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Werder auf dem Weg in die elektromobile Zukunft

Werder (Havel), 3. März 2021 – Im ersten Quartal dieses Jahres gehen an drei Standorten im Stadtgebiet neue öffentliche Ladesäulen für Elektroautos in Betrieb. Der Landkreis Potsdam-Mittelmark hat diese Initiative mit rund 27.000 Euro im Rahmen der Richtlinie zur Förderung von Klimaschutz- und Klimafolgenanpassungsmaßnahmen gefördert.

Zwei Wallboxen mit je einem Ladepunkt sind vor einigen Tagen im Parkhaus am Stadtbahnhof in Betrieb gegangen. Eine Ladesäule mit zwei Ladepunkten wird in diesem Monat im Bereich des Markplatzes der Havelauen in der Straße Zum Großen Zernsee ans Netz gehen. Außerdem wird eine Ladesäulen mit zwei Ladepunkten am Parkplatz an Glindower Kiez angeschlossen. Bereits beantragt sind außerdem zwei Ladesäulen am Glindower Schulcampus.

„Immer mehr Menschen satteln auf Elektroautos um“, sagt Bürgermeisterin Manuela Saß. Laut Kraftfahrt-Bundesamt war im Januar 2021 jeder zehnte zugelassene Personenkraftwagen ein Elektrofahrzeug. „Deshalb begrüße ich, dass unser Landkreis die Kommunen beim Aufbau der Lade-Infrastruktur unterstützt. So werden auch in Werder Anreize für mehr emissionsarme und leise Fahrzeuge geschaffen.“

Die Stadtverwaltung selbst geht mit gutem Beispiel voran: Sie hat im vorigen Jahr zwei Elektroautos in Betrieb genommen, zwei weitere sollen in diesem Jahr folgen. Am Alten Rathaus wurde im vorigen Jahr eine Ladesäule aufgestellt, eine zweite im Zuge des aktuellen Programms des Landkreises am Rathaus Eisenbahnstraße.

Zudem pendelt in Werders Altstadt seit dem vorigen Jahr Brandenburgs erste E-Buslinie. Aufgetankt wird sie auf dem Hartplatz, wo im Jahr 2019 drei Ladesäulen mit sechs Ladepunkten für Elektrofahrzeuge einweiht worden sind. Um „tanken“ zu können, benötigt man RFID-Karten der über 200 Ladenetz.de-Partner. Die Leistung von 22 Kilowatt ermöglicht ein schnelles Laden.

Bürgermeisterin Saß verweist auf das laufende Bundesprogramm, mit dem sich auch Privatleute die Aufstellung einer Ladesäule fördern lassen können. Für den gewerblichen Kontext (Flotten, Arbeitgeber) wird derzeit ein weiteres Förderprogramm vom Bund erarbeitet, dessen Veröffentlichung für dieses Jahr geplant ist. (wh)

Projekt „Brandenburg WLAN“ in Werder abgeschlossen

Werder (Havel), 1. März 2021 – Kostenlos surfen in Werder (Havel): Mit zwei neuen Hotspots im Rathaus in der Eisenbahnstraße und im Heimathaus Glindow hat die Stadt das Programm „Brandenburg WLAN“ vollendet. Mit Unterstützung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburgs konnten insgesamt acht Gratis-Hotspots im Stadtgebiet eingerichtet werden.

Weitere Hotspots befinden sich bereits seit einem Jahr in den Bereichen Schützenhaus, Altes Rathaus, Bismarkhöhe, Familienzentrum „Haus am See“, Waschhaus Petzow und Lilienthalmuseum Derwitz. Schon im Jahr 2017 ist von der Stadt in Partnerschaft mit dem Netzbetreiber Vodafone ein kostenloser Hotspot auf dem Marktplatz der Inselstadt in Betrieb genommen worden – damals der Startschuss für den Prozess.

Werders Bürgermeisterin Manuela Saß begrüßt, dass auch einige Gewerbetreibende und beispielsweise die Havel-Therme in Werder kostenlose Hotspots aufgebaut haben. „Es kennzeichnet unsere Stadt, dass hier nicht nur Traditionen gepflegt werden, sondern auch mit der Zeit gegangen wird.“ Mit dem freien WLAN könnten Werderaner und ihre Gäste kostenlos surfen, von der schnelleren Verbindung profitieren und dabei ihr Datenvolumen schonen.

„Die Nutzung mobiler Geräte gehört inzwischen für viele Menschen zum Alltag, ob dienstlich oder privat“, so Manuela Saß. „Auch Gäste unseres Staatlich anerkannten Erholungsortes sind dankbar, wenn sie feststellen, dass sie sich nicht nur an einem schönen touristischen Ziel, sondern auch in einem WLAN-Hotspot befinden, von dem sie zum Beispiel Fotos in die sozialen Netzwerke posten können.“

Landesweit werden 1200 Hotspots im „Brandenburg WLAN“ geschaltet. Die Landesregierung zahlt für die Installation, den Betrieb und die Wartung dieser WLAN-Hotspots in fünf Jahren insgesamt etwa fünf Millionen Euro. Als Vorteil gilt, dass es für den Endnutzer als vertrauenswürdiges Netz erkannt wird, persönliche Daten nicht angegeben werden müssen und es einen zentralen Jugendschutzfilter gibt.

Ein Smartphone wählt sich automatisch wieder ein, wenn es sich im „Brandenburg WLAN“ befindet. Hier sind alle Brandenburg WLAN-Hotspots verzeichnet. (wh)

Ein Kurzinterview mit Pfarrerin Andrea Paetel

Pfarrerin Andrea Paetel

Werder (Havel), 1. März 2021 – Nach acht Jahren im Dienst verlässt Pfarrerin Andrea Paetel die evangelische Heilig-Geist-Kirchengemeinde Werder (Havel). Heute wird Andrea Paetel ihren Dienst in der Kirchengemeinde Konradshöhe-Tegelort antreten. Mit einem Gottesdienst um 14 Uhr wird sich die Werderaner Kirchengemeinde am Palmsonntag, dem 28. März, von ihrer Pfarrerin verabschieden. 

Frau Paetel, welche Erinnerungen haben Sie an Ihre Zeit in Werder?
Werder ist eine deutlich erkennbar schnell wachsende und sich entwickelnde Stadt in den zurückliegenden Jahren. Und hier sind wir als Kirchengemeinde und hier war ich als Person und Pfarrerin ein Teil davon. Ich habe gern mitgestaltet z.B. in der Entwicklung unserer Liegenschaften, wo wir uns z.B. in Glindow über die Gestaltung der Ton-und Grubenlandschaft am Erdebergsee freuen. Die Gewässerlandschaft, die gute Anbindung an meine Heimatstadt Berlin, die Feste, die kulinarischen Genüsse. Und ich erinnere mich gerne daran, dass wir von hier aus als Frauen aus der Kirchengemeinde aufgebrochen sind zum Pilgern an verschiedene andere Orte, bis nach Wittenberg.

Worauf freuen Sie sich bei Ihrer neuen Tätigkeit besonders?
Besonders freue ich mich auf den kirchengemeindeeigenen Kindergarten.

Werden Sie Werder (Havel) vermissen?
Ich werde viele Menschen vermissen. Menschen, mit denen ich zusammengearbeitet habe, und mit denen wir unterwegs waren im Aufbau und der Weiterentwicklung von unserer Kirchengemeinde in Werder. Ich erinnere mich an viele Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen. An die Konfirmandinnen und Konfirmanden sowie an die vielfältigen Aufgaben in dieser großen Kirchengemeinde. Diese Erinnerungen sind sehr vielfältig in ihrer Fröhlichkeit, in der gemeinsamen Trauer und manchem kleinen Ärger. Zum Glück kann ich ja Ausflüge hierher unternehmen und manche Wege finden, ohne die Stadt als solche zu schmerzhaft zu vermissen.

Möchten Sie der evangelischen Heilig-Geist-Kirchengemeinde Werder (Havel) noch etwas mitteilen?
Ich wünsche meiner Kirchengemeinde hier in Werder, dass sie immer für die Menschen da ist. Dabei fröhlich bleibt und dass sie als die Kirche in Jesu Christi mit ihren Aufträgen in der Verkündigung, im Amt, in der Mission und den seelsorgerlich-diakonischen Aufgaben beweglich bleibt und über ihre Visionen miteinander immer wieder neu ins Gespräch kommt. Des Weiteren wünsche ich der Gemeinde, dass sie sichtbar ist über die beiden Kirchtürme hinaus, hineinwirkt in die Stadt und dass sie ein selbstverständlicher Teil ist im Gemeinwesen. Das wünsche ich auch der Stadt.

Vielen Dank für das Gespräch!

Seit Mai 2020 teilt sich das Pfarrerpaar Linda und Nikolai Jünger eine Pfarrstelle in Werder (Havel). Zuvor besetzten sie für vier Jahre zwei volle Pfarrstellen in Wittstock. Dadurch war die Zeit für die gemeinsame Tochter sehr gering. Deshalb wechselten Linda und Nikolai Jünger im Frühjahr des vergangenen Jahres in die Blütenstadt und bezogen das Pfarrhaus auf der Insel. 

Ab März werden Linda und Nikolai Jünger zunächst für die Zeit der unbesetzten Stelle von Pfarrerin Andrea Paetel beide Pfarrstellen der Kirchengemeinde führen. 

Die evangelische Heilig-Geist-Kirchengemeinde Werder (Havel) umfasst 3200 Mitglieder mit zwei Predigtstellen. (wsw)

Impftermine ab sofort für Grundschul-Lehrer und Erzieher

Land Brandenburg, 1. März 2021 – Brandenburger im Alter von 18 bis 64 Jahren, die in der Kindertagesbetreuung, in der Kindertagespflege, in der Primarstufe oder in Förderschulen tätig sind, haben mit einer Arbeitgeberbescheinigung ab sofort auch die Möglichkeit, auf der Online-Plattform www.impfterminservice.de einen Termin für ihre Corona-Schutzimpfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca zu buchen.

Damit setzt das Land Brandenburg die Änderung der Coronavirus-Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums vom 24. Februar 2021 unmittelbar um. Es steht ein begrenztes Kontingent an freien Terminen für die Online-Buchung zur Verfügung. Am Freitag (26.02.) wurden die ersten 11.280 Impftermine für Online-Buchungen freigeschalten, weitere 17.280 folgen am Dienstag (02.03.).

Bereits seit Freitag (26.02.) können zum Beispiel Pflegekräfte und Personen, bei denen aufgrund einer schweren Vorerkrankung oder Behinderung sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS CoV-2 besteht, online auf der Plattform www.impfterminservice.de einen Termin für ihre Corona-Schutzimpfung in einem Brandenburger Impfzentrum mit dem AstraZeneca-Vakzin buchen.

In Impfzentren werden nur Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren geimpft, die ihre Impfberechtigung mit einer Arbeitgeberbescheinigung oder einem ärztlichen Zeugnis nachweisen können und einen Impftermin online vereinbart haben. Das Bildungsministerium hat einen Vordruck für die Arbeitgeberbescheinigung für Personen, die in der Kindertagesbetreuung tätig sind, auf seiner Internetseite und für Personen, die in Grund- oder Förderschulen tätig sind, im Schulportal zum Download eingestellt.

Außerdem haben alle Träger von Kindertagesstätten und die Jugendämter mit einem Schreiben Informationen zum Impfangebot erhalten. Die Schulen werden ausführliche Informationen zur Schutzimpfung mit AstraZeneca per E-Mail erhalten.

In Ergänzung des Angebots sollen auf Anregung der Kommunen zunächst in ausgewählten Krankenhäusern Impftage für Personen, die in der Primarstufe und Förderschulen tätig sind, durchgeführt werden. Bereits in der kommenden Woche werden die ersten Kliniken Impftage anbieten.

Hintergrund

Den Impfstoff von AstraZeneca zeichnet eine hohe Wirksamkeit und umfangreich geprüfte Sicherheit aus. Das geht aus einer aktuellen Übersicht des Paul-Ehrlich-Instituts (Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel) hervor. Der Impfstoff verhindert in der Mehrzahl der Fälle eine COVID-19-Erkrankung.

Sollte ein Geimpfter doch erkranken, verhindert er schwere Verläufe einer COVID-Infektion und rettet damit Leben. Kein Teilnehmer der Zulassungsstudien musste stationär behandelt werden.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt, den AstraZeneca-Impfstoff nur Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren, da zur Beurteilung der Impfeffektivität ab 65 Jahren bisher noch keine ausreichenden Daten vorliegen. Aus diesem Grund können erste Personengruppen im Alter von 18 bis 64 der Priorisierungsstufe 2 („hohe Priorität“) ein Impfangebot erhalten.

Die mRNA-Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna erhalten aktuell Personen im Alter von über 65 Jahren, die zu der Priorisierungsstufe 1 („höchste Priorität“) gehören. Dazu gehören alle Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben, sowie Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeeinrichtungen. (MSGIV)

Weitere Informationen im Internet: https://brandenburg-impft.de

Mein Werder (268): Lydia Arndt

Kurz & Knackig

Name: Lydia Arndt
Alter: 33
Wohnort: Werder
Wie lange leben Sie schon in Werder? Seit 2012
Haben Sie Kinder? Ja, vier. Sie sind 14, 11, 4 und 1 Jahr alt.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder bietet so ziemlich alles, was man sich wünscht. Wir haben wunderschöne, ruhige Ecken, in denen die Zeit stillstehen kann. Trotz des Urlaubsfeelings „direkt vor der Tür“, haben wir alle Schulen, Kindergärten, Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte vor Ort und eine sehr gute Anbindung an die nächstgrößeren Städte. Für mich gibt es keinen alternativen Wohnort mehr und ich lade alle Fremden herzlich ein, sich Werder anzusehen und sich einen eigenen Eindruck zu machen.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich arbeite bei der zweitgrößten Gewerkschaft Deutschlands. Ansonsten habe ich vier Kinder, einen Kater und ein Haus, da bleibt gar nicht so viel Zeit für anderes. Ich verbringe viel Zeit mit den Vätern meiner Kinder. Einer davon ist mein Mann, der andere ein gern gesehener Freund und Gast in unserem Haus. Im Sommer sind wir viel und gern draußen, ohne Corona haben wir auch immer gern Besuch. Bei uns ist also wirklich immer was los. Und die Zeit, die ich dann noch habe, verbringe ich mit dem Nähen.

Was würden Sie lieber machen?
Ich würde gar nichts lieber machen. Aber ich hätte gerne, dass so ein Tag mehr Stunden hat. Damit ich für alles mehr Zeit habe.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Ja. Tatsächlich liebe ich das kleine Stück an der Regattastrecke hinter den Gärten und gegenüber von der kleinen Badestelle. Dort ist eine ganz kleine Grünfläche, direkt am Schilf, etwas abgelegen. Da sitze ich im Sommer sehr gern ganz alleine und schaue aufs Wasser.

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Ich glaube das kann ich so gar nicht sagen. In Werder lohnen sich immer lange Spaziergänge. So viele Orte sind so sehenswert, da will ich mich gar nicht festlegen.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Beides. ☺ Aber tatsächlich am allerliebsten den Festumzug. Meine großen Kinder sind bei den Pirates Cheerleader, sodass ich bei den letzten Umzügen immer mittendrin, statt nur dabei war. Tagsüber sitze ich sehr gern in den Gärten mit Wein und Flammkuchen. Aber ich gestehe, abends gehe ich auch gerne auf den Rummel. Nach Hause kann ich ja dann immer laufen. Und wenn ich die Fragen einfach in der Gegenwart beantworte, wird es ganz bestimmt bald wieder irgendeine Form des Baumblütenfestes geben. Ich hoffe es sehr.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Ich liebe den Wein von Schultzens Siedlerhof. So lang ich mich erinnern kann, haben wir immer nur den Wein von da getrunken. Und wir holen uns auch regelmäßig Wein direkt vom Siedlerhof. Mein Lieblingswein ist die Rote Lola und schwarze Johannisbeere. Im Winter liebe ich den Glühwein von da. Ein kleiner Ausflug nach Glindow zum Hof lohnt sich immer!

Sie – ganz speziell

Sie sind Mama von vier Kindern und gerade wieder zurück aus der Elternzeit in Ihren Berufsalltag gestartet. Wie geht es Ihnen damit?
Mein Mann und ich arbeiten beide in Berlin, da müssen wir natürlich jeden Tag gut organisieren. Das klappt aber in den meisten Fällen ganz gut, wir sind ein gutes Team. Ich habe zum Glück auch eine ganz großartige Familie hier im Ort. Meine Mama holt zum Beispiel jeden Tag die beiden kleinen Kinder aus dem Kindergarten ab. Das entlastet uns sehr! Auch der Papa meiner beiden großen Kinder springt ein, wenn kleine Alltagskatastrophen mit den kleinen Kindern eintreten. Und meine beiden großen Kinder sind sehr selbstständig und aufmerksam, sodass am Ende eines jeden verrückten Tages doch alle sauber und satt in ihren Betten liegen. Egal wie.

Ihre große Leidenschaft ist das Nähen. Unter Ihrem Pseudonym „Faden Frida“ betreiben Sie einen Blog und eine Facebook-Seite, auf denen Sie immer wieder über neue Nähkreationen informieren. Woher kommt Ihre Begeisterung für Nadel und Faden?
Ich bin eher durch Zufall zum Nähen gekommen. Vor vielen Jahren hatte ich eine Nähmaschine auf dem Tisch, weil ich für eine Demo ein Transparent umgenäht habe. Das war einfach nur eine gerade Naht. In den folgenden Jahren habe ich viel gelesen, online Kurse besucht, in sämtlichen Foren mitgelesen. Heute bin ich zwar noch immer nur eine Hobby-Näherin, aber ich habe meine Freude an Stoffen, Schnitten und Ergebnissen gefunden. Ich liebe es, einen schönen Stoff einfach zu dem zu machen, was mir letztlich passt und gefällt. Und praktisch ist es auch noch – weder ich, noch mein jüngstes Kind passen in der Regel in Kleidung „von der Stange“. Also näh ich das eben selbst.

Welche Tipps haben Sie für Nähanfänger*innen parat?
Nicht aufgeben! Nähen ist nicht einfach nähen. Wer nicht näht, kann das wahrscheinlich auch nicht nachvollziehen, wie viel Arbeit manchmal hinter einzelnen Projekten steht. Und wir haben alle Rückschläge erlebt und wahrscheinlich auch mehr als ein Mal für die Tonne genäht. Aber nach den Jahren glaube ich, dass es in dem Bereich kein Problem gibt, für das es nicht auch eine Lösung gibt. Bleibt dabei und fragt im Zweifel, wenn ihr mal nicht weiterkommt. Es gibt so viele Näherinnen, manchmal vermutet man es gar nicht. Wenn ich kann, antworte ich natürlich auch sehr gern auf Instagram oder Facebook.

Sie sind stellvertretende Vorsitzende im Kita-Ausschuss. Welche Aufgaben übernehmen Sie dort und wie sieht Ihr Engagement aus?
Im Moment versuchen wir natürlich alle, so gut es geht durch diese Corona-Zeit zu kommen. In erster Linie versuchen wir im Kita-Ausschuss ein Bindeglied zwischen Elternschaft, externen Zusatzangeboten und Kitaleitung/Träger zu sein. Und aktuell sind wir tatsächlich damit beschäftigt, irgendwie einen sicheren und vielleicht auch wieder gewohnten Kita-Alltag herzustellen.

Womit verbringen Sie Ihre freie Zeit am liebsten – abgesehen vom Nähen?
Also wenn wir wirklich irgendwann mal Zeit haben, sind mein Mann und ich Serien-Gucker. Gerade in den Wintermonaten schauen wir uns gerne ganz unspektakulär folgenweise Serien an. Im Sommer grillen wir gern und sitzen lange im Garten.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Eine schwierige Frage, gerade zu Corona-Zeiten. Ich würde mir wünschen, dass wir noch ein bisschen durchhalten und am Ende alle aus dem letzten Jahr irgendwas lernen, jeder für sich selbst. Ich wünsche mir wieder mehr Optimismus und mehr gute Laune, damit ist vieles leichter. Und ganz egoistisch wünsche ich mir für mich tatsächlich ein Haus mit einem großen Garten mit immer offenen Türen.

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Ab wann ist man denn so richtig berühmt? Ich würde gerne mal mit Guido Maria Kretschmar und Joko Winterscheidt einen Kaffee trinken gehen. Ich liebe es, während dem Nähen Podcasts zu hören und die beiden haben mich menschlich tatsächlich so berührt, dass ich das gern vertiefen würde.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
„Mein erstes Fühlbuch“ von meinem Sohn und eine Kreuzworträtsel-Zeitung.

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Nein, Vorbilder im Sinne von „so möchte ich auch gern sein“ habe ich nicht. Ich finde es gut, wenn jeder sich selbst treu bleibt, ich mag tolerante Menschen und gebe das auch meinen Kindern mit. Aber ich möchte niemandem nacheifern oder „gleich“ sein. Das frustriert mich am Ende bestimmt nur, wenn ich es nicht schaffe.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie?
Als bekennender Serien-Junkie beschränke ich mich darauf: Ich habe natürlich Game of Thrones gesehen und geliebt. Und, als völliges Kontrast-Programm: Velvet. Eine Serie über eine Näherin in den 1950er Jahren.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Also wenn, habe ich es noch nicht entdeckt

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Ja natürlich. Meine Mama hatte immer Hunde und ich selbst habe einen Siam-Kater. Wenn ich irgendwann mal ganz viel Platz habe, ziehen zwei Main Coon bei mir ein. Das sind diese riesigen Katzen, die aussehen wie kleine Löwen.

Sicher durch den Stadtwald spazieren

Werder (Havel), 26. Februar 2021 – Der Stadtwald ist ein beliebtes Ausflugsziel, nicht nur für Werderaner. Wir haben uns zum Beispiel im September des letzten Jahres auf die Spuren des Werderaner Parkwächters Oswald Rößler begeben. Hier geht es zum Beitrag. Doch man erkennt bei einem Besuch des grünen Herzens von Werder schnell, die Vegetation leidet.

Viele alte Bäume haben in den vergangenen Trockenjahren an Vitalität eingebüßt. In einer alten Eiche hat sich ein gewaltiger Ast gelöst und hängt nun trocken wie am seidenen Faden in der Krone. Eine Robinie hat sich schrägt über einen Seitenweg gelegt. Ganz ungefährlich scheint es nicht, hier langzugehen: Der Wald wird von vielen Werderanern als Erholungsraum genutzt. Doch die Stadt als Waldeigentümer ist bereits aktiv geworden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Auch wenn im Wald selbst keine Verkehrssicherungspflicht besteht, zu den angrenzenden Privatgrundstücken und Straßen aber schon. „Die Stadt hat deshalb Firmen beauftragt, die im Winter die Verkehrssicherheit in diesen Bereichen hergestellt haben“, sagt Werders 1. Beigeordneter Christian Große. Dabei mussten in einigen Bereichen Arbeitsgassen angelegt werden. „Diese sind künftig als Wege nutzbar.“ Das Gröbste ist geschafft, die Arbeiten sind damit aber nicht abgeschlossen.

Da der Stadtwald ein wichtiger Anlaufpunkt für die Werderaner ist, die eine Runde an die frische Luft wollen, werden in den nächsten Monaten auch einzelne Bäume gefällt, die auf häufig genutzte Wege zu stürzen drohen. „Zwar sagt die Rechtssprechung, dass das Betreten eines Waldes auf eigene Gefahr erfolgt und dies insbesondere für waldtypische Gefahren gilt. Wir sehen uns hier aber den Werderanern verpflichtet, die den Stadtwald zur Erholung nutzen“, so Christian Große.

In den nächsten Tagen werde damit begonnen, nicht mehr standsichere Bäume an den Wegen zu markieren. Nach und nach werden sie dann gefällt. Diese Arbeiten müssten voraussichtlich in den nächsten zwei Jahren fortgesetzt werden, um die Wege wieder sicherer zu machen. Gehölze außerhalb des Waldes zu fällen oder zu schneiden ist von März bis September verboten. „Im Wald ist das aber möglich und die Fachfirmen sind in ihrem Auftragsmanagement entsprechend darauf ausgerichtet“, so Christian Große.

Der Wald wird von der Stadt naturnah bewirtschaftet, eine gewisse Achtsamkeit bleibt beim Waldspaziergang geboten. Abseits der Wege werden auch absterbende Bäume nicht angefasst. Gefällte Bäume und Gehölze verbleiben größtenteils an Ort und Stelle. Teilweise sind daraus bereits Benjeshecken entstanden. So entsteht Lebensraum für zahlreiche weitere Vogelarten, kleine Säuger, für Reptilien und Insekten. (wh)

Von Null auf Grün – die Gartencenter und Baumschulen haben ab Montag wieder geöffnet

Diese schönen Krokusse wachsen einfach am Straßenrand. Wer seinen Garten oder Balkon mit duftenden Frühblühern verschönern möchte, wird ab 1. März wieder in den Gartencentern und Baumschulen fündig.

Werder (Havel), 26. Februar 2021 – Im Gartencenter Geltow stehen alle Zeichen auf „Wiedereröffnung”. Nachdem im Zuge der Schließzeit viele Mitarbeiter in die Kurzarbeit geschickt wurden, laufen jetzt die Vorbereitungen für die Öffnung am 1. März auf Hochtouren, um den Kundinnen und Kunden zum Start der neuen Woche das volle Sortiment anbieten zu können.

Am 23. Februar hat das Kabinett des Landes Brandenburg beschlossen, dass auch Gartencenter und Baumschulen zu Beginn des neuen Monats wieder öffnen dürfen. Die Freude bei den betroffenen Betrieben ist natürlich riesig. „Wir sind unglaublich erleichtert, dass sich die Landesregierung zur Öffnung der Gartencenter und Baumschulen entschieden hat”, freut sich Jana Habermann von der Potsdamer Blumen eG. “Gerade in Hinblick auf unsere Frühblüher aus unserer eigenen Gärtnerei, ist es dringend notwendig, dass wir unsere Türen wieder öffnen.”

Landwirtschaftsminister Axel Vogel begrüßt die Entscheidung zur Öffnung wie folgt: „Gartenbaubetriebe bieten in ihrem Sortiment einen großen Anteil an systemrelevanten Produkten wie Gemüsejungpflanzen und Sämereien an. Das einsetzende Frühlingswetter lockt die Menschen in die Gärten und weckt die Lust auf Garten- und Balkonarbeit. Vor diesem Hintergrund begrüße ich sehr, dass sich das Kabinett für eine Öffnung der Betriebe ausgesprochen hat. Damit reagiert Brandenburg auch auf die Regelungen, wie sie bereits in anderen Bundesländern getroffen wurden. Die Gartenbaubetriebe sind sich ihrer Verantwortung, die mit der Öffnung einhergeht, sehr bewusst. Viele haben bereits im vergangenen Jahr Hygienekonzepte erarbeitet.”

Und so wird es auch im Gartencenter Geltow strenge Hygienemaßnahmen geben. „Pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche darf nur ein Kunde bei uns sein. Wir regulieren das über die Anzahl der bereitgestellten Einkaufswagen. Das heißt, dass man nur Zutritt erhält mit einem Einkaufswagen”, erklärt Jana Habermann. „Zudem müssen unsere Kundinnen und Kunden natürlich eine medizinische Mund-Nase-Maske tragen, die Mund und Nase vollständig bedeckt.”

Für die Desinfektion der Einkaufswagen stehen am Eingang Desinfektionsmittel und Tücher bereit und ein Sicherheitsabstand auf den Verkaufsflächen von 1,50 Meter sollte ja bereits jedem in Fleisch und Blut übergegangen sein.

Viele Kundinnen und Kunden haben während der Schließzeit das Angebot des Gartencenters genutzt, die gewünschte Ware per Telefon zu bestellen und dann vor Ort abzuholen. “Vielen lieben Dank an alle, die uns in den vergangenen Wochen so unterstützt haben”, so Jana Habermann abschließend.

Wahrscheinlich werden ab Montag auch viele Berliner in die Gartencenter und Baumschulen Brandenburgs pilgern, in der Hauptstadt sind diese Geschäfte weiterhin geschlossen. Doch das Gartencenter Geltow fühlt sich gewappnet für die zu erwartenden Kundenströme. (wsw)

Dringende Verkehrsmeldung: Hauptdurchfahrtstraße in Werder gesperrt

Werder (Havel), 25. Februar 2021 – Nach einer Leitungshavarie auf der Phöbener Straße (Landesstraße L90) am Donnerstagnachmittag kann die Vollsperrung am heutigen Freitag gegen 14 Uhr wieder aufgehoben werden. Wegen weiterer Arbeiten an der Fahrbahndecke ist zwar auch in der kommenden Woche noch mit Verkehrsbeeinträchtigungen zu rechnen. Der Begegnungsverkehr bleibt aber zu jeder Zeit gewährleistet.

Bis zur Freigabe des Verkehrs wird eine weiträumige Umfahrung empfohlen. Eine Umleitung über Kemnitz wird ausgeschildert, für Lkw gibt es auf der Umleitungsstrecke eine Tonnagebegrenzung bis 24 Tonnen. Die Sperrung kann voraussichtlich am morgigen Freitag, 26.2., gegen 12 Uhr wieder aufgehoben werden. (wh)

Kitabeiträge werden im Januar tagesgenau abgerechnet

Werder (Havel), 24. Februar 2021 – Wie die Stadt Werder (Havel) soeben mitteilte, wird sie die Betreuung von Kindern in den kommunalen Kitas und Horten für den Monat Januar tagesgenau abrechnen. Eltern sollen also nur für die Betreuungstage Beiträge zahlen, an denen die Kinder tatsächlich in den Einrichtungen waren. Die entsprechenden Beitragsbescheide werden heute versandt.

Das Land Brandenburg hatte im Januar im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie angekündigt, den Kitaträgern ab 1. Januar entgangene Elternbeiträge zu erstatten, wenn die Kinder-Betreuung zu Hause erfolgt. Demnach sollen die Beiträge voll oder zur Hälfte erstattet werden, wenn Kinder nicht oder bis zu 50 Prozent betreut wurden.

„Wir werden in Werder über diese Regelung hinausgehen“, so der 1. Beigeordnete Christian Große. „Wer sein Kind in Werder im Januar beispielsweise nur zu 30 Prozent der Zeit in der Einrichtung hatte, der soll nicht 50, sondern 70 Prozent der Beiträge erstattet bekommen.“ Den Differenzbetrag zur Förderung des Landes werde die Kommune übernehmen.

„Gerade im Januar war durch die Entlastung unserer Einrichtungen eine Kontaktminimierung umsetzbar. Eltern, die ihr Kind zu Hause betreut haben, sollen das auch ausgeglichen bekommen“, so Christian Große. Die in der Beitragsabrechnung vom Januar entstehenden Guthaben sollen voraussichtlich im April verrechnet bzw. abgerechnet werden.

Die Betreuungsrate der kommunalen Kitas in Werder hatte im Januar bei 50 bis 60 Prozent gelegen, im Februar stieg sie auf 70 bis 80 Prozent. (wh)

Der Kampf gegen die sieben Windräder geht weiter

Eveline Kroll

Werder (Havel) OT Bliesendorf, 24. Februar 2021 – Am 9. Februar hat Eveline Kroll, die Ortsvorsteherin von Bliesendorf einen Karton mit wertvollem Inhalt an das Landesumweltamt übergeben: Im Kartoninneren waren insgesamt 365 schriftliche Erwiderungen zu den Einwendungen der Bürger*innen zum Bau von sieben Windkraftanlagen der FA. Notus energy.

Bis Anfang Februar fand eine Online-Konsultation anstelle des Erörterungstermins statt. „Die Online-Konsultation war sehr beteilungsunfreundlich“, ärgert sich die Bürgerinitiative Bliesendorf. 

„Die Frist war sehr kurz, die Lesbarkeit der ausgedruckten Unterlagen war nur mit Lupe möglich und die Einwände waren weder namentlich genannt noch vollständig.“

Doch trotz aller Schwierigkeiten haben sich viele Bürgerinnen und Bürger an der Online-Konsultation beteiligt, sodass am Ende 365 schriftliche Erwiderungen gezählt werden konnten. 

„Wir werden weiter gegen die 244 Meter hohen ‘Industriegiganten’ im Wald bei Glindow und Bliesendorf kämpfen, um unsere Erholungsorte und die Natur zu erhalten“, heißt es in der Pressemitteilung der Bürgerinitiative Bliesendorf im Waldkleeblatt-Natürlich Zauche e.V. (e.k.)

Der Full-Service-Dienstleister für Freizeitfahrzeuge

Werder (Havel), 23. Februar 2021 – Auf dem Gelände des Caravan Zentrums Havelland in den Werderaner Havelauen gibt es wohnmobiltechnisch nichts, was es nicht gibt. Hier reihen sich Neufahrzeuge an Gebrauchtwagen, moderne Wohnmobile an betagtere Caravans, die schon viel von der Welt gesehen haben. 

Inhaber des Caravan Zentrums Havelland ist Robert Wendt. Als gelernter Automobilkaufmann kann der 40-Jährige auf einen großen Erfahrungsschatz, unter anderm bei BMW und Mercedes, zurückgreifen. Im Jahr 2017 eröffnete er das Caravan Zentrum, das sich schnell zu einer der ersten Adressen rund um Wohnmobile in unserer Region entwickelte. „Bei uns gibt es alles, was beim Caravaning Sinn macht – nicht mehr und nicht weniger“, beschreibt Robert Wendt das umfassende Angebot. 

Dieses reicht von Werkstatt-Leistungen über einen Zulassungs-Service bis hin zur Aufbereitung von Wohnmobilen und -wagen. Immer im Fokus: Die Zufriedenheit der Kunden. „Als Full-Service-Dienstleister decken wir das gesamte Spektrum rund um Caravans ab. An erster Stelle steht hierbei die umfassende Beratung unserer Kunden“, so der Inhaber. 

Insgesamt elf Mitarbeiter beschäftigt Robert Wendt hier am Werderaner Standort: „Wir sind immer auf der Suche nach engagierten und natürlich caravanbegeisterten Mitarbeitern! Sie teilen unsere Passion für Freizeitfahrzeuge? Dann bewerben Sie sich!“

Die Investition in ein Reisemobil sollte gut überlegt sein. Wenn man hierfür einen kompetenten Partner an seiner Seite hat, steht dem nächsten Caravan-Urlaub nichts mehr im Weg! (wsw)

Genuss-Manufaktur auf Werders Insel

Werder (Havel), 22. Februar 2021 – Das alte, geschichtsträchtige Gebäude an prominenter Stelle auf Werders Insel beherbergt seit Oktober 2020 ein Paradies für Liebhaber feinster Kaffee-Köstlichkeiten. „Mit unserem Kaffee Kontor sind wir im vergangenen Jahr direkt von Null auf 100 durchgestartet. Wir tragen uns schon nach den ersten Monaten selbst. Offensichtlich haben wir mit unserem Angebot den Geschmack der Werderaner getroffen“, freut sich Michael Scheibe.  

Der Innenraum versprüht internationales Kaffeehaus-Flair.

Mit Glück hat der Erfolg nur wenig zu tun. Michael Scheibe ist in der Gastronomie kein Unbekannter. Viele Jahre arbeitete der gebürtige Werderaner für LVMH Moët Hennessy – Louis Vuitton SE, den weltweiten Branchenführer der Luxusgüterindustrie. 

Angefangen hat alles mit einem Studium der Wirtschaftspädagogik in Berlin. Nebenher jobbte der junge Student in einer Eventagentur, sein großes Hobby: Spirituosen. „Das mag jetzt vielleicht etwas seltsam klingen, aber ich liebe alles Hochprozentige. Schon bei kleinen Mengen der Brände, passiert geschmacklich ganz viel“, verrät uns Michael. Sechs Wochen ist er nach seinem Studium dann, nur mit einem Rucksack bepackt, durch Schottland marschiert. 26 Destillerien hat er sich in dieser Zeit angeschaut und natürlich auch den einen oder anderen feinen Tropfen probiert. „Als ich wieder zurück in Deutschland war, wollte ich natürlich allen von meinen Erfahrungen berichten, und so habe ich im Pub à la Pub in der Breiten Straße in Potsdam Whiskyverkostungen angeboten.“ 

Durch Events im Berliner KaDeWe wurde LVMH auf Michael Scheibe aufmerksam. Im Jahr 2009 war er mit gerade einmal 27 Jahren der jüngste Markenbotschafter für Single Malt Whisky in Deutschland. „Ich habe Barkeeper und Sommelier geschult, habe auf Messen gearbeitet und eine Weinfachberater-Ausbildung gemacht. Dann war ich von 2013 bis 2018 fest im LVMH-Konzern angestellt und habe im Sales-Team die Gastronomie von Berlin betreut.“

Doch eine funktionierende Work-Life-Balance ist in so einem großen Konzern mit großer Verantwortung wahrlich nicht einfach. „Als mein heute zehnjähriger Sohn noch klein war, war ich unglaublich viel in Deutschland unterwegs. Während der Elternzeit meiner Tochter im Jahr 2017 bin ich dann zu dem Entschluss gekommen, dass eine 60-70 Stunden Woche im Angestelltenverhältnis nicht mehr das richtige für mich ist.“

Gesagt getan, kündigte er sein Arbeitsverhältnis und ließ fortan Champagner, Whisky und Jet-Set hinter sich. Am 1. April 2018 pachtete Michael Scheibe das Hotel Prinz Heinrich in der Fischerstraße, direkt am Wasser. „Das Hotel läuft wirklich super und viele Gäste, nicht nur von außerhalb, genießen den Blick von unserer Havelterrasse“, freut sich der Unternehmer. 

Doch dann kam die Pandemie und mit ihr verbunden zahlreiche Einschränkungen für das Gastronomie- und Hotelgewerbe. „Als wir im März 2020 die Nachricht erhielten, dass wir schließen müssen, war das natürlich erstmal ein Schock. Doch aus unternehmerischer Sicht war uns schnell klar, dass Corona keine Eintagsfliege ist, sondern uns länger begleiten wird. Wir mussten also lernen, mit den Einschränkungen umzugehen. Um über die Runden zu kommen, mussten wir uns ein zweites Standbein aufbauen, doch an Kaffee war da noch nicht zu denken“, erinnert sich Michael. „Wir waren auf der Suche nach einer neuen Rösterei, die uns Kaffee für das Hotel liefern sollte. Mit unserem vorherigen Zulieferer aus Berlin waren wir nicht mehr ganz so zufrieden, etwas lokales musste her. Tja, und dann kam uns die Idee, einfach selbst zu rösten und den Kaffee dann im Hotel anzubieten.“ 

Schnell war der Kontakt zum Lendelhaus hergestellt – in der Werderaner Gastronomie- und Hotelszene ist man bestens vernetzt – und somit stand zeitnah fest: Ein Kaffee Kontor sollte das zweite Standbein werden. 

„Seit ich denken kann, finde ich alles Sensorische unglaublich spannend, und Kaffee ist mit seinem Duft und seinem Aroma hier natürlich keine Ausnahme. Meine Frau und ich sind schon lange Kaffeeliebhaber und immer auf der Suche nach neuen Röstereien und Kaffees gewesen. Eine Kaffeebohne von Grün auf Braun zu rösten, bekommt man auch mit der Pfanne zu Hause hin, das schmeckt dann halt nur nicht besonders gut und eine konstante Qualität erreicht man damit auch nicht. Also musste ich mich erstmal in die Thematik des Röstens einlesen“, beschreibt Michael die Anfänge.

Die Kunst des Kaffeeröstens kann man in keinem Studium erlernen, sondern nur durch Ausbildungen und Workshops. „Ich habe meine Röstmeisterausbildung in Stendal gemacht. Schwierig ist, dass dir keiner erzählt, wie es richtig funktioniert – Betriebsgeheimnis. Fundierte deutschsprachige Literatur gibt es hierzu auch nicht. Ich habe mir englische Literatur besorgt und nehme zur Zeit an einem holländischen Onlinekurs teil, für den ich abends am Rechner Workshops via Zoom absolviere. Aber wenn man keine zehnjährige Rösterhistorie mitbringt, fällt des Vernetzen mit den anderen Röstmeistern schwer.“  

Doch auch ohne Vernetzung konnte Michael für seinen Kaffee Kontor eine großartige Auswahl verschiedener Kaffeesorten zusammenstellen. Sein Erfolgsrezept? „Schmecken, schmecken, schmecken. Und das immer wieder. Man kann schnell aus einem sehr guten Kaffee ein echt schlechtes Getränk machen – umgekehrt geht das nicht. Einmal die Woche brühen wir alle Kaffeesorten auf und probieren uns durch. Nur so schult man den Geschmack. Mittlerweile sind wir alle ganz gut trainiert, aber wir befinden uns natürlich immer noch in der Lernphase.“ 

Zu wissen, ob die Bohne nun links oder rechtsrum, vorne heiß und hinten flach geröstet werden muss, gehört zum Lernprozess dazu. Und da es sich bei der Kaffeebohne um ein Naturprodukt handelt, ändern sich die Eigenschaften von Charge zu Charge. „Ich vergleiche das Kaffeerösten gerne mit einem großen Mischpult für Musik. Auf diesem Mischpult gibt es unzählige Knöpfe, die man verstellen kann. Wenn man keine Ahnung hat, ist es zwar durchaus möglich, gute Töne zu treffen, die Chance ist jedoch recht gering, die gleiche Melodie noch einmal zu spielen. Und um bei der musikalischen Metapher zu bleiben: Ich sehe unsere Kaffeesorten als erfolgreiche Solisten aus Brasilien, Guatemala, Kolumbien, Peru, Nicaragua und Kenia. Ihre Bandbreite reicht von mild und nussig bis hin zu schokoladig kräftig. Doch gelegentlich muss es auch mal die ganze Band und nicht nur ein Solist sein. Hierfür haben wir die Kaffeesorten ‚Sonntagskaffee‘, ‚Blütenstadt‘, ‚Friedrich der Große‘ und ‚Havelperle‘ komponiert.“ Und das mit Erfolg: Allein zwischen dem 10.10.2020 und dem 31.12.2020 wurden im Kaffee Kontor 1500 Kilogramm Kaffee verkauft.

Zur Zeit röstet der Kaffee Kontor noch in einer Lohnrösterei in Stendal, die Produktion ist also ausgelagert. Doch schon im März zieht ein 500-Kilo-schwerer Röster in das Lendelhaus ein. „Es passen etwa 10 Kilo Rohkaffee in den Röster, ein Röstvorgang dauert zwischen 15 und 20 Minuten, bis die Bohnen knacken“, erklärt der Werderaner Röstmeister. Bei dem erfolgreichen Absatz der verschiedenen Kaffeesorten wird es rund um das Lendelhaus wahrscheinlich sehr oft köstlich nach gerösteten Kaffeebohnen duften. 

Neben allerlei Kaffee-Spezialitäten gibt es im Kaffee Kontor auch noch selbst gemachten Kuchen, Limonade und Säfte zum Genießen sowie Allerhand zum Staunen, wie zum Beispiel historische Kaffeemühlen und Kunstwerke des ansässigen Malers Peter-Josef Weymann.

„Ich backe die Kuchen tatsächlich alle selbst. Nicht aus reiner Backlust, sondern weil es einfach kein vergleichbares Industrieprodukt gibt, das unsere Ansprüche erfüllt. Wir setzen nicht nur bei unserem Kaffee hohe Standards, sondern bei allem, was wir hier im Kontor und auch im Hotel Prinz Heinrich anbieten. Gerade der Bezug zum Lokalen ist uns wichtig. Die Tische und die Theke hier im Kontor stammen z.B. von Ziemann Metallbau aus Werder“, erklärt uns Michael bei einem Rundgang durch seine Räumlichkeiten im Lendelhaus. „Wir verkaufen hier nicht einfach nur Kaffee, sondern einen Gesamteindruck.“ 

Der „Sonntagskaffee“, die „Havelperle“ und ihre koffeinhaltigen Companions sind auch im Derwitzer Hofladen, auf dem Obsthof Lindicke, im Petzower Sanddorngarten und im Edeka-Markt von Katrin Schneider erhältlich. „Hier im Kontor sind wir ein Team von fünf Personen. Wir füllen unseren Kaffee alleine ab und bekleben die Kaffeetüten selbst. Es ist reine Handarbeit. Das Team, mit dem ich zusammenarbeite, ist wirklich großartig! Glücklicherweise sind wir so gut ausgelastet, dass trotz Lockdown alle Mitarbeiter in Lohn und Brot stehen. Wir suchen sogar noch neue Mitarbeiter für das Kontor und das Hotel“, verrät der Geschäftsführer. 

Die Betriebsleitung des Kontors wird Michael Scheibe in naher Zukunft an Bruno van Dyck abgeben. Der Franzose lebt in Werder (Havel) und kann auf eine facettenreiche Gastronomie-Erfahrung zurückblicken. Michael wird sich dann wieder auf das Hotelbusiness fokussieren.

Bruno van Dyck ist der zukünftige Betriebsleiter des Kaffee Kontors Werder

Sobald das Kaffee Kontor wieder seinen Gastraum öffnen darf – bisher sind nur Außer-Haus-Verkäufe erlaubt – sollen in den stilvollen Räumlichkeiten mit historischem Charme Kaffeeverkostungen und Baristakurse stattfinden. „Ich kann mir auch gut vorstellen, dass man im Sommer den Innenhof mit Saxophon-Musik bespielt, einen schönen Riesling anbietet und einfach gemeinsam mit den Gästen eine stimmungsvolle Zeit hat. Momentan steht natürlich unser Kaffee im Vordergrund und den machen wir auch ziemlich gut“, schmunzelt der 38-Jährige. 

Eine Arbeitswoche, die über die Regelarbeitszeit von etwa 40 Stunden hinausgeht, hat Michael Scheibe auch heute noch. „Ich kann heute aber viel abends machen, wenn die Kinder schlafen. Dafür können wir morgens gemeinsam frühstücken. Das ist für mich purer Luxus. Und ich habe eine tolle Frau, die mir den Rücken stärkt. Einer meiner ersten Chefs sagte mir einmal: ‚Gehe morgens gerne zur Arbeit und beeile dich, nach Hause zu kommen.‘ An diese Devise halte ich mich.“ 

Zum Abschluss wollten wir von Michael noch wissen, welches denn sein Lieblingsgetränk ist, wo er doch so viele Erfahrungen mit Whisky, Champagner und Kaffee hat? „Es gibt so viele unterschiedliche Momente, in denen ich unterschiedliche Getränke bevorzuge. Ich liebe einen sensationellen Kaffee am Morgen oder ein Glas Champagner begleitend zu Austern. Und manchmal muss es einfach ein kühles Bier sein. Aber meistens trinke ich Wasser.“ (wsw)

Mein Werder (267): Fanny Kinkel

Kurz & Knackig

Name: Fanny Kinkel
Alter: 43
Wohnort: Werder
Wie lange leben Sie schon in Werder? Ich bin in Werder aufgewachsen und liebe es hier zu wohnen.
Haben Sie Kinder? Ja, Felix ist 10 Jahre alt und Lilly ist 13 Jahre alt.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder liegt perfekt vom Wasser umgeben, inmitten der Natur und dennoch vor den Toren von Berlin und Potsdam. Also der ideale Ausgangspunkt, um seinen Urlaub zu beginnen.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
In den Sommermonaten bin ich jeden Tag auf dem Campingplatz „Blütencamping Riegelspitze“. Neben viel Büroarbeit kümmere ich mich täglich um die Sorgen, Nöte und Wünsche der Gäste. Ich bin eigentlich „Mädchen für alles“, kümmere mich um die Finanzen, habe ein offenes Ohr für Gäste und Mitarbeiter und springe im Notfall überall ein.

In den Wintermonaten bin ich fast täglich im Büro und erledige die täglichen Schreibarbeiten. Ich plane mit meinem Team die neue Saison und hoffe, dass meine neuen Ideen und Projekte bei meinen Mitarbeitern/innen Gefallen finden. Meine Ideen müssen meistens von unseren Hausmeistern und der Rezeption in den Wintermonaten umgesetzt werden. Und ich kann sagen, ich habe immer viele Ideen, die nicht immer sofort auf Begeisterung stoßen. Aber es gibt ein tolles Sprichwort: „Wer rastet, der rostet“. Unsere Gäste freuen sich jedes Jahr über die vielen kleinen und großen Veränderungen.

Was würden Sie lieber machen?
Ich würde nichts lieber machen, als auf dem Campingplatz zu arbeiten.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Im Sommer bin ich gerne auf dem Wasser unterwegs, entweder mit meinem SUP oder mit dem Boot. In den Wintermonaten gehen wir sehr viel spazieren und erkunden die Umgebung von Werder. Des Weiteren sind wir viel mit unseren Fahrrädern unterwegs. Am liebsten auf dem Panoramaradweg oder auf dem Havelradweg.

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Selbstverständlich auf unserem schönen Campingplatz und auf der Insel.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Auf alle Fälle Muckergarten. Jedes Jahr zur Baumblüte unternehmen wir mit den Kindern regelmäßig eine Fahrradtour über die Obsthöfe und genießen den Obstwein in den Obstplantagen unter den blühenden Bäumen.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Definitiv Himbeerwein!

Sie – ganz speziell

Wie lange gibt es den wunderschönen Blütencampingplatz Riegelspitze denn schon?
Den Campingplatz gibt es schon seit 1962. Damals wurde noch in den Obstplantagen gezeltet. Seit 1972 hat den Campinglatz meine Mutter geleitet. Diese war bei der Stadt Werder in der Verwaltung angestellt und für das Erholungswesen zuständig. Nach der Wende hat meine Mutter sich selbstständig gemacht und den Campingplatz übernommen.

Sind Sie als Kind auch schon auf den Campingplatz gefahren?
Ich bin sozusagen als Kind hier aufgewachsen und habe meiner Mutter in den Ferien immer geholfen. Wir sind auch nie im Sommer in den Urlaub gefahren, da waren wir immer auf dem Campingplatz. Deshalb ist der Winter für uns etwas ganz Besonderes und wir lieben die Kälte und den Schnee.

Was macht für Sie den perfekten Tag auf einem Campingplatz aus?
Der perfekte Tag ist, wenn die Sonne scheint, die Technik funktioniert, alle Mitarbeiter motiviert zu Arbeit kommen, der Campingplatz gut besucht ist, die Gäste freundlich sind und ihren Aufenthalt bei uns genießen.

Corona ist auch bei Ihnen in der vergangenen Saison sicher ein großes Thema gewesen. Wie sind Sie mit den ganzen neuen Anforderungen umgegangen und gibt es schon Neuigkeiten für die neue Saison? Werden noch tatkräftige Mitarbeiter gesucht?
Corona ist immer noch ein großes Thema. Viele Gäste sind unsicher, ob und wann man wieder reisen darf. Das macht auch unsere Arbeit in der eigentlich stärksten Buchungszeit schwierig. Trotz der späten Öffnung im letzten Jahren waren wir dennoch insgesamt mit der Saison zufrieden. Wir haben aus der schwierigen Situation gelernt und viele neue Ideen umgesetzt. Schon in den letzten Jahren haben wir viel in neue Technik investiert und das kam uns jetzt zugute. So konnte man bereits im letzten Jahr kontaktlos bei uns an- und abreisen. Vieles haben wir in den Wintermonaten noch optimiert, so dass es ab der neuen Saison noch besser funktioniert.

Unsere Mitarbeiter arbeiten jetzt schon wieder fleißig auf dem Campingplatz und bereiten die neue Saison vor. Wir bauen gerade unsere Camperküche und unsere Rezeption um. Des Weiteren haben wir wieder viel in die Außenanlagen investiert und all unsere Ferienhäuser haben einen neuen Innenanstrich erhalten. Ab der neuen Saison kann man bei uns auch Wohnmobile mieten. Unsere Flotte umfasst zwei neuwertige Wohnmobile. Eines besonders für Familien mit bis zu drei Kindern und eines sehr luxuriös für zwei Erwachsene und ein Kind. Weitere Infos dazu gibt es auf unserer Internetseite.

Für die neue Saison suchen wir noch dringend Reinigungskräfte für unsere Sanitärgebäude, aber auch für unsere Ferienhäuser. Egal ob Minijob, Teilzeit oder Vollzeit. Die ideale Arbeitszeit ist von 9 bis 14 Uhr. Wer uns auch nur an zwei bis drei Tagen in der Woche unterstützen kann, ist herzlich bei uns willkommen.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Dass sich das Leben wieder normalisiert, die Kinder die Schule besuchen dürfen, wir wieder Freunde treffen können, dass man wieder verreisen kann und dass viele Unternehmer*innen diese schwierige Zeit gut überstanden haben und ihre Geschäfte wieder öffnen können –  ohhhh, es sind fünf Wünsche geworden, aber alle sind wichtig.

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Roland Trettl, um mit ihm zusammen zu kochen.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Kalte Havel von Tom Pieper

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Meine Mama ist mein Vorbild. Sie hat kein Risiko gescheut, Mut gehabt, gerne organisiert und mit dem Campingplatz einen Grundstein für mich und meine Familie gelegt.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie?
Suits

Haben Sie ein verborgenes Talent?
In meiner Freizeit gehe ich mit meinem Mann tanzen bzw. sind wir in einer Tanzschule in Geltow angemeldet. Das macht sehr viel Spaß, ist Abwechslung und wir genießen die gemeinsame Zeit.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Ich liebe Tiere, aber nicht zu Hause.

Landkreis ermittelt neue Bodenrichtwerte

Screenshot vom Boris Portal. Die Preise werden im März im Portal Boris aktualisiert.

Potsdam Mittelmark, 19. Februar 2021 – Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Landkreis Potsdam-Mittelmark hat 338 Bodenrichtwerte für baureifes Land und sechs Bodenrichtwerte für land- und forstwirtschaftliche Flächen zum Stichtag 31.12.2020 ermittelt und beschlossen.

Die Bodenrichtwerte spiegeln den Grundstücksmarkt des Jahres 2020 wider. Für 43 Bodenrichtwertzonen bleibt das Preisniveau gegenüber dem Vorjahr unverändert. In 269 Bodenrichtwertzonen wurden die Bodenrichtwerte um 1 €/m² bis 130 €/m² angehoben.

Eine Erhöhung der Bodenrichtwerte um 1 €/m² bis 10 €/m² wurde 154-mal vorgenommen. Hier sind die Steigerungen um 1 % bis zu 16 % zum Vorjahr zu verzeichnen. In 115 Gebieten wurden Bodenrichtwerte um 12 €/m² bis 130 €/m² angehoben.

  • 1 €/m² -10 €/m² (in 154 Zonen) entspr. 1% bis 16 % Steigerung
  • 12 €/m² – 20 €/m² (in 34 Zonen) entspr. 4 % bis 100% Steigerung
  • 23 €/m² -30 €/m² (in 27 Zonen) entspr. 7 % bis 300 % Steigerung
  • 35 €/m² – 50 €/m² (in 27 Zonen) entspr. 5 % bis 450 % Steigerung
  • 55 €/m² -130 €/m² (in 27 Zonen) entspr. 19 % bis 233 % Steigerung

Hingegen sind zwei Bodenrichtwerte um 1 €/m² bzw. um 20 €/m² gesunken (im Gewerbegebiet Beelitz von 24 €/m² auf 23 €/m² und für Wohnbauflächen in Fichtenwalde von 120 €/m² auf 100 €/m²).

Die höchsten Bodenrichtwerte für Wohnbauland sind wie in den letzten Jahren in der Region um die Landeshauptstadt Potsdam und angrenzend an die Bundeshauptstadt Berlin zu finden. Hier bewegen sich die Bodenrichtwerte z.B.

  • in Kleinmachnow zwischen 310 €/m² und 900 €/m²,
  • in Stahnsdorf zwischen 360 €/m² und 660 €/m²,
  • in Teltow zwischen 250 €/m² und 560 €/m²,
  • in Bergholz-Rehbrücke zwischen 160 €/m² und 340 €/m² und
  • in Werder (Havel) zwischen 260 €/m² und 350 €/m² für Wohnbauflächen.

Die höchsten absoluten Anhebungen gab es

  • in Michendorf (40 €/m² bis 130 €/m²),
  • Teltow (20 €/m² bis 130 €/m²),
  • Stahnsdorf (40 €/m² bis 110 €/m²),
  • Belzig (15 €/m² bis 75 €/m²),
  • Werder (Havel) (10 €/m² bis 70 €/m²) und
  • Kleinmachnow (10 €/m² bis 40 €/m²), wobei auch einige Gewerbegebiete betroffen sind.

Die höchsten Bodenrichtwerte in Gewerbegebieten sind in Kleinmachnow und Teltow mit Werten zwischen 160 €/m² bis 520 €/m².

Neben den Bodenrichtwerten für baureife Grundstücke hat der Gutachterausschuss Bodenrichtwerte für landwirtschaftlich genutztes Ackerland und Grünland sowie für Forsten inklusive Aufwuchs ermittelt. Im Berliner Umland beträgt der Bodenrichtwert für Ackerland 0,81 €/m² und im Weiteren Metropolenraum 0,89 €/m².

Für Grünland betragen die Bodenrichtwerte in den beiden Bereichen 0,72 €/m² und für forstwirtschaftliche Flächen 0,71 €/m² und 0,59 €/m².

Die Bodenrichtwerte werden ab März im Bodenrichtwertportal BORIS des Landes Brandenburg unter der Internetadresse www.boris-brandenburg.de veröffentlicht. Das Abrufen von Bodenrichtwertinformationen im PDF-Format aus dem Bodenrichtwertportal ist gebührenfrei.

Ebenso kann jedermann bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses Auskünfte über Bodenrichtwerte erhalten. Telefonische Auskünfte sind gebührenfrei, schriftliche gebührenpflichtig (in der Regel 15 Euro). (lpm)

Die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses ist unter folgender Telefonnummer
zu erreichen:
03328 318-311 bis -314 oder -323Sitz der Geschäftsstelle:
Landkreis Potsdam-Mittelmark
Fachdienst Kataster, Vermessung und Grundstückswertermittlung
Potsdamer Straße 18A
14513 Teltow

die Postanschrift lautet:
Postfach 11 38
14801 Bad Belzig

Sprechzeiten:
dienstags von 9 Uhr bis 12 und 13 bis 18 Uhr

Dr. Baldur Martin ist Ehrenbürger von Werder (Havel) – Herzlichen Glückwunsch!

Werder (Havel), 19. Februar 2021 – Die Verleihung des Ehrenbürgerrechts ist die höchste Ehrung der Stadt Werder (Havel) für Personen, die sich um unsere Stadt besonders verdient gemacht haben. Schon am 10. Dezember haben die Stadtverordneten in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen, Dr. Baldur Martin diese Ehre zuteilwerden zu lassen.

Bürgermeisterin Manuela Saß hatte den Vorschlag zu der Ehrung, der auf den Heimatverein Werder (Havel) e.V. und den Verein „700 Jahre Heimatgeschichte Werder (Havel) e.V.“ zurückgeht, in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Dort wurde dem Antrag einstimmig gefolgt.

Die Überreichung der Ehrenmedaille in Gold und der Ehrenbürgerurkunde soll nachgeholt werden, sobald es die Pandemie-bedingten Einschränkungen wieder erlauben. Mit der Veröffentlichung des Faktes wollte die Bürgermeisterin jedoch nicht mehr länger warten. Die Nachricht überbrachte sie Baldur Martin unlängst persönlich.

Der war zunächst sprachlos und freute sich dann sehr über die Ehrung. Als kleine Aufmerksamkeit bekam Baldur Martin mit seiner Frau Hella Martin schon mal eine exklusive Führung durch die Havel Therme – und konnte sich damit über ein ganz neues Kapitel informieren, dass gerade im Werderaner Geschichtsbuch geschrieben wird.

„Viele der früheren Kapitel hat der bekannte Werderaner Ortschronist selbst aufgeschrieben oder herausgegeben, an vielen neueren hat er aktiv mitgewirkt“, sagt Bürgermeisterin Manuela Saß. „Kaum ein Werderaner hat nicht zumindest eines seiner 15 Bücher im Bücherschrank zu stehen. Als Initiator und Mitherausgeber der siebenbändigen Werder-Chronik setze er dieser Sammlung zum 700. Stadtjubiläum die Krone auf.“

Für eine Lehrerlaufbahn zur Gartenbauschule nach Werder gekommen

Sein Lebenslauf ist nicht untypisch für die Nachkriegsgeneration: Dr. Baldur Martin stammt aus dem erzgebirgischen Heidersdorf, sein Vater war dort Werkmeister in einer Lötlampenfabrik. Der Vater verstarb, als der Sohn erst sieben Jahre alt war. Seine Mutter musste arbeiten, so dass er einen Gutteil seiner Kindheit in der Landwirtschaft seiner Großmutter verbrachte.

Der Aufenthalt in einem Luftschutzbunker und die Bombardierung des Dorfes, ein gelb bekleideter Gefangenentreck, der von der SS durch Heidersdorf getrieben wurde und schließlich der Einzug der Roten Armee gehören zu seinen frühesten Kindheitserinnerungen, die Spaltung Deutschlands war eine Zäsur. „Für meine Großmutter war Ulbricht genauso ein Lump wie Hitler“, erinnert er sich.

Er teilte zwar die in der jungen DDR verbreitete Losung „Nie wieder Krieg“, spürte aber auch die Ungerechtigkeit im vermeintlichen Arbeiter- und Bauernstaat. Im Juni 1953 sammelte er Zeitungsausschnitte vom Volksaufstand, bei dem es, verbunden u.a. mit der Forderung nach freien Wahlen und deutscher Einheit, zu einer Welle von Streiks, Demonstrationen und Protesten kam. Dessen brutale Niederschlagung ließ in ihm den Entschluss reifen, Jura zu studieren.

Als er stattdessen in eine Offizierskarriere bei der Nationalen Volksarmee gedrängt werden sollte, sah er sich nach einer Alternative abseits der Heimat um. Er verkündete, in den Westen Berlins zu gehen. „1958 hat bei diesem Satz jeder gedacht, dass ich türme.“ Für ein Jura-Studium kam er damit nicht mehr infrage.

Der Westen Berlins war allerdings nicht Westberlin: Martin begann eine Lehre als Baumschulgärtner in Ketzin, studierte danach Russisch und Geografie im Lehramt für eine Lehrerlaufbahn in der neuen Berufsausbildung mit Abitur. „Kombinationen ohne Russisch gab es damals nicht.“ Er sattelte noch ein Gartenbaustudium obendrauf, promovierte, erwarb die Facultas Docendi und wurde „nebenbei“ Chef der Lehrplanentwicklung.

Baldur Martin galt in den 1980er-Jahren als eine der Koryphäen der Gärtnerausbildung in der DDR. Unter anderem verfasste er Unterrichtshilfen, arbeitete an einer Unterrichtsmethodik der Humboldt-Universität mit und organisierte die Zentralen Leistungsvergleiche der Gärtner-, Blumenbinder- und Winzerlehrlinge. Als federführender Autor schrieb er mit zwei Kollegen das Lehrbuch „Gärtnerische Grundlagen“, das auch in der Bundesrepublik erschien.

1962 hatte seine mehr als vierzigjährige Lehrertätigkeit und unterrichtsorganisatorische Arbeit in der Betriebsberufsschule für Gartenbau in Werder begonnen, die seine berufliche Heimat wurde. Seitdem lebt er in der Blütenstadt, ist bis heute mit den Obstbauern – ein Gutteil frühere Lehrlinge von ihm – bestens vernetzt.

In den Werderschen, sagt Baldur Martin, hat er viel von der Mentalität der Menschen in seiner erzgebirgischen Heimat wiedergefunden: „Sie sind bodenständig und arbeiten hart, halten zusammen und lassen nichts auf die Familie kommen.“ Auch der Boden sei in beiden Regionen anspruchsvoll in der Bearbeitung: steinig im Erzgebirge, sandig in der Mark.

Heimatgeschichtliches und politisches Wirken in der Blütenstadt

So fühlte er sich in der Region schnell zu Hause. Und nicht nur das: Er identifizierte sich mit ihr. Martin schrieb sein Geografie-Staatsexamen zur Siedlungsflächenentwicklung von Werder. Die Inhalte bereitete er später für eine Artikelserie in den Brandenburgischen Neuesten Nachrichten auf, so begann und wuchs seine Liebe zur Heimatgeschichte.

1981 gründete er mit Mitstreitern die „Interessengemeinschaft Heimatgeschichte und Denkmalpflege“, den späteren Heimatverein, stellte eine Ausstellung auf die Beine und begann mit der Veröffentlichung der „Heimatgeschichtlichen Beiträge“, die bis heute jährlich erscheinen und das wichtigste Standbein der Werderaner Heimatforschung sind. Menschen, Orte und Ereignisse der Stadtgeschichte, aber auch der Gegenwart von Werder (Havel) wurden und werden darin dokumentiert.

Die Geschichte mit der Gegenwart in Beziehung zu bringen, war und ist auch heute das Anliegen von Veröffentlichungen Baldur Martins, die jüngst erschienene Chronik der Baumblütenfeste ist dafür ein Beispiel. Er traf die Unterscheidung zwischen Werderanern und Werderschen, fand Beispiele für ihren Fleiß und ihre Zähigkeit und recherchierte Sagen der Insulaner. Er hielt mehr als 500 Sprüche der Werderschen fest wie diesen: „Der Gärtner, der die Sonne meidet, wird weder reich noch braun.“

Er sprang durch die Zeiten und stellte 100 Jahre alte Fotos von prägnanten Orten den heutigen Ansichten gegenüber. Mit seiner Arbeit prägte und förderte er das Geschichtsverständnis vieler Einwohner und wurde ihr wichtigster Ansprechpartner, wenn historisches Wissen zur Stadt gefragt war. Er animierte aber auch zahlreiche Werderaner zu eigenen Recherchen und Veröffentlichungen von Themen, die ihnen am Herzen lagen.
Doch auch für die politische Gegenwart seiner Stadt hat sich Baldur Martin immer interessiert. In der DDR trat er in die Bauernpartei ein, um dem Drängen nach einem Eintritt in die SED zu entrinnen, und engagierte sich zeitweise als Stadtverordneter. Dieses Engagement setzte er nach der Wende fort – freilich mit deutlich größeren Gestaltungsspielräumen.

Seit 1994 war er zunächst für die CDU im Stadtparlament, wirkte am Regionalbahnanschluss, der Inselsanierung, der Telefonerschließung, der Wiederbelebung des Baumblütenfestes, dem Gymnasiumsbau oder der Ausweisung neuer Baugebiete mit – und brachte mit historischen Fakten oft Farbe in die Debatten. Ende der Neunzigerjahre gründete er die Freien Bürger, die schnell zu einer wichtigen politischen Kraft in der Region aufwuchsen. 2014 beendete Dr. Martin sein kommunalpolitisches Wirken, um sich der Vorbereitung des Stadtjubiläums zuzuwenden.

Sein Interesse für Werder war immer breit gestreut. So setzte er Akzente im Werderaner Karnevalsverein, war Gründungsmitglied des Obst- und Gartenbauvereins und beförderte die Wiederbegründung der Schützengilde. Dank seiner Initiative beteiligten sich die Werderaner am Bundeswettbewerb „Unsere Stadt blüht auf“, vor wenigen Jahren stieß er den Wettbewerb „Blühende Gartenstadt“ an.

Engagement für die Werder-Chronik

Baldur Martin ist Gründungsmitglied des Heimatvereins und war viele Jahre dessen Vorsitzender. „Immer war es seine Verbindlichkeit, seine Zuverlässigkeit, seine Fähigkeit, andere Menschen zu begeistern und einzubinden und sein unglaubliches Organisationstalent, die ihn, egal wo er auftauchte, schnell in verantwortliche Positionen rücken ließ“, sagt Bürgermeisterin Manuela Saß.

So war es auch 2013, als auf Initiative Baldur Martins der Verein „700 Jahre Ortsgeschichte von Werder (Havel) e.V.“ gegründet wurde. Er wurde dessen Vorsitzender und machte sich, unterstützt von ehrenamtlichen Mitstreitern und der Stadtverwaltung, an die Vorbereitung des Jubiläumsjahrs 2017. Seiner Feder entsprangen die Konzeption des beeindruckenden Festumzuges, der von hunderten mitwirkenden Werderanern gestaltet wurde, sowie die Festschrift zum Jubiläum.

Der Verein setzte sich außerdem das Ziel, die Stadtgeschichte in bislang nicht gekannter Vollständigkeit zu publizieren. Dr. Martin war einer der drei Herausgeber der Edition. „Vor allem ihm war es zu verdanken, dass 24 Autoren für die anspruchsvolle Arbeit gewonnen sowie darüber hinaus eine breite Mitwirkung vieler Bürger erreicht wurde“, schreiben der Vorsitzende des Heimatvereins, Erhard Schulz, und der Stellvertretende Vorsitzende des Stadtgeschichtsvereins, Dr. Klaus-Peter Meißner, in ihrem Vorschlag zur Ehrenbürgerschaft.
Und weiter: „Das Gesamtwerk, das mit Erscheinen des Bandes sieben im Jahr 2020 abgeschossen wurde, ist in gewisser Weise einmalig in der Regionalgeschichtsschreibung und darf durchaus als beispielhaft gewürdigt werden. Die vollendete Edition ist in diesem Sinne Höhepunkt des vielschichtigen Lebenswerkes von Dr. Baldur Martin.“

„Traditionen zu wahren bedeutet zuallererst, Traditionen zu kennen“, wird Baldur Martin in der Begründung des Ehrenbürgerantrags zitiert. „Dieser Leitspruch hat das Wirken des 80-Jährigen in sechs Jahrzehnten seines Wirkens in der Blütenstadt geprägt und tut es auch heute“, sagt Manuela Saß. „Seine intensiven Recherchen zur Heimatgeschichte waren und sind mit einem hochengagierten Wirken für die Gegenwart seiner geliebten Stadt Werder verknüpft.“ (wh)

Am Bahnhof sind 156 Fahrradstellplätze entstanden

Werder (Havel), 18. Februar 2021 – Die Vögel zwitschern, der Schnee schmilzt und die Temperaturen klettern langsam aber sicher auf dem Thermometer wieder nach oben. Der Frühling steht in den Startlöchern und mit ihm auch der Wunsch, mal wieder das Rad aus dem Schuppen/Keller zu holen. Vor allem Pendler wird die Nachricht freuen, dass am Bahnhof Werder eine zusätzliche Fahrradstellplatzanlage für 156 Fahrräder entstanden ist.

„Der Bedarf an zusätzlichen Radstellplätzen am Bahnhof wurde zuletzt bei einem Bürgerbeteiligungsverfahren zur Fuß- und Radweginfrastruktur im Sommer 2020 angemeldet“, so Werders Bürgermeisterin Manuela Saß. „Zählungen der Stadt haben bestätigt, dass trotz der bestehenden rund 370 Stellplätze in der Fahrradsaison täglich rund 150 Fahrräder ,wild‘ abgestellt wurden. Die Stadt hatte sich daraufhin erfolgreich um eine Förderung für neue Stellplätze beworben.“

Das Projekt wurde im Rahmen der Bike+Ride-Offensive der Deutschen Bahn und der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums mit 27.730 Euro unterstützt. „Die Förderrichtlinie deckt sich mit unserem Ziel, den Umstieg vom Auto aufs Fahrrad in Kombination mit der Bahn in Werder attraktiver zu machen“, so die Bürgermeisterin. 7.665 Euro trug die Wirtschaftsförderung des Landkreises zu den Gesamtkosten bei, die bei rund 37.000 Euro gelegen haben.

Die Planung für die rund 200 Quadratmeter große Abstellanlage übernahm die PST Planung Bauleitung Projektsteuerung GmbH in Werder, gebaut wurde die Anlage von der Lutze Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau GmbH in Plessow mit der Firma Orion Bausysteme GmbH aus Biebesheim am Rhein. Die Bauarbeiten hatten im Oktober begonnen und wurden – noch vor den großen Schneefällen – Anfang Februar abgeschlossen.

Auf Nachfrage, warum man sich für diese Fahrradstellplatzanlage entschieden hat, teilte die Stadt mit, dass man sich um eine kurzfristige, wirtschaftliche und dennoch belastbare Lösung bemüht hat, um Fahrräder an einem gut einsehbaren Ort temporär sicher verschließen und abstellen zu können. Weitergehende Überlegungen für den Verkehr im Bahnhofsbereich werden aktuell in einem Mobilitätskonzept getroffen.

Aus dem Mobilitätskonzept werden u.a. Aussagen zu Verkehrsbedarfen und der zukunftsfähigen Ausrichtung des Verkehrs mit Blick auf das Bahnhofsumfeld erwartet. Das betrifft auch künftige Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. Ein Entwurf kann den Stadtverordneten noch in diesem Jahr vorgelegt werden.

Anlass des Mobilitätskonzeptes ist der geplante Bau des Autotunnels im Verlauf der L90 und des Fahrrad- und Fußgängertunnels im Bahnhofsbereich, die hier umfassende Umbauarbeiten erforderlich machen werden. (wsw, wh)

Enttäuschung über Entscheidung des Ortsbeirats

Werder (Havel) OT Glindow, 18. Februar 2021 – Anfang Januar hatten wir darüber berichtet, dass das Aktionsbündnis Weltoffenes Werder für die neu entstehende Straße zum zukünftigen Bildungscampus den Namen “Resi-Salomon-Straße” vorschlägt.

Am vergangenen Mittwoch hat sich der Ortsbeirat mit Mehrheit von CDU, Freien Bürgern und der SPD für die Bezeichnung “Zum Schulcampus” entschieden.

In einem Statement des Aktionsbündnisses heißt es hierzu: “Wir sind enttäuscht über die Entscheidung (…). Auch wenn diese Parteien mehrfach betont haben, wie wichtig eine aktive Erinnerungskultur ist, wollten ihrer Vertreterinnen und Vertreter im Ortsbeirat diesen konkreten Schritt um die Erinnerung an den Holocaust und die Gewaltverbrechen der Nazis wach zu halten, nicht gehen.

Wir sind besonders auch deshalb verärgert, weil keine inhaltlichen Argument gegen den Vorschlag vorgebracht und mit dem Aktionsbündnis auch nicht der Dialog über das Anliegen gesucht wurde. Gerade in den aktuellen Zeiten wäre ein gemeinsames und klares Zeichen gegen Antisemitismus und Rassismus besonders notwendig und wichtig gewesen. Doch offenbar wurden hier parteipolitische Abwägungen und Befindlichkeiten über das inhaltliche Anliegen gestellt und zivilgesellschaftliches Engagement der Bürgerinnen und Bürger nicht besonders wertgeschätzt.”

In dem Schreiben steht weiterhin, dass sich das Aktionsbündnis Weltoffenes Werder wünschen würde, dass die Stadtverordneten in der SVV Werder und die Bürgermeisterin ihr Anliegen für die “Resi-Salomon-Straße” dennoch aufnehmen und den Austausch mit dem Aktionsbündnis dazu suchen.

Zahlreiche Organisationen, Parteien und Unternehmen und rund 100 Bürgerinnen und Bürger aus Glindow und Werder unterstützten den Vorschlag des Aktionsbündnisses.

Resi Salomon und ihre beiden Söhne hatten ihren letzten Wohnsitz in Werder in der Klaistower Straße 70, nur unweit vom neuen Schul-Campus entfernt. Sie führte dort eine Gärtnerei. 1942 wurde Resi Salomon von den Nazis zunächst in das Ghetto von Warschau und anschließend in das Vernichtungslager Treblinka deportiert und dort umgebracht. Ihr Sohn Hans Siegfried wurde nur wenige Wochen später nach Minsk deportiert und dort von den Nazis ermordet. (wsw, r.s.)

„Tante Gitti“ geht in den Ruhestand

v.l.: Christian Große, Brigitte Böse und Claudia Stein, Foto: Stadt Werder (Havel)

Werder (Havel), 17. Februar 2021 – In der Kita Märchenwald ist Brigitte Böse unter dem Namen “Tante Gitti” bekannt. 36,5 Jahre lang war die Küchenfrau die gute Seele des Hauses. Gestern ist sie vom 1. Beigeordneten der Stadt Werder (Havel), Christian Große, und der Kita-Sachgebietsleiterin Claudia Stein in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet worden.

Seit 1984 war Brigitte Böse in der Phöbener Kita tätig, seit 1995 als Köchin für die rund 55 Kinder. Sie kochte gern, was die Kinder am liebsten essen, zum Beispiel Fischstäbchen, Nudeln mit Tomatensoße und Grießbrei mit Erdbeeren. Und die danken es ihr mit Basteleien, Bildern oder lustigen Briefen. Einmal erhielt sie einen mit Buntstiften gemalten Entschuldigungszettel für ein stibitztes Gummibärchen.

Schon am Morgen des gestrigen Dienstags wurde Brigitte Böse von einem großen Banner des Kita-Fördervereins am Kitaeingang empfangen. „Danke Gitti“ stand darauf und eine ganze Anzahl von Unterschriften darunter. Am Vormittag präsentierten die Kinder ein buntes Abschiedsprogramm, die an sich fälligen Umarmungen mussten Corona-bedingt dann aber leider ausfallen.

„Brigitte Böse hat sich immer weit über ihre Arbeit hinaus engagiert“, so Christian Große. „Sie war ansprechbar für die Kinder und Kollegen und hat sich um die vielen kleinen Dinge gekümmert, die den Alltag der Kinder in der Kita Märchenwald schöner machten.“

Als sie vor einigen Jahren von einem Groß-Kreutzer Künstler las, der mit bunten Aerosol-Kunstwerken graue Trafostationen verschönert, dachte sie sofort an den Lagerschuppen vor der Kita. Sie nahm Kontakt zum Künstler auf, kümmerte sich bei der Stadt und Unterstützern um eine Finanzierung und sorgte dafür, dass der Lagerschuppen mit bunten Märchenmotiven bemalt wird. Wir hatten hier darüber berichtet.

Tante Gitti war gerührt von den Abschiedsgeschenken, die sie von Christian Große und Claudia Stein überreicht bekam: Werder-Schokolade, Werder-Wein, eine Orchidee sowie ein Buch mit Bildern vom Festumzug zum 700. Stadtjubiläum. Die Kita wird jetzt zunächst mit Essen beliefert, die Stelle einer Küchenkraft wird neu ausgeschrieben. (wh, wsw)

Und der schwarze Rabe geht an …

Schwielowsee OT Wildpark-West, 15. Februar 2021 – Preisträger des Umweltnegativpreises „Schwarzer Rabe“ 2020 sind zu gleichen Teilen der Landesbetrieb Forst Brandenburg, die Untere Naturschutzbehörde Potsdam sowie das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege, heißt es in einer Pressemitteilung des Waldsiedlung Wildpark-West e.V., der den Preis in diesem Jahr zum ersten Mal für regional besonders schwerwiegende Umweltsünden vergab.

Mit der symbolischen Verleihung des Preises wird das Handeln der drei Behörden zu Ungunsten des geschützten Biotops und Denkmals des „Kleinen Entenfangsees“ von Wildpark-West bedacht, dem im vergangenen Frühjahr über 300 Erlen und Randbereiche des Denkmals zum Opfer fielen. Wir hatten hier darüber berichtet.

„Sicherlich hätten im vergangenen Jahr im Raum Potsdam auch andere Anwärter diesen Preis verdient, doch die beispiellose und vorsätzliche Zerstörung eines geschützten Biotops, im Nebel des ersten Lockdowns, stellt alles andere qualitativ in den Schatten“, erklärt der Vorstandsvorsitzende des Natur- und Umweltschutzfördervereins Carsten Sicora.

„Ein Revierförster, der glaubt, niemanden fragen zu müssen, eine Naturschutzbehörde, die im Nachgang keine Beeinträchtigung eines geschützten Erlbruchwaldes feststellen kann, obwohl dieser bei der als Pflege bezeichneten Maßnahme gefällt worden ist, und eine Landes-Denkmalbehörde, welche die forstlichen Interessen über die Erhaltung des ältesten Denkmals seiner Art in ganz Deutschland stellt, lässt nicht nur mich ungläubig zurück. Ökologisch so wertvollen Bruchwald ohne Not zu roden, zeigt, dass es die handelnden und kontrollierenden Behörden leider noch nicht verstanden haben, welch wichtige Funktion der noch vorhandene Wald für unsere Gesellschaft innehat.“

Der Kleine Entenfangsee wurde 1694 von Kurfürst Friedrich III. angelegt und überstand im Laufe der letzten 300 Jahre unbeschadet Feldzüge, Eroberungen und zwei Weltkriege. Seit 2012 wird der in großen Teilen verlandete See als Denkmal geführt und ist geschütztes Biotop. Seine vernässten Niederungen und die sogenannte Suhle, ein kleiner See im Inneren der Anlage, dienen tausenden von Amphibien als Lebensraum und Rückzugsort.

„Dieser Preis soll auf die Zerstörung der Natur direkt vor unserer Haustür aufmerksam machen, zum Nachdenken anregen und den Preisträgern zudem die Möglichkeit geben, die verursachten Umweltschäden wieder zu beseitigen oder zu mildern“, erklärt Carsten Sicora.

„Ich würde mich freuen, wenn der Brandenburger Landesforstbetrieb von der Klugheit des Raben profitiert, junge Erlen nachsetzt und das während der Fällmaßnahme verwüstete Umfeld des Denkmals, einschließlich des Rastplatzes, für Besucher und Touristen wieder herrichtet. Wir Einwohner von Wildpark-West wollen dabei gerne behilflich sein.“ (j.f., wsw)

Mein Werder (266): Dr. Jasmin Last

Kurz & Knackig

Name: Dr. Jasmin Last
Alter: 33
Wohnort: Werder
Wie lange leben Sie schon in Werder? Wir leben seit Oktober 2019 in Werder.
Haben Sie Kinder? Wir haben zwei Kinder.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder ist eine unheimlich schöne, ruhige und erholsame Stadt. Durch die traumhafte Seenlandschaft, die vielen Obstwiesen, die freundlichen Einwohner, aber auch die Ruhe, die man hier abseits der hektischen Großstadt finden kann, kann ich einen Kurztrip nach Werder oder gar das Leben und Wohnen hier jedem nur empfehlen.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Wir arbeiten in unserer Praxis für ästhetische Medizin daran, das Wohlbefinden unserer Patienten zu stärken, und helfen ihnen hoffentlich, sich noch wohler zu fühlen, als sie es schon tun.

Was würden Sie lieber machen?
Noch mehr arbeiten, damit sich noch mehr Menschen wohler fühlen können. 😊

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Den habe ich tatsächlich: Ich liebe den Inselrundgang. Ich mag die Insel einfach aufgrund ihres auch unheimlich schönen Altstädtchens und den kleinen Gassen und Winkeln. Ich halte mich einfach sehr gerne dort auf und genieße einen ruhigen Spaziergang auf der Insel immer sehr.

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Definitiv auf der Insel, wie gerade schon beschrieben. Und bei uns in der Praxis natürlich 😉

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Da es leider bislang noch keine Baumblüte gab seit wir in Werder wohnen, kann ich diese Frage gar nicht beantworten.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Auch hier muss ich zugeben, dass wir bislang noch keinen der Obstweine probiert haben und ich auch daher die Frage noch nicht beantworten kann, dies soll sich aber definitiv ändern.

Sie – ganz speziell

Frau Dr. Last, woher kommen Sie eigentlich?
Ursprünglich komme ich aus dem Süden Deutschlands, habe aber durch mein Studium und einige Ausbildungsstätten schon in einigen Städten verteilt auf jede Himmelsrichtung in Deutschland gelebt

Wie sind Sie auf den Standort Werder gekommen für Ihre Praxis?
Durch eine meiner vorherigen Arbeitsstätten bin ich nach Potsdam gekommen und habe zunächst dort eine Bleibe für mich gesucht. Durch einen glücklichen Zufall habe ich dann aber im wunderschönen Werder eine tolle Wohnung für uns finden können und so sind wir auf die Blütenstadt gekommen und unheimlich froh, dass wir Werder gefunden haben. Wir fühlen uns sehr wohl hier.

Was genau bieten Sie in Ihrer Praxis an?
Wir bieten nahezu das gesamte Spektrum der nicht operativen ästhetischen Medizin an. Dies reicht von der Verbesserung unserer Hautqualität über die Faltenbehandlung im Generellen über die Möglichkeit, kleinere, störende Fettpölsterchen zu entfernen, bis hin zum Fadenlifting und zur Entfernung störender Hautanhangsgebilde sowie der Therapie von Besenreisern und kleinsten, feinen Äderchen im Gesichts- oder Körperbereich.

Was ist Ihr persönlicher Tipp, um jung zu bleiben?
Jung bleiben, fängt immer im Kopf an. Je wohler und fitter man sich fühlt, desto eher strahlt man „jung“ zu sein auch aus. Eine gesunde Ernährungsweise und Bewegung tragen natürlich auch dazu bei. Allerdings schadet ein Besuch bei uns in der Praxis natürlich auch nie 😉

Inwieweit beeinflusst die Corona Pandemie Ihre Arbeit oder Präsenz?
Corona hat den Beginn unserer Arbeit in der Praxis, respektive die Eröffnung unserer Praxis erheblich beeinflusst. Zunächst kam es aufgrund des ersten Lockdowns zu erheblichen Bauverzögerungen aufgrund Lieferschwierigkeiten und dann, als wir im August schon unsere Eröffnung gefeiert hatten, kam es zu weiteren Verzögerungen. So konnten wir nun richtig offiziell erst zu Beginn des neuen Jahres eröffnen.

Natürlich haben auch wir ein umfangreiches Hygienekonzept aufgestellt, zusätzlich zu den natürlich so oder so vorherrschenden Hygienestandards in einer Arztpraxis. Wir haben ebenfalls unsere Termine zeitlich ein wenig auseinandergezogen, um das Aufeinandertreffen mehrerer Personen in der Praxis zu vermeiden. Bei meinem Team und mir stehen regelmäßige Corona-Tests an, die wir auch für unsere Patienten und natürlich auch Privatpersonen ebenfalls anbieten können. So versuchen auch wir, Infektionen gänzlich zu vermeiden.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Ich wünsche mir, dass meine Familie und Freunde diese Pandemie unbeschadet überstehen und dass wir alle bei bester Gesundheit bleiben.
Ich wünsche mir ebenfalls, dass möglichst viele Menschen diese Pandemie in welcher Art und Weise, ob man es gesundheitlich oder aber auch wirtschaftlich betrachtet, überstehen und dass wir alle möglichst bald wieder zu einem weitestgehend normalen Leben zurückkehren können.
Und zu guter Letzt wünsche ich mir natürlich, dass wir mit unserer Praxis in Werder viele Menschen erreichen können und viele tolle und interessante Menschen treffen und kennenlernen dürfen.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Neben der Fachliteratur liegt bei mir immer auch ein guter Thriller auf dem Nachttisch. Diese lese ich unheimlich gerne, um auch mal etwas anderes als Wissen in mich zu lesen 😊 Hier lese ich Autoren wie Kathy Reichs, Sebastian Fitzek, Simon Beckett, Jussi Adler Olsen oder ähnliche.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie?
Tatsächlich schaue ich gerne, ähnlich wie dem Genre der von mir gelesenen Bücher, gerne Thriller. Hier finde ich zum Beispiel den Film „A beautiful mind“ noch immer sehenswert und  ab und an läuft sonntags abends auch einfach mal der Tatort.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Tiere mag ich sehr gerne, kann aber aufgrund der aktuellen Situation leider selbst keine halten, da ich einfach zu wenig Zeit hätte, um mich um das Tier auch adäquat zu kümmern. Wenn bin ich aber dann doch eher ein Hunde-Mensch.

Eiszauber aus Töplitz

Werder (Havel) OT Töplitz, 12. Februar 2021 – Eine ganz besonders schöne Bastelidee bei diesen frostigen Temperaturen erreichte uns aus Töplitz. Die Kinder der Inselschule Töplitz haben wunderschöne eisige Kunstwerke gezaubert, die nun Sträucher und Äste auf dem Schulgelände schmücken.

Die Idee hierzu hatte die ewig kreative IKTB-Leiterin Frau Huber. Nach dem Studium diverser Gartenzeitschriften brachte sie diese kunstvolle Winterbastelei vor einigen Jahren in die Schule mit und seitdem wird – sofern es die Temperaturen zulassen – bei Frost eifrig gewerkelt.

An den Kunstwerken waren ca. 20 Kinder der Flex Klassen beteiligt, die zur Zeit die Notbetreuung besuchen.

Wer auch so eine schöne Wintergalerie zu Hause nachmachen möchte, findet hier die Anleitung:

  1. Befüllt eine flache Plastikschale mit Fundstücken aus der Natur, zum Beispiel mit Hagebutten, leuchtenden Beeren, Nüssen, bizarren Zweigchen, Blättern, Blütenblättern oder Mandarinenschalen. Die Materialien kann man bei einem schönen Spaziergang durch die Winterlandschaft gemeinsam suchen.
  2. Legt aus einer Paketschnur eine Schlaufe und platziert diese ebenfalls in der Schale. Die Schlaufe dient für die spätere Aufhängung.
  3. Füllt die Schale mit Leitungswasser und vertraut sie über Nacht dem Frost an.
  4. Am nächsten Tag könnt ihr vorsichtig euer Eiskunstwerk aus der Plastikschale lösen und es an den gewünschten Ort hängen.

Die Wetterprognosen sagen für die nächsten Tage und Nächte noch Minusgrade voraus – genug Zeit, den winterlichen Garten ebenfalls mit diesen zeitweiligen Eiskunstwerken zu verschönern. (wsw)

Besuch der Bürgermeisterin im Jugend- und Familienzentrum “Haus am See”

Werder (Havel), 12. Februar 2021 – Bürgermeisterin Manuela Saß hat sich bei einem Besuch des neuen Jugend- und Familienzentrums „Haus am See“ ein Bild von der aktuellen Situation gemacht. Mitarbeiter führten sie durch die komplett umgebauten und modernisierten Räumlichkeiten und erläuterten ihr, welche Angebote bereits bestehen und welche nach dem Ende des Lockdowns aufgenommen werden sollen.

Das „Haus am See“ konnte zwar noch nicht offiziell eröffnet werden, hat aber bereits im November zumindest teilweise seine Arbeit aufgenommen. Die neuen Arbeitsbedingungen für die soziale Arbeit können sich sehen lassen: Mit dem Café als Eingangsbereich, einem Treffpunkt für alle Altersgruppen, dem Jugendhaus mit bunter Theke und dem Workshopraum für das Familienzentrum mit großen Fenstern zum Garten stehen drei jeweils mehr als 100 Quadratmeter große Bereiche zur Verfügung.

Hinzu kommen ein spezieller Raum für Kleinkinder-Angebote, eine große Küche, Sanitärbereiche, Büro- und Lagerflächen und der Außenbereich am Wasser. Mit dem Tennisklub, dem Kegelverein, den Beachvolleyballern und dem Anglerverein gibt es in der nächsten Nachbarschaft viele Möglichkeiten des Austausches. Der Standort ist vielen Werderanern noch als „Alte Weberei“ vertraut.

Bürgermeisterin Manuela Saß: „Mit unserem Partner, der Stiftung JOB, treten wir auf dieser wunderschönen Anlage am Wasser in eine neue Ära der Jugend- und Sozialarbeit ein. Es war mir ein sehr persönliches Anliegen, dass wir nach einer Zeit von Umzügen und Provisorien diesen Top-Standort für die Jugend- undFamilienarbeit in Werder mit Räumen für unterschiedlichste Angebote bekommen, auch wenn viele davon Corona-bedingt jetzt noch warten müssen. Die Stiftung JOB wird vom neuen Standort aus auch die mobile Jugendarbeit und die Sozialarbeit an Schulen koordinieren. Und der schöne Außenbereich kann ebenfalls genutzt werden. Die 820.000 Euro für Umbau und Sanierung sind gut angelegtes Geld. Das ,Haus am See‘ ist ein echter Quantensprung für die soziale Arbeit in unserer Stadt.“

Und Thomas Lettow, Vorstand der Stiftung JOB, ergänzt: „Ganz am Anfang waren das Jugendhaus und das Familienzentrum schon mal unter einem Dach und ich freue mich sehr, dass wir die Arbeit wieder zusammenführen können. Wir haben tolle Platz- und Rahmenbedingungen, sind aber zwangsläufig noch im eingeschränkten Betrieb. Das Familienzentrum bietet Onlineseminare an und hier vor Ort einzelne Beratungen in Bedarfsfällen. Es gibt unaufschiebbare Dinge wie die Geburtsvorbereitungs- oder Rückbildungskurse. Auch die Jugendarbeit kann noch nicht in vollem Umfang stattfinden, da bleibt aktuell nur die gezielte Arbeit für die Altersklasse der fünften und sechsten Klassen. Und wie überall haben wir natürlich unsere Hygienebestimmungen einzuhalten, von Desinfektion bis Maskenpflicht. Wir achten sehr darauf, dass wir die erlaubten Personenzahlen nicht überschreiten und Platz in den Räumen bleibt, was die Arbeit zusätzlich einschränkt. Wir freuen uns umso mehr darauf, hier hoffentlich recht bald richtig loslegen zu können.“

Ein Video des Besuchs gibt es hier.

(wh)

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Wenn man zur Couch noch ein Auto dazu bekommt

v.l.: Christian Doeppner, Marlies Wegener, Heike und Bernd Eidner, Foto: wsw

Werder (Havel), 12. Februar 2021 – Es begann alles mit der Suche nach einem neuen Polstermöbel. Heike und Bernd Eidner aus Glindow haben sich im September des vergangenen Jahres dazu entschieden, ein neues Sofa zu kaufen. Ein Besuch im Möbelhaus C.H.R.I.S.T. in der Berliner Straße 105 sollte bei der Auswahl behilflich sein. 

Beim Betreten des Möbelhauses fiel dem Ehepaar, das seit 1998 im Werderaner Ortsteil Glindow lebt, sofort der strahlend weiße Nissan Leaf im Eingangsbereich ins Auge. „Als wir bemerkt haben, dass man das Auto gewinnen kann, haben wir nicht lange überlegt und zwei Gewinnzettel ausgefüllt, einen für mich und einen für Bernd“, erinnert sich Heike Eidner. Und eine neue Couch haben die beiden bei ihrem Besuch auch gefunden. 

Als im Dezember 2020 Christian Doeppner, der Inhaber des Möbelhauses C.H.R.I.S.T., bei Familie Eidner anrief, dachte sich Bernd Eidner zunächst nichts dabei: „Ich habe vermutet, dass es vielleicht Lieferverzögerungen bei unserer Couch gibt, über die uns Herr Doeppner informieren will. Als er mir dann gesagt hat, dass ich der Gewinner des Nissan Leaf bin, war ich völlig überwältigt!“ 

Die Freude über den neuen Elektro-PKW steht Heike und Bernd Eidner bei der Übergabe des weißen Flitzers ins Gesicht geschrieben. „Wir hatten uns schon länger überlegt, dass unser nächstes Auto ein Elektro-Auto werden soll, dass dies nun so schnell der Fall sein wird, damit hätten wir nicht gerechnet“, freuen sich die beiden. 

Bei der offiziellen Übergabe am 10. Februar durfte auch Marlies Wegener vom Autohaus Wegener nicht fehlen. Sie gratulierte den beiden herzlich. „Ich freue mich besonders darüber, dass Herr Doeppner sich für dieses hochwertige E-Auto im Wert von 36.000 Euro aus unserem Hause entschieden hat. Er hat nicht nur die Standard-Ausstattung gewählt, sondern in eine gehobene Ausstattung investiert. Der Nissan Leaf ist eines der meistverkauften Elektrofahrzeuge und ein ausgereiftes Auto, das nicht mehr in den Kinderschuhen steckt.“ Das Autohaus Wegener hat den Nissan Leaf für Familie Eidner bereits zugelassen und steht zukünftig für Service-Leistungen gerne zur Verfügung. 

Und auch Christian Doeppner ist glücklich: „Insgesamt wurden 1500 Gewinnzettel in den Elektroflitzer geworfen. Dass wir heute bei diesem strahlenden Winter-Wetter eine Familie aus Glindow glücklich machen können, freut mich ungemein. Dies ist ein kleiner Lichtblick in diesen doch zumeist tristen Zeiten. Ich habe mich übrigens aus einem ganz besonderes Grund für die Verlosung eines Elektro-Autos entschieden. Nachhaltigkeit liegt mir sehr am Herzen. Seit Mitte letztens Jahres speichern Solaranlagen auf unserem Dach den Strom für unser Möbelhaus. Damit können wir uns von April bis Oktober tagsüber komplett autark versorgen. Und schon bald werden wir auch noch zwei Ladestationen für E-Autos auf dem Parkplatz des Möbelhauses installiert. Die Kunden, die elektrisch unterwegs sind – so wie jetzt auch Familie Eidner – können ihr Auto dann ganz bequem während ihres Einkaufs kostenlos mit Strom tanken.“

Der Nissan Leaf hat eine Reichweite von 250 Kilometer. „Damit können wir hier in der näheren Umgebung alles ganz bequem erreichen“, freuen sich Heike und Bernd Eidner. Und dann steigen die beiden glücklich in ihr neues Auto und fahren leise vom Hof Richtung Glindow. (wsw)

Biotonne wird erst wieder entleert, wenn der Frost vorüber ist

Werder (Havel), 12. Februar 2021 – Weil sich der Abfall der Biotonne aktuell nicht von der Tonne löst und so gut wie jede Biotonne davon betroffen ist, stellt die APM die Bioabfallentsorgung vom 11.02.2021 bis zum Ende dieser Frostperiode ein. Bis dahin können APM-Kunden die Bioabfälle übergangs- und behelfsweise über die roten 40-l-Restmüllsäcke des Landkreises entsorgen.

Diese Restmüllsäcke sind in den entsprechenden Vertriebseinrichtungen mit einer Gebühr von 1,92 €/ Stück käuflich zu erwerben oder können zzgl. Versandgebühr im Online-Versand bei der APM GmbH bestellt werden. Über die Wiederaufnahme der Bioabfallentsorgung wird die APM informieren. Aktuelle Meldungen der APM gibt es hier . (apm)

Der Winterdienst schiebt Überstunden

Werder (Havel), 11. Februar 2021 – Des einen Freud, ist des anderen Leid. Die “einen” sind in diesem Fall Kinder mit ihren Schlitten und die “anderen” sind Autofahrer, Fußgänger, Radfahrer und Sommerliebhaber. So viel Schnee, wie in den vergangenen Tagen, hatten wir schon lange nicht mehr in unserer Blütenstadt! Werder präsentiert sich im frostig weißen Schneekleid und wenn sich die Sonne dann noch am Himmel behaupten kann, ist die Winterwunderlandidylle perfekt.

Doch auf den Straßen und Gehwegen müssen die Schneemassen natürlich schnell beseitigt werden, um ein (Aus)rutschen zu vermeiden. Hierfür hat der Bauhof der Stadtverwaltung Werder (Havel) seit dem Wochenende im wahrsten Sinne des Wortes Überstunden „geschoben“. Die Mitarbeiter waren zwischen 4 und 20 Uhr im Wintereinsatz, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt, und befreiten Straßen und Wege von Eis und Schnee. Auch heute sind sie wieder mit Räumfahrzeugen und Schneeschiebern unterwegs.

„Das war seit dem Wochenende schon eine Ausnahmesituation“, sagt Werders 1. Beigeordneter Christian Große. Seit Dienstag habe sich die Lage etwas entspannt. Heute werden Bushaltestellen mit schwerer Technik von Schneebergen befreit. „Der Schnee wurde dort von einer Seite auf die andere geschoben. Jetzt kommt er weg, damit wieder Platz ist.“

Der 1. Beigeordnete dankte den Werderanern für ihre Unterstützung. „Sie sind ihren Räumpflichten meist vorbildlich nachgekommen.“ Die städtische Straßenreinigungssatzung sagt nicht nur aus, dass die Gehwege und Anliegerstraßen durch die Anlieger sauber zu halten sind. Sie beschreibt auch die Pflicht zur Schneeberäumung.

Das muss in der Zeit von 7 bis 20 Uhr, wenn erforderlich mehrmals, erfolgen. „Tatsächlich hatten wir wiederholt die Situation, dass ein- oder auch zweimal Schneeschieben nicht gereicht hat. Das hat trotzdem weitgehend gut funktioniert. Vielleicht liegt es auch daran, dass viele Leute zu Hause sind und im Homeoffice arbeiten“, so der 1. Beigeordnete.

Laut Straßenreinigungssatzung muss der Schnee beseitigt und glatte Wege abgestumpft werden, wobei Salz dafür bis auf wenige Ausnahmen verboten ist. „Salz stellt nicht nur eine Gefährdung für Grünflächen dar, sondern schädigt auch den Betonstein der Gehwege, der kann dadurch porös werden und nach dem Winter platzen“, so Christian Große.

Wie die Bürger muss sich auch die Stadt an ihre Straßenreinigungssatzung halten. Zunächst werden vom Bauhof die wichtigsten Bereiche vor städtischen Grundstücken vom Schnee befreit. Außerdem ist die Stadt verpflichtet, Hauptverkehrsstraßen und Straßen zu beräumen, die zu Hauptverkehrsstraßen führen. Damit ist ein Dienstleister beauftragt.

In der Satzung sind das die Straßenkategorien A und B, während die Kategorie C, die Anliegerstraßen, von den Anliegern selbst zu beräumen sind. Jeder kann seine Straßenkategorie herausbekommen, indem er einfach in das Verzeichnis der Straßenreinigungssatzung schaut.

Genießen wir den Schnee, so lange es noch geht. Schon bald werden die Temperaturen wieder nach oben klettern und dann schmilzt das schönste Winterweiß dahin. (wsw, wh)

Wenn die Welt Kopf steht, ist es Zeit für neue Ideen

Werder (Havel), 11. Februar 2021 – Seit über einem Jahr leben wir mit dem SARS-CoV-2 Virus. Eine Pandemie, die so hart in unser Leben eingreift, greift nicht nur unser Immunsystem mit dem Virus an, sondern ruft auch Erkrankungen hervor, ohne dass sich der/die Betroffene mit dem Virus infiziert. Zugleich gibt es auch in der Pandemiezeit diejenigen Erkrankungen, mit denen wir auch schon zuvor gelebt haben: Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfälle oder Herzinfarkte, Krebs, Tuberkulose, Grippe, Depressionen oder Alkoholsucht.

Um das SARS-CoV-2 Virus einzudämmen, haben sich Politiker vieler Länder entschieden, auf Kontaktbeschränkungen und Lockdown zu setzen. Im Sommer 2020 gab es ein leichtes Aufatmen und unsere Gesellschaft schien ein Stück in Richtung Normalität zurückgekehrt.

Inzwischen sind wir in einem harten Lockdown zwischen Virusmutation und Impfstrategie. Abstand halten, Hände waschen, Maske tragen, Kontakte beschränken sind inzwischen unsere leichtesten Übungen. Gesundheit bedeutet jedoch mehr. 

Unser Körper braucht neben sozialen Kontakten auch Bewegung. Psychischen Belastungen aufgrund der Einschränkungen können mit Bewegung entgegengewirkt werden, denn hier werden Glückshormone ausgeschüttet. Orthopädische Erkrankungen, Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Adipositas und Herz-Kreislauf-Erkrankungen können am wirksamsten mit Sport und Bewegung behandelt werden. 

Kurzarbeit und Homeschooling sind inzwischen in vielen Familien Alltag, der zu Stress führen kann. Stress erhöht die Infektionsanfälligkeit, führt zu Verspannungen der Wirbelsäule und erheblichen psychischen Belastungen. Gegen den Stress hilft es, „den Kopf freizumachen“, bestenfalls mit Sport und Bewegung. 

Gesundheitsorientierter Sport ist besonders effektiv, wenn er fachkompetent angeleitet wird. Für die richtige Bewegungsausführung, die optimale Intensität und auch für die Motivation stellen Trainer/innen ihre Erfahrungen und Professionalität zur Verfügung. 

Seit März 2020 wurden Fitnessstudios immer wieder geschlossen oder durften nur eingeschränkt mit besonderem Hygienekonzept genutzt werden. Im Sommer haben die Unternehmer/innen eigenmotiviert gesellschaftliche Verantwortung getragen und in Hygienekonzepte und deren Umsetzung investiert. Trainierende, Mitarbeiter und Unternehmer haben sämtliche Hygieneregeln strikt eingehalten und Studien zeigten ein äußerst niedriges Infektionsrisiko in den Fitnessstudios. Viele Fitnessstudios, vor allem lokale, privat geführte Unternehmen setzen schwerpunktmäßig auf gesundheitsorientiertes Training und werden dennoch von der Politik nicht als Teil des Gesundheitssystems wahrgenommen. 

Dennoch wird Rehabilitationssport in Deutschland vorrangig von Fitnessstudios angeboten. Hier wird Gesundheitssport von ausgebildeten, erfahrenen Rehatrainern/innen angeleitet, er ist ein wesentlicher Teil des Genesungsprozesses und führt für viele wieder zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und Berufsalltag.

Seit Januar 2021 zielt die Politik darauf ab, die erhöhten Infektionszahlen mittels eines harten Lockdowns zu senken und präventiv Virusmutationen entgegenzuwirken. So wurde im Land Brandenburg auch der Individualsport Indoor verboten. Unberücksichtigt blieb, dass Outdoortraining im Winter nicht für jeden geeignet ist und, dass durch das Sportverbot viele gesundheitliche Probleme bekommen würden. 

Nachdem Studiobetreiber seit Monaten ums Überleben kämpften und der Mitgliederstamm stetig schrumpfte, da 2020 so gut wie keine Neukunden einen Fitnessvertrag buchten, erfolgte das Verbot in der eigentlichen Hochsaison für Fitnessstudios. 

Ausgenommen von diesem Verbot wurden „Sportanlagen, die ausschließlich zu medizinisch notwendigen (…) Zwecken genutzt werden“, also unter anderem der Rehabilitationssport. 

WerderVital bietet seither nach Abstimmung mit dem Gesundheitsamt für den Landkreis Potsdam Mittelmark ausschließlich Rehabilitationssport an. Um mit dem Rehasport kein Infektionsrisiko einzugehen, werden die Rehasportgruppen im WerderVital auf vier unterschiedliche Trainingsräume aufgeteilt, so dass maximal zwei in einem Raum trainieren. 

Im WerderVital werden wöchentlich 16 verschiedene Rehasportkurse angeboten, Kurse mit 100%iger Kostenübernahme der Krankenkassen, Kurse zur Rückenkräftigung, Kurse zur Verbesserung von Kraft und Koordination, Kurse zur Verbesserung der Beweglichkeit oder zur Gewichtsreduktion. Voraussetzung für die Teilnahme am Rehasport ist die Vorlage einer ärztlichen Rehasportverordnung, deren Ausstellung grundsätzlich bei jeder körperlichen Beeinträchtigung in Frage kommt. 

Orthopädische Erkrankungen machen im Lockdown keine Pause. Psychische Belastungen wirken sich mit Muskelverspannungen, Kopfschmerzen und Fehlhaltungen aus. Lassen Sie sich vor allem in diesen Zeiten von Ihrem Hausarzt gründlich untersuchen, verzichten sie nicht auf die medizinisch notwendige Behandlung von Erkrankungen, die nicht direkt durch SARS-CoV-2 ausgelöst wurden, sondern wägen sie die Interessen Ihrer Gesundheit ganzheitlich ab. 

Die Stärkung Ihres Immunsystems und die Therapie bestehender Erkrankungen ist bei Einhaltung strenger Hygieneregeln sinnvoll und notwendig, denn wir möchten, dass Sie gesund bleiben. (c.k.)

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Beschlüsse der Videoschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschef

Deutschland, 11. Februar 2021 – Gestern haben sich die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder erneut per Videokonferenz zusammengesetzt, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

In der Pressemitteilung der Bundesregierung heißt es, dass die tiefgreifenden Maßnahmen zur Kontaktreduzierung in den vergangenen Wochen zu einem deutlichen Rückgang des Infektionsgeschehens geführt haben. Erstmals seit Ende Oktober 2020 ist es gelungen, die Anzahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von 7 Tagen bundesweit auf einen Wert von unter 80 zu reduzieren.

Doch die Verbreitung der Varianten des Coronavirus mit veränderten Eigenschaften erfordern erhebliche zusätzliche Anstrengungen, um die Infektionszahlen wieder zu senken. Aus diesem Grund haben die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder folgende Beschlüsse gefasst:

1. Die bestehenden Beschlüsse der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder bleiben weiterhin gültig, sofern dieser Beschluss keine abweichenden Festlegungen trifft. Die Länder werden ihre Landesverordnungen entsprechend anpassen und bis zum 7. März 2021 verlängern.

2. Es bleibt insbesondere wichtig, die Anzahl der Kontakte zu reduzieren und die Corona-Regeln einzuhalten, um die Verbreitung des Virus einzudämmen:

a) Auch in den nächsten Wochen müssen alle Kontakte auf das absolut notwendige Minimum beschränkt und insbesondere Zusammenkünfte in Innenräumen vermieden werden. Private Zusammenkünfte sind weiterhin nur im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet.

b) Es gilt weiterhin eine Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Geschäften. Generell wird in Innenräumen die Nutzung medizinischer Masken angeraten.

c) In allen Einrichtungen müssen Hygienekonzepte konsequent umgesetzt und vor dem Hintergrund neuer Erkenntnisse – etwa bezüglich Virusmutanten – gegebenenfalls angepasst werden.

d) Nicht notwendige private Reisen und Besuche – auch von Verwandten – sind weiterhin zu unterlassen. Das gilt auch im Inland und für überregionale tagestouristische Ausflüge.

3. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber müssen den Beschäftigten das Arbeiten im Homeoffice ermöglichen, sofern die Tätigkeiten es zulassen. (…) Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder fordern Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber auf, die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung konsequent anzuwenden und durch großzügige Homeoffice-Lösungen mit stark reduziertem Präsenzpersonal umzusetzen oder ihre Büros ganz geschlossen zu halten und bitten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, das Angebot zu nutzen.

4. Um Bildung und Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen zu gewährleisten, haben Öffnungen im Betreuungs- und Bildungsbereich daher Priorität. Dieser Bereich soll daher als erster schrittweise wieder geöffnet werden. Masken, Lüften und Hygienemaßnahmen werden dabei weiterhin nötig sein. Wo immer möglich, sollten medizinische Masken verwendet werden. Vermehrt sollen auch Schnelltests den sicheren Unterricht und die sichere Betreuung und Bildung in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege ermöglichen und Infektionsrisiken minimieren.

Bund und Länder bitten zudem den Bundesminister der Gesundheit in Absprache mit der GMK zu prüfen, ob bei der nächsten Fortschreibung der Coronavirus-Impfverordnung Beschäftigte in der Kindertragesbetreuung sowie Grundschullehrerinnen und -lehrer frühzeitiger als bisher vorgesehen – in der Kategorie 2 mit hoher Priorität – geimpft werden können. Die Länder entscheiden im Rahmen ihrer Kultushoheit über die schrittweise Rückkehr zum Präsenzunterricht und die Ausweitung des Angebots der Kindertagesbetreuung. Sie werden gleichzeitig ihre Anstrengungen vergrößern, die Digitalisierung des Lernens zu befördern, um Teilungsunterricht und das schrittweise Hochfahren zu flankieren. Der Bund unterstützt dies durch den Digitalpakt Schule einschließlich der Sofortprogramme für Endgeräte von Schülern und Lehrern.

5. Friseurbetriebe können unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts mit Reservierungen sowie unter Nutzung medizinischer Masken den Betrieb ab 1. März 2021 wieder aufnehmen.

6. Aus heutiger Perspektive, insbesondere vor dem Hintergrund der Unsicherheit bezüglich der Verbreitung von Virusmutanten, kann der nächste Öffnungsschritt bei einer stabilen 7-Tage-Inzidenz von höchstens 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner durch die Länder erfolgen. Dieser nächste Öffnungsschritt soll die Öffnung des Einzelhandels mit einer Begrenzung von einer Kundin oder einem Kunden pro 20 qm umfassen, die Öffnung von Museen und Galerien sowie die Öffnung der noch geschlossenen körpernahen Dienstleistungsbetriebe umfassen.

Um den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Unternehmen Planungsperspektiven zu geben, arbeiten Bund und Länder weiter an der Entwicklung nächster Schritte der sicheren und gerechten Öffnungsstrategie hinsichtlich der Kontaktbeschränkungen, von Kultur, Sport in Gruppen, Freizeit, Gastronomie und Hotelgewerbe, damit unser Leben wieder mehr Normalität gewinnt.

7. In Ländern bzw. Landkreisen, die aufgrund ihrer hohen 7-Tages-Inzidenz weiterhin die Inzidenz von 50 nicht unterschreiten können, werden die Länder bzw. Landkreise umfangreiche weitere lokale oder regionale Maßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz beibehalten oder ausweiten, damit eine entsprechend schnelle Senkung der Infektionszahlen erreicht wird.

8. Der Bund übernimmt weiterhin die organisatorische und finanzielle Verantwortung für die gemeinsame Beschaffung der Impfstoffe und die Länder schaffen die erforderlichen Strukturen für die Impfdurchführung vor Ort.

9. Bund und Länder halten an dem Ziel fest, dass allen Bürgerinnen und Bürgern spätestens bis zum Ende des Sommers ein Impfangebot gemacht werden kann. Dies ist nach Stand der aktuell von den Herstellern zugesagten Zulassungsdaten und Liefervolumen erreichbar. Bund und Länder werden alle entsprechenden organisatorischen Vorkehrungen treffen. Vor dem Herbst soll so ein ausreichendes Schutzniveau sichergestellt sein.

10. Es ist zu erwarten, dass in Kürze in den ersten Alten- und Pflegeeinrichtungen die Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Pflegepersonal eine Zweitimpfung erhalten haben werden. Gleichzeitig haben Bund, Länder und Kommunen sowie die sozialen Träger in einer gemeinsamen Anstrengung die Durchführung von Schnelltests in den Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie den Einrichtungen der Eingliederungshilfe vorangetrieben. (…)

11. (…) Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder sehen in Schnelltests zur Selbstanwendung ein weiteres geeignetes Mittel zur Steigerung der Testkapazitäten in Deutschland. Die rechtliche Grundlage für den Vertrieb solcher Tests in Deutschland hat der Bundesminister für Gesundheit durch Verordnung geschaffen. Sobald Hersteller entsprechender Selbsttests, die für den Gebrauch ohne vorherige Schulung vorgesehen sind, eine Zulassung beantragen, wird der Bund diese zügig prüfen und bei erfolgreicher Prüfung zulassen. Wichtig ist dabei der Nachweis einer ausreichenden Qualität; denn eine zu große Zahl falsch-negativer Testergebnisse im Selbsttest kann fatale Folgen haben.

12. Zur Unterstützung der Unternehmen, die aufgrund des Lockdowns schließen mussten, haben Bund und Länder umfangreiche Unterstützungsmaßnahmen vereinbart. Seit Ende November wurden bereits mehr als 5 Milliarden Euro an die betroffenen Unternehmen ausgezahlt (November- und Dezemberhilfe). Seit heute ist die Antragstellung für die Überbrückungshilfe III möglich, damit beginnt in den nächsten Tagen die Auszahlung mit großzügigen Abschlagszahlungen (bis 100.000 Euro je Monat, maximal 400.000 Euro im automatisierten Verfahren für vier Monate). Es ist der Bundesregierung zudem in Gesprächen mit der EU gelungen, mehr als eine Verdopplung des EU-Beihilferahmens für Corona-bedingte Schäden zu erreichen. Kulturschaffende sind besonders von der Pandemie betroffen, deshalb hat der Bund das Rettungs- und Zukunfts-Programm „Neustart Kultur“ mit einer weiteren Milliarde Euro ausgestattet, die auch zügig zur Auszahlung gebracht werden soll.

13. Der Bund hat digitale Werkzeuge weiterentwickelt, um die Gesundheitsämter bei ihren vielfältigen Aufgaben zusätzlich zu unterstützen. Dabei ist insbesondere der flächendeckende Einsatz von SORMAS (Surveillance Outbreack Response Management and Analysis System) zum besseren Management der Kontaktpersonen und Kontaktketten erforderlich. Die Länder werden durch entsprechende Vorgaben sicherstellen, dass künftig alle Gesundheitsämter SORMAS und DEMIS nutzen. Der Bund wird die dafür erforderlichen technischen Ressourcen bereitstellen.

14. Die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, im Falle einer Infektion vertrauensvoll mit den Gesundheitsämtern zu kooperieren. Die Gesundheitsämter können die Infektionsketten nur unterbrechen, wenn ihnen alle Kontaktpersonen genannt werden, damit unverzüglich eine Quarantäne und Testung erfolgen kann. Dies ist eine wesentliche Grundlage für die Stabilisierung der Neuinfektionszahlen und damit auch für die Öffnungsperspektiven.

15. Die anhaltende pandemische Lage wird die Krankenhäuser weiter stark belasten und die Refinanzierung durch planbare Operationen und Behandlungen teilweise außer Kraft setzen. Wie im Beschluss der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder vom 25. November 2020 festgehalten, hat das Bundesministerium für Gesundheit eine Bestandsaufnahme zur wirtschaftlichen Absicherung für Krankenhäuser, die intensivmedizinische Kapazitäten für die Behandlung von COVID19-Patienten bereithalten, vorgenommen und die Ausgleichszahlungen für Krankenhäuser durch entsprechende Verordnungen bereits zweimalig ausgeweitet. Aus dem Bundeshaushalt wurden bereits über zwei Milliarden Euro an die Länder zur Weiterleitung an die begünstigten Krankenhäuser ausgezahlt. Das Bundesministerium für Gesundheit wird auch in Zukunft regelmäßig mit dem nach § 24 KHG gebildeten Beirat sowie den Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsministern der Länder die Entwicklung beobachten und ggf. weitere Anpassungen vornehmen. Bund und Länder werden an diesem Thema weiter arbeiten und bei ihrer nächsten Besprechung darauf zurückkommen.

16. Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder werden im Lichte der weiteren Infektionsentwicklung am 3. März 2021 erneut beraten.

Die komplette Pressemitteilung ist hier einsehbar.

(wsw, Bundesregierung)

Zu Hause ist es doch am schönsten! – Oder auch nicht …

Werder (Havel), 10. Februar 2021 – Das Telefon klingelt, während man gerade im Video-Meeting sitzt, auf dem Herd kocht das Mittagessen (über), das kleinste Kind singt voller Inbrunst Weihnachtslieder und spielt fangen mit dem Meerschweinchen, während das große Kind über den Schularbeiten verzweifelt. Irgendwo geht etwas zu Bruch, meist ist es der Geduldsfaden, der lautstark zerreißt.  

Den Spagat zu meistern aus Arbeit und Kinderbetreuung fällt nicht nur den Unsportlichsten unter uns zur Zeit recht schwer. Man hat das Bedürfnis, es jedem Recht machen zu wollen und am Ende sind doch alle unzufrieden. Doch wie kommt man aus dieser frustrierenden Spirale am besten wieder heraus?

Der wichtigste und wahrscheinlich auch am schwierigsten umzusetzende Tipp ist, sich selbst nicht zu sehr unter Druck zu setzen, vor allem wenn es um die Bewältigung der Schulaufgaben geht. Sobald man selbst etwas entspannter ist, nimmt man automatisch den Stress auch von den Kindern. Der Zusammenhalt in der Familie und der Rückhalt für die Kinder sind in dieser Zeit wichtiger und bedeutender denn je. Sie fühlen sich dennoch überfordert und kommen bei Algebra, englischer Grammatik und Co. an Ihre Grenzen? Dann suchen Sie den digitalen Kontakt zu den Lehrkräften oder Mitschülern und bitten um Unterstützung. 

Dass ein ruhiges, konzentriertes und effektives Arbeiten zu Hause und inmitten der Familie nur schwer möglich ist, ist keine Überraschung: „Gleichzeitig Home-Officeing, Home-Schooling, Home-Haushalting und Home-Bespaßungsclowning. Ergibt Home-Nervenzusammenbruching.“ (Quelle: Twitter)

Helfen kann hier ein geregelter Tagesablauf und ein fester Arbeitsplatz. Auch wenn es verlockend ist, den Wecker morgens nochmal weiterzustellen und sich anschließend in Joggingshose gekleidet mit dem Laptop auf die Couch vor den Fernseher zu setzen, ist dies für einen produktiven Arbeitstag wenig hilfreich. 

Richten Sie sich einen kleinen Arbeitsplatz ein, es muss ja nicht gleich ein ganzes Büro sein. Wenn Sie einen festen Platz in der Wohnung zu Ihrem persönlichen Home-Office ernennen, fällt es auch den Kindern leichter, Ihnen dort die nötige Ruhe zum Arbeiten zu gewähren. Und eine angemessene Kleidung kann dabei helfen, den Arbeitsmodus einzulegen und sich richtig zu fokussieren. So ergeben sich bei spontanen Video-Calls auch keine unangenehmen Schlafanzug-Überraschungen. 

Ebenfalls hilfreich sind feste Arbeitszeiten. Zugegeben, mit Kindern im Haus muss man genügend Puffer für eventuelle Unterbrechungen einplanen. Aber wenn man früh morgens mit dem Arbeiten beginnt, die Kinder währenddessen ihre Schulaufgaben erledigen und die Kleinsten ein Bild malen oder basteln, kann man getrost mittags ein kleines Päuschen einlegen. Ein fruchtiger Snack und ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft mobilisieren die Lebensgeister und geben Kraft für die nächste Arbeitsrunde. 

Oftmals kommt man im Home-Office in die Bredouille, beweisen zu wollen/müssen, wie produktiv man ist. Gerne setzt man sich dann auch abends nochmal an den Computer, obwohl man sein Soll längst erfüllt hat. Setzen Sie sich feste Arbeitszeiten und halten Sie diese soweit es geht ein. Schalten Sie den Computer dann auch wirklich aus wenn Feierabend ist. Dies ist vor allem für ein harmonisches Familienleben wichtig. 

„Mich irritieren die Bilder, auf denen Eltern entspannt Homeoffice machen, während ihre Kinder im Hintergrund ruhig spielen.

Meiner Erfahrung nach dauert dieser Zustand nie länger als 2 Minuten – und auch nur weil die Kinder gerade damit beschäftigt sind, die Katze zu rasieren.“  (Quelle: Twitter)

Starre Zeitpläne, feste Termine und pünktliche Abgaben sind mit Kindern nur schwer einzuhalten. Und hier sind wir auch schon wieder bei dem ersten Punkt angelangt: Nehmen Sie nicht nur den Druck von Ihren Kindern, sondern auch den von Ihren Schultern. Nur die wenigsten von uns sind Lehrer, Erzieher, Motivationscoach, Alleinunterhalter, Zen-Meister, Koch, Mitarbeiter des Monats und Haushaltsfee in einem. Da kann man ruhig auch einmal öfter den Fernseher oder die Spielekonsole anmachen, um einen Moment durchatmen zu können. Es kommen auch wieder entspanntere Zeiten. Ganz bestimmt. (wsw)

Informationen zur Abfallentsorgung

Werder (Havel), 9. Februar 2021 – Unsere Blütenstadt präsentiert sich zur Zeit im schönsten Winterkleid. Doch der viele Schnee bringt auch einige Einschränkungen mit sich. Die Abfallwirtschaft Potsdam-Mittelmark GmbH informiert vorsorglich darüber, dass sich in Folge dessen die Abfallentsorgung wegen der winterlichen Straßenverhältnisse verzögern kann.

Abfallbehälter sollen deswegen bitte vor dem Grundstück stehen gelassen werden, bis diese geleert wurden. Bis zum Samstag (13.02.2021) sollen dann alle Abholtermine in dieser Woche erledigt sein, sofern es die Straßenverhältnisse zulassen.

Ebenso ist es im Moment nicht möglich, die geplante Sperrmüllentsorgung und Elektrogeräteabholung durchzuführen. Der Grund sind die Schneemengen, unter denen die zur Abholung bereitgestellten Gegenstände begraben sind. Die APM will diese Entsorgungen nachholen, sobald es die Wetterlage wieder zulässt, und bittet um Nachsicht und Verständnis.

Die Remondis Brandenburg teilt mit, dass in dieser Woche keine fristgerechte Entsorgung der Gelben Säcke stattfinden kann. Ähnlich wie an einem Feiertag wird die Abfallentsorgung dann nach folgendem Schema nachgefahren:

08.02.21 –> 09.02.21
09.02.21 –> 10.02.21
10.02.21 –> 11.02.21
11.02.21 –> 12.02.21
12.02.21 –> 13.02.21

(wsw, apm, wh)

1.472,82 Euro gehen an das SOS Kinderdorf

v.l.: Jacqueline Khal (Mitarbeiterin SOS-Kinderdorf), Matthias Fischer-Kallenberg (Leiter SOS-Kinderdorf), Karin Lorenz (Ehefrau von Gerald Mai), Gerald Mai (Inhaber und Geschäftsführer Werderaner Tannenhof)

Werder (Havel), 8. Februar 2021 – Im vergangenen Jahr konnte das Team vom Werderaner Tannenhof seine Spende an das SOS Kinderdorf Brandenburg noch auf der Internationalen Grünen Woche vor großem Publikum in Berlin überreichen. Doch in diesem Jahr ist dies aus den bekannten Gründen natürlich nicht möglich.

Doch nichtsdestotrotz wollte die Familie Mai die Spende auch in 2021 in einem angemessenen Rahmen an das SOS Kinderdorf Brandenburg übergeben. Und so traf man sich heute auf dem Werderaner Tannenhof. Die Spenden wurden während der Verkaufszeit der Weihnachtsbäume im Dezember 2020 eingenommen, hierfür wurden extra Spendenhäuschen des SOS Kinderdorfs Brandenburg auf dem Werderaner Tannenhof aufgestellt. Insgesamt haben die Kunden und Besucher 736,41 Euro gespendet, die der Tannenhof – zur großen Freude von Jacqueline Khal und Matthias Fischer-Kallenberg – großzügig auf 1.472,82 Euro verdoppelt hat.

Der Werderaner Tannenhof blickt auf eine stabile Saison beim Weihnachtsbaumverkauf zurück. Zwar musste der gastronomische Bereich sowie der Weihnachtsladen durch den staatlich verordneten Lockdown schließen, der Weihnachtsbaumverkauf auf der Plantage in Werder durfte aber bis zum 24. Dezember 2020 offenbleiben und das selbst Sägen weiterhin stattfinden. „Wir konnten ca. 15% mehr Umsatz erzielen. Daraufhin haben wir uns dazu entschlossen, den Spendenbetrag an das SOS-Kinderdorf zu verdoppeln“, erklärt Dr. Christian Mai, Geschäftsführer des Werderaner Tannenhofs. Und weiter: „Die Kooperation ist mittlerweile eine Tradition des Werderaner Tannenhofs und wir freuen uns auch weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit.“

Der Tannenhof der Familie Mai hatte Anfang November 2020 bereits den Weihnachtsbaum für das SOS Kinderdorf Brandenburg gespendet und damit die Saison offiziell eröffnet. Wir hatten hier darüber berichtet. (wsw, c.m.)

 

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