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regiobus informiert

Umgestalteter Bahnhofsvorplatz, Foto: wsw

Mit dem Elektrobus zum Werderpark!

Seit dem 28. November fährt die Linie E30 stündlich zum Einkaufscenter 

Nach dem erfolgreichen Start der Elektrobuslinie E30 als Rundtour über die Werderaner Insel, mit bis zu 30 Fahrgästen am Tag, wurde diese seit dem 28. November 2020 stündlich bis zum Werderpark verlängert. Einwohner und Gäste des historischen Stadtkerns des Havelstädtchens gelangen so auf direktem Wege zum Einkaufscenter und zurück.

Der Linienweg zum „Werderpark“ führt von der Haltestelle Post über die Werderaner Insel und Am Gutshof zum Werderpark. Die Rückfahrt erfolgt auf gleichem Wege zurück (Werderpark > Am Gutshof > Insel > Post). Die Fahrten verkehren weiterhin Montag bis Samstag (außer feiertags) zwischen 9 und 17 Uhr. Die Fahrten ab Haltestelle Post verkehren fünf Minuten früher. 

Noch bis zum 31.12.2020 können Fahrgäste die E30 kostenfrei nutzen. Danach ist der normale VBB-Fahrtarif zu entrichten. Die Kosten des zunächst bis Juni 2022 befristeten Projektes tragen je zur Hälfte die Stadt Werder (Havel) und der Landkreis Potsdam-Mittelmark. Die Idee zu der Linie entstand aus der Evaluation des powerbus Projektes. „Mit der Verlängerung der E30 wird ein Wunsch von Bewohnern der Inselstadt erfüllt. Sie können nun, ohne umsteigen zu müssen, direkt bis vor den Werderpark fahren“, so Werders 1. Beigeordneter Christian Große.

Umgestalteter Bahnhofsvorplatz in Werder (Havel)

Neue Haltestellen bringen kürzere Wege, verbesserte Kundeninformation und Barrierefreiheit

Mit der Freigabe des neugestalteten Bahnhofsvorplatzes können sich die ÖPNV-Nutzer über zahlreiche Verbesserungen freuen: In der Mittelinsel wurde Platz für einen zusätzlichen Bussteig geschaffen. Wartende Fahrgäste erhalten somit mehr Platz. Die Abfahrtspositionen sind übersichtlicher angeordnet. Die Busse erhalten mehr Abstell- und Haltekapazitäten, damit die Pausen ungestört verbracht werden können und das gegenseitige Blockieren reduziert wird.

Durch die Vergrößerung der Anlage wurden die Abfahrtshaltestellen der Buslinien neu geordnet: Vor dem Bahnhofsgebäude verbleibt der Bussteig 1.
Hier fahren die Linien 607 und 631 Richtung Potsdam ab. Ein größerer Fahrgastunterstand bietet einen komfortableren Wetterschutz für die ÖPNV-
Kunden. Die weiteren Linien fahren vom neuen Bussteig auf dem Vorplatz, von den Positionen 2 (Linien 632, 633, 634 und 641) und 3 (Linie 630) ab.

Der Ausstieg erfolgt nun grundsätzlich an einem der Bussteige auf dem Bahnhofsvorplatz und nicht mehr auf der Südseite der Adolf-Damaschke-Straße. Der Umsteigeweg zum Zug und zwischen den Buslinien wird damit kürzer und vor allem sicherer, da die Querung der Adolf-Damaschke-Straße nicht mehr nötig ist.

Der gesamte Bahnhofsvorplatz erhielt eine barrierefreie Ausstattung mit einem Blindenleitsystem und „Kasseler Borden“ für barrierefreien Ein- und Ausstieg. Digitale Fahrgastinformationsanzeigen (DFI) geben nun an allen Abfahrtspositionen Echtzeitauskunft über die nächsten Abfahrten. Eine Überarbeitung und Erweiterung der Beleuchtung sorgt für erhöhte Sicherheit.

Auf allen den Bahnhof Werder (Havel) bedienenden Linien kommt es mit der Inbetriebnahme des neuen Busverkehrsplatzes zu Fahrplanänderungen im Bereich weniger Minuten. Unter anderem verkehrt die Linie 631 in Richtung Potsdam wieder bis zu 2 Minuten früher. „Der Umbau wurde notwendig, da mit dem erfolgreichen powerbus-Konzept der Bustakt erhöht wurde und damit auch die Nachfrage am öffentlichen Personennahverkehr gestiegen ist“, so Werders 1. Beigeordneter Christian Große. „Im Zuge eines neuen Infrastrukturkonzepts werden weitere Um- und Neubauten von Bushaltestellen in Werder erfolgen.“

Beim Umbau des Bahnhofsvorplatzes handele es sich um eine temporäre Lösung. Ein grundlegender Umbau ist mit dem Bau des Rad- und Fußgängertunnels geplant. Alle Fahrpläne unter www.regiobus.pm. (a.l.)

Eine Erfolgsgeschichte in Werder

Mitarbeiter des Edeka-Marktes mit Katrin Schneider (rechts), Foto: wsw

Werder (Havel), 18. Dezember 2020 – Schlaflose Nächte hat Katrin Schneider heute keine mehr. Aber wenn sie an ihre Anfänge als selbstständige Einzelhändlerin zurückdenkt, erinnert sie sich noch oft an die vielen Gedanken, die sie bis in die Nacht begleiteten. 

„Am 1. Juli 2005 habe ich den Edeka Markt in der Brandenburger Str. 151 übernommen. Das war ein Sprung ins kalte Wasser. Die zahllosen Verträge und Kredite, die ich unterschreiben musste, haben mir gehörigen Respekt abverlangt. Doch durch meine Familie an meiner Seite, das tolle Marktteam und die große Unterstützung der Firma Edeka wuchs meine Selbstsicherheit“, verrät Katrin Schneider. 

Die 57-Jährige ist in Bad Doberan aufgewachsen und kam 1980 nach Berlin, um dort als Marktleiterin zu arbeiten. Doch die Sehnsucht nach einer kleinen Stadt war groß. Nach der Übernahme des Werderaner Edeka-Markts pendelte Katrin Schneider noch zwei Jahre zwischen Werder und Weißensee, bis sie mit ihrer Familie 2007 nach Werder zog. 

Einen ihrer ersten Termine in Werder (Havel) hatte Katrin Schneider beim damaligen Bürgermeister Werner Große, und auch beim Vorstand des Werderaner FC, bei Klaus Dieter-Bartsch, hat sie sich vorgestellt. Die ersten Kontakte waren schnell geknüpft und 2007 gründete die Unternehmerin mit Gleichgesinnten den Gewerbeverein Pro Werder Havel e.V..

Nach dem Schritt in die Selbstständigkeit, engagierte sich Katrin Schneider im Regionalbeirat der Edeka Berlin/Brandenburg und im Jahr 2008 stellte sie sich zur Wahl für den Aufsichtsrat Edeka Minden/Hannover – übrigens als einzige Frau. Diese anspruchsvolle und zeitaufwendige Aufgabe erfordert selbstständiges Arbeiten der Marktleiter, die sie bis heute sehr unterstützen. „Durch meine Tätigkeit im Aufsichtsrat habe ich bis heute die Möglichkeit, mich national und international im Lebensmitteleinzelhandel umzusehen, und Eindrücke und Ideen zu sammeln.“ 

In den vergangenen 15 Jahren hat sich das Gesicht des Edeka Marktes ein ums andere mal gewandelt. 2011 war der Markt für neun Tage geschlossen, weil sich die Fläche durch einen An- und Neubau auf 1500 Quadratmeter vergrößerte. Im Jahr 2016 wurde das erfolgreiche Marktcafé auf 24 Sitzplätze vergrößert und um eine Kinderspielecke sowie ein Buchtauschregal erweitert. 2019 folgte ein weiterer Umbau: Unter dem Thema Nachhaltigkeit wurde die Kühlstrecke erneuert, der Kühlverbund wurde auf eine energiesparende Co2-Anlage umgestellt und eine Salatbar zur Selbstbedienung wurde eingebaut. „Nachhaltigkeit wird auch im kommenden Jahr ein großes Thema bleiben“, gibt Katrin Schneider einen Ausblick auf 2021. „Der Anteil des Biosortiments wächst und auch der Anspruch der Kunden. Wir möchten unser Angebot regionaler Produkte noch weiter ausbauen.“

Die Corona-Pandemie hat eine große Feier zum 15. Jubiläum leider nicht möglich gemacht. Gemeinsam mit ihren Angestellten hat Katrin Schneider dennoch wenigstens intern etwas gefeiert. „Wir haben uns bei Fischer Mai getroffen und auf die zurückliegenden 15 Jahre und natürlich auch auf die Zukunft angestoßen. Ich habe langjährige Mitarbeiter geehrt und wurde sogar selbst von meinen Angestellten geehrt. Das hat mich unglaublich gefreut! Als Dankeschön nicht nur für die vergangenen Jahre, sondern vor allem auch für die Besonnenheit und das große Engagement der Mitarbeiter in diesem besonderen Jahr, erhalten alle Mitarbeiter eine Corona-Prämie.“ 

In den vergangenen 15 Jahren wurden im Werderaner Edeka Markt mehr als 40 Jugendliche zum/r Verkäufer*in oder Einzelhandelskaufmann/-frau und mehrere Nachwuchskader zum Marktleiter ausgebildet. Jedes Jahr schnuppern Schülerinnen und Schüler während ihres Praktikums in das Marktgeschehen ein und Edeka selbst ist an Schulen und Kitas zu Gast, um mit Kindern über ausgewogene Ernährung in Verbindung mit Bewegung zu sprechen. (wsw)

Edeka Markt Katrin Schneider
Brandenburger Straße 151
14542 Werder (Havel)
Tel. 03327 567580

Tiere gehören nicht unter den Weihnachtsbaum

Brandenburg, 17. Dezember 2020 – Zu Weihnachten wünschen sich viele Kinder das Kaninchen zum Kuscheln, den Hund zum Toben oder das Kätzchen zum Spielen. Doch die Anschaffung eines Haustiers will gut überlegt sein und sollte nicht allein aus weihnachtlicher Schenkfreude heraus geschehen. Darauf haben inzwischen viele Tierheime reagiert und einen Vermittlungsstopp über die Feiertage eingelegt. „Tiere kann man nicht einfach zurückgeben, wenn nach den Feiertagen die Ernüchterung kommt“, warnt Brandenburgs Landestierschutzbeauftragter Stefan Heidrich.

Auch Brandenburger Tierheime vermitteln in der Zeit um Weihnachten keine Tiere, um Impulsgeschenke zu vermeiden. „Gerade in der Corona-Pandemie, wo soziale Kontakte begrenzt sind, scheint ein Haustier schnell eine gute Idee. Doch die Gefahr ist groß, dass Kinder bald das Interesse verlieren oder den neuen Besitzern die Aufgabe über den Kopf wächst, weil der Hund täglich Auslauf braucht, das Kaninchen streng riecht, die Katze kratzt oder die Kosten für ein Haustier unterschätzt wurden. Neben der Nahrung werden auch regelmäßige Tierarztbesuche für Impfungen und Routinekontrollen teuer. Wird das Tier ernsthaft krank, muss es auf eigene Kosten behandelt werden“, so Heidrich.

Die Anschaffung eines Haustiers muss gut überlegt sein und alle Familienmitglieder müssen an der Entscheidung beteiligt werden, um sich intensiv damit auseinander setzen zu können. Tierheime bieten Patenschaften an, so kann zunächst unverbindlich eine Beziehung zu einem Tier aufgebaut werden, aufkommende Fragen können die Expertinnen und Experten in den Tierheimen beantworten.

„Die Auswahl eines Tieres braucht Zeit und Vertrauen. Ich rate darum auch ganz klar ab vom online-Kauf eines Tieres, bei dem Herkunft, Vorgeschichte und medizinische Behandlung wie Impfung oder Wurmkur oft unklar sind. Auch für die Auswahl im Tierheim sollte die Familie Zeit mitbringen. Es lohnt ein Gespräch mit dem Tierpfleger, denn der kennt seinen Schützling genau“, so der Landestierschutzbeauftragte. (MSGIV)

Entfall von Nachtverkehr auf den Linien N13, 607, 611, 623, 631 und 643

Flotte der regiobus Potsdam Mittelmark GmbH. Foto: regiobus Potsdam Mittelmark

Potsdam-Mittelmark, 17. Dezember 2020 – Im Zuge der durch die Landesregierung Brandenburgs beschlossenen Ausgangsbeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie kommt es im Zeitraum vom 21. Dezember 2020 bis voraussichtlich 3. Januar 2021 zu Einschränkungen im Nachtverkehr.

Der erweiterte Nachtverkehr in den Wochenendnächten bzw. vor den Feiertagen auf den Linien N13, 607, 611, 623, 631 und 643 entfällt komplett. Zusätzlich entfallen auf der Linie N13 täglich zwischen 0:30 Uhr und 3:30 Uhr alle Fahrten.

Die betroffenen Fahrten entnehmen Sie der folgenden Übersicht.

Fahrplanänderungen im Nachtverkehr (21.12.2020 – 03.01.2021)

Linie

Richtung

Betriebstage

Veränderung

N13

Teltow

täglich

Entfall der Abfahrten zwischen 0:36 Uhr und 2:36 Uhr

Potsdam

täglich

Entfall der Abfahrten zwischen 0:35 Uhr und 3:45 Uhr

607

beide

Wochenendnächte

Entfall der Abfahrten zwischen 0:20 Uhr und 3:37 Uhr

611

beide

Wochenendnächte

Entfall der Abfahrten zwischen 23:49 Uhr und 3:40 Uhr

623

Zehlendorf

Wochenendnächte

Entfall der Abfahrt 22:44 Uhr

Stahnsdorf

Wochenendnächte

Entfall der Abfahrt 23:26 Uhr

631

beide

Wochenendnächte

Verkürzung der Fahrt 23:25 Uhr ab Werder Bf bis Strengbrücke

Wochenendnächte

Entfall der Abfahrten zwischen 0:15 Uhr und 4:00 Uhr

643

Beelitz

Wochenendnächte

Entfall der Abfahrten 0:35 Uhr und 2:35 Uhr

Potsdam

Wochenendnächte

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Entfall der Abfahrten zwischen 22:59 Uhr und 3:40 Uhr

Alle aktuellen Fahrpläne finden Sie im Internet auf www.regiobus.pm. (a.l.)

Neuerungen auf werder-havel.de

Werder (Havel), 17. Dezember 2020 – Drei Neuerungen für www.werder-havel.de: Die kommunale Homepage der Stadt Werder (Havel) ist seit dieser Woche barrierefreier geworden. Unten rechts auf der Seite findet sich ein Rolli-Button, mit dem man die Seite vergrößern und verkleinern oder in verschiedenen Kontraststufen anzeigen kann. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich markierte Texte vorlesen zu lassen. In der Fußzeile gibt es unter dem Stichwort „Barrierefreiheit“ Informationen zu dem neuen Service und zu weiteren Möglichkeiten, die Seitenansicht anzupassen.

Zweite Neuerung: Teile der kommunalen Homepage sind seit letzter Woche auch in englischer Sprache verfügbar. Rechts im Seitenkopf befindet sich die Sprachwahlfunktion „DE“ und „EN“. Übersetzt sind vor allem Inhalte für Menschen, die am Urlaubs- und Ausflugsziel oder am Wirtschaftsstandort Werder (Havel) interessiert sind. Auch das Reisemagazin von Werder und Schwielowsee gibt es in englischer Sprache und kann auf der Homepage bestellt oder heruntergeladen werden.

Dritte Neuerung: Unter www.werder-havel.de/jobs sind die Stellen der Stadtverwaltung und der städtischen Einrichtungen (wie Kitas) ausgeschrieben. Die Bewerbung ist weiter wie bisher schriftlich, aber auch online am PC möglich. Dazu wurde das Bewerbermanagement der BITE GmbH in Ulm integriert. Es vereinfacht nicht nur die Bewerbung für Interessierte, sondern spart auch Papier in der Verwaltung und strafft die Bewerbungsverfahren.

„Die neuen Angebote zeigen, dass wir uns mit der erst vor gut einem Jahr relaunchten Homepage nicht zurücklehnen. Wir arbeiten weiter am Internetauftritt der Stadt, erschließen neue Nutzergruppen und verbessern weiter den Nutzwert“, so Bürgermeisterin Manuela Saß. Die Seite hatte von Dezember 2019 bis November 2020 insgesamt 24,6 Millionen Zugriffe. (wh)

Ein Weihnachtsgruß der CDU-Fraktion

Werder (Havel), 17. Dezember 2020 – Die CDU-Fraktion Werder (Havel) schickt einen Weihnachtsgruß:

“Liebe Bürgerinnen und Bürger der Stadt Werder (Havel), liebe Freunde, 

im zu Ende gehenden Jahr mit sehr starken Belastungen durch die Pandemie ist für uns alle eine außergewöhnliche Situation eingetreten und es wird von uns allen sehr viel abverlangt. 

Zum Jahresabschluss möchte ich Ihnen auf diesem Weg meinen herzlichsten Dank für Ihre gute Zusammenarbeit, Ihre Unterstützung und Ihre Anregungen aussprechen.   

Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, haben uns, der CDU-Fraktion, bei den nicht immer einfachen Entscheidungen zum Wohle unserer Stadt in zahlreichen Gesprächen mit Ihrem Rat beiseite gestanden. Wir haben daraus stets neue Gedanken zur Entwicklung unserer Stadt mitgenommen und umgesetzt. 

Dies war so bei dem Projekt: Zukunft Haushalt (von uns eingebracht als Bürgerhaushalt), dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept – Werder (Havel) 2035 (INSEK), dem Verkehrskonzept (noch in Arbeit) und natürlich auch bei unserem größten Projekt der Havel-Therme. Diese wurde jüngst fertiggestellt, kann aber auf Grund der Corona-Pandemie derzeit noch nicht betrieben werden. Wir hoffen alle auf eine baldige Entspannung der Lage und blicken zuversichtlich und erwartungsfroh auf das kommende Jahr.

Wir, die Stadtverordneten der CDU-Fraktion, bedanken uns hiermit bei Ihnen, liebe Bürgerinnen und Bürger, für das gute Miteinander und die konstruktiven Anregungen im Sinne unserer Stadt. Auch im nächsten Jahr wollen wir wieder viel nach vorne bewegen und mit Ihnen vorantreiben.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben eine schöne Weihnachtszeit und vor allem ein gesundes neues Jahr 2021 und hoffe auf weitere gute Zusammenarbeit.” (Hermann Bobka, Fraktionsvorsitzender)

Rathausöffnungszeiten zum Jahreswechsel

Werder (Havel), 17. Dezember 2020 – Die Stadtverwaltung Werder (Havel) bleibt zum Jahreswechsel zu den Sprechzeiten erreichbar. Nur am 24. und 31. Dezember sind die Rathäuser und der Bürgerservice geschlossen.

Grundsätzlich gilt weiter, dass für alle Anliegen die Mitarbeiter per E-Mail oder zu den Sprechzeiten telefonisch kontaktiert werden können. Auf der kommunalen Homepage ist ein DienstleistungsA-Z mit allen Kontakten der Stadtverwaltung eingerichtet.

Nur für Anliegen, für die ein persönliches Erscheinen unabdingbar ist (z.B. Aufgebot zur Eheschließung, Personaldokument beantragen), können Termine mit Mitarbeitern der Rathäuser und des Bürgerservice telefonisch vereinbart werden.

Die Samstagssprechzeit des Bürgerservice wird vom 2. auf den 9. Januar verschoben. Die Telefonsprechstunde der Bürgermeisterin wird im Januar fortgeführt, sie findet dann wieder jeden Dienstag zwischen 16 und 18 Uhr statt, Tel. (03327) 783 388. (wh)

trinitas wurde modernisiert

v.l.: Denny Legde, Mathias Walter-Hubberten und Alexander Hirt, Fotos: wsw

Werder (Havel), 17. Dezember 2020 – Wussten Sie, dass der durchschnittliche Steinzeitmensch etwa 40 Kilometer am Tag zu Fuß zurücklegte? Anfang des 19. Jahrhunderts liefen unsere Vorfahren täglich immerhin noch 20 Kilometer. Und heute? Heute läuft der Durchschnittsmensch nur noch 600 Meter am Tag. Wir legen immer öfter auch kurze Strecken mit dem Auto zurück. Daraus resultieren immer mehr orthopädische und kardiologische Probleme. 

„Unser Körper gibt uns die Möglichkeit, Stress durch körperliche Bewegung zu kompensieren. Doch je weniger wir uns bewegen, desto gestresster sind wir auch“, erzählt uns Alexander Hirt. Gemeinsam mit Denny Legde und Mathias Walter-Hubberten betreibt der 43-Jährige seit 12 Jahren erfolgreich die trinitas Therapie.Bewegung.Sport. GmbH in der Brandenburger Str. 37. 

Kennengelernt haben sich die drei Diplom-Sportwissenschaftler an der Universität Potsdam. Im Jahr 2005 gründeten sie den Reha Sportclub Potsdam und bereits drei Jahre später entstand das Therapiezentrum in Werder (Havel). Zusätzlich zu den Räumlichkeiten in der Brandenburger Straße hat sich auch in der Kesselgrundstraße ein trinitas-Standort etabliert und weitere 200 Quadratmeter stehen für den Reha-sport Unter den Linden bereit. Zudem sind die Experten von Trinitas auch am Olympiastützpunkt in Potsdam aktiv. Das Alter der etwa 600 aktiven Mitglieder reicht von 20 bis 85 Jahre. 

Die Corona-Pandemie hat die drei Geschäftsführenden Gesellschafter sowie ihre 30 Mitarbeiter schwer getroffen. „Wir haben den ersten Lockdown genutzt, um unsere Therapieeinrichtung zu renovieren und zu modernisieren“, erklärt Denny Legde. Das Herzstück des umgestalteten Raumes erstreckt sich über eine komplette Wand: Das Cube Sports „Baukasten-System“ vereint Funktionalität, Variabilität, Qualität und individuelles Design und ermöglicht durch das innovative Stecksystem multifunktionale Bewegungskonzepte für ein innovatives Trainingsangebot. 

Doch nicht nur im Sporttherapiebereich hat sich einiges getan. Die Umkleiden wurden vergrößert und mit Duschen ausgestattet und die Heizung wurde auf Gas umgestellt. „Wir hatten den Umbau sowieso geplant, aber wegen Corona haben wir die Arbeiten vorgezogen“, ergänzt Mathias Walter-Hubberten. „Das Gebäude, in dem wir uns befinden, war früher eine Korbflechterei. Durch den Umbau haben wir das Maximale aus dem in die Jahre gekommenen Gebäude rausgeholt. Jetzt passt das Äußere endlich zu unserer fachlichen Kompetenz.“ 

Das Motto von Trinitas lautet „Lebensqualität durch Bewegungsqualität“. Hierfür steht den Mitgliedern ein umfangreiches Service- und Leistungsangebot zur Verfügung. „Wir bespielen den ersten Heilmittelsektor komplett“, erklärt Alexander Hirt. „Und ab Januar 2021 kommt noch die Ergotherapie hinzu“, ergänzt Denny Legde. „Diese komplettiert dann die Ergo-, Sport- und Physiotherapie und in Zusammenarbeit mit dem Reha Sportclub Potsdam e.V. den Rehabilitationssport.“ 

„Wir vereinen verschiedene Disziplinen unter einem Dach. Dies bietet für unsere Aktiven viele Vorteile. Zusätzlich verfügen wir über ein großes Ärztenetzwerk. Da sind die Wege zu den entsprechenden Experten nicht weit“, so die drei Geschäftsführer. 

Wobei der ein oder andere längere Weg ja nicht verkehrt ist, um sein Tagesziel von 10.000 Schritten zu erreichen. (wsw)

Physio-, Ergo- und Sporttherapie
Brandenburger Str. 37 · 14542 Werder
Tel. 03327 49154 (Physiotherapie/Ergotherapie)
Tel. 03327 56 78 06 (Sporttherapie)

Physiotherapie am Bahnhof
Kesselgrundstraße 5 · 14542 Werder
Tel. 03327 57 13 777

Eine ganz besondere Stadt

Werder (Havel), 16. Dezember 2020 – Zu den zahlreichen Veranstaltungen aus Anlass des 700-jährigen Stadtjubiläums von Werder im Jahre 2017 gehörte auch eine Tagung von Landeshistorikern auf der Bismarckhöhe. Die Tagung wurde von der Brandenburgischen Historischen Kommission, dem Brandenburgischen Landeshauptarchiv und der Landesgeschichtlichen Vereinigung für die Mark Brandenburg im Zusammenwirken mit der Stadt veranstaltet. 

Von vornherein war geplant, diese Vorträge in überarbeiteter und erweiterter Form als Buch zu veröffentlichen. Anderweitige Beanspruchungen einzelner Beteiligter haben dazu geführt, dass der Band, anders als zunächst geplant, erst jetzt, drei Jahre nach dem Jubiläum, erscheint. An Aktualität hat er freilich nichts eingebüßt; für viele Jahre wird er die maßgebliche Darstellung zur Geschichte Werders auf wissenschaftlicher Grundlage bleiben.

Fünf Beiträge behandeln in zeitlicher Abfolge die Entwicklung Werders von der urkundlichen Ersterwähnung im Jahre 1317 bis zum Ende der DDR. Die Einleitung des Herausgebers Klaus Neitmann führt in die Thematik ein, ein Anhang mit historischen Karten von Werder aus dem 19. und 20. Jahrhundert beschließt den Band. 

Von besonderem Interesse für viele Werderaner, die diese Zeit noch bewusst erlebt haben, dürfte die umfangreiche Darstellung von Burghard Ciesla über Werder im Sozialismus sein. Mit 139 Seiten (!) nimmt sie allein mehr Raum ein als die übrigen vier Beiträge – eine bewusste Entscheidung von Herausgeber und Autor.

Die Stadt hat den Druck des Bandes finanziell gefördert, die Bürgermeisterin ein Geleitwort beigesteuert. Seit Anfang Dezember liegt es vor und ist über den Buchhandel zu beziehen. Der Lukas Verlag hat das Buch in gewohnter Qualität ausgestattet, Festeinband, Fadenheftung, Kunstdruckpapier und hervorragende Qualität der insgesamt 96 Farb- und Schwarzweißabbildungen. (h.r.)

Klaus Neitmann (Hg.), Eine ganz besondere Stadt. 700 Jahre Werder (Havel) im Rahmen der brandenburgischen Landesgeschichte. (Studien zur brandenburgischen und vergleichen- den Landesgeschichte 22) Berlin (Lukas Verlag) 2020, 309 S., 25 Euro.

Zum Abholen bitte!

Werder (Havel) OT Glindow, 16. Dezember 2020 – Durch die Gänge im Supermarkt streifen, sich von den Tausenden angebotenen Produkten zu neuen Küchenherausforderungen inspirieren lassen und gemeinsam mit anderen Kunden – auf Abstand – an der Kasse stehen, vielleicht noch jemanden zum Gespräch treffen – was für viele ein schönes Einkaufserlebnis ist, raubt anderen schlichtweg die kostbare Freizeit. Denn manchmal muss es einfach schnell gehen.

Der REWE Markt in Glindow von Philipp Fischer bietet ab Januar den Kunden, die es etwas eiliger haben, einen komfortablen Service. Im aktuell ausschließlich als Getränkemarkt genutzen Anbau entsteht Anfang des kommenden Jahres eine Abholstation. Kunden können bequem ihren Einkauf online zusammenstellen und diesen fertig zusammengepackt abholen. Das Onlinesortiment umfasst 12.000 Produkte – die Auswahl ist also groß!

Im Getränkemarkt selbst wird es zukünftig keine Kasse mehr für die normalen Einkäufe im Markt geben. Dies wird vor allem für die Mitarbeiter vor Ort eine Erleichterung sein, da sie neben der Verräumung der Getränke auch stets die kleinen und großen Einkäufe abkassieren mussten. Sie sind dann jedoch für den Abholservice zuständig. 

Marktleiter Philipp Fischer freut sich schon jetzt auf den neuen Abholservice: „Gerade für Berufspendler bietet der Abholservice eine enorme Zeitersparnis.“ Der Marktleiter blickt jedoch nicht nur erwartungsvoll in die Zukunft, sondern auch dankar auf das vergangene Jahr: „2020 war für uns alle eine Herausforderung. Doch dank meiner engagierten Mitarbeiter und der tollen Kunden sind wir auch diesen steinigen Weg gemeinsam gegangen. Danke dafür!“ (wsw)

REWE Philipp Fischer oHG
Dr.-Külz-Straße 129-131
14542 Werder (Havel)
Tel.: 03327 731883

Stadtbibliothek Werder ab morgen geschlossen

Die Stadtbibliothek im Herzen der Stadt.

Werder (Havel), 15. Dezember 2020 – Die Stadtbibliothek Werder (Havel) ist vor dem Hintergrund der neuen Eindämmungsverordnung ab 16. Dezember 2020 bis zunächst 10. Januar 2021 geschlossen. Die Rückgabebox ist in der Zeit vom 22. Dezember 2020 bis zum 4. Januar 2021 ebenfalls geschlossen. Medien können über den Onlinekatalog verlängert werden. Mahngebühren entstehen in der Schließzeit keine. (wh) 

Mit Engagement für die Region

Werder (Havel), 15. Dezember 2020 – „Glück ist das einzige, was mehr wird, wenn man es teilt.“ – Dies ist gerade in diesen Tagen nicht einfach nur ein Sprichwort, sondern vielmehr eine Philosophie, der sich das Möbelhaus C.H.R.I.S.T. schon lange verschrieben hat. Besonders die Förderung von Vereinen und deren Jugendarbeit sind dem Geschäftsführer Christian Doeppner, wie auch vielen seiner Werderaner Unternehmer-Kollegen ein großes Anliegen.

„Wir alle tragen als Arbeitgeber nicht nur die Verantwortung für das Wohl unserer Mitarbeiter, sondern auch für das soziale Gefüge, das unsere Stadt zusammenhält. Das sind zum Großteil unsere Vereine, die tolle Arbeit leisten, und unseren Kindern und auch uns Erwachsenen Zusammenhalt und Beständigkeit bieten,“ so Christian Doeppner.

Das Ehrenamt nimmt in unserer Gesellschaft einen wichtigen Platz ein – die Unterstützung derjenigen, die Kinder trainieren, Fahrten zu Turnieren organisieren, im Hintergrund Fäden und Strippen ziehen sei daher auch für den Geschäftsmann reine Ehrensache: „Wenn wir unsere Vereine finanziell unterstützen, ist das ebenso eine Investition in die Zukunft.“ Man investiere schließlich in ein lebens- und liebenswertes Werder, gebe damit ein Stück zurück und zeigt, dass man stolz auf die Heimat ist.

„Daheim an der Havel“ – Ein Slogan, den man vom Möbelhaus C.H.R.I.S.T. kennt, ist damit nicht nur eine Floskel, sondern eine Art Liebeserklärung an unsere Blütenstadt, in der man auch zukünftig leben und arbeiten möchte. Und dazu kann jeder seinen Teil beitragen. Wer möglichst regional einkauft, unterstützt damit auch indirekt einen Verein, eine Kita oder ein kulturelles Projekt. Ganz egal, ob ein Apfel, ein Paar Schuhe oder ein Sofa – gerade heute ist die Unterstützung des hiesigen Einzelhandels wichtiger denn je.

Auch wenn die Zeiten besonders sind, scheut das Werderaner Möbelhaus nicht den Blick nach vorn und gestaltet auch während Corona weiter an der erfolgreichen Zukunft. Im Frühjahr nutzte man die Zeit, um das Äußere des Hauses im neuen Glanz erstrahlen zu lassen. Auf dem Dach sorgen seit diesem Jahr 308 Solar-Panele für eine nachhaltige und umweltschonende Stromversorgung und ab dem kommenden Jahr möchte man im Betrieb in unterschiedlichen Bereichen jungen Werderanern eine Ausbildungsperspektive bieten.

„Wir sind bereit für die nächste Generation und freuen uns darauf unser Wissen weiterzugeben“, erzählt Christian Doeppner abschließend und wünscht allen großen und kleinen Werderanern ein besinnliches Weihnachtsfest! (wsw)

Möbelhaus C.H.R.I.S.T. GmbH
Berliner Straße 105 14542 Werder (Havel)
Mo.-Fr. 10-19 Uhr
Sa. 10-18 Uhr
Tel.: (03 32 7) 4 91 07

Keine Zusatzfahrten mehr im morgendlichen Linienverkehr

Flotte der regiobus Potsdam Mittelmark GmbH. Foto: regiobus Potsdam Mittelmark

Potsdam-Mittelmark, 15. Dezember 2020 – Aufgrund der aktuellen Beschlüsse der Landesregierung Brandenburg die Präsenzpflicht der Schülerinnen und Schüler an den Schulen aufzuheben, werden die seit dem 16. November eingesetzten morgendlichen Zusatzfahrten der regiobus ab dem 15. Dezember 2020 bis auf Widerruf eingestellt. Alle aktuellen Fahrpläne finden Sie auf der Website www.regiobus.pm. (a.l.)

 

Der Weihnachtsmann ist ein Fußballfan

Werder (Havel) OT Glindow, 15. Dezember 2020 – Seit Wochen ist auf Brandenburgs Sportplätzen das Flutlicht aus. Doch am vergangenen Sonntag gab es für die jüngsten Fußballer des FSV Eintracht Glindow einen (Flut-)Lichtblick.

Wie in vielen Bereichen, leiden wohl auch im Freizeit- und Breitensport die Kinder am meisten unter den Auswirkungen der Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung der Corona Pandemie. Am Wenigsten verstehen wohl die Kleinsten, warum der Ball aktuell nicht rollt und das Flutlicht nicht scheint. So ist es auch bei den jüngsten Kickern der G-Jugend des FSV-Glindow. Genau aus diesem Grund haben sich Heiko Schwab und Sebastian Gaida, beide Trainer der 4- bis 6-jährigen Eintracht-Kicker, etwas ganz Besonderes ausgedacht. Entgegen allen Erwartungen haben beide das Flutlicht auf dem Glindower Sportplatz für ihre Schützlinge vor Weihnachten doch noch einmal strahlen lassen und mit ihm zahlreiche Kinderaugen.

Zur Idee erklärt Heiko Schwab vorab: “Unsere Kinder mussten in diesem Jahr pandemiebedingt auf so viel verzichten. Auch eine Weihnachtsfeier kann nicht stattfinden, da war es uns Trainern einfach ein absolutes Bedürfnis, dass unsere Minikicker vor dem Fest noch einmal – wenn auch nicht zum Kicken – auf den Platz können. Wir haben uns gemeinsam hingesetzt und ein Konzept entwickelt, welches es unter den gegebenen Corona-Vorschriften ermöglicht, dass wir den Kindern auf dem Fußballplatz und unter Flutlicht ein Weihnachtsgeschenk überreichen können. Ich bin froh und dankbar, dass die behördlichen Stellen unser Konzept genehmigt haben. Eines ist mir seit kurzem auch klar: Der Weihnachtsmann ist ein Fußball-, wenn nicht sogar ein FSV Eintracht Glindow-Fan, denn auch er hat sein Kommen zugesagt.”

Und so versammelten sich am 13. Dezember gegen 17.30 Uhr die kleinen Kicker mit ausreichend Abstand auf ihrem Sportplatz und warteten auf den Weihnachtsmann, der ihnen kleine Geschenke überreichte. Die strahlenden Kinderaugen funkelten mit dem Flutlicht um die Wette. Schön, dass ein sportlich sehr schwieriges Jahr für die jüngsten Fußballer des FSV Eintracht Glindow doch noch so ein tolles Ende gefunden hat. (wsw, t.l.)

Wie ein mediterraner Urlaubstag

Werder (Havel), 14. Dezember 2020 – Der Wildbach rauscht bereits, während im Hintergrund noch emsig an vielen Stellen gearbeitet wird. Als sich Raphael und Ruben mutig in die Wellen stürzen, ist das Wasser noch ganz schön kühl, aber die beiden 6- und 11-Jährigen haben trotzdem großen Spaß beim Testen der Angebote im Familienbereich der neuen Havel-Therme. Sie sind die ersten Kinder, die hier vor der offiziellen Eröffnung, mit Taucherbrille und Handtuch bewaffnet, anbaden dürfen. Ihr Fazit nach Planschen, Rutschen und Co.: „Total klasse!“ Eine Erweiterung des Thermenangebotes um einen Kinder- und Familienbereich war der ausdrückliche Wunsch der Stadt, als es darum ging, einen neuen Partner zu finden. 

„Dieser Bereich ist für mich der schönste der gesamten Havel-Therme und ich bin sicher, es werden hier zukünftig viele kleine und auch große Werderaner Spaß beim Baden und beim Rutschen haben“, freut sich Bürgermeisterin Manuela Saß über die ersten strahlenden Kinderaugen. 

Anfang Dezember fand die baurechtliche Abnahme statt, doch Corona machte einer großen Eröffnungsfeier leider einen Strich durch die Rechnung. „Natürlich hatten wir Großes für die Eröffnung geplant, die Einladungen waren gedruckt, die Band bestellt, aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben“, erzählt uns Andreas Schauer. 

Andreas Schauer und Manuela Saß

Er ist in Werder längst kein Unbekannter mehr. Mit seiner Projektgesellschaft „schauer & co.“ betreibt der Überlinger inzwischen mit den Neueröffnungen im nächsten Jahr neun Thermen und Bäder. Seine Leidenschaft für das kühle Nass wurde schon in jungen Jahren geweckt. Als ehemaliger Leistungsschwimmer war er in vielen Bädern zu Gast und früh fiel sein Entschluss: „Später möchte ich in diesem Geschäftsfeld tätig werden.“ Mit Erfolg, wie unter anderem das Aquabasilea bei Basel und das Liquidrom in Berlin, beweisen. 

Und nun sollen auch in Werder (Havel) Erwachsene, Kinder, Erholungsuchende und Wasserliebhaber auf ihre Kosten kommen. Dafür wurde in den vergangenen knapp zweieinhalb Jahren einiges getan. Als Andreas Schauer von einem Reporter einer Potsdamer Tageszeitung gefragt wurde, Werders Wunschtherme Leben einzuhauchen, reagierte er zunächst verhalten. Ihm war klar, dass dies nach dem Scheitern des Erstprojektes nicht nur eine bauliche und technische Herausforderung werden würde. „Vor dem Verfahrensstart war ich dann auch mit meinem ganzen Kernteam eine Woche hier vor Ort. Wir haben alles auf uns wirken lassen und ich muss gestehen, eine gewisse Leidenschaft für den Standort wurde in mir geweckt. Ich wusste gleich: Einen so tollen Standort, vor den Toren der Hauptstadt bekommt man nie wieder“, erinnert sich Andreas Schauer. 

Es folgten Markterkundungs- und Interessenbekundungsverfahren, Ausschreibung und schlussendlich die Vergabegespräche. Am 4. Juli 2018 haben Werders Stadtverordnete mit 20 Ja- und 8 Neinstimmen sowie einer Enthaltung in einer außerordentlichen Stadtverordnetenversammlung die Zuschlagserteilung im Vergabeverfahren für die neue Therme beschlossen. Die schauer & co. GmbH solle als wirtschaftlichster Bieter den angefangenen Badbau am Zernsee vollenden, erweitern und dann betreiben.

„Neben den Schwierigkeiten, einen unfertigen Bestandsbau baulich und technisch wieder herzurichten, bestand eine besonders große Herausforderung für uns darin, das zuvor verloren gegangene Vertrauen der Stadt Werder und seiner Bewohner in einen privaten Partner wieder herzustellen“, erinnert sich Andreas Schauer. Hinzu kamen die Schwierigkeiten, die es auch bei neuen Bauvorhaben gibt. „Fast täglich gab es Überraschungen und Dinge, die nicht gepasst haben. Doch unser Verständnis des gemeinsamen Vertrages ist es, das Vertrauen, das in uns gesetzt wird, zu rechtfertigen.“ 

„Viele Werderanerinnen und Werderaner freuen sich auf die Therme. Schulklassen und Kitagruppen können hier schwimmen gehen und auch unsere Tourismusbranche wird von dem Leuchtturmprojekt profitieren“, so Manuela Saß. „Ein Ziel des Thermenbaus war es zudem, die Tourismussaison im Interesse dieses wichtigen Wirtschaftszweiges unserer Stadt, bis in die kalte Jahreszeit zu verlängern.“

Doch es gibt nicht nur positive Stimmen, die den Bau der Therme von Beginn an begleiten. Andreas Schauer hat hierzu eine klare Meinung: „Wenn eine Entscheidung durch ein demokratisch gewähltes Gremium mehrheitlich getroffen wurde, dann darf diese durch das selbe Gremium im Anschluss nicht in Frage gestellt und torpediert werden. Dies ist für alle Beteiligten nicht nur unangenehm, sondern auch fehl am Platz. Wenn einmal ein Beschluss gefällt wurde, muss man diesen auch strikt durchziehen. Ich gehe völlig konform damit, dass Bauvorhaben aus der öffentlichen Hand, diskutiert und beleuchtet werden müssen. Aber nach einer demokratischen Entscheidung muss jegliche Grundsatzdiskussion darüber aufhören.“

Mit steigendem Baufortschritt war Andreas Schauer immer öfter auch im Badausschuss zu Gast und stand bereitwillig Rede und Antwort. In diesem Jahr, in dem sich die Uhren im Zuge der Corona-Pandemie an vielen Stellen etwas langsamer bewegten, ging es auf der Baustelle der Havel-Therme trotzdem mit „ordentlich Dampf im Kessel“ weiter. 

„Quasi über Nacht fielen osteuropäische Arbeitskolonnen und Fliesenleger wegen Corona aus. Zu der Zeit des ersten Lockdowns im Frühjahr wusste ja keiner, ob Europa für längere Zeit geschlossen bleibt. Ebenso blieben Materiallieferungen aus. Die Pandemie hatte auch zeitliche Auswirkungen auf die Baustelle von etwa drei Monaten. Aber trotz der Verzögerung konnte die Therme sogar vor dem geplanten Zeitpunkt fertig gestellt werden, da der Bauablauf zuvor optimal lief und eingeplante Zeitpuffer nicht notwendig waren“, versichert der Überlinger.

„Nachdem wir Ostern 2019 die Baugenehmigung erhalten haben, legten wir im Mai/Juni gleich mit den Bauarbeiten los. Hierfür macht man sich einen Bauzeitplan. Doch mit Corona konnte damals ja noch keiner rechnen. Zum Glück arbeiten wir zum Teil seit Jahrzehnten mit den gleichen Firmen zusammen, die sich auch untereinander gut kennen. Ein Thermenbau ist unglaublich komplex, das gute Zusammenspiel der einzelnen Gewerke ist für den Erfolg des Baus entscheidend. Außerdem kommt es bei einem Öffentlich-Privaten-Partnerschaftsverfahren, wie der Havel-Therme, vor allem auf die Partnerschaft an. Und diese haben wir mit der Stadtverwaltung in einer besonders positiven Art und Weise erlebt. Der Badausschuss war hier etwas zurückhaltender.“

Cathleen Schönbrunn, die seitens der Stadt Werder (Havel) den Thermenbau als Projektmanagerin betreut, erinnert sich an tausende Dateien, die untereinander ausgetauscht wurden und eine wahnsinnige Aktenlage, die zahllose Ordner füllt. „Meine Aufgabe war es unter anderem, Herrn Schauer beim Erlangen der Baugenehmigung zu unterstützen, Unterlagen zu liefern, die er benötigt, Fragen, die zum Bestandsbau auftraten zu klären und natürlich den Baufortschritt zu dokumentieren.“ 

„Ich muss hier wirklich die ausgesprochen gute Zusammenarbeit loben. Die Kommunikation mit Herrn Schauer war immer tadellos. Wenn Probleme auftraten, wurden diese zielführend diskutiert“, so Manuela Saß. Und Andreas Schauer ergänzt kurz und knapp: „Es hat einfach gepasst!“ Wie in jeder guten Partnerschaft ist es wichtig, dass man miteinander spricht und Verständnis für die Belange des anderen hat, dann können auch große Projekte erfolgreich gemeistert werden. 

Hier in Werder (Havel) direkt am Zernsee ist mit der Havel-Therme ein Angebot entstanden, das es so in Berlin und Brandenburg kein zweites Mal gibt. 12 Sauna- und Schwitzangebote, Innen- und Außenthermenbecken, mehrere Poolbars, ein Sportschwimmbecken mit Sprungturm, verschiedene Gastronomieangebote und Massagesuiten gehören zur mediterranen Erlebniswelt. Originale Einbauteile aus den Ursprungsländern sowie mediterranes Essen komplettieren die Idee des ewigen Sommers. Ein Thermenbesuch gleicht einem Urlaubstag am Mittelmeer – gutes Wetter garantiert!

„Das Alleinstellungsmerkmal ist eindeutig die direkte Lage am Wasser“, freut sich Andreas Schauer. Die Therme soll täglich von 9 bis 24 Uhr geöffnet sein, am Freitag und Samstag sogar bis 2 Uhr. Eine Ausnahme gilt für das Schulschwimmen, die Schülerinnen und Schüler dürfen schon früher ins Wasser. „Da wir Öffnungszeiten und keine Beginnzeiten haben, werden die Besucherströme etwas entzerrt. So haben wir kontinuierlich Zu- und Abfahrten“, erklärt Andreas Schauer in Hinblick auf die zu erwartenden, zahlreichen Gäste.  

Auf die Frage, ob er sich nochmal für so ein großes Projekt in Werder (Havel) entscheiden würde, antwortet Andreas Schauer: „Im Nachhinein betrachtet die Fertigstellung einer Bauruine eher nein. Das Baukostenrisiko bei einer Übernahme eines technisch so aufwendigen Bauwerks ist viel zu hoch. Wir haben mehrere Millionen mehr ausgegeben als ursprünglich geplant. Zum Teil waren das Attraktivitätssteigerungen wie der Wildbach und die Breitrutsche im Familienbad, die wir noch zusätzlich selbst finanziert haben, zum Teil aber auch zusätzliche Auflagen aus der Baugenehmigung oder Nachforderungen des Brandschutzes. Hier wäre eigentlich die Stadt gefordert gewesen. Aber bisher haben wir das alles bezahlt. Bei meiner Sprunghaftigkeit würde ich natürlich das schöne Hotelprojekt als Thermenhotel mit direktem Zugang für die Ferienhausgäste sofort umsetzen! Das wäre der richtige Schritt für die Stadt Werder als touristischer Standort. Vielleicht gibt es ja dann einen Thermen-Hotel-Badausschuss mit lebhaften Diskussionen“, schmunzelt er abschließend. 

„Wir können uns glücklich schätzen, dass wir mit der Entscheidung für diese Partnerschaft die richtige Wahl getroffen haben“, resümiert Bürgermeistern Saß die Zusammenarbeit mit dem Projektpartner und schaut optimistisch in die Zukunft der Havel-Therme und auf die der Stadt. „Eine der wichtigsten, mir bei meinem Amtsantritt gestellten Aufgaben, den Bau der Therme zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen, konnte ich nicht zuletzt dank unseres Partners und einer tollen Mannschaft im Rathaus erfüllen. Ich hoffe, den erfolgreichen Betrieb auch in den nächsten Jahren sichern und begleiten zu dürfen.“ (wsw)

Neue Eindämmungsverordnung vom 16. Dezember 2020 bis vorerst 10. Januar 2021

Brandenburg, 14. Dezember 2020 – Am gestrigen Sonntag hat sich die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) gemeinsamen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel auf einen harten Lockdown einvernehmlich verständigt. Auf einer anschließenden Pressekonferenz in Potsdam sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke: „Aufgrund der weiter steigenden Infektionszahlen ist der harte Schnitt jetzt dringend erforderlich. Dazu bestand heute große Einigkeit. Viele Äußerungen aus der Bevölkerung zeigen mir, dass dafür bei der großen Mehrheit Zustimmung und Verständnis besteht. Dafür mein Dank!”

Die notwendige neue Eindämmungsverordnung wird umgehend erarbeitet und soll bereits heute vom Kabinett beschlossen werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Staatskanzlei Brandenburg. Sie soll ab Mittwoch (16. Dezember) und bis vorerst 10. Januar 2021 gelten. Regelungen zur Aussetzung des Präsenzunterrichts gelten jedoch bereits seit heute. Aktualisiert wird auch die Quarantäneverordnung zum kleinen Grenzverkehr.

Damit reagiert die Landesregierung auf die weiterhinhohen Infektionszahlen und vielen Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. In den vergangenen Tagen wurden täglich neue Höchstwerte gemeldet. Für Deutschland wurden am gestrigen Sonntag 20.200 neue Corona-Fälle gemeldet, das sind 2.433 mehr als am vergangenen Sonntag. Der bisherige Höchststand war am vergangenen Freitag mit bundesweit 29.875 gemeldeten Fällen erreicht worden.

Brandenburgs bisheriger Höchstwert wurde am Samstag mit 1.019 neuen Fällen binnen 24 Stunden erreicht. Am gestrigen Sonntag waren es 751 neue Fälle. So sind laut LAVG in Brandenburg insgesamt 29.053 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020). Das sind 5.329 mehr als vor einer Woche. Die landesweite 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt heute 206,8. Vor einer Woche lag dieser Wert noch bei 145,0. Am 2. November, als der „Lockdown light” in Kraft trat, lag die landesweite 7-Tages-Inzidenz noch bei 79,8. Die Gesamtzahl der Sterbefälle im Zusammenhang mit COVID-19 liegt für Brandenburg bis gestern bei insgesamt 567, das sind 109 mehr als vor einer Woche.

Woidke: „Durch den Lockdown-light im November ist keine Trendwende gelungen. Im Gegenteil: Inzwischen steigen die Zahlen wieder. Immer mehr Menschen erleben selbst oder im persönlichen Umfeld Erkrankungen und Todesfälle. Allmählich wird wirklich allen klar: Das ist brandgefährlich. Die Situation ist dramatisch. Die steigenden Todesfälle sind gerade jetzt in der Zeit vor Weihnachten schockierend. Das macht mich betroffen und macht mir große Sorgen. Die physischen Kontakte müssen deutlich verringert werden. Solange wir keine umfassende Impfung erreicht haben, ist das der einzige Weg, um das tödliche Virus einzudämmen. Das ist nur durch klare und unmissverständliche Regeln möglich. Ich bitte nicht mehr, sondern fordere dringend auf: Brandenburgerinnen und Brandenburger: Haltet Euch daran. Es liegt an uns allen und an niemandem sonst, das Virus zu besiegen.”

Vorgesehene Umsetzung neuer Einschränkungen in Brandenburg:

    1. Mit dem MPK-Beschluss sollen die bestehenden Beschränkungen (z. B. Schließung Gaststätten und Kultureinrichtungen, Kontaktbeschränkung auf fünf Personen aus höchstens zwei Haushalte, wobei davon Kinder bis 14 Jahre ausgenommen sind) weiterhin und vorerst bis 10. Januar 2021 gelten.
    2. Für die Weihnachtsfeiertage vom 24. Dezember bis 26. Dezember gilt, dass sich ein Haushalt unabhängig seiner eigenen Personenzahl mit maximal weiteren vier Personen treffen kann. Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres werden dabei nicht mitgezählt. Damit soll gesichert werden. dass größere Familien nicht auseinandergerissen werden. Dringend wird daran appelliert, vor den Weihnachtstreffen Kontakte deutlich zu verringern („Schutzwoche”).
    3. Landesweites An- und Versammlungsverbot an Silvester und Neujahr über die 5-er Begrenzung hinaus. Vorgesehen ist ein Feuerwerksverbot an publikumsträchtigen Plätzen. Der Verkauf von Pyrotechnik vor Silvester wird untersagt. Von Feuerwerken wird grundsätzlich dringend abgeraten.
    4. Der Einzel- und Großhandel sowie Einrichtungen mit Publikumsverkehr wird voraussichtlich ab 16.12.2020 bis zum 10.01.2021 geschlossen. Ausgenommen davon sind: Lebensmittelhandel, Tierbedarfshandel, Getränkemärkte, Abhol- und Lieferdienste, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Optiker, Hörakustiker, Sparkassen und Banken, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Futtermittelmärkte, Weihnachtsbaumverkaufsstellen, Tankstellen, Kfz- und Fahrradwerkstätten.
    5. Körpernahe Dienstleistungen bleiben untersagt. Dies soll künftig auch für das Friseurhandwerk gelten. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben weiter möglich.
    6. Home-Office soll großzügigen ermöglicht werden.
    7. Lieferung und Abholung von Speisen bleibt möglich, jedoch kein Verzehr vor Ort. Verbot von Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit.

    8. Gottesdienste sind nur unter Einhaltung strenger Hygieneregeln möglich. Bei Bedarf ist ein Anmeldesystem zu gewährleisten.
    9. Für Besuche in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern sind besondere Maßnahmen zu treffen. Notwendig werden regelmäßige Tests in kurzen Abständen und das Tragen von FFP-2-Masken.
    10. Dringend abgeraten wird vor nicht zwingend notwendigen Reisen im In- und Ausland. Bei Reisen in ausländische Risikogebiete gilt die Quarantänepflicht.

Im Rahmen der MPK wurde vereinbart, das regionale Verschärfungen bei hohen Inzidenzen vorgenommen werden. Insofern werden die von den Landkreisen und kreisfreien Städten erlassenen weitergehenden Regelungen der Allgemeinverfügungen dort Bestand haben. Zugesichert wurde vom Bund eine umfassende Unterstützung betroffener Unternehmen. Vereinbart wurde auch, im Lichte der aktuellen Entwicklung am 5. Januar erneut im Rahmen der MPK zu beraten.

Regelungen für Schule und Kita

Die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz und die Planungen der Landesregierung Brandenburg zu einem harten Lockdown haben ab dem 14. Dezember auch Auswirkungen auf die Organisation des Schulunterrichts in Brandenburg. Auch in Schulen und Kitas müssen Kontakte reduziert werden.

Regelungen vom 14. Dezember bis zum 18. Dezember 2020:

Vom 14. Dezember bis zum regulären Beginn der Ferien, am 18. Dezember 2020, wird die Präsenzpflicht an Brandenburgs Schulen offiziell ausgesetzt. Es findet demnach Unterricht statt, aber die Sorgeberechtigten können entscheiden, ob ihr Kind am Präsenzunterricht in der Schule teilnimmt. Ausgenommen sind die Abschlussklassen (10, 12 an Gymnasien und 13 an Gesamtschulen und beruflichen Schulen), die weiterhin in Präsenz unterrichtet werden. Die Förderschulen „geistige Entwicklung“ bleiben geöffnet. Wechselunterricht, der bereits eingeführt wurde, bleibt bis zum Ferienbeginn bestehen.

Regelungen vom 4. Januar bis zum 10. Januar 2021:

Vom 4. Januar bis zum 10. Januar 2021 gilt das Distanzlernen für die Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangsstufe 1. Für Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 1- 4 wird eine Notbetreuung organisiert. Es besteht eine Pflicht zur Teilnahme am Distanzunterricht. Ausgenommen sind die Abschlussklassen (10, 12 an Gymnasien und 13 an Gesamtschulen und beruflichen Schulen), die weiterhin in Präsenz unterrichtet werden. Die Förderschulen „geistige Entwicklung“ bleiben geöffnet. Für die Abschlussklassen sollen vor allem ab Januar alle örtlich verfügbaren Räume für den Präsenzunterricht genutzt werden, um den Abstand von 1,50 m einzuhalten. Schülerinnen und Schüler im letzten Ausbildungsjahr des jeweiligen beruflichen Bildungsgangs haben ebenfalls Präsenzunterricht. Die Durchführung von in dieser Zeit vorgesehenen Prüfungen gemäß Handwerksordnung und Berufsbildungsgesetz in den Räumen der Oberstufenzentren bleibt zugelassen.

Die Kitas im vorschulischen Bereich bleiben geöffnet. Soweit möglich wird den Eltern der Kita-Kinder jedoch nahegelegt, ihre Kinder Zuhause zu betreuen.

Britta Ernst: „Wir bieten bereits ab dem 14. Dezember die Möglichkeit, nicht am Präsenzunterricht teilzunehmen. Das gibt Eltern und Schülerinnen und Schülern mehr Optionen. Die Entscheidungen mussten mit Blick auf das Infektionsgeschehen getroffen werden. Auch in den Schulen und Kitas müssen Kontakte verringert werden. In dieser Woche können die Eltern zunächst selbst entscheiden, ob ihr Kind noch am Präsenzunterricht teilnimmt. In der ersten Januarwoche gehen alle Jahrgänge ins Distanzlernen. Wir möchten aber nach wie vor den Schülerinnen und Schülern, die im kommenden Jahr einen Schulabschluss anstreben, die Möglichkeit geben, sich mit ihren Lehrkräften im direkten Austausch vorzubereiten und die jetzt anstehenden Klausuren und Prüfungen zu schreiben. Damit werden die Abschlussklassen ausgenommen. An die Eltern von Kita-Kindern und Schulkindern appellieren wir, dass sie ihre Kinder möglichst Zuhause betreuen.“

(Staatskanzlei Brandenburg, MBJS)

Eine großzügige Spende für Sportmaterialien

Jördin Daniels und Knut Kasprowski mit Kindern von der Schule am Plessower See, Foto: wsw

Werder (Havel), 14. Dezember 2020 – Die Bälle, mit denen die Schülerinnen und Schüler Körbe werfen, haben ihre besten Tage bereits hinter sich. „Sport ist vor allem für unsere Kinder hier an der Schule am Plessower See wichtig, da er die Entwicklung sozialer Fähigkeiten, wie Teamgeist und kooperatives Miteinander, stärkt“, verrät uns Jördin Daniels, die an der Förderschule mit dem Förderschwerpunkt „Lernen“ verantwortlich für den Sportbereich ist.

Zur Förderung des unterrichtlichen Schulsports unter Einbeziehung des Nachhaltigkeitsaspektes im schulischen Kontext führt die Schule am Plessower See eine Sport-Sponsoring-Aktion durch. Interessenten können Sportpakete erwerben, von denen die Schule dann Sportmaterialien wie Handbälle, Fußbälle sowie Ultimate-Frisbee-Scheiben kauft. Die Sport-Sponsoring-Aktion wird von der Magdeburger Firma „Aktiv Fit Gesund“ organisiert.

Die K & K Plus Gebäudereinigung aus Werder zögerte nicht lange und spendete 1000 Euro. „Uns liegen sowohl die Förderung junger Menschen als auch das Thema Nachhaltigkeit sehr am Herzen“, erzählt Geschäftsführer Knut Kasprowski. „Und so waren wir natürlich gleich dabei, als uns das Angebot von der Schule am Plessower See erreichte.“

Das vergangene Jahr war für die K & K Plus Gebäudereinigung nicht einfach gewesen. Umso mehr freut sich Knut Kasprowski gemeinsam mit seinem Team auf das kommende Jahr. „Ab 1.1.2021 firmieren wir ganz offiziell unter K & K Plus Gebäudereinigung uG & Co. KG. Unsere neuen Gesellschafter zählen dann offiziell zu uns.“ Zudem steht dann auch ein neues Objekt auf dem Plan: Die Kita Zauberwald in Elisabethhöhe wird zukünftig von den K & K Reinigungsprofis betreut. (wsw)

K & K Plus Gebäudereinigung
Bernhard-Kellermann-Straße 17
14542 Werder (Havel)
Tel. 03327 49142

Mein Werder (257): David Thumser

Kurz & Knackig

Name: David Thumser
Alter: 37
Wohnort: Werder (Havel)
Wie lange leben Sie schon in Werder? Seit meiner Geburt
Haben Sie Kinder? Ja zwei Töchter, im Alter von 9 und 18 Jahren.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder ist eine wundervolle Kleinstadt mit einer herrlichen Insel und ihrer Altstadt. Sie bietet Orte, an denen man Ruhe und Ausgeglichenheit erfahren kann. Aber auch Orte für Gemeinschaftlichkeit und Action. Für alle Interessen wird hier was geboten. Ich sage immer „einmal Werder immer Werder“

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Meine Arbeit, nein, meine Leidenschaft sind das Sozial- und Gesundheitswesen.
Ich führe als Pflegedienstleitung eine Hauskrankenpflege (HKP Wurzelnetz GmbH) in der Hagenstraße 21a hier in unserer schönen Kleinstadt. Wir sind für medizinische Behandlung, Pflege, hauswirtschaftliche Tätigkeiten und Betreuung/Begleitung im Alltag unserer Einwohner in und um Werder (Havel) da.

Was würden Sie lieber machen?
Im Moment gibt es nichts besseres. Menschen zu helfen und deren Dank zu erfahren, ist ein unbeschreibliches Gefühl. Und das möchte ich nicht missen.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Meine Familie und ich wohnen nahe des Plessower Sees. Dort am Wasser auf dem Rundweg um den Plessower See verbringen wir täglich zwei Stunden. Wir gehen spazieren und führen unseren Hund aus. Die Natur dort zeigt einem jeden Tag ein anderes Gesicht mit herrlichen Aussichten. Aber auch unser heimischer Garten, die Bismarckhöhe sowie die Inselstadt zählen zu unseren Lieblingsorten.

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Unbedingt auf der Insel sowie auf der Bismarckhöhe und Friedrichshöhe, um über Werder (Havel) hinweg zu schauen.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Muckergarten und Bismarckhöhe sind unsere Orte, um die Baumblüte auszuleben. Da wir eine kleine Tochter haben, ist der Besuch auf dem Rummel natürlich auch Pflicht.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Favoriten sind die Weine von Familie Leo und Schultzens Siedlerhof, ganz besonders Birnenwein von Leo und Himbeere von Schultzens.

Sie – ganz speziell

Sie haben ursprünglich den Beruf des Maurers gelernt. Heute sind Sie Pflegedienstleiter und Qualitätsbeauftragter bei der Hauskrankenpflege „Wurzelnetz“. Können Sie uns kurz etwas über Ihren Werdegang erzählen und warum Sie von dem Handwerksberuf zur Pflege gewechselt haben?
Ich habe die Maurerausbildung 2003 abgeschlossen. Nach der Ausbildung habe ich beschlossen, den Zivildienst zu absolvieren. Dadurch bin ich damals in dem Bereich der Pflege gelandet. Der Dienst wurde in einer Tagespflege durchgeführt. Nach einem gewissen Zeitraum hat es mir unheimlich viel Freude bereitet. Doch diesen Beruf zu erlernen und das als Mann war für mich fraglich. Irgendwann kam die damalige Einrichtungsleitung auf mich zu und meinte, ich könne sehr gut mit Menschen umgehen und hätte eine hohe soziale Kompetenz.

Ich war von diesen Worte damals sehr angetan und sie fragte mich, ob ich Lust hätte, nach dem Zivildienst in die Ausbildung zu gehen. Ja, und dann ging es los. Zur Überbrückung hatte ich noch sechs Monate als Pflegehelfer gearbeitet und dann in 2005 die Ausbildung begonnen. Nach der Ausbildung sammelte ich fünf Jahre Erfahrung als Pflegefachkraft im stationären Bereich. Um mich weiter zu entwickeln, ging ich mit der Einrichtungsleitung ins Gespräch. Sie war von meinem Ehrgeiz begeistert und wir fanden gemeinsam eine verantwortungsvolle Aufgabe: die stellvertretende Leitung im Ambulanten Dienst. Von der stellvertretenden Leitung ging es dann 2016 über zur direkten Leitung. Dort hab ich viele neue Erkenntnisse gewonnen und meine Entwicklung voran getrieben.

Den beruflichen Wechsel habe ich damals vorgenommen, weil mit Menschen zu arbeiten, ihnen Freude und ein Stück weit Lebensqualität zu vermitteln und dabei Unterstützung zu leisten, diese wieder zu erlangen, und auch der stetige Kontakt mit anderen Professionen bereitet mir viel Freude und macht diesen Beruf äußerst interessant.

Seit dem 1. Oktober gibt es die Hauskrankenpflege „Wurzelnetz“ in Werder (Havel). Welche Leistungen bieten Sie an und wie groß ist Ihr Team zur Zeit?
Wir bieten als junges dynamisches Team viel Herz und Fachkompetenz. Unsere Leistungen sind:

  • medizinische Behandlungspflege
  • Körperpflege
  • hauswirtschaftliche Tätigkeiten (Reinigung der Wohnung oder auch Räumlichkeiten im Eigenheim, Einkauf)
  • Betreuung und Begleitung im Alltag
  • auch bei Behördlichen Anträgen stehen wir zur Seite

Unser Team besteht seit dem Start aus drei Mitarbeitern. Da wir regelmäßig Aufnahmen an neuen Patienten verbuchen können, werden wir uns zeitnah nach Unterstützung umschauen müssen.

Die persönlichen Schicksale Ihrer Klienten berühren Sie bestimmt. Wie gehen Sie mit den kleinen und großen Sorgen der Pflegebedürftigen um?
Es gibt viele kleine und große Sorgen unserer Klienten/Patienten. Mit den Schicksalen versuche ich, so professionell wie möglich umzugehen. Emotionales Handeln ist nicht immer der richtige Weg. Da wir aber alle menschlich sind, klappt das nicht immer. Um die Sorgen der Pflegebedürftigen kümmern wir uns natürlich ausnahmslos und versuchen natürlich, diese mit dem Patienten gemeinsam, soweit es uns möglich ist, zu bereinigen. 

Wenn Sie an die vergangenen Jahre Ihrer Arbeit in der Pflege – ob ambulant oder stationär  –denken, woran erinnern Sie sich besonders gerne zurück?
Erstmal durfte ich in dem früheren Unternehmen in beiden Bereichen tätig sein und habe diesem Unternehmen auch für meinen beruflichen Werdegang viel zu verdanken. Mir wurden die Möglichkeiten aber aufgrund meines Einsatzes, dem gelebten Ehrgeiz sowie meiner sozialen Kompetenz geebnet. 

Ich hatte viele schöne Zeiten, aber auch sehr traurige Momente in der stationären Pflege. Eigentlich ist es wie die frühere Show mit dem „Zonk“: man weiß nie, was hinter welchem Türchen lauert 🙂 und kein Tag ist mit dem nächsten zu vergleichen.

In der ambulanten Pflege fühle ich mich noch wohler. Es ist privater und auch ein klitzekleines bisschen herzlicher, vor allem während der Versorgung zur Weihnachtszeit. Das sind die besonderen Momente, an die ich mich gerne erinnere.

Auch wenn Sie noch jung sind, was wünschen Sie sich persönlich für Ihren Lebensabend? 
Dass ich glücklich, zufrieden und stolz auf mein Leben zurückblicken kann.

Womit verbringen Sie Ihre freie Zeit am liebsten?
Mit der Familie, unserem Hund und Fußball in allen Varianten.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
1. Gesundheit für die Familie und mich
2. Ein Zweitwohnhaus in Östereich
3. Nochmal drei Wünsche

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Braziliens Ikone Pelé

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Keines

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Ich denke, ich habe vieles in meinem bisherigen Leben richtig gemacht. Ein Vorbild hat da nie ein Rolle gespielt.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie? 
Filme: Die Herr der Ringe und Hobbit Reihe.
Serie: Prison Break und Sons of Anarchy

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Ich bin sehr organisiert und ein Mensch der Planung – manchmal zu sehr. Man weist mich oft darauf hin… ☺

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Alle Tiere sind super interessante Geschöpfe und jedes dieser Tiere ist auf eine andere Art und Weise liebenswert. Wir als Familie haben eine Hündin, die uns täglich viel Freude bereitet.

Die Margaretenstraße ist wieder für den Verkehr freigegeben

Werder (Havel), 11. Dezember 2020 – Die Margaretenstraße ist keine Sand- und Buckelpiste mehr: Nach 14-monatiger Bauzeit wurde der grundhafte Ausbau abgeschlossen. Bürgermeisterin Manuela Saß gab die Straße, die für die Bauarbeiten gesperrt war, am Freitag, 11. Dezember, mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung und Vertretern der beteiligten Baufirmen wieder offiziell für den Verkehr frei.

„Mit den Bauarbeiten sind Sicherheitsdefizite und bauliche Mängel beseitigt worden. Für alle Verkehrsteilnehmer haben sich die Verkehrsabläufe verbessert“, so die Bürgermeisterin nach dem Durchschneiden des Bandes. „Ganz besonders freut mich, dass das auch mehr Sicherheit für Kinder auf dem Weg zur Schule bedeutet.“

Die 750 Meter lange Ausbaustrecke beginnt auf Höhe des Strandbades Am Plessower See und endet an der Kemnitzer Chaussee. Die Straße wurde in zwei Teilabschnitten auf sechs, in einem auf fünf Meter Breite ausgebaut. Zudem ist ein 1,20 Meter breiter Gehweg entstanden – ein Lückenschluss zwischen dem nördlichen Gehweg in der Straße Am Plessower See und der Gehwegführung an der Kemnitzer Chaussee.

Zu den Baumaßnahmen gehörte der Einbau einer Regenentwässerung und die Erneuerung der Zufahrten. Auf Grund der Hanglage war auf einer Länge von ca. 70 Meter der Bau einer Stützwand erforderlich. Im Streckenbereich Am Plessower See ab Strandbad bis Kreuzung Am Plessower See wurde die Fahrbahn in Richtung Waldhang verbreitert. Für diesen Eingriff wurde eine Ausgleichsmaßnahme veranlasst.

Der WAZV betreute die Arbeiten zur Erneuerung der Abwasserdruckleitung sowie des Rückbaus der alten Trinkwasserleitung. Bei Tempo 30 auf der Strecke ist es nach dem Ausbau geblieben. Fahrbahneinengungen und Geschwindigkeitsanzeigegeräte sollen die Einhaltung dieses Limits befördern helfen. Die Stadt Werder hat den Ausbau der Margaretenstraße aus eigenen Haushaltsmitteln finanziert, die Baukosten lagen bei 1,6 Millionen Euro. (wh)

Mit den Delfinen schwimmen

Werder (Havel), 11. Dezember 2020 – Es „kostete“ lediglich einen Like bei Facebook, um einem kleinen Jungen einen Herzenswunsch zu erfüllen. 

Der elfjährige Michel aus Werder ist mit der Diagnose „Angelman-Sydrom“ zur Welt gekommen. Das Angelman Syndrom geht oft einher mit psychischen und motorischen Entwicklungsstörungen. Helfen kann hier eine Delfin-Therapie. Durch die Therapie kann die Motorik verbessert werden, und einen positiven Einfluss auf die geistige Entwicklung hat sie ebenfalls. 

Die Linden-Apotheke begleitet Michel schon viele Jahre, doch Inhaber Gordon Rosch und Filialleiterin Ulla Heinrich wollten mehr tun. So starteten sie vor etwa einem Jahr eine ganz besondere Aktion: Für jeden Like ihrer Facebookseite spendete die Apotheke einen Euro, um Michel bei der Erfüllung seines Herzenswunsches zu unterstützen. Das Ziel waren 1000 Likes und somit auch 1000 Euro, die direkt an den kleinen Kämpfer gehen sollten. 

Zusätzlich zu der digitalen Spendenaktion, konnten die Kunden auch direkt in der Linden-Apotheke die Spendenbox für Michel „füttern“. Bis jetzt wurden über 900 Euro in die Spendendosen in der Linden-Apotheke gesteckt. Doch bei den knapp 2000 Euro soll es nicht bleiben! „Wegen Corona ist es zur Zeit leider noch ungewiss, wann Michel seine Reise zu den Delfinen antreten kann. Also möchten wir alle Werderanerinnen und Werderaner animieren, weiterhin so fleißig zu spenden wie bisher“, so Apothekerin Ulla Heinrich. 

„Gerade in der jetzigen Zeit ist dies ein schönes Zeichen für die Hilfsbereitschaft und den Zusammenhalt unter den Werderanerinnen und Werderanern. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen, die hier bei uns in der Apotheke oder auch im Internet ihren Anteil zu der bisherigen Spendensumme beigetragen haben und freuen uns auf viele weitere Nachahmer.“

Corona hat in diesem Jahr auch das Team von der Linden-Apotheke vor große Herausforderungen gestellt. Strenge Hygienemaßnahmen mussten umgesetzt werden und auch die Unsicherheit der Kundinnen und Kunden wuchs. 

„Doch auch in Zeiten des Abstands und der Vorsicht haben wir den Kontakt zu unseren Kunden gehalten“, so die Filialleiterin. 

Der seit 15 Jahren etablierte Lieferdienst fand besonders bei den älteren Menschen und chronisch Kranken vermehrt Zuspruch. Hierfür wurde das Personal aufgestockt und ein weiterer Botenfahrer eingestellt. „Die Kunden können uns einfach anrufen oder über die RezeptDirekt-App ihre benötigten Medikamente bestellen“, erklärt Ulla Heinrich. „In und um Werder liefern wir dann aus. So können unsere Kunden unnötige Kontakte reduzieren und sich trotzdem von uns bestens betreut fühlen.“

Mit der RezeptDirekt-App kann man ganz einfach mobil benötigte Medikamente bestellen. „Ein Foto vom Rezept oder eine Nachricht genügen, damit wir Ihnen die Verfügbarkeit bestätigen oder eine Abholzeit nennen können.“

Abschließend wünscht das gesamte Team der Linden-Apotheke allen kleinen und großen Werderanerinnen und Werderanern besinnliche Weihnachten und ein gesundes neues Jahr. (wsw)

Linden-Apotheke
Unter den Linden 10
14542 Werder (Havel)
Telefon: 03327 42965

Geänderte Müllentsorgung

Werder (Havel), 11. Dezember 2020 – Während der momentan angespannten Coronalage und den damit geltenden Corona-(Teil-) Lockdownbedingungen kann es auch Einschränkungen bei der Abfallentsorgung geben. Die Abfallwirtschaft Potsdam-Mittelmark GmbH APM bittet daher, die nachfolgenden Hinweise zu beachten:

Entsorgungstermine in der 53. Kalenderwoche 2020

  • Leerungstermine (Restabfall, Pappe/Papier, Bioabfall), die auf den 25.12.2020 fallen, werden am 28.12.2020 nachgeholt.
  • Statt wie bisher publiziert (Abfallratgeber/Tourenplan und Online-Tourenplan), sind alle Leerungstermine für Restabfall, Pappe/ Papier, Bioabfall die in die 53. Kalenderwoche 2020 fallen (vom 28.12.2020 bis 02.01.2021), nicht mehr von der Feiertagsregelung betroffen. Diese Leerungen finden aktuell am üblichen Leerungstag und nicht am Folgetag statt. Sollte sich die Abfallentsorgung ggf. etwas verspäten, bitte die Abfallbehälter so lange bereitstehen lassen, bis die Leerung erfolgt ist.

APM-Wertstoffhöfe

  • Es darf sich nur eine bestimmte Anzahl von Kunden/-innen auf den APM- Wertstoffhöfen aufhalten, und zwar auf den Wertstoffhöfen Werder und Teltow max. fünf Kunden/-innen bzw. max. vier Kunden/-innen auf dem Wertstoffhof in Niemegk, weswegen ggf. längere Wartezeiten entstehen können.
  • Auf allen APM-Wertstoffhöfen gilt die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasenschutzes sowie die Einhaltung des Mindestabstands von 1,50 m zwischen Personen, die nicht zu einem Haushalt gehören.
  • Vor und nach dem Betreten der Kassen-Räumlichkeiten auf dem jeweiligen APM-Wertstoffhof, sind die Hände zu desinfizeren.
  • Die APM bittet darum, die anfallenden Gebühren ausschließlich bargeldlos zu bezahlen.
  • Die Wertstoffhöfe sind in der Zeit vom 24.12.2020 bis einschließlich 02.01.2021 geschlossen.

APM-Verwaltung

Die APM-Verwaltungen in Niemegk sowie in Teltow bleiben für den persönlichen Kundenverkehr geschlossen. Für Ihre Korrespondenz steht die Verwaltung fernmündlich und auf dem schriftlichen Weg zur Verfügung. Für unausweichliche Besuche wird gebeten, rechtzeitig einen Besuchstermin zu vereinbaren. In den Räumlichkeiten gilt die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasenschutzes sowie die Einhaltung des Mindestabstand von 1,50 m zwischen Personen, die nicht zu einem Haushalt gehören. (apm)

Landkreis und Stadtverwaltung errichten Zusatzbushaltestellen in Glindow

Werder (Havel) OT Glindow, 9. Dezember 2020 – Bewohner der Elisabethhöhe und der Ziemensstraße wandten sich an den Vorsitzenden der CDU-Fraktion, Hermann Bobka, mit der Bitte, sich für zusätzliche temporäre Bushaltestellen während der Bauphase L90 (Anbindung des Schulcampus) auf der derzeitigen Umleitungsstrecke stark zu machen. Derzeit führt die Ausweichstrecke der Linie 633 über die Ziemensstraße und die Karl-Liebknecht Straße nach Bliesendorf und zurück. Es sind auf der Umleitungsstrecke keine Haltestellen für den Bus eingerichtet worden. Dabei müssen die Kinder der Elisabethhöhe 1,5 km zusätzlich bis zur Ecke Poststraße laufen und die Kinder der Ziemensstraße teilweise bis zu 2,3 km zusätzlich bis zur Ecke Klaistower Straße (Kreisverkehr) laufen.

Bobka erklärte: „Aufgrund der besorgten Bitte der Anwohner setzte ich mich sofort mit dem Landkreis in Verbindung, wo mir von Mitarbeitern des zuständigen Fachbereiches 2 und der regiobus PM GmbH zugesichert wurde, dass nach Prüfung zwei Zusatzhaltestellen auf der Umleitungsstrecke eingerichtet werden können. Die detaillierten Absprachen mit der Stadtverwaltung übernahm der Fachbereich des Landkreises. Die Stadt Werder (Havel) finanziert die Einrichtung der Haltestellen. So können, wenn alles planmäßig läuft, bereits ab der kommenden Woche eine Haltestelle auf Höhe der Firma Hertel in der Ziemensstraße und eine Haltestelle auf Höhe Schultzens Siedlerhof in der Karl-Liebknecht-Straße in Anspruch genommen werden.“

„Das bedeutet endlich wieder kurze Wege für kurze Beine,“ freute sich Bobka über die wesentlichen Verbesserungen durch die Zusatzhaltestellen insbesondere für die Schulkinder und dankte den Mitarbeitern des Landkreises, der regiobus PM GmbH und der Stadt für die Umsetzung der Maßnahme.

Abschließend äußerte Bobka: „Es wäre gut, wenn die Buslinie Werder Bahnhof – Bliesendorf und zurück dauerhaft über diese Straßen führen könnte und dies bei künftigen Planungsberatungen berücksichtigt werden könnte.“ (cdu)

INSEK wird zur Abstimmung gestellt

Werder (Havel), 9. Dezember 2020 – 174 Seiten für Werders Zukunft: Der finale Entwurf des Werderaner Stadtentwicklungskonzeptes INSEK wird am Donnerstagabend in Werders Stadtverordnetenversammlung zur Abstimmung gestellt. Nach zwei Jahren gemeinsamer Arbeit der Kommunalpolitik, der Werderaner Bürger und der Stadtverwaltung, externer Fachleute und Träger wurde das informelle Planwerk vom Planungsbüro Complan fertiggestellt.

Bürgermeisterin Manuela Saß bedankt sich bei allen Beteiligten und vor allem bei den Werderaner Bürgern und ehrenamtlichen Kommunalpolitikern für das Engagement und die Sachlichkeit, mit der sie sich in die Erstellung des INSEK eingebracht haben. „In einem intensiven und von Fachleuten begleiteten Arbeitsprozess konnte damit eine gemeinsame Basis für die Stadtentwicklung der nächsten 15 Jahre entwickelt werden.“

Inhaltlich beschreibt das INSEK die Rahmenbedingungen der Stadtentwicklung bis 2035, zeigt kommunale Handlungsfelder der Kernstadt mit ihren acht Ortsteilen auf, benennt Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken. Auf dieser Grundlage werden allgemeine Zielstellungen und schließlich acht zentrale Vorhaben der Stadtentwicklung abgeleitet.

Die zentralen Vorhaben lauten zusammenfassend:

  • Eine gemeinsame Mitte
    Nach dem Abschluss der Sanierung geht es dabei um eine funktionale Stärkung und Belebung und weitere gestalterische Qualifizierung der City. Eine Schlüsselrolle nimmt dabei der Hartplatz ein.
  • Bahnhofsumfeld mit Zukunft
    Mit dem geplanten Bau der Bahnunterführungen soll die Chance genutzt werden, das Bahnhofsumfeld neu zu ordnen und für alle Verkehrsteilnehmer und Nutzer zukunftsfähig zu gestalten.
  • Entwicklungsschwerpunkt Glindow
    Neben der Kernstadt hat der Ortsteil Glindow wenn auch überschaubare Potenziale zur behutsamen Wohnraumentwicklung. Dabei sollen das Ortsbild und die gewachsene Funktionsmischung bewahrt werden.
  • Wohnen in Werder (Havel)
    Entwicklungsmöglichkeiten bestehen hier meist in der kleinteiligen Verdichtung. Unter anderem wird es darum gehen, den Generationenwandel im Ein- und Zweifamilienhausbestand zu unterstützen.
  • Begegnungsräume für soziale und kulturelle Vielfalt
    Zuvorderst gilt es hier, die Versorgung im Schul- und Kitabereich langfristig zu sichern. Aber auch eine wachsende Nachfrage nach Kultur- und Freizeitangeboten ist zu decken.
  • Stadtgrün mit Qualität
    Grüne Landschaften und Wasser prägen das Stadtgebiet. Es gilt, die Erholungsräume zu erhalten und mit den Anforderungen des Umwelt- und Klimaschutzes sowie eines sanften Tourismus‘ in Einklang zu bringen.
  • Klimakommune Werder
    Klimaschutz und -anpassung werden vor dem Hintergrund der globalen Entwicklung auch weiterhin bei allen kommunalen Maßnahmen als zentrale Aufgabenstellung berücksichtigt.
  • Identität nach innen und außen
    Die Blütenstadt ist bekannt für die historische Altstadt, die Obst- und Weinbautradition, die Havel und Seen. Die Erlebbarkeit, Erreichbarkeit, Vernetzung und Darstellung dieser Besonderheiten soll verbessert werden.

Die Vorhaben sind mit insgesamt 63 Einzelmaßnahmen hinterlegt. An einer „Städtebaulichen Kalkulation“ sind Prioritäten und teilweise auch die Kosten ablesbar.

Nach der Beschlussfassung muss sich die Stadt das INSEK vom Landesamt für Bauen und Verkehr bestätigen lassen, danach wird es nicht in der Schublade verschwinden: Der mit den Stadtgesprächen begonnene Dialogprozess soll bei der Umsetzung fortgesetzt, der Umsetzungsstand jährlich überprüft werden. Den kompletten INSEK-Entwurf kann man hier einsehen. (wh)

Andacht für stillgeborene Kinder in der Kirche in Glindow

Werder (Havel) OT Glindow, 9. Dezember 2020 – Am 12. Dezember findet um 10 Uhr in der Kirche in Glindow eine Andacht für stillgeborene Kinder statt. Der Ambulante Hospiz- und Palliativdienst Potsdam-Mittelmark führt die Andacht gemeinsam mit der regionalen Koordinatorin Iris Schmidt, Pfarrerin Andrea Paetel (Evangelische Heilig Geist Kirchgemeinde) und Sigrid Hilburg (Begegnungszentrum “Treffpunkt). “Gemeinsam halten wir inne, teilen Gedanken, Trost und Zuspruch. Im Anschluss werden wir Kerzen an der Erinnerungs-Stele entzünden”, so der Ambulante Hospiz- und Palliativdienst Potsdam-Mittelmark. (wsw)

Für jedes Jahr 10 Euro

Werder (Havel), 9. Dezember 2020 – Für jedes Jahr 10 Euro, das Corona-Jahr macht da keine Ausnahme: Bürgermeisterin Manuela Saß hat dem Präsidenten der Karnevalsclubs Werder, Karsten Möwes, anlässlich der 60. Session einen Scheck über 600 Euro überreicht. Mit den folgenden Worten beglückwünscht sie Werders Karnevalisten zum Jubiläum:

„Der Karnevalsverein Werder geht in diesem Jahr in seine 60. Session. Am 11.11.1961 wurde erstmals ein Elferrat im Rathaus empfangen. In der Friedrichshöhe fand am selben Abend vor 280 Zuschauern die Proklamation statt. Der Karneval sollte sich schnell zu einer der wichtigen Traditionen der Blütenstadt entwickeln. Die Chancen, eine Karte zu ergattern, standen in manchen Jahren bisweilen bei 1 zu 3. Im Vorverkauf gab es lange Schlangen. Der KCW wurde für Betriebsfeste gebucht und einmal soll die Notenbank der DDR 6000 Mark für einen Abend hingeblättert haben.

Kein Wunder, wurden bei den Karnevalsveranstaltungen doch häufig die Spielräume ausgereizt und manchmal überschritten, um die Partei- und Staatsführung des Arbeiter- und Bauernstaates DDR aufs Korn zu nehmen. So gab es in den 70er-Jahren den Gag, dass der Papst in die DDR kommen will, damit die Preise nicht in den Himmel steigen. Der Brotpreis war seinerzeit von 58 auf 74 Pfennig erhöht worden. Nachdem der Bauzustand der Friedrichshöhe sich zusehends verschlechterte, marschierte der Elferrat in der 27. Saison mit Bauarbeiterhelmen ein.

Schon 1961 benannte der Elferrat „Minister für Schlaglöcher“, die Frauengesangsgruppe nannte sich Mischobst – nach einer DDR-Konserve, in der sich zwischen Pflaumen, Äpfeln und Birnen ganz selten mal ein Pfirsich versteckte. Unvergessen auch der Bühnendialog aus der Saison 1987 mit Bezug auf den Alterschnitt des Politbüros. Auf die Aussage, dass Rentner wegen einer Rentenerhöhung nicht mehr dazu verdienen dürften, kam die Frage: „Und wer regiert uns dann?“ Wenn es am Morgen nach einer Karnevalsveranstaltung bei den Büttenrednern an der Tür klopfte, gab es nicht unberechtigte Ängste, dass es die Stasi sein könnte.

Für ihre halsbrecherischen Schoten wurden die Karnevalisten von den Werderanern geliebt – und werden es bis heute. Selbst die Wendejahre konnten dem KCW nichts anhaben und im Februar 1995 wurde die Friedrichshöhe erstmals Schauplatz der ORB-Show „Hier steppt der Adler“. Ministerpräsident Manfred Stolpe machte als Büttenredner die Stadt Werder zur „schwarzen Insel im roten Meer“. Und als der KCW im September 1996 eine Tagung des „Bundes Deutscher Karneval“ ausrichtete und die Prinzengarde den Nonnentanz brachte, war das ein handfester Skandal.

Ich will nicht verhehlen, dass auch die Stadtverwaltung die eine oder andere Kröte vom KCW zu schlucken hatte. In diesem Jubiläumsjahr werden wir natürlich großzügig darüber hinwegschauen und mit einem Augenzwinkern die Vergangenheit ruhen lassen. Ich wünsche Werders Karnevalisten alles Gute zum Jubiläum, bleiben Sie gesund und  nutzen sie die Corona-Zeit zum Dichten, Texten und Komponieren. Schon jetzt freue ich mich darauf, das Jubiläum mit Ihnen im kommenden Jahr nachfeiern zu dürfen.

Ihre Manuela Saß, Bürgermeisterin“

Hort Sunshine-Kids bis Mittwoch geschlossen

Werder (Havel) OT Glindow, 7. Dezember 2020 – Der Hort Sunshine-Kids in Glindow kann erst am Donnerstag, den 10. Dezember, wieder geöffnet werden. Bei den am Mittwoch letzter Woche vom Gesundheitsamt des Landkreises angeordneten Tests von Schülern und Erziehern wurden zwei der Schüler positiv auf das Coronavirus getestet. Sie zeigen aktuell keine Krankheitssymptome. Es wurde eine Quarantäne angeordnet.

„Um hier weitere Ansteckungen zu vermeiden, haben wir in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt gemäß der aktuellen RKI-Empfehlungen entschieden, keine Risiken einzugehen und die Schließung des Horts noch zwei weitere Tage aufrecht zu erhalten“, so Werders 1. Beigeordneter Christian Große. Die bereits am Freitag verordnete Quarantäne für weitere 51 Schüler und 7 Erzieher bleibe bis zum 9. Dezember bestehen.

Die Maßnahmen dienten dem Infektionsschutz und der Vermeidung vieler weiterer Coronafälle in der Region, betonte Christian Große. Der Hort war am 3. Dezember nach dem positiven Coronatest einer Erzieherin geschlossen worden. (wh)

Trotz Corona – Vorweihnachtliches für Phöbener Senioren

v.l.: Carsten Mendling (Ortsvorsteher), Daniela Deichsel und Timo Ritter (stv. Ortsvorsteher) mit Tochter

Werder (Havel) OT Phöben, 7. Dezember 2020 – Mit Rückblick auf ein in vielerlei Hinsicht ungewöhnliches Jahr und dem Ausblick eines unsicheren Verlaufs der Corona-Pandemie entschied der Phöbener Ortsbeirat in der Rolle des Gastgebers, die für den 4. Dezember geplante Seniorenweihnachtsfeier ausfallen zu lassen.

„Wir haben uns die Entscheidung gewiss nicht leicht gemacht, aber die Sicherheit geht vor“, waren sich die Mitglieder des Ortsbeirates einig. Selbst das beste Hygienekonzept würde in Phöben an enge Grenzen stoßen. Schließlich will man auch die Voraussetzungen dafür schaffen, um im nächsten Jahr auf ein geselligeres Miteinander zu bauen. 

Um aber nicht restlos auf kulturell vertrautes zu verzichten, wurden allen rund 160 Phöbener Senioren Weihnachtsgrüße der besonderen Art vorbereitet. Etwas weihnachtliches Gebäck, dazu Süßes, eine Kleinigkeit zum Anstoßen und ein kurzes Anschreiben. „Lieber wäre uns eine gemeinsame Weihnachtsfeier“, sagt der Ortsbeirat. „Diese ist Ausdruck gelebter Gemeinschaft; man hat Berührungspunkte in der kalten und begegnungsarmen Winterzeit, sitzt, tauscht sich aus und lässt es gemütlich zusammen ausklingen. So wie es sich zur Vorweihnachtszeit gehört“.

Mit Zuversicht wünscht der Ortbeirat allen Phöbenern weiterhin Mut zum Durchstehen der schwierigen Situation und eine ruhige und vor allem gesunde Vorweihnachtszeit. (c.m.)

Mein Werder (256): Dieter Lehmann

Kurz & Knackig

Name: Dieter Lehmann
Alter: 71 Jahre
Wohnort: Werder Havelauen
Wie lange leben Sie schon in Werder? Seit knapp 5 1/2 Jahren.
Haben Sie Kinder? Ja, eine 46-jährige Tochter.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Eine kleine gemütliche Stadt mit sehr viel Grün und sehr viel Wasser, 10km von der Landeshauptstadt Potsdam entfernt, mit optimalen Verkehrsanbindungen über Schiene und Straße. Kurzum: Diese Stadt bedient ohne Einschränkungen das Klischee, da zu wohnen, wo andere Urlaub machen.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Als Rentner habe ich das Privileg, ausschlafen zu dürfen. Nach dem Frühstück lese ich ausführlich die MAZ. Nachdem ich erst hier in Werder vom Radfahrer zum leidenschaftlichen Fußgänger mutierte, bin ich täglich auf den verschiedensten Touren in der Stadt und am Wasser unterwegs und absolviere so 60-70 km wöchentlich. Dabei halte ich die schönsten Eindrücke mit dem Smartphone fest und versuche zu vermeiden, dass das nicht zur Sucht wird. Im Sommer gehe ich jeden Tag ein bis anderthalb Stunden im Zernsee schwimmen. Bei schlechtem Wetter lese ich viel. Meine Fitness erhalte ich mir u.a. auch durch einen kleinen Nebenjob im 200 m entfernten REWE.

Was würden Sie lieber machen?
Nichts! Ich mache tatsächlich jetzt alles, was ich gern mache: Wohne am Wasser, kann also schwimmen, wann es mir Spaß macht. Wohne in einer tollen Wohnung in einem Haus mit 19 Mietparteien, in der das Miteinander großgeschrieben wird und der Vermieter jährlich eine große Gartenparty sponsert. Ich laufe einmal durch unseren Kietz und kann mich bei Bedarf mit vielen netten “Auenländern” unterhalten, denen es ähnlich wie mir geht.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Das ist tatsächlich der nördliche Teil der Havelauen, also die grüne Oase mit den zahlreichen Einfamilienhäusern und ihren Gärten, von denen keins dem anderen gleicht. Und natürlich die Altstadt auf der Insel. Aber wenn man den Begriff “Ort” etwas kleiner klassifiziert, ist es die Hafenpromenade an unserem Yachthafen. Ich weiß nicht, wie oft ich hier schon traumhafte Sonnenuntergänge mit meinem Smartphone festgehalten habe.

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Natürlich da, wo auch meine Lieblingsorte sind.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Zweifellos Muckergarten.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Himbeerwein.

Sie – ganz speziell

Seit fünf Jahren leben Sie nun schon in den Havelauen. Wie ist denn Ihr „Fazit“ nach einer halben Dekade Blütenstadt?
Manches Mal muss man zu seinem Glück gezwungen werden. Wir sind hier nur auf Grund der Eigenbedarfskündigung unseres letzten Vermieters “gelandet”. Mein Fazit, als auch das meiner Frau lautet: Wir sind angekommen! Nach mehreren Umzügen in den letzten 30 Jahren stellen wir immer wieder fest, dass wir uns noch nie so wohl gefühlt haben, wie hier in dieser Stadt und in diesem Kiez. Und dabei haben wir die Eröffnung der Havel-Therme am noch nicht einmal berücksichtigt!

Ihr beruflicher Werdegang reicht vom Polizeikommissar in der DDR bis hin zum Leiter einer Reiseagentur. An welche Tätigkeit erinnern Sie sich besonders gerne zurück und warum?
Den Kommissar gab es damals noch nicht, bei mir war es der Kriminalobermeister. Nach einem abgeschlossenem Jurastudium an der Humboldt-Uni lernte ich in meinem damaligen Betrieb, der MITROPA AG, meine jetzige Frau kennen. Auf Basis eines Delegierungsvertrages waren wir dann gemeinsam an Erdgastrasse im Permer Oblast, sie als Ökonom, ich als Einkäufer. In dieser Tätigkeit war ich täglich mit LKW und Fahrer ca. 100 km bis zur nächstgrößeren Stadt unterwegs, um für die ca. 800-1000 Beschäftigten unseres Wohnlagers die Waren einzukaufen, die für die Versorgung notwendig waren. In dieser Zeit habe ich so viele Sachen erlebt und gesehen, dass ich meine Leidenschaft für die Fotografie entdeckte. Der Grund dafür war, dass mir das, was ich gesehen hatte, kaum jemand geglaubt hätte, so dass ich es per Foto festhielt. Die Dias entwickelte ich vor Ort selbst, nachdem ich feststellen musste, dass die im Fotogeschäft abgegebenen Filme häufig wegen “Problemen” bei der Entwicklung nicht brauchbar waren. Wenn z.B. eine ehemalige Kirche auf dem Foto war, die zur Kolchos-Werkstatt umfunktioniert worden war oder ein Tankfahrzeig bei geschlossenen Halbschranken den Bahnübergang überquerte, war das sicherlich nicht “sozialismuskonform”.

Sie haben 1990 einen Tauchschein erworben. Können Sie uns etwas über Ihre Erlebnisse unter Wasser verraten?
Meine eindruckvollsten Erlebnisse hatte ich kurioserweise nicht als Taucher, sondern als Schnorchler. Im Jahr 2000 waren wir auf einer 30-tägigen Reise durch Kolumbien unterwegs und waren u.a. auf der Isla Gorgona im Pazifischen Ozean. Dort war ich abends schnorcheln und hörte dann unter Wasser den “Gesang” von Buckelwalen. Auf dem nächsten Smartphone wurde das dann mein Klingelton. Ein anderes Highlight war im Rahmen unserer Tour durch Ecuador, die uns auch für eine Woche auf einer kleinen Yacht durch die Inseln des Galapagos-Archipels führte. Hier schnorchelten wir neben der Yacht und waren plötzlich von ca. 15-20 Seelöwen eingekreist. Diese Tiere sind unglaublich beweglich und neugierig, schossen auf dich zu, bremsten 30 cm vor der Tauchermaske ab und rauschten wieder ab. Das Ganze ging so ca. 30 Minuten und die Beteiligten hatten Gesprächsstoff für den Rest der Reise. Als Reiseberater in unserer Reiseagentur, die auf Tauchreisen spezialisiert war, habe ich aber auch meinen Kunden immer wieder die Cenoten auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán als ein unbedingtes Muss empfohlen. Die Tauchgänge im glasklaren Wasser dieser Unterwasserhöhlen, zwischen Stalagmiten und Stalagtiten, gehören in die 1. Liga.

Seit gut einem Jahr sind Sie Mitglied im Werderaner Heimatverein. Was bedeutet Ihnen die Vereinstätigkeit?
Nachdem wir uns hier in den Havelauen eingelebt hatten, begann ich mich etwas intensiver mit meiner neuen Heimat zu beschäftigen. Neben vielen Gesprächen mit Einheimischen besorgte ich mir dann zunächst die bisher erschienenen zwei Bände über die Havelauen, die ich immer wieder zu Rate ziehe. Durch verschiedene Publikationen erfuhr ich von der Existenz des Heimatvereins und bin seit Februar dieses Jahres dessen Mitglied. Hier erhoffte ich mir mehr Details, Hintergründe und Informationen über die Stadt Werder zu erfahren, was sich in den wenigen Veranstaltungen, die coronabedingt in diesem Jahr erst stattfanden, auch vollumfänglich bestätigt hat.

Welche Wünsche oder Anregungen haben Sie für die Stadt Werder (Havel)?
Eigentlich habe ich nur einen Wunsch, bzw. Anregung: Alle Versuche von mir (Schreiben an Stadtverwaltung, Maerker Brdbg. u.ä.), den Gehweg in der Alten Kasernenstraße, vom Kreisverkehr Richtung Yachthafen, als solchen durch Piktogramm oder Verkehrsschild, als Gehweg auszuweisen, wurden abschlägig entschieden. Obwohl hier ständig Fußgänger mit Radfahrern, inkl. Gruppen von Radfahrern, in Konflikt geraten, ist die Stadt der Meinung, dass der Gehweg zweifelsfrei als solcher erkennbar ist. Offensichtlich nicht !

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Natürlich zuallererst, dass meine Frau und ich gesundheitlich fit bleiben, dass wir mit keiner weiteren Eigenbedarfskündigung rechnen müssen, da wir jetzt “angekommen” sind, und dass das normale Leben, inkl. der Havel-Therme, baldmöglichst ohne irgendwelche coronabedingten Einschränkungen wieder stattfindet.

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Alexander von Humboldt

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Das “Geschenk” von Sebastian Fitzek und die neueste Ausgabe einer Humboldt-Biografie.

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Keine.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie?
Alle Dokumentationen, die mit Reisen zu tun haben.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Meine Frau sagt, dass ich Leute “totquatschen” könnte.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Ich liebe Tiere, hatte aber nie selbst Haustiere. Da ich viel im und am Wasser unterwegs bin, sind meine Favoriten der Eisvogel, den ich oft beim schwimmen gesehen habe, sowie der Biber. Und an Land sind es die zahlreichen Fasane hier und die Rehe.

Inselbrücke halbseitig gesperrt

Werder (Havel), 4. Dezember 2020 – Die Inselbrücke in Werder (Havel) ist für Arbeiten zur Straßenausbesserung von Dienstag, 8. Dezember, bis voraussichtlich Mittwoch, den 16. Dezember, halbseitig gesperrt. Der Verkehr wird mit einer Ampelregelung gesteuert. Ein Gehweg für Fußgänger bleibt während der Bauarbeiten durchgängig nutzbar. (wh)

 

Kauft eure Weihnachtsgeschenke lokal!

Werder (Havel), 3. Dezember 2020 – Lebkuchen, Dominosteine und Spekulatius in den Supermärkten kündigen es bereits an: Weihnachten steht vor der Tür! In knapp 20 Tagen wird das festlichste aller Feste wieder mit Gänsebraten, Tannenbaum und Besinnlichkeit gefeiert. Was an Heiligabend nicht fehlen darf, sind natürlich die kleinen und großen Geschenke, die nicht nur Kinderaugen zum Strahlen bringen. Auch wenn es an Weihnachten in erster Linie um die Familie und das gemeinsame Beisammensein geht, freut sich doch jeder auch über ein sorgfältig ausgesuchtes Geschenk von seinen Liebsten. 

In unserer aktuellen Zeitung, die noch bis etwa Mitte Dezember in den Auslagekästen liegt, findet ihr eine Weihnachts-Coupon-Aktion. Mit dieser möchten wir euch ans Herz legen, eure diesjährigen Weihnachtsgeschenke lokal bei Geschäften in unserer schönen Blütenstadt zu erwerben. Attraktive Rabatte sorgen hier für das eine oder andere Schnäppchen.

Unterstützt Sie mit eurem Einkauf die Boutiquen, Geschäfte und Gesundheitszentren aus der Region und profitiert selbst auch davon! Viel Spaß beim lokalen Shoppen! (wsw)

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