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Doppelhaushalt 2022/23 beschlossen

Werder (Havel), 17. Januar 2022 – Nachdem die letzte Stadtverordnetenversammlung in 2021 nicht stattfinden konnte, wurde sie am 13. Januar auf der Bismarckhöhe nachgeholt. Bei diesem Termin haben die Stadtverordneten den Doppelhaushalt 2022/23 beschlossen. Die im Haushalt veranschlagten Aufwendungen belaufen sich auf 127,5 Millionen Euro. Hinzu kommen Investitionen von 32,5 Millionen Euro.

Ein Großteil der Investitionen geht in die Schulen, wofür auch Förderanträge an das Land Brandenburg gestellt wurden. So sind für das Ernst-Haeckel-Gymnasium und die Hagemeister-Grundschule Neubauten mit Unterrichtsräumen, Aula und Mensa geplant. Zudem soll der der Bau des Bildungscampus’ in Glindow von der Stadt unterstützt werden.

Viele Millionen für Schulneubauten

Mit der Erweiterung des Ernst-Haeckel-Gymnasiums wurde bereits begonnen. In den kommenden beiden Jahren soll für 8,4 Millionen Euro eine Schulaula für 748 Gäste mit acht Unterrichtsräumen entstehen. Außerdem ist die Erweiterung der Karl-Hagemeister-Grundschule einschließlich Schulhofsanierung geplant. Ein Neubau mit 24 Klassen- und Gruppenräumen und einer Mensa soll entstehen. 9,3 Millionen Euro stehen dafür bereit.

Für die Erweiterung der Grundschule Glindow sind Planungsgelder eingestellt. Für die Dümichen-Turnhalle ist die Errichtung von Umkleiden geplant. Mit der Hoffbauerstiftung sind Baukostenzuschüsse für die Errichtung des Bildungscampus in Glindow vereinbart. Beginnend im Jahr 2021 sollen bis 2024 insgesamt 4,5 Millionen Euro ausgezahlt werden.

Für die Kinder baut die HGW eine Kita mit 200 Plätzen, was sich, beginnend im nächsten Jahr, ebenfalls im Haushalt widerspiegeln wird. Die Kita wird von der Independent-Living-Stiftung betrieben werden.

Zweiter Fokus: Personalentwicklung

Ein zweiter Fokus liegt auf der Personalentwicklung der Stadtverwaltung: Mit 43,3 Millionen Euro sind die Aufwendungen dafür die größte Aufwandsposition des Doppelhaushalts. Die Planung basiert auf dem von den Stadtverordneten beschlossenen Stellenplan. In diesem Jahr hat der Fachbereich 0 (Liegenschafts- und Gebäudemanagement) erfolgreich seine Arbeit aufgenommen. Es gab und gibt zahlreiche Umbauten und Umzüge an den Rathausstandorten.

17 neue Stellen wurden in der Kernverwaltung in den vergangenen zwei Jahren geschaffen und 25 kommen in den nächsten beiden Jahren noch hinzu. Die Kernverwaltung wird dann 169 Mitarbeiter haben. Eine notwendige Entwicklung angesichts wachsender Einwohnerzahlen und des damit verbundenen Aufgabenspektrums.

Andere kommunale Themen werden im Blick behalten

Die Investitionen für Feuerwehrtechnik und Ausstattung werden fortgesetzt, der Betrieb der Tee- und Wärmestube als Hilfs- und Begegnungszentrum wieder aufgenommen. Die Vereinsförderung wird um gut ein Drittel auf 335.000 Euro erhöht. Für die Ortsbeiräte werden zusätzliche Mittel von jährlich 1.500 für Glindow und Töplitz beziehungsweise 2.000 Euro für die anderen Ortsteile bereitgestellt.

Für das neue Inselzentrum Töplitz sollen 2022 vorbereitende Planungen stattfinden. Zur Durchführung der Maßnahme mit Fördermitteln sollen 2023 1,7 Millionen Euro bereitgestellt werden.

(wsw, wh)

238 Menschen beim Impftag in Werder

Werder (Havel), 17. Januar 2022 – Beim dritten Impftag auf der Bismarckhöhe haben sich am 16. Januar in der Zeit zwischen 11 und 15 Uhr insgesamt 238 Menschen gegen das Coronavirus impfen lassen. Erneut wurde vor allem die Möglichkeit des Boosterns genutzt: Es gab neben 16 Erstimpfungen und 28 Zweitimpfungen insgesamt 194 Boosterimpfungen.

Auf vier Impfstraßen wurden die Impfwilligen von insgesamt drei Werderaner Ärzten und einer Impfschwester versorgt, die Aktion wurde erneut von weiteren Mitarbeitern unterstützt. Bürgermeisterin Manuela Saß bedankte sich vor Ort für die Hilfe bei der Bekämpfung der Pandemie.

Es handelte sich um die fünfte Impfaktion ohne Anmeldung in Werder (Havel): Mittlerweile wurden bei den Impfaktionen 1463 Impfungen für den Coronaschutz verabreicht. Bei einer zusätzlichen Aktion wurden rund 70 Feuerwehrleute geimpft und später geboostert.

Organisiert wurden die Aktionen von der Stadt mit Arbeitsgemeinschaften Werderaner Hausärzte. Zum zweiten Mal war am 16. Januar ein Team des rbb-Magazins Brandenburg aktuell in Werder, um vom Impftag zu berichten. Alle Informationen zu Impfmöglichkeiten in Werder und der Region unter www.werder-havel.de/impftermin. (wsw, wh)

Kita-Testpflicht kommt zum 7. Februar

Land Brandenburg, 17. Januar 2021 – Bisher waren die Tests für Kita- und Krippenkinder freiwillig, doch dies ändert sich zum 7. Februar, wie das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg in einer Pressemitteilung mitteilte. Ab dem 7. Februar 2022 wird eine Testpflicht für Kinder im Alter von einem Jahr bis zur Einschulung in Kindertagesstätten und Kindertagespflegestellen eingeführt. Dann gilt: In Krippen, Kindergärten und Kindertagespflegestellen müssen die Eltern und Sorgeberechtigten für Kinder im Alter ab einem Jahr bis zur Einschulung an mindestens zwei nicht aufeinanderfolgenden Tagen pro Woche einen negativen Testnachweis vorlegen. Die Tests werden den Eltern zur Verfügung gestellt. Diese Art der häuslichen Testung kann unter bestimmten Voraussetzungen durch eine PCR-Lolli-Pooltestung ersetzt werden.

Die Selbsttests erhalten die Eltern über die jeweiligen Betreuungseinrichtungen kostenfrei. Das Land fördert die Bereitstellung der Tests pauschal mit 3,50 Euro pro Test. Die hierzu abgestimmte Förderrichtlinie gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2022, so dass auch die bisherigen freiwilligen Testungen gefördert werden. Die Förderung wird über die Landkreise und kreisfreien Städte abgewickelt, das heißt die Träger erhalten von ihnen die Landesmittel. Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport wird die Träger, die Kindertagespflegestellen und die Elternvertretungen sehr zeitnah informieren.

Wie bei Schülern reicht für die Testpflicht ein zu Hause (ohne fachliche Aufsicht) durchgeführter Antigen-Test zur Eigenanwendung aus, dessen negatives Ergebnis von einer oder einem Sorgeberechtigten bescheinigt wird. Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr sowie für vom Schulbesuch zurückgestellte Kinder sind in allen anderen Lebensbereichen auch nach dem 6. Februar von einer Testpflicht grundsätzlich befreit. Für den Hort gibt es bereits eine Testpflicht, die auch künftig über die Schulen abgedeckt wird.

Weitere Informationen zur Art der Testung

Die Träger der Kindertagesstätten und die Kindertagespflegestellen können im Einvernehmen mit dem örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe auch festlegen, dass der Testnachweis durch in der Kindertagesstätte einmal pro Woche durchzuführende PCR-Lolli-Pooltestung erbracht werden kann, wenn laut Veröffentlichung des Robert Koch-Instituts (https://www.rki.de/inzidenzen) in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die Sieben-Tage-Inzidenz für drei Tage ununterbrochen den Schwellenwert von 250 nicht überschreitet. Diese einmal durchgeführte Pooltestung ersetzt die Testnachweise mit Antigen-Schnelltests in der Testwoche. (wsw, MBJS)

Neujahrsgrüße des Phöbener Ortsbeirats

Werder (Havel) OT Phöben, 11. Januar 2022 – Der Phöbener Ortsbeirat richtet sich mit einem Neujahrsgruß an alle Phöbener und Gäste des Ortsteils: “Wir blicken auf ein 2021 mit Corona-Einschränkungen aber auch Fortschritten zurück. Trotz wiederholter, pandemiebedingter Absage u. a. der Seniorenweihnachtsfeier oder unseres Dorffestes, leisteten Phöbener Vereine, die Kirche sowie Gewerbetreibende wieder wesentliche Beiträge, unser kulturelles, sportliches und gesellschaftliches Leben zu wahren und weiter zu entwickeln. Neu wurde z. B. die Räuberbergtafel aufgestellt, der Dorfplatz umgestaltet und es wurden wichtige Impulse zur Unterstützung unserer Feuerwehr gesetzt. 

Mit dem Phöbener Konfliktfeld Reiten im Wald hat sich die Landesregierung befasst und unserer Stadt Handlungsoptionen aufgezeigt. Die Stadtverwaltung führt jetzt das weitere Verfahren mit unserer Unterstützung. 

Weiteren Aufgaben stellen wir uns geschlossen. Das kommende Jahr wird bestimmt nicht weniger interessant. Auch mit Blick auf den Verlauf der Pandemie, den jeder von uns ein, wenn auch sehr kleines aber wichtiges Stück, mit beeinflussen kann. Zu den vor uns liegenden Herausforderungen laden wir herzlich ein, mitzuwirken. Wir sagen Danke für das gemeinsam Erreichte und blicken zuversichtlich auf das neue Jahr.” (c.m.)

Irmgard Schmidt ist Ehrenbürgerin von Töplitz

Michael Behrens (1. Vors. SG Töplitz), Frank Ringel (Ortsvorsteher), Irmgard Schmidt (Jubilarin) und Ditmar Wick (stellv. Ortsvorsteher)

Werder (Havel) OT Töplitz, 7. Januar 2022 – Für Irmgard Schmidt begann das neue Jahr mit einem ganz besonderen Jubiläum: Die Töplitzerin feierte am 1. Januar 2022 ihren 100. Geburtstag! 

Zu diesem wundervollen Ereignis ließen es sich der Ortsbeirat, der erste Vorsitzende des Sportvereins und der Gemeindekirchenrat natürlich nicht nehmen, dem “Geburtstagskind” angemessen zu gratulieren. Mitglieder des Kirchenchores – in dem Irmgard Schmidt auch selbst aktiv mitsingt – überraschten die Jubilarin mit einem Geburtstagsständchen. 

Die Töplitzerin unterstützt seit vielen Jahren die Kirchenarbeit im Ort und war in ihrem Ehrenamt im Gemeindekirchenrat tätig. So gratulierten auch Pfarrerin Almut Gaedt sowie der Alt-Superintendent Jürgen Lorenz, welcher auch in früherer Zeit Pfarrer in Töplitz war und mit Frau Schmidt im Gemeindekirchenrat zusammenarbeitete, ganz herzlich zu diesem besonderen Geburtstag. Und der Töplitzer-Bäckermeister sponserte eine leckere Geburtstagstorte.

100 Jahre – Das sind zehn Jahrzehnte gefüllt mit Meilensteinen, Erinnerungen, zahlreichen denkwürdigen Momenten und noch mehr Leben! 

Die rüstige Seniorin ist auch heute noch Ehrenmitglied im Töplitzer Sportverein. In ihrer aktiven Zeit verschrieb sich Irmgard Schmidt dem Kegelsport, trainierte in der Oberliga und fungierte als Übungsleiterin und Bahnbetreuerin. Sie errang bei den DDR-Meisterschaften der Frauen im Bohle-Kegeln nebst weiteren Töplitzerinnen Siege und Pokale für den Sportverein, die heute noch im Vereinsheim ihren Platz gefunden haben. Vielen anderen Vereinsmitgliedern, unter anderem auch dem Ortsvorsteher Frank Ringel, brachte sie durch ihre Erfahrungen das Kegeln bei. 

Frau Schmidt begeht ihren 100. Geburtstag in einer Zeit, in dem der Sportverein SG Töplitz 1922 e. V. ebenfalls sein 100-jähriges Bestehen feiert. In diesem Zusammenhang ist eine Festveranstaltung am 25. Juni 2022 geplant, zu dieser der erste Vorsitzende Michael Behrens bereits jetzt die Jubilarin herzlich einlud. 

Auf Nachfrage womit sich die lebensfrohe Senioren außerhalb ihres Engagements noch fit hält, antwortete sie, dass sie hinter ihrem Haus einen großen Obstgarten besitzt, welcher gepflegt und insbesondere regelmäßig geschuffelt werden muss. Frau Schmidt angelte auch äußerst gern und begleitete ihren Mann Karl, welcher bereits lange verstorben ist, bei vielen Meisterschaften im Paarangeln per Boot auf der Havel, wo auch einige Pokale gemeinsam erangelt wurden. Ihrem Sohn Wolfgang, welcher sich auch bereits im Ruhestand befindet, wurde das Angeln mit in die Wiege gelegt. Er ist heute noch aktiver Sportangler in der DAV – Ortsgruppe Töplitz. 

Für ihre sportliche und gesellschaftliche Tätigkeit im Ort insbesondere bei der Unterstützung der Senioren- und Kirchenarbeit aber auch als älteste, beratende Bürgerin aller örtlicher Gemeindegremien, erhielt Irmgard Schmidt zu ihrem Geburtstag die Ehrenbürgerschaft der Insel Töplitz mit Urkunde und Ehrenzeichen vom Ortsvorsteher Frank Ringel sowie vom stellvertretenden Ortsvorsteher Prof. Dr. Ditmar Wick überreicht. 

“Wir wünschen Frau Schmidt für die Zukunft weiterhin besonders Gesundheit, eine kräftige Stimme im Kirchenchor und viel Spaß beim Schuffeln in ihrem Garten”, so Ortsvorsteher Frank Ringel. Dem möchten auch wir uns sehr gerne anschließen! (wsw, f.r.)

Erster Impftag im neuen Jahr

Werder (Havel), 6. Januar 2022 – Die Stadt Werder (Havel) teilt mit, dass am Sonntag, den 16. Januar, von 11 bis ca. 15 Uhr erneut eine Impfaktion ohne Anmeldung auf der Bismarckhöhe in Werder (Havel), Hoher Weg 150, stattfindet. Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen mit den mRNA-Impfstoffen von Biontech oder Moderna und dem Vektorimpfstoff von Johnson & Johnson sind möglich.

Einlass nur für symptomfreie Personen!


Mitzubringen sind der Ausweis, die Versichertenkarte sowie bei schon erfolgten Impfungen ein Impfnachweis. Außerdem soll möglichst der unterschriebene Anamnesebogen mit Aufklärungsmerkblatt mitgebracht werden.


Bei Boosterimpfungen muss die letzte Impfung mindestens drei Monate (±1 Tag) zurückliegen. Ausnahmen sind Boosterimpfungen von Menschen, die mit dem Impfstoff von Johnsen & Johnsen geimpft wurden: Hier beträgt die Frist vier Wochen.


Personen unter 30 Jahren wird ausschließlich der Impfstoff von Biontech verimpft. Für Personen ab 30 Jahre sind die beiden derzeit verfügbaren mRNA-Impfstoffe von Biontech und Moderna gleichermaßen geeignet.


Das Mindestalter bei der Aktion beträgt 18 Jahre, jüngere Impf-Interessenten bzw. deren Eltern wenden sich bitte an einen Hausarzt oder Kinderarzt.


Der Saal der Bismarckhöhe ist barrierefrei zugänglich, bitte nutzen Sie dafür den Parkplatz (nur für Menschen mit Behinderung) hinter dem Gebäude oder fragen die Mitarbeiter.


Bei sehr hohem Andrang besteht die Möglichkeit, dass Personen abgewiesen werden müssen oder dass nicht mehr alle Impfstoffe zur Verfügung stehen. Dafür bitten die Organisatoren jetzt schon um Verständnis. Unter www.werder-havel.de/impftermin wird aktuell über die Impftermine und Impfmöglichkeiten in Werder (Havel) und der Region informiert.

Zum Ausdrucken für Senioren oder Nachbarn ohne Internet gibt es Infos zum Impftag hier als Infoblatt. (wh)

Sonntagsmärchenstunde nicht nur für Enkel und Großeltern

Werder (Havel), 3. Januar 2021 – Der Januar ist eine schöne Zeit für Märchen und Geschichten in der warmen Stube. Wir Älteren erinnern uns gern an die Bank vor dem kuscheligen Kachelofen und den Bratapfelduft aus der Röhre. Ein bisschen von dieser gemütlichen Atmosphäre können Sie am Sonntag, dem 9. Januar, im Café Hagemeister auf der Insel erleben. Sie wählen, ob Sie vor- oder nachmittags zuhören möchten: einmal beginnt die Lesung um 11:30 Uhr, zum anderen können Sie ab 15:30 Uhr dabei sein. (Diesmal mit Abstand und nach Regeln.)

So kurz nach den „Rauh-Nächten“ hören Sie von Bräuchen und vielem Aberglauben in alter Zeit. Auch Frau Holle spielte einst in der Mark Brandenburg eine ganz andere Rolle, als nur die Fee für den Winterschnee zu sein.

Weiter geht es um Nixen, Wassergeister, traurige Wichte und freche Kobolde aus Märchen und Sagen um unsere Heimatstadt Werder. Wir streifen dabei neben der Havel auch den Stadtwald sowie den Plessower- und Zernowsee. 

Ich lade Großeltern mit ihren Enkeln und alle Freunde spannender Unterhaltung zu dieser Sonntagsmärchen-Stunde recht herzlich ein. Der Eintritt kostet 7,50 Euro, Schulkinder bis 12 Jahren zahlen 3 Euro.

Nur mit Anmeldung unter 03327 – 45 0 85. Es gilt die 2-G-Regel. Mehr Infos finden Sie hier.

Kaffeeplausch im Lendelhaus

Der „Kaffeeplausch im Lendelhaus“ wird im ganz kleinen Kreis im 14-tägigen Rhythmus immer freitags fortgesetzt. Wir starten am 7. Januar wieder zur gemütlichen Plauderei rund um die Kaffeekultur im alten Werder. Stadtführerin Jutta Enke – alias Charlotte Streng – lädt ins Kaffee Kontor am Inselmarkt ein. Es kommen hier Kaffeegenießer wie auch Geschichtsinteressierte auf ihre Kosten.

Echter Bohnenkaffee stand nicht immer so selbstverständlich wie heute auf dem Frühstückstisch. Da spielte auch der „Mocca faux“, eingedeutscht „Muckefuck“, eine große Rolle im Alltag unserer Vorfahren. Aber sonntags zog dann der edle Bohnenkaffeeduft durchs Haus. Sie hören auch von alten und neuen Kaffeetraditionen im Lendelhaus und erfahren, wo die Werderschen einst ihren Kaffee und leckere Kuchenspezialitäten einkauften.

Haben Sie Lust auf Kaffeegeschichte(n)? Das Ticket für die Plauderei kostet 7,50 Euro, die Tasse Kaffee und 1 Stück hausgebackener Kuchen sind für 4,90 Euro extra. Bitte melden Sie sich wegen der begrenzten Platzzahl an unter 0 33 27 – 45 0 85. (Es gilt die 2-G-Regel.) Mehr Infos finden Sie hier.

(j.e.)

Schulanmeldungen für das neue Schuljahr

Werder (Havel), 3. Januar 2021 – Für Kinder, die vom 1. Oktober 2015 bis 30. September 2016 auf die Welt gekommen sind, beginnt am 22. August 2022 das Schuljahr 2022/2023. Die Schulanmeldungen in Werder (Havel) finden im Zeitraum zwischen dem 3. Januar und 18. Februar 2022 statt.

Aufgrund der Corona-Lage und der geltenden Kontaktbeschränkungen gelten für die Anmeldung in den Schulbezirken besondere Modalitäten. Die Unterlagen für die Schulanmeldung erhalten Eltern auf den Internetseiten der Schulen sowie in der Schulverwaltung (schulen@werder-havel.de) der Stadt.

Bei der Schulanmeldung sind die Geburtsurkunde des Kindes, der Teilnahmebescheinigung an der Sprachstandsfeststellung sowie der Nachweis über einen ausreichenden Impfschutz oder eine Immunität gegen Masern oder eine medizinische Kontraindikation gegen eine Masernimpfung für das Kind vorzulegen.

Alle schulpflichtigen Kinder haben an einer schulärztlichen Untersuchung des Gesundheitsamtes des Landkreises Potsdam-Mittelmark teilzunehmen. Bei der Schulanmeldung werden den Eltern die Termine zu den Einschulungsgesprächen und Einschulungsuntersuchungen durch die Schulleitung bekanntgegeben.

In den Schulen finden unter besonderen Hygienebestimmungen dann die Einschulungsgespräche bzw. Einschulungsuntersuchungen statt. Die Terminvereinbarungen der Schulen finden wie folgt statt:

Grund- und Oberschule Carl-von-Ossietzky

Schulanmeldungen, die im Zuständigkeitsbereich der Grund- und Oberschule Carl-von-Ossietzkyliegen, erfolgen online in einem auf der Homepage der Grund- und Oberschule unter diesem Link bereitgestellten Terminkalender https://www.cvo-werder.de/schulanmeldung.

Eltern, die nicht die Möglichkeit zur Online-Anmeldung haben, können telefonisch unter der Rufnummer (03327) 430 08 vom 3.1.2022 bis 7.1.2022 in der Zeit von 8 bis 14 Uhr die Terminvereinbarung vornehmen.

Karl-Hagemeister-Grundschule (VHG)

Schulanmeldungen, die im Zuständigkeitsbereich der Karl-Hagemeister-Grundschule liegen, erfolgen online in einem auf der Homepage der Karl-Hagemeister-Grundschule unter diesem Link bereitgestellten Terminkalender: https://karl-hagemeister-grundschule.de/?page_id=221#.

Eltern, die nicht die Möglichkeit zur Online-Anmeldung haben, können telefonisch unter der Rufnummer (03327) 423 55 vom 3.1.2022 bis 7.1.2022 in der Zeit von 8 bis 14 Uhr die Terminvereinbarung vornehmen

Grundschule Glindow

Schulanmeldungen, die im Zuständigkeitsbereich der Grundschule Glindow liegen, erfolgen online in einem auf der Homepage der Grundschule Glindow unter diesem Link bereitgestellten Terminkalender: https://grundschule-glindow.de/einschulung.

Eltern, die nicht die Möglichkeit zur Online-Anmeldung haben, können telefonisch unter der Rufnummer (03327) 459 07 vom 3.1.2022 bis 7.1.2022 in der Zeit von 10 bis 12 Uhr die Terminvereinbarung vornehmen.

Inselschule Töplitz (VHG)

Schulanmeldungen, die im Zuständigkeitsbereich der Inselschule Töplitz liegen, erfolgen vom 17.1.2022 bis 21.1.2022 zwischen 8.30 bis 13 Uhr telefonisch unter der Rufnummer (033202) 6 02 34 oder per E-Mail an ist@schulen-werder.de

(wh)

Liebe Werderanerinnen und Werderaner …

Christian Große und Manuela Saß, Foto: Björn Stelley

die Zeit wird mittlerweile in Wellen eingeteilt, wir befinden uns in der vierten Corona-Welle. Der schöne Sommer war leider nur ein kurzes Aufatmen. „Trotz Distanz verliert unsere Stadt nicht ihren Glanz“ war das Motto, als wir am ersten Adventswochenende die Altstadt besonders weihnachtlich illuminiert haben. Im weiteren Sinne können wir – über viele gemeinsame Corona-Einsätze hinaus – im Jahr 2021 auf einige sehr erfolgreiche Projekte und Weichenstellungen zurückblicken.

Zuallererst ist unsere Havel-Therme zu nennen. Im Sommer hat sie den Betrieb aufgenommen und einen wunderbaren Start hingelegt. Die Entscheidung, neben der Therme einen hochattraktiven Familienbereich anzulegen, hat sich schnell als richtig erwiesen.

In Glindow hat der Bau des Evangelischen Bildungscampus‘ begonnen. Der Baustart für Ergänzungsbauten für unser Ernst-Haeckel-Gymnasium und die Grundschule Karl Hagemeister wurde vorbereitet und in der Adolf-Damaschke-Straße entsteht eine neue Kita. 

Die Sanierung der Moosfennstraße wurde abgeschlossen und Radfahrer können seit einigen Wochen sicher auf einem Radweg von Glindow nach Klaistow fahren. Die neue Fahrradbrücke über den Zernsee wächst und wird nächstes Jahr vollendet. Und nach einem jahrelangen Kampf scheint auch das Planfeststellungsverfahren für die beiden Tunnel am Stadtbahnhof auf dem Weg zu sein.

Das Jugend- und Familienzentrum „Haus am See“ hat erfolgreich die Arbeit aufgenommen. Und dank der Förderzusage des Landes kann demnächst mit der Sanierung des für unsere Obstbauern unentbehrlichen Brauchwasserwerks begonnen werden.

Beispielhaft für das ehrenamtliche Engagement in Werder (Havel) möchten wir die Beteiligung unserer Feuerwehrleute an den Hilfseinsätzen im Ahrtal nennen. Mit sehr hohem Krafteinsatz ist auf vielen Ebenen trotz Pandemie das Vereins-, Kultur- und Sportleben weiter aufrechterhalten worden. Dem Zusammenhalt in der Stadt und den Ortseilen hat das in dieser Zeit besonders gut getan.  

Denn für viele Familien, besonders auch für viele Kinder und Jugendlichen, ist das vergangene Jahr nicht leicht gewesen. Der Zauber von Weihnachten hebt sich vom Rest des Jahres ab, auch 2021. Genießen Sie die Feiertage und nutzen Sie sie, um Kraft zu tanken. Es wird erneut ein anderes, aber dennoch glanzvolles Fest sein.

Ihnen, Ihren Familien und Freunden besinnliche Feiertage – und für das Jahr 2022 vor allem Gesundheit.

Ihre Manuela Saß, Bürgermeisterin        
Ihr Christian Große, 1. Beigeordneter

Welch eine Überraschung für die Jugendfeuerwehr der Stadt Werder (Havel)!

Werder (Havel), 23. Dezember 2021 – Viele kleine und große Werderaner*innern erinnern sich gerne an die tolle Festwoche anlässlich des 700-jährigen Bestehens unserer Stadt im Juli 2017 zurück. Doch die Stadt Werder (Havel) war als Jubilarin nicht nur Empfängerin von zahlreichen Glückwünschen, sondern machte auch selbst tolle Geschenke.

So übergab die Stadt im Rahmen der Feierlichkeiten zum Beispiel an die Kernstadtfeuerwehr zwei neue Einsatzfahrzeuge. Bei der Übergabe war auch Udo Müller vom ehemaligen Zweiradmuseum mit seiner “roten Lady” vor Ort. Stolz posierte die damalige Jugendfeuerwehr mit dem historischen Gefährt für ein Foto.

Dieses Foto ist Rosemarie Jordan, der Lebensgefährtin von Udo Müller, jüngst in die Hände gefallen und sie beschloss, der Jugendfeuerwehr ein Andenken zu bereiten. Sie ließ das Foto vergrößern und rahmte es in einem roten Metallrahmen.

Im November 2021 sprach sie die leitende Stadtjugendwartin Jane Lubinas an und es wurde ein Termin für die Übergabe verabredet. Der stellvertretende Stadtjugendwart Sven Pabst nahm mit seiner Tochter, die heute Mitglied der Jugendfeuerwehr ist, das Bild feierlich entgegen.

Die Jugendfeuerwehr bedankt sich sehr bei Frau Jordan und Herrn Müller für dieses tolle Andenken, welches im Gerätehaus der Stadt Werder (Havel) einen Ehrenplatz bekommen wird. (wsw, s.p.)

Die Friedhofskultur liegt uns am Herzen

Werder (Havel), 22. Dezember 2021 – Bereits vor einem Jahr berichtete Dr. Baldur Martin in „Wir sind Werder“ über die Aufnahme der „Friedhofskultur Deutschland“ in das Kulturerbe-Verzeichnis der UNESCO. 

Nun trafen sich am 2. November auf seine Einladung acht Werderaner Bürger*innen zu einer konstituierenden Sitzung und beschlossen die Gründung des Vereins zur Förderung des Kulturgutes „Friedhöfe“ der Stadt Werder (Havel). Als Zweck des Vereins steht in der Satzung u. a. „die Wahrung der Friedhöfe als historisch begründete Gedenk- und Erinnerungsorte zu unterstützen, sowie die zeitgerechte Gestaltung und Weiterentwicklung von alternativen Grabarten … zu fördern“. 

Dabei strebt der Verein einen engen Kontakt zu Friedhofsträgern, Gärtnern, Bestattern und Steinmetzen an und möchte ihnen beratend zur Seite stehen. Eine gute Zusammenarbeit mit dem „Kuratorium immaterielles Erbe Friedhofskultur Deutschland“ sowie den Ämtern für Denkmalpflege wird die Suche nach Lösungen für die Planung des Friedhofs als Gesamtanlage nach alten Vorlagen vorantreiben. 

Viele Gespräche mit Bürger*innen ergaben in der Vergangenheit bereits einen großen Bedarf zur Förderung. „Wir werden mit Bestandsaufnahmen vom Erhaltungszustand des Rahmengrüns und einer Auflistung erhaltenswerter Grabanlagen beginnen. Für historische Grabmale mit Aufschriften wie Weinmeister, Obstzüchter, Bäckermeister oder anderer Handwerke als Zeugnis vergangenen Lebens in unserer Stadt sowie die fast einzigartig in der Region noch erhaltenen schmiedeeisernen Zäune ist es bereits schon fünf nach Zwölf. Was die Besucher der Stadt künftig an Geschichte auf dem Friedhof entdecken können, liegt auch in unserer aller Hand“, so Jutta Enke, die stellvertretende Vorsitzende des Vereins. 

Der nach Gemeinnützigkeit strebende Verein steht für alle an Kultur und Traditionen Interessierte. Dabei sind auch die Stimmen junger Menschen wichtig, tragen sie doch dieses Gut in die Zukunft, ebenso wie das „Werderaner Urgestein“, dessen Erinnerungen gerne angehört und bewahrt werden möchten. Interessierte wenden sich an Dr. Baldur Martin (03327-42730) sowie Jutta Enke (03327-45085). (j.e.)

Der Endspurt zur Spendenaktion

Werder (Havel), 21. Dezember 2021 – Seit vielen Jahren begleitet die Linden-Apotheke im Herzen der Stadt den kleinen Michel aus Werder (Havel). Der heute 12-Jährige ist mit der Erkrankung „Angelman-Syndrom“ zur Welt gekommen. Das Angelman-Syndrom geht oft einher mit psychischen und motorischen Entwicklungsstörungen. Helfen kann hier eine Delfin-Therapie. Durch die Therapie kann die Motorik verbessert werden, und einen positiven Einfluss auf die geistige Entwicklung hat sie ebenfalls. 

Doch solch eine Delfin-Therapie ist sehr kostspielig. Hier steht die Linden-Apotheke dem kleinen Michel unterstützend zur Seite. Seit zwei Jahren steht in den Räumlichkeiten der Apotheke eine Spendenbox für Michel bereit, in der sich bereits über 2000 Euro befinden. Über eine Aktion auf der Social Media Plattform Facebook spendete Apotheken-Inhaber Gordon Rosch zusätzlich für jeden „Like“ einen Euro, bis die stolze Summe von 1000 Euro zusammengekommen ist. Dieser Betrag fließt ebenfalls in den Spendentopf.

„Wir freuen uns, wenn wir mit unserer Spendenaktion einen kleinen Beitrag leisten können, um Michel zu helfen“, so Filialleiterin Ulla Heinrich. Bis zum 15. Januar 2022 können noch weitere Spenden abgegeben werden, damit Michel schon bald mit den Delfinen schwimmen kann!   

Und es gibt für die Linden-Apotheke noch einen weiteren Grund zur Freude: Erst kürzlich feierte sie ihr 30-jähriges Bestehen! Und hört man sich bei den Kundinnen und Kunden um, ist das Fazit eindeutig: Die Apotheke im Herzen der Stadt wird von allen sehr geschätzt. Seit nunmehr drei Jahrzehnten empfängt die Linden-Apotheke – seit 2008 an prominenter Adresse Unter den Linden 10 – die Kundinnen und Kunden aus Werder (Havel) und Umgebung. 

„Ich habe ein großartiges Team um mich herum und bin unendlich dankbar, dass ich gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen sowie mit ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf die 30 zurückliegenden Jahre anstoßen konnte“, freut sich Filialleiterin Ulla Heinrich. „Und natürlich möchte ich mich auch im Namen des Teams bei allen Kundinnen und Kunden für ihre Treue bedanken! Wir wünschen allen ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr.“ (wsw)

60 Jahre Riegelspitze

Werder (Havel) OT Petzow, 21. Dezember 2021 – Schwere Maschinen rücken an – Abreißen und Neubauen – ein Spiel, das Familie Kinkel in den letzten Jahrzehnten schon öfter gespielt hat und auch dieses Mal routiniert und gelassen sieht. 

„Wir sind da ganz zuversichtlich, dass das neue Sanitärgebäude zum Saisonbeginn im April fertig ist“, freut sich Campingplatz-Chefin Fanny Kinkel. Vor gut 20 Jahren hat sie den nun bald 60 Jahre bestehenden Platz von ihrer Mama Heidrun übernommen, die vor widerum 30 Jahren den Pacht-Zuschlag für den ehemaligen Intercampingplatz erhielt. 

Schon vor Beginn der Selbstständigkeit war sie lange Zeit die gute Seele des Platzes, damals noch als Sachgebietsleiterin für Erholungswesen beim Rat der Stadt Werder (Havel) angestellt. „Das war eine aufregende Zeit“, erinnert sie sich. Zwar kannte Heidrun Kinkel den Platz aus dem Effeff, jedoch verursachten die rund 2 Millionen Mark, die sie damals investieren musste, für die eine oder andere schlaflose Nacht.

Die Wasser- und Abwasserleitungen wurden verlegt, neue Stellflächen wurden geschaffen, das Duschhaus und die Ferienwohnungen wurden modernisiert, eine Gaststätte wurde ihm einstigen Mehrzweckraum eröffnet, eine Behinderteneinrichtung gebaut und der Spielplatz erneuert. Damit zählte der D/139 nicht nur zu den größten und ältesten Campingplätzen im Land Brandenburg, sondern auch zu den modernsten. 

Pro Tag zahlte eine Familie mit einem Kind 20 Mark – im Vergleich zu anderen Einrichtungen lag der Campingplatz damit im guten Durchschnitt. Die Beliebtheit des Platzes war so groß, dass in der Hochsaison allabendlich Camper vor der Schranke abgewiesen werden mussten – der Platz war einfach restlos belegt. Man kannte natürlich damals die Anlegezeiten der Fähren aus Dänemark und Schweden und wusste, dass ein paar Stunden später die ersten Campinggäste vor der Schranke stehen würden. Die Zeiten des Anreisens ohne Reservierung waren vorbei. 

Und auch zum Ende der 1990er-Jahre verlor der Campingplatz Riegelspitze nichts von seiner Anziehungskraft. Bis zu 1300 Gäste tummelten sich zu Spitzenzeiten auf dem Platz – darunter 120 Dauercamper, die dem Platz zum Teil seit mehreren Jahrzehnten die Treue halten und bei den jährlichen Arbeitseinsätzen zu Saisonbeginn tatkräftig mit anpackten und natürlich im Anschluss auch gemeinsam feierten und eine unbeschwerte Zeit verbrachten. 

Zur Jahrtausendwende tritt Tochter Fanny Kinkel nach dem Abschluss ihres Betriebswirtschaftsstudiums in den Zeltplatzbetrieb mit ein und leitet seitdem gemeinsam mit ihrer Mutter die Geschicke des Platzes. 

Die größte Investition erfolgte im Jahr 2008, als ein 300 Quadratmeter großes Sanitärgebäude mit Kinderbad, Mietbädern, Wäschewaschraum, Fußbodenheizung und Solaranlage neu errichtet wurde. 

Und so ging es auch in den Folgejahren weiter … Der Platz ist heute bestens ausgestattet und erfüllt alle Vorzüge des modernen Campings. 

„Und die nächste Generation steht auch schon in den Startlöchern“, freut sich Heidrun Kinkel und schaut zu ihren beiden Enkelkindern Lilly und Felix. Auf dem Campingplatz Riegelspitze wird nämlich seit je her Familienzusammenhalt großgeschrieben. (wsw)

Nur das Beste für die Vierbeiner

v.l.: Carolin Kutowsky, Dr. Detlef Kühn und Ramona Krahnast, Foto: wsw

Fichtenwalde, 20. Dezember 2021 – Auf eine große Eröffnungsfeier hat Dr. Detlef Kühn verzichtet: „Unsere Tierarztpraxis öffnete am 1. November ihre Türen. Und obwohl wir auf plakative Werbung im Vorfeld verzichtet haben, stand pünktlich um 10 Uhr am Eröffnungstag der erste vierbeinige Patient vor unserer Tür – mit seinem Herrchen versteht sich.“

Mit der Eröffnung der Kleintierpraxis in der Straße der Einheit 153 in Fichtenwalde haben Detlef Kühn und sein Team auf den richtigen Standort gesetzt. „Was die tierärztliche Versorgung angeht, ist Fichtenwalde ein weißer Fleck. Beelitz-Heilstätten ist gerade unglaublich im Aufwind und durch die neue Anbindung nach Glindow freuen wir uns auch über viele Praxisbesucher aus Werder“, so der Glindower. 

Eine der ersten Besucherinnen war die Nachbarskatze, die seitdem regelmäßig vorbeischaut und nach dem Rechten sieht. Auf ihren Streifzügen spaziert sie durch die modernen Behandlungsräume, in denen alle Leistungen einer klassischen Kleintierpraxis angeboten werden: Operationen, Ultraschalluntersuchungen, Schutzimpfungen, Zahnbehandlungen, Röntgen- und Laboruntersuchungen, Fell- und Krallenpflege u.ä. 

Bei den Untersuchungen ist die neugierige Katze natürlich nicht zugegen. Sie holt sich derweil Streicheleinheiten von den zwei erfahrenen tiermedizinischen Fachangestellten Ramona Krahnast und Carolin Kutowsky ab. Das Team komplett macht Elisabeth Kindler aus Beelitz, die in Dr. Kühns Praxis als Tierärztin angestellt ist. 

Die Praxisräume befinden sich in einem Neubau, der erst in diesem Jahr fertiggestellt wurde. „Bei dem Bau der Tierarztpraxis konnte ich auf Erfahrungswerte aus meiner bisherigen Laufbahn zurückgreifen und die Räumlichkeiten entsprechend einrichten“, freut sich Dr. Detlef Kühn. 

Hiervon profitieren vor allem Hunde, Katzen und alle anderen kleinen Heimtiere, die nach vorheriger Terminvereinbarung in der modernen Praxis vorbeikommen können. Und damit Herrchen und Frauchen nicht so weit laufen müssen, gibt es sieben Parkplätze direkt vor dem Gebäude. (wsw)

Eine Weihnachtsüberraschung für die Kinder der Jugendfeuerwehr Werder (Havel)

Werder (Havel), 20. Dezember 2021 – Nanu, wer steigt denn da aus dem Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Werder (Havel)? Das ist doch der Weihnachtsmann! Am 18. Dezember hat er seinen Schlitten daheim gelassen und stattdessen auf Pferdestärken und weniger auf Rentierstärken gesetzt.

Ganz alleine war der Weihnachtsmann allerdings nicht unterwegs. Die Jugendwarte rund um Sven Pabst haben diese schöne Überraschung für die Kinder der Jugendfeuerwehr der Stadt Werder (Havel) vorbereitet.

Sven Pabst – pardon: der Weihnachtsmann und Tochter Emilia besuchten gemeinsam mit dem Jugendwart Andy die Kinder daheim. Ihren ersten Stopp machten sie am Evangelischen Gemeindezentrum in Werder (Havel), wo Nora, Greta und Helena gerade ihren Konfirmandenunterricht hatten. Die drei Mädchen von der Jugendwehr staunten nicht schlecht über den hohen Besuch aus dem Norden und sie freuten sich natürlich auch über das Feuerwehrgroßfahrzeug.

Als Geschenk hatte der Weihnachtsmann für die Kinder der Jugendfeuerwehr ein Badehandtuch dabei, das in einer Nacht- und Nebelaktion vom Stickcenter Wagner in Werder mit dem Namen der Jugendfeuerwehr bestickt wurde. Zusammen mit Süßigkeiten und passendem Duschbad kann der nächste Badeausflug kommen.

Insgesamt besuchten Sven “Weihnachtsmann” Pabst, sein Weihnachtsengel Emilia und Jugendwart Andy 27 Kinder und sorgten so, einen Tag vor dem vierten Advent, für strahlende Kinderaugen. “Die Kinder mussten zum Schutz der Einsatzabteilung wiederholt ihre Ausbildungsdienste aussetzen. Denn nichts wäre schlimmer als eine Feuerwehr, die nicht mehr einsatzbereit ist. Dafür müssen die Kinder der Jugendfeuerwehr weiterhin sehr großes Verständnis zeigen. Und dafür wollten wir ihnen zum Jahresende eine besondere Freude bereiten”, so Sven Pabst.

Die Geschenke konnten mit Hilfe des Trägers, der Stadt Werder (Havel), und dem Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr finanziert werden. Hierfür herzlichen Dank für die Unterstützung! (wsw, s.p.)

Das Heimatmuseum Glindow

Werder (Havel) OT Glindow, 17. Dezember 2021 – Das Heimatmuseum Glindow feiert im Jahr 2022 sein 25-jähriges Bestehen. Zum Jubiläum hat der Heimatverein mit seinen Mitgliedern, Unterstützern, Zeitzeugen und Bewohnern des Kietzes aus Erinnerungen, Gesprächen und Fotos eine Festschrift erarbeitet.

Darin werden die Ausstellungen der einzelnen Museumsjahre in Bild und Text dokumentiert und es gibt einen geschichtlichen Spaziergang durch den Kietz, in dessen Zentrum sich das kleine Büdnerhäuschen befindet, welches das Heimatmuseum beherbergt.

Thematisiert wird auch die Zeit vor den Anfängen der Vereinsgründung, frühere Ereignisse und Bewohner rund um das Kochsche Haus, das bereits mehr als 300 Jahr alt ist. Durch umfangreiche Recherchen konnten dem Haus und seiner Historie neue Geheimnisse entlockt werden. Einmal mehr hat es der Heimatverein geschafft, der Geschichte von Glindow neue und interessante Aspekte hinzuzufügen.

Anneliese Koch war die letzte Besitzerin des Büdnerhauses am Kietz 3 in Glindow. Sie hatte es nach ihrem Tod der Gemeinde Glindow vererbt – verbunden mit dem Wunsch, hier ein Heimatmuseum einzurichten.

1993 wurde das „Kochsche Haus“ unter Denkmalschutz gestellt und danach denkmalgerecht saniert. 1997 hatte die Gemeinde das Haus dem jungen Heimatverein, der 1994 gegründet wurde, zur Einrichtung des Museums anvertraut.

Das ehrenamtliche Engagement rund um das Glindower Heimatmuseum zeigt sich nicht nur in den heimatgeschichtlichen Beiträgen. Die besucherfreie Zeit im Zuge des letzten Lockdowns wurde genutzt, um Wände und Fußböden des Hauses instand zu setzen und zu renovieren, damit sich das Heimatmuseum zu seinem kommenden Jubiläum stattlich präsentieren kann.

Für die Jubiläumssaison 2022 freut sich der Heimatverein auf viele Besucher und auf ein fröhliches Fest anlässlich des 25. Jahrestages am 1. Oktober 2022.

Die Festschrift kann in der kommenden Museumssaison von März bis Oktober, immer Samstag und Sonntag von 11 bis 17 Uhr, im Heimatmuseum erworben werden. Der Buchverkauf ist ab Januar auch möglich über die Telefonnummer: 03327/44820 oder über heimatverein-glindow@gmx.de. (s.h.)

In zahlreichen Kapiteln werden spannende Geschichten erzählt …

Puppen und Puppenstuben 
Mit dem Duft nach Kindheit
von Edelgard Baatz

Die Liebe zu Puppen entsteht zumeist schon in der Kindheit. Es gibt auch Menschen, besonders weibliche, die nie wieder davon loskommen.

Unser Vereinsmitglied Ilona Lorentz kennt viele solcher Puppensammlerinnen und ihr gelang es, einige zu überzeugen, dem Heimatverein ihre Lieblinge für die Saison-Ausstellung 2008 auszuleihen.

Auch Puppenstuben, sogar ganze Häuser mit Möbelchen und Haushaltsgegenständen en miniature kamen da zusammen.

Schon beim Aufbau der Schau merkten wir: Puppen verbinden, Puppen sind lebendig, Puppen haben viele Namen. Beim Zusammenstellen der kleinen Haushalte überfluteten jede von uns die Erinnerungen.

Seit Menschengedenken werden Puppen geformt und genäht. Als Fruchtbarkeitssymbol, als Spielzeug und später auch für die Modebranche. Auch Puppen unterliegen dem Geschmack der Zeit und sie veränderten und verändern sich stets. Ebenso das Material, aus dem sie gefertigt wurden: Holz, Porzellan, Mischmasse (Stoff, Draht und Watte), Celluloid, der Kunststoff Turtolan, bis hin zum Weich-PVC der heutigen Barbie. 

Immer waren Puppen etwas zum Liebhaben, Drücken, Anziehen und Betreuen. Manches Mädchen fand schon beim Puppenspiel seine Berufung fürs Leben.

Unsere Puppenschau lockte reichlich Publikum an, sogar aus der Landeshauptstadt. Eine Frau blieb mit geschlossenen Augen im Eingang stehen, atmete tief ein und befand freudig: „Ach, das riecht nach Kindheit!“

Die Orangerie im Sanddorn-Garten

Werder (Havel) OT Petzow, 16. Dezember 2021 – In die Orangerie im Petzower Sanddorn-Garten ist neues geschmackvolles Leben eingezogen. „Seit Oktober dieses Jahres bin ich der neue Pächter im Restaurant Orangerie“, erzählt Michael Viebranz, der zudem noch erfolgreich einen Hausmeisterservice betreibt.

Vor einigen Jahren hat der 39-Jährige im ehemaligen Restaurant Scharfrichter im Herzen der Blütenstadt als Servicekraft gearbeitet und dort seine Leidenschaft für die Gastronomie entdeckt. „Ich bin in der glücklichen Position, dass mein Hausmeisterservice gut läuft und mir meine Frau den Rücken freihält. Ein Restaurant zu führen, war schon immer mein großer Traum.“

Doch diesen Traum erfüllt er sich nicht alleine. In der Küche der neu eröffneten Orangerie werkelt kein Unbekannter. Thomas Lorentz, der ehemalige Küchenchef im Restaurant Scharfrichter, kreiert nun in Petzow feinste Köstlichkeiten der deutschen Küche mit einer feinen Sanddorn-Note. Gemeinsam mit dem 56-Jährigen haben auch noch zwei weitere ehemalige Mitarbeiter aus dem Scharfrichter ihr neues berufliches Zuhause in der Orangerie gefunden.

Besonders in der dunklen Jahreszeit lädt die geschmackvolle Beleuchtung der Orangerie zu einem stimmungsvollen Dinner ein. Und nicht nur für Touristen ist das Restaurant im Sanddorn-Garten attraktiv. „Die Werderanerinnen und Werderaner, die Thomas‘ Kochkünste damals im Scharfrichter schon zu schätzen wussten, werden nun auch hier in der Orangerie geschmacklich auf ihre Kosten kommen“, verspricht Michael Viebranz. (wsw)

Restaurant „Orangerie am See“ · Fercher Str. 60 · 14542 Werder (Havel) · Tel. 03327 5448673

Neues Löschgruppenfahrzeug für Feuerwehr Plessow

Werder (Havel) OT Plessow, 16. Dezember 2021 – Die Umsetzung des Gefahrabwehrbedarfsplans für die Freiwilligen Feuerwehren in Werder (Havel) geht weiter: Bürgermeisterin Manuela Saß hat am 12. Dezember den symbolischen Schlüssel für ein neues Löschgruppenfahrzeug vom Hersteller MAN an die Ortsfeuerwehr Plessow übergeben. Der Schlüssel wurde von Stadtwehrführer Sebastian Schenk entgegengenommen.

„Nach der Übergabe des neuen Feuerwehrdepots im vergangenen Jahr und des neuen Mannschaftswagens im April dieses Jahres ist das der dritte wichtige Termin für die Kameradinnen und Karmeraden in Plessow“, so Bürgermeisterin Manuela Saß. „Die Plessower Ortswehr ist ein gutes Beispiel, wie sich die Stadt um eine zeitgemäße Ausstattung ihrer ehrenamtlichen Feuerwehrleute und damit letztendlich um die Sicherheit der Mannschaft bei den Einsätzen kümmert.“

Bei der Neuanschaffung handelt es sich um Löschgruppenfahrzeug 10 mit Allradantrieb und einer Gruppenkabine für neun Feuerwehrleute. Es kann unter anderem mit 1200 Liter Löschwasser, 120 Liter Schaum, einer Steckleiter, einer Tauchpumpe und verschiedenen Rettungsmitteln beladen werden. Die Kosten für das Fahrzeug lagen bei etwa 400.000 Euro. Es ersetzt ein Kleinlöschfahrzeug aus dem Baujahr 1987, das jetzt verkauft werden soll.

Die Ortsfeuerwehr Plessow hat aktuell 24 Kameraden in der Einsatzabteilung, 12 Kameraden in der Alters- und Ehrenabteilung sowie 31 Kinder und Jugendliche in der Jugendfeuerwehr.

Im Entwurf des Doppelhaushaltes 2022/2023 der Stadt sind erneut erhebliche Investitionen in die Ausstattungen der Freiwilligen Feuerwehren geplant: für die Anschaffung von Feuerwehrfahrzeugen 775.000 Euro, für die Errichtung eines Bootschuppens am Standort Werder 158.000 Euro und für den Umbau des Sanitärbereichs im Feuerwehrdepot Glindow 120.000 Euro. Die Umsetzung der Projekte ist teilweise abhängig von der Bewilligung von Fördermitteln des Landes. (wh)

Graffiti sprühen – ganz legal!

Werder (Havel), 16. Dezember 2021 – Die neun Schülerinnen und Schüler der Karl-Hagemeister-Grundschule konnten es am gestrigen Mittwoch gar nicht erwarten, die zehn Meter lange und zwei Meter hohe Graffitiwand beim Jugend- und Familienzentrum „Haus am See“ einzuweihen. Eifrig schüttelten sie die bereitgestellten Spraydosen und unterhielten sich schon angeregt über farbenfrohe Motive, die die graue Wand schmücken sollen. 

Doch ehe die Kids zur Tat schreiten konnten, wurden zwei neue Eingangsschilder feierlich enthüllt, die nun deutlich sichtbar machen, was sich auf dem Grundstück in der Adolf-Damaschke-Straße befindet. Denn das Gelände, das vielen noch als ZAW – Zur Alten Weberei –  bekannt ist, wird nicht nur von Werderaner Sportvereinen genutzt, sondern beherbergt mit dem „Haus am See“ auch das Familienzentrum sowie den Jugendclub der Blütenstadt. Neben Mitarbeitern des Jugendclubs und des Familienzentrums sowie der Fachabteilung des Rathauses nahm auch der Vorsitzende des Stadtsportbundes, Klaus-Dieter Bartsch, an der Enthüllung teil.

Bürgermeisterin Manuela Saß nutzte die Gelegenheit, sich bei den Mitarbeitern des Familienzentrums und des Jugendclubs für den erfolgreichen Start unter Pandemie-Bedingungen zu bedanken, die an dem neuen attraktiven Standort an der Havel in Nachbarschaft der Vereine im Oktober 2020 aufgenommen worden war.

Und dann waren endlich die Schüler*innen an der Reihe. Die Mädchen und Jungen gehören der Projektgruppe „Jugendclub“ von der Karl-Hagemeister-Grundschule an, die alle zwei Wochen immer Mittwochnachmittag den Weg zum „Haus am See“ findet. Mit Maske und Handschuhen so gut es geht vor Dämpfen und Farbspritzern geschützt, machten sie sich eifrig ans Werk und besprühten die graue Wand mit bunten Bildern.

Die Graffitiwand ist ein Projekt des Zukunftshaushaltes der Stadt – ein Bürgerhaushalt, über dessen Gewinner Kinder und Jugendliche in Werderaner Schulen entschieden haben. Das Aufstellen der Wand hatte es bei der Abstimmung zum Zukunftshaushalt auf den ersten Platz geschafft. In den Osterferien soll es hier einen Graffiti-Workshop des Jugendclubs geben, auch das wurde gewünscht. Weitere Projekte des Zukunftshaushaltes sind bereits umgesetzt – oder die Umsetzung wird vorbereitet.

So hat im Oktober an der Kreisvolkshochschule ein „Labor für digitales Gestalten“ für Kinder und Jugendliche stattgefunden. Am Plantagenplatz und am Ufer der Regattastrecke wurden Mülleimer durch größere Mülleimer ersetzt.

Ein weiterer Wunsch der Kinder und Jugendlichen war es, im Stadtgebiet mehr Sitzgelegenheiten zu schaffen. 14 Bänke wurden bestellt, sie werden (oder wurden bereits) am Rundweg am Plessower See, in den Havelauen und am Sacrow-Paretzer Kanal aufgestellt.

Projekte wie der Outdoor-Fitnesspark, eine Calisthenics-Sportanlage, ein E-Sports-Turnier oder der Wasserzugang in der Luisenstraße sind in der Vorbereitung. Die Zukunftshaushalts-Projekte im Kontext zum Stadtwald sollen mit den Gestaltungsideen für den Stadtwald aus einem Einwohnerbeteiligungsverfahren abgestimmt und umgesetzt werden. Insgesamt 200.000 Euro stehen für den Zukunftshaushalt zur Verfügung, das Wahlverfahren findet alle zwei Jahre statt.

Der Jugendclub hat täglich von 13-20 Uhr geöffnet und bietet neben der neuen Graffitiwand eine Vielzahl an Beschäftigungsmöglichkeiten. Wenn am kommenden Montag die vorgezogenen Weihnachtsferien beginnen, öffnet der Jugendclub sogar schon um 11 Uhr seine Türen. Und für Mittwoch, den 22. Dezember, ist ein geselliges Zusammensein am Lagerfeuer geplant. (wsw)

Eine weihnachtliche Überraschung für die Glindower Nachwuchskicker

Werder (Havel) OT Glindow, 15. Dezember 2021 – Wie bereits im vergangenen Jahr fand auch im Dezember 2021 der Weihnachtsmann den Weg nach Glindow.

Da die Eintracht Glindow coronabedingt leider wieder keine Weihnachtsfeier veranstalten konnte, wurde kurzerhand die Idee aus dem letzten Jahr aufgegriffen und der Weihnachtsmann eingeladen, der den vielen kleinen Glindower Kickern nicht nur ein Lächeln ins Gesicht zauberte, sondern auch noch Geschenke dabei hatte.

Besonders freuten sich die Trainer Sebastian Gaida, Heiko Schwab und Ricardo Reibhorn darüber, dass 15 neue Kinder 2021 den Weg zur Eintracht gefunden haben und die Nachwuchskicker mit großer Begeisterung unterstützen.

Mit dieser schönen Aktion wünscht die Eintracht Glindow allen ein besinnliches Weihnachtsfest! (wsw)

Vorweihnachtliche Grüße an Phöbener Senioren

Phöbener Ortsbeirat mit vorweihnachtlichem Gruß an die Senioren

Werder (Havel) OT Phöben, 16. Dezember 2021 – Zum zweiten Mal in Folge musste die Senioren-Weihnachtsfeier in Phöben aufgrund der Entwicklung der COVID-19-Pandemie abgesagt werden. „Alles war für den 26. November nach einem vergleichsweise entspannten Sommer 2021 ausgeplant, musste dann aber nach ständig steigenden Infektionszahlen sowie verschärften Verordnungen wieder zurückgenommen werden“ sagt Ortsvorsteher Carsten Mendling.

Doch der Ortsbeirat wollte den 160 Seniorinnen und Senioren trotzdem eine Freude machen und verteilte wie bereits im vergangenen Jahr ganz besondere Weihnachtsgrüße. Diesmal gab es lokale Spezialitäten, u. a. selbstgemachte Dominosteine einer lokalen Bäckerei und Kirsch-Glühwein vom Obstbauern.

„Eine gemeinsame Weihnachtsfeier wäre uns lieber, aber die Sicherheit geht vor“, stimmten Ortsbeirat und Vertreter der Senioren überein. So bleibt die Hoffnung, im nächsten Jahr wieder auf ein geselligeres Miteinander zu bauen. Mit Zuversicht wünscht der Ortbeirat allen Phöbenern weiterhin viel Kraft in der schwierigen Situation sowie eine ruhige und vor allem gesunde Vorweihnachtszeit. (wsw)

„Wann und wo es möglich war, hat es keinen Stillstand gegeben.“

Liebe Glindowerinnen und Glindower,

das zweite Jahr unter Corona-Bedingungen hat uns einiges abverlangt. Viele Bereiche des privaten und gesellschaftlichen Lebens waren von Einschränkungen betroffen und leider hat sich die Lage an der Schwelle zum neuen Jahr 2022 sogar noch verschärft. 

Der Ortsbeirat Glindow hat alle Möglichkeiten genutzt, unter diesen schwierigen Bedingungen die kommunalpolitische Arbeit sowie die Vereinstätigkeit verantwortungsvoll, auf der Grundlage von Sicherheitskonzepten, fortzusetzen bzw. zu unterstützen. Den Vereinen und seinen Mitgliedern gehört unser großer Respekt. Doch die Hoffnungen, dass sich am Jahresende die Situation verbessert, werden sich nicht erfüllen. Wir bedauern sehr, dass öffentliche Veranstaltungen zum großen Teil abgesagt werden müssen. 

Wann und wo es möglich war, hat es keinen Stillstand gegeben. So hatte der Fußballverein den Trainings- und Spielbetrieb wiederaufgenommen, der GCC bereitete sich auf die Karnevalssaison vor, der Gemischte Chor probte in der Kirche und in der „Kita im Kunsthof“ für seine beliebten Weihnachtskonzerte, das Ziegeleimuseum war geöffnet, die Freiwillige Feuerwehr und der Förderverein luden zum Tag der offenen Tür ein. Der Schützenverein zu Glindow 1924 e. V. war nicht nur Gastgeber verschiedener Meisterschaften, sondern stellte sein Vereinsgelände für das Kirsch- und Ziegelfest zur Verfügung, damit es im Sommer in einem kleineren Format gefeiert werden konnte. Mehrere Glindower Vereine informierten an ihren Ständen über ihr Profil und ihre Aktivitäten und luden zum Mitmachen ein. Viele Bürgerinnen und Bürger nahmen die Gelegenheit wahr, am Stand des Ortsbeirates Vorschläge und Wünsche für die Erarbeitung des Ortsentwicklungskonzeptes einzubringen. Der Heimatverein Glindow beendete seine diesjährige Saison am „Aktionstag Feuer und Flamme“ mit einem vom „MusikVerein der Blütenstadt Werder (Havel) e.V.“ angeführten Fackelzug, unterstützt von vielen Helferinnen und Helfern. Mit einer stimmungsvollen Illumination des Heimatmuseums machte der Verein auf das 25-jährige Bestehen des Museums im kommenden Jahr aufmerksam. Der liebevoll vorbereitete Glindower Weihnachtsmarkt und leider auch die Chorkonzerte dürfen in der Vorweihnachtszeit nicht stattfinden. 

Dank und Anerkennung sprechen wir den Betrieben, Firmen, Gesundheitseinrichtungen, der Grundschule und dem Hort, den Kitas und allen Beschäftigten aus, die am Limit gearbeitet haben und es immer noch tun. 

Trotz Corona hat sich auch im öffentlichen Bereich vieles entwickeln können. Das war nicht selbstverständlich. Der Grundstein für den neuen Bildungscampus wurde gelegt. Damit verändert sich zukünftig nicht nur die Bildungslandschaft. Es eröffnen sich auch Nutzungsmöglichkeiten für unsere Vereine. Der Radweg nach Klaistow wurde fertiggestellt, womit sich die Sicherheit der Radfahrer erhöht und der Tourismus aufgewertet wird. Mögen auch die Sanierungs- und Baumaßnahmen in Glindow mit ständig wechselnden Linienführungen oft strapaziös für Anwohner und Nutzer gewesen sein, sie waren notwendig und zielführend. Freuen können sich viele Kinder. Den neuen Spielplatz in der Dorfstraße haben sie voll angenommen und er wird sehr gern bespielt. Sie belohnen uns mit ihrem Lachen. Auch die Restaurierung der Kirchenorgel konnte in diesem Jahr abgeschlossen werden, an deren Kosten sich der Glindower Ortsbeirat mit 5.000 Euro beteiligte. Ein großes Sorgenkind bleibt weiterhin das Fehlen eines Bürgerzentrums in Glindow. Die Erwartungshaltungen für eine baldige Umsetzung des Vorhabens sind auf breiter Ebene hoch.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ein hohes Gut ist und bleibt die Gesundheit. Ich wünsche Ihnen im Namen des Ortsbeirates ein besinnliches Weihnachtsfest und ausdrücklich ein gesundes neues Jahr 2022. Ich möchte Sie bitten, alles was in Ihren Kräften und in Ihrer Verantwortung liegt, dafür zu tun. 

Ihr Sigmar Wilhelm
Ortsvorsteher Glindow

Von der Rebe in die Flasche

Werder (Havel) OT Plessow, 15. Dezember 2021 – Draußen ist es langsam bitterkalt und schon früh am Nachmittag macht sich Dunkelheit breit. Im Kamin versprüht das prasselnde Feuer behagliche Gemütlichkeit. Den Winterabend komplett macht ein rubinroter Pinotin, der mit seinen warm-weichen Aromen und dem Duft nach reifen Erdbeeren und schwarzen Kirschen ganz wunderbar vollmundig schmeckt.  

Doch wie kommt der Wein eigentlich in die Flasche? Wir haben bei Dr. Manfred Lindicke vom Weinbau Lindicke in Plessow einmal nachgefragt. 

Auf insgesamt 7,6 Hektar auf dem Werderaner Wachtelberg und dem Werderaner Galgenberg werden die begehrten Trauben angebaut. Allein auf dem Wachtelberg tragen über 34.000 Stöcke Trauben der Sorten Müller-Thurgau, Sauvignon Blanc, Saphira, Kernling, Muscaris, Cabernet Blanc, Solaris, Regent, Dornfelder und Pinotin. 

„Aus den sieben weißen und den drei roten Sorten ergeben sich 20 bis 25 verschiedene Weine“, erklärt Manfred Lindicke. „Wir beginnen mit der Ernte meist im September und konnten in diesem Jahr etwa 60 Tonnen Trauben von den Stöcken holen. Das sind 30 Prozent Einbußen im Vergleich zum Vorjahr.“ 

Schuld daran ist der regenreiche August. Durch den Regen platzen die Trauben auf oder bekommen feine Haarrisse. Dies kann dazu führen, dass die Trauben faulig werden und die Essigfliegen sich breit machen. Es gibt sogar ein Sprichwort, das besagt: „Im August viel Regen ist dem Wein kein Segen.“ 

Doch nicht nur für die Unversehrtheit der empfindlichen Trauben wäre ein sonnenreicher August besser gewesen. Die Sonne hat auch einen Einfluss auf den Säuregehalt und das Mostgewicht der Trauben. Gibt es nur wenig Sonne im August und September ergeben sich nur geringe Mostgewichte, dafür aber hohe Säurewerte. Das Mostgewicht ist ein Maß für den Anteil der gelösten Stoffe (mehrheitlich Zucker) im Traubenmost und somit ein wichtiges Qualitätskriterium von Wein.

„Ein für uns optimaler Oechslewert liegt zwischen 70 und 85 Grad“, so Manfred Lindicke. „In diesem Jahr liegen unsere Mostgewichte kurz unter bzw. knapp über der 70°-Grenze. Das ist insofern kritisch, da man höhere Werte benötigt, um einen sehr guten Wein herzustellen. In Deutschland gibt der Gesetzgeber z.B. vor, dass Weißweine mindestens 9 Prozent Alkohol enthalten müssen, das ergibt einen vorherigen Oechslewert von mindestens 70°. Wenn unser Most nun darunter liegt, reicht der Zuckergehalt der Trauben nicht aus, um auf unsere gewünschten 11 Prozent im fertigen Weißwein zu kommen. Hier kommt dann der Kellermeister ins Spiel, der sich darum kümmern muss, die Alkoholwerte anzuheben.“  

Doch ehe der Kellermeister ans Werk geht, braucht es viele fleißige Hände, um die Trauben von den Rebstöcken zu holen. Die Ernte auf dem Werderaner Wachtel- und Galgenberg zieht sich über drei bis vier Wochen. Insgesamt zehn Helfer, u.a. einige aus der Blütenstadt, pflücken die einzelnen Trauben per Hand. Pro Tag landen so etwa 5000 Kilo Trauben in den Kisten. 

Diese werden dann für die weitere Produktion nach Plessow transportiert. „Die Trauben kommen zuallererst in unsere Abbeermaschine, in der die einzelnen Beeren vom Stielgerüst entfernt werden“, beschreibt Manfred Lindicke. „Daraufhin entscheidet der Kellermeister, was mit der Maische passiert. Die Maische, das sind der Traubenmost zusammen mit den Kernen und den Beerenhäuten. Bei der Herstellung von Rotwein wandert die Maische z.B. erst einmal für eine kurze Zeit ins Kühlhaus, da die Kerne und die Häute ganz entscheidend für die spätere Farbgebung des Weines sind. Die Maische von den weißen Trauben wird jedoch meist schnell weiterverarbeitet und kommt in die Presse, in der der Traubensaft von den festen Bestandteilen getrennt wird.“ Gemeinsam mit den Stielen landet der übrig gebliebene Trester auf dem Kompost und später dann wieder als Dünger auf dem Weinberg.

Und dann beginnt das „kontrollierte Nichtstun“, wie uns Kellermeister Marian Malinowski erklärt. Der 30-jährige Brandenburger ist erst seit April 2021 in dieser Position tätig. Zuvor studierte er Getränketechnologie und konnte bereits bei namhaften Weinproduzenten in Rheinland Pfalz, aber auch bei einer bekannten Brauerei Erfahrungen sammeln. „Ich war immer schon sehr an den chemischen Prozessen bei der Getränkeherstellung interessiert“, verrät er uns. „Und beim Wein kann ich mit der Aromenvielfalt der Trauben spielen. Die Weine schmecken am Ende nach Pfirsich, Paprika und grünem Apfel und das ist einfach klasse.“ 

Doch ehe man sich den fertigen Wein schmecken lassen kann, braucht es in erster Linie Zeit und das gute Gespür des Kellermeisters. Durch Zugabe von Gärsalzen, Hefe oder Vitaminen kann man den natürlichen Geschmack des Weines herauskitzeln und abrunden. „Ich kenne meine Pappenheimer und bisher ist mir zum Glück noch kein Wein in Essig abgerutscht“, erzählt Marian Malinowski erleichtert. 

Drei bis vier Monate lagern die Rot- und Weißweine in den silbernen Tanks. Insgesamt 75.000 Liter Tankkapazität stehen in der Produktionshalle zur Verfügung. Im Jahr 2003 wurde sie errichtet, doch erst seit 2012 werden die Weine auch hier vor Ort in Plessow gekeltert. Als besondere Highlight-Weine gibt es von Weinbau Lindicke auch feine Tropfen aus dem Eichenfass.

Wenn der fertige Wein überzeugt und die strenge Qualitätskontrolle besteht, wird er in der hauseigenen Abfüllablage abgefüllt, etikettiert und verpackt. Etwa 1000 Flaschen schafft die Maschine in der Stunde. Knapp 55.000 Flaschen ergeben sich aus einer Erntesaison.

Doch dies war nicht immer so. Manfred Lindicke erinnert sich an die Anfänge: „Die Familie Lindicke baut seit 1700 Wein an, Erdmann Lindicke war der erste, der auf dem Werderaner Galgenberg Rebstöcke setzte. Bis 1850 waren die Lindickes im Besitz des Weinberges, bis starke Fröste und der daraus resultierende geringe Ertrag sie dazu brachte, Obstzüchter zu werden. 

Ich selbst habe 1990 als selbstständiger Berater für den Obstbau angefangen und hatte ja selbst keine Ahnung vom Weinanbau geschweige denn von der Herstellung. Aber als mich Altbürgermeister Werner Große fragte, ob ich den Weinberg auf dem Wachtelberg übernehmen möchte, habe ich trotzdem zugesagt. Es lag mir ja irgendwie in den Genen“, erzählt er schmunzelnd. Und weiter: „Der Weinberg war in einem desolaten Zustand. Im Wendejahr trug er noch etwa 22 Tonnen Ertrag und als ich ihn 1995 übernommen habe, hingen gerade einmal 150 Kilo Trauben an den Rebstöcken. Nur etwa 100 Liter Wein sind daraus entstanden. Und die sind auch noch mit dem Saale-Hochwasser weggeschwommen. Wir kelterten damals nämlich noch in Kloster Pforta in Bad Kösen (Sachsen-Anhalt).“ 

Doch Manfred Lindicke gab nicht auf und hat in den letzten knapp drei Jahrzehnten den Werderaner Wein als eine bekannte Marke etabliert, deren Manufakturcharakter für die hohe Qualität steht. 

Zum Abschluss hat er noch einige Tipps: „Rotwein schmeckt am besten, wenn er eine Temperatur zwischen 18 und 22 Grad hat, Weißwein mag es hingegen kühler und entfaltet sein Aroma am besten zwischen 8 und 12 Grad. Sauerstoff ist der Tod des Weines, also sollte man Weinflaschen nie zu lang offen stehen lassen. Geöffnet – allerdings wieder zugeschraubt – hält sich Weißwein bis zu sieben Tage, Rotwein kann man höchstens fünf Tage aufbewahren.“  

So lange hat der tiefrote Pinotin bei uns jedoch gar nicht „überlebt“. (wsw)

500 Euro vom Botschafter der Wärme an die Schule am Plessower See

Peter Mathaei übergab 500 Euro an die Schule am Plessower See

Werder (Havel), 15. Dezember 2021 – Gerade in der kalten Jahreszeit kommt ein wenig Wärme doch besonders gut gelegen. Und so konnte sich die Schule am Plessower See über eine Spende vom Botschafter der Wärme freuen. Peter Mathaei ließ es sich nicht nehmen und übergab die Spende in Höhe von 500 Euro persönlich an die Schülerinnen und Schüler sowie an die Lehrerin Frau Hehr, die zudem Mitglied im Förderverein der Schule ist.

Gerade vor dem Hintergrund der durch die Corona-Pandemie verbundenen Einschränkungen soll das Geld für eine kulturelle Veranstaltung für die Schülerinnen und Schüler verwendet werden. “Wir bedanken uns ganz herzlich für die großzügige Spende”, freuten sich die Schülerinnen und Schüler. (wsw)

Dem Katzenschutz verpflichtet

Die beiden Kerlchen warten zur Zeit im Glindower Katzenheim auf ein "Fürimmerzuhause", Foto: wsw

Werder (Havel) OT Glindow, 14. Dezember 2021 – Als Harry Kindt die zwei kleinen Kätzchen im Juli dieses Jahres zum ersten Mal zu Gesicht bekam, hatte er keine großen Hoffnungen, dass die beiden die kommende Nacht überleben würden. Eine Dame hatte ihn zuvor telefonisch kontaktiert und den Katzenschützer gebeten, sich die Kitten einmal anzusehen. Wie sie zu den Tieren gekommen ist, sagte sie nicht. Am vereinbarten Treffpunkt übergab die Dame den Karton mit den Katzen an Harry Kindt und unter einem Vorwand, noch etwas aus dem Auto holen zu wollen, fuhr sie ohne ein weiteres Wort der Erklärung davon. 

„Die beiden Kitten waren wirklich in einem unglaublich maroden Zustand. Ich bin mit den beiden dann in eine Berliner Tierarztpraxis gefahren, mit der wir vom Berliner Katzenschutz schon seit 17 Jahren zusammenarbeiten. Dort stellte sich heraus, dass die beiden etwa sechs Wochen alt waren“, erinnert sich Harry Kindt, der seit 20 Jahren im Katzenheim Glindow tätig ist und seit 2003 als dessen Leiter fungiert. 

Katzenschnupfen und Katzenseuche konnten bei den beiden Samtpfoten schnell ausgeschlossen werden, doch durch Verwahrlosung und wahrscheinlich eine falsche Ernährung klagten die Kitten über vereiterte Augen, Unterernährung und ein Kätzchen fiel infolge von einer irreparablen Gleichgewichtsstörung vermehrt um. Harry Kindt hat sich den Tierchen dann angenommen und durch seine fürsorgliche Hingabe wurden die Kätzchen wieder aufgepäppelt und konnten im Alter von 12 Wochen gemeinsam vermittelt werden. (Achtung: Am Ende des Beitrages befinden sich Fotos der Kätzchen) 

„Solche Fälle sind zum Glück eher selten. Warum die Dame in ihrem Auto geflohen ist, bleibt mir bis heute ein Rätsel. Tiere abzugeben, aus welchen Gründen auch immer, ist keine Schande. Wir kümmern uns mit viel Engagement und noch mehr Herzblut um kleine und große, kranke und gesunde Katzen“, so Harry Kindt. Er selbst beherbergt elf Katzen in seinem Zuhause in Berlin Schönefeld und häufig kommen noch Handaufzuchten hinzu, die Tag und Nacht versorgt werden müssen. „Zur Zeit habe ich zum Glück keine Kitten zu Hause, die ich füttern muss. Und auch während der Coronazeit sind nicht vermehrt Tiere bei uns im Glindower Katzenheim abgegeben worden. Nur eine Katze, die wir in Lockdownzeiten vermittelt haben, wurde wieder zu uns zurück gebracht. Aber besser so, als wenn man die Tiere einfach irgendwo aussetzt oder gar wegwirft – das hatten wir leider alles schon.“ 

Zur Zeit leben 63 erwachsene Katzen und 20 Babykatzen im Katzenheim in Glindow und warten auf ein neues Zuhause. Einige Tiere können aufgrund verschiedenster Faktoren jedoch nicht mehr vermittelt werden. Sie werden ihren Lebensabend bei Harry Kindt und seinem Team im Katzenheim verbringen. Der Tierheimleiter erklärt: „Wir bauen seit etwa sieben Jahren an unserem Gnadenhof. Er soll einmal acht Katzen Platz bieten, mit einem gemütlichen Häuschen und viel Auslauf. Da wir jedoch alles selbst bauen und auf finanzielle Spenden angewiesen sind, zieht sich der Bau natürlich wie Kaugummi in die Länge.“ 

Besonders ärgerlich war, dass sich unter der neu verlegten Terrasse im Gnadenhof noch Reste von verwildertem Bambus befanden, der die einzelnen Platten wieder hochdrückte. „Das müssen wir jetzt alles wieder aufnehmen und ein 50 bis 60 cm tiefes Fundament setzen, damit nicht erneut Reste vom Bambus die ganze Arbeit zunichte machen“, ärgert sich Harry Kindt. Zum Glück hat er eine tolle Elektrofirma an seiner Seite, die ihm unentgeltlich bei einigen Arbeiten zur Seite steht. 

Wer den Glindower Katzenschutz unterstützen möchte – ob finanziell oder mit Manpower – kann sich gerne an Harry Kindt unter kindt.hummelwiese@t-online.de wenden. Übrigens: In der Spendenbox beim Fressnapf wird Futter für die Glindower Miezen gesammelt. (wsw)

Rechtsanwalt Michael R. Wich erhält Titel „Fachanwalt für Arbeitsrecht“

Werder (Havel) OT Glindow, 13. Dezember 2021 – Es ist Mitte November. Rechtsanwalt Michael R. Wich, zugleich Fachanwalt für Verkehrsrecht, hält die gesiegelte Urkunde der Rechtsanwaltskammer des Landes Brandenburg in den Händen, mit der ihm aufgrund nachgewiesener Kenntnisse im Arbeitsrecht die Befugnis zum Führen der Bezeichnung „Fachanwalt für Arbeitsrecht“ verliehen worden ist.

Mit ein wenig Stolz blickt er zurück auf einen mehrmonatigen Fachanwaltslehrgang, gefolgt vom erforderlichen Nachweis mindestens einhundert bearbeiteter Fälle im Arbeitsrecht gegenüber dem Fachanwaltsausschuss der Rechtsanwaltskammer.

„Bereits vor Gründung der Kanzlei war ich mit arbeitsrechtlichen Themen befasst. Dies setzte sich mit der Kanzleigründung und der vertieften Bearbeitung von Arbeitsrechtsfällen sowie der ständig wachsenden Nachfrage in diesem Rechtsgebiet fort“, erklärt der sympathische Glindower. Er fügt hinzu: „Das Arbeitsrecht ist vielschichtig – von A wie Abmahnung, über K wie Kündigung bis hin zu Z wie Zeugnis.“

Die Vielschichtigkeit zeige sich allein schon bei einem Blick in den Arbeits- oder Tarifvertrag. Welche vertragliche und gesetzliche Regelung gilt, darüber und über alle anderen Aspekte des Sachverhalts seiner Mandanten berät Rechtsanwalt Wich und vertritt diese vor allen Arbeitsgerichten – deutschlandweit. Er hat sich nicht darauf beschränkt, nur Arbeitgeber oder nur Arbeitnehmer zu vertreten und betont: „dies ermöglicht eine Betrachtung der Fallgestaltungen aus mehreren Blickwinkeln und eröffnet somit weitergehende Ansätze zur Lösung eines arbeitsrechtlichen Problems.“

Seine Kanzlei führt Rechtsanwalt Wich heute mit kompetenter Unterstützung seiner Ehefrau Stefanie Wich, selbst Rechtsanwaltsfachangestellte mit langjähriger Berufserfahrung. 

Die Kanzlei Wich & Kollegen ist Teil einer Kooperation von Rechtsanwälten und Fachanwälten für Arbeitsrecht, für Verkehrsrecht, für Bau- und Architektenrecht, für Familienrecht, für Miet- und Wohnungseigentumsrecht sowie für Sozialrecht. (wsw)

Kanzlei Wich & Kollegen · Dr.-Külz-Str. 12 · 14542 Werder (Havel) · Tel. 03327.66 80 900 · www.kanzlei-wich.de

369 Impfungen auf der Bismarckhöhe

Werder (Havel), 13. Dezember 2021 – Am dritten Advent fand auf der Bismarckhöhe die vierte „Impfen to go in Werder (Havel)“-Aktion statt. Insgesamt sind am 12. Dezember 369 Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Vor allem die Möglichkeit des Boosterns wurde genutzt: Es gab neben 21 Erstimpfungen und 62 Zweitimpfungen insgesamt 286 Boosterimpfungen. Die Impfaktion ist um 15 Uhr abgeschlossen worden.

Der Andrang vor der Bismarckhöhe war erneut groß. Auf vier Impfstraßen wurden die Impfinteressierten von insgesamt drei Werderaner Ärzten und einer Impfschwester versorgt. Mittlerweile wurden bei den Impftaktionen in Werder 1225 Impfungen für den Coronaschutz verabreicht. Bei einer zusätzlichen Aktion wurden rund 70 Feuerwehrleute geimpft. Ein Großteil von ihnen nutzte am vergangenen Freitag in der Feuerwache Werder das Angebot für eine Boosterimpfung.

Die Stadt und die Arbeitsgemeinschaft Werderaner Hausärzte, die die Aktion organisiert haben, planen in den kommenden Wochen einen weiteren Impftermin ohne Anmeldung auf der Bismarckhöhe. Alle Informationen zu Impfmöglichkeiten in Werder und der Region unter www.werder-havel.de/impftermin. (wh)

Ein Träger für die neue Kita n der Adolf-Damaschke-Straße ist gefunden

Werder (Havel), 10. Dezember 2021 – Ab März 2022 sollen die Bauarbeiten für die neue Kita in der Adolf-Damaschke-Straße beginnen, sodass sie im gleichen Jahr noch den Betrieb aufnehmen kann. Gebaut wird die dreigeschossige Kita, die u.a. einen Sport- und Spielraum sowie eine Mensa beherbergen soll, durch die kommunale Haus- und Grundstücksgesellschaft Werder (Havel) mbH (HGW). Der Bauauftrag für den Modulneubau wurde unlängst von der HGW erteilt, mit der Fertigung der Module wird demnächst begonnen.

Mit den geplanten 200 Plätzen, aufgeteilt in 80 Krippen- und 120 Kitaplätze, soll sich die angespannte Lage in Werder (Havel) in Bezug auf die Verteilung der Kitaplätze etwas entspannen. Seit dem Jahr 2012 sind in der Stadt insgesamt 520 neue Kitaplätze bei der Kommune und bei Freien Trägern entstanden. 55 weitere sind zunächst durch Ausnahmegenehmigungen geschaffen worden. Dennoch reichen die Plätze aufgrund des schnellen Bevölkerungswachstums nicht aus. Aktuell sind zehn Kitas in Werder in kommunaler Trägerschaft und sechs in freier Trägerschaft.

Träger der neuen Kita wird die Independent-Living-Stiftung werden, die in einem Interessenbekundungsverfahren für den Betrieb der in der Adolf-Damaschke-Straße geplanten neuen Kita unter vier Bewerbern den Zuschlag erhalten hat. Die Independent-Living-Stiftung betreibt in den Neuen Bundesländern zahlreiche Kindertagesstätten (u.a. acht in Potsdam) und Jugendhilfeeinrichtungen und wird nun auch in unserer Blütenstadt aktiv.

Inhaltlich wird sich die Kita an den Themen Nachhaltigkeit, ökologisches Bewusstsein, Naturverbundenheit und Regionalbezug orientieren. Dies solle sich unter anderem in der Gestaltung der Außenanlage widerspiegeln. Die Einrichtung soll täglich von 6 bis 18 Uhr geöffnet sein. Schließzeiten in den Ferien soll es nicht geben, dafür mit dem Kita-Ausschuss abgestimmte Schließtage.

Im Leitbild der Stiftung heißt es: „Die Independent Living Stiftung begleitet heute Menschen in vielfältigen Lebenssituationen. Respekt, Wertschätzung, Verlässlichkeit und eine demokratische Grundhaltung sind die Basis des Zusammenwirkens aller Beteiligten, um Perspektiven für ein gelingendes Leben zu entwickeln und selbstständiges Handeln zu fördern. Wir orientieren uns an den Potentialen der Person, der Familie, des sozialräumlichen Umfeldes und unterstützen bei der Entwicklung und Umsetzung individueller Lösungen.“ (wsw, wh)

Werders SPD mit neuer Doppelspitze

Werder (Havel), 9. Dezember 2021 – Ende November wählten die Werderaner Genossinnen und Genossen in Kemnitz planmäßig einen neuen Vorstand. Erstmals wartet der Ortsverein nun mit einer Doppelspitze auf und wird künftig von Nadine Lilienthal und Adam Wasiak angeführt. Die beiden bewarben sich gemeinsam für den Vorsitz in dem fast 90 Mitglieder zählenden Ortsverein. „Wir kennen uns aus der Zusammenarbeit im städtischen Finanzausschuss“, berichtet Adam Wasiak. Der 30-Jährige stammt gebürtig aus Polen. Er lebt und arbeitet seit 2018 in Werder (Havel). 

„Sobald es wieder möglich ist, möchten wir als Partei in der Stadt sichtbar sein und mit unseren Mitgliedern sowie allen Interessierten ins Gespräch kommen. Wir setzen auf Bekanntes, wie unser Stadtmagazin, wollen aber auch neue Formate etablieren, zum Beispiel einen politischen Stammtisch”, so Adam Wasiak.

Nadine Lilienthal, 35, die bereits als Stadtverordnete die SPD-Fraktion leitet, freut sich über viele neue Gesichter im Vorstand. Als stellvertretende Vorsitzende wurden Ulrike Hegewald und Felix Schrandt gewählt. Philipp Wesemann als Schriftführer, Henry Nowakowski als Kassierer sowie Sandra Kuhlmei, Ralf Köhler, Niels Rochlitzer, Wolfgang Lambrecht und Joachim Lindicke als Beisitzer komplettieren den Vorstand.

„Nach dem erfolgreichen Bundestagswahlkampf im Sommer, gibt es keine Zeit sich auszuruhen”, erklärt Nadine Lilienthal. „Für die Landratswahl im Februar und die Bürgermeisterwahl im Juni gehen wir jetzt direkt in die Planung.” (spd)

Ein Lebkuchenhaus für das AWO Seniorenzentrum Wachtelwinkel

v.l.: Kassedy, Justin, Frau Schuldt, Frau Lauwasser und Herr Schlüter

Werder (Havel), 9. Dezember 2021 – Mit einem großen Lebkuchenhaus im Gepäck sind gestern Justin und Kassedy aus der Schule am Plessower See im AWO Seniorenzentrum Wachtelwinkel empfangen worden.

Seit vielen Jahren ist das Seniorenzentrum Wachtelwinkel Kooperationspartner der Schule am Plessower See im Bereich der Berufsorientierung. Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 7 erhalten jedes Jahr die Möglichkeit, ein erstes Praktikum vor Ort zu absolvieren und so Einblicke in das Berufsleben zu bekommen. Darüber hinaus können auch Schülerinnen und Schüler der höheren Jahrgangsstufen gezielte Praktika in der Altenpflege absolvieren.

Als Dankeschön für die jahrelange gute Zusammenarbeit und als kleine Freude für die Bewohner*innen in der Adventszeit hat sich die Schule am Plessower See mit einem selbstgemachten Lebkuchenhaus bedankt. Angefertigt wurde dies durch die Schülerfirma “Catering”, die über Inisek finanziert wird. In der Schülerfirma lernen Schüler*innen der Klassen 8 bis 10 jahrgangsübergreifend die Anforderungen und Berufsfelder im gastronomischen Bereich kennen und bereiten normalerweise (ohne Corona) immer montags einen Mittagsimbiss für die Mitschüler zu und verkaufen diesen. Geleitet wird die Schülerfirma von Herrn Schlüter vom Internationalen Bund.

Justin und Kassedy aus den Klassen 8 und 9 übergaben als Vertretung der Schülerfirma “Catering” das Lebkuchenhaus an Einrichtungsleiterin Frau Schuldt sowie an Frau Lauwasser, die für die Öffentlichkeitsarbeit der AWO verantwortlich ist. (wsw)

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