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Und die Gewinner sind …

Werder (Havel) OT Glindow, 23. Mai 2019 – Vom 5. bis 7. Juli findet zum 23. Mal das beliebte Kirsch- und Ziegelfest in Glindow statt. An diesem Festwochenende verwandelt sich Werders größter Ortsteil wieder in einen wahren Besuchermagnet. Nicht nur die Glindower selbst, sondern auch viele Gäste aus der Umgebung wollen sich das schöne Programm nicht entgehen lassen. Fest im Programm verankert, sind auch die traditionellen Wettbewerbe, zu denen der Heimatverein Glindow e.V. alljährlich aufruft.

FOTOWETTBEWERB „Sieh, das Gute liegt so nah!“

Der Fotowettbewerb zum diesjährigen Kirsch-und Ziegelfest steht unter dem gleichen Motto wie die aktuelle Ausstellung im Heimatmuseum zu Ehren Theodor Fontanes: „Sieh, das Gute liegt so nah.“ 

Eingereicht werden können Fotos mit Motiven, die seit dem letzen Fest im Juli 2018 in und um Glindow aufgenommen wurden. Das kann alles sein: Mensch und Natur, Orte und Plätze, besondere Ereignisse oder Schnappschüsse. Pro Teilnehmer können drei Fotos der Größe 20 x 30 cm, gern mit einem Titel versehen, eingereicht werden. Die Wettbewerbsfotos werden am 22. und 23. Juni sowie am 29. und 30. Juni zu den üblichen Öffnungszeiten (11 bis 17 Uhr) im Heimatmuseum in Empfang genommen. 

KIRSCH-REZEPTE-WETTBEWERB

„Erst weiß wie Schnee, dann grün wie Klee, dann rot wie Blut, schmeckt allen Menschen gut.“ Der Verfasser des Rätselgedichtes ist unbekannt. Vielleicht wusste er, dass Kirschen nicht nur im Kuchen gut schmecken. Deshalb können für den Kirsch-Rezepte-Wettbewerb neben Kuchen auch Desserts und andere Köstlichkeiten mit Kirschen eingereicht werden. Die Produkte werden am 6. Juli ab 9 Uhr im Heimatmuseum entgegen genommen. Die Anleitungen sollten für die Rezeptesammlung des Heimatvereins beigefügt sein. Für das Kuchenbuffet des Heimatvereins sind Kuchenspenden aller Art sehr gern willkommen. Sie können am 6. Juli ab 9 Uhr im Heimatmuseum oder ab 13 Uhr im Festzelt abgegeben werden.

Die Preisträger des Kirsch-Rezepte-Wettbewerbs und des Fotowettbewerbs werden im Nachmittagsprogramm am 6. Juli auf der Festwiese ausgezeichnet. Die Siegerfotos werden ein Jahr lang im Heimatmuseum ausgestellt. (hv/bwi, wsw)

Mit Klara Karotte im REWE Markt Glindow unterwegs

Gesund frühstücken im REWE Markt Glindow mit Kindern aus der Kita Regenbogen, Fotos: wsw

Werder (Havel) OT Glindow, 23. Mai 2019 – Am 15. Mai fand im REWE Markt von Philipp Fischer in Glindow ein ganz besonderer Erlebnistag statt. Kinder der Kita Regenbogen nahmen an kleinen Tischen Platz und haben bei einem leckeren Müsli-Frühstück Wissenswertes über eine gesunde Ernährung erfahren.

Im Rahmen der Bildungspatenschaft “5 Zwerge” mit Kindertagesstätten bietet REWE dieses Modul für Vorschulkinder an. Dem Erlebnistag ist bereits ein medienbasierter Ernährungsworkshop “5 Zwerge” zum Thema “5 Portionen Obst & Gemüse am Tag” sowie eine Aktionskiste AktioKit “Gesund durch den Tag” mit vielfältigen Materialien zur Vertiefung des Themas vorausgegangen. Um die Kinder nachhaltig für eine gesunde Lebensweise zu sensibilisieren, schloss sich den bisherigen Modulen am 15. Mai dieser Erlebnistag im Glindower REWE Markt an.

Im Fokus des Moduls standen Spaß, Spannung und entdeckendes Lernen. Gemeinsam mit Klara Karotte und den Superhelden Willi Wasser, Mia Müsli, Anna Apfel, Jogi Joghurt und dem kleinen Schmatz lernten die Kinder, wie wichtig ein gesundes Frühstück ist. Beim Lösen von spielerischen Gruppenaufgaben wurde die Neugier an Lebensmitteln geweckt. Die Kinder erlebten die Vielfalt von gesunden Produkten, die es im Markt zu kaufen gibt, und stellten sich auf Basis der Ernährungspyramide ein leckeres Müsli-Frühstück für den gemeinsamen Verzehr zusammen. Zusätzlich bastelten die Kinder ihr eigenes REWE-Einkaufskörbchen, welches mit einem gesunden Frühstück für zu Hause befüllt wurde. Auf diese Weise kam das Thema “Gesund frühstücken” auch in der Familie zur Sprache.

Die Kosten hierfür wurden von der REWE Region und dem Glindower REWE Markt übernommen. (wsw)

Der Förderkreis Lilienthalkirche Derwitz lädt zur Feierstunde mit Konzert

Werder (Havel) OT Derwitz, 23. Mai 2019 – Anlässlich des 171. Geburtstages von Otto Lilienthal lädt der junge Förderkreis Lilienthalkirche Derwitz am 25. Mai zu einer Feierstunde mit Konzert ein. Um 19 Uhr beginnt das Konzert, bestehend aus folgenden Werken:

  • Georg Philipp Telemann: Phantasie für Solo-Violine B Dur Malte Hübner: Gesang für Violine und Kirchenglocke Eugène Ysaye: Solosonate Nr. 3 „Ballade“
  • Johann Sebastian Bach: Sonate für Violine solo g moll BWV 1001, gespielt von Malte Hübner – Violine, Rostock.

Nach dem Konzert können die Besucher den Abend bei einem kleinen Imbiss und angeregten Gesprächen ausklingen lassen. Als ganz besondere Überraschung überreicht der Förderkreis Lilienthalkirche den Kindern für ihren Spielplatz neben der Kirche neue Spielgeräte. Was für ein tolles Geburtstagsgeschenk! Erst im letzten Jahr wurde zum 170. Geburtstag von Otto Lilienthal die alte Telefonzelle im Ortskern als “Derwitzer Leseratten Treff” zu neuem Leben erweckt. Wir hatten hier über den Förderkreis berichtet.

Über eine Spende zu Gunsten der Sanierung der Lilienthalkirche Derwitz würde sich der Förderkreis Lilienthalkirche sehr freuen! (wsw)

Der 8. Aktionstag “Rettet unseren Wald” war ein voller Erfolg

250 Teilnehmer kamen zum 8. Aktionstag "Rettet unseren Wald", Foto: Dietger Spiegel

Werder (Havel) OT Bliesendorf, 22. Mai 2019 – Am Sonntag, dem 19. Mai 2019, fand der 8. Aktionstag “Rettet unseren Wald ” mit ca. 250 Teilnehmern in Bliesendorf statt. Neben zahlreichen Bliesendorfern waren auch viele Gäste aus Werder, Glindow, Kloster Lehnin und Fichtenwalde sowie Mitstreiter von befreundeten Bürgerinitiativen gekommen.

Eveline Kroll und Manuela Saß, Foto: Uta Kressner

Nach der Begrüßung durch die Ortsvorsteherin Eveline Kroll und Reden von Bürgermeisterin Manuela Saß, MdL Dr. Saskia Ludwig und dem Ortsvorsteher von Glindow Sigmar Wilhelm begann ein feierliches Programm rund um den Wald. Besonders gefeiert wurde, dass mit großer Unterstützung der Stadt Werder (Havel), die beantragten Windkraftanlagen seit 2013 im Werderaner Wald bei Bliesendorf/Glindow noch nicht stehen und dass der Kampf um den Wald nicht nachlassen wird. Ortsvorsteherin Eveline Kroll teilte mit, dass aktuell ein Antrag der Firma Notus für die Errichtung von 18 Windkraftanlagen im Wald mit einer Gesamthöhe von mittlerweile 244 Metern vorliegt. Auch dieser Antrag wurde von Werder abgelehnt. “Weiterhin fordern wir von der Landesregierung eine Evaluierung der Regionalpläne: Keine Windräder im Wald und größere Mindestabstände zur Wohnbebauung”, so Eveline Kroll.

Das feierliche Programm beinhaltete auch einige musikalische Höhepunkte. Neben dem Bliesendorfer Waldlied “Kein fröhliches Lied” von Christoph Wein sorgte das neue, selbst komponierte Lied von Rebekka Ley, das die Diskrepanz der Wertigkeit zwischen Stadt- und Waldbäumen der “Grünen” beschreibt, für großen Beifall. Zum Abschluss stimmte Werdersänger Karsten Perenz die “Vogelhochzeit” zum Mitsingen an.

Angeführt von der Wanderführerin Eva Bogda, den Naturschutzhelfern Karsten und Gaby Bathe und dem Eselnomaden Jan mit seinen zwei Eseln begann dann die Wanderung zu einer schönen Eiche im Wald. Unter dem grünen Dach der Eiche machte Eselnomade Jan mit den Kindern Zirkusjonglage und Karsten Bathe erklärte den Kindern spielerisch die Natur des Waldes. Die Erwachsenen wanderten währenddessen unter fachkundiger Führung von Eva Bogda weiter. An verschiedenen Höhepunkten im Wald gab es literarische Lesungen von Mitgliedern des Waldkleeblatt Vereins.

An der dicken Eiche, Foto: Ute Kressner

Begeistert kehrten die Wanderer und Kinder mit den Eseln aus dem Wald nach Bliesendorf zum Waldfest zurück. Dort wurden die hungrigen Wanderer und Waldfestgäste von den Bliesendorfer Landfrauen mit selbst gebackenem Kuchen und vom Waldkleeblattverein mit leckerem Grillgut von regionalen Freilandhaltungsschweinen versorgt.

Rund um den Wald gab es einen gemeinsamen Stand des BUND mit dem Waldkleeblatt – Natürlich Zauche e.V., an dem Herr Kruschat vom BUND erfolgreich Unterschriften für die Volksinitiative “Artenvielfalt retten” sammeln konnte. Der Kreativkeller Kirche Bliesendorf bot naturverbundene Keramiken an und die Bliesendorfer Jäger brachten zur Anschauung Trophäen mit und informierten über ihre Aufgaben. Die Bilderausstellung “Wurzeln des Lebens” von Sandra Dahlmann zeigte wunderschöne Naturbilder aus unserer Heimat. Mit der Band Purfürst & Wein fand dieser gelungene Aktionstag für den Erhalt des Waldes einen schönen Ausklang. (e.k., wsw)

“Wir wollen auch zukünftig den Fokus auf die Jugendarbeit setzen.”

Tom Lessig, Fotos: privat

Werder (Havel), 21. Mai 2019 – Stefan Demuth, der Verantwortliche für Pressearbeit beim HV Grün-Weiß Werder, führte mit Tom Lessig, dem Abteilungsleiter Handball beim HV Grün-Weiß Werder, ein Interview.

Die Mitglieder der Abteilung Handball des HV Grün-Weißen Werder haben Sie im November 2018 zu ihrem neuen Abteilungsleiter gewählt. Was hat Sie bewogen, sich zur Wahl zu stellen.
In den vergangenen Jahren hat der HV Grün-Weiß Werder in der Entwicklung des Handballsports einen immensen Sprung vollzogen. Die Oberliga-Mannschaften, mit denen wir die Stadt Werder (Havel) in Auswärtsspielen in drei Bundesländern repräsentieren, sind in der oberen Hälfte wiederzufinden. Die 1. Frauenmannschaft ist die einzige brandenburgische Mannschaft in der 4. höchsten Liga Deutschland. Alle weiteren Frauenmannschaften der Oberliga kommen aus der Hauptstadt und aus Mecklenburg-Vorpommern.

Gab es im Nachwuchsbereich vor fünf Jahren nur eine Mannschaft im Verein, spielen jetzt insgesamt schon sieben Mannschaften um die Meisterschaftspunkte. Des Weiteren steht dem Verein eine modern eingerichtete Geschäftsstelle zur Verfügung. Von dort aus wird unser Verein mit seinen über 300 Mitgliedern aktiv gestaltet und verwaltet.

Sicherlich haben Sie bei der Realisierung Ihrer neuen Aufgaben bestimmte Versionen – welche sind das?
Um im Männerbereich langfristig erfolgreich zu sein, wollen wir die Oberliga-Mannschaft mit jungen und gut ausgebildeten Spielern aus der Region personell verstärken sowie für deren Weiterentwicklung optimale Bedingungen schaffen.

Bereits in der zurückliegenden Spielsaison hat sich hier die Zusammenarbeit mit dem 1. VfL Potsdam bewährt. Beide Vereine können davon profitieren, wenn Potsdamer A-Jugendspieler (ab AK17) von der Sportschule ihre ersten Erfahrungen im Männerbereich des HV Grün-Weiß Werder machen und frühzeitig lernen, Verantwortung zu übernehmen. Alle eingesetzten Spieler aus Potsdam, die mit einem Zweitspielrecht für Werder ausgestattet sind, haben uns in der vergangenen Saison schon ordentlich den Rücken gestärkt.

Zudem wollen wir auch zukünftig den Fokus auf die Jugendarbeit setzen. Unsere 8 bis 12-jährigen Handballerinnen und Handballer (E- und D-Jugend) sollen bestens von unserem Verein betreut werden. Bereits in dieser Altersklasse wollen wir den Grundstein für eine erfolgreiche handballspezifische Entwicklung legen. Unser Ziel ist es, die besten Nachwuchsspieler an die Sportschule nach Potsdam zu schicken. Damit ein Talent wie Finley Seidel, der die DNA unseres Vereins in sich trägt, keine Ausnahme bleibt. Ich selbst habe von der 7. bis zur 13. Klasse die Sportschule in Potsdam besucht und habe in meiner persönlichen Entwicklung und in meiner sportlichen Laufbahn davon sehr profitiert.

Eine wichtige Aufgabe sehe ich daher auch in der Entwicklung der Schul-AG’s. Hier sind wir in der Karl-Hagemeister-Grundschule, in der Inselschule Töplitz und in der Grundschule Glindow aktiv. Im kommenden Schuljahr werden die AG`s durch zwei Lehramtsstudentinnen und Spielerinnen der 1. Frauenmannschaft betreut. Einen weiteren großen qualitativen Sprung haben wir in den letzten Jahren auf dem Gebiet der Ausbildung von Schiedsrichtern, Sekretären und Zeitnehmern gemacht. Für die Saison 2019/20 konnten wir elf Jugendspieler/innen der Altersklasse 14-16 für einen Lehrgang als Schiedsrichter begeistern. Mit Jan Bois steht Ihnen zukünftig ein kompetenter Ansprechpartner zur Seite. Diesem wichtigen Ehrenamt möchte ich auch weiterhin große Aufmerksamkeit schenken. Auch hier setzen wir verstärkt auf die Jugend, ihr mehr Verantwortung zu geben.

Ihr Programm ist sehr anspruchsvoll. Wie sieht in Ihrer Handballabteilung die Bereitschaft aus, ein Ehrenamt als Trainer oder im Management zu übernehmen.
Meiner Meinung nach ist unser Konzept stimmig. Allerdings kann man unsere anspruchsvollen Ziele und Aufgaben nur erreichen, wenn sich viele Mitglieder mit einem hohen Engagement beteiligen. Denn um einen großen Verein nicht nur am Laufen zu halten, sondern mit guten Ideen weiterzuentwickeln, benötigt es viele helfende Hände. Egal ob als Übungsleiter, ausgebildeter Trainer, Schiedsrichter, Ordner, Kampfrichter oder als Vorstandsmitglied. Wir alle verfolgen ein Ziel, einen Verein zu kreieren, der uns mehr gibt als nur den Sport. Zukünftig gilt es daher, die vielen Aufgaben auf noch breitere Schultern zu verteilen.

Wie schätzen Sie die Bedingung in der Stadt Werder zur weiteren Entwicklung des Handballsports ein.
Handball hat mittlerweile eine über 70-jährige Tradition in Werder. Dieser fühlen wir uns selbstverständlich auch verpflichtet. Denn die erfolgreiche Entwicklung des Handballsports war immer eng verbunden, mit der positiven Entwicklung der Bedingungen des Sporttreibens in der Stadt Werder. Dafür sind wir gegenüber den Stadtverantwortlichen sehr dankbar. Die Stadt Werder ist stets ein zuverlässiger Partner für unseren Verein. Wir sind aber mittlerweise an einen Punkt angekommen, wo zum Beispiel die vorhandenden Hallenkapazitäten in der Stadt eine weitere Expansion auch vieler anderer Sportvereine sehr erschweren. Hier muss in den nächsten Jahren durch den Bau einer weiteren Sporthalle unbedingt eine Verbesserung erreicht werden. (s.d.)

Klimateure – eine Ferienwoche voll Klimaschutz

Eingang zur Klimawerkstatt Werder (Havel) in der Luisenstraße 16.

Werder (Havel), 21. Mai 2019 – In den Sommerferien können 15 Kinder im Grundschulalter eine spannende Woche in der Klimawerkstatt erleben. Vom 22. bis 26. Juli können die Kinder generationenübergreifend erforschen, wie sie in dem, was sie täglich tun, einen Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Jeder der fünf Tage wird um 9 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück beginnen (Frühbetreuung ab 8 Uhr möglich), ein Tagesprojekt in der Klimawerkstatt oder zu einem spannenden Ziel in Werder beinhalten und nach einem Mittagessen um 14 Uhr enden (Spätbetreuung bis 15 Uhr möglich). Die Kinder werden beispielsweise den Fragen nachgehen: Wie kann man mit einer Kochkiste kochen und damit Energie sparen? Wie lässt sich aus alter Kleidung Neues nähen? Wie kann man ohne Verpackung einkaufen? Diese und weitere ‚Projekte‘ sollen die Kinder ganz praktisch selbst erfahren und erfragen. 

Wer möchte mitmachen und ebenfalls Klimateur werden? Das Kennenlerntreffen mit den Sorgeberechtigten/Eltern findet am 6. Juni von 16-18 Uhr statt. Alle Termine werden in der Klimawerkstatt Werder Luisenstraße 16 (vom Bahnhof Werder zu Fuß in fünf Minuten erreichbar) statt finden bzw. von dort aus starten.

Da nur 15 Kinder an dieser tollen Ferienwoche teilnehmen können, ist eine schnelle Anmeldung zu empfehlen. Das Projekt „Klimateure – alte und junge Klimaschutzideen neu gedacht“ kann dank einer Förderung durch die Robert Bosch Stiftung kostenfrei für alle Teilnehmenden durchgeführt werden.

Mehr Info unter www.klimawerkstatt.info/klimateure (wsw)

Wasser, Erde, Licht und ganz viel Liebe!

Kinder der Kita Stadtstrolche gemeinsam mit Pascal und Delia (beide EDEKA Stiftung), Katrin Schneider, Bianca Küpper und Ulrike Paniccia, Foto: wsw

Werder (Havel), 20. Mai 2019 – Die kleinen Stadtstrolche waren am Morgen des 17. Mai ganz schön aufgeregt: Ihnen wurden bunte Schürzen umgebunden und dann ging es fröhlich schnatternd bei schönstem Mai-Sonnenschein nach draußen. Auf dem Hof der Kita Stadtstrolche im Hohen Weg wurde zuvor schon fleißig gewerkelt. Delia und Pascal von der EDEKA Stiftung hatten bereits ein Hochbeet aufgebaut und mit Erde befüllt. Die Kita-Kinder sollten dieses nun bepflanzen.

Unter fachkundiger Anleitung buddelten sie mit Begeisterung in der Erde und gruben die Setzlinge ein. Und dabei lernten sie mit viel Spaß eine ganze Menge – nicht nur über Karotten und Kopfsalat. Auf die Frage, was Pflanzen denn zum Wachsen bräuchten, schnellten zahlreiche kleine Arme in die Höhe: „Wasser, Erde und Licht!“ – Logisch! „Und ganz viel Liebe“, ergänzte ein kleiner Stadtstrolch. 

Die engagierten Mini-Gärtner wurden mit Rat und Tat von EDEKA-Kauffrau Katrin Schneider unterstützt. Sie ist Patin des Projekts „Gemüsebeete für Kids“ der EDEKA Stiftung und brachte zur Anschauung eine große Kiste voller Gemüse mit. Zu sehen, dass aus den kleinen Pflanzen, die frisch ins Beet gesetzt wurden, einmal so farbenprächtiges und knackiges Gemüse wird, motivierte die Kinder zusätzlich, sich besonders viel Mühe beim Einpflanzen zu geben. Und so landeten ganz behutsam kleine Kohlrabi- und Radieschenpflanzen, Möhrensamen und Salat in dem Hochbeet. Nach dem vorsichtigen Festdrücken der Erde ging es ans Gießen. Das geschulte Duo der EDEKA Stiftung gab den Mini-Gärtnern viele Tipps für die richtige Pflege: „Immer schön gießen, aber nicht zu viel, sonst ertrinken die Pflänzchen.“

„Unser Ziel ist es, bei den Kindern das Verständnis für Lebensmittel und ausgewogene Ernährung frühzeitig zu schärfen. Und mit dem Gemüse wächst auch das Wissen der Kleinen – kindgerecht und nachhaltig“, erklärt Kauffrau Katrin Schneider die Zielsetzung des Projekts. Nachhaltigkeit wird bei der Aktion großgeschrieben. Deshalb wird auch in den kommenden Jahren das Beet durch die Patin und ein Team der EDEKA Stiftung gemeinsam mit den Kindern der Einrichtung immer wieder neu bepflanzt. „Dank dem Förderverein können wir demnächst noch ein zweites Hochbeet aufstellen und bepflanzen“, freut sich Kita- und Hortleiterin Bianca Küpper.

Nach der Bepflanzung des Hochbeets bekamen die kleinen Stadtstrolche, denen man das Hantieren mit Erde und Wasser deutlich ansah, noch das Buch “Dem Gemüse auf der Spur”, gesponsert von Katrin Schneider, überreicht und eine gesunde Stärkung aus der großen Gemüsekiste. Die Mini-Gärtner waren äußerst zufrieden mit ihrer Arbeit und schon bald können sie dann ihr erstes eigenes Gemüse ernten. (wsw)

Vernissage im Kunst-Geschoss

Zur Vernissage am 15. Mai kamen viele interessierte Besucher in die Stadtgalerie Kunst-Geschoss, Fotos: wsw

Werder (Havel), 20. Mai 2019 – Am Abend des 15. Mai fand in der Stadtgalerie Kunst-Geschoss die Vernissage für eine neue Ausstellung statt. Die Künstlerin Heike Cybulski zeigt bis zum 30. Juni ihre Malerei und Stahlplastik in der Uferstraße 10 in Werder (Havel).

“Wir haben bereits zwei vielbeachtete Ausstellungen in diesem Jahr gezeigt: Die 3. Bestandsaufnahme Textilkunst und Kunsthandwerk und die Geschichtsausstellung ’30 – Eine Generation’. Mit der dritten Ausstellung in diesem Jahr geht es wieder in die künstlerische Richtung”, läutete Kurator Frank W. Weber seine Begrüßungsrede ein.

Heike Cybulski, Manuela Saß und Frank W. Weber begrüßten die Gäste zur Vernissage.

Heike Cybulski zeigte erstmals im Jahr 2009 als Gastkünstlerin ihre Arbeiten zum ersten internationalen Pleinair. Seither steht die zweiteilige Stahlplastik KUNST-GESCHOSS als Leihgabe im Foyer. “Mit der heutigen Vernissage geht sie in den dauerhaften Besitz unseres Fundus'”, verkündet Frank W. Weber. Er hatte bereits 2007 von den plastischen Arbeiten der Künstlerin erfahren und war sich sofort sicher, dass die Werke von Heike Cybulski eine Bereicherung für das Pleinair sein können. Nun, zehn Jahre später, findet in der Stadtgalerie eine umfassende Werkschau anlässlich des 50. Geburtstages der Künstlerin statt.

Dazu erklärt der Kurator des Kunst-Geschosses: „Heike Cybulskis bildnerische Werke entstehen aus ihrer inneren Gefühlswelt. Die Künstlerin liebt die hellen, die sonnigen, die frischen Farben erster, höchstens zweiter Ordnung. Diese Farben erwecken Gefühle von Lebensfreude, Lebenskraft, Fröhlichkeit, Frische und Sonnenwärme bei den Betrachtern. Wie in der Abstraktion, die sich ganz ohne Verstand, rein über die Farbe und Komposition wahrnehmen lässt, finden wir den Einstieg in die Malerei von Heike Cybulski. Sie hat einen eigenen, in sich fließenden Übergang zur konkreten Bildsprache entwickelt. In den meisten Fällen setzt sie eine mehr oder weniger aufgelöste, waagerechte Linie, die im farblichen Kontrast steht. Unweigerlich erscheint die Waagerechte als Horizont und die Abstraktion löst sich in einer ruhigen und meditativen Landschaft auf.”

Es ist der Kontrast zwischen den Acrylgemälden und den bis zu 100 Kilogramm schweren Stahlplastiken, der die Ausstellung so faszinierend macht. “Meine Bilder lassen viel kreativen Freiraum in der Interpretation. Für mich ist es deshalb immer wieder spannend zu erfahren, was der Betrachter in meinen Bildern sieht, was er erkennt. Ich freue mich, wenn sich der Betrachter auf das Bild einlässt, es auf sich wirken lässt und seine Auslegungen findet. Meine Stahlplastiken nenne ich oft augenzwinkernd ‘meine Diven’, denn sie brauchen Raum und verlangen Kraft, sie sind in ihrer Wirkung apart, stolz und elegant”, erklärt Heike Cybulski.

Die Ausstellung von Heike Cybulski wird bis zum 30. Juni immer Donnerstag, Samstag und Sonntag von 13 bis 18 Uhr zu sehen sein.

In der Galerie am Glas hängen ebenfalls seit dem 15. Mai Fotografien von Edith Mende. Die Glindowerin ist Journalistin im Ruhestand und zeigt ihre Leidenschaft für mehrere Hundert Jahre alte Olivenbäume aus Apulien auf 15 Fotografien. (wsw)

Edith Mende zeigt Fotografien von Olivenbäumen.

Der große Radio TEDDY-Trikottausch

Radio TEDDY-Morgenmoderator Tobi (links) und Kollegin Cristina, Verkaufsleiter Gerd Köpke sowie Nancy Frohwerk, Assistentin der Geschäftsführung (beide Autohaus König) mit den glücklichen Gewinnern des FSV Eintracht Glindow, Foto: Radio TEDDY

Werder (Havel) OT Glindow, 20. Mai 2019 – So fix war die Wäsche noch nie gewechselt … Unter dem Motto „Weg mit den alten, die neuen behalten!“ gab es für 30 Vereine aus Brandenburg und Berlin eine Überraschung! Sie waren die Gewinner der gleichnamigen Aktion „Der Radio TEDDY-Trikottausch“. Zum Finale ging es zu Renault König – Partner der Aktion – ins Autohaus in die Kolonnenstraße in Berlin.

Ob Blau-Weiss, Rot-Schwarz oder Blau-Gelb … für jedes Gewinner-Team wurde extra ein kompletter Trikot- und Hosensatz in den Vereinsfarben und mit „hauseigenem“ Logo angefertigt; on Top gab es noch 100 Euro für die Mannschaftskasse. 

Der Run auf diese Komplettausstattung war riesig! Ob Fußball, Handball, Eishockey oder andere Sportarten … Hunderte Sportvereine aus Brandenburg und Berlin hatten sich bei Radio TEDDY, dem Kinder- und Familienradio, um die neue Mannschaftskleidung beworben.

Per Zufallsprinzip wurden die Vereine ausgewählt und in den vergangenen Wochen, montags bis freitags zwei Mal täglich, eine Mannschaft auf Radio TEDDY genannt. Aufmerksame Hörer hatten dann 15 Minuten Zeit, um beim Kinderradio anzurufen und den Kids und ihrem Verein die neue Mannschaftskleidung und 100 Euro zu sichern. Zu den glücklichen Gewinnern gehörten auch die Kicker des FSV Eintracht Glindow I e.V.!

Mit dem Schlachtruf „Was sind wir? Ein Team! Was wollen wir? Gewinnen!“ stürmten Florian und Antony mit Trainer Sven ins Autohaus König. Sie nahmen als Stellvertreter die nigelnagelneue Komplettausstattung in den Vereinsfarben Rot-Weiß für ihr 16-köpfiges Kicker-Team entgegen. Und von den 100 € „Taschengeld“ gibt’s ein dickes „Pizza-Essen für alle“.

Unterstützung bei dieser Aktion bekommt Radio TEDDY seit vielen Jahren vom Autohaus König. Es fördert vor allem Vereine, die sich dem Breitensport widmen. Für Geschäftsführerin Dagmar König sind es die Mannschaftssportarten, die Teamgeist, Fairness und Respekt vermitteln und das bereits in den ersten Lebensjahren. „So kommen die Kinder weg von der Straße und zu einer erfüllten Freizeit, werden selbstbewusst, gesund und entwickeln Empathie für ihre Mitmenschen. Dies ist absolut wert, dass wir hierbei Unterstützung leisten.“ (k.s.)

Schiffshochzeit auf der MS Bismarckhöhe

Elvira Schröder vom Standesamt und Patrick Kuhl auf der MS Bismarckhöhe, Foto: Klix

Werder (Havel), 20. Mai 2019 – In Werder (Havel) gibt es eine neue Möglichkeit der Eheschließung auf der Havel. Paare, die gern heiraten wollen, können das von Mai bis September an jedem dritten Freitag im Monat auf der MS Bismarckhöhe tun. Die erste Werderaner Schiffshochzeit fand am 17. Mai statt. Bis dahin traute Werders Standesamt Paare im Alten Rathaus oder in der Petzower Kirche, sagt Werders langjährige Standesbeamte Elvira Schröder.

Von den jährlich bis zu 170 Trauungen finden rund 60 Prozent im Rathaus, 40 Prozent in der Kirche statt, sagt Elvira Schröder. Mit der neuen Variante möchte man Heiratswilligen nun einen dritten attraktiven Ort bieten, um den Bund fürs Leben zu schließen. „Ich glaube, dass das von den Leuten gut angenommen wird.“ Die ersten Paare, die sich angemeldet haben, hätten ihr von ihrer Verbindung zum Wasser und zur Natur erzählt, so Elvira Schröder weiter. „Die finden unsere Idee richtig schön.“

Partner der Havelhochzeit ist die Reederei Bernd Kuhl. Sie bietet mit der MS Bismarckhöhe seit Jahren Ausflugsfahrten durch die Werderaner Havelregion an und verchartert das Fahrgastschiff auch für Feiern und Events. Das Team von Geschäftsführer Patrick Kuhl stattet für die Termine den Salon im Bug des Motorschiffs entsprechend festlich aus. Bis zu 16 Gäste haben im Trauzimmer Platz, insgesamt passen 70 Personen aufs Schiff. Wenn die Ringe getauscht werden, ertönt das Typhon.

Da es sich um einen amtlichen Akt handelt, muss der Steuermann eine wichtige Regel beachten: Er muss in der Gemarkung Werder bleiben. „Schließlich steht ja ,Werder (Havel)‘ auf der Eheurkunde“, sagt Elvira Schröder. Da gebe es keinen Spielraum. „Zum Glück ist die Fahrrinne von der Insel auf Werderaner Seite, aber wenn wir durch die Baumgartenbrücke fahren, wird es schwierig“, sagt Patrick Kuhl augenzwinkernd. Rund 45 Minuten soll die Fahrt mit Trauung dauern. Die Gäste haben auf Wunsch die Möglichkeit, anschließend eine längere Runde zu drehen und auf dem Schiff zu feiern.

Der 60 Tonnen schwere Kahn wird von Dieselmotoren aus den 1970er-Jahren angetrieben, „Damit sind wir eher gemütlich unterwegs“, so Patrick Kuhl. Neun bis zwölf Kilometer schnell fahre die MS Bismarckhöhe, in diesem Jahr werden neben den üblichen Tagesfahrten erstmals auch Linienfahrten mit den Stationen Resort Schwielowsee in Petzow und dem Schiffsanleger in Töplitz angeboten. In Werderaner Heimathafen liegt die MS Bismarckhöhe direkt auf der Inselstadt südlich der Inselbrücke.

Die Idee der Trauung an Bord, erzählt Patrick Kuhl noch, gehe ursprünglich auf seinen Vater Bernd Kuhl zurück, der 2016  verstorben ist. Die Reederei trägt seinen Namen. Als gute Erinnerung und zum Stolz seiner Mutter hat er die Idee übernommen und setzt sie nun mit dem Werderaner Standesamt in die Praxis um. (wh)

 

Mein Werder (175): Paul-Edwin Wodak

Kurz & Knackig

Name: Paul-Edwin Wodak
Alter: 31
Wohnort: Geltow
Haben Sie Kinder? Nein

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder ist einer dieser Heimatorte, an den man immer wieder zurückkehren würde, auch bei sehnlichstem Fernweh.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich genieße derzeit ein Vollzeitstudium an der HTW Berlin und befinde mich im 6. Semester zum Restaurator für technisches Kulturgut. Desweiteren habe ich mit einem weiteren Gesellschafter eine Transportfirma für Baustoffe Namens FIWO.
Neben dem Studium und der Firma habe ich ein Grundstück bei Brandenburg, auf dem Haus und Nebengelasse auf Sanierung warten und meine Geschicke als Handwerker und Restaurator abverlangt werden.
In Potsdam wartet mein Schiff mit dem Baujahr 1924 darauf, noch in diesem Jahr einen Werftbesuch zu bekommen, um den Klassenerhalt zu bewahren. Derzeit geht aber viel Zeit in die Planung und Durchführung für WERDERclassics in das Land. Hierbei dürfen die Vereinsaktivitäten aber nicht in den Hintergrund rücken. Ich bin 1. Vorsitzender des MC Blütenstadt Werder/Havel e.V. ; 2. Vorsitzender einer Steggemeinschaft in Geltow und Vereinsmitglied der Seglervereinigung Einheit Werder 1952 e.V. seit nun 25 Jahren.

Was würden Sie lieber machen?
Bis jetzt habe ich immer genau das gemacht, was ich am liebsten machen würde, und wenn es sich ändern sollte, werde ich auch den Kurs korrigieren.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Einer der schönsten Orte ist für mich die Bismarckhöhe mit dem weiten Ausblick über Land und Fluss.

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
In den Gassen rund um den Mühlenberg und in der Fischerstraße bei Dämmerung, wenn die Laternen das Licht mit dem hohen Rotanteil von sich geben.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Zum Tage sind es die Gärten im Hohen Weg, um mit Freunden ins Gespräch zu kommen, und der Abend darf auf dem Marktplatz Inselstadt gefeiert werden.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Da in unserer Familie selber Obstwein gemacht und vertrieben wird, bevorzuge ich natürlich die Obstweine von Hirschi. Sehr gerne habe ich dabei die dunklen Sorten wie Kirsche und schwarze Johannesbeere.

Sie – ganz speziell

Sie sind der Vorsitzende vom Verein MC Blütenstadt, wie lange gibt es den Verein schon und warum?
Den MC Blütenstadt gibt es nun schon seit 1987. Es haben sich Sportfreunde gefunden, die allesamt das Interesse hatten, historische Fahrzeuge zu erhalten und mit diesen auch Ausfahrten zu tätigen. Bald war klar, dass es ein Potenzial gab, diese Fahrzeuge in einem Museum auszustellen. Dies geschah zunächst auf einer kleinen Fläche in Glindow, bis es seinen Höhepunkt in den Havelauen mit dem Zweirad- und Technikmuseum unter der Führung von Udo Müller und Rosemarie Jordan erfuhr. Nun ist das Museum zwar seit 2012 geschlossen, aber das Verlangen, Werder erneut so etwas in der Art zu bieten, ist nie erloschen. Leider sind die Möglichkeiten bei dem aktuellen Mangel an Wohn- und Gewerberäumen sehr beschränkt.

Bei welchen Veranstaltungen ist der Verein MC Blütenstadt dabei?
Der MC ist jährlich aus langer Tradition beim Festumzug der Baumblüte vertreten und präsentiert sich dort auch sehr gerne. Einen Tag später geht es für den Verein dann ebenso traditionell zum Motorenanstellen. Hier wird zum ersten Mal im Jahr gemeinschaftlich das Motorrad durch die schönen Straßen des Fläming geführt und der träge Winter verabschiedet. Die meisten von uns haben im Winter ihre Oldtimer in den Garagen gepflegt, instand gesetzt oder gar neue Projekte begonnen, um ein neues treues Gefährt zu restaurieren.
Neben weiteren gemeinsamen Ausfahrten gibt es den monatlichen Stammtisch, bei dem wir Termine vereinbaren, Vorbereitungen für bevorstehende Veranstaltungen besprechen und bei dem natürlich auch vereinsinterne Sachen geklärt werden.
Zur 700-Jahrfeier konnte der MC Blütenstadt auch einen großen Beitrag leisten, um den Wandel der Mobilität im Laufe der Zeit zu präsentieren.
Zum Mühlenfest sind wir auch wieder mit dabei und man kann mit uns vor Ort ins Gespräch kommen.

An diesem Wochenende findet WERDERclassics auf der Insel statt. Worauf können sich die Besucher freuen?
Die Besucher der WERDERclassics können sich auch dieses Jahr auf tolle Fahrzeuge der vergangenen Zeit freuen und Erinnerungen oder Träume wieder aufleben zu lassen. Es werden auch kulinarische Spezialitäten angeboten und für Spaß für den Nachwuchs ist auch gesorgt.

Wir haben gehört, Sie segeln auch. Erzählen Sie uns davon?
Segeln war mein erstes Hobby und hat meinen Sinn für den Wassersport stark geprägt. Auch heute nehme ich gerne noch an einer Regatta teil, jedoch kann ich den Sport aus beruflichen Gründen nicht mehr so häufig ausüben wie noch vor 15 Jahren. Damals verging kaum ein Wochenende in den Sommermonaten, an dem ich nicht an einer Wettfahrt teilnahm. Meinen Urlaub verbringe ich hingegen immer noch gerne auf den Wasserstraßen und Seen Brandenburgs und Mecklenburg Vorpommerns.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Der Tag sollte 30 Stunden haben
Ein Magirus Deutz Jupiter Kranwagen 6×6 als Original LKW Oldtimer
Ein Wassergrundstück in Werder

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Ich würde gerne einmal mit Michael Manousakis einen Trip durch die USA machen.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Dietmar Wischmeyer “Das Paradies der Bekloppten und Bescheuerten”

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Ich habe keine direkten Vorbilder, aber ich lerne gerne von den guten Dingen, die Mitmenschen tun.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie?
Die Werner-Filme von Brösel

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Mit jeder Herausforderung finde ich neue Talente in mir, um Fragestellungen, Probleme oder Situationen zu lösen.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Tiere sind einfach eine tolle Ablenkung, um zu erkennen was es heißt, sich auf das wesentliche zu beschränken. Ich habe einen norwegischen Waldkater, der sich sehr gut mit der deutschen Dogge auf dem Hof der Familie versteht.

Werder präsentiert sich bei Hertha

Werder (Havel), 17. Mai 2019 – Die Stadt Werder (Havel) wird sich am Sonntag, den 19. Mai, bei der Mitgliederversammlung von Hertha BSC in der Messehalle 18 der Messe Berlin präsentieren. Die Blütenstadt wird den Mitgliedern der „Alten Dame“ Werderaner Produkte wie Wein, Käse, Liköre, Marmelade, Säfte, Äpfel, Ketchup, Wurst und vieles mehr zur Verkostung anbieten.

In Zusammenarbeit mit dem Tourismusbüro gibt es für die Mitglieder reichlich Informationsmaterial über die Blütenstadt. Mit von der Partie ist die Hertha-Freundin des Monats März 2008 Anja Stimming (heute Otto). „Wir freuen uns schon auf den schönen Event und sagen Danke an das HERTHA-HAUTNAH-Team“, so Werders Hertha-Botschafter Klaus-Dieter Bartsch. Werder ist seit 2004 Partnerstadt von Hertha BSC. (wh)

Eilentscheidung zu Kitapersonal in Werder

Werder (Havel), 17. Mai 2019 – Werders Stadtverordnete haben in ihrer Sitzung am Donnerstagabend einer Eilentscheidung von Bürgermeisterin Manuela Saß und der Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung, Annette Gottschalk vom 18. April zugestimmt. Hintergrund ist der Neubau der Kita in der Poststraße in Glindow für 100 Kinder, in der neun Erzieherinnen und Erzieher beschäftigt sein sollen.

Mit der Eilentscheidung ist es möglich, Mitarbeiter für die neue Einrichtung schon vor der geplanten Inbetriebnahme im November 2019 einzustellen. Aktuell liegen viele Bewerbungen für Erzieherstellen vor, wie es in der Eilentscheidung heißt. Zudem würden viele Erzieherinnen und Erzieher im Juli ihre Ausbildung beenden.

Für die neue Einrichtung in Glindow soll frühzeitig pädagogisches Personal gebunden werden, das sonst womöglich bei anderen Kitaträgern beginnen würde. Die Eilentscheidung macht es möglich, bereits ab 1. September neue Kita-Mitarbeiter einzustellen, die über das notwendige pädagogische Personal der Werderaner Kitas hinausgehen. (wh)

Europa zu Gast bei der SPD Werder

Die SPD stellt Uwe Adler im Wahlkreis 19 auf. Foto: SPD-Unterbezirk Potsdam

Werder (Havel), 16. Mai 2019 – #EuropaistdieAntwort, mit diesem Motto im Gepack rollt der Europatruck am kommenden Samstag, 18. Mai, auf den Hartplatz. Ein soziales und friedliches Europa, ein Europa des grenzüberschreitenden Umweltschutzes, der Gleichberechtigung und fairer Löhne und Arbeitsbedingungen ist das Ziel der Europapartei SPD. Bei belgischen Waffeln und Kaffee kann sich zwischen 13 und 15 Uhr mit den Ansprechpartnern der SPD Werder und dem Direktkandidaten zur Landtagswahl des Bereiches Werder / Schwielowsee, Uwe Adler, rund um das Thema Europa informiert und vor allem diskutiert werden. (j.t.)

Viel Platz zum Toben und Erholen

Mit einem 1. Spatenstich haben am 15. Mai die Bauarbeiten für den neuen Spielplatz auf der Jugendhöhe begonnen. v.l.: Sascha Mallinger, Christian Große und Werner Große. Foto: wsw

Werder (Havel), 16. Mai 2019 – Es gibt Termine, auf die freut man sich ganz besonders, zum Beispiel wenn es um neue Spielplätze für die kleinsten Bewohner von Werder (Havel) geht.

Spatenstich Mehrgenerationen-Spielplatz auf der Jugendhöhe

Gestern hat mit einem symbolischen Spatenstich ein wahres Spielplatz-Großprojekt begonnen! Auf der Jugendhöhe entsteht bis voraussichtlich September eine großzügige Spieloase für Groß und Klein. Durch die Gestaltung und Aufstellung eines Großspielgerätes, vier kleinerer Spielgeräte und sechs Fitnessgeräten werden hochattraktive Spielangebote für Kinder, aber auch Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten für ältere Zielgruppen entstehen.

Zuvor befand sich an dieser Stelle in der Bachstraße bereits ein älterer Spielplatz, der jedoch längst in die Jahre gekommen war. Und so haben direkt nach der Baumblütenwoche die Abbauarbeiten für die alten Spielgeräte begonnen. Das riesige Areal lässt die Ausmaße des neuen Spielplatzes nur erahnen. Auf zwei Ebenen sollen sich ab Herbst die vielen kleinen und großen Spielplatzbesucher austoben und erholen.

“Das wird nicht nur ein Spielplatz, sondern ein neuer kommunaler Treff für Spiel, Bewegung und Kommunikation”, so Bürgermeisterin Manuela Saß. Geplant hat den Spielplatz die Ardoris GmbH aus Werder (Havel), die Bauausführung übernimmt die Mallinger Garten- und Landschaftsbau GmbH aus Werder (Havel). Werderaner Firmen planen und gestalten dieses Spielparadies für Werderaner! Toll!

An den Baukosten von 280.000 Euro beteiligen sich die Wohnungsgenossenschaft “Havelblick”, die kommunale HGW und die Recona Holding GmbH.

In den vergangenen Jahren ist die Einwohnerzahl von Werder stark gestiegen. Die Altersgruppe von 0 bis 12 Jahren sei besonders stark daran beteiligt und sogar um fast 20 Prozent angestiegen. “Deshalb steht diese Altersgruppe im Fokus der Planungen für die städtische Infrastruktur”, so Manuela Saß. Allein in den Bau von Spielplätzen sollen in den kommenden Jahren jährlich 200.000 Euro fließen.

So wird der neue Spielplatz auf der Jugendhöhe aussehen., Quelle: Ardoris

Geplante Spielplatzerweiterungen

So ist im kommenden Jahr beispielsweise geplant, den Spielplatz auf dem Dorfplatz Glindow durch eine neue Spielanlage zu ersetzen. Anfang Mai sind zudem die nachfolgenden Planungsaufträge für Spielplatzerweiterungen in weiteren Ortsteilen ausgelöst worden.

  • Plötzin: neue Wippe auf dem vorhandenen Spielplatz
  • Phöbener Uferspielplatz: zusätzlicher Kletterturm mit Rutsche
  • Phöben, Bolzplatz: zusätzliches Karussell und Sandspielplatz
  • Bliesendorf: Erweiterung des alten Spielplatzes am Dorfplatz um Spielkombination (Doppelturm mit Rutsche)
  • Derwitz: Erweiterung des vorhandenen Spielplatzes am Dorfplatz um Sandspielplatz, Tischtennisplatte, Schaukel

Eröffnung Spielplatz Regattastrecke

Ebenfalls am 15. Mai wurde der neue Spielplatz an der Regattastrecke offiziell eröffnet. Wir hatten hier über die Pläne für den neuen Spielplatz berichtet. Der alte Spielplatz an der Regattastrecke war vor der Baumblüte abgerissen und für rund 70.000 Euro durch einen neuen Spielplatz ersetzt worden.

Der Spielplatz an der Regattastrecke hat Havel und Wassersport zum Thema, Foto: wsw

Zur offiziellen Eröffnung waren neben der Bürgermeisterin und dem 1. Beigeordneten der Stadt auch Kinder der Kita “Inselstadt” anwesend. Die Kleinen testeten die Spiel- und Kletterkombination zum Thema Havel und Wassersport ausgiebig und haben auch schon ihre liebsten Spielgeräte ausgemacht. Auf die Frage der Bürgermeisterin, wie die Kinder den Spielplatz denn fänden, lautete die einstimmige Meinung: “Super!”

Die Spielgeräte aus Echtholz bieten zahlreiche Möglichkeiten für Seeabenteuer! Zum Toben stehen unter anderem ein Turm, Rutschen, Balancierstämme, Hüpfpalisaden, Kletternetze und Schaukeln bereit. In der nächsten Zeit soll der Spielplatz noch um eine Sitzgruppe und Spielgeräte für die ganz kleinen Kinder erweitert werden. (wsw, wh)

Die CDU-Fraktion reagiert auf den Antrag der SPD nach Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr

Hermann Bobka.
Hermann Bobka.

Werder (Havel), 15. Mai 2019 – Zum Antrag der SPD-Fraktion, die Tagesbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr von 8-16 Uhr mit hauptamtlichen Kräften abzusichern, nimmt der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Hermann Bobka, wie folgt Stellung:

„Im Dezember 2018 wurde der Gefahrenabwehrbedarfsplan der Stadt Werder (Havel) einstimmig beschlossen. Er wurde gemeinsam mit den Ortswehren und der Stadtwehrführung erarbeitet und ist für die nächsten fünf Jahre die Arbeitsgrundlage“, so Bobka.

Der beschlossene Gefahrenabwehrbedarfsplan, dem auch die SPD-Fraktion zustimmte, enthält die folgenden abgestimmten Maßnahmen zur Sicherung Leistungsfähigkeit der Feuerwehr:

  • Ehrenamtliche Kameraden der einzelnen Ortswehren in den Ortswehren die Tageseinsatzbereitschaft absichern lassen, in denen sie ihrer Berufstätigkeit nachgehen.
  • Die Einsatzbereitschaft der Wehren wird durch ehrenamtliche Kameraden in der Stadt abgesichert.
  • Die Integration von Feuerwehrkameraden anderer Gemeinden, die in Werder (Havel) arbeiten, wird schon seit dem Bestehen von Stützpunkt-Feuerwehren praktiziert.  
  • Kontakt zu den ansässigen Unternehmen – Wichtig ist die Freistellung der ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte.
  • Mitgliederwerbung durch öffentliche Veranstaltungen (Medien) und auch an Schulen zur weiteren Stärkung der Jugendfeuerwehren, wird durch die Jugendfeuerwehr durchgeführt.  
  • Erhöhung von Stellen im engeren Bereich der Feuerwehren (z.B. Gerätewartstellen) oder auch im weiter auszubauenden Verwaltungsbereich im Sachgebiet Brandschutz.

Bobka weiter dazu: „Das Brandenburgische Brand- und Katastrophenschutzgesetz sieht die Einrichtung einer hauptamtlichen Wache ab einer Einwohneranzahl von 30.000 vor. Hiervon darf nur abgewichen werden, wenn bei der Besetzung der notwendigen Kräfte in jedem Fall die Leistungsfähigkeit der Feuerwache nicht gegeben ist. Das kann jedoch erst nach Umsetzung aller Maßnahmen des Gefahrenabwehrbedarfsplanes evaluiert werden. Dieser Plan gilt bis 2023. Sollte sich vorher Handlungsbedarf ergeben, wird dies selbstverständlich beachtet.“ 

Der CDU-Fraktionsvorsitzende mahnt: „Die Einrichtung einer hauptamtlichen Feuerwache muss gut geplant und nachhaltig erfolgen. Dieser nicht zu Ende gedachte Schnellschuss der SPD auf dem Rücken der Feuerwehrkameraden ist dabei wenig hilfreich. Denn damit würden die bisher ehrenamtlich tätigen Kräfte, auf deren unermüdlichen Einsatz wir angewiesen sind und für den wir dankbar sind, vor den Kopf gestoßen. Sie würden ausschließlich als Ergänzungskräfte am Tage oder als Hauptkräfte zu den Randzeiten am Abend und am frühen Morgen, in denen die hauptamtlichen Kräfte nicht zur Verfügung stehen, eingesetzt. Damit würde Ihnen das Gefühl vermittelt, Feuerwehrkräfte ‘zweiter Klasse’ zu sein und dies dürfen wir nicht zulassen.“ (h.b.)

90 Jahre Freiwillige Feuerwehr Plötzin – Das muss gefeiert werden!

Die Gründungsmitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Plötzin

Werder (Havel) OT Plötzin, 15. Mai 2019 – 90 Jahre Freiwillige Feuerwehr, 20 Jahre Jugendfeuerwehr – in Plötzin werden am 18. Mai gleich zwei Feuerwehrjubiläen den ganzen Tag lang zünftig gefeiert. „Für den Bürger ist es selbstverständlich, dass die Feuerwehr da ist, wenn sie gerufen wird“, sagt Ortswehrführer Florian Wilke. Doch hinter jedem einzelnen Einsatz stehe das persönliche Engagement von Männern und Frauen und auch ihrer Familienangehörigen.

Zur Jubiläumsfeier wolle man sich bei diesen Menschen einmal offiziell bedanken und der Hoffnung Ausdruck geben, dass es in Zukunft immer genügend junge und idealistische Menschen gibt, die den Fortbestand der Plötziner Feuerwehr sichern. Es soll aber auch um einen Rückblick gehen. Denn die Plötziner Kameraden pflegen und bewahren ihre Geschichte.

Davon zeugt eine bemerkenswerte Chronik mit einer Fülle von Daten, deren Inhalte Teil des Festaktes am Vormittag sind. So erfährt man vom Bombenangriff im Januar 1943 oder vom Absturz eines Hubschraubers im Jahre 1961. Löscheinsätze mit Pferdefuhrwerken und Tragkraftspritzen sind dargestellt, außerdem die Entwicklung der Technik seit der Anschaffung des ersten Motorfahrzeuges im Jahre 1951.

Auch der größte Brandeinsatz der Kameraden wird geschildert: In einer Sommernacht des Jahres 1930 brannte Willi Schultzes Scheune. Rasend schnell griff das Feuer auf Nachbargebäude über. Das Vieh konnte gerettet werden, doch Tauben und Hühner kamen um. Die Feuerwehr holte sich Unterstützung von Nahbarwehren, gemeinsam konnte eine noch größere Katastrophe verhindert werden. Zwei Scheunen und drei Stallgebäude waren aber nicht mehr zu retten.

Erst im Jahr zuvor war 1929 die Plötziner Freiwillige Feuerwehr gegründet worden. Ein Spritzenhaus sowie ein Wasserwagen und eine Handdruckspritze waren damals bereits vorhanden. Jetzt bekam die Brandbekämpfung eine organisierte Struktur. Bürgermeister Franz Flade übernahm die Führung. Weitere Gründungsmitglieder waren Fritz Wils, Reinhold Große, Otto Schultze und Albert Neumann.

Brandschutztechnik, Brandbekämpfung sowie sonstige Aufgaben der Feuerwehr haben sich seit der Gründung entwickelt und verändert. „Geblieben sind der Glaube und der Elan der Kameraden der ersten Stunde“, so Ortswehrführer Wilke. 16 Einsatzkräfte sind heute in der Freiwilligen Feuerwehr des 350-Einwohner-Dorfs aktiv, die Jugendfeuerwehr hat aktuell acht Mitglieder.

Zur technischen Ausstattung gehören ein Löschgruppenfahrzeug 8/6 mit Löschwassertank und Feuerwehrtechnik sowie ein Mehrzweckfahrzeug zum Transport von Einsatzmaterialien und Feuerwehrleuten. Zum Doppeljubiläum in diesem Jahr wird das 2004 errichtete Feuerwehrdepot renoviert.

Zur Jubiläumsfeier werden Bürgermeisterin Manuela Saß und der 1. Beigeordnete Christan Große in Plötzin erwartet. Es sei gerade auch die hohe Einsatzbereitschaft von kleinen Ortswehren wie in Plötzin, die die Freiwillige Feuerwehr Werder (Havel) zu einer schlagkräftigen Truppe machten, wie beide betonen. Das Jubiläum am Samstag sei ein schöner Anlass, für das 90-jährige Engagement zu danken. (wh)

Infos zur Jubiläumsfeier

Am Samstag, 18. Mai, um 11 Uhr findet der offizielle Festakt am neuen Feuerwehrdepot auf dem Festplatz (vor dem Ortsausgang Richtung Göhlsdorf, Alte Dorfstraße 28a) mit Verlesung der Chronik und historischen Bildern statt, es wird Danksagungen und Ehrungen geben. Ab 14 Uhr wird zu einem gemütlichen Familiennachmittag mit Blasmusik eingeladen, ab 19 Uhr ist Disco mit der Eventcrew.

Den ganzen Tag ist für das leibliche Wohl gesorgt: Es gibt Schwein am Spieß, Leckeres vom Grill, selbstgebackenen Kuchen und vieles mehr. Für kleine Gäste gibt es Spiel und Spaß mit der Jugendfeuerwehr, Kinderschminken und viele Spiele mit kleinen Überraschungen. Das Rauchdemohaus und das Brandschutzerziehungsteam sind auch vor Ort.

Für alle Technikinteressierten gibt es eine Ausstellung der drei Plötziner Feuerwehr-Oldtimer und natürlich auch der neuen Technik. Zusätzlich kann man sich über den Feuerwehrsport und die Feuerwehrchronik der Freiwilligen Feuerwehr Plötzin informieren.

Johanna und Clara

Kriminal-Komödie JOHANNA

Werder (Havel), 14. Mai 2019 – Zehn Monate haben die Spieler und Spielerinnen aus den Theatergruppen vom Tulipa Theater, unter der Leitung von Julia Zimmermann, an ihren ersten eigenen Produktionen gearbeitet. Nun ist es an der Zeit sich der Öffentlichkeit zu zeigen.

Den Auftakt macht die Tulipa Blütenbühne; die Theatergruppe der Erwachsenen.
In ihrer Kriminal-Komödie JOHANNA sorgt ein Journalist für mächtig Unruhe in der sehr beschaulichen Straße „Am Wald“. Er möchte einen Artikel über eine gewisse Johanna schreiben. Doch schnell wird klar, über Johanna will hier lieber niemand etwas erzählen.

  • →  Tulipa Blütenbühne, Johanna
    Premiere: 07.06., 19:30 Uhr, weitere Vorstellung: 10.06., 18 Uhr, Comédie Soleil, Eisenbahnstr. 210, Werder.
    Eintritt: 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Ebenfalls kriminell geht es in dem Stück CLARA vom Jungen Tulipa Theater vor sich. Dort ist nämlich ein Mädchen verschwunden. Claras Bruder Sam versucht, seine Schwester seit Stunden zu erreichen und auch ihre angeblich besten Freundinnen, die Party-Girls Lejla und Kejla wissen nicht, wo sie sich aufhält. Zum Glück ist Sams Freund Micha professioneller Privatdetektiv und nimmt sich dem Fall an.

  • →  Junges Tulipa Theater
    Premiere: 15.06. 19:30 Uhr, weitere Vorstellung: 16.06., 18 Uhr, Vulkanfiberfabrik, Adolf-Damaschke-Str. 56/58, Werder. Eintritt: 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Wer Lust hat, selbst Theater zu spielen, ist ab September wieder herzlich eingeladen, in die Spielclubs mit einzusteigen. Weitere Informationen unter www.tulipatheater.de. (j.z.)

CLARA vom Jungen Tulipa Theater

Segelfest in der Schule am Plessower See

Werder (Havel), 14. Mai 2019 – In der letzten Woche hieß es in der Schule am Plessower See wieder „Mast und Schotbruch“ für interessierte Schülerinnen und Schüler – das alljährliche Segelfest stand an.

Startpunkt war der Glindower Angelverein. Von dort aus ließ man die zwei selbstgebauten Segelboote zu Wasser und startete mehrmals zu kleinen Segeltörns über den Glindower See. In kleinen Gruppen manövrierten die Schülerinnen und Schüler die Boote bei bestem Segelwetter sicher über den See, sodass auch alle wieder trocken ankamen. Dieses Ereignis wird von den Kindern und Jugendlichen in jedem Jahr freudig angenommen und bereitete auch in diesem Jahr allen wieder sichtlich Spaß.

Seit mehreren Jahren besteht die Kooperation mit dem Glindower Angelverein, um das Segelfest zu ermöglichen. Dafür bedankt sich die Schule am Plessower See recht herzlich und hofft auf viele weitere Jahre Zusammenarbeit. (s.k.)

Was haben Obstwein & Pizza gemeinsam?

Werder (Havel), 14. Mai 2019 – Zur Baumblüte kommt keiner an Toni Geißhirt vorbei: Der jüngte Obstweinhersteller der Region, der in seiner Heimatstadt Werder (Havel) als “Himbeertoni” bekannt ist, hat sich mit seinen Weinen einen Namen gemacht. Seitdem er 13 Jahre alt ist, stellt er mit viel Leidenschaft Obstwein her. Dass seine Weine von bester Qualität sind, beweisen auch die Kruken-Auszeichnungen, die er in den letzten Jahren einheimsen konnte. 

Doch nicht nur für Himbeeren, Erdbeeren und Knupperkirschen schlägt das Herz des 22-Jährigen. Am 13. Mai hat Toni Geißhirt als Franchisepartner von WORLD OF PIZZA die Lieferbar Unter den Linden übernommen. Aus “Himbeertoni” wird “Pizzatoni”! 

Schon immer hegte er den Wunsch nach einem eigenen Restaurant. Nachdem er erfuhr, dass WORLD OF PIZZA einen Franchisepartner für die Lieferbar in Werder sucht, sah er sich mit großer Begeisterung den Pilotstore in Potsdam an. “Die gute Qualität der Produkte, die Frische und Handarbeit – das ist einfach ein schönes Gesamtpaket, das mich direkt überzeugt hat”, so Toni. 

Auch wenn die WORLD OF PIZZA-Lieferbar zwar nicht direkt ein eigenes Restaurant ist, bietet das Franchise-Konzept doch einige Vorteile für den jungen Unternehmer: “WORLD OF PIZZA nimmt mir viel Arbeit ab, so muss ich mich zum Beispiel nicht um überregionales Marketing kümmern oder Rezepturen entwickeln. Was aber nicht bedeutet, dass nicht überall mitgeredet werden darf.”

Da Toni Geißhirt in Werder (Havel) aufgewachsen ist und wie er selbst sagt “einfach hier hin gehört”, fiel die Entscheidung für die Werderaner-Lieferbar nicht schwer. Weggehen kam für ihn nie in Frage! Zusätzlich zu dem bewährten und beliebten Angebot des Pizza-Lieferanten wird Toni auch seinen eigenen Obstwein mit ins Sortiment aufnehmen. Gleichzeitig kann er bei künftigen Caterings dann auch Produkte von WORLD OF PIZZA anbieten. Eine genussvolle Win-win-Situation, die wahrscheinlich ziemlich vielen Kunden richtig gut schmecken wird.  

“Die Lieferbar befindet sich mitten in der Stadt, direkt vor der Insel, zu deren Liegewiesen man natürlich auch gerne unsere Pizzen und andere Produkte bestellen dürft”, wirbt der neue Franchisepartner. 

Für die Zukunft hat sich Toni Geißhirt einiges vorgenommen. Aber so kennt man den fleißigen und engagierten jungen Wederaner! “Mein Wunsch wäre es, dass ich WORLD OF PIZZA beim Havelauenfest 2020 oder beim Kneipenfest in diesem Jahr einbinden kann. Zudem erweitern wir auch direkt unser Liefergebiet und liefern so nun zum Beispiel auch bis nach Lehnin. Ich möchte gerne die Qualität der Marke WORLD OF PIZZA in Werder weiter verbessern und Nachbarschaftslieferant bleiben oder werden”, so Toni. 

Doch erstmal freut er sich allerdings auf den Kontakt mit den Gästen – in der Lieferbar, vor der Haustür oder bei Veranstaltungen, die nun hoffentlich vermehrt stattfinden werden. 

Wir wünschen Toni viel Erfolg für diese neue spannende Aufgabe! (wsw)

SPD Werder: Unterstützung für die Freiwillige Feuerwehr

Werder (Havel), 13. Mai 2019 – Die SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung Werder (Havel) will die ehrenamtlichen Kräfte der Feuerwehr durch hauptamtliche Kräfte unterstützen, heißt es in einer Pressemitteilung. Zur letzten Stadtverordnetenversammlung der Wahlperiode am kommenden Donnerstag, 16. Mai 2019, hat sie den Antrag gestellt, die Tageseinsatzbereitschaft der Werderaner Feuerwehr von Montag bis Freitag 8 bis 16 Uhr durch hauptamtliche Kräfte sicherzustellen. Die hauptamtlichen Kräfte sollen ca. 80 Prozent der Einsätze (technische Hilfeleistungen, Ölspuren,etc.) bewältigen können.

Eine Konkurrenz zu den Freiwilligen Kameraden entsteht dadurch ausdrücklich nicht. “Ich habe großen Respekt vor dem Können, dem Mut und der Hilfsbereitschaft unserer Feuerwehrfrauen und -männer”, so die Fraktionsvorsitzende Anja Spiegel. In den Abend- und Nachstunden sowie am Wochenende tragen sie weiterhin die Verantwortung. Und bei größeren Einsätzen werden darüber hinaus alle ehrenamtlichen und hauptamtlichen Kräfte benötigt.

Teil der Antrags ist auch, eine Zusammenarbeit mit der Gemeinde Schwielowsee zu prüfen. In beiden Orten ist es vor allem tagsüber von 8 bis 16 Uhr schwierig, die Einsatzbereitschaft herzustellen. Weil viele Feuerwehrleute nicht in Werder arbeiten, stehen sie tagsüber nicht schnell zur Verfügung. Da die Kameraden ihren Dienst in der Wache verbringen sollen, entfallen wesentliche Rüstzeiten. Dadurch kann eine hauptamtliche Feuerwehr für ein größeres Gebiet verantwortlich sein und so auch die Tageseinsatzbereitschaft für die Ortsteile Geltow und Ferch der Gemeinde Schwielowsee abdecken. Das würde auch dazu führen, dass beide Partner sich die Kosten für die hauptamtlichen Kräfte teilen könnten.

Zum Hintergrund:

Nach dem Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz in Brandenburg können amtsfreie Gemeinden wie Werder (Havel) eine Berufsfeuerwehr oder bei ihren Freiwilligen Feuerwehren Feuerwachen einrichten, die mit hauptamtlichen Feuerwehrangehörigen besetzt sind. (§ 24 Abs. 3). Ab 30.000 Einwohner “sollen” sie dies tun, während Oberzentren dazu verpflichtet sind. Werder (Havel) geht nicht nur auf die 30.000 Einwohner zu, sondern hat überdies durch seine Lage eine erhebliche Zahl an Autobahnkilometern zu betreuen, die zu Unfallschwerpunkten im Land gehören. Die enorme Zahl der Einsätze für die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr aus den letzten Jahren und die Problematik der Tageseinsatzbereitschaft sprechen daher für die Einrichtung hauptamtlicher Kräfte. (a.s.)

Werder mit allen Sinnen

Nicole Busch, Julia Scherping, Kerstin Hinterleitner und Chantale Damour, Fotos: Kristin Stein, K-Photographie

Werder (Havel), 13. Mai 2019 – Am 11. Mai fand in der Adolf-Damaschke-Straße 69-70 das Beauty- und Lifestyle-Event “Werder mit allen Sinnen” statt. Rund 20 Unternehmen aus den Bereichen Mode, Schmuck, Gesundheit, Sport und Charity haben in der Selbstverteidigungsschule & Detektei T. Mathes und auf dem Königshof im Freien ihre schönen Produkte präsentiert und über ihr Angebot informiert.

Die Premiere dieses Events, für das die beautypoint-Ladies Nicole Busch und Kerstin Hinterleitner sowie Energetix-Vertriebspartnerin Julia Scherping verantwortlich zeichneten, war ein voller Erfolg! Das Angebot der verschiedenen Aussteller war vielfältig und auch wenn das Wetter nicht so recht mitspielen wollte, haben doch viele Besucher den Weg zu “Werder mit allen Sinnen” gefunden. Für die kleinen Besucher hat der Zuckerbaum e.V. Spiele vorbereitet und Kinderschminken wurde angeboten, sportlich wurde es beim Zumba, organisiert von WerderVital, und eine Modenschau der Boutique “Inselglück” zeigte die neuesten Trends. Um 15 Uhr haben die Kids aus der Selbstverteidungsschule ihr Können unter Beweis gestellt.

Eines unserer persönlichen Highlights war die großartige Tombola! Für fünf Euro konnte man aus der großen Glaskaraffe ein Los ziehen und da es keine Nieten gab, war jedem Loskäufer ein toller Gewinn garantiert. Wir konnten uns über eine hochwertige Tasche von VS-Mode, einen 10-Euro-Gutschein für Tasse.de, einen fruchtigen Rhabarberwein von Ulrich Gaube und Party-Dekoration von Pünktchen & Co. freuen. Der Erlös aus der Tombola und den weiteren Angeboten kam dem Zuckerbaum e.V. zugute. Insgesamt kamen so 1461 Euro zusammen! Gestärkt haben wir uns mit den Köstlichkeiten, die die Pirates-Cheerleader vorbereitet haben, und ein Becherchen von Hopfen-Huberts Bierangebot durfte auch nicht fehlen.

Die erste Ausgabe von “Werder mit allen Sinnen” hat uns unglaublich gut gefallen. Wir freuen uns schon auf die nächste Veranstaltung dieser Art! Und danke an Kristin Stein von K-Photographie für die tollen Fotos. (wsw)

1. Spatenstich für die Haveltherme in Werder

Andreas Schauer, Bürgermeisterin Manuela Saß, Landrat Wolfgang Blasig, 1. Beigeiordner Christian Große (1. Reihe v.r.) und Projektbeteilgte, Foto: Klix

Werder (Havel), 13. Mai 2019 – Ein regnerisches Wochenende liegt hinter uns, aber dem Spatenstich der Haveltherme am 11. Mai machte Petrus keinen Strich durch die Rechnung. Angereist war Andreas Schauer samt Team und Partnern, um nach der Übergabe der Baugenehmigung beim Baumblütenball nun den Bau am Projekt zu beginnen.

Getan hat sich schon eine ganze Menge auf der Baustelle. Schweres Gerät steht bereit und freut sich nun darauf, zum Einsatz zu kommen. Im zukünftigen Eingangsbereich lachen große Visualisierungen der einzelnen Bereiche von den Wänden und machen Lust auf das, was kommt. Bis zum offiziellen Teil um 10 Uhr füllt sich das Gelände mit zahlreichen Besuchern, darunter auch Gewerbetreibende des angrenzenden Wohngebiets, die sich einfach nur freuen, dass es jetzt endlich los geht. „Wir sind so froh, dass sich das lange ‘Durchhalten’ gelohnt hat und vertrauen voll und ganz auf die Geschicke des neuen Betreibers,“ erzählt uns die Inhaberin eines ansässigen Friseurladens.

Um 10 Uhr haben sich alle vor einem großen Sandhaufen versammelt und warten auf die Begrüßung. Andreas Schauer ergreift das Wort und macht mit seinem Vergleich deutlich, was es alles braucht, um aus dem „in die Jahre gekommenen Tanker“ ein schickes Traumschiff zu machen.

Fotos: wsw

Das ausführende Architekturbüro geizig + böker aus der Hansestadt Hamburg ist für das „Schiffsdesign“ verantwortlich. Das Büro ist bekannt für die zuverlässige Umsetzung großer Vorhaben und konnte bereits in der Vergangenheit viele Projekte mit der Schauer & Co. umsetzen. Architektonisch begeben wir uns im Thermenbereich auf eine Reise in den Mittelmeerraum. Spanische, maurische und andalusische Elemente schaffen eine harmonische Atmosphäre

Mit dem Anbau des zusätzlichen Familienbereiches hat die Firma Kasimir bereits in diesem Monat begonnen und alle Segel ausgerichtet, um pünktlich im Frühjahr 2021 in See zu stechen.

Die Niersberger AG ist einer von vielen technischen Partnern, die unter anderem Großprojekte wie den Bau der Lüftungsanlagen am mit 57 Kilometer längsten Eisenbahntunnel, dem Gotthahrd Basistunnel, realisierten. „Ich denke mit solch einem Partner sollte die Lüftung der Haveltherme keine Probleme machen“, lacht Andreas Schauer. Für das grüne Ambiente im Innen- und Außenbereich wird die Firma Glaßer & Dagenbach sorgen. Durch grüne Gärten wird der verbaute Beton zum Leben erweckt.

Damit das Projekt dann am Ende auch wirtschaftlich einträglich wird, brauche man zufriedene, besser noch begeisterte Gäste. Angesichts der Begeisterung, die jetzt schon im Projektteam herrsche, macht sich Andreas Schauer keine Sorgen. Eine Schlüsselposition nimmt Herr Roland Eberle, Co-Geschäftsführer und Leiter Bauporojekt Management der Firma Schauer ein, der bereits etwa 20 Thermenbauten realisiert hat. Seine Erfahrung kommt insbesondere zum Tragen, da der Bau ja teilweise schon steht und einige technische Installationen bereits eingebaut sind.

Auch was die spätere Betriebsleitung angeht, ist ein Profi an Bord. Herr Barth war lange Zeit Leiter der Therme Erdingen, die der Stadt zusätzlich zu ihrer Bekanntheit durch den hellen Hopfensaft auch 1,8 Millionen Jahresgäste einbringt. Über 20 Jahre hat er die Therme geleitet und soll nun zukünftig den „Kreuzer“ Haveltherme als Kapitän mit all seinen Geschicken und Erfahrungen durch alle Fahrwasser lenken und leiten.

Zugeständnisse gab es an diesem Tag auch von Landrat Blasig, dem kurzerhand ein Statement zum Thema Seesauna entlockt wurde. „Auch unseren Genehmigern läuft angesichts solcher Planungen gern mal das Herz über“, verkündet er und freut sich, dass die Stadt einen tollen Partner für das Projekt Therme gefunden hat. (wsw)

Peter Kreilinger (CDU) äußert sich zur Pressemitteilung der Grünen in Sachen “Baumschutzsatzung”

Peter Kreilinger, Foto: privat

Werder (Havel), 13. Mai 2019 – Am 10. Mai veröffentlichten wir die Pressemitteilung von Herrn Markus Altmann, in dem Bündnis 90/Die Grünen eine Baumschutzsatzung für Werder fordern. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU Werder, Peter Kreilinger, reagiert auf die Pressemitteilungen der Grünen in Sachen Baumschutzsatzung:

Die Forderung der Grünen nach einer Baumschutzsatzung ist nicht neu und sie ist falsch.

Ein einfacher Blick auf Google-maps genügt, um zu sehen, wie grün Werder botanisch ist. Das soll es auch bleiben und die Bürger in Werder – ob alteingesessen oder neu zugezogen – leisten dazu einen großartigen Beitrag, indem sie mit Liebe ihre Gärten pflegen und Jahr für Jahr tausende neue Bäume pflanzen. In einer solchen Situation ist es, anders als vielleicht in hochgradig versiegelten Metropolen, nicht Aufgabe der Stadt, Baumpolizei zu spielen und den Bürgern vorzuschreiben, was sie in ihren Gärten zu tun und zu lassen haben. Es wäre im Gegenteil kontraproduktiv: In Städten mit Baumschutzsatzungen pflanzen die Bürger nicht selten aus Angst vor künftigen Beeinträchtigungen nur mehr Kleingewächse und Bäume höchstens noch insoweit, als ihnen auch das durch einen Bebauungsplan verpflichtend vorgeschrieben wird. Denn jeder kennt die Berliner Erfahrungen mit Gutachtern, die prüfen mussten, ob man mittags um 12.00 Uhr künstliches Licht zum Lesen braucht, sodass die Beschattung des Wohnzimmers durch einen (zu) groß gewordenen Baum wirklich nicht mehr zumutbar ist. Nicht jeder kann sich einen Gartenarchitekten leisten, der ihm genau sagen kann, welcher Baum auch im ausgewachsenen Zustand in seinen Garten passt, ohne ihm das Wohnzimmer zu verdunkeln oder den letzten Sonnenplatz zu beseitigen. Auch künftige Veränderungen wie Anbauten für Kinder oder pflegebedürftige Eltern etc. will sich jeder vernünftige Eigentümer vorbehalten. Wenn man weiß, dass man den Platz dafür später nicht mehr oder nur für viel Geld wieder frei bekommt, wird man ihn eben gleich freihalten. Da eine Baumschutzsatzung nicht rechtswirksam Ersatzpflanzungen für natürlichen Abgang vorschreiben kann, kommt es auf diese Weise langfristig zu einem Rückgang des privaten Baumbestandes. Weiter wäre im Vorgriff einer Einführung damit zu rechnen, dass Bürger, die brach gefallenes Bauland oder Bauerwartungsland besitzen, dieses noch rasch komplett abholzen lassen, um nicht später Repressalien ausgesetzt zu sein. Auch die ökologisch zu begrüßende „vorübergehende Verwilderung“ von Flächen, die einige Zeit ungenutzt sind, würde nicht mehr stattfinden. In Potsdam kann man Letzteres gut beobachten.

Richtig ist, dass Werder an einigen Stellen wie neu gebaut aussieht. Das ist es aber auch – die Havelauen waren nun einmal vor 50 Jahren nicht da, sehr viele Gebäude und Straßen sind neu gebaut. In einer Stadt, die an einzelnen Stellen immer noch Nachwirkungen von 40 Jahren wirtschaftlichem Niedergang in der DDR-Zeit zeigt und die deutlich wächst, ist auch die Schaffung von neuem Wohnraum und neuer Infrastruktur notwendig. Noch immer gibt es vereinzelt Grundstücke, auf denen Ruinen mit verwilderten Gärten stehen und es muss möglich bleiben, dass solche Häuser saniert und auch Gärten wieder als solche gestaltet werden. Sonne im Wohnzimmer ist kein Vorrecht derer, die in ein Neubaugebiet ziehen. Auch wenn einzelne Nachbarn, selbst in sanierten Häusern mit angelegten Gärten wohnend, lieber den „romantischen Anblick“ von Ruine und Wildgarten hätten. Nicht jeder hat wie das „Uferwerk“ als Ausgangszustand seines Grundstücks eine fast totale Versiegelung, so dass es ein leichtes ist, zu entsiegeln und immer noch hoch verdichtet bebaut und ausreichend nutzbare Freiflächen zu haben.

Die CDU steht dafür, den Menschen das Recht zu lassen, ihren Garten so zu gestalten, wie er ihnen gefällt.

Bei öffentlichen Maßnahmen wird bereits heute kein Baum gefällt, bei dem es nicht nach Einschätzung der Behörden aus technischen Gründen (z.B. weil im Wurzelbereich eine Straße zu erneuern ist) oder zur Verkehrssicherheit bzw. Zustandsgründen erforderlich ist. Wer z.B. die Pressemitteilung zur Fahrradbrücke gelesen und zur Kenntnis genommen hat, welcher Aufwand da betrieben wird, um einzelne Bäume zu schützen, kann hieran keinen vernünftigen Zweifel haben. Dass es in einer Stadt, die vor über 100 Jahren einen ersten wesentlichen Ausbau erlebt hat, angesichts einer Lebenserwartung von Alleebäumen an Straßen von um die 100 Jahre auch mal zu einer Erneuerung kommt, ist normal. Auch hier gab es eben durch Kriegs- und DDR-Zeit eine „Lücke“ in der normalen Infrastrukturentwicklung und Pflege von über 50 Jahren und nun eine entsprechend rasche bzw. umfassende Entwicklung. Selbstverständlich kann in jedem Einzelfall sachlich diskutiert bzw. geprüft werden, ob das Verwaltungshandeln richtig war und ist, auch ich bin da nicht ohne Fragen. Eine Baumschutzsatzung, die die Bürger gängelt, braucht es dazu aber nicht.

Die Grünen fordern im Übrigen gern günstiges Wohnen und schnelle KITA-Bauten. Doch es sind die Forderungen der Grünen auf allen Ebenen, die die Schaffung von Wohnraum und Infrastruktur verteuern und verlangsamen. In Schwielowsee kann beobachtet werden, wie weit das führen kann: Da beantragen Bürger Baumfällungen, die die Stadtverwaltung genehmigt, weil sie sie nach Abwägung für richtig hält und dann klagen die andere Bürger gegen die Stadtverwaltung, weil sie das nicht hätte genehmigen sollen. Auf diese Weise kann man Vorhaben Jahre verzögern. So wie die Umsiedlung eines Ameisenhaufens die KITA in Bliesendorf verzögert hat und so wie das Zählen von Vögeln auf dem Acker, der künftig ein Bildungskampus mit KITA und Grundschule in Glindow werden soll, dieses Vorhaben um mehr als ein Jahr verzögert. Oder so, wie die Landschaftsschutzgebietssatzung fast das Aus für das Autohaus Raschik und seine 80 Arbeitsplätze bedeutet hätte, was die Grünen ausweislich ihres Abstimmungsverhaltens dazu gebilligt hätten. Wir haben bereits heute sehr viele Verfahren und Umweltschutzvorschriften. Es ist gut, dass nicht mehr geht, was in den 70ern an Raubbau ging, es ist gut, dass Nachhaltigkeit heute „common sense“ ist. Irgendwann wird freilich ein Punkt erreicht, wo unser Land sklerotisch wird. Wir Deutschen neigen anscheinend gern zum Extrem, die eigene Überzeugung wird jedenfalls gern als die allein vertretbare und „überlebensnotwendige“ verkauft. Ich finde mittlerweile auch manche Ökoforderung ungut extrem.

Besonders befremdlich ist allerdings nicht die Forderung nach einer Baumschutzsatzung, sondern der Demonstrationsaufruf der Grünen. Was soll diese Wahlkampfnummer und was für ein Verständnis der repräsentativen Demokratie zeigt sie? Wir haben in Kürze Neuwahlen. Wer die Einführung einer Baumschutzsatzung als wichtigstes Ziel in Werder sieht und dafür die Blockade und Gängelung in Kauf nimmt, die wir ausweislich des Antrags- und Beschlussverhaltens der Grünen in der SVV der letzten 5 Jahre hätten, hätten die Grünen eine Mehrheit, kann seine Stimme den Grünen geben. Eine Entscheidung, die ich in jedem Einzelfall bedauere, weil ich überzeugt bin, dass die CDU trotz aller Fehlbarkeit die bessere Gestaltung gewährleistet, die ich aber zu respektieren habe. Wenn die Grünen dann eine Mehrheit für die städtische Baumpolizei in Werders Gärten bekommen, werden die Grünen das beschließen können. Solange die Mehrheit der Bürger das anders sieht und bei Wahlen anders entscheidet, haben die Grünen das zu akzeptieren und werden durch agitatorische Demonstrationen einer (vermutlich lautstarken) Minderheit die Einstellung der CDU nicht ändern. Die CDU steht dafür, dass auch die Meinung derer repräsentiert wird, die nicht mit Trillerpfeifen für Einzelthemen auf die Straße gehen.

Wie unlogisch und geradezu pervers es zudem ist, dass die Grünen als einzige Fraktion die Abholzung zehntausender Bäume im Bliesendorfer Wald befürworten, um dort 250 Meter hohe Windräder zu errichten, sei auch an dieser Stelle wieder angemerkt. Der Werderaner soll in seinem Garten die Stadtbaum-Polizei haben, aber die „Öko-Investoren“ können für ihre Blech-Monster hunderte Hektar Wald in direktem Siedlungsumfeld vernichten. Ich jedenfalls verstehe das auch heute nicht. (p.k.)

Peter Kreilinger (CDU) äußert sich zur Pressemitteilung der LINKEN zum Spatensicht Haveltherme

Peter Kreilinger, Foto: privat

Werder (Havel), 13. Mai 2019 – Vergangene Woche veröffentlichten wir die Stellungnahme von Dr. Gabriele Janke (DIE LINKE) bezüglich des 1. Spatenstichs für den Weiterbau der Therme. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU Werder, Peter Kreilinger, reagiert auf die Pressemitteilung der stellv. LINKEN-Fraktionsvorsitzenden Dr. Jahnke in Sachen Haveltherme:

  1. Grund zur Freude

Der heutige Spatenstich für die erweiterte Haveltherme ist sicher kein Anlass für gedankenlosen Jubel, denn es ist ein neuer Anfang, kein erfolgreiches Ende. Die Behauptung, es sei kein Grund zur Freude, ist aber ebenso falsch. Tatsache ist, dass der neue Projektpartner Schauer nicht nur schneller als versprochen handelt. Er hat auch die Planungen in einer Weise fortentwickelt, die echtes Interesse an einer hochwertigen, erfolgreichen Therme und an einem attraktiven Familienbereich deutlich jenseits des vertraglich Verpflichtenden beweist. Selbstverständlich bedarf auch das Handeln des neuen Partners einer kritischen Begleitung. Die Fa. Schauer ist ein Geschäftspartner mit eigenen Interessen, es wäre offensichtlich töricht zu behaupten, es gäbe keine Risiken mehr. Doch eines lässt sich schon heute sagen: Die Solidität und Zuverlässigkeit, mit der die vereinbarten Dinge angegangen werden, ist eine grundlegend andere als bei Kristall. Man erkennt, dass hier nicht ein Vertrag so billig als möglich erfüllt werden soll, sondern dass eine wirklich gelungene Therme entstehen soll, die im Betrieb Erfolg hat. Die Fortentwicklung des Familienbereiches etwa, die Schauer selbst vorfinanziert, ist erkennbar gut gelungen.

  1. Kostenentwicklung

Richtig ist, dass die Therme eine schwierige Vergangenheit hat. Das vertragswidrige Verhalten des alten Projektpartners zusammen mit von diesem von vorne herein zu niedrig vorgegaukelten Kosten sowie zwischenzeitliche massive Baupreissteigerungen haben eine deutliche Gesamtkostensteigerung erzeugt. Das ist mehr als nur ärgerlich. Obwohl die LINKE sich bei der Kontrolle von Kristall nicht besonders hervorgetan hat, kann man nachvollziehen, wenn sie versucht, so zu tun, als sei sie die ganzen Jahre nicht dabei gewesen. Warum jedoch setzt Frau Dr. Janke in dieser Situation falsche, übertriebe Zahlen in die Welt? Weder die Zahl „fast 25 Millionen“ als bisherige Kosten noch die Aussage „nochmal über 30 Millionen“ sind richtig. Warum ist es so schwierig, bei der Wahrheit zu bleiben und warum muss immer wieder versucht werden, die Bürger mit unrichtigen Zahlen zu verwirren? Warum muss jedes Vertrauen in die Verlässlichkeit der Aussagen von Politikern für vermeintliche Wahlkampferfolge verspielt werden? Warum ruft die LINKE einfach falsche Zahlen in die Welt, in der Hoffnung, die Bürger würden glauben, der neue Partner habe schon wieder mehr zu erhalten oder es gebe bisher nicht kommunizierte Altkosten?

Richtig ist und bleibt:

  • Bislang wurden nach Angaben der Verwaltung etwa 21 Millionen aufgewendet, weitere Kosten gibt es nach Verwaltungsangaben nicht, Anhaltspunkte für unrichtige Angaben gibt es dabei auch nicht.
  • Der Vertrag mit Schauer sieht maximale Gesamtkosten von 28,3 Mio. EUR vor. Dies beinhaltet die Seesauna und einen Puffer für verborgene Mängel. Ob die Seesauna kommt, was zu hoffen ist, ist offen. Dafür, dass der Puffer für verborgene Mängel in Anspruch genommen wird, gibt es bislang keinerlei Anhaltspunkte. Insbesondere waren die Begutachtungen im Zuge des Vertragsabschlusses ja intensiv und die Mangelbeschreibungen schonungslos, damit wenig Raum für verdeckte Mängel bleibt. Es spricht derzeit nicht einmal die überwiegende Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Maximalkosten von 28,3 Mio. EUR überhaupt anfallen.
  • Selbst wenn man für den Schauer-Vertrag die Maximalkosten inkl. Seesaune und Auftauchen verdeckter Mängel annimmt, hätte Frau Dr. Jahnke mit Ihrer Behauptung „25 und mehr als 30“ Kosten von über 5 Mio. EUR schlicht erfunden. Dass sie das offenbar tut, um den Bürgern vorzugaukeln, auf die neuen Zahlen und Verträge sei erkennbar kein Verlass, wiegt schwer.
  1. Forderungen der LINKEN zur Umfeldentwicklung

Die Forderungen zur Umfeldentwicklung sind teilweise absurd.

Selbstverständlich ist es richtig, dass das private Grundstück nördlich des Parkplatzes mit der B-Planfestsetzung „gedeckte Sportfläche“ eine solche bekommen muss. Schwimm- und Hallensport können sich bei guter Planung in der Tat sinnvoll ergänzen und der Hallensport kann insbesondere auch den Bewohnern der Havelauen weitere Möglichkeiten bringen. Die aktuellen Investoren (blue orange) haben dieses Grundstück von dem privaten Voreigentümer mit dieser Festsetzung gekauft und jedenfalls ich sehe keinen Grund bzw. Raum, an dieser Festsetzung etwas zu ändern. Ich sehe auch niemand, der den Investoren (blue orange) diese Bringeschuld erlassen möchte. Es wird deren Aufgabe sein, einen Mix zu entwickeln, der ihnen eine interessante Gesamtentwicklung des Grundstücks ermöglicht und die Sportfläche quersubventioniert. Mit der städtisch finanzierten Therme, die sie für komplementäre Entwicklung nutzen können und sollten, haben sie beste Voraussetzungen.

Dass aber die weiteren Grundstücke (Bebauungsplan Havelauen Werder – Blütentherme Teil 1 vom 25.08.2011) für einen „Sport- und Bildung-Campus“ genutzt werden sollen, „damit sich die vielen Millionen für die Werderanerinnen und Werderaner auszahlen“, kann nur als schlechter und verspäteter Aprilscherz eingestuft werden. Auf diesen Grundstücken sieht der Bebauungsplan Beherbergungsgewerbe (Hotel und Ferienwohnungen), Gastronomie sowie teilweise Einzelhandel und Kultur vor. Diese Bauleitplanung, die sich die Stadt unter Beteiligung auch der LINKEN zu Beginn der Thermenplanung gegeben hat, hat auch Sinn: Die Therme als Mittelpunkt einer touristischen Infrastruktur mit Hotel(s), Ferienwohnungen und Gastronomie. Denn ein Hotel und Ferienwohnungen profitieren von einer Therme und eine Therme profitiert umgekehrt von den Beherbergungsmöglichkeiten. Was bitte sollen dagegen die Synergieeffekte zwischen einer Therme und einem Bildungscampus sein? Welcher Planer, der halbwegs bei Trost ist, würde empfehlen, das gesamte Umfeld einer Therme oder überhaupt einer Touristenattraktion mit anderen Nutzungen zuzupflastern und keinen Raum für ein Hotel und Ferienwohnungen zu lassen?

Die Therme rentiert sich für die Werderaner, wenn sie attraktiv ist, gut funktioniert, wenn die vereinbarten Pachtzahlungen statt Subventionen fließen und wenn sie ein starkes Standbein im Werderaner Tourismus ist. Dazu macht das Umfeld Sinn, wie es geplant wurde. Man muss fast annehmen, die LINKE hätte Angst vor einem Erfolg der Therme und wünscht deshalb nun deren „Kastration“, indem das zugehörige Umfeld vernichtet werden soll. Die Therme braucht Hotellerie und Ferienwohnen. Es ist mit Blick auf mögliche anderweitige Investorenwünsche regelrecht schädlich, den Eindruck zu erwecken, das brauche es gar nicht.

Dass Teile der LINKEN keine Probleme damit hätten, das Vertrauen all derer zu enttäuschen, die sich wegen der Therme in deren Umfeld engagiert haben bzw. deswegen dorthin gezogen sind, ist bekannt. Dass man bei der LINKEN eigene Theorien zu wirtschaftlichen Zusammenhängen hat und vielleicht wirklich glaubt, eine Therme und ein Schulhof seien eine wirtschaftlich sinnvolle Ergänzung, während Therme und Hotel nicht zusammenpassen, muss man für denkbar halten. Dass die LINKE damit aber auch vorschlägt, das berechtigte Vertrauen des neuen Vertragspartners für die Therme auf eine komplementäre Umgebungsnutzung zu enttäuschen, müsste sie erkennen. Dass sie es trotzdem tut, ist erschreckend.

Davon unabhängig laufen bekanntlich Untersuchungen zur Ausweitung der Bildungslandschaft in Werder, die eine Ermittlung von Bedarfen und sinnvollen Standorten einschließen. Selbstverständlich kann dabei auch herauskommen, dass in den Havelauen etwas zu ergänzen ist. Es befremdet aber, dass die LINKE, die diese fachlichen Untersuchungen durch Experten wie alle anderen Fraktionen wollte, schon vor Ergebnisvorlage weiß, welche Neubauten man wo braucht. (p.k.)

Erfolgreiche Kinderregatta auf dem Beetzsee

Werder (Havel), 13. Mai 2019 – Mit Medaillen bestückt und mit Preisen ausgestattet, kehrten die Werderaner Ruder-Kinder am zweiten Maiwochenende vom Brandenburger Beetzsee zurück, nachdem sie bei der 24. Kinderregatta erfolgreich gerudert sind.

Lena Schröder und Inken Blohm hatten bereits bei der Fürstenwalder Langstrecke gezeigt, dass sie nach wie vor gut im Mädchen-Zweier harmonieren. Mit dem zweiten Platz bestätigten sie diese Leistung nun und legten als erstes Boot der Trainingsgruppe am Siegersteg an. Auf dem Siegerpodest wurden sie dann mit Medaillen und tollen Sachpreisen geehrt – der Ruder Club Havel Brandenburg hatte wieder eine gelungene kindgerechte Regatta veranstaltet.

Beachtenswert war auch die Leistung von Jannik Körner, der nach nur wenigen Ruder-Einheiten erstmals bei einer Regatta an den Start ging und mit Artjom Kochevenko im Doppelzweier der 13/14-jährigen Jungen über 1.000 Meter ein gutes Rennen ruderte. 

Inken konnte als Drittplatzierte in ihrem Einer gleich zum zweiten Mal am Siegersteg anlegen und freute sich über Bronze im Rennen der 14-jährigen Mädchen. Lena machte es in ihrem Rennen der 13-jährigen Mädchen für das Publikum sehr spannend und siegte nach heißem Kampf mit nur 1/100 Sekunde Vorsprung vor der Konkurrenz. 

Die jüngeren Jungs sammelten erstmals im Doppelzweier bzw. –vierer Regatta-Erfahrungen, und das gleich auf ihren 1.000 Meter langen Rennen. Hier lautet das Motto – wie für die anderen Sportler – Übung macht den Meister, damit es bei der nächsten Regatta weiter vorwärts gehen kann. (u.h.)

Mein Werder (174): Roman Mario Walde

Kurz & Knackig

Name: Roman Mario Walde
Alter: 33 Jahre
Wohnort: Werder
Haben Sie Kinder? Ich habe einen Sohn im Alter von sechs Monaten.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Traumhaft schön. Das richtige zum Erholen nach einem Arbeitstag.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Veranstaltungssicherheit und Objektschutz. Zudem komme ich Ermittlungstätigkeiten im privaten- und gewerblichen Bereich nach.

Was würden Sie lieber machen?
Gäbe es etwas, würde ich es tun. Aber ich habe es mir zur Aufgabe gemacht zu schützen, was anderen wichtig ist.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Zu Hause bei meiner Familie. Und zu fünft (wir, unser Sohn und unsere beiden Hunde) sind wir gerne in Werders Natur unterwegs.

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Natürlich auf der Insel!

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Muckergarten. Das gemütliche ist mir lieber.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Ganz klar Erdbeere.

Sie – ganz speziell

Sie sind gebürtiger Schweizer. Können Sie uns von Ihrem Leben in der Schweiz erzählen?
Ich bin als zweitältester von fünf Geschwistern im Kanton Aargau aufgewachsen. Nach meiner schulischen und beruflichen Ausbildung habe ich sieben Jahre lang im Polizeidienst gearbeitet. In meiner Freizeit war ich viel sportlich unterwegs, am liebsten im Grünen. Zum Glück kann ich das hier in Werder auch gut machen.

Was hat dazu geführt, dass Sie nach Werder gekommen sind?
Die Liebe 😊 Meine Partnerin lebt hier und wollte Werder nicht verlassen. Bei dieser schönen Stadt konnte ich mich sehr gut damit arrangieren.  

Der Schutz von Menschen ist Ihnen nicht nur beruflich ein großes Anliegen. Können Sie uns eine Geschichte aus Ihrem Berufsalltag erzählen?
Da gibt es einige spannende Geschichten, aber die gehören leider zum Berufsgeheimnis.

Gibt es für Sie einen Ausgleich zum Beruf?
Mein Sohn und meine Familie sind mein größter Ausgleich. Mit den Vierbeinern sind wir viel sportlich unterwegs.

Haben Sie ein Lebensmotto?
„Anders sein als die anderen.“ (Woody Allen)

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Gesundheit für meine Familie und mich. Gute Aufträge. Ein Haus im Grünen.

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Mahatma Gandhi

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Schott´s Sammelsurium

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Sherlock Holmes. Er ist außergewöhnlich sachlich und hat eine akkurate und effektive Arbeitsweise.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie?
Dr. House

Haben Sie ein verborgenes Talent?
… wäre es dann noch verborgen?!

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Eindeutig Hund!

Bündnis 90/Die Grünen fordern eine Baumschutzsatzung für Werder (Havel)

Markus Altmann. Foto: privat

Werder (Havel), 10. Mai 2019 – Uns erreichte eine Pressemitteilung von Bündnis 90/Die Grünen mit dem Antrag auf den Erlass einer Baumschutzsatzung. In der Pressemitteilung heißt es: “Seit Jahren erleben wir ungehinderte Fällungen innerhalb des für unsere Kommune wichtigen Altbaumbestandes. An manchen Stellen sieht Werder wie eine gerade erst entstandene Wohnsiedlung aus.

Wir von Bündnis 90/Die Grünen prangern diese Vorgehensweise von Seiten der Stadtverwaltung seit Jahren an und fordern konsequent den Erlass einer Baumschutzsatzung.

Dass es für Werder (Havel) noch keine Baumschutzsatzung gibt, ist auch den ungünstigen Stimmverhältnissen in der Stadtverordnetenversammlung (SVV) und der mehrheitlichen Ablehnung duch die CDU geschuldet.

Am 16. Mai 2019 ab 18 Uhr wollen wir mit einer Demonstration vor dem Bürgerservice (Uferstr. 10, Werder) den Abgeordneten der SVV, die an diesem Tag über einen diesbezüglichen Antrag von Bündnis 90/Die Grünen abzustimmen haben, sagen, dass der Altbaumbestand ein wesentliches Merkmal an Lebensqualität für die Bürger*Innen und Gäste unserer Stadt ist.

Seid bei der Demo mit dabei und zeigt den Abgeordneten Euren Unwillen über das voranschreitende und ungehemmte Abholzen unseres städtischen Baumbestandes.” (m.a., wsw)

Zum 1. Spatenstich für den Weiterbau der Therme erklärt Stadtverordnete Dr. Gabriele Janke

Spitzenkandidatin der Linken in Werder ist Dr. Gabriele Janke. Foto: Partei

Werder (Havel), 10. Mai 2019 – Wir haben hier darüber berichtet, dass am 11. Mai der erste Spatenstich für den Thermenanbau erfolgt, zu dem alle Werderanerinnen und Werderaner herzlich eingeladen sind. Hierzu äußert sich Dr. Gabriele Janke, stellvertretende Fraktionsvorsitzende Der Fraktion DIE LINKE in der SVV Werder, wie folgt:

Vor mehr als sieben Jahren und fast 25 Millionen Euro gab es den ersten 1. Spatenstich für die Therme in Werder. Nun also der Spatenstich für den Weiterbau des umstrittenen Projektes. Freude darüber kommt heute nicht auf. Denn es soll weitere drei Jahre dauern und noch einmal mehr als 30 Millionen kosten, bis die ersten Gäste hier baden und sich erholen können. Diese größte Investition der Stadt Werder ging bisher gründlich schief!

Damit sich die vielen Millionen für die Werderanerinnen und Werderaner auszahlen, schlagen wir vor, die Therme zum Kern eines Sport- und Bildung-Campus’ in den Havelauen zu machen. Denn in unmittelbarer Nachbarschaft ist im gültigen Bebauungsplan seit langem vorgesehen, Sportanlagen und eine Sporthalle zu bauen. Dieser Plan muss umgesetzt werden.

Zudem wird in den Havelauen dringend eine Schule gebraucht. Beides – Schule und Sporthalle – werden nicht nur dringend benötigt, sie ergänzen auch sinnvoll die Therme mit Schwimmbad. Den Nutzen dieses Sport- und Freizeitkomplexes hätten also vor allem auch die Kinder und jungen Familien unserer Stadt.

Da die die städtische Wohnungsgesellschaft HGW im Jahr 2016 im Zuge des Vergleichs mit dem damaligen Bauträger zwei große Grundstücke neben der Therme erworben hat, sind die Voraussetzungen dafür vorhanden.

Die am 26. Mai zur Kommunalwahl neu gewählten Abgeordneten der Stadt können mit entsprechenden Beschlüssen dafür sorgen, dass die 50 Millionen, die die Therme insgesamt schlucken wird, nicht vergeudet sind. (g.j., wsw)

Einweihung eines Ehrenmals für Kriegsopfer in aller Welt

Trompetensolo zur Einweihungszeremonie. Auf der Bank rechts: Rudolf Osburg., Foto: Klix

Werder (Havel) OT Töplitz, 10. Mai 2019 – In Töplitz ist am 9. Mai ein neues Ehrenmal in Form einer Weltkugel eingeweiht worden, es trägt die Aufschrift „Den Opfern von Krieg in aller Welt“. Mit diesem Ehrenmal wurde das Vermächtnis von Gertrud Osburg (1926-2011) umgesetzt. Sie lebte in den 1930er- und 1940er-Jahren in Töplitz und hat hier ihre Kindheit verbracht.

Die schönen Kindheitserinnerungen, so erzählte sie es ihrem Mann Rudolf Osburg, sind durch den 2. Weltkrieg getrübt worden. Ihr Bruder Alfredo Gericke, Jahrgang 24, war jung eingezogen worden und fiel an der russischen Front. Gertrud Osburg hinterließ der Stadt Werder (Havel) eine Schenkung, um in Töplitz an dieses und andere Kriegsschicksale zu erinnern.

„105 Jahre sind seit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs vergangen, 74 Jahre seit Ende des Zweiten Weltkriegs“, sagte Werders 1. Beigeordneter Christian Große zur Einweihungszeremonie. Viele Millionen Menschen seien in Kriegen gefallen, wurden umgebracht, gefoltert, misshandelt oder vertrieben. Junge Männer seien als Kanonenfutter an verlorene Fronten geschickt worden.

Besonders der 2. Weltkrieg sei noch tief im Gedächtnis der Stadt verwurzelt. „Aus der Fliegerschule in Werder (Havel) sind in der Nazizeit junge Piloten zu verbrecherischen Kampfeinsätzen geschickt worden, von denen sie häufig nicht nach Hause kehrten“, so Christian Große. Andersdenkende und jüdische Mitbürger seien verfolgt und ermordet worden.

Doch der Krieg sei damals nach Deutschland zurückgekehrt. Die Stadt Werder selbst sei durch glückliche Umstände vor Zerstörung bewahrt geblieben. Aber sie habe sich durch die Kriegsopfer ebenso verändert wie durch die Flüchtlinge. „Seit 1945 lebten wir Europäer im Frieden, die Deutschen seit 1990 gemeinsam in Freiheit und Demokratie“, so Christian Große.

„Deutsche Soldaten sind an internationalen Anti-Terror-Einsätzen beteiligt, um unsere Sicherheit zu verteidigen.“ Und auch bei diesen Auslandseinsätzen seien immer wieder Opfer zu beklagen. „Unser Gedenken gilt heute in Töplitz den Menschen, die in verbrecherischen Kriegen in aller Welt ihr Leben gelassen haben.“

Der Töplitzer Ortsvorsteher Frank Ringel sagte, dass den zwei Weltkriegen im vorigen Jahrhundert 127 Töplitzer zum Opfer gefallen seien. „Das entspricht einem Viertel der damaligen Einwohnerzahl und zeigt die Unsinnigkeit jeglicher Kriegsgewalt.“ Der 89-jährige Rudolf Osburg nahm an der Einweihung des Ehrenmals teil und war sichtlich bewegt. Die Botschaft des Ehrenmals gefalle ihm. „Das ist sehr gut gelungen und ganz im Sinne meiner Frau gestaltet worden.“

Der Töplitzer Ortsbeirat bedankt sich bei Herrn Rudolf Osburg für das Vermächtnis seiner Frau Gertrud Osburg und der damit verbundenen Errichtung des Denkmals. “Für unsere Insel Töplitz ist es das erste und einzige kulturelle Denkmal der Erinnerung, abgesehen von den Baudenkmälern. Der kommunale Friedhof, welcher eine Stätte der Erinnerungskultur ist, wurde somit aufgewertet und stellt den sinnvollsten Standort für dieses Ehrenmal dar”, so Frank Ringel. Der Ortsbeirat hat sich bei dem Wittwer, Herrn Rudolf Osburg für das Vermächtnis seiner verstorbenen Frau Gertrud Osburg mit einem kleinen Geschenk in Form eines Fotos des alten und neuen Ehrenmals bedankt und ihm weiterhin Gesundheit und Wohlergehen gewünscht. (wh, wsw)

Christian Große, Rudolf Osburg und Frank Ringel

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