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Letztes Stoffspektakel

Anke Anders (li.) bei ihrem letzten Stoffspektakel., Foto: wsw

Werder (Havel), 16. September 2019 – Es ist Samstag, der 7. September um 9 Uhr – ein paar Handgriffe noch und dann haben Anke Anders und ihr Team alles für das große Stoffspektaktel vorbereitet. „Die Kunden können kommen“, freut sie sich und lächelt. Wie uns Anke Anders verrät, war es jedoch das letzte Event für ihr Näh- und Strickhaus in der Brandenburger Straße 99.  

Knapp sieben Jahre hat die herzliche Werderanerin in ihren Räumlichkeiten nicht nur feine Stoffe an den Mann bzw. an die Frau gebracht, sondern auch ihr Wissen bei verschiedenen Näh- und Strickkursen mit viel Geduld und Leidenschaft weitergegeben.

„Ich habe so wunderbare Kunden und Kundinnen, viele von ihnen sind zu echten Freunden geworden“, ist die 59-Jährige dankbar für die Treue in den vielen Jahren. Leider muss Anke Anders aus privaten Gründen ihr Näh- und Strickhaus schließen. Bis Ende Oktober kann man in dem Sortiment, bestehend aus Stoffen, Wolle und Kurzware, noch fündig werden, bevor sich die Türen in der Brandenburger Straße 99 endgültig schließen.

„Es sind auch noch viele fertig genähte und gestrickte Unikate erhältlich“, ergänzt Anke Anders. „Neue Winterware werde ich zwar nicht mehr bestellen, aber aus dem letzten Jahr gibt es noch schöne Winterstoffe & Motive. Das eine oder andere Schnäppchen wird bis Ende Oktober noch zu ergattern sein – Alles, was noch hier ist, muss raus!“

Anke Anders ist sehr traurig darüber, dass die wunderbare Zeit ihres Näh- und Strickhauses schon bald zu Ende geht. Und wahrscheinlich werden auch die vielen Kundinnen und Kunden die Besuche bei „ihrer“ Anke sehr vermissen. Wir wünschen Anke Anders für die Zukunft alles erdenklich Gute! (wsw)

SMG: Stellungnahme der Fraktion zur Rücktrittsforderung der SPD von Manuela Saß

Werder (Havel), 16. September 2019 – Überfällig oder nicht, die SPD hat vor dem Hintergrund der Baumblütenkrise den Rücktritt der Bürgermeisterin Manuela Saß gefordert. Die Fraktion SMG/Ingo Krüger begrüßt und unterstützt diese Forderung, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

„Jetzt sind wir nicht die Einzigen, die die Amtsaufgabe der Bürgermeisterin fordern“, so der Fraktionsvorsitzende Elmar Schlenke. Der Verein StadtMitgestalter e.V. hatte im Zuge der Vorwürfe des Einbruchs in die Haveltherme und der Diffamierung eines Vereinsmitgliedes bereits den Rücktritt von Manuela Saß und dem ersten Beigeordneten Christian Große gefordert.

„Auch wir sind der Meinung, dass die eklatanten Fehler der Vergangenheit und Gegenwart in der Verwaltung personelle Konsequenzen haben muss. Viele Entscheidungen wirken oft gehetzt, schlecht vorbereitet und sprunghaft. Schon länger beobachten wir die Vergabeverfahren der Stadt mit Sorge. Der durch schlechte Vergabepolitik entstandene Schaden für die Stadt ist groß“, ergänzt Schlenke.

Neben der Rücktrittsforderung der Bürgermeisterin spricht sich die Fraktion StadtMitgestalter/Ingo Krüger auch für ein Abwahlverfahren des ersten Beigeordneten aus. „Das Vertrauen in die Stadtspitze ist verloren, was sich vor allem im Umgang miteinander zeigt“, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzen Anika Lorentz. „Politische Gegner werden juristisch angegangen, öffentlich in der Boulevardpresse als Kriminelle verdächtigt und Stadtverordnete mit fadenscheinigen Hinweisen auf die Verschwiegenheitspflicht unter Druck gesetzt. Eine Rücktrittsforderung ist schon lange gerechtfertigt.“

Für die Stadt Werder (Havel) ist es wichtig, dass sich die Stadtverwaltung und die gewählten Vertreter wieder auf Sachthemen konzentrieren können und die Stadt voranbringen. Dies kann nur mit einer innovativen und nicht von Altlasten behafteter Stadtspitze gelingen. (smg/i.k.)

64. Havel-Ruder-Regatta in Werder

Werder (Havel), 16. September 2019 – Bei strahlendem Sonnenschein und perfekten Ruderbedingungen war die 64. Havel-Ruder-Regatta am ersten Septemberwochenende für Sportler, Gäste und das Regatta-Team des Ruder-Klubs ein schönes Erlebnis. 

Zwar war das Starterfeld wegen des parallel in München veranstalteten Bundeswettbewerbs und der anstehenden World-Masters (unter Werderaner Beteiligung) etwas dezimiert. Dennoch lieferten sich die Ruderer aus ganz Deutschland packende Rennen um die begehrten Obstkörbe und ließen es sich nicht nehmen, am Siegersteg die herzlichen Umarmungen und Gratulationen unter anderem von Bürgermeisterin Manuela Saß entgegen zu nehmen.

Durch freundliche Ansprachen und mutiges „Ausbremsen“ wurden in diesem Jahr die Sportbootführer dazu veranlasst, den Wellenschlag zu minimieren, so dass die Sportler relativ ungehindert ihre Rennen rudern konnten. 

Auch für die Sportler des Ruder-Klubs war es ein erfolgreiches Wochenende. Inken Blohm konnte gleich an beiden Tagen ihren Einer der 14-jährigen Mädchen gewinnen, während ihre Schwester als Wettkampfrichter-Assistentin die Rennen mal aus einer anderen Perspektive verfolgte und eingriff, wenn es nötig war. Ganz knapp unterlag Leia-Sophie Hahne ihrer Konkurrentin im Juniorinnen-Einer und verpasste nach einem harten Bord-an-Bord-Kampf um nur drei Zehntel den Sieg.

Jonathan Wintz und Florian Brösicke konnten sich am Samstag über ihr erfolgreiches Doppelzweier-Rennen und die errungenen Medaillen freuen. Im Doppelvierer in Renngemeinschaft mit der Potsdamer Rudergesellschaft und dem RC Plaue (Havel) wurde es ein sehr guter und hart umkämpfter zweiter Platz. Gleiches gelang Florian am Sonntag im Leichtgewichts-Einer der Junioren und dort in der ersten Leistungsklasse.

In Vorbereitung auf die nun in Ungarn anstehende FISA-World-Masters-Regatta testete Michael Wolter sowohl den Einer als auch den Doppelzweier in Renngemeinschaft mit Oliver Papenbrock aus Neuruppin, und dies mit tollen Ergebnissen. Gleich drei Mal legte er am Siegersteg an und wird nun die Werderaner Farben auf internationalem Terrain erfolgreich vertreten. 

Ohne das bewährte Regatta-Team des Ruder-Klubs und die große Unterstützung von allen Seiten wäre die Havel-Ruder-Regatta nicht zu meistern, so dass der Dank des Ruder-Klubs an die Stadt Werder (Havel) und an die vielen Sponsoren und Freunde des Rudersports geht, ohne die unter anderem auch die gut gefüllten und gern gesehenen Obstkörbe nicht an die Ruderer überreicht werden könnten. Hierbei sei an dieser Stelle besonders zu erwähnen, dass sich in dankenswerter Weise das Ärzte-Team der Neurologischen Reha-Klinik in Beelitz-Heilstätten im ehrenamtlichen „Schichtwechsel“ um die Gesundheit der Sportler sorgt und im Notfall zur Stelle ist.

Nachdem von einer Vielzahl an helfenden Händen am Sonntag all das abgebaut war, was sie am Freitag zuvor für die durchzuführende Regatta auf die Beine gestellt hatten, erklang zum Abschluss der lautstarke Schlachtruf des Ruder-Klubs über das Gelände an der Regattastrecke. Denn nach der Havel-Ruder-Regatta ist vor dem nächsten Masters-Championat. In diesem Sinne: „Hacke Makuja – Kille Wau Wau!“ (u.h.)

Baumblütenfest: Reaktionen vom Wochenende

Werder (Havel), 16. September 2019 – Die Gemüter sind immer noch erhitzt. Nachdem die Stadtverwaltung am 10. September mitteilte, dass das Baumblütenfest in den kommenden Jahren nicht stattfinden soll, wir hatten u.a. hier darüber berichtet, melden sich nicht nur in dem sozialen Netzwerk Facebook zahlreiche Menschen zu Wort.

Am vergangenen Freitag fand auf Initiative von Michael Schultz vom gleichnamigen Siedlerhof eine Krisensitzung statt, bei der ein umfassender Punkte-Plan für den Erhalt des Baumblütenfestes vorbereitet wurde. Ziel sei es, die Baumblüte auch in den kommenden beiden Jahren durchzuführen und parallel an einer Neuausrichtung des beliebten Festes zu arbeiten. Hierfür hat die Stadtverwaltung eine Einwohnerbeteiligung geplant. Mit der Absage des Baumblütenfestes wollen sich die Teilnehmer der Krisensitzung auf Schultzens Siedlerhof nicht zufrieden geben. Angeblich sei bei diesem Termin auch der Rücktritt der Bürgermeisterin Manuela Saß von den Obstbauern gefordert worden. Hier widerspricht Bettina Lindicke jedoch via Facebook-Kommentar: “Das stimmt so nicht, keiner, der mit Obstbau seinen Lebensunterhalt verdient, forderte irgendjemandes Rücktritt. Bitte keine Gerüchte.”

Offiziell macht die Rücktrittsforderung die Werderaner SPD-Fraktion. In einer Pressemitteilung heißt es: Die Absage des Baumblütenfestes durch die Bürgermeisterin bedeutet für Werder (Havel) einen unvergleichbaren überregionalen Ansehens- und Imageverlust sowie erheblichen wirtschaftlichen Schaden. Viele Einwohner, die sich zu einem Großteil auch über das Baumblütenfest mit Werder (Havel) identifizieren, sind betroffen. Neben den Obstbauern sichert die Baumblüte die Existenz für Hotels, Pensionen, Gaststätten und Schausteller in der Stadt und Region. Zur Blütenstadt Werder (Havel) gehört das Baumblütenfest seit 140 Jahren.

“Nach dem Desaster um die ‘Blütentherme’, Fehlplanungen im Kita- und Schulbereich der Stadt ist die Absage des Festes in der Baumblütenstadt Werder (Havel) der Höhepunkt des Missmanagements in der Stadtverwaltung. Der viel zu spät gestartete Vergabeprozess, die fehlende Auseinandersetzung mit einem verbesserten Veranstaltungskonzept und schließlich die kopflose Absage des Festes mit einem desaströsen Krisenmanagement sind Ausdruck des Versagens. Das Vertrauen der Bürger in die Stadtverwaltung ist nicht mehr gegeben”, so der Vorsitzende der Werderaner SPD Steven Bahl. 

Der Vorstand der SPD Werder (Havel) fordert Manuela Saß auf, für die Fehlentwicklungen in unserer Stadt, insbesondere die Absage des Baumblütenfestes, die Verantwortung zu übernehmen und zurückzutreten.

Ergänzend möchte die SPD einen Dringlichkeitsantrag in die kommende Stadtverordnetenversammlung am kommenden Donnerstag einreichen, der die Durchführung der Baumblütenfeste 2020 und 2021 sicherstellen soll.

Bei der SVV am 19. September ist zudem eine Demo geplant. Um 16 Uhr möchte der Demonstrationszug Unter den Linden starten und dann geht es zum Schützenhaus auf die Insel, wo sich um 18.30 Uhr die Stadtverordneten zu ihrer regulären Versammlung einfinden. 140 Menschen haben bisher ihr Erscheinen bei der Demo angekündigt.

Derzeit ist die Stadtverwaltung in Kontakt mit den Obstbauern. Man habe sich darauf geeinigt, vorerst nicht über die Presse zu kommunizieren, sondern das direkte Gespräch zu suchen. Bereits am 23. August wurden mit einer Verschwiegenheitsverpflichtung die Fraktionsvorsitzenden und die Vorstandsmitglieder des Obst- und Gartenbauvereins darüber unterrichtet, dass das Baumblütenfest ausfallen wird. (wsw)

Dringlichkeitsantrag der SPD Fraktion Werder (Havel)

Werder (Havel), 16. September 2019 – Die SPD-Fraktion stellt den nachfolgenden Antrag als Dringlichkeitsantrag zur SVV am 19. September 2019.  

Durchführung der Baumblüte 2020 und 2021 sicherstellen

  • Die Bürgermeisterin wird beauftragt, auch in den Jahren 2020 und 2021 die Durchführung eines Baumblütenfestes als Veranstalter sicherzustellen. Dazu sind folgende Rahmen zu beachten
  • Mit dem bisherigen Betreiber sind unverzüglich über die Durchführung des Baumblütenfestes in den Jahren 2020 und 2021 Verhandlungen aufzunehmen. Die außerordentliche Verlängerung/freihändige Vergabe des bisherigen Vertrags ist in der Gefahrenabwehr begründet. Ziel der Verhandlungen ist die Durchführung des Baumblütenfestes in den beiden Jahren bei verringerter Belastung für die Bewohner der Insel. Das bedeutet: 
    • ausschließlich kindgerechte Fahrgeschäfte auf der Insel
    • die Reduzierung des Rummels auf der Insel
    • nur eine Bühne auf der Insel
    • die vollständige Absperrung nicht zur Feststrecke gehörender Bereiche auf der Insel
    • Tausch der Bühnenprogramme Bismarckhöhe und Insel (Zielgruppe U25 auf Bismarckhöhe oder Friedrichshöhe)
  • Alternativ sind mit anderen Betreiberfirmen Verhandlungen zu führen, wie im Rahmen einer freihändigen Vergabe sichergestellt werden kann, dass eine erfahrene Betreiberfirma die Stadt bei der Organisation unterstützt.
  • Es ist sicherzustellen, dass die Obstbauern in den Plantagen in der gewohnten Form das Baumblütenfest durchführen können und ein Bus-Shuttle-Verkehr über die Höfe wie in den vergangenen Jahren angeboten wird.
  • Weiter ist abzusichern, dass im Stadtgebiet und in den Ortsteilen wie in der Vergangenheit die Möglichkeit zur Öffnung der Gärten und Höfe besteht. In den Gärten und Höfen sowie auf den Grundstücken von Restaurationsbetrieben sind kleine Bühnenprogramme zulässig, wie sie auch sonst genehmigungsfähig sind.
  • Die Wegstrecke des Baumblütenumzugs ist umzukehren.
  • Mit den Sicherheitsorganen ist umgehend zu beraten, wie die Sicherheit im Stadtgebiet am besten zu gewährleisten ist. Dabei ist davon auszugehen, dass trotz der erfolgten öffentlichkeitswirksamen Absage dennoch ein Besucherzustrom bestehen wird.
  • Die Bürgermeisterin stellt sicher, dass der Beteiligungsprozess zur Neuausrichtung des Baumblütenfestes unverzüglich gestartet und bis zum Frühsommer 2020 abgeschlossen wird. 
  • Die Bürgermeisterin legt den Text der Ausschreibung zur Ausrichtung des Baumblütenfestes im Herbst 2020 der Stadtverordnetenversammlung zur Abstimmung vor. 

Begründung:

Die Absage des Baumblütenfestes bedeutet für Werder (Havel) einen unvergleichbaren überregionalen Ansehens- und Imageverlust sowie erheblichen wirtschaftlichen Schaden. Alle Einwohner, die sich zu einem Großteil auch über das Baumblütenfest mit  Werder (Havel) identifizieren, sind betroffen. Neben den Obstbauern sichert die Baumblüte die Existenz für Hotels, Pensionen, Gaststätten und Schausteller. 

Zur Baumblütenstadt Werder (Havel) gehört das Baumblütenfest seit mehr als 140 Jahren. Die Bürgermeisterin von Werder (Havel) hat in den letzten Jahren eine positive Bilanz zum Fest gezogen. Um Schaden für die Stadt abzuwenden, ist die Durchführung der Baumblüte 2020 und 2021 zu sichern. 

Die bereits erfolgte Absage durch die Bürgermeisterin der Stadt, Frau Manuela Saß, ohne Beteiligung der Stadtverordneten ist der Bedeutung des Baumblütenfestes in keiner Weise angemessen.

Die Stadt Werder (Havel) als Veranstalter kann die Organisation eines solchen Festes nicht allein stemmen, hierzu wird professionelle Hilfe benötigt. Ein Ausrichter ist somit für die zwei Jahre zu gewinnen, um die Ausgestaltung des Festes, die Ver- und Entsorgung, Sanitätsdienst, Pressearbeit etc. zu unterstützen. Die Organisation eines Festes in derartiger Größenordnung benötigt  eine mehrmonatige Vorbereitung. Die Auswahl des Ausrichters ist somit bis Ende 2019 abzuschließen.  

Bereits in den kommenden Jahren ist die Ausgestaltung des Festes weiterzuentwickeln, um Anwohner zu entlasten. Besonderes Augenmerk ist dabei auf den Jugendschutz zu richten. 

Das von der Stadtverwaltung angeregte Bürgerbeteiligungsverfahren ist beschleunigt umzusetzen. Bereits die „Baumblüte 2022“ soll dem neuen Konzept entsprechen, dazu müssen bis zum Herbst 2020  die Anforderungen formuliert sein. Bereits über die Ausschreibung des Baumblütenfestes soll die Stadtverordnetenversammlung entscheiden. (a.s.)

Mein Werder (192): Uwe Leo

Uwe Leo mit seiner Enkelin Jillenne, Fotos: Privat

Kurz & Knackig

Name: Uwe Leo
Alter: 59 Jahre
Wohnort: Werder
Seit wann sind sie in Werder? schon immer
Haben Sie Kinder? Ich habe zwei tolle und fleißige Kinder: Steffi, 36 Jahre, und Dennis, 39 Jahre.

Über unsere Blütenstadt

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder ist eine wunderschöne Stadt mit Obstgärten, Obstanbau und von Wasser umgeben. Es gibt unzählige Möglichkeiten, seine Freizeit hier zu gestalten. Man kann über den Hohen Weg spazieren, mit dem Fahrrad auf dem Panoramaweg fahren usw. Wir leben eben dort, wo andere Urlaub machen.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich bin studierter Gartenbauingenieur, habe aber nun mein Hobby und eine Familientradition zum Beruf gemacht und bin selbstständiger Obstweinhersteller mit der großen Unterstützung meiner ganzen Familie. Von klein bis groß helfen alle mit, die Jüngste ist meine Enkelin Jillenne, sie ist zehn Jahre alt.

Was würden Sie lieber machen?
Nichts, ich habe mir meinen Traum erfüllt.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Leos Weingarten 🙂
Es gibt so viele, dennoch sind die Inselstadt und die Regattastrecke natürlich immer noch meine großen Favoriten. Man kann so schön spazieren, Eis essen gehen – speziell beim Italiener, der hat immer wieder neue leckere Sorten, die man entdecken kann.

Wo muss ein Gast in unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Natürlich in Leos Weingarten, auf der Insel, am Wasser, im Fischrestaurant Arielle und natürlich auch in unseren anderen Ortsteilen wie z.B. in Petzow mit dem schönen Haussee.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort zur Baumblüte?
In erster Linie Muckergarten, aber auch mal Rummel.

Welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Holunder Kirsch Wein

Sie ganz speziell

Seit wann gibt es Leos Weingarten und was macht ihn besonders?
Seit 15 Jahren verkaufen wir auf unserem Hof Obstwein, die ganze Familie und Freunde helfen zu dieser Zeit. Es ist unser Ziel, Menschen glücklich zu machen und ich denke, das schaffen wir jedes Jahr wieder. Immer mehr internationale Gäste erfreuen sich an unserem Obstwein.
Es ist einfach ein ganz besonderer Charme, wenn man zur Baumblüte in unseren Garten kommt, am Stand seinen Wein kauft und mittendrin ist. Es ist für alles gesorgt: ausgezeichneter Wein, was Deftiges zu essen und Musik – Was braucht man mehr?!
Wir sind sehr stolz darauf, sagen zu können, dass wir bei der bekannten Obstweinprämierung in den letzten fünf Jahren zu den Gewinnern gehörten.
Worüber ich auch sehr stolz bin, ist, dass meine Enkelin Jillenne immer mit dabei ist. Sie darf natürlich nicht kosten, aber riechen und sich Obstwein-Mischungen ausdenken. Eine Freude ist es dann auch, sie mit zu der Verleihung der Kruken Prämierung zu nehmen.

Seit einigen Jahren verkaufen Sie Ihren Obstwein auch im eigenen Hofladen, erzählen Sie uns davon!
Ja das stimmt, seit einigen Jahren können unsere Kunden aus nah und fern, die Obstweine das ganze Jahr genießen. Der Obstwein wird dafür nach dem Baumblütenfest pasteurisiert, damit also haltbar gemacht. Viele Kunden meiner Tochter Steffi, die im Haus ein Kosmetikstudio betreibt, nehmen gerne auch mal einen Obstwein mit. Das freut uns natürlich sehr.
Der Hofladen ist täglich geöffnet, Montag bis Freitag von 10 bis 16 Uhr. Zu unserem Angebot gehört nicht nur der Obstwein, sondern auch Liköre, Fruchtaufstriche und der leckere Holunderblütensirup.

Wie viele Sorten Obstwein werden produziert und woher beziehen Sie Ihre Früchte?
Wir haben circa 16-20 Sorten, das ist jedes Jahr unterschiedlich. Wir haben Klassiker wie Erdbeere, Johannisbeere und Himbeere, aber auch Exoten wie zum Beispiel Aroniabeerwein. Die Früchte dazu bekommen wir unter anderem aus unserem Garten, aber auch von Freunden, Bekannten und Obstbauern aus der Region.

Wo kann man Ihre leckeren Obstweine noch käuflich erwerben außer im Hofladen?
Im Ausschank gibt es unsere Obstweine beim Fischrestaurant Arielle, im Café Wellenstein in Ketzin und beim Fischereibetrieb Nick Berner.

Was sagen Sie zu dem Vorhaben, die Baumblüte die nächsten beiden Jahre ausfallen zu lassen?
Wir waren geschockt über die Nachricht und hätten uns gewünscht, dass man uns eher Bescheid gibt, damit wir Obst- und Weinbauern darauf anderes hätten reagieren können. Andererseits sehen wir das auch als Chance für eine Veränderung zum Positiven. Wir werden trotzdem unseren Garten aufmachen und unseren leckeren Wein unter die Leute bringen.

Der Herbst steht vor der Tür und das bedeutet, dass auch die Weihnachtszeit nicht mehr weit entfernt ist. Gibt es da von Ihnen auch ein Schmankerl ?
Selbstverständlich! Wir bieten hausgemachten Obstglühwein mit winterlichen Gewürzen wie Zimt, Kardamom und frischer Vanilleschote an.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Erster Wunsch: Meine Tochter baut gerade ihr eigenes Haus und ich wünsche mir für sie, das alles glatt geht und sie bald einziehen kann.
Zweiter Wunsch: Ein wenig mehr Transparenz, was die Planung der Baumblüte angeht und dass die Baumblüte bleibt wie immer.
Dritter Wunsch: Dass meine Familie immer gesund bleibt.

Welche berühmte Person würden Sie gerne einmal treffen?
Da mir gerade keiner einfällt, frage ich meine Enkelin Jillenne. Sie sagt Ariana Grande und sie würde sie dann gerne nach einem Foto mit ihr zusammen fragen. 😊

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachtisch?
Ein Wein Buch, um Tipps und neue Ideen zu sammeln.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -Serie?
Fußball Bundesliga

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Eis essen

Lieben Sie Tiere? Wenn ja Katze oder Hund?
Wir hatten immer einen Hund und meine Enkelin wünscht sich einen Hund, wenn sie mit meiner Tochter im eigenen Haus wohnt.

Glückliches Händchen an der Lostrommel

Die glückliche Gewinnerin Petra aus Glindow freut sich sehr über ihren neuen Flitzer., Foto: wsw

Werder (Havel), 13. September 2019 – Der kleine Alexander ist ganz aufgeregt, denn am Mittwochnachmittag macht die Familie aus Glindow einen Ausflug zu Möbel C.H.R.I.S.T. in Werder, um Oma Petras neuen Flitzer abzuholen.

In der großen Hot-Summer-Sale Aktion hat das Möbelhaus ein Auto ausgelobt, in das die Besucher eine ausgefüllte Gewinnkarte einwerfen konnten. “3100 Teilnehmer wurden am Ende ausgezählt und ich freue mich sehr darüber, dass wir beim Auslosen ein gutes Händchen hatten“, erzählt uns Geschäftsführer Christian Doeppner.

Erst im letzten Jahr verabschiedete sich der alte Opel Corsa von Petra in die ewigen Schrottplatz-Jagdgründe und ihr Mann Rainer musste seither geduldig sein Auto mit der Frau teilen. Damit gerechnet hat die Familie natürlich nicht und auch beim Anruf, dass sie die glücklichen Gewinner seien, kam immer wieder die Frage auf, ob das jetzt auch echt und kein Witz sei.

„Das Auto bleibt auf jeden Fall in der Familie“, erzählt Petra und strahlt, als sie sich das erste Mal hinter das Lenkrad des kleinen orangefarbigen Fiat, der schon mit Wunschkennzeichen versehen ist, setzt. Auch Alexander kann es kaum abwarten, endlich einzusteigen. „Aber immer schön anschnallen“, betont der 6-Jährige.

Wir wünschen der Familie ganz viel Spaß mit dem neuen Flitzer und allzeit gute und vor allem sichere Fahrt! (wsw)

Familienradeln rund um den Schwielowsee

Der Fahrradsonntag am 15. September lädt wieder viele begeisterte kleine und große Radler zu einer spannenden Tour rund um den Schwielowsee ein., Foto: Sören Bels

Schwielowsee, 13. September 2019 – „Pack den Drahtesel ein, nimm dein kleines Schwesterlein und dann nischt wie raus zum Schwielowsee“ – der 20. Fahrradsonntag am 15. September 2019 lockt vor allem Familien mit Kindern auf die Räder. An zahlreichen Orten rund um den Schwielowsee können die jungen Radler an Aktionen teilnehmen und auf der Schatzkarte Stempel sammeln. Mal sehen, wer das blaue Krokodil zuerst findet? So können auf der Wiese vor der Fähre auf der Geltower Seite Verkehrszeichen erraten werden, am Gemünde geht es auf die Suche nach dem Murmelmonster und in Ferch wird im Schneckenrennen getestet, wer am langsamsten radeln kann.

Aber auch für Eltern und Großeltern gibt es am Wegesrand viel zu erleben: So lässt sich von Kulturort zu Musikkonzert radeln und an Ständen mit kulinarischen Leckereien Rast einlegen – den herrlichen Blick auf den Schwielowsee immer inklusive.

Musik und Zirkus zum Tourstart

Offiziell eröffnet wird der Fahrradsonntag am Lokal „Baumgartenbrück“ in Geltow. Um 10 Uhr spielt hier der Musikverein der Blütenstadt Werder (Havel) auf und die Singklasse wie auch der Schulzirkus der Meusebach-Grundschule haben ihren Auftritt. Leckeren Kuchen gibt es vom Schulförderverein und die Kinder können den Mitmachzirkus erproben. Um 11 Uhr startet Schwielowsees Bürgermeisterin Kerstin Hoppe mit einer Radlergruppe Richtung Caputh zur Fähre, wo auf der Wiese auf der Geltower Seite eine „Bicycle Lounge“ mit Musik, Getränken und einem Foodtruck zur ersten Stärkung einlädt. Die Kinder können beim Verkehrsclub Deutschland testen, ob ihr Fahrradhelm richtig sitzt und am Klimaschutzstand Bioenergie spielend begreifen. Nach der Havelüberfahrt mit der Seilfähre erwartet die Radler der Duft von Kaffee und Kuchen am Stand des Schulfördervereins der Albert-Einstein-Grundschule. Wer in Caputh verweilen möchte, dem bietet sich ein Besuch der Ausstellung „B.A.R.O.C.K – Künstlerische Interventionen“ im Schloss oder auch die Fontane-Ausstellung im Heimathaus an. Auch die Stüler-Kirche, das Einsteinhaus, die Einstein-Ausstellung im Bürgerhaus und das Atelier von Ralf Wilhelm Schmidt haben an diesem Sonntag geöffnet.

Backen, Spielen und Planschen am Wegesrand

Weiter geht die Entdeckungsreise auf zwei Rädern über die Flottstelle nach Ferch, wo die müden Beine eine Rast am Backofenplatz erwartet. Der Biss in das frisch gebackene und noch warme Brot stärkt für das Weiterradeln zur Obstkistenbühne. Dort wird um 12.30 Uhr das Familienprogramm „Die Radpartie“ aufgeführt – hier dürfen die Radler mitsingen und mit märkischen Holzpantinen an den Händen den Rhythmus klappern. Der nächste Halt lohnt an der Seewiese, wo ab 13.30 Uhr die Dixielandband „Alte Wache“ mit flotter Musik für gute Stimmung sorgt. Die Kinder können den Drahtesel kurz zur Seite stellen und sich auf der Feuerwehr-Hüpfburg und dem mobilen Wasserspielplatz weiter austoben. Ganz in der Nähe bietet das Haus TiLiA selbstgemachte süße und herzhafte Leckereien an. Wem bei all der Bewegung an dem Tag zu warm wird, der kann im Fercher Strandbad ins Wasser hüpfen. Für Kunstinteressierte lohnt sich ein Stopp am Museum der Havelländischen Malerkolonie, wo die Ausstellung „Havelland in Wort und Bild – Fontane und die deutschen Impressionisten“ gezeigt wird. Der Japanische Bonsaigarten lädt an diesem Tag zu seinem Chrysanthemen-Festival und japanischen Spezialitäten ein.

Minikegeln und Schach beim Petzower Parkfest

Ein Highlight auf der Fahrradtour rund um den See ist das 13. Petzower Parkfest. Um 11 Uhr erklingt das Eröffnungskonzert in der Schinkelkirche und ab 12 Uhr ertönt Livemusik im Lennépark. Für Kaffee und Kuchen sorgen die Petzower Waschweiber und der Schachverein Werder lädt zu einer spannenden Partie. Die Kinder können beim Verein Inselparadies Minikegeln und Korkenschießen ausprobieren. Wer die Rundtour um den Schwielowsee komplett machen möchte, radelt wieder zurück nach Geltow. Hier laden im Handwebereimuseum Ulla Schünemann und ihr Team von 11 bis 17 Uhr zu Webvorführungen ein. Im Café im Webhof können die Sonntagsradler zum Abschluss ihrer Tour an lauschigen Plätzchen selbst gebackenen Kuchen genießen.

Das detaillierte Programm gibt es auf www.schwielowsee-tourismus.de. Der neue Faltplan für die Hosentasche mitsamt Stempel-Schatzkarte ist in der Tourist-Information in Caputh und an vielen weiteren Standorten rund um den Schwielowsee erhältlich. (m.j.)

Wirtschaftstag in Werder mit fast 400 Schülern

Werder (Havel), 13. September 2019 – Eine Steckdose wechseln, einen Baum fällen, eine Schweißnaht setzen – das alles fachgerecht zu machen, ist keine einfache Sache. Jedenfalls nicht für die Schüler, die es beim gestrigen Ausbildungstag im Innovationcenter von Herbstreit & Fox in Werder (Havel) versuchten. Das Digitalwerk Werder hatte ein Virtual-Reality-System mitgebracht, so dass die Handwerkertätigkeiten mit den entsprechenden Werkzeugen und Maschinen realitätsnah nachvollzogen werden konnten.

Höchste Konzentration war gefragt, ein paar Schritte weiter konnten sich die Besucher über die Perspektiven der entsprechenden Handwerksberufe und Ausbildungschancen in vielen anderen Branchen informieren. Unternehmen wie die Werder Frucht Vermarktungsgesellschaft, der Pektinhersteller Herbstreith & Fox, die regiobus Potsdam Mittelmark, das Autohaus Raschick, der Werderaner Edeka-Markt oder der Anlagenbauer Promontan waren unter den Ausstellern. Auch über Karrierechancen bei der Polizei, der Bundeswehr oder beim Zoll wurde informiert, nachdem es im vergangenen Jahr entsprechende Anfragen gegeben hatte.

Nicht zuletzt ging es um die Möglichkeit, in der Stadtverwaltung Werder (Havel) eine Ausbildung als Verwaltungsfachangestellte(r) in der Fachrichtung Kommunalverwaltung aufzunehmen. Erstmals auf einer Ausbildungsmesse vertreten war die Kampa-Gruppe mit ihrem Werderaner Standort. Technische Zeichner, Industriekauffrau/-mann und Bürokauffrau/-mann kann man im Zentrum für Baulogistik und Baumanagement werden. Von zuvor zwei ist der Wirtschaftstag mit den insgesamt 22 Ausstellern auf drei Etagen gewachsen.

Unter den Unternehmen, die Sozialberufe ausbilden, war neben dem Pflegeheim Casa Reha und der Karina Hauskrankenpflege die Arbeiterwohlfahrt, die an ihren Werderaner Standtorten den Betreuungsservice von der Kurzzeitpflege bis zum Pflegeheim anbieten. Eine Chance für ein duales Studium der Freizeitwirtschaft bietet der Campingplatz Riegelspitze. Im halbjährigen Wechsel wird auf dem Campingplatz gearbeitet und in der Dualen Hochschule Baden-Württemberg und Ravensburg studiert – und dabei auch noch Geld verdient.

Der Stand der IHK bekam zusätzliche Aufmerksamkeit, weil hier kostenlos Popcorn verteilt wurde. Auch das Arbeitsamt oder das Oberstufenzentrum Werder informierten die Besucher über die Möglichkeiten, sich auf das Berufsleben vorzubereiten. Im Oberstufenzentrum werden seit jüngster Zeit auch Erzieher(innen) ausgebildet – es handelt sich um eine tätigkeitsbegleitende Ausbildung. Die Möglichkeit eines Abiturs mit dem Schwerpunkt Sozialwesen ist ebenfalls neu.

Bürgermeisterin Manuela Saß sprach danach von einem Erfolg. „Zwischen den Ausstellern und den fast 400 Schülern, die den Wirtschaftstag besucht haben, hat ein reger Austausch stattgefunden. Alle Aussteller wollen im kommenden Jahr wiederkommen.“ Dann sollen voraussichtlich noch weitere Unternehmen aus der Gesundheitsbranche das Spektrum ergänzen. (wh)

„Solange die Bäume in Werder blühen, wird es auch ein Blütenfest geben.“

Werders 1. Beigeordneter, Christian Große
Werders 1. Beigeordneter, Christian Große

Werder (Havel), 12. September 2019 – Auch der Sender Radio1 berichtete über das Baumblütenthema und führte dazu ein Interview mit dem 1. Beigeordneten Christian Große. Er bezieht sich darin u.a. auf die Ereignisse auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz 2016, die dazu beigetragen haben, dass sich die Sicherheitsbestimmungen auf einem Fest, wie der Baumblüte, radikal geändert haben. 

Anders als beim Münchener Oktoberfest gebe es in Werder keinen abgeschlossenen Veranstaltungsbereich. „Zur Baumblüte wird die komplette Innenstadt bespielt, täglich werden rund 100 Betonpoller bewegt, die unsere Bewohner einkesseln und das ist so nicht mehr tragbar“, so Christian Große.  Mit der Neuausrichtung des Festes wolle man ein Stück weit wieder zurück zu dessen Wurzeln. Dass die Stadt das Baumblütenfest ohne Veranstalter ausführe, hält Große für ausgeschlossen. Der organisatorische Aufwand ist komplex, die Anforderungen an eine ausführende Agentur sind hoch und werden durch den Fakt erschwert, dass man nicht weiß, welche neuen Anforderungen in den Folgejahren zu erfüllen sind. 

Große rief eindringlich dazu auf, sich bei dem nun startenden Beteiligungsprozess zu engagieren. Damit spricht er Obstbauern und Bewohner gleichermaßen an, denn für die Zukunft wünsche man sich natürlich ein Fest, das für die Obstbauern wirtschaftlich einträglich ist, aber auch die breite Akzeptanz in der Bevölkerung findet. 

Das Image des Festes habe in den vergangenen Jahren arg gelitten. „Von der größten Drogenparty Deuschlands wird gesprochen. Das kann nicht unser Anspruch an das Image unserer Stadt sein, von dem wir alle profitieren“, erklärte Große weiter. Abschließend sagte er: „Solange die Bäume in Werder blühen, wird es auch ein Blütenfest geben.“ (wsw)

Reaktionen der Obstbauern zur Absage des Baumblütenfestes

Werder (Havel), 12. September 2019 – Die Reaktionen aus der Bevölkerung auf die Absage der Blütenfeste in den kommenden beiden Jahren sind zwiegespalten: Einige begrüßen die Entscheidung als mutigen Schritt hin zu einer Neugestaltung des Baumblütenfestes, das sich wieder an den traditionellen Werten des Festes orientiert. Der Großteil der Kommentare in den sozialen Netzwerken spricht allerdings eine andere Sprache.

Von einer Demonstration am 19. September vor dem Bürgerhaus auf der Insel ist dort ebenso die Rede wie von einem durch die Werderaner Bürger organisierten Baumblütenfest. Besonders die zu erwartenden Verluste für die zahlreichen Obstbauern sind ein Thema. Wir haben einige Obstbauern nach ihrer Meinung gefragt.

Das sagen unsere Obstbauern

Bettina Lindicke: „Gerade in diesen Wochen, in denen wir das Ausmaß der Blütenfröste ganz genau sehen – nämlich immense Ausfälle bei Äpfeln und Pflaumen, ist diese Nachricht nicht gerade eine freudige. Unser Obsthof ist auf die Einnahmen aus dem Obstwein-Verkauf angewiesen. Aber wir sehen auch eine Chance für Werder. Wir haben unseren Stadtgarten am Hohen Weg seit Jahren auch schon vor dem offiziellen Baumblütenfest geöffnet und planen ganz fest auch für 2020 für unsere Kunden ein echtes Fest unter blühenden Bäumen. In welchem Rahmen wird sich zeigen.“

Marcel van Dam: „Wir werden im kommenden Jahr trotzdem normal unseren van Dam’s Kirschenhof in Plessow öffnen. Es ist immer herrlich, wenn die Leute zu uns auf die Plantage kommen und Wein, Wurst und die Natur genießen.“

Marcel Lehnst: „Ich persönlich finde es schade für die Obstbauern, die viele Stände auf der Baumblüte haben. Wir haben eh vor einiger Zeit schon beschlossen, mit unseren Ständen nicht mehr auf der Insel zu sein und nur noch auf unserem Hof etwas zu machen. Und das werden wir auch weiterhin tun. Wir hatten ja auch schon Ausgaben und rechnen fest mit dem Baumblütenfestertrag.“

Bernd Lorenz: „Die Ankündigung war für uns ein Schock. Nun gilt es, sich neu zu sortieren. Zurück zu den Wurzeln, zurück zum Familienfest unter blühenden Bäumen. Klasse statt Masse. Unser Blütengarten wird wie gewohnt zur Baumblüte öffnen.“

Doreen Schultz: „Was sollen wir sagen? Wir sind genauso geschockt wie der Rest der Stadt. Auf jeden Fall werden wir uns etwas für unseren Schultz’ens Siedlerhof für diese Zeit überlegen.”

Heidis Obstweine: „Schweren Herzens haben wir den jetzigen Stand zur Vergabe des Baumblütenfestes für die nächsten Jahre zur Kenntnis genommen. Wir hoffen aber weiterhin, dass die Verantwortlichen um unsere Bürgermeisterin Frau Saß alles mögliche versuchen werden, ein solches traditionsgebundenes und zu Werder gehörendes Volksfest zu realisieren. Auch wenn wir erst seit zwei Jahren mit unserem Stand auf dem Karfunkelberg vertreten sind, wollen wir auch in der kommenden Baumblütenfestwoche um den 1.5.2020 für unsere Gäste am Start sein. Wir drücken die Daumen, dass sich doch noch eine Lösung findet.“

Angelika Thierschmann: „Natürlich werden wir unseren Hof öffnen. Wir hier im Außenbereich sind ja wahrscheinlich ein bisschen weniger betroffen. Andererseits, wenn die Medien das publik machen, dass es kein Fest gibt, verirrt sich ja auch kein Besucher mehr auf die Höfe. In abgeschwächter Form wird es sicherlich auf den Obsthöfen und in den Außenbereichen ein Baumblütenfest geben. Ich befürchte nur, wenn das Fest jetzt für zwei Jahre abgeblasen ist, dass es bestimmt danach nicht wieder neu belebt wird. Doch die Baumblüte ist Werder, das Fest gehört einfach dazu! Ich finde die Entscheidung furchtbar und schade, dass es einfach so entschieden wurde. Wir werden auf jeden Fall etwas machen, in welcher Form ist noch unklar.”

Uwe Leo: „Wir waren geschockt über die Nachricht und hätten uns gewünscht, dass man uns eher Bescheid gibt, damit wir Obst- und Weinbauern darauf anderes hätten reagieren können. Andererseits sehen wir das auch als Chance für eine Veränderung zum Positiven. Wir werden trotzdem unseren Garten aufmachen und unseren leckeren Wein unter die Leute bringen.”

Petra Lack (Werder Frucht GmbH): Wir sind auch schockiert, dass das Baumblütenfest nach 140 Jahren in den kommenden zwei Jahren ausfallen soll. Wir sehen es als Imageschaden für unsere Stadt und finden es sehr schade, dass vorher niemand über die Entscheidung informiert bzw. in die Entscheidungsfindung einbezogen wurde. Ich glaube, die Folgen für die Obsthöfe und letztendlich für uns und unsere Stadt auch in der Außenwirkung sind noch gar nicht abzuschätzen und überhaupt nicht zu unterschätzen. Gerne bringen wir uns in entsprechende Aktivitäten ein, um das Werderaner Baumblütenfest ganz schnell wieder in einem würdigen Rahmen begehen zu können.

Hier haben wir die gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Werder (Havel) mit dem Obst- und Gartenbauverein veröffentlicht. Darin heißt es unter anderem, dass es vom Obstbauverein keinerlei Pläne für eine Demonstration gegen die Festabsage gebe. (wsw)

Reaktion zur RBB-Exklusivmeldung zum Baumblütenfest

Werder (Havel), 12. September 2019 – Der Werdersche Obstbauverein will sich mit seinen Mitgliedsunternehmen an der Diskussion über die Zukunft des Baumblütenfestes beteiligen. „Wir begrüßen die Zäsur und denken, dass von einem Beteiligungsprozess für ein besseres Festkonzept alle profitieren können“, so der Vorsitzende des Obstbauvereins, Dr. Reinhard Schmidt.

„Für uns ist die Baumblüte ein biologisches Ereignis, dass die Obstbauern auch im kommenden Jahr ohne großes Brimborium auf ihren Höfen begehen werden.“ Ein Volksfest wie das Baumblütenfest könne und wolle der Verein aber nicht auf die Beine stellen. Pläne für eine Demonstration gegen die Festabsage gebe es vom Obstbauverein nicht.

Werders Bürgermeisterin Manuela Saß betonte einmal mehr, dass das Baumblütenfest für den anstehenden Prozess der Einwohnerbeteiligung und Neuausschreibung abgesagt ist. „Es wird keine Unterstützung und auch keine Erlaubnis für eine Ersatzfestmeile im Stadtgebiet geben.“ Der Obstbauverein, der die meisten Werderaner Obst- und Gartenbaubetriebe repräsentiert, sei darüber vor der öffentlichen Absage informiert worden. (wh)

Pressemitteilung der CDU bezüglich des Baumblütenausfalls

Werder (Havel), 12. September 2019 – Der Pressesprecher und der Vorsitzende der CDU Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung von Werder Havel äußern sich zur aktuellen Situation in Sachen Baumblüte wie folgt:

“Es war und ist ein Anliegen der CDU Fraktion, dem Baumblütenfest eine neue Note zu geben. Ein Anknüpfen an die wirklichen Traditionen und eine Verringerung der zuletzt unerträglichen Negativauswirkungen auf die betroffenen Anwohner sind geboten. Diese Neuausrichtung sollte freilich, so sah es der Antrag der CDU vor, für die gestaltbare Zukunft wirken. Erst Bürgerbeteiligung, dann Neusteuerung. Die nunmehrige Absage ist der Beratung zuvorgekommen. Sie resultiert vor allem aus Sicherheits- und Verantwortlichkeitsfragen sowie wirtschaftlichen Aspekten, die in der Ausschreibung nicht so zu klären waren, dass die Verantwortlichen der Stadt diesen Weg hätten gehen wollen bzw. können. Nicht erkennbare Perspektiven einer Verbesserung des Festes waren nur ein Teilaspekt”, so der Pressesprecher der CDU-Fraktion Peter Kreilinger.

“Wegen der Vertraulichkeit des Bieterverfahrens sind keine näheren Angaben möglich, aber alle Fraktionen haben nach Information der Verwaltung über die Ergebnisse der Ausschreibung zugestimmt, dass unter diesen Bedingungen ein Zuschlag nicht möglich ist”, so der Fraktionsvorsitzende Hermann Bobka.

“Die Obstbauern werden sicherlich Wege finden, die Baumblüte – die als Naturereignis natürlich nicht ausfällt – zu nutzen, um in einem ihnen angenehmen Umfang und ohne die vielen Negativbegleiterscheinungen sowie in eigener Verantwortung zu feiern”, so Bobka.

Den Vergabeproblemen wohnt jetzt auch die Chance inne, mit der Werderaner Bürgerschaft in Ruhe zu klären, was sie bei einer Konzentration auf die Höfe und Plantagen konkret vermisst und in Zukunft von Seiten der Stadt als organisiertes Fest ergänzt werden soll. Dem Signal, dass Werder nicht darauf wartet, von bereits betrunken anreisenden Chaoten überrannt zu werden, stimmt sicherlich die überwältigende Mehrheit der Werderaner zu, so Kreilinger abschließend. (p.k., h.b.)

Umfassende Einwohnerbeteiligung zum Baumblütenfest geplant

In Vorbereitung der Absage des Festes für 2020 hat die Verwaltung den Fraktionsvorsitzenden erste Ideen für ein Beteiligungsverfahren für einen Neustart des Baumblütenfestes ab voraussichtlich 2022 vorgelegt. Die abgebildeten Schritte sollen in dem geplanten Beteiligungsverfahren berücksichtigt werden.

Werder (Havel), 11. September 2019 – Nach der Absage des Baumblütenfestes in Werder (Havel) wird Bürgermeisterin Manuela Saß den Stadtverordneten ein umfassendes und fachlich begleitetes Einwohnerbeteiligungsverfahren vorschlagen Es soll mit einer Einwohnerversammlung beginnen, die am 27. November um 18 Uhr auf der Bismarckhöhe, Hoher Weg 150, stattfinden wird.

„Wir möchten den Werderanern die Erfahrungen und Entwicklungen der vergangenen Jahre darstellen und das Ergebnis des Vergabeverfahrens erläutern“, so Bürgermeisterin Manuela Saß. Bei der Einwohnerversammlung werde auch die Möglichkeit für eine erste Diskussion bestehen.

Der Diskurs soll nach der Einwohnerversammlung in mehreren Schritten weitergehen, die in einem Arbeitspapier der Verwaltung zusammengefasst sind. Das Papier ist am 23. August bereits den Fraktionsvorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung vorgestellt worden. Zu diesem Zeitpunkt wurden die Fraktionsvorsitzenden auch über die Aufhebung des Vergabeverfahrens ins Bild gesetzt.

Dem Arbeitspapier zufolge würde im Frühjahr eine Einwohnerbefragung stattfinden, bei der unter anderem ermittelt werden soll, was den Werderanern am Baumblütenfest besonders wichtig ist. Im Frühsommer soll diese Diskussion mit Politik und Verwaltung in mehreren Workshops fortgesetzt werden, bevor bis Herbst kommenden Jahres in Arbeitsgruppen mehrere Varianten für eine Neuausrichtung des Baumblütenfestes erarbeitet werden.

Nach einem erneuten Feedback der Einwohner sollen die Stadtverordneten dann im Winter 2020/2021 entscheiden, welche der Varianten als Grundlage für eine Neuausschreibung des Festes gewählt wird. Eine Neuausschreibung könnte im Sommer 2021 stattfinden.

„Beteiligungsprozesse sind komplex. Ein Verfahren muss sich dem Gesamtprozess immer wieder anpassen“, betont Dr. Linus Strohmann, der seit Juli in der Stadtverwaltung als Referent für Einwohnerbeteiligung tätig ist. Das Arbeitspapier könne deshalb nur eine Orientierung für das geplante Verfahren sein.

„Das Papier bildet eine gute Basis zur Erarbeitung eines Festkonzepts, das eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung genießt und dem Image von Werder als Blütenstadt gerecht wird“, so Bürgermeisterin Saß. Dafür werde man sich die Zeit nehmen, die benötigt wird.

Im Vergabeverfahren für die Dienstleistungskonzeption des Baumblütenfestes ist wie gestern mitgeteilt kein zuschlagfähiges Angebot abgegeben worden. Es hatte sich gezeigt, dass für einen echten und nachhaltigen Richtungswechsel eine andere Herangehensweise und mehr Zeit benötigt werden. (wh)

Die SPD Werder (Havel) äußert sich zur Absage des Baumblütenfestes 2020

Werder (Havel), 11. September 2019 – „Die kurzfristige Absage des Baumblütenfestes 2020 stellt einen erheblichen Imageschaden für die Blütenstadt Werder dar. Mit der gescheiterten Ausschreibung nimmt unsere zentrale touristische Marke enormen Schaden“, kritisiert Werders SPD-Vorsitzender Steven Bahl. „Auf die seit langem bekannten Problemstellungen wie das verschärfte Sicherheitskonzept, die Anwohner-Beeinträchtigungen und der ausufernde Alkoholkonsum, wurde lange seitens der Verwaltung nicht angemessen reagiert. Dass nun kein Veranstalter gefunden wurde, ist dabei wenig verwunderlich. Den jetzt begonnenen Prozess zur Weitergestaltung des Baumblütenfestes hätte die Verwaltung bereits vor Jahren starten müssen“, so Bahl weiter.

„Die Absage des Baumblütenfestes ist insbesondere für die Obstbauern ein Schlag ins Gesicht“, stellt die stellv. SPD-Vorsitzende und Stadtverordnete Nadine Lilienthal fest. Die Verwaltung ist nun aufgefordert, sich umgehend mit den Obstbauern zusammenzusetzen. „Sollten die Obstbauern sich dafür entscheiden, ihre Plantagen zur Baumblüte zu öffnen, sollte die Stadt dabei so umfassend wie möglich unterstützen“,  so Lilienthal weiter. „Hierzu zählt zum Beispiel die Einrichtung eines Busshuttle-Betriebes, damit die Plantagen am Obstpanoramaweg für die Besucher gut zu erreichen sind. Ebenso wichtig ist die Erstellung eines Sicherheitskonzeptes, um größere, selbstorganisierte Besuchergruppen in der Kernstadt und auf der Insel unter Kontrolle zu behalten. Das wird die SPD-Fraktion in einem Dringlichkeitsantrag zur Sitzung der Stadtverordnetenversammlung in der kommenden Woche fordern.“ (g.m.)

SMG kritisieren das gescheiterte Vergabeverfahren

Werder (Havel), 11. September 2019 – Der Verein StadtMitGestalter e.V. kritisiert das gescheiterte Vergabeverfahren und fordert Klärung bezüglich der Gründe ein. Er sieht aber auch eine große Chance darin, das Baumblütenfest unter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger neu zu gestalten, wobei ein Totalausfall des Festes während dieses Prozesses unnötig ist.

Nach der überraschenden Nachricht, dass es 2020 kein 141. Baumblütenfest in Werder (Havel) geben wird, muss über die Zukunft der sogenannten Baumblüte nachgedacht werden. „Wir haben einen Partner gesucht, mit dem wir das Baumblütenfest unseren Vorstellungen entsprechend neu ausrichten können“, sagte Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) in der MAZ am 11.09.19.
Dass die Suche nach einem Veranstalter der Baumblüte erfolglos war, begründet die Stadtverwaltung mit der allgemeine Sicherheitslage und einem verändertem Publikum. Doch neu sind diese Probleme nicht. Seit vielen Jahren wird die Belastung der Anwohner diskutiert und der Frage nachgegangen, wie sicher das größte Volksfest im Osten Deutschlands sein kann.

Dass das einzige Angebot zur Veranstaltung des Baumblütenfestes vom Betreiber der letzten Jahre kam, erweckt den Eindruck, dass man sich zu sehr auf diesen verlassen hat. „Unserer Meinung nach sind Vergabeverfahren bereits dann gescheitert, wenn sich nicht ausreichend Optionen für die Vergabe ergeben. Denn ohne Wahlmöglichkeiten macht man sich abhängig und muss eben auch damit rechnen, dass die Sache platzt“, so der stellvertretende Vereinsvorsitzende Meiko Rachimow. Deshalb sollte jetzt dringend geprüft werden, wie Ausschreibungen der Stadt bekannt gemacht und durchgeführt werden.

Die Bürgermeisterin Saß geht “von einem breiten Konsens für das weitere Vorgehen in der Stadtverordnetenversammlung aus”. Doch nicht nur die Mitglieder des Vereins StadtMitGestalter e.V. oder der Fraktion SMG/ Ingo Krüger sondern auch die Bürgerschaft Werders sind sich in der Frage über die Ausgestaltung des Baumblütenfestes uneinig. Den Komplettausfall des Festes wünscht sich jedoch kaum jemand. „Werder (Havel) ist gerade wegen der Baumblüte deutschlandweit bekannt und viele Werderanerinnen und Werderaner profitieren von der Veranstaltung. Auf der anderen Seite gilt es, die Interessen von Anwohnern zu wahren, die es mit einer großen alkoholisierten Menschenmasse zu tun haben“, sagt die Stadtverordnete Anika Lorentz.
Längst überfällig wird nun über einen Prozess zur Einwohnerbeteiligung nachgedacht, in dem Werder (Havel) klärt, was für ein Fest in welcher Form stattfinden soll. „Die StadtMitGestalter und die Fraktion SMG/Ingo Krüger begrüßen den Prozess, der nicht mit dem einen Ergebnis enden wird“, ergänzt Fraktionsvorsitzender Elmar Schlenke. Stattdessen muss gemeinsam mit Sachkundigen, Veranstaltern und vor allem mit den Werderanerinnen und Werderanern fortwährend diskutiert und ausgearbeitet werden, wie das Fest gestaltet wird.

Parallel dazu ist es an der Zeit, gegenüber der Öffentlichkeit transparent zu sein:
Was kostet die Stadt Werder (Havel) die Baumblüte?
Warum beschäftigt die Stadt nicht einen Mitarbeiter für die Konzeption und Organisation, wie es zum Beispiel München mit dem Oktoberfest macht?
Welche Flächen kommen für die Festwiese in Betracht?
Wie können Kontrollen besser sicherstellen, dass Alkohol nicht an Minderjährige ausgeschenkt wird?
Wie kann ein sinnvolles Bürgerbeteiligungsverfahren gestaltet werden?

Wenn man diese Fragen jetzt angeht, wird das große Volksfest auch wieder stattfinden, so dass die Werderanerinnen und Werderaner stolz darauf sein können. Jetzt sollte schnell und pragmatisch eine Lösung gefunden werden, wie die Baumblüte 2020 zumindest im kleineren Rahmen gefeiert werden kann. Die Stadtmitgestalter gehen davon aus, dass zumindest die Veranstaltungen in den Gärten und Höfen genehmigt werden und viele Besucher anziehen. (smg)

Das Baumblütenfest fällt im nächsten Jahr aus

Werder (Havel), 10. September 2019 – 140 Baumblütenfeste liegen hinter uns. 140 Feste, die nicht spurlos an unserem beschaulichen Ort vorübergegangen sind. Dass sich an dem Konzept etwas ändern muss, war allen bewusst. Wie die Stadt soeben offiziell mitteilte, wird es in Werder (Havel) im kommenden Jahr kein Baumblütenfest geben. Die Stadt hat die Ausschreibung für eine dreijährige Dienstleistungskonzession ohne Ergebnis beendet.

„Wir haben einen Partner gesucht, mit dem wir das Baumblütenfest unseren Vorstellungen entsprechend neu ausrichten können“, so Bürgermeisterin Manuela Saß. Das sei nicht gelungen. „Es hat sich gezeigt, dass wir für einen echten und nachhaltigen Richtungswechsel eine andere Herangehensweise und mehr Zeit benötigen.“

Im März war das Vergabeverfahren deutschlandweit bekannt gemacht worden, der Vertrag mit dem bisherigen Dienstleister war ausgelaufen. Vor einer erneuten Ausschreibung sei beabsichtigt, mit den Einwohnern von Werder (Havel) und mit Fachleuten in einen umfassenden Diskussionsprozess über die langfristige Zukunft des Baumblütenfestes einzutreten. Das Baumblütenfest genießt eine herausragende Bedeutung für das Image des Staatlich anerkannten Erholungsortes, dem müsse Rechnung getragen werden.

„Wir möchten uns mit den Werderanern und den Stadtverordneten darüber unterhalten, wie es konzeptionell weitergeht“, sagt Werders 1. Beigeordneter Christian Große. Fragen, wie mit dem Thema Sicherheit und einem sich verändernden Publikum künftig umgegangen wird, hätten mit zum Scheitern der Vergabe beigetragen. Auch darum müsse es gehen, wenn man sich über die Zukunft des Festes unterhält, so Christian Große.

Die Aufhebung eines Vergabeverfahrens sei unbefriedigend, sie sei in diesem Fall aber eine Chance für eine nachhaltige Neuausrichtung dieses wichtigsten Jahresereignisses von Werder (Havel). „Diesen Weg wollen wir gemeinsam mit den Werderanern und den Stadtverordneten gehen.“ Ein erstes Arbeitspapier dafür ist den Fraktionsvorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung vorgestellt worden und soll auf der nächsten Sitzung der Stadtverordneten diskutiert werden.

Bürgermeisterin Saß geht von einem breiten Konsens für das weitere Vorgehen in der Stadtverordnetenversammlung aus. „Unterm Strich wird es darum gehen, unter neuen Vorzeichen eine gemeinsame Basis für ein zeitgemäßes Baumblütenfest zu finden, das zugleich an dessen Ursprünge anknüpft“, sagt die Bürgermeisterin. Dafür werde man sich die Zeit nehmen, die benötigt wird. (wsw, wh)

Einwohner werden zum Stadtwald befragt

Werder (Havel), 10. September 2019 – Wie Stadtsprecher Henry Klix gestern mitteilte, sollen die Einwohner von Werder (Havel) Anfang des kommenden Jahres zur Zukunft des Stadtwaldes befragt werden. Das ist Ergebnis einer außerplanmäßigen Sitzung des Ausschusses für Soziales, Bildung, Kultur, Sport und Ordnung mit dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Mobilität und Umwelt am Samstagvormittag. Bei der Sitzung wurde – direkt vor Ort im Stadtwald – eine Studie vorgestellt, die die Verwaltung nach einem Beschluss der Stadtverordneten in Auftrag gegeben hatte.

Die Stadtverordneten war es bei ihrem Beschluss um eine Aufwertung des Stadtwaldes als Erholungsgebiet mit attraktiven Freizeit- und Erholungsangeboten gegangen. In der Studie des Instituts für kommunale Sportentwicklungsplanung Potsdam mit dem Büro Ahner Landschaftsarchitektur in Königs Wusterhausen wurden dazu eine Reihe von Vorschlägen erarbeitet. Ideen für die Durchwegung, Bepflanzung sowie für Aussichts- und Begegnungspunkte, Bewegungsangebote und Ruhezonen wurden entwickelt.

Haupt- und Nebenwege in unterschiedlichen Ausbaustufen für Spaziergänger und Sportler sollen demnach Verweilpunkte und Aktionsflächen miteinander verbinden. Bestehende Aussichtspunkte sollen freigeschnitten und ergänzt werden. In der Ausschusssitzung, an der rund 15 Einwohner teilnahmen, gab es unterschiedliche Auffassungen und Wortmeldungen zum Konzept. Sie reichten von der Begrüßung über die Zustimmung zu Teilaspekten bis hin zur Frage, ob Bedarf für eine Umgestaltung des Stadtwaldes besteht.

Solche Überlegungen sollen in einem Einwohnerbeteiligungsverfahren weiter diskutiert werden. Im Januar wird zunächst ein öffentlicher Workshop zum Stadtwald stattfinden. Alle Einwohner Werders sind hierzu eingeladen. Zeit und Ort werden im Internet, der Presse und über Plakate bekanntgegeben. Im Anschluss wird es einen inhaltlich gleichen, zweiten Workshop geben, für den die Teilnehmerschaft aus dem Melderegister ausgelost wird.

Die Ergebnisse der Workshops werden an dieser Stelle veröffentlicht und den Stadtverordneten als Entscheidungsgrundlage übergeben, ehe sie über Maßnahmen im Stadtwald entscheiden. Die Studie zum Stadtwald wird in den nächsten Tagen im Internet veröffentlicht. (wh)

Die Arbeiterwohlfahrt wird 100

Werder (Havel), 9. September 2019 – „Mit 100 unterwegs“ heißt die mobile Geburtstagsfeier des AWO Bezirksverbandes Potsdam e.V.. Der Verband macht auf seiner Tour immer dort Halt, wo AWO Ortsvereine und AWO Einrichtungen ansässig sind.

Und davon gibt es in Werder (Havel) eine ganze Menge: Ortsverein, Treff, zwei Seniorenzentren, Schuldner-, Sucht- und Migrationsberatung sowie die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (KIS) Potsdam-Mittelmark.

Am 10. September wird von 15-18 Uhr auf dem Plantagenplatz im Herzen der Stadt eine bunte Geburtstagsparty stattfinden. Mit im Gepäck hat der AWO Bezirksverband Potsdam e.V. das 1+9 Programm. Durch die Erfahrungen in der täglichen Arbeit und dem Wirkungsfeld als freier Wohlfahrtsverband und im Ergebnis zahlreicher vom Verband initiierter Fachforen und Aktionswochen, hat die AWO neun Forderungen erarbeitet, die für das eine Ziel, nämlich eine sozial gerechte Gesellschaft, erfüllt sein müssen. Das zum diesjährigen Jubiläumsjahr „100 Jahre Arbeiterwohlfahrt“ entwickelte Programm heißt “1 Ziel, 9 Forderungen” – kurz: 1+9. Auf bunte Postkarten gedruckt, können die Besucher der Geburtstagsparty die Forderungen nachlesen und gerne vor Ort diskutieren.

Natürlich ist auch alles da, was zu einer Geburtstagsfeier dazu gehört. Übrigens begeht die AWO Schuldnerberatung morgen auch ihr 20-jähriges Bestehen. (wsw, n.k.)

Mein Werder (191): Maren Sahl-Bauer

Kurz & Knackig

Name: Maren Sahl-Bauer
Alter: 36
Wohnort: Werder
Haben Sie Kinder? Ja, zwei

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder ist ein kleines Städtchen an der Havel. Das Besondere ist, dass die Havel hier richtig breit ist und sich in alle möglichen Richtungen ausdehnt – Wasser findet man hier überall und viele Seen.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich arbeite selbstständig als Schmuckgestalterin und Goldschmiedin. Ich entwerfe alle Schmuckstücke selbst und stelle sie selbst her. Das ist eine wunderbare Arbeit, die mir viele Möglichkeiten eröffnet/gibt. Dadurch kann ich selbst bestimmen, was mein Schmuck mitbringen soll. Mir ist es besonders wichtig, dass meine Schmuckstücke Begleiter im Alltag sind und die Persönlichkeit der einzelnen Träger unterstreicht. Außerdem lege ich Wert auf den verantwortungsvollen Umgang mit den verwendeten Materialien. Z.B. das Gold, mit dem ich arbeite, kommt aus recyceltem Altgold. Am Nachmittag hole ich dann meist meine Kinder von Schule und Kindergarten ab und wir haben eine gute Zeit.

Was würden Sie lieber machen?
Ich mache das eigentlich alles ziemlich gern. Vielleicht würde ich gerne mehr tanzen und dann fällt mir noch sehr viel anderes ein, aber ich beschränke mich mal auf das Wesentliche.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Ich liebe mein Atelier in den Keramischen Werkstätten Glindow und den ganzen Hof dort. Und was ich an Werder so mag, neben dem Wasser natürlich, dass es so viele Orte gibt, die langsam gewachsen sind und eine Geschichte erzählen. Dass es noch Trampelpfade zwischen den Häusern gibt, versteckt an den Gärten vorbei. Da mache ich gerne einen Umweg.

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Auf die Insel kommt man wohl als erstes… Etwas abgelegener davon, aber umso sehenswerter, ist die historische Ziegelei im Ortsteil Glindow. Früher war der ganze Glindower See gesäumt von Ziegeleien, übrig geblieben ist diese eine am Ende der Alpenstraße. Es gibt dort auch ein Museum und an einer Führung teilzunehmen, empfehle ich jedem, das ist ein sehr beeindruckendes Erlebnis.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Auf jeden Fall der Muckergarten.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Da bin ich eher auf der herberen Seite – es gibt Schlehe – den mag ich gerne.

Sie – ganz speziell

Im Juli haben Sie Ihr Schmuckatelier in den Keramischen Werkstätten Glindow e.V. eröffnet. Auf dem Gelände der ehemaligen Wassermühle arbeiten somit fünf Künstler. Wie kam es zu dieser Gemeinschaft und gibt es gemeinsame Projekte?
Die vier Keramiker haben sich auf der Fachschule für Keramikgestaltung gefunden. Ich habe Julia Winter auf meinem ersten Kunsthandwerkermarkt kennengelernt und die Sympathie füreinander und die gegenseitige Bewunderung unserer Arbeiten hat uns über Jahre Kontakt halten lassen. Als ich dann 2016 von Berlin nach Werder zog, konnte ich in Julias Werkstatt zur Untermiete arbeiten. Seit Juni habe ich die ehemalige Werkstatt von Mike Wagner übernommen.
Wir veranstalten jedes Jahr am letzten Novembersonntag eine gemeinsame Ausstellung auf dem Hof und zum Kirsch- und Ziegelfest in Glindow gibt es bei uns ein Sommerfest. Zu diesen Anlässen laden wir befreundete Künstler ein und natürlich gibt es immer auch etwas Feines für das leibliche Wohl.

Ihre Schmuckstücke sind allesamt Unikate. Wie kann man sich den Entstehungsprozess im Atelier vorstellen?
Wenn ich eine komplett neue Idee entwickle, ist das meist eine schwere Geburt. Ich habe ein Bild von etwas und dann wird probiert und verworfen, liegen gelassen und wieder in die Hand genommen. Vieles bleibt liegen und manches bringe ich zu einer Form, die in viele Richtungen funktioniert. Ist dies einmal gefunden, freue ich mich sehr, denn dann geht es mir leicht von der Hand, dann wird abgewandelt und kombiniert, das macht viel Spaß.

Sie haben 2002 eine Ausbildung zur Pantomime gemacht. Beschreiben Sie uns in Worten wie es dazu kam.
Das ist schwer 😉 Ich wollte eigentlich immer tanzen, aber wenn man mit 19 Jahren erst aus der Schule kommt, ist es für den Bühnentanz etwas spät, das dachte ich jedenfalls damals. Ich habe in dieser Zeit eine klassische Pantomimen-Aufführung gesehen und war begeistert. Das ist ja wie Tanz, nur dass der Körper den Rhythmus selbst bestimmt. Also habe ich mit viel Leidenschaft die Ausbildung begonnen und mich dabei Richtung Tanz orientiert.

Man kann Sie auch auf Märkten besuchen. Wo finden wir Sie demnächst?
Auf dem Kunsthandwerkermarkt „Kunst trifft Handwerk“ in Frohnau.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Das geht leider nicht, sind schon alle tot.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
„Wer die Nachtigall stört“ von Harper Lee

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Ich bewundere immer wieder Menschen für verschiedene Dinge, aber ich glaube ich hatte noch nie ein Vorbild in dem Sinne, dass ich jemanden es gleich tun wollen würde.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Ich tanze Balboa, ist jetzt aber weniger überraschend 😉

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Mir sagt das unabhängige Gemüt der Katze mehr zu. Aber ich mag die meisten Tiere.

Oktoberfestgaudi in Werder und Umgebung

Werder (Havel), 6. September 2019 – Von „Hulapalu“ bis „Skandal im Sperrbezirk“ – Im September und Oktober werden wieder zahllose fröhliche Menschen in Tracht zu bekannten und beliebten Ohrwürmern schunkeln und lauthals „Que Sera Sera“ lallen bzw. singen. Es ist wieder Oktoberfestzeit! Auch in Werder (Havel) und Umgebung finden jedes Jahr verschiedene kleine und größere Ableger des Münchner Originals statt. Bei feinster Musikgaudi, bayrischen Schmankerln und leckerem Oktoberfestbier können es die Exil-Bajuwaren und Festzelttraditionsliebhaber wieder so richtig krachen lassen. Holt das Dirndl aus dem Schrank, klopft den Staub von der Lederhose und schmeißt euch in eure feierlichste Trachtengarderobe, wenn es ab dem 20. September wieder heißt: O’zapft is!

Übersicht der anstehenden Oktoberfest-Veranstaltungen

„Wiesn Gaudi in Klaistow“ – Oktoberfest mit „Alpenschmarrn“
20. September 19-23 Uhr (Einlass ab 17.30 Uhr)
Preis: 9 Euro pro Person (ohne Speisen und Getränke)
Oktoberfest in der Festhalle vom Spargel- und Erlebnishof Klaistow
Glindower Str. 28 · 14547 Beelitz

10. Oktoberfest auf dem Campingplatz „Himmelreich“ in Caputh
21. September 17 Uhr „Tag 1“
22. September 10 Uhr „Frühshoppen”
28. September 17 Uhr „Schlager Gaudi – Tag 2“
3. Oktober 14 Uhr „Familien-Oktoberfest”
4. Oktober 17 Uhr „Trash Bash – Tag 3“
5. Oktober 17 Uhr „Oktoberfest goes Mallorca“
Campingplatz Himmelreich
Wentorfinsel 38 · 14548 Schwielowsee OT Caputh

Potsdamer Oktoberfest
Das 1700 Quadratmeter große Festzelt bietet Platz für 1800 Wiesn-Gäste. Ein buntes Programm sowie eine große Kirmes sorgen für beste Unterhaltung.
27. September ab 18 Uhr Wiesn-Eröffnung
28. September ab 17 Uhr Wiesn Teil 2
29. September ab 11 Uhr Frühschoppen
2. Oktober ab 17 Uhr Après Ski Wiesn
3. Oktober ab 17 Uhr Spowi Wiesn
4. Oktober ab 18 Uhr Après Ski Wiesn 
5. Oktober ab 17 Uhr Großes Wiesn Finale
Auf den Lustgarten Wiesn in Potsdam

2. Oktoberfest in Bliesendorf
27. September ab 16.30 Uhr inkl. Livemusik mit den “Lustigen Beelitzern” und im Anschluss sorgt DJ Sven mit einem bunten Oktoberfestprogramm, bestehend aus Fassbieranstich, Maßkrugstemmen, Wetnageln und Tanz für beste Stimmung. Für das leibliche Wohl wird mit Bayerischen Spezialitäten gesorgt.
Preis: 12 Euro, erhältlich bei Frau Kroll unter 03327 40 842
28. September – es sind nur noch Restkarten erhältlich!
Der Ortsbeirat Bliesendorf als Veranstalter freut sich über Ihr Kommen!
Dorfplatz in Bliesendorf

2. Oktoberfest der SG Töplitz 1922 e.V. & Freunde
5. Oktober 19-24 Uhr mit DJ und Überraschungsgästen auf dem Vereinsgelände der SG Töplitz
Kartenvorverkauf: 6.9.19 von 18-20 Uhr und am 8.9.19 von 10-12 Uhr im Vereinsheim der SG Töplitz
Preis: 22 Euro pro Karte, Einlass ab 18 Uhr
Feldstraße 16 · 14542 Werder (Havel) OT Töplitz

Oktoberfest mit dem GCC
5. Oktober 19 Uhr „Oktoberfestparty“
6. Oktober 10 Uhr „Frühshoppen”
im Deutschen Haus
Dr.-Külz-Straße 25 · 14542 Werder (Havel)

Wenn euch noch eine Oktoberfest-Veranstaltung einfällt, die wir in diese Übersicht mit aufnehmen sollten, sagt uns einfach Bescheid! (wsw)

Sperrung des Streckenabschnitts zwischen Berlin Zoologischer Garten und Berlin Hauptbahnhof

Werder (Havel)/Berlin, 6. September 2019 – Pendler haben es in den kommenden Wochen nicht leicht. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, muss der Streckenabschnitt zwischen Berlin Zoologischer Garten und Berlin Hauptbahnhof auf Grund von Baumaßnahmen vom 10. September bis zum 14. Oktober 2019 für den Regional- und Fernverkehr gesperrt werden. Der S-Bahnverkehr wird von den Bauarbeiten nicht beeinträchtigt.

Für Pendler aus Werder (Havel) und Umgebung sind besonders die Einschränkungen für die Linien des RE1 interessant. Die Züge des RE1 fahren nur zwischen Brandenburg/Magdeburg und Berlin Zoologischer Garten ohne Halt in Berlin-Charlottenburg sowie zwischen Berlin Hauptbahnhof und Frankfurt (Oder)/Eisenhüttenstadt. Zusätzlich entfällt der RE1 vom 11. September (6 Uhr) bis zum 12. September (22 Uhr) zwischen Berlin-Charlottenburg und Berlin Hbf.

Die Bauarbeiten erfolgen in zwei Bauphasen. Die erste Bauphase geht vom 10. bis zum 23. September, die zweite Bauphase vom 24. September bis zum 14. Oktober. In diesem Jahr werden zwei Fugenübergangskonstruktionen (FüK) der Fern- und Regionalbahn ausgewechselt. Dabei kommt eine neue Konstruktion zum Einsatz, die den hohen Belastungen durch den Zugverkehr gerecht wird und somit die Langlebigkeit der Anlage erhöht. Zunächst wird dafür das Gleis sowie die vorhandene Feste Fahrbahn mit der Gleistragplatte herausgenommen. Anschließend wird eine neue Platte mit den neu konstruierten Schwellen eingebaut. Im Nachgang muss der Beton dann aushärten, bevor der Zugverkehr wieder aufgenommen werden kann. 

Wegen der beengten Platzverhältnisse auf dem Stadtbahnviadukt ist ein sicheres Arbeiten nur während einer Totalsperrung der Fernbahngleise zwischen Berlin Zoologischer Garten und Hauptbahnhof zulässig. Diese Sperrung wird zudem für weitere Arbeiten im Bahnhof Zoologischer Garten genutzt, unter anderem für Gleis- und Schienenerneuerungen sowie für das Auswechseln von Weichen. Vom 24. September bis 14. Oktober werden außerdem Schienen zwischen Spandau und Charlottenburg erneuert. 

Zur Überbrückung des gesperrten Abschnitts Berlin-Charlottenburg/Berlin Zoo – Berlin Hbf können die S-Bahn-Linien 3, 5, 7 und 9 genutzt werden. „Besonders im Berufsverkehr in den Morgen- und Nachmittagsstunden bietet sich für die Weiterfahrt zu den individuellen Zielen in Berlin die Nutzung der Angebote der BVG an, auch wenn es hier unter Umständen zu einer Reisezeitverlängerung von einigen Minuten kommen kann“, so die Deutsche Bahn. Alle Infos hierzu unter https://bauinfos.deutschebahn.com/berlin-bb . (wsw, db)

Außerplanmäßige Ausschusssitzung am Samstag

Konzeptstudie Stadtwald Werder (Havel). Quelle: Institut für kommunale Sportentwicklungsplanung An der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam der Europäischen Sportakademie Land Brandenburg

Werder (Havel), 5. September 2019 – Eine außerplanmäßige Sitzung des Ausschusses für Soziales, Bildung, Kultur, Sport und Ordnung der Werderaner Stadtverordnetenversammlung findet am Samstag, 7. September, im Stadtwald statt. Direkt vor Ort soll das Konzept vorgestellt werden, das die Fachhochschule für Sport und Management Potsdam zur Attraktiverung des Stadtwaldes erstellt hat. Die Sitzung ist öffentlich, nach der Vorstellung findet eine Einwohnerfragestunde statt. Treffpunkt ist um 10 Uhr der Parkplatz Elsebruchweg. (wh)

 

Von Kultur bis Trödel

Christiane Wolter vom Werderschen Obst- und Gartenbauverein freut sich auf das Apfelfest am 7. September 2019., Foto: Werderscher Obst- und Gartenbauverein e.V.

Werder (Havel), 5. September 2019 – Am kommenden Wochenende finden einige tolle Veranstaltungen statt. Wer auf allen Hochzeiten tanzen möchte, sollte festes Schuhwerk, Durchhaltevermögen und ausreichend gute Laune im Gepäck haben. Für eine bessere Terminkoordination haben wir euch die Events nochmal übersichtlich zusammengetragen:

Freitag, 6. September 2019

10 Jahre Comédie Soleil
Von 16-20 Uhr werden den Besuchern bei freiem Eintritt Auszüge aus den Stücken „Fontane auf See“, „Der große Fantastico“ und „Der Tempel“ präsentiert. Live-Musik und Überraschungen runden die Jubiläumsfeier ab.

Samstag, 7. September 2019

Apfelfest
Auf dem Frischemarkt vom Werderpark wird am Samstag von 10 bis 13 Uhr das beliebte Apfelfest gefeiert. Neben einer Apfel- und Birnenverkostung und musikalischer Untermalung wird es auch wieder tolle Programmpunkte für die kleinen Besucher geben.

16. Sanddorn-Erntefest 
Ab 11 Uhr wird im Sanddorn-Garten in Petzow das Sanddorn-Erntefest gefeiert. Auf dem Programm stehen unter anderem ein regionaler Genießer- und Handwerkermark, Floßtouren über den Glindowsee, Besichtigung der Schauproduktion, Auftritte von der Tanzschule Vizavi und den Pirates-Cheerleadern sowie Live-Musik von „Take 3“. 

25. Dorffest Phöben
Der gemeinsame Jahreshöhepunkt der Phöbener Vereine startet um 13 Uhr mit dem bewährten Drachenbootrennen. Bis 22 Uhr wird auf der Festwiese ein buntes Programm bei Groß und Klein für beste Stimmung sorgen. Die Lokalmoderatorinnen „Frieda & Mathilde“ führen durch den Tag und die Dicothek Pegasus gibt bis in die Nacht den Ton an. Den Höhepunkt bildet eine abendliche Lasershow.

Samstag, 7. September 2019, bis Sonntag, 8. September 2019

Herbstruderregatta
Interessierte sind herzlich eingeladen, die Wettbewerbe an der Regattastrecke von Samstag bis Sonntag zu verfolgen. Gäste werden gebeten, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, da die Inselstadt für die Sportveranstaltung verkehrsfrei gehalten wird.

Sonntag, 8. September 2019

Hofflohmarkt
Wer auf der Suche ist nach Büchern, Trödel, Kleidung, Spielzeug und vielem mehr, wird beim Hofflohmarkt von 10 bis 16 Uhr in der Adolf-Damaschke-Straße 72 garantiert fündig. Kaffee und Kuchen gibt es ebenfalls.

Die Kernobstsaison ist eröffnet!

Agrarminister Jörg Vogelsänger (3.v.re.) eröffnete offiziell die Kernobstsaison

Groß Kreutz OT Schmergow, 4. September 2019 – Schneewittchen wäre am Montag auf der Apfelplantage der Märkischen Obstbau GmbH in Groß Kreutz / OT Schmergow bestimmt schwach geworden. Saftig und lecker hängen die prächtigsten Äpfel in Reih und Glied an den zahllosen Bäumen und warten nur darauf, gepflückt und verkostet zu werden. Gelb, grün oder rot – Äpfel sind sowohl in Brandenburg als auch in ganz Deutschland die beliebteste Obstsorte. Aus gutem Grund: Äpfel sind nicht nur gesund, sondern haben eine breite Geschmacksvielfalt und lassen sich vielfältig weiterverarbeiten, wie z.B. zu Kuchen, Saft und anderen Leckereien.

Der Termin am 2. September, an dem unter anderem Agrarminister Jörg Vogelsänger, der Präsident des Gartenbauverbands Berlin-Brandenburg Klaus Henschel, Bürgermeisterin Manuela Saß und die Baumblütenkönigin Madeleine Reichelt teilnahmen, symbolisierte die Eröffnung der Kernobstsaison in Brandenburg.

Mit dem Saisonstart verbinden die Brandenburger Gärtner angesichts der gravierenden Ernteausfälle auch den Aufruf an die Verbraucherinnen und Verbraucher, Äpfel aus der Region zu kaufen. „Unsere Obstgärtner aus Brandenburg verfügen über erstklassiges Know-how, qualitativ hochwertige Äpfel zu produzieren und über ausgezeichnete Vermarktungschancen mit Blick auf die Hauptstadtregion“, so Klaus Henschel. „Kauft und esst saisonal und regional“ – lautet die zentrale Botschaft.

Brandenburger und Berliner sind aufgerufen, sich in den kommenden Wochen in den Gartenbaubetrieben mit Äpfeln, Birnen oder Pflaumen aus der Region einzudecken oder bei der Selbstpflücke sogar aktiv zu werden. Einen Wermutstropfen gibt es aber 2019: Nach ersten Prognosen fällt die Brandenburger Apfelernte geringer aus als im Vorjahr. Ursachen für die niedrigen Erträge sind die Frostperioden im Frühjahr sowie Trockenheit im Juni. Einige Obstbaubetriebe müssen in diesem Jahr sogar mit Totalausfällen in der Apfelernte rechnen.

Jörg Vogelsänger äußert sich hierzu wie folgt: „Gerade der Gartenbau hatte in den vergangenen Jahren immer wieder unter den Folgen von Wetterextremen zu leiden. Die Gartenbaukonzeption des Landes enthält aus diesem Grund auch ein eigenes Kapitel zum Thema Risikomanagement. Im Kern bekennt sich hier das Land dazu, mit dem gärtnerischen Berufsstand die Rahmenbedingungen für die Absicherung von Risiken – auch auf Bundesebene – weiter zu verbessern.“

Der Apfel ist mit einer Anbaufläche von 901 Hektar das dominierende Kernobst in der Mark. Nach ersten Schätzungen wird derzeit von einer Erntemenge von rund 15.000 Tonnen ausgegangen, dies wäre die niedrigste Apfelernte seit 2011. 2018 wurden noch 28.928 Tonnen in Brandenburg gepflückt. Die Einbußen in der Menge in den einzelnen Regionen ändern jedoch nichts an der ausgezeichneten Qualität und dem einzigartigen Geschmacksergebnis der bestehenden Brandenburger Äpfel. Zu den führenden Sorten im Land gehören Jonagold, Idared und Pinova.

Und auch die kleinen und größeren Kinder der Kita “Kunterbunt” aus Schwergow, die bei dem Termin ebenfalls vor Ort waren und tolle Lieder gesungen haben, bissen mit großer Begeisterung in ihre Äpfel. Auf die Frage, wie die Äpfel denn schmecken, wurde uns ein einstimmiges “Lecker!” entgegengerufen. Da Kindermund bekanntlich Wahrheit kundtut – wir uns aber trotzdem auch vom Geschmack der Äpfel überzeugen wollten – ließen wir uns nicht zweimal bitten und probierten ebenfalls verschiedene Sorten von der Apfelplantage der Märkischen Obstbau GmbH. Saftig, knackig, nicht zu süß und nicht zu sauer – oder, um es mit den Worten der Kitakinder zu sagen: Die Äpfel sind einfach lecker! (wsw)

Tag der offenen Schultür in Töplitz!

Werder (Havel) OT Töplitz, 4. September 2019 – Die Inselschule in Töplitz lädt am 21. September ab 10 Uhr alle Interessenten zum Tag der offenen Schultür ein. An dem Samstag stellen die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse aus der Projektwoche zum 200. Geburtstag Theodor Fontanes vor. Außerdem gibt es die Gelegenheit, mit den Pädagogen und der Schulleitung ins Gespräch zu kommen.

Ab 15.30 Uhr werden dann die Drachen auf der Wiese in der Heidestraße fliegen. Nach einem Fackelumzug mit der Jugendfeuerwehr durch den Ort wird an der Badestelle gegrillt und ein großes Herbstfeuer entzündet. Die Inselschule in Töplitz freut sich auf viele Besucher! (c.r., wsw)

Verkehrseinschränkungen wegen Herbstruderregatta

Werder (Havel), 4. September 2019 – Aufgrund der traditionellen Herbstruderregatta wird es im Zeitraum vom 6. bis 8. September in Werder (Havel) zu einem verstärkten Verkehrsaufkommen im Bereich der Inselstadt kommen. Besonders betroffen sind der Hartplatz hinter dem Ärztehaus, der teilweise den Wettkämpfern zur Verfügung stehen wird, der Parkplatz Mühlenberg, die Uferstraße und der Parkplatz Werder-Wiesen gegenüber dem Sportplatz.

Interessierte sind herzlich eingeladen, die Wettbewerbe an der Regattastrecke von Samstag bis Sonntag zu verfolgen. Gäste werden gebeten, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, da die Inselstadt für die Sportveranstaltung verkehrsfrei gehalten wird. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des Veranstalters, dem Ruder-Klub Werder (Havel) 1918, unter www.ruder-klub-werder.de. (wh)

Sonniges Sommerfest zum 10. Geburtstag des Familienzentrum Werders

Am 26. August feierte das Familienzentrum Werder (Havel) seinen 10. Geburtstag mit einer großen Feier und hieß alle Besucher ganz herzlich willkommen.

Werder (Havel), 30. August 2019 – Das Familienzentrum Werder feierte am 26. August sein zehnjähriges Bestehen mit einem großen Sommerfest im Garten der evangelischen Kirchengemeinde. Neben dem sonnigen Wetter, erfreuten sich die zahlreichen großen und kleinen Gäste an den vielfältigen kulinarischen Gaumenfreuden und tollen Aktionen.

Ob beim spaßigen Kräftemessen in Sumoringeranzügen, beim Kegeln auf einer lebensgroßen Kegelbahn, beim Filzen in der Klimawerkstatt, beim Windmühlen oder Traumfänger basteln, beim Kinderschminken, auf der Hüpfburg oder bei einem netten Plausch am Wasser – Stefanie Lubitz und Franziska Rauch, die Koordinatorinnen des  Familienzentrums Werder (Havel), hatten wie die vielen Besucher auch viel Spaß und sagen “Danke” für die zahlreichen Glückwünsche und Unterstützung!

Unter den 400 Besuchern befand sich auch der 1. Beigeordnete Christian Große und überreichte dem Familienzentrum zum Geburtstag einen Scheck in Höhe von 200 Euro. Weiterhin reihten sich zu den Gratulanten die Kooperationspartner des Familienzentrums ein und unterstützen mit Angeboten und Kulinarischem: die Klimawerkstatt Werder, das Netzwerk Gesunde Kinder, Zuckerbaum e. V., die evangelische Kirchengemeinde, das Integrationsprojekt MAIA, der Kegelverein, das Korian Haus am Zernsee und die Kollegen von Stiftung JOB.

“Mit großer Vorfreude blicken wir nun auf den, im Januar 2020 bevorstehenden Umzug in das neue Domizil des Familienzentrums: die Alte Weberei in der Adolf-Damaschke-Straße”, so Stefanie Lubitz und Franziska Rauch abschließend. (fzw, wsw)

SANDDORN-ERNTEFEST am 7. September 2019 im SANDDORN-GARTEN PETZOW

Werder (Havel) OT Petzow, 4. September – Am 7. September wird offiziell die Brandenburger Sanddornernte eröffnet. Nirgendwo sonst in Brandenburg ist die Anbaufläche für Sanddorn so groß wie hier in Potsdam-Mittelmark in unserem schönen Werder (Havel) und Umgebung.  

“Auf 150 Hektar, verteilt auf Plantagen in Werder, Glindow und Umgebung, baut meine Familie seit Anfang der 1990er Jahre Sanddorn an”, erklärt uns Dorothee Berger, die Geschäftsführerin des Sanddorn-Garten in Petzow, und Tochter der Gründerin Christine Berger. Aus einem Ein-Frau-Unternehmen ist mit der Zeit ein erfolgreicher Familienbetrieb geworden.

Was mit Sandokan, dem reinen Sanddornsaft, begann, ist heute zu einem riesigen Angebot feinster Spezialitäten rund um die kleine Power-Beere gewachsen. Neben Bonbons, Limonade, Fruchtaufstrichen, Weinen, Likören, veganen Kreationen und Ölen gibt es auch verschiedene Sanddorn-Kosmetika im Angebot. “Wir sind immer auf der Suche nach neuen Ideen, mit denen wir unsere Kunden überraschen können. Die Sanddorn-Beere ist sehr vielseitig und nicht nur sauer”, ergänzt Dorothee Berger.

Von der Ernte über die Produktion bis hin zum fertigen Produkt findet alles hier in der Region in einer Hand statt. Die Ernte der Sanddornbeeren erfolgt im Ernte-Schnitt-Verfahren. Hierbei schneiden die Mitarbeiter mit elektrischen Scheren die fruchttragenden Zweige von Hand ab. Diese werden dann bei Minus 36 Grad schockgefrostet und in Holzkisten gelagert. Erst im Anschluss werden die gefrorenen Beeren vom Ast abgerüttelt. Es wird jedoch nicht alles vom Strauch abgeschnitten, der Rest, der stehen bleibt, dient zur Regeneration der Pflanze. Die an den Zweigen verbleibende Beere ist eine willkommene Nahrung für die Vögel im Winter. Dadurch hat sich auf den Feldern eine bunte Vogelwelt entwickelt.  

“Die Sanddorn-Beere ist sehr empfindlich und oxidiert schnell. Das Schockfrosten ist die schonendste Art der Ernte, bei der auch alle wichtigen Inhaltsstoffe der orangenen Superfrucht erhalten bleiben”, erklärt uns die Geschäftsführerin. Bereits zu DDR-Zeiten wurde diese Art der Ernte von Spezialisten an der Humboldt Universität zu Berlin entwickelt und hat sich seitdem bewährt. Die Beeren werden dann in der hauseigenen Produktionsstätte weiterverarbeitet, in den Hofläden zum Verkauf angeboten oder in die ganze Welt verschickt. “Wir wissen genau, welche Beere in welchem Glas steckt”, verrät Dorothee Berger schmunzelnd. 

Insgesamt beläuft sich die Ernte auf 100-120 Tonnen im Jahr, Tendenz steigend. Die Sträucher benötigen etwa ein bis zwei Jahre zur Regeneration, um wieder neue fruchttragende Zweige auszubilden. Nachhaltigkeit steht bei dem Familienunternehmen an erster Stelle. Von Dorothee Berger erfahren wir: “Wir benutzen keinen Dünger und keine Pflanzenschutzmittel. Sanddorn ist eine Wildpflanze und wir lassen sie so wachsen, wie sie ist. Der gesamte Anbau ist Bio-zertifiziert.”

Um die kleine Power-Beere gebührend zu ehren, findet nun schon zum 16. Mal das Erntefest im Sanddorn-Garten in Petzow statt. Unter dem Motto “Mit Liebe selbstgemacht” wird den Besuchern des Erntefestes am 7. September wieder einiges geboten. Ein besonderes Highlight findet gleich zu Beginn bei der Eröffnung um 11 Uhr statt. 

Zudem können die Besucher auch an Führungen vor Ort oder zu Fahrten auf die Sanddornfelder teilnehmen oder mit dem Floß den Glindowsee erkunden. Ab 18 Uhr kann man bei Live-Musik in den sommerlichen Abend tanzen. Eine Tombola mit tollen Preisen zugunsten des Zuckerbaum e.V., ein buntes Familien- und Kinderprogramm mit Kinderrallye, das Abfüllen von Sanddorn-Likör sowie ein regionaler Genießer- und Handwerkermarkt runden das Angebot des Erntefestes ab.

Für alle Besucher, die zwischen 10 und 11 Uhr mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln kommen, gibt es eine ganz besonders nostalgische Überraschung: Ein historischer Bus fährt im Shuttlebetrieb zwischen der Bushaltestelle Holländer Mühle bis zum Sanddorn-Garten und zurück. Für alle anderen sind ausreichend Parkplätze auf dem Gelände vorhanden.

“Gemeinsam mit dem Agramarketingverband pro agro freuen wir uns auf ein tolles Sanddorn-Erntefest und auf viele Besucher”, schließt Dorothee Berger ab. (wsw)

Sommerfest an der Karl-Hagemeister-Grundschule

Werder (Havel), 2. September 2019 – Der vergangene Samstag zeigte sich wettertechnisch noch einmal von seiner besten Sommerseite. Strahlender Sonnenschein und heiße Temperaturen bildeten den idealen Rahmen für das diesjährige Sommerfest der Karl-Hagemeister-Grundschule auf dem Schulhof in der Gluckstraße 8.

„Trotz der großen Hitze haben unsere Schülerinnen und Schüler den Besuchern noch einmal ihr Einschulungsprogramm vorgeführt und tapfer durchgehalten“, freut sich Schulleiterin Anja Lidzba. Unter den zahlreichen Gästen waren auch Stefan Marten von der Marketingabteilung der Stadt Werder (Havel) und Stadtsportbundchef Klaus-Dieter Bartsch.

Als weiteren Programmpunkt spielten Schülerinnen und Schüler der vierten und fünften Klassen gemeinsam auf Ukulelen, die die Schule für vier Wochen als Leihinstrumente hat. Großer Beliebtheit erfreuten sich neben den vielen bunten Ständen mit allerlei Angeboten auch die Hüpfburg, die Sumoringer und bei dem tollen Sommerwetter natürlich auch die Wasserspielattraktionen. (wsw)

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