange frisch bleiben?
Mit einem Messer schräg anschneiden, keine Blätter im Wasser hängen lassen und das Wasser alle 2-3 Tage wechseln.

Der Herbst und Winter stehen vor der Tür – Welche Blumen und Pflanzen haben in den kälteren Jahreszeiten Saison?
Im Herbst ist Saison für Hortensien, Chrysanthemen, Physalis, Astern, Dahlien und späte Sonnenblumen. Als Bepflanzung sind jetzt viele Heidesorten, Cyclamen und Chrysanthemenbüsche zu bekommen. Und es ist natürlich die Zeit der Kürbisse. Im Winter finde ich Christrosen ganz wunderbar. Und ohne Amaryllis, egal ob als Pflanze oder Schnittblume, geht im Winter gar nichts! Die sind einfach wunderschön.

Womit verbringen Sie Ihre freie Zeit am liebsten?
Mit meiner Familie.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
1. Gesundheit für meine Familie
2. Ein Ende von Massentierhaltung, der Lebendtiertransporte sowie Ausbeutung von Tieren jeglicher Art, egal ob sogenanntes Nutz- oder Haustier
3. Mehr Platz für meinen Dekokram in meinem Laden

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Gern treffen wäre übertrieben, aber fragen würde ich Julia Klöckner trotzdem gerne, warum sie während ihrer Amtszeit als Bundeslandwirtschaftsministerin gar nichts zur Verbesserung der Umstände für „Nutztiere“ getan hat, z.B. Abschaffung der Kastenstände, betäubungsloses Kastrieren von Ferkeln, Schreddern von Küken  …

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
„Das Leben geht weiter“, „Rente oder Wohlstand“, „Das Café am Rande der Welt“

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Eigentlich nicht

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie?
Maleficent

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Unglaublich viel Kuchen essen

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Natürlich, ich liebe beides.

Fahrradbrücke ab 6. September gesperrt

Werder (Havel) / Potsdam, 3. September 2021 – Ab dem kommenden Montag ist die Fahrradbrücke zwischen Werder (Havel) und Potsdam für den Fahrrad- und Fußverkehr gesperrt. Grund hierfür sind notwendige Arbeiten, die für den Bau der neuen Fuß- und Radwegbrücke über den Großen Zernsee zwischen Potsdam und Werder erforderlich sind.

Auf der Potsdamer Seite werden ab 7. September 2021 Baugruben ausgehoben und das alte Brückenwiderlager der Bahnbrücke abgerissen. Ab dem 20. September 2021 finden auf der Werderaner Seite Erdbauarbeiten statt, bei denen auch Großbohrgeräte zum Einsatz kommen.

Ab Montag, 6. September 2021, bis mindestens zum Ferienende am 24. Oktober 2021, ist daher die Überquerung der Bahnbrücke für den Fuß- und Radverkehr nicht möglich. Zum gesperrten Bereich gehören auch die Zuwegungen zur Brücke. Von Werder kommend ist der Weg ab Adolf-Damaschke-Straße am Parkhaus gesperrt; aus Richtung Potsdam, OT Golm, ist der Zugang ab der Werft am Galliner Damm nicht begehbar. Der Weg von Wildpark-West kommend ist ab dem Seesteig gesperrt. Eine Querung unter der Bahnbrücke hindurch ist ebenfalls nicht möglich.

Je nach Baufortschritt und Situation vor Ort wird nach den Herbstferien geprüft, ob eine Öffnung zu den Wochenenden im weiteren Verlauf bis Weihnachten möglich ist.
Die Landeshauptstadt bittet dringend darum, dass den Beschilderungen aus Sicherheitsgründen voll entsprochen wird. Bei den letzten Sperrungen der Zuwegungen im Juni und Juli dieses Jahr kam es zu gefährlichen Situationen auf der Baustelle, da sich Radfahrende und zu Fuß gehende nicht an die Absperrungen hielten.

Die Rad- und Fußwegbrücke über den Großen Zernsee ist ein gemeinsames Projekt der Landeshauptstadt, der Stadt Werder (Havel) und der Gemeinde Schwielowsee. Die neue Brücke soll parallel und südlich zur vorhanden Brücke der Deutschen Bahn AG verlaufen. Sie wird den heute vorhandenen und viel zu schmalen Gangsteg auf der Bahnbrücke ersetzen. Auch die Treppentürme wird es zukünftig nicht mehr geben. Die Brücke wird als leichte Stahlkonstruktion aus einem dreifeldrigen Stahlüberbau mit einer Gesamtstutzweite von 110 Metern bestehen. Es ist geplant, die Geh- und Radwege zur Brücke im Zweirichtungsverkehr in drei Metern Breite mit Beleuchtung auszubauen.

Mit den Planungen für dieses umfangreiche Projekt wurde im September 2017 begonnen. Nach Abschluss der Entwurfsplanung konnte im Februar 2019 mit der Genehmigungsplanung begonnen werden. Die Genehmigung und damit das Baurecht liegen nach Klärung mit allen Beteiligten und den Lösungen für die vielfältigen Genehmigungserfordernisse seit September 2020 vor. Gefördert wird das Projekt als eine wichtige Maßnahme im Rahmen des Stadt-Umland-Wettbewerbes (SUW) durch Fördermittel des Landes Brandenburg und der Europäischen Union mit Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) aus dem Förderprogramm für “Nachhaltige Entwicklung von Stadt und Umland (NESUR) – Infrastruktur“. Bei dem Förderprogramm sind bis zu 80% der förderfähigen Kosten zuwendungsfähig. Die übrigen Kosten sind anteilig durch Eigenmittel der beteiligten Kommunen zu decken. Derzeit wird von ca. 8,8 Millionen Euro Gesamtkosten ausgegangen. In den Gesamtkosten enthalten sind neben den Baukosten und Kosten für die Wegeanbindungen auch Kosten für Planung und Baugrunduntersuchungen sowie Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen. Die Fertigstellung ist derzeit für Mitte 2022 geplant.

(lp, wsw)

Schmuck made in Werder

Werder (Havel), 3. September 2021 – Susanne Eisentraut hat in diesem Jahr ihr Hobby zum Beruf gemacht. Am 14. August eröffnete sie in ihrem Zuhause in den Havelauen ihr eigenes kleines Unternehmen. 

Die 43-Jährige fertigt in liebevoller Handarbeit Armbänder und Modeprodukte und berät ihre Kund*innen gerne hinsichtlich Design, Passform und der verwendeten Materialien. 

„Die Kunden sollen sich bei mir in einer vertrauensvollen Atmosphäre wohlfühlen“, so Susanne Eisentraut. „Bevorzugt fertige ich Schmuckstücke ganz nach den individuellen Wünschen meiner Kunden an. Wichtig ist mir hierbei, dass ich hochwertige Materialien verwende, um meinen Kundinnen und Kunden eine hohe Qualität zu garantieren.“

Meist bleibt es auch nicht nur bei einem Armband. „Ich habe mittlerweile treue Kunden, die immer wieder gerne zu mir kommen, um sich etwas Neues auszusuchen oder um ihren Schmuck von mir reparieren zu lassen. Manchmal möchten die Kunden auch selbst aktiv werden und dann leite ich sie gerne bei der Herstellung ihres persönlichen Schmuckstückes an “, erklärt die Werderanerin. 

Besonders beliebt sind auch die Events, die Susanne Eisentraut auf Nachfrage organisiert: „Ich biete meinen Schmuckservice auch für Partys oder Kindergeburtstage an. Nicht nur Kinder lieben es, aus der Fülle an Perlen auszuwählen und so eigene individuelle Armbänder zu kreieren!“ Auch auf Märkten ist die 43-Jährige nach Verfügbarkeit mit einem Stand vertreten. 

Und auch für lokale Unternehmen durfte Susanne Eisentraut bereits künstlerisch tätig werden. So bietet die Boutique GaheJuwéle ihren Kunden und Kundinnen auch Armbänder aus der Armbandmanufaktur an. 

„Jede Boutique offeriert ein anderes Angebot für ein individuelles Klientel. Und genau darauf habe ich mich spezialisiert. Ich stelle Armbänder her, die z.B. zur Kollektion der Inhaberin passen oder zu genau ihrer Boutique, dem Angebot, dem Interieur oder zur Kleidung oder einfach zur Laune meiner Kunden“, erklärt Susanne Eisentraut. 

Wenn das Wetter mitspielt, lädt die kreative Werderanerin Interessenten am 4. September von 13 bis 18 Uhr zum „Tag des offenen Gartens“ (Zum Havelhorn 25 in Werder) ein: „Ich freue mich sehr auf die Möglichkeit, den Besuchern nicht nur meine Schmuckstücke, sondern auch meinen Garten zu präsentieren. Und ich freue mich, meine Mitsängerinnen vom Chor hier bei mir begrüßen zu dürfen und gemeinsam mit ihnen gegen 15 Uhr zu trällern. Frei nach dem Motto: Kunst trifft Kultur.“ 

Abschließend möchte sich Susanne Eisentraut noch für die Unterstützung von der ersten Stunde an bei der Boutique GaheJuwéle, der Kosmetikpraxis Stöberl, der Praxis „Hand auf’s Herz“ Christine Rasch, dem Kosmetikinstitut Beautypoint Werder (Havel) und bei den Mitsängerinnen vom Chor „Voices of Werder“ bedanken. Und natürlich auch bei allen anderen fleißigen Unterstützern! (wsw)

Sanddorngarten in Petzow für Familienfreundlichkeit ausgezeichnet

Werder (Havel) OT Petzow, 2. September 2021 – Am 12. August hat Vizelandrat Christian Stein den Unternehmerpreis „Familienfreundlich in Potsdam-Mittelmark“ verliehen. Unter den drei Preisträgern war in diesem Jahr die Christine Berger GmbH & Co KG aus dem Werderaner Ortsteil Petzow. 

Frau Berger, herzlichen Glückwunsch zu der Auszeichnung! Welche Voraussetzungen müssen denn erfüllt sein, um den Unternehmerpreis „Familienfreundlich in Potsdam-Mittelmark“ zu erhalten?
Zum Unternehmerpreis „Familienfreundlich in PM“ kann man sich bewerben, wenn man einen Geschäftssitz in Potsdam-Mittelmark hat. Es werden drei erstplatzierte Preisträger gewählt, die sich nach der Größe des Unternehmens staffeln, so dass auch kleine Unternehmen eine reelle Chance haben, unter den Erstplatzierten zu sein. Alle schriftlich vorliegenden Bewerbungen werden durch eine interdisziplinäre Jury bewertet.  

Haben Sie sich selbst für die Auszeichnung beworben oder wurden Sie vorgeschlagen?
Für die Bewerbung zum Preis wird man vorgeschlagen, z.B. durch Mitarbeiter, durch den Landkreis oder andere Unternehmer. Wir wurden vorgeschlagen und haben uns dann mit einem Bewerbungsbogen bzw. einem Onlinefragebogen beworben. 

Was bedeutet Ihnen die Auszeichnung? 
Die Mitarbeiter*innen unseres Unternehmens sind stolz, Teil eines Teams zu sein, das so eine Wertschätzung erfährt. Ich als Familienunternehmerin in zweiter Generation freue mich besonders, dass auch Außenstehende die familienfreundliche Atmosphäre bei uns wahrnehmen. Bei uns existiert die Philosophie eines familiären Umfelds nicht nur in der Theorie, sondern wir leben und erleben das familiäre Arbeitsumfeld in allen Bereichen und durch alle Führungsebenen unseres Unternehmens – von Praktikant*innen, über die Verkäufer*innen zu den Büro- und Produktionsmitarbeiter*innen bis hin zur Geschäftsführung.

Warum ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie heute wichtiger denn je?
Die Herausforderungen für Familien werden immer größer und komplexer. Themen wie Schwangerschaft, Elternzeit, Kindergarten und Schulzeit, aber auch die Pflege von Angehörigen und schwere Krankheiten beschäftigen viele Familien. Für uns ist es wichtig, dass diese Themen mit dem Beruf vereinbar sind. 

Jede Phase eines Menschen muss unterstützt werden. Da wir die Mitarbeiter langfristig in unserem Unternehmen beschäftigen, lernen wir die Mitarbeiter in vielen Lebensphasen kennen. Ein familiäres Umfeld bietet Sicherheit, um den Schwierigkeiten des Alltags mit Stärke und Selbstvertrauen zu begegnen. 

Vielen Dank für das Gespräch. (wsw)

Die Welt räumt auf und Werder macht mit

Werder (Havel), 2. September 2021 – Wie viel Müll sammelt sich bei Ihnen zu Hause so an? Laut statista.com hat jeder Einwohner Deutschlands im Jahr 2019 durchschnittlich 457 Kilogramm Haushaltsabfall produziert. Hierzu gehören Hausmüll, Sperrmüll, getrennt erfasste organische Abfälle, getrennt gesammelte Wertstoffe sowie sonstige Abfälle.

Prognosen sagen voraus, dass sich die Abfallmenge weltweit bis zum Jahr 2050 um rund 70 Prozent steigern wird. Zur Zeit werden weltweit jedes Jahr etwa zwei Milliarden Tonnen Hausmüll produziert – der Industriemüll ist hier noch gar nicht mitgerechnet. In 2050 werden es bereits rund 3,4 Milliarden Tonnen Müll sein. (Quelle: sensoneo.com)

Um ein Zeichen gegen Müll zu setzen, wurde am dritten September 2018 der erste World Cleanup Day als weltweiter Aktionstag veranstaltet – die größte Bottom-Up-Bürgerbewegung der Welt zur Beseitigung von Umweltverschmutzung und Plastikmüll.

2020 beteiligten sich 11 Millionen Menschen weltweit in über 160 Ländern am World Cleanup Day und setzten durch ihre Cleanups (Müllsammelaktionen) ein starkes Zeichen für eine saubere, gesunde und plastikmüllfreie Umwelt.

Und auch Werder (Havel) beteiligt sich an dem weltweiten Aktionstag, da die Stadt über ein zunehmendes Müllproblem klagt. Zwar nimmt der Wertstoffhof in den Havelauen viele Abfallarten gebührenfrei entgegen. Sperrmüll und Elektroschrott wird sogar von der APM von der Haustür abgeholt. Dennoch gibt es Menschen, die in der Stadt, den Ortsteilen und der schönen Havellandschaft, die die Region ausmacht, immer wieder ihren Müll abladen.

Mit der Teilnahme am World Cleanup Day will die Stadt ein Zeichen gegen diese Umweltverschmutzung setzen. Am Samstag, den 18. September, ist unter dem Motto „Unsere Stadt bleibt sauber“ an mehreren Standorten in Werder und vier Werderaner Ortsteilen Großreinemachen angesagt.

Auf Beschluss der Stadtverordneten hat sich die Stadt in diesem Jahr am Cleanup Day angemeldet. Bislang wurden solche Aktionen in Werder dezentral organisiert. Es gibt gute Gründe, die Anstrengungen zu erhöhen: Seit Herbst 2020 haben illegale Ablagerungen im Stadtgebiet zugenommen.

„Ein Teil des illegalen Mülls wird durch den Bauhof der Stadtverwaltung eingesammelt, es sind wöchentlich mittlerweile unglaubliche zehn Kubikmeter illegaler Abfall“, sagt Werders Bürgermeisterin Manuela Saß. „Das ist so viel wie 100 Umzugskartons.“ Überwiegend handele es sich um Hausmüll. „Es gibt aber auch eine erhebliche Anzahl von Bauschuttablagerungen“, informiert die Bürgermeisterin.

Alle Stadtbereiche und Ortsteile seien betroffen, wobei der Müll oft an den gleichen Stellen immer wieder auftaucht, beispielsweise auf der Strecke Werder / Kemnitz (Dicke Eiche), am Töplitzer Ortseingang (von der Autobahn kommend) oder am Parkplatz Grelle im Ortsteil Petzow. Die Stadt Werder unterstützt die an sich zuständige Abfallbehörde des Landkreises bei der Müllbeseitigung im Sinne der Orts- und Landschaftsbilder und meldet nur massive Ablagerungen weiter.

Immer wieder gibt es auch Ecken, die vom Bauhof nicht so schnell erreicht werden. „Schon in den vergangenen Jahren haben deshalb Werderaner mit Müllsammelaktionen dabei mitgeholfen, unser besonderes Landschaftsbild zu bewahren“, so die Bürgermeisterin. „Am 18. September sind alle Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Verbände und lokale Gruppen aufgerufen, beim Cleanup Day mitzumachen.“

In Rücksprache mit den Ortsbeiräten oder Beauftragten wurden folgende Orte zur Teilnahme angemeldet:

  • Phöben – Plattenweg Am Phöbener Bruch, Havel-Radweg, Phöbener Wald (Treffpunkt um 10 Uhr am Anglerheim, Phöbener Havelweg 5)
  • Töplitz – verschiedene Stellen auf der Insel (Treffpunkt um 10 Uhr am Inselzentrum, Dorfplatz 12)
  • Plötzin – Obstpanoramaweg (Treffpunkt um 10 Uhr am Tannenhof, Lehniner Chaussee 19)
  • Kemnitz – verschiedene Stellen im Ort (Treffpunkt um 10 Uhr am Gemeindezentrum, Kemnitzer Dorfstraße 27 B)
  • Bolzplatz und Volleyballplatz in den Havelauen in Werder (Havel) (Treffpunkt vor Ort neben der Otto-Lilienthal-Straße 7)

Die Stadt stellt Müllsäcke und Container zur Verfügung. Vor Ort erfolgt die Begrüßung und die Einweisung durch die jeweiligen Ortsvorsteher oder Beauftragten. Für alle Aktionen wurde eine Zeit von 10 bis 15 Uhr gemeldet.

An weiteren Standorten der Kernstadt sowie in den übrigen Ortsteilen wird es nach jetziger Planung zusätzliche Reinigungsaktionen im Charakter eines Frühjahrsputz geben. Teilweise wurden die Aktionen dort schon in den Vorjahren im Frühjahr durchgeführt. (wsw, wh)

Zweiter Impfen-to-go Termin steht fest

Werder (Havel), 1. September 2021 – Brandenburg liegt laut Impfdashboard des Robert-Koch-Instituts an drittletzter Stelle der deutschen Bundesländer. Lediglich 55,1 Prozent der Brandenburger haben einen vollständigen Impfschutz, mindestens einmal sind 59,2 Prozent der Brandenburger geimpft. (Stand 31. August)

Um das Impfen etwas attraktiver zu machen, hat die Stadt Werder (Havel) gemeinsam mit mehreren Werderaner Hausärzten eine Impfen-to-go-Aktion ins Leben gerufen. Premiere feierte das Impfangebot ohne Voranmeldung am 11. August. 261 Menschen sind an diesem Tag auf den Hartplatz gekommen und haben sich nicht nur eine Impfung, sondern auch einen Gutschein für eine Kugel Eis abgeholt.

Nun soll am 8. September die zweite Aktion dieser Art stattfinden – dann allerdings in der Feuerwache Werder (Havel), Kemnitzer Straße 119. Zwischen 9 bis 13 und zwischen 14 bis 18.30 Uhr können sich Impfwillige ohne vorherige Anmeldung mit Impfstoffen von Biontech/Pfizer, Johnson & Johnson und AstraZeneca impfen lassen. Mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson hat man den vollständigen Impfschutz nach dem ersten Piks. Wer sich mit den beiden anderen Impfstoffen impfen lässt, bekommt vor Ort den Termin für die Zweitimpfung.

Zielgruppe sind Personen ab 16 Jahren, die sich für eine Corona-Schutzimpfung interessieren. Mitzubringen sind der Ausweis, die Versichertenkarte und wenn vorhanden der Impfausweis. Es kann gern auch schon das unterschriebene Aufklärungsmerkblatt des Robert-Koch-Instituts für mRNA-Impfstoffe beziehungsweise für Vektorimpfstoffe mitgebracht werden.

Bei Jugendlichen unter 18 Jahren ist eine Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten notwendig und eine Impfung für Kinder ab 12 Jahren ist nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten möglich.

Auch am 8. September wird es nach dem Piks wieder einen Gutschein für eine Kugel Eis geben. (wsw, wh)

 

 

Der TTV feierte Geburtstag

v.l.: Wendel Ramisch, Manuela Saß, Babett Westphal, Ulrike Krämer, Thomas Walter Maria und Klaus-Dieter Bartsch, Foto: wsw

Werder (Havel), 31. August 2021 – Zum 20-jährigen Jubiläum haben sich die Mitglieder des Tischtennisvereins TTV Werder e.V. am 21. August auf dem Werderaner Tannenhof zusammengefunden. 

Das Wetter zeigte sich von seiner schönsten Seite, sodass einer ausgelassenen Jubiläumsfeier nichts im Weg stand. An liebevoll gedeckten Tischen nahmen die Vereinsmitglieder Platz und tauschten nicht nur Wissenswertes über den Tischtennissport aus, sondern auch Anekdoten aus vergangenen Zeiten. 

Ein besonderes Geschenk anlässlich des TTV-Geburtstages hatten Bürgermeisterin Manuela Saß und der Chef des Stadtsportbundes Klaus-Dieter Bartsch im Gepäck: einen Scheck in Höhe von 350 Euro! Die Freude darüber war natürlich groß und schnell einigte man sich darauf, dass das Geld an die Opfer der Flutkatastrophe gespendet werden soll.  

Zur Zeit zählt der Tischtennisverein TTV Werder e.V. rund 70 Mitglieder, die in zehn Mannschaften zu Turnieren und Wettkämpfen antreten. Neue Mitglieder sind immer herzlich willkommen! (wsw)

Die Helfer auf vier Pfoten der Polizeidirektion West

Tino Schurad mit Holly, Linus und Ronja, Fotos: wsw

Werder (Havel), 30. August 2021 – „POLIZEI! Bleiben Sie stehen, oder ich setze den Diensthund ein!“ – Der Flüchtige denkt jedoch nicht daran, seinen Schritt zu verlangsamen und entfernt sich weiter. Der Polizist ruft erneut: „POLIZEI! Bleiben Sie stehen, oder ich setze den Diensthund ein!“ Neben ihm wartet bereits Ronja auf ihr Zeichen. 

Und dann sprintet die Malinois-Hündin los und saust in einem Affenzahn auf den Mann zu, der sich nun nicht mehr fortbewegt, sondern bedrohlich vor der Hündin positioniert. Ronja reagiert blitzschnell und verbeißt sich in seinem Arm, die simulierten Schläge mit einem Softstock, mit dem sich der Mann verteidigt, beeindrucken die Hündin nicht.

Zum Glück ist das nur ein Trainingsmoment und Ronja trottet nach der Übung stolz mit dem Hetzarm (das ist der Überzug, der den menschlichen Arm vor den Bissen des Hundes schützt) vom Gelände.

Wir sind zu Besuch bei der Diensthundestaffel der Polizeidirektion West. Ein Trainingsgelände der Hundestaffel befindet sich an der Phöbener Chaussee zwischen Werder (Havel) und Phöben. Insgesamt gibt es 14 Diensthundeführer in der Polizeidirektion West und etwa ebenso viele auch in den anderen drei Direktionen Nord, Süd und Ost.

„Ein Nachwuchsproblem haben wir nicht“, erzählt uns der Leiter der Diensthundstaffel Tino Schurad. „Das Interesse intern ist groß. Es dürfen nur ausgebildete Polizisten die Ausbildung zum Diensthundeführer machen. Man sollte die einjährige Ausbildung und die Verantwortung für den Hund jedoch nicht unterschätzen.“

Die Bindung, die Diensthundeführer und Diensthund eingehen, hält bestenfalls viele, viele Jahre. Ein bis drei Jahre sind die Hunde alt, wenn sie ihren Dienst bei der Polizei antreten. Die bevorzugten Rassen sind Deutscher Schäferhund, Malinois, Airedale Terrier und Riesenschnauzer. „Diese Hunde zählen zu den sogenannten Gebrauchshunderassen. Das bedeutet, dass sie für einen ganz bestimmten Zweck eingesetzt werden, in unserem Fall als Spür- und Schutzhund“, so Tino Schurad. 

Und weiter: „Wir bekommen die Hunde von Züchtern und Verkäufern, die genau wissen, worauf es bei einem Polizeihund ankommt. Die Hunde müssen eine mittlere Reizschwelle haben, einen ausgeprägten Beute,- Spiel und Wehrtrieb, ein großes Selbstbewusstsein, eine ausgeprägte Härte und das alles gepaart mit einer zuverlässigen Führigkeit.“

Diese Anforderungen sind wichtig, damit Hunde wie Ronja im Polizeialltag bestehen können. Von den 14 Diensthunden der Polizeidirektion West werden acht Hunde als „Fährtenspürhunde“, vier als „Rauschgiftspürhunde“ und zwei als „Sprengstoffspürhunde“ eingesetzt. Neben der jährlichen Spürhund-Prüfung müssen die Hunde auch regelmäßig die Schutzhund-Prüfung ablegen. „Die Suche nach vermissten Personen macht etwa 90 Prozent der Einsätze aus“, erklärt der Leiter der Diensthundstaffel. „Im September des letzten Jahres konnte Riesenschnauzer Linus innerhalb von wenigen Stunden sogar zwei Personen ausfindig machen. Die eine war ein älterer Herr, der aus einer Demenzklinik in Teltow verschwunden ist, und der zweite ein Autodieb, der nach einem Unfall auf der A10 über den Acker abgehauen ist – erfolglos.“

Der sechsjährige Riesenschnauzerrüde ist wahrlich eine imposante Erscheinung. Wir erfahren, dass die Hunde auch gezielt zur Deeskalation eingesetzt werden und ihre Präsenz in den meisten Fällen auch eine abschreckende Wirkung beim Gegenüber erzielt. „Wenn Hunde wie Linus die Polizisten bei ihrem Streifendienst begleiten, überlegt es sich der Eine oder die Andere doch zweimal, ob sie Krawall machen oder abhauen wollen. Der Hund hat doch meist die Oberhand.“ 

Ausnahmen sind, wenn Waffen bei einem Einsatz mit ins Spiel kommen. „Die Hunde werden natürlich nicht absichtlich in Gefahr gebracht. Wenn bei einer Demo zum Beispiel Steine durch die Gegend fliegen, sind die Polizisten durch ihre Sonderausrüstung geschützt, die Hunde tragen keine Helme, also werden sie schnellstmöglich aus der Gefahrenzone gebracht.“

Auch wenn die Wörter „Diensthunde“ und „Gebrauchshunderasse“ recht nüchtern klingen, sind die Hunde doch auch immer ein Teil der Familie ihres Diensthundführers. Wenn sie ihren aktiven Dienst dann im Alter zwischen acht und zehn Jahren beenden, verbringen die meisten Hunde ihren Lebensabend weiterhin bei der Bezugsperson, die die letzten Jahre an ihrer Seite war.

Abschließend verrät uns Tino Schurad noch: „Die Diensthundestaffel bei der Polizei hat bei einigen Menschen keinen allzu guten Ruf. Dabei kommt die Tätigkeit als Diensthund dem Wesen der genannten Rassen am nächsten, da wir die natürlichen Triebe der Hunde fördern.“ 

Er selbst hat als Leiter der Diensthundestaffel übrigens keinen Diensthund: „Ich verbringe die meiste Zeit am Schreibtisch und koordiniere die Einsätze und Termine der Staffel. Bisher habe ich noch keinen Hund gefunden, der mich bei der Büroarbeit unterstützen kann.“

Zum Abschied staunen wir noch einmal über Ronjas ausgeprägten Geruchssinn, als sie mühelos im hohen Gras unseren versteckten Autoschlüssel findet. Wir lernen: „Hunde riechen in 3D. Wenn Menschen in einen Raum kommen, sagen sie vielleicht ‚Oh lecker, hier wurde gerade ein Kuchen gebacken!‘, Ronja weiß, dass der Kuchen links in der Ecke auf einem Hocker steht.“ Gut, diese Kuchen-Spürnase besitzen  vielleicht auch einige Menschen. (wsw)

Mein Werder (294): Silvana Werner

Kurz & Knackig

Name: Silvana Werner
Alter: 47
Wohnort: Werder
Wie lange leben Sie schon in Werder? seit 22 Jahren
Haben Sie Kinder? Ja, eine 21-jährige Tochter und einen 24-jährigen Sohn sowie eine Enkeltochter (5 Monate)

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder ist eine perfekte Kleinstadt zum Leben oder Erleben mit gaaanz viel Wasser.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich arbeite als Erzieherin im Haus der Athleten, Sportpark Potsdam.

Was würden Sie lieber machen?
Die Arbeit macht Spaß, ich hätte aber auch nichts gegen ganz viel Zeit für Vanlife und paddeln. Hauptsache meine Arbeitsstelle ist mit Board zu erreichen.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Mein Zuhause natürlich und ein Ort auf dem Wasser, wo ich mich ab und zu sonne – den werde ich aber nicht verraten.

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Auf der Insel, dem Weinberg, in den Glindower Alpen, am und im Plessower See, in Töplitz und in der Havel-Therme.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Vor den Bühnen mit Livemusik, zum Beispiel auf dem Markt. Eine Radtour zu den Plantagen mag ich auch sehr.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Schwarze Johannisbeere

Sie – ganz speziell

Sie sind bei jedem Wetter mit Ihrem SUP unterwegs. Welche Tages- und Jahreszeiten sind Ihnen für Ihre Ausflüge auf dem Wasser am liebsten?
Ein besonderes Vergnügen ist für mich die Stimmung bei Sonnenaufgangs- und Sonnenuntergangs-Paddeltouren, weil das Licht so schön ist und man meist allein auf dem Wasser ist. Ich liebe Touren im Winter oder Herbst, die Havel ist dann schön klar und es fahren fast keine Boote. Bei warmen Temperaturen genieße ich es, Sonne, Wind und Wasser auf der Haut zu spüren und natürlich das Schwimmen.

Was müssen Anfänger beachten, wenn sie sich zum ersten Mal auf ein SUP trauen?
Am besten plant man das erste Mal bei warmen Temperaturen, damit man nicht verkrampft und Angst hat, ins Wasser zu fallen. Man beginnt kniend auf dem Bord und wenn man ein bisschen gepaddelt ist und sich sicherer fühlt, dann stellt man sich so breitbeinig wie möglich hin, mit dem Griff zwischen den Füßen. Dann Konzentration, die Arme durchstrecken und los geht’s … Für die ersten Versuche ist es ratsam, in Ufernähe zu bleiben und keine weiten Touren zu planen. Und am besten besucht man einen Kurs.

Welche ungewöhnlichen Orte konnten Sie schon mit Ihrem SUP erkunden und welche Tour rund um Werder mögen Sie am liebsten?
Mit dem SUP habe ich so viele unfassbar schöne Orte erkundet, zum Beispiel Höhlen in Portugal und Sardinien, die Florida Keys, El Gouna in Ägypten. Bei uns gibt es keinen Urlaub ohne Board. In Werder liebe ich es, mit meiner Freundin um die Insel zu paddeln, oder die Ruhe in der Wublitz zu genießen. Auf meinem Weg zur Arbeit nach Potsdam ist der Wentorfgraben immer wieder das Highlight und der Petzinsee zum Schwimmen.

Sie sind generell sehr sportlich. Wie ist Ihre Leidenschaft für Sport entstanden?
Mein Interesse am Sport entwickelte sich erst, als meine Kinder im Grundschulalter waren. Ich habe mir ein Mountainbike gekauft und dann kam immer mehr dazu. Zum SUP bin ich durch Tilo Grahl von Surf&Sail gekommen. Ich habe ihn gesehen und wollte es auch erlernen. Ich habe dann 2013 mit meiner Tochter einen Kurs bei ihm gebucht und seit dieser Inselrunde ist SUP meine Leidenschaft. In der Coronazeit habe ich mir viele neue Sportgeräte angeschafft, sie helfen etwas gegen den Corona Frust.

Gibt es noch ein anderes Hobby, dem Sie in Ihrer Freizeit gerne nachgehen?
Im Garten mit der Familie chillen, Landpaddling (Longboard mit Stick zum Abstoßen), Reisen mit meinem Mann in unserem Bulli und diverse andere sportliche Betätigungen. Ich lese auch sehr gern.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Gesundheit für die Familie, eine lebenswerte Zukunft für die heranwachsenden Generationen ohne Corona und Naturkatastrophen und lange fit bleiben.

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Mady Morrison – Sie ist eine Yogalehrerin, nicht so ganz berühmt, aber eine tolle Frau, die mich inspiriert.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
„Sardinien mit dem Wohnmobil“ und ansonsten lese ich gern Liebesromane.

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Meine Großeltern, sie sind seit 70 Jahren verheiratet.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie?
„Wie ein einziger Tag“

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Das Kind sein zu bewahren, aber wahrscheinlich übertreibe ich es auch manchmal.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Ich bin eher ängstlich und habe kein Tier.

Neuer WFC-Mannschaftsbus

v.l.: Juliane Sorgatz (wsw), Klaus-Dieter Bartsch, Maik Lutze (Lutze Galabau), Michael Rietenbach (Möbelhaus C.H.R.I.S.T.), Matthias Kuhnt und Dirk Lutze (beide Lutze Galabau)

Werder (Havel), 27. August 2021 – Die Jugendabteilung beim Werderaner FC wächst und wächst – zum Glück! Die Nachwuchsarbeit wird in Werders größtem Verein nämlich großgeschrieben. 

Umso mehr freuen sich die kleinen Kicker nun über ihren inzwischen dritten Mannschaftsbus, mit dem sie bequem zu Auswärtsspielen, Trainingslagern und Ausflügen fahren können. Der neue Fiat Professional Talento stammt vom Autohaus Böhmer und konnte dank der großzügigen Unterstützung der Lutze GalaBau GmbH und dem Möbelhaus C.H.R.I.S.T finanziert werden. Und wir können stolz sagen, dass auch „Wir sind Werder“ einen Beitrag dazu leisten konnte.

Am 25. August wurde der neue Mannschaftsbus offiziell übergeben. Wir wünschen den Nachwuchskickern allzeit gute Fahrt! (wsw)

Start der Handballoberligasaison

Werder (Havel), 25. August 2021 – Am 4. September starten die Werderaner Handballer in die Spielsaison 2021/22. Seit geraumer Zeit bereiten sich alle 12 Mannschaften des Handballvereins zielgerichtet auf den Saisonstart vor. Die beiden Oberligateams stehen dabei besonders im Fokus der Aufmerksamkeit.

Beide Teams haben sich viel vorgenommen. Die Frauenmannschaft und ihr Coach Lucas Schönebeck wollen an die positive Entwicklung der vergangenen Saison, die vorzeitig abgebrochen wurde, anknüpfen. Angestrebt wird unter den 13 Frauenmannschaften eine Platzierung im vorderen Drittel der Tabelle. Der Kader des vergangenen Jahres ist größtenteils unverändert. Lediglich Victoria Lange (wechselte zur SG OSF Berlin) und Anika Fängler (Schwangerschaftspause) verlassen das Team. Hinzu kommen Kreisläuferin Tjorven Noll, Rückraumspielerin Lara Sensenhauer (beide vom HSC Potsdam), Rückraum- und Außenakteurin Emilia Heinrich (vom SV Pfeffersport) und Emely Rudolf (vom Berliner TSC), sodass sich die Kadersituation im Frauenteam weiter verbessern wird.

Das Männer-Oberligateam schaut ebenfalls optimistisch auf die bevorstehende Saison. Den drei Abgängen Gabor Vadaszi, Lukas Traxel und Tim Krause stehen drei talentierte Neuzugänge aus dem Potsdamer Nachwuchs entgegen: Fynn Bumann komplettiert das Torhütertrio, Max Thieme ist im linken Rückraum zu Hause und Pascal Engelmann (spielt per Doppelspielrecht auch in der Potsdamer A-Jugend/Bundesliga) zieht im zentralen Rückraum die Fäden. Zusätzlich steht noch die Vertragsunterzeichnung mit einem Linkshänder kurz bevor. Die Formulierung eines Saisonziels fiel Männertrainer Niko Harnge schwer. 

Die anstehende Saison startet seiner Meinung nach mit den gleichen Vorzeichen wie die letzte Saison: Alle Mannschaften hatten eine lange Pause und das Leistungsvermögen insgesamt sei dadurch sehr schwer einzuschätzen. Ziel der Mannschaft sei es, sich in der vorderen Tabellenhälfte zu behaupten. Analog zur vergangenen Saison wird bei den Männern in zwei Staffeln gespielt. In der Zusammensetzung der Nordstaffel, mit Werderaner Beteiligung, hat sich nicht viel verändert. Mit dem Rückzug des SV 63 Brandenburg-West, aus der Oberliga, sind die Blütenstädter in der Nordstaffel die einzige Brandenburger Vertretung. 

Den Auftakt in die Spielsaison bestreitet das Männeroberligateam am Samstag, den 4.9., auswärts beim VfL Tegel. Am darauffolgenden Samstag, den 11.9., spielen beide Teams in der Werderaner Haeckelhölle. Die Frauenmannschaft empfängt um 16 Uhr die HSG RSV Teltow und die Männermannschaft erwartet den Bad Doberaner SV 90. Anpfiff hier ist um 18.30 Uhr.

Bevor die Oberligabegegnungen angepfiffen werden, findet an gleicher Stelle um 11 Uhr das Spiel der männliche Jugend B (AK 16) in der Brandenburgliga gegen den HSV Oberhavel statt und um 13.30 Uhr spielt dann die 2. Männermannschaft in der Verbandsliga gegen den SV Berolina Lychen. Tickets für die Heimspiele gibt es unter: www.handball-werder.de (s.d.)

„Ich bin bei den Bussen mit WLAN!“

Potsdam-Mittelmark, 23. August 2021 – Die Spannung war den jungen Menschen anzusehen: Am 2. August 2021 konnten sie das erste Mal ihren Ausbildungsplatz besuchen und lernten weitere Azubis und Kollegen/Kolleginnen kennen.

An diesem Tag starteten zehn neue Auszubildende bei der regiobus Potsdam Mittelmark GmbH ihre berufliche Zukunft. Der Geschäftsführer der regiobus Hans-Jürgen Hennig begrüßte die angehenden Berufskraftfahrer bzw. Berufskraftfahrerin mit dem Schwerpunkt Personenverkehr und Kfz-Mechatroniker herzlich im größten Nahverkehrsunternehmen des Landes Brandenburg. Spannend sei die Arbeit in einem ÖPNV-Unternehmen, denn jeder Tag zähle neu. Die Leistung vor- oder nachzuarbeiten gehe nicht. Das sei anders in anderen Branchen, wusste der regiobus-Chef zu berichten. Für gute Arbeitsbedingungen sorge der leistungsstarke Fuhrpark der regiobus mit einem durchschnittlichen Fahrzeugalter unter sechs Jahren.

Abschließend gab er insbesondere den angehenden Busfahrern und der Busfahrerin auf den Weg: „Erfahrene Kolleginnen und Kollegen wissen – die Arbeit mit unseren Fahrgästen ist vielfältig und mit dem einen oder anderen Erlebnis verbunden. Jeder ist unser Kunde und wichtig – ob mit smartem Handyticket oder als Barzahler. Die meisten unserer Linien führen über ländliche Regionen. Da kann es auch schon mal sein, dass ein Stammkunde Bescheid gibt, wenn er in den Urlaub fährt, damit man nicht auf ihn wartet. Es ist bei aller fahrerischer Dienstleistung auch eine Arbeit nahe am Menschen, die Sie bei uns erwartet. Und nach 45 Jahren kann ich sagen – sie macht richtig Spaß.“

Dann lud der Geschäftsführer die neuen Azubis dazu ein, sich untereinander bei einem Frühstück in einem Bad Belziger Restaurant kennen zu lernen. ÖPNV sei eine Teamleistung – von der Planung bis zur Linienfahrt und Werkstattarbeit. Der gute Kontakt untereinander sei hierfür unerlässlich.

Die Auszubildenden selbst gehen, wie in den lockeren Gesprächen festgestellt werden konnte, mit großer Motivation in die Ausbildung. Dean Thomas Paul möchte Kfz-Mechatroniker werden, wie einige seiner Freunde. Anders als sie faszinieren ihn aber die großen Fahrzeuge. Er schwärmte: „Bus ist einfach etwas anderes als Auto, größer und interessanter.“ Sich bei regiobus zu bewerben, wählte der Potsdamer bewusst aus, denn er wollte sagen können: „Ich bin bei den Bussen mit WLAN!“

Domenic Schröder wiederum folgt gern der Familientradition: Sein Vater ist bereits viele Jahre als Busfahrer bei regiobus tätig, Onkel und Opa arbeiten in derselben Profession in anderen Nahverkehrsunternehmen. „Busfahren macht einfach Spaß!“, strahlt der Teltower.

Für Annabell Schmidt ist klar: „Ich wollte beruflich schon immer gern fahrend unterwegs sein.“ Sie fährt für ihr Leben gern Auto und freut sich auf die Chance, dies nun beruflich für größere Fahrzeuge erlernen zu können. Auf regiobus hatte die Görzkerin ein Freund aufmerksam gemacht, der bereits im Unternehmen arbeitet. (a.l.)

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