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Berliner Kulturgeschichte in Werder

Marguerite Kollo hat uns in Werder (Havel) besucht., Foto: wsw

Werder (Havel), 6. August 2019 – Mitte Juli hatten wir eine ganz besondere Frau zu Gast. Marguerite Kollo nahm in unserem Büro Platz und hatte zahlreiche spannende Geschichten aus der Vergangenheit im Gepäck. Die 84-Jährige, die gebürtig aus Berlin kommt, lebt seit sechs Jahren im Groß Kreutzer Ortsteil Krielow. Hier bewohnt sie gemeinsam mit einer Bekannten ein schönes Haus im Grünen. 

Der Name Kollo ist aus der internationalen Operettenszene nicht wegzudenken. Walter Kollo, Willi Kollo und René Kollo symbolisieren drei Generationen musikalische Extraklasse, aus denen Evergreens wie “Warte, warte nur ein Weilchen” oder “Zwei rote Rosen, ein zarter Kuss” stammen. Doch leider finden die Klassiker des Berliner Kulturguts heute keinen Platz mehr in den Medien. Dass die großartigen musikalischen Leistungen ihres Bruders, Vaters und Großvaters in Erinnerung bleiben, dafür setzt sich Marguerite Kollo mit viel Herzblut ein. 

“Meine Lebensaufgabe ist es, dass der Name Kollo nicht in Vergessenheit gerät”, erklärt die 84-Jährige ihr unermüdliches Engagement. “Viele ehemals berühmte Komponisten kennt man heute nicht mehr, weil es niemanden gab, der sich um den Nachlass kümmerte. Das ist so unglaublich schade.” 

Sie selbst hat es nie auf die großen Bühnen gezogen. “Mir war der Applaus nicht so wichtig. Es war mir Erfüllung und Freude genug, wenn andere Erfolg hatten. Meine Leidenschaft galt eher den organisatorischen Dingen”, verrät sie uns. Bereits früh hat sie im Musikverlag ihres Vaters angefangen zu arbeiten. “Ich machte Skripte, die Regieassistenz, war einfach Mädchen für alles.” 

In den 1950er Jahren hatte ihr Vater Willi Kollo die Idee, die Geschichte seines Vaters Walter Kollo in Bezug auf die politische Geschichte Berlins zu erzählen. In den Evergreens von Großvater Kollo gab es immer Parallelen zu der Politik der Stadt. Und so suchte Walter Kollo alte historische Aufnahmen von Berlin aus den Archiven zusammen von der Jahrhundertwende bis zur Nachkriegszeit. Er mietete extra eine Wohnung im Roseneck in Berlin für die Filmaufnahmen. Das Buch zum Film hat Willi Kollo selbst geschrieben, für Kamera, Film und Licht holte er sich Profis der damaligen Zeit. Die Rolle des Walter Kollo übernahm Enkel René Kollo, Marguerite Kollo spielte die Frau von Walter Kollo, die selbst als Tänzerin und Sängerin erfolgreich war. Der Film “Solang’ noch untern Linden” feierte seine Premiere am 25. Juli 1958 – die Resonanz war durchweg positiv. 

“Mein Vater war ein historisch belesener, sehr gebildeter Mensch. Und er war ein Visionär: In einem Lied hat er sogar die Wiedervereinigung hervorgesehen”, verrät Marguerite Kollo. Leider sollte Willi Kollo den Mauerfall nicht mehr erleben, er starb ein Jahr vor der Wiedervereinigung in West-Berlin. Das 30. Jubiläum der Wiedervereinigung hat seine Tochter zum Anlass genommen, den Film “Solang’ noch untern Linden” neu aufzulegen. “Ich wollte nicht, dass der Film auf dem Flohmarkt vergammelt. Deshalb habe ich ihn technisch aufarbeiten und digitalisieren lassen. Wenn ich irgendwann nicht mehr da bin, bleibt dank moderner Technik wenigstens die Erinnerung an damals erhalten. Die jungen Leute streamen heute doch so allerhand aus dem Internet. Aber wenn die alten Klassiker nicht zu finden sind, verschwinden sie langsam aber sicher. Immer wenn ich jungen Menschen die Operetten von damals vorspiele, sind sie davon begeistert!” 

Am 25. August wird der frisch digitalisierte Schwarz-Weiß-Streifen “Solang’ noch untern Linden” im Scala Kulturpalast in Werder (Havel) gezeigt. Marguerite Kollo wird an diesem Sonntag natürlich auch vor Ort sein. Die Einnahmen dieser Vorstellung sollen für den Erhalt des Scala genutzt werden. Zur Zeit ist die gebürtige Berlinerin auf der Suche nach einem Partner für die DVD-Vermarktung. Und auch mit dem rbb ist sie bereits in Kontakt über einen Sendetermin im Fernsehen. 

Auch wenn die 84-Jährige, wie sie selbst sagt, gegen Windmühlen kämpft, möchte sie mit ihrer Arbeit nicht aufhören. “Leider tut die Politik nichts für den Erhalt der musikalischen Stücke aus der Vergangenheit. Es gibt einfach keine Bühne mehr für diese Form der Berliner Kultur. Und einige moderne Künstler, die alte Stücke neu auflegen, inszenieren lieber sich selbst als das eigentliche Werk.” 

Marguerite Kollo wird auch weiterhin unermüdlich das Erbe ihrer Familie aufrecht erhalten. “Ich habe mich immer mit den Dingen beschäftigt, die mich interessieren. Als Agentin für Musiktheater und Bühnen- und Musikverlegerin konnte ich sehr kreativ sein und war zeitlich voll ausgelastet. Da blieb wenig Zeit für Hobbys – meine Arbeit war und ist mein Hobby. Durch die drei Künstler in meiner Familie ist ein riesiger Fundus an kulturellen Schmuckstücken vorhanden – meine Aufgabe ist es, diesen Fundus so vielen Menschen wie möglich zugänglich zu machen.”

In Krielow hat sie ein Zuhause gefunden, von dem sie nicht mehr weggehen möchte. Ihre Bekannte, die im gleichen Haus in einer eigenen Wohnung lebt, ist übrigens ebenfalls 84 Jahre alt und singt immer noch regelmäßig im Marienchor in Berlin. Die Liebe zur Kultur hält offensichtlich jung! (wsw)

Bildungs- und Sport-Campus in den Havelauen rund um die Therme

Werder (Havel), 5. August 2019 – Die 31-jährige Lehrerin für Physik und Musik hat sich kurz vor Schuljahresbeginn in Werder (Havel) informiert und gemeinsam mit der LINKEn Stadtverordneten Dr. Gabriele Janke ein eigenes Bild vom Geschehen gemacht. Tina Lange: „Es ist wichtig, besonders den jungen Familien eine wohnortnahe Versorgung mit Kitas, Schulen sowie Begegnungsstätten und Freizeitangeboten anzubieten. Auch in Werder fehlt es leider an Sporthallen und Sportanlagen.“

Deshalb schlägt die Landtagskandidatin vor: „Warum sollte nicht in den Havelauen, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Haveltherme, ein Sport- und Bildungscampus errichtet werden, wie es bisher auch vorgesehen ist? Der momentane Verkauf von Flächen an Wohnungsbauinvestoren birgt stattdessen das Risiko weiterer Wohnungsbauten ohne notwendige Infrastruktur. Der Bedarf an Bildungs- und Freizeiteinrichtungen in diesem wachsenden neuen Wohngebiet ist besonders groß, denn nördlich der Bahn gibt es lediglich die Freie Waldorfschule. Deshalb müssen Kinder und ihre Eltern viel zu weite Wege in Kauf nehmen, um zur öffentlichen Schule zu kommen. Das ist besonders für die Jüngsten sehr anstrengend. Der Standort in unmittelbarer Nachbarschaft zur späteren Freizeit-Oase, wenn sie dann mal fertiggestellt ist, scheint mir dafür gut geeignet zu sein.“ 

Notwendig sei jetzt eine städtebauliche Entwicklungsplanung, die einen Bildungs- und Sport-Campus in den Havelauen voranbringt, im Interesse der Kinder und deren Eltern. Außerdem braucht es einen Verkaufsstopp von Grundstücken. (r.v.)

Der Werderaner FC informiert

Werder (Havel), 5. August 2019 – Die Nachwuchs- und Männermannschaften des Werderaner FC stehen seit einigen Tagen und Wochen im intensiven Training und bei diesen Temperaturen ist Schwitzen durchaus angesagt. Alle Grundlagen für eine erfolgreiche Saison 2019/2020, die ganz im Zeichen des 100-jährigen Vereinsjubiläums steht, sind schon geschaffen. 

Es sind nur noch wenige Tage, Stunden, Minuten und Sekunden, dann starten alle Teams in die Saison 2019/2020. Die 1. Männer bereits in der achten Spielzeit in Brandenburgs höchster Spielklasse. Beim ersten Heimspiel der Brandenburg Liga am 24.08.2019 lädt der Vorstand, nach dem letztjährigen Erfolg, zur Saisoneröffnungsfeier auf dem Arno-Franz-Sportplatz ein. 

Dank des Engagements der Organisatoren soll das Fest wieder ein großes Highlight für die Vereinsmitglieder, Sponsoren, Frauen, Freundinnen, Eltern, Omas und Opas, Fans und auch für alle Werderaner werden. Bereits ab 10 Uhr rollt der Ball und unsere D- und EII- Junioren kicken um die ersten Punkte. 

Zum 1. Heimspiel um 15 Uhr laufen unsere Spieler der ersten Männermannschaft gemeinsam mit den Kleinsten des Vereins auf und möchten gegen die starken Gäste vom 1. FC Frankfurt punkten. Rund um die Spiele der einzelnen Mannschaften bietet das Saisoneröffnungsfest ein umfangreiches Programm für alle Altersgruppen. 

Die Kicker können ab 12 Uhr Dank der Unterstützung der BARMER Krankenkasse und weiterer Sponsoren, bei Sport, Spiel und Spaß ihre Kräfte messen, wobei ein Schussgeschwindigkeitsmesser, ein Tischkicker, eine Hüpfburg, Kinderschminken und viele weitere Überraschungen angeboten werden. 

Beim Gewinnspiel gibt es tolle Preise im Gesamtwert von über 3.000,-€ zu gewinnen. Als besonderes Highlight wird auch der Gewinner des coolen Fiat Panda bekanntgegeben, den das Möbelhaus C.H.R.I.S.T. im Rahmen seiner Aktion Hot Summer Sale verlost. (siehe Rückseite)

In Zusammenarbeit mit Radio Potsdam 89,2 wird Moderator Manuel Prothmann durch das Programm führen und von 12.30 Uhr bis 14.45 Uhr alle Teams von den Minis bis zur Volkssportmannschaft vorstellen. 

Am Abend legt DJ Manuel zum Tanz auf und Jung und Alt können bei flotter Musik das Tanzbein schwingen. Selbstverständlich ist auch für ausreichend Verpflegung gesorgt. Die Eltern backen leckeren Kuchen und Wurst vom Grill sowie Getränke gibt es auch. 

Wir möchten Euch recht herzlich einladen, freuen uns auf beste Stimmung und schönen und erfolgreichen Fußball. Und wer dann mal genug vom Fußball hat, geht kurz über die Insel und schaut beim Kunsthandwerkermarkt auf dem Markt vorbei. Wir freuen uns auf unsere Fußballfans und viele Gäste. (k.d.b.)

Werder als Kommune für biologische Vielfalt

Werder (Havel), 5. August 2019 – Seit dem Kiezklimatag am 12. Januar 2019 gibt es die Initiative Stadtnatur Werder. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter dieser Initiative und welche Ziele verfolgt sie. Wir haben Katharina Müller, eine der Initiatoren, zum Gespräch getroffen.

“Auf dem Weg zum Gewerbepark der Havelauen fallen mir immer wieder die vielen ausgetrockneten Rasenflächen ins Auge”, berichtet Katharina Müller, “ich habe mich gefragt, wie man diese, häufig gemähten Flächen aufwerten könnte. Nicht nur für ein schöneres Stadtbild, sondern vor allem, um dem Bienen- und Insektensterben entgegenzuwirken und die Stadt Werder durch mehr Blühpflanzen zu bereichern.” Auf dem Kiezklimatag in der Klimawerkstatt fand sie auch schnell Gleichgesinnte. “Ich war überrascht, wie viele Menschen der Wunsch eint, hier aktiv zu werden.”

Es ist ein natürliches Bedürfnis eines jeden Menschen, die nahe (und ferne) Umgebung möglichst ökologisch zu gestalten. Zwischen tristen Betonbauten, in gepflasterten Gärten und auf vertrockneten Rasenflächen fühlen sich die wenigsten wohl. “Jeder freut sich doch über Blumen, Bienen und Schmetterlinge”, ist sich Katharina Müller sicher. “Unsere Vision bei der Initiative Stadtnatur Werder ist es, Bürger, Vereine, Gewerbetreibende, Bauherren und die Verwaltung der Stadt Werder für naturnahes Grün und Artenvielfalt auf den Grünflächen Werders zu begeistern.”

Auf der Homepage der Initiative heißt es hierzu: “Durch die zunehmende Verdichtung Werders verschwinden Lebensräume für Tiere und Pflanzen und naturnahe Erholungs- und Erfahrungsräume für Kinder und Erwachsene. Die Aufwertung bisher unbeachteter Flächen, wie abgemähte Rasenflächen, Straßenbegleitgrün, Böschungen, Verkehrsinseln und Baumscheiben in artenreiche Blühflächen, bietet eine Möglichkeit, diesen Verlust auszugleichen und optisch ansprechende Vielfalt zu schaffen.”

Doch wie kann diese Vision Wirklichkeit werden? “Wir würden uns wünschen, wenn in der Stadt Flächen geschaffen werden, auf denen sich die Bürger Anregungen für ihren eigenen Garten holen können. Zum Beispiel, welche Pflanzen oder Stauden es gibt, die auch extreme Trockenheit im Sommer überstehen, und welche Blumen besonders für Bienen und andere Insekten wertvoll sind. Viele Blumen im Garten sind zwar sehr hübsch anzusehen, aber leider für die Bienen nutzlos.”
Ans Klima angepasste Pflanzen, die die Artenvielfalt unterstützen, wären etwa Karthäusernelke, Sandlilie, Steppensalbei, Feldthymian oder Schafgarbe.

Die Initiative Stadtnatur Werder hat hierfür ein Konzept erarbeitet. Dieses hat sie sowohl der Stadt als auch den Gewerbetreibenden in den Havelauen vorgelegt. Die Eigentümerin des Gewerbeparks Havelauen hat das Konzept auch sogleich angenommen und grünes Licht für die Bepflanzung gegeben, an der Finanzierung möchte sie sich allerdings nicht beteiligen.

Während der Recherche für die Konzepterarbeitung hat die Initiative Kontakt mit dem NABU – Naturschutzbund Deutschland aufgenommen und dort viel Unterstützung und Know How gefunden. Der Plan wurde gefasst, eine NABU-Ortsgruppe Werder/Havel zu gründen.

“Die Nabu Ortsguppe wird als gemeinnütziger Verein gegründet. Das ist ein großer Schritt, weil wir damit auch Spendenbescheinigungen ausstellen können, die steuerlich absetzbar sind. Somit hoffen wir, dass wir für unsere Ideen und Konzepte auch finanzielle Unterstützung erfahren. Derzeit finanzieren wir alle Projekte noch aus eigener Tasche”, berichtet Katharina Müller.

“Wir” das ist ein aktiver Kern von rund 20 engagierten Werderaner Bürgerinnen und Bürgern. Zur ersten Gründungsveranstaltung kamen 40 Interessierte. “Wir sind eine gute Mischung aus Alt-Eingesessenen und zugezogenen Werderanern, von der Studentin bis zum Rentner”, erzählt Katharina Müller. Sie selbst ist vor fünf Jahren nach Werder gezogen und arbeitet als Dozentin an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin, und nebenberuflich als Yogalehrerin. Sie lebt gemeinsam mit ihrer Tochter in der Blütenstadt.

Was plant der Verein für die Zukunft, wollten wir von Katharina Müller wissen. “Es gibt das Bündnis ‘Kommunen für biologische Vielfalt’. 60 Gemeinden, Städte und Landkreise aus Deutschland haben sich vor sieben Jahren zusammengetan und dieses Bündnis geschlossen mit dem Ziel, die biologische Vielfalt nachhaltig zu nutzen und zu schützen. Wir würden uns wünschen, dass Werder auch solch eine Kommune für biologische Vielfalt wird in der Nachhaltigkeit und Artenreichtum wichtige Anliegen sind die engagiert umgesetzt werden. Und bei baulichen Entscheidungen sollte immer auch der ökologische Aspekt eine Rolle spielen.”

In monatlichen Treffen (zukünfig am ersten Donnerstag im Monat – ausgenommen während der Schulferien – um 18 Uhr in der Klimawerkstatt) berät sich die Gruppe unter anderem über Projekte und deren Verwirklichung. 

Wer Interesse hat, auch einmal bei einem Treffen dabei zu sein, meldet sich einfach unter  info@stadtnatur-werder.de. (wsw)

Mein Werder (186): Anika Magler und Oliver Schwarz

Anika Magler und Oliver Schwarz haben Rhythmus im Blut. Die beiden sind die Initiatoren und Organisatoren von DamsRock., Fotos: Privat

Kurz & Knackig

Name: Anika Magler und Oliver Schwarz
Alter: 32 Jahre und 44 Jahre
Wohnort: Werder
Haben Sie Kinder?
A: Ja, zwei wundervolle kleine Kinder, einen Prinzen von zwei Jahren und eine Prinzessin von fünf Jahren.
O: Ja

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie/ Ihr Werder einem Fremden beschreiben?
A: Werder ist ein wundervoller Ort, an dem man Kraft sammeln kann. Die Ruhe und positive Energie auf der Insel bei Sonnenuntergang hat mich in so manch schlimmer Stunde wieder hochgeholt. Werder ist ein sehr familienfreundlicher Ort und ein Ort, an dem ich gerne meine Kinder aufwachsen sehe.
O: Lebendig, duftend, brandenburgerschnauzend, erholsam

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
A: Im Moment kümmere ich mich in Vollzeit um DamsRock und wenn ich nachmittags die Kinder aus der Kita geholt habe, spielen wir oder gehen Eis essen auf der Insel.
O: Ich bin von Beruf Soldat und bin in meiner Freizeit zur Zeit intensiv damit beschäftigt, das DamsRock Festival vorzubereiten und unser soziales Projekt „Handgemachtes… Hände helfen“ weiter zu entwickeln. Und ich liebe es zu Reisen und die Welt zu entdecken, am liebsten abseits des Mainstream.

Was würden Sie lieber machen?
A: Ich kann mir nichts anderes vorstellen, mein Leben ist gerade perfekt, so wie es ist. Mit einer tollen Familie und einem tollen Geschäftspartner (Olli) an meiner Seite kann mir nichts passieren im Leben.
O: Ich liebe meinen Beruf und kann mir keinen besseren vorstellen. Aber ich habe einen Traum: Ich möchte gern eine Schule/ein Internat errichten, in der/dem Menschen aus aller Welt, die sonst keine Chance haben, Bildung und berufliche Qualifikationen erlangen können – Obdachlose, die ein Licht am Horizont ersehnen und motiviert sind, Arbeitssuchende, Menschen am Rand der Gesellschaft. Spezialisten, hoch qualifiziertes Personal, Fach-/Lehrkräfte aus den betreffenden Ländern der Schüler/Studenten/Lehrlinge würden an einer besonderen Wertschöpfungskette teilhaben und gleichermaßen in die Lehre eingebunden werden, um ein Ziel zu verfolgen: Ihrem jeweiligen Land, am Ende ihrer Zeit im Internat, als Multiplikator und/oder „Voranbringer“ helfend zur Seite zu stehen, um, wenn notwendig, Dinge positiv zu verändern. Ein weiterer Traum ist eine Weltreise mit viel Zeit.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
A: Ich liebe die drei Schaukeln an der Mühle. Ich hab dort so manche nächtliche Stunde schaukelnd verbracht. Beim Schaukeln bekomme ich den Kopf frei und kann die Seele baumeln lassen.
O: Ich mag den Stadtpark wirklich sehr.

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
A: Also die Insel sollte man sich nicht entgehen lassen. Der Rundweg ist für einen schönen entspannten Spaziergang immer gut.
O: Im Scala.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
A: Auf jeden Fall Rummel. Ich bin ein Partymensch 😉 Mein Lieblingsort auf der Baumblüte ist der Breakdance.
O: Rummelmuckergarten… 😉 ich bin überall gern.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
A: Ich mochte den Pfirsichwein dieses Jahr.
O: Holunderblüte hmmmm …

Sie – ganz speziell

DamsRock Festival, erzählen Sie uns davon! Hinter diesem tollen Festival steckt auch ein sozialer Aspekt, wir möchten gerne mehr darüber erfahren.
A: DamsRock ist ein Format, das noch unbekannten, aber hervorragenden Bands eine Plattform bieten soll. Es soll bekannt machen. Mit diesem Format haben wir aber auch vor, uns sozial zu engagieren. Mit dem Wachsen des DamsRock soll auch unser Projekt „Hangemachtes… Hände helfen“ vorangetrieben werden. In diesem Jahr wollen wir ein riesengroßes Dankeschön an die freiwilligen Feuerwehren in so viele Medien wie möglich bringen. Damit viele Menschen auf die Tatsache aufmerksam werden, dass es Menschen gibt, die für uns sterben, die für uns in brennende Häuser rennen, um unsere Familien zu retten, die für uns einfach alles geben und das ehrenamtlich. Diesen Menschen wollen wir einfach danken und ihnen einen entspannten Abend bieten. Wir geben alles, um das Festival zu einem wunderschönen Event zu machen, damit sich unsere Ehrengäste und Gäste wohlfühlen.
Das DamsRock würde aber gar nicht stattfinden, wenn es nicht auch Sponsoren gäbe, die uns monitär unterstützen. Deswegen geht unser Dank an den Werderpark, an Edeka Schmidt in Kloster Lehnin, an 123-Küchen, an die Gitarrenfabrik und an Town&Country.
O: Das DamsRock 2019 Festival findet am 24. August in Damsdorf auf der Waldbühne statt. Einlass ist ab 16 Uhr und Beginn wird mit der ersten Band um 17 Uhr sein.
In diesem Jahr stehen insgesamt sieben Bands auf zwei Bühnen. Mit dabei sind:
Village 19 (aus Werder Havel), FIVE (aus Kloster Lehnin), Wie heißt die Band (aus dem Seddiner Umland), Unpluggables (aus Falkensee), Dystomp (aus Brandenburg an der Havel), GIN Rockband (aus Brandenburg an der Havel) und Coverkill (aus Lutherstadt Wittenberge).

Das DamsRock ist ein Open Air Festival, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, lokalen Amateuren, semiprofessionellen oder auch professionellen Künstlern eine musikalische Plattform zu bieten. Der unbedingte Wille, selbst Spaß zu haben und diesen zu unseren Gästen zu transportieren sowie authentisch handgemachtes unseren Gästen zu präsentieren, ist ein ungeschriebenes Gesetzt.
„Handgemachtes Hilft“, gilt für das DamsRock uneingeschränkt und bedeutet:
Handgemachte … Musik
Handgemachtes… zum Wohl unserer Gäste
„Handgemachtes… Hände helfen“

In Zeiten von Castingshows, Dieter Bohlen und deutscher Gründlichkeit hebt sich das DamsRock genau hiervon ab. Deutsche Gründlichkeit ausdrücklich JA, in Organisation und Durchführung!

Neben professionellen und erfahrenen Künstlern, präsentiert das DamsRock Künstler, die mitunter kaum Bühnenerfahrung haben, jedoch viel an dem was die Kunst des Musizierens ausmacht. Talent, Spaß und die Fähigkeit, mit diesem das Publikum mitzureißen, bringen alle Künstler mit. Herauszustellen ist, dass wir Regionalität großschreiben und dies ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist, jedoch auch ausdrücklich sagen: Bei uns ist wirklich jeder willkommen!

Gibt es noch Karten? Wo kann man sie erwerben?
A: Karten gibt es unter folgenden Adresse zu kaufen:
Kartenhaus im Werderpark (Auf dem Strengend 6, 14542 Werder)
Ticketeria Potsdam (Friedrich-Ebert-Str. 85/86, 14467 Potsdam)
Ticketeria Sterncenter (Sterncenter 4, 14480 Potsdam)
Pyramide (Friedrich-Engels-Str. 24, 14473 Potsdam)
Ticketeria Brandenburg (St.-Annen-Str. 23, 14776 Brandenburg an der Havel)
und natürlich online unter:
https://damsrock.de/kartenvorverkauf/
an der Abendkasse wird es auch noch Tickets geben. Preise:
VVK 12€
Abendkasse 15€
Fan-Paket 4€

Haben Sie noch weitere Ziele und Wünsche, was das Festival in der Zukunft angeht?
A: Unser Wunsch ist es, dass das Festival wächst und dass immer mehr Menschen bei uns abschalten und die tolle Musik genießen können und natürlich sollen die Bands, die bei uns auftreten, immer weiterwachsen und mit uns zusammen groß werden.
O: Wir würden uns sehr freuen, wenn das DamsRock und unser Projekt „Handgemachtes… Hände helfen“ stetig wächst.

Was haben Sie sonst noch für Hobbys außer die Musik?
A: Klingt jetzt komisch, aber ich entspanne bei „Malen nach Zahlen“. Dabei kann ich meinen Kopf total abschalten und mich von den Farben tragen lassen. Ich koche auch total gerne, am liebsten stehe ich stundenlang in der Küche und mache das aufwendigste Essen, was mir einfällt.
O: Wie gesagt, ich Reise sehr gern. Motorradfahren ist auch eine kleine Leidenschaft.

Was wir sonst noch wissen wollen…

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
A: 1. Meine Familie soll immer gesund sein und ihnen soll es an nichts fehlen im Leben
2. Der Tag sollte mehr Stunden haben
3. Eine freie Schaukel, wann immer ich sie grad benötige.
O: Glück und Gesundheit für alle Menschen, die mich lieben und die ich liebe.
Menschen, die wach und umsichtig durchs Leben gehen.
Und natürlich eine Brieftasche, die niemals leer ist. 🙂

Welche berühmte Person würden Sie gerne einmal treffen?
A: Adel Tawil, weil er mich mit seinen Texten häufig mitten ins Herz trifft.
O: Michael Jackson (schnief…)

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
A: „Die Unendliche Geschichte“
O: Die Gemeindesatzung Kloster Lehnin. 🙂

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
A: Mein Papa, er ist immer für die Familie da und ist so weit in seinem Beruf gekommen und dabei immer ein cooler Typ. Ich liebe ihn so sehr.
O: Meine Mutter, weil sie standhaft ist und Augen für die Menschen um sich herum hat.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie?
A: The Big Bang Theory
O: MARVEL und all seine Heldenfilme.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
A: Ich hab ein Talent, Handydisplays zu schrotten.
O: Ich kann wirklich gute Arschbomben. 🙂

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
A: Ich liebe Tiere. Ich selber bin mit Meerschweinchen aufgewachsen und hatte in meiner ersten Wohnung zwei Katzen.
O: Ja, Hund.

Einladung zur Vorstandswahl der Nabu Ortsgruppe Werder

Werder (Havel), 31. Juli 2019 – Die Nabu Ortsgruppe Werder lädt alle Interessenten herzlich zur Vorstandswahl der Nabu Ortsgruppe in Werder ein. Am 5. August findet die Vorstandswahl um 18 Uhr in der Klimawerkstatt Werder in der Luisenstraße 16 statt. Um eine Anmeldung unter info@stadtnatur-werder.de wird gebeten.

 

Die Nabu Ortsgruppe trifft sich monatlich und setzt sich für folgende Punkte ein:

– Artenreiches Grün in Werder
– Kinder- und Jugendprojekte zum Thema Natur
– Berücksichtigung von Naturschutzaspekten bei Bauvorhaben
– Vogelschutz
– Baumschutz

Alle, die bereits Mitglied beim Nabu sind, können an der Wahl teilnehmen. (wsw)

„Gottes Clown sein“ – evangelischer Gottesdienst mit Bigband auf der Festwiese in Phöben

Werder (Havel) OT Phöben, 30. Juli 2019 – Am kommenden Sonntag findet um 10.30 Uhr auf der Phöbener Festwiese am Dampfersteg ein Freiluft-Gottesdienst statt. Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Gottes Clown sein“ und soll vor allem eins bewirken: Freude schenken und Freude haben! Die Bigband „Lankwitz Horns“ wird den Vormittag musikalisch begleiten. Während des Gottesdienstes ist eine kleine Vorführung der Kinder geplant, die von einer Mitwirkenden des Kindertheaters „Toll und Kirschen“ aus Berlin in einem Workshop am Freitag zuvor ein paar Kunststücke, akrobatische Einlagen und Zaubertricks lernen können. Im Anschluss findet ein gemeinsames Picknick statt, außerdem gibt es Spielemöglichkeiten für Kinder und weiterhin Live-Musik der Bigband. 

Der Gemeindekirchenrat Phöben und das Organisationsteam rund um Pfarrerin Almut Gaedt laden alle Kirchgänger und -nichtgänger aus Phöben und Umgebung herzlich zu diesem gemütlichen und fröhlichen Sonntagsvergnügen ein. Mitzubringen sind lediglich die Bereitschaft zur Freude und eine Picknickdecke! (c.w.)

Verkehrsbeeinträchtigungen auf der Eisenbahnstraße

Werder (Havel), 30. Juli 2019 – Im Zeitraum 5. bis 9. August ist die Eisenbahnstraße in Werder (Havel) wegen Schachtarbeiten im Bereich Adolf-Damaschke-Straße halbseitig gesperrt. Der Verkehr wird wechselseitig mit einer Ampel geregelt. Die Zufahrt zur Adolf-Damaschke-Straße bleibt frei. (wh)

Verkehrsbeeinträchtigungen wegen Leitungsarbeiten

Werder (Havel), 29. Juli 2019 – Aufgrund von Leitungsarbeiten ist bis zum 2. August mit Verkehrsbeeinträchtigungen im Kreuzungsbereich Kemnitzer Straße/ Gluckstraße/ Rotkehlchenweg in Werder (Havel) zu rechnen. Die Kemnitzer Straße Ecke Gluckstraße ist halbseitig gesperrt. Der Verkehr wird mittels Ampel aus allen Richtungen geregelt. (wh)

 

Stadt ruft Bürger zum Gießen der Straßenbäume auf

Werder (Havel), 29. Juli 2019 – Der Aufwand für die Bewässerung von Grünanlagen in Werder (Havel) ist auch in diesem Sommer sehr groß. Das Grünflächenamt des Rathauses wird von vier Fachfirmen dabei unterstützt, dennoch reicht die Bewässerung für die Gehölze und Grünanlagen nicht aus.

Die Stadt appelliert deshalb an die Werderaner, die Bewässerung der öffentlichen Grünanlagen, Straßenbäume und Sträucher vor den Hausgrundstücken und Wohnungen zu unterstützen. Einige Werderaner waren schon beim Gießen vor ihren Häusern zu sehen. Im Grünflächenamt der Stadt würde man sich freuen, wenn sich weitere Werderaner anschließen.

Jeder Gang mit der Gießkanne oder dem Wassereimer kann helfen, um Gehölze und Grünanlagen zu erhalten. Statt täglich kleine Mengen zu gießen, ist es sinnvoller, einmal in der Woche ordentlich zu bewässern. So kann das Wasser tief eindringen und verdunstet nicht sofort. (wh)

Essensversorgung von Kitas und Schulen in Werder

Werder (Havel), 29. Juli 2019 – Die Essensversorgung der Schulen und Kitas unter der Trägerschaft der Stadt Werder (Havel) wird künftig von zwei Unternehmen übernommen. Während die Schulen wie bisher durch den Werderaner Standort der Sodexo SCS GmbH versorgt werden, wird das Kitaessen ab August von der Tim GmbH in Stahnsdorf zubereitet und geliefert. Das ist das Ergebnis einer europaweiten Ausschreibung der Stadt Werder (Havel).

„Kitaausschüsse und Schulkonferenzen sind über die Änderungen informiert“, so Fachbereichsleiterin Ulrike Paniccia. Wie bisher werde es in allen Einrichtungen drei Wahlessen geben. Den Küchenmitarbeitern in den Kitas sei von der Tim GmbH ein Arbeitsvertrag angeboten worden. Das war ein Ausschreibungskriterium zur Erteilung des Zuschlags. „Es war uns wichtig, die Mitarbeiter in den Ausgabeküchen zu behalten. Sie machen alle eine tolle Arbeit und kennen die Einrichtungen teilweise schon seit vielen Jahren“, so Ulrike Paniccia weiter.

Die Ausschreibung war in zwei Lose für die Kita- und die Schulversorgung geteilt worden. Während Sodexo für den Schulbereich das wirtschaftlichste Angebot abgegeben hat, bekam Tim den Zuschlag für den Kitabereich. Perspektivisch plant die Stadt eine Anpassung der Essengeldsatzung mit dem Ziel, wieder eine taggenaue Abrechnung anzubieten. Zurzeit wird das Essengeld pauschaliert abgerechnet. (wh)

Mein Werder (185): Gunnar und Michaela Bauer

Kurz & Knackig

Name: Gunnar und Michaela Bauer
Alter: 47 und 46 Jahre alt
Wohnort: Frech
Haben Sie Kinder? Wir haben zwei Kinder.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder hat viel Wasser, Obstgärten und eine wunderschöne Inselstadt zu bieten.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Wir betreiben das Restaurant „ Alte Schmiede „ in Petzow.
Mein Mann kocht und ich bin im Service. Unseren Gästen bieten wir deutsche Küche und hausgebackene Kuchen und Torten. Darüber hinaus auch saisonale Speisen, wie zur Zeit Pfifferlingsgerichte und ab November wieder Gans und Ente, sowie hausgemachtes Gänseschmalz.

Was würden Sie lieber machen?
Wir machen genau das, was wir schon immer tun wollten, aber manchmal hätten wir schon gern ein bisschen mehr Zeit für unsere Kinder.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo? Petzow ist ein Ortsteil von Werder, ein kleiner beschaulicher Ort.

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Natürlich in Petzow. Ein Spaziergang im Schloßpark , lädt zum Ausspannen und Ruhe geniessen ein. Außerdem feiert Petzow in diesem Jahr 600 Jahre mit einem Parkfest am 15. September.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Rummel nur einmal mit den Kindern, aber Muckergarten gern öfter, wenn es die Zeit erlaubt. 

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Obstweine vom Obstweinhof Lehnst auf der Elisabethhöhe, da sind alle Weine echt lecker.

Sie – ganz speziell

Ihr betreibt mit ganz viel Liebe die alte Schmiede in Petzow, seit wann lebt Ihr Euren kleinen großen Traum? Seit fast 10 Jahren sind wir jetzt hier. Wir haben damals im Januar 2010 angefangen

Wie kam es dazu das ihr die Alte Schmiede übernommen habt?
Wir waren selber Stammgäste und haben auch die Einschulung unserer ältesten Tochter dort gefeiert. Sie ist inzwischen 22 Jahre alt. Außerdem kannten wir die Besitzer auch privat und da sie wussten, das wir aus der Gastronomie kommen, hatten sie uns gefragt ob wir das Restaurant weiter führen würden. Für uns war es genau das, was wir wollten.

Gibt es ein Lieblingrezept von Euch?
Geschmorte Schweinebäckchen in Rotweinsoße

Michi wir haben gehört Deine Leidenschaft ist das Backen, ist das ein wenig Dein Ausgleich zum Beruf?
Inzwischen gehört meine Leidenschaft dazu.  Ich freue mich über jede Torte die ich machen darf, weil ich mein Hobby mit dem Beruf verbinden kann. 

Was muss man Eurer Meinung nach in Petzow noch gesehen haben? Man sollte unbedingt auf den Kirchturm steigen. Immer Samstag und Sonntag hat er geöffnet und man kann eine geniale Aussicht erleben.

 

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Ein kleines Häuschen auf dem Darss an der Ostsee, viel Gesundheit für unsere ganze Familie und immer 1 € mehr auf dem Konto, als man braucht.

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen? Gunnar : Uwe Seeler, bester Stürmer vom HSV
Michi : Buddy, der Tortenbäcker – damit er mir noch ein paar Tips beim Backen zeigen kann.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Gunnar : keins, hört Musik zum einschlafen
Michi : Hedda Adlon „Hotel Adlon“ 

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Ja, unsere Eltern! Trotz der wenigen Zeit, die sie hatten, haben sie uns doch zu vernünftigen Menschen erzogen. (bilden wir uns jedenfalls ein 🙂

Haben Sie ein verborgenes Talent? Unsere Talente leben wir alle aus.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Hund, wir haben selber einen.

Dankeschön für Heldinnen und Helden

(v.l.n.r.) Franz Herbert Schäfer, Marko Riesenberg-Leo, Annika Magler, Reth Kalsow, Oliver Schwarz und Kevin Bolz

Damsdorf, 23. Juli – Nicht mehr lange und dann heißt in Damsdorf „Lets Rock“. Am 24. August findet das Damsrock- Festival statt, bei dem gleich sieben regionale Bands ihr Können auf der Bühne unter Beweis stellen und gemeinsam mit dem Publikum eine riesen Party in der Waldbühne Damsdorf feiern.

Eine bereits 10jährige Tradition führen die Oragnisatoren Anni und Olli fort. Was unter dem Titel „DamsStock“ als private Feier mit der Intension, regionalen Künstlern eine Bühne zu bieten begann, heißt heute Damsrock und ist für alle öffentlich.
„Unser Open Air Festival hat es sich zur Aufgabe gemacht lokalen Amateuren, semiprofessionellen oder auch professionellen Künstlern eine musikalische Plattform zu bieten. Dabei steht der Spaß im Vordergrund“ erzählt uns Oliver Schwarz bei der Auftaktveranstaltung, die am Montagabend vor der Feuerwache in Damsdorfer statt fand.
Neben dem Spaß an handgemachter Musik haben die beiden Eventmanager aber eine noch viel wichtigere Botschaft im Gepäck. „Schon zu Beginn der Organisation waren wir uns schnell einig darüber, das wir auch einen sozialen Aspekt in unsere Arbeit einbauen möchten“ erklärt Annika Magler. 
Mit „Handgemachtes – Hände helfen“ geht die Initiative an den Start, die sich zum Ziel gesetzt hat auch etwas zurückzugeben. 
 
Bei der folgenden Ansprache wurde es dann auch emotional. Es ging um Heldinnen und Helden bei den Freiwilligen Feuerwehren, die nicht scheuen ihre eigenen Bedürfnisse zurückzustellen um Menschen in Not zu helfen und das ganz ohne eine Gegenleistung zu erwarten. 
„Jeder einzelne von Euch ist unser Superman und wir möchten Euch einfach mal Danke für die Aufopferung eurer Freizeit, Urlaubs- und Lebenszeit zum Wohle aller danken und Euch zum diesjährigen Damsrock Festival recht herzlich einladen!“ sagt Olli, während Anni schon die Umschläge mit den 150 Eintrittskarten zückt. Diese gehen an die Kameraden aus Kloster Lehnin, Groß Kreutz, Werder (Havel), Bald Belzig, Beelitz und an weitere Ortswehren. 
 
Der Damsdorfer Ortsvorsteher Kevin Bolz, sowie Gemeindevertreter-Vorstand Franz Herbert Schäfer aus Groß Kreutz und der Groß Kreutzer Bürgermeister Reth Kalsow sind von dieser Geste mehr als begeistert und freuen sich über die große Wertschätzung der ehrenamtlichen Arbeit der Kameradinnen und Kameraden.
Bis zum Festival haben Anni und Oli noch eine Menge zutun. Die Waldbühne fasst insgesamt 1.000 Gäste und das sei auch das gesteckte Ziel. „Wir hoffen, die Feuerwehrmänner und Frauen freuen sich über die Tickets und wir haben alle gemeinsam eine tolle Party!”
 
Das Damsrock-Festival findet statt am 24. August ab 16 Uhr in der Waldbühne in Damsdorf, Alte Lindenstraße 6, 14797 Kloster Lehnin
Die Tickets für 12 Euro sind bereite online unter https://damsrock.de/ erhältlich.  (wsw) 

Umsetzung des Gute-Kita-Gesetzes in Werder

Bei diesem Spielplatz wären wir auch gerne noch einmal Kind :-)

Ab 1. August sollen auch Werderaner Eltern vom Gute-Kita-Gesetz profitieren. Kinder von Wohngeldempfängern, von Empfängern von Leistungen zur Grundsicherung und Sozialhilfe, von Empfängern von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und von Empfängern von Kinderzuschlag zum Kindergeld werden beitragsfrei in die Kita, in den Kindergarten und den Hort gehen können. Ergänzend zu dieser Vorgabe des Bundes werden in Brandenburg alle Eltern, die weniger als 20.000 Euro netto jährlich verdienen, beitragsfrei gestellt. Das Kindergeld wird nicht als Einkommen angerechnet.

„Ab Ende Juli werden alle Werderaner Eltern, die von den neuen Regelungen erfasst sind, neue Beitragsbescheide erhalten“, informiert Bürgermeisterin Manuela Saß. Anders als in den sozialen Netzwerken teilweise propagiert müssen dazu zumindest für alle kommunalen Kitas in Werder (Havel) keine Anträge an das Rathaus gestellt werden. „Anhand der vorliegenden Unterlagen wird die Stadtverwaltung selbst ableiten, welche Eltern beitragsfrei gestellt werden können“, informiert die Bürgermeisterin. (wh)

Nächtliche Fahrstreifensperrung vom 22. bis 25. Juli

Werder (Havel), 22. Juli – Aufgrund der Herstellung der Induktionsschleifen für eine neue Verkehrsbeeinflussungsanlage kommt es vom 22. bis zum 25. Juli zu nächtlichen Verkehrseinschränkungen zwischen dem AD Potsdam und der Rastanlage Michendorf. Jeweils von 20 bis 5 Uhr steht in beiden Fahrtrichtungen im Bereich der Arbeiten nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.(wsw)

Herr Ribbeck von Ribbeck im Havelland“ als Puppenspiel mit Marionetten in Bliesendorf

Bild: Marion-Etten-Theater

Werder (Havel), 22. Juli – Das „Marion-Etten-Theater“ von Claudia und Hans Serner aus Lindenberg in der Prignitz gastiert am 13.09. mit einem Puppenspiel für Klein und Groß im Gemeindezentrum Bliesendorf, Dorfstraße 10. Das Stück wurde frei nach dem Gedicht „Herr Ribbeck von Ribbeck im Havelland“ von Theodor Fontane inszeniert. Eigens gebaute Marionetten und Handpuppen spielen die Geschichte um den freigiebigen Ahnherr Hans Georg von Ribbeck aus dem mittelalterlichen Rittergeschlecht derer von Ribbeck, der die Früchte seines Birnbaumes an die Kinder seines Dorfes verschenkt. Sein Sohn Otto Karl Friedrich missbilligt das verschwenderische Verhalten seines Vaters und versucht, es mit allen Mitteln zu verhindern. Wie alle wissen, die das Gedicht in der Schule lernen mussten, ist ihm das -selbst über den Tod des Vaters hinaus- nicht gelungen.  

Claudia und Hans Serner ehren mit dem Stück auf ganz besondere Art den 200. Geburtstag von Theodor Fontane (1819-1898). Die Zuschauer dürfen sich auf eine humorvolle, fantasieanregende und berührende Vorführung freuen. Karten zum Preis von 3 Euro können direkt bei Eveline Kroll (Telefon 03327 40842) oder am 10. und 11.08. von 11-17 Uhr im Heimatmuseum Glindow erworben werden. Für Kinder bis 12 Jahre ist der Eintritt frei. 

Eine Veranstaltung des Ortsbeirates Bliesendorf und des Heimatvereins Glindow (bw)

Mein Werder (184): Hubert Balczerowski

Kennt sich mit Bier bestens aus: Hubert Balczerowski ist als "Hopfen Hubert, Biersommelier" bekannt., Foto: privat

Kurz & Knackig

Name: Hubert Balczerowski
Alter: 39
Wohnort: Werder
Haben Sie Kinder? Ja, drei

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Man lebt dort, wo andere Urlaub machen, zwischen Seen, umringt von Wäldern. 

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich bin Ingenieur und Biersommelier und beschäftige mich mit Technik und Bier. Als Sommelier bin ich immer auf der Suche nach spannenden und einzigartigen Bieren für meine Tastings.

Was würden Sie lieber machen?
Ich würde nichts ändern, denn ich lebe meinen Traum!

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Auf dem Boot mitten auf dem Plessower See!

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Mit einem Eis in der Hand eine Runde um die Insel laufen.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Definitiv abseits des Rummels, schön weit außerhalb die Ruhe und ein Kaltgetränk genießen.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Ich mag Früchte, sowohl im Bier als auch im Wein, je trockener der Wein und je weniger Zucker er enthält, desto besser.

Sie – ganz speziell

Sie sind als „Hopfen-Hubert, Biersommelier” bekannt. Vom Wein kennt man den Beruf des Sommeliers, für Bier ist er eher ungewöhnlich. Wie sind Sie dazu gekommen, Biersommelier zu werden, und können Sie uns kurz Ihren Werdegang schildern?
Ich habe im Alter von ca. 12 Jahren mit meinen Eltern eine Milch-Blindverkostung gemacht, weil mir die Milch in der Glasflasche aus dem Ökomarkt viel besser schmeckte. Blind verkostet wurde der Unterschied noch deutlicher – auch bei meinen Eltern. Am Tisch war ich immer der Nörgler, weil mir vieles nicht geschmeckt hat oder ich die Zusammenstellung nicht optimal fand.
Mit der Volljährigkeit bin ich geschmacklich beim Bier hängen geblieben und habe alle Sorten gekauft, die ich kriegen konnte. Nach der Milleniumwende habe ich dann eine Internetseite betrieben, wo ich alle probierten Biere bewertet habe. Doch nach Jahren des Rumreisens und Probierens war das Ergebnis, was die Vielfalt angeht, doch sehr ernüchternd und Craft Bier gab es so gut wie noch nicht.
Als ich mir dann 2015 eine halbjährige Auszeit genommen habe und nach Asien flog, bin ich an einen Punkt gekommen, wo ich mir Fragen über den Sinn des Lebens gestellt habe und meine Frau meinte, ich soll doch das machen, was ich am misten liebe. Dann hab ich mich online auf einer thailändischen Insel zur Diplom-Biersommelier-Ausbildung angemeldet, die ich dann 2016 absolviert habe. Seitdem veranstalte ich Biertastings und bringe Leuten quer durch Deutschland – im Zuge der Craft-Bier-Revolution – guten Geschmack näher.

Ihre Message ist deutlich: „Sie lieben Bier!” Gibt es auch Momente, in denen Sie das Hopfengetränk nicht mehr sehen und schmecken können?
Es gibt auch Bierstile ohne Hopfen, z.B. Grutbiere oder ein Sahti aus Finnland. Aber grundsätzlich gibt es immer einen passenden Bierstil zu jeder Situation und ich kann mir viel vorstellen, aber ein Leben ohne Bier ist für mich nicht möglich.

Sie bieten unter anderem Bier-Events und Bier-Tastings an. Erzählen Sie uns mehr davon?
Für die meisten ist Bier ein Pils bzw. ein helles, gefiltertes Getränk mit einer Schaumkrone, um die 5% vol. abgepackt im 20er Kasten für um die zehn Euro. Deutschland ist historisch gesehen biertechnisch sehr industriell geprägt und der Bierstil Pils hat mehr als 50% Marktanteil.
Viele Menschen, vor allem Frauen, denen die herben Noten vom Pils nicht passen, sagen dann, dass sie kein Bier mögen. Diese Mauern gilt es für mich aufzubrechen und den Menschen zu zeigen, dass Bier sehr unterschiedlich sein kann und vor allem auch etwas für Frauen ist. Ob fruchtige Sauerbiere, trockene und prickelnde Biere als Aperitif oder holzfassgelagerte Tropfen, die man im Winter genüsslich im Cognacschwenker vor dem Kamin genießt – Bier kann mehr, als die meisten glauben.
Bei meinen Tastings verkosten die Teilnehmer sechs bis acht verschiedene Biere, meistens auch komplett verschiedene Bierstile. Angefangen mit leichten Sauerbieren wie Berliner Weisse oder Gose, über Pale Ales, IPAs bis hin zu Barrel Aged Stouts oder Imperialen Portern, vom alkoholfreien Bier bis hin zum 76,5%-igen stärksten Bier der Welt gibt es viel zu probieren.
Dazu gibt es standardmäßig Fingerfood, optional aber auch passenden Käse oder spezielle Schokoladensorten. Es hängt sehr stark davon ab, was die Teilnehmer sich wünschen, oder sie lassen sich komplett überraschen.
Begleitet mit Info-Unterlagen erzähle ich dazu Geschichten über die einzelnen Bierstile, über die Craft-Bier-Bewegung, die spezifischen Gläser, die richtige Trinktemperatur, räume mit diversen Mythen auf und zum Abschluss gibt’s noch ein kleines Gewinnspiel.
Jedes Tasting hat seinen eigenen Charakter und ist aufgrund der speziellen Zusammenstellung an Bieren und Teilnehmern einzigartig und nicht reproduzierbar, das finde ich großartig, da es nie langweilig wird.

Allgemein bekannt ist, dass man zum Beispiel zu Fisch eher einen Weißwein serviert. Verhält es sich für die verschiedenen Biersorten ähnlich? Welches Bier würden Sie zum Beispiel für ein leichtes Sommergericht empfehlen?
Beim Bier verhält es sich genauso wie beim Wein und bei über 100 Bierstilen und gefühlt unendlich vielen Unterstilen ist die Bandbreite an Optik, Geruch und Geschmack nahezu unendlich, sodass es kein Problem ist, zu jedem Gericht einen passenden Tropfen zu finden. Im Fachjargon wird das Food Pairing genannt. Zur Grillzeit empfehle ich ein IPA, ob West Coast oder New England. Dies harmoniert mit seinen fruchtig-bitteren Noten perfekt mit gegrilltem Fleisch, Vegetarier oder Veganer aber auch Frauen können zu erfrischenden Sauerbieren wie einer Berliner Weisse oder Gose greifen, denn sie passen sehr gut zu knackigen Salaten und anderen rohköstlichen Gerichten. Diese Bierstile leben wieder auf und es gibt hervorragende Neuinterpretationen sowohl aus Deutschland als auch aus dem Ausland.

Verraten Sie uns Ihr Lieblingsgetränk/-bier?
Ich trinke täglich morgens nach dem Aufstehen erstmal einen halben Liter Ingwerwasser mit einem Spritzer Zitrone, das hält mich körperlich und geistig fit. Es gibt so viele leckere Biere, dass ich mich gar nicht auf eins festlegen kann, generell bevorzuge ich ein DIPA, dieses Jahr habe ich den Bierstil Braggot entdeckt und bin hin und weg.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
1. Nach Bali auswandern.
2. Die Welt vom Plastikmüll befreien.
3. Alle Kriege beenden.

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Bud Spencer. Ich würde ihm gerne zur Pasta ein passendes Bier servieren.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Die 4-Stunden-Woche von Timothy Ferriss

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Andi Schweiger. Er macht, was er liebt, und sagt, was er denkt. Diese Leidenschaft und Offenheit finde ich sehr inspirierend.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Ja, ich liebe alle Tiere, deshalb habe ich keine und versuche auch, keine zu essen.

Das eigene Business macht keine Ferien

Werder (Havel), 19. Juli 2019 – Viele Unternehmen erfassen die Arbeitszeit ihrer Mitarbeitenden auf Papier. Doch die Folgen dieser „Zettelwirtschaft“ sind ungenaue Angaben, Probleme in der Buchhaltung, verspätete Rechnungsstellung, Chaos durch Verlust der Zettel und vieles mehr.

Bei der Roland Schulze Baudenkmalpflege GmbH in Potsdam werden die Stundenzettel vorwiegend auf Papier ausgefüllt. Am Ende der Woche kommen sie ins Büro, wo alles per Hand abgetippt wird. Wie viele Stunden auf einer Baustelle tatsächlich gearbeitet wurden, erfährt der Bauleiter Christoph Schulze erst nach ein bis zwei Wochen. Mehr als zwei Arbeitstage pro Monat verbringen die Bürokräfte mit dem Abtippen von Stundenzetteln. Das Papierarchiv wächst unaufhaltsam. Christoph Schulze möchte dies nun aber ändern: „Das muss in der heutigen Zeit doch besser gehen“.

Und ob! Wie es besser gehen kann, können Sie im Digitalwerk herausfinden. Im kostenlosen Workshop „Zeiterfassung: einfach, mobil, digital“ am 5. August erleben Sie die Vorteile digitaler Stundenzettel und welche Art der Arbeitszeiterfassung für Ihr Unternehmen die Richtige ist.

Erfahren Sie, wie Sie Arbeitszeiten sicher und genau erfassen und verwalten können – ganz ohne Papierkram im Büro. Der Einstiegs-Workshop richtet sich an alle, die mit Stundenzetteln bzw. Zeiterfassung arbeiten und noch keine bis wenig Erfahrungen mit digitalen Zeiterfassungssystemen haben.

Gemäß dem Motto Anschauen, Anfassen, Ausprobieren werden regelmäßig kostenlose Workshops mit digitalen Anwendungen zur Vereinfachung von Prozessen für Unternehmen aus Handwerk und Mittelstand angeboten.

Alle Einzelheiten zu den Workshops und die Anmeldeformulare finden Interessierte im Internet unter www.digital-werk.org. Für telefonische Anfragen steht Ihnen Luisa Amberg
unter 03327 5658-15 gern zur Verfügung.

Das Digitalwerk befindet sich im Bahnhofsgebäude auf der Eisenbahnstraße 109 in 14542 Werder (Havel). Das Zentrum für Digitalisierung in Handwerk und Mittelstand wird unterstützt durch das Land Brandenburg mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). (dw)

WORKSHOP | 19.08.2019 | Basiswerkzeuge in Excel und Word
Erlernen Sie einen sicheren Umgang und vertiefen Sie Grundtechniken.
Zielgruppe: Mitarbeitende aus Sekretariat, Verwaltung oder anderen Fachbereichen
Für Einsteiger (allgemeiner Überblick)

WORKSHOP | 27.08.2019 | Fachkräfte digital finden
Welche Plattformen eignen sich für die Suche nach Fachkräften?
Zielgruppe: Handwerker_innen und Unternehmer_innen
Für Einsteiger (allgemeiner Überblick)

Ausstellung zum Bauhausjahr im Kunst-Geschoss Werder (Havel)

Werder (Havel), 19. Juli – Zum Jubiläumsjahr „Bauhaus 100“ trägt das Kunst-Geschoss in Werder (Havel) mit einer besonderen Ausstellung bei: Die japanische Künstlerin Aishu Gen stellt bis 1. September ihre vom Bauhausmeister Wassily Kandinsky und von Piet Mondrian inspirierte Arbeit in der Stadtgalerie im Schützenhaus vor. Ausstellungstitel „Form-Licht-Schatten“. Aishu Gen (geb. 1949) lebt in Osaka und hat in Japan, Taiwan, Frankreich, Polen und Deutschland ausgestellt. Sie ist Mitglied der japanischen Künstlergruppe A 21.

Sie bezeichnete es bei der Vernissage am Mittwochabend als große Ehre, im Bauhausjahr in Werder ausstellen zu dürfen. Die klaren, einfachen Formen des Bauhauses würden ihrem Arbeitskonzept entsprechen. Als sie vor 30 Jahren Kandinskys Büchlein „Punkt und Linie zur Fläche“ gelesen hat, sei es wie eine in Worte gefasste und bebilderte Handreichung zu ihrer Zen-buddhistischen Sicht auf die Welt gewesen, sagte Kurator Frank W. Weber.

„Ihre Werke sind eine verständliche, bildliche Umsetzung des Reduktionsgedankens und fördern das Verständnis für die Idee des Bauhauses“, so Weber in seiner Laudatio. Wie in der Bauhaus-Formensprache sehe sie in Dreieck, Quadrat und Kreis die Basis gestalterischen Denkens. Dabei spielt sie bisweilen mit der Dreidimensionalität und deren Licht- und Schattenwirkung.

„Der Urklang der Werke von Aishu Gen wird durch den Starkkontrast von schwarz und weiß erzeugt“, sagte Frank W. Weber. In der japanischen Auffassung stehe weiß für den Beginn und Schwarz für das Ende. Zur Ausstellungseröffnung gab es eine eindringliche Performance der Tänzerin Hiroko Kato mit dem Musiker Masanori Tamaki, die sich diesen beiden Farben und deren Wirkungen widmete.

Bereits vor 18 Monaten hat der Kurator damit angefangen, die Ausstellung mit Aishu Gen zu organisieren und diese im „Verbund Bauhaus 100“ in das Jubiläumsprogramm aufzunehmen. Das Bauhaus wurde 1919 in Weimar geründet, Deutschland begeht gemeinsam mit Partnern in aller Welt das 100-jährige Jubiläum. Die Japanische Botschaft in Deutschland hat die Schirmherrschaft für die Ausstellung in Werder übernommen.

Durch die Stadt und durch Spenden von 50 Einzelpersonen ist es zudem gelungen, ein dreisprachiges Katalog-Journal zu erstellen, welches in der Ausstellung für 10 Euro gekauft werden kann. (wh)

Aishu Gen
„Form-Licht-Schatten“
Geöffnet bis Sonntag, 1. September, immer
Donnerstag, Samstag und Sonntag von 13-18 Uhr.
Der Eintritt ist frei.
Stadtgalerie KUNST-GESCHOSS,
Uferstraße 10, Werder (Havel)
www.kunst-geschoss.de

Die Eier aus dem Automaten

Foto: Clemens Teichmann

Werder (Havel) OT Bliesendorf, 18. Juli 2019 – Bauer Stefan aus Bliesendorf bietet täglich frische Eier aus mobiler Weidehaltung. Die Eier werden ausschließlich regional über Verkaufsautomaten direkt an den Kunden vermarktet.

Die besondere Haltungsform der Hühner, das eigens produzierte Futter und den kurzen Vermarktungsweg werden Sie schmecken und nicht mehr missen wollen. “Unsere Hühner wachsen auf dem Geflügelhof Reinkemeier auf, haben keine gekürzten Schnäbel und werden von klein auf an die Freilandhaltung gewöhnt”, so Stefan Luczkowski.

Das Futter wird mit den eigenen Mahl- und Mischanlagen selbst hergestellt. “Dadurch sehen wir alle ‘Zutaten’ und wissen auch wo sie herkommen. Wir verwenden die von uns selbst und von benachbarten Landwirten produzierten Komponenten”, erklärt Bauer Stefan weiter.

Da Familie Luczkowski Transparenz besonders am Herzen liegt, können Sie sich die Hühner jederzeit anschauen und die Familie auch gerne für Fragen kontaktieren.

Ein Eier-Automat steht im Gartencenter Geltow im Eingangsbereich. Dieser Automat ist entsprechend den Öffnungszeiten des Gartencenters zugänglich.

Automaten, die rund um die Uhr geöffnet sind:

· Karl-Liebknecht-Straße 9 in Glindow Hier können sie einen Besuch unserer Tiere gleich mit dem Eierkauf verbinden.  

· am Kreisverkehr Havelauen in Werder Havel auf dem Gelände der Waschanlage

· Erich-Arendt-Straße 1 in Potsdam vor dem Dachdeckereinkauf

(wsw)

Die „Blühende Gartenstadt“

Ein unermüdlicher Chronist von Werders Geschichte: Dr. Baldur Martin. Foto: wsw

Werder (Havel), 17. Juli 2019 – Unsere Gartenstadt Werder ist in eine wunderschön blühende und grünende Landschaft eingebettet. Um dies zu erhalten und zu fördern, sind vor allem die Einheimischen gefragt. Der eigens hierfür ins Leben gerufene Wettbewerb “Blühende Gartenstadt” zeichnet die Bemühungen der Werderanerinnen und Werderaner für ein schönes Stadtbild aus. Mitglied der Arbeitsgruppe ist unter anderem Baldur Martin. Wir haben ihn zum Gespräch getroffen:

Werder nennt sich „Blütenstadt“. Warum ist ein gartenbaulicher Wettbewerb nötig?
Das blühende grüne Landschaftsbild hat sich über Jahrhunderte durch den nachhaltigen Einfluss der hier lebenden Menschen herausgebildet. Die hier Wohnenden müssen auch zukünftig mitmachen. Fast die Hälfte sind inzwischen Zugezogene. Sie wurden davon inspiriert, im Einklang mit der Natur leben zu können. Das erfordert aber nicht nur Wahrung und Nutzung der Traditionen, sondern auch neben neuen Ideen den sorgfältigen und artgerechten Umgang mit der vielfältigen Natur der Pflanzen.

Welche gestalterischen Besonderheiten bestimmen das grüne Stadtbild?
Auf der Insel sind es die Hausgärten, die zwischen eng gebauten Häuserzeilen auch heute noch das ruhige, abgeschlossene Wohnen im Grünen angenehm machen. Steht eins der hohen Brettertore mal offen, bieten sich dem überraschten neugierigen Auge wahrhaft paradiesische Bilder.

Auf dem Festland ist davon aber kaum etwas zu finden?
Die Bauweise war vom Ende des 19. Jahrhunderts an eine ganz andere. Hinter den Höfen befand sich das blühende und Früchte tragende Obstland. Bei der Fluchtlinienbegradigung blieb zur Straßenseite hin Platz, vorgesehen für mindestens 1,50-2,00 Meter Vorgarten. Diese Vorgärten wurden zum Aushängeschild der Obstbauern und ihrer gärtnerischen Fähigkeiten. Und sie prägen zum Teil bis heute das Stadtgrün. Ziel des Wettbewerbs soll es u.a. sein, diese Tradition wieder zu beleben und fortzuführen. Das trifft auch für die ab den zwanziger Jahren in die großen Gärten hineingebauten Siedlungshäuser zu. Hier bestehen noch viel umfangreichere Möglichkeiten der gärtnerischen Ausgestaltung. Es geht also unter anderem darum, auch Anregungen zu bekommen und diese zu nutzen.

Geht es nur um Vor- oder Hausgärten?
Keineswegs. Es soll alles, was grünt und blüht, für die Öffentlichkeit sichtbar und erlebbar sein. Eine alte Weisheit der Werderschen ist: der gepflegte Vorgarten ist der Spiegel für das gesamte Grundstück. Natürlich können in die Bewertung auch Treppenaufgänge, Fenster- bzw. Balkonkästen, Hauswandbegrünung, Solitäre (Einzelbäume), Obstgehölze usw. mit einfließen. Logischerweise hauptsächlich dann, wenn sie ein besonderes gärtnerisches Gesamtbild ergeben.
Wir haben bei uns auch sehenswerte begrünte Gewerbestandorte. Oder denken Sie an die vielen Mehrgeschosser in der Stadt, wo ganze Hausaufgänge liebevoll grün gestaltet sind. Auch deren Leistungen sollen anerkannt werden.

Das Grün ist vorhanden. Viele freuen sich. Reicht das aus?
Leider nein. Die Blütenpracht muss nicht nur bewundert und genutzt werden, sie ist auch zu erhalten, zu pflegen und Neues muss dazu kommen, z.B. heimische, aber trockenresistente Arten oder Pflanzen wie sogenannte „Klimawandel-Bäume“, die von den hier lebenden Insekten geliebt werden. In dieser schnelllebigen Zeit, wo zuerst der Arbeitstag und die Familie zu bewältigen sind, fühlt sich mancher durch zusätzliche Aufgaben überlastet. Er überlässt diese lieber dem Nachbarn. Und übersieht, dass die Beschäftigung mit der Natur auch Ausgleich, Erholung und Erlebnis sein können.

Aber genügt es nicht, wenn es vor der Haustür nur ordentlich aussieht?
Sie meinen die Schottergärten, auch, nicht von mir, aber richtigerweise „Gärten des Grauens“ genannt. Ich finde diese Entwicklung furchtbar, die selbst vor Friedhöfen nicht Halt macht. Auf diesen Flächen wächst nichts mehr, kein Insekt hat dort sein Auskommen, das Wasser verdunstet, der Kreislauf ist unterbrochen. Ich denke, zu Gunsten der Betreffenden, dass es vorzugsweise Gedankenlosigkeit oder mangelnder Sinn für das Gemeinwohl sind. Die Stadt sollte durch Satzung/Ordnungen mit allen Mitteln dagegen vorgehen. In die gleiche Kategorie fällt das „Einmauern“ mit übermannshohen Hecken nichtheimischer Gehölze (z.B. Kirschlorbeer)oder, ganz schlimm, graue Pflastestreifen als Sichtblenden.

Geht nur Werder (Havel) in Richtung der grünen Stadt?
Das wäre nicht machbar. Werder fügt sich in eine zunehmende Kampagne ein, an der auch das Land und der Bund nicht mehr vorbeikommen. Waren es zunächst Absichtserklärungen, so sind es jetzt konkrete Maßnahmen. Denken Sie nur an die Gartenschauen als Beispielgeber. Aus der Bundesinitiative „Grün in der Stadt“ mit einem Weißbuch wurde seit 2017 das Städtebauförderungsprogramm „Zukunft Stadtgrün“, das den Kommunen zur Verfügung steht. Ab 2019/20 ist ein „Bundespreis Stadtgrün“ geplant. Damit sollen vorbildlich umgesetzte Praxisbeispiele bekannt gemacht werden. Im Mittelpunkt stehen die Reaktion auf die Folgen des Klimawandels und die Sorge um den Erhalt der biologischen Vielfalt.

Wie läuft der Wettbewerb ab?
Auf jeden Fall ganzjährig. Die Stadtverordneten haben neben einem Grundsatzbeschluss dazu Bewertungskriterien gebilligt. Eine Arbeitsgruppe der Verwaltung führt das Verfahren und steht auch für weitere Fragen zur Verfügung. Die Haushalte wurden über Sinn und Zweck informiert, in besonderen Hinweisen zur Gartengestaltung auch über spezifische Anbaubedingungen in Werder.
Als Anerkennung und Auszeichnung gibt es neben einer Geldprämie eine wertige Schiefertafel mit der Gravur „Blütenstadt Werder – vorbildlicher Garten“. Die ersten fünf Auszeichnungen wurden vor den Stadtverordneten bereits überreicht.

Die ersten Auszeichnungen wurden im März vergeben

Die Kulturbus-Linie 607

Potsdam – Caputh – Ferch – Petzow – Werder (Havel), 16. Juli 2019 – Noch bis zum 20. Oktober 2019 garantiert die Kulturbus-Linie 607 wieder an allen Wochenenden und Feiertagen eine angenehme Reise im 2-Stunden Takt von Potsdam über Caputh, Ferch und Petzow nach Werder (Havel) und zurück. 

Zwischen 8 und 18 Uhr pendeln die als Kultur- und Naturbus gestalteten Fahrzeuge der regiobus Potsdam Mittelmark GmbH zwischen den schönsten Zielen der Region Schwielowsee und bringen ihre Gäste bequem und sicher wieder zum Anschluss an die S-Bahn und den DB-Regionalverkehr am Potsdamer Hauptbahnhof. Mit dem praktischen Tagesticket kann man von früh bis spät beliebig oft an den Haltestellen aus- und einsteigen, von einem Ort zum nächsten fahren und sich frei seine ganz eigene Sightseeingtour gestalten. 

Natürlich lohnt auch der längere Aufenthalt in der Gemeinde Schwielowsee. Neben dem Schloss und Einsteinhaus Caputh, der Havelländischen Malerkolonie in Ferch oder der Handweberei in Geltow laden gerade in der Sommerzeit viele kulturelle Veranstaltungen, wie Konzerte, Ausstellungen oder kulinarische Events zum Besuch ein. 

Im Service der Schwielowsee-Gästekarte ist u. a. die kostenfreie Nutzung der Kulturbus-Linie 607 sowie der Linien 610 Wildpark-West-Potsdam und 631 Werder (Havel) Geltow-Potsdam inbegriffen. „Freie Fahrt!“ heißt es mit dieser zudem auf der 580er Linie Potsdam-Werder-Bad-Belzig für den Abschnitt Potsdam bis Werder (Havel), Lietzes Weg. 

Es bietet sich also an, das Auto stehen zu lassen und in einem entspannten Ausflug oder Urlaub Kultur und Naturschönheit dieser besonderen Havellandregion zu genießen.

Alle Fahrpläne und aktuelle Fahrinformationen finden Sie auf www.regiobus.pm. (a.l.)

Eingeschränkte Brauchwasserversorgung

Alle Gartengeräte werden geprüft und gereinigt.
Alle Gartengeräte werden geprüft und gereinigt.

Werder (Havel), 16. Juli- Wie die Stadtverwaltung Werder (Havel) mitteilte, gibt es nach einem Rohrbruch im Werderaner Brauchwassernetz zurzeit keine Brauchwasserversorgung in Glindow und Neu Plötzin sowie in einzelnen Obstanlagen auf der Glindower Platte.
Grund ist ein Rohrbruch in der Plötziner Straße Ecke Glindower Gartenstraße. Die Reparatur ist beauftragt, die Arbeiten sollen heute beginnen. Voraussichtlich im Laufe dieser Woche können die betroffenen Leitungen wieder befüllt werden.

Das Brauchwasser dient im Wesentlichen der Bewässerung von gärtnerisch und landwirtschaftlich genutzten Flächen im Bereich Glindow. Es wird vom Glindower See aus zu den Plantagen und Gärten gepumpt.(wh)

Der richtige Sonnenschutz

Werder (Havel), 16. Juli 2019 – Je höher die Temperaturen auf dem Thermometer steigen, desto kürzer wird die Kleidung. Sonnenanbeter verbringen am liebsten den ganzen Tag draußen in der Sonne und freuen sich auf eine knackige Sommerbräune. Während unsere Haut in der kalten Jahreszeit durch trockene Heizungsluft und eisige Winde belastet wird, bringt der Sommer mit vielen Sonnenstunden ebenso viele Strapazen mit sich. 

An erster Stelle steht das UV-Risiko. Das Sonnenlicht enthält schädliche ultraviolette Strahlen, die größtenteils durch die Ozonschicht ferngehalten werden. Die gefährlichen UV-Strahlen, die unsere Haut erreichen, regen die Pigmentzellen an, braunen Farbstoff zu bilden. Was sich für uns als schöne Sommerbräune zeigt, ist eigentlich ein natürlicher Schutzmechanismus der Haut. Doch wie jeder Schutzmechanismus kommt auch die Melanin-Produktion der Haut ab einem gewissen Punkt an ihre Grenzen. Gelangt zu viel Sonnenlicht auf die Haut, kann es zu einer Rötung kommen mit Juckreiz, Schmerzen und gelegentlicher Blasenbildung. 

Bei einem besonders starken Sonnenbrand können zudem Fieber, Schwäche und Kopfschmerzen auftreten. Die UV-Strahlen können die Zellen in der Haut so sehr schädigen, dass sie absterben. Diese geschädigten Zellen können schlimmstenfalls auch zu Ausgangszellen für einen Tumor werden. Ihre Nachkommen hören dann nicht mehr auf, sich zu teilen. Der kindliche Sonnenbrand im Alter zwischen null und sechs Jahren gilt übrigens als wichtigster Risikofaktor für den schwarzen Hautkrebs. Wie viel UV-Strahlung ein Mensch verträgt, ist ganz unterschiedlich. Wer sich unsicher ist, sollte einen Hautarzt um Rat fragen.

Zur täglichen Pflegeroutine im Sommer sollte die Verwendung von geeigneten Sonnenschutzmitteln unbedingt dazugehören – nicht nur bei einem Tagesausflug ins Freibad. Die UV-Strahlen belasten unsere Haut auch beim kurzen Mittagssnack im Freien oder beim Relaxen im vermeintlich ungefährlichen Schatten. 

Sonnenschutzprodukte gibt es in vielen verschiedenen Varianten. Ob als Spray, als Lotion oder als Creme – alle eint, dass sie die schädlichen UV-Strahlen entweder chemisch oder physikalisch aufhalten und so unsere Haut vor Verbrennungen schützen. 

Unsere Haut verfügt über eine gewisse Eigenschutzzeit. Diese gibt an, wie lange die ungebräunte Haut maximal der Sonne ausgesetzt werden kann. Sehr helle Hauttypen können bereits nach weniger als fünf Minuten einen Sonnenbrand bekommen. Der Lichtschutzfaktor auf den Sonnenschutzmitteln multipliziert mit der persönlichen Eigenschutzzeit gibt die maximale Dauer eines Sonnenbades an. 

Beim Sonnenschutz gilt stets die Devise: Viel hilft viel! Cremen Sie sich regelmäßig ein und seien Sie beim Auftragen des Sonnenschutzes nicht zu sparsam. Ein durchschnittlicher Erwachsener benötigt etwa 40 Gramm Lotion/Creme fürs Eincremen des gesamten Körpers. Das heißt, dass eine Sonnenmilch mit 200 ml Inhalt gerade einmal für fünfmaliges Eincremen reicht. Hand aufs Herz: Wie lange hält ein Sonnenschutzprodukt bei Ihnen …? 

Und wer noch Tuben aus dem vergangenen Sommerurlaub im Schrank hat, sollte diese durch neue ersetzen. Meist sind geöffnete Sonnenschutzprodukte nur 12 Monate haltbar. (wsw)

Der Wasserwanderstützpunkt Werder

Blick auf die Terrasse des Restaurants Filterhaus, Foto: wsw

Werder (Havel), 15. Juli 2019 – Vor etwa 100 Jahren wurde die Vulkan-Fiber-Fabrik in der Adolf-Damaschke-Straße in Werder (Havel) errichtet. Wo einst der Verbundstoff Vulkanfiber hergestellt wurde und zuletzt 150 Mitarbeiter beschäftigt waren, befindet sich heute ein attraktiver Wasserwanderstützpunkt mit einem stilvollen Restaurant in historischen Gemäuern. 

Der Standort im Innenbereich der Stadt Werder (Havel) befindet sich mit seiner 120m langen Wasserfront unmittelbar an der Havel, direkt neben dem Personenschifffahrtsanleger und dem Bahnhof Werder (Havel). Diese Lage bietet eine einmalige infrastrukturelle Anbindung des Wasserwanderstützpunktes.

Die Fabrikanlage direkt an der Havel zählt zu den bedeutendsten Zeugnissen für den Industriebau der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Früher wurde der Verbundstoff Vulkanfiber unter anderem für die Herstellung von Koffern und Knöpfen genutzt als Ersatz für Leder und Gummi. Vulkanfiber ist relativ leicht, zeichnet sich durch eine hohe Stabilität aus, ist elastisch und unempfindlich gegen Öle und Fette. Seinen Namen verdankt der Verbundstoff der Vulkanisation von Naturkautschuk zu Hartgummi. Oberflächlich betrachtet, ähneln sich die Produktionen, sodass der Name Vulkanfiber entstand. Hierbei werden als Rohstoff jedoch Bahnen aus Baumwoll- und/oder Zellulosefasern verwendet. Vulkanfiber zählt zu den ältesten Kunststoffen und ist auch heute noch aufgrund seiner besonderen Eigenschaften hervorragend als moderner Verbundstoff geeignet. Dass er auf Basis nachwachsender Rohstoffe hergestellt wird, ist ein weiteres Plus. 

Die ehemalige Bottichfreifläche

Errichtet wurde die Vulkan-Fiber-Fabrik 1916 auf einem 34.000 Quadratmeter großen Areal, das im Jahr 1926 hinzugekommene Filterhaus diente dazu, das Wasser aus der Havel für den weiteren Produktionsprozess der Fabrik mittels großer Sandfilter zu filtern. In den alten Industriegebäuden der Werderaner Vulkan-Fiber-Fabrik wird bereits seit 25 Jahren kein Vulkanfiber mehr produziert. In den insgesamt zum Ensemble der Fabrik gehörigen 31 Gebäuden stand seit 1994 die Arbeit still. 

Doch dann kam eines Tages Jörg Maywald nach Werder, sah die denkmalgeschützten Gebäude und verliebte sich sofort in dieses geschichtsträchtige Fleckchen Erde. 1998 erwarb Maywald, der bis 1994 an der Berliner Charité praktizierte, das sanierungsbedürftige Anwesen von der Treuhand. 

„Wir waren sofort von der Lage und der Architektur begeistert und hatten eine Vision“, erinnert sich Jörg Maywald. „Gemeinsam mit meiner Frau und meinem Sohn erstellten wir ein Rahmenkonzept für 20 Jahre und setzten dieses schrittweise um. Darin wurde vor 20 Jahren zum Beispiel der Ausbau des Filterhauses zum Restaurant festgeschrieben.“

Für die Umsetzung dieses Rahmenkonzeptes, gründete sich im Jahr 2000 der Verein „Freunde der Vulkan-Fiber-Fabrik Werder/Havel e.V.“, der auch Träger des Vorhabens ist. Der Verein ist gewerblich tätig und bezweckt die Förderung und Durchführung von Aktivitäten, die dem Erhalt der Baulichkeiten der ehemaligen Vulkanfiberfabrik dienen oder darauf gerichtet sind, diese der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. 

Als Hauptziel setzte sich der Verein die Schaffung eines attraktiven Wasserwanderstützpunktes. „2011 begannen die Planungen für das ehrgeizige Projekt, die Bauarbeiten starteten 2014. Rund 3,6 Millionen Euro haben wir investiert, davon waren 1,1 Millionen öffentliche Zuschüsse von der Investitionsbank des Landes Brandenburg“, erklärt der Berliner.  

Das Hauptangebot des Wasserwanderstützpunktes reicht von Bootsunterkünften, ganzjährigen Serviceleistungen an Booten, einem Verleih von muskelbetriebenen Sportbooten und Fahrrädern, einer Gastronomie im historischen Filterhaus direkt an der Havel, einer attraktiven Havelterrasse mit Überdachung über barrierefreie sanitäre Einrichtungen bis hin zu PKW- und Bus-Parkplätzen. In diesem Zusammenhang wurden auch Erholungsmöglichkeiten für Wasserwanderer auf dem Festplatz wie ein Kinderspielplatz, Ruhebänke und ein Grillplatz im Uferzonenbereich geschaffen. 

Im Ergebnis entstand aus den alten Gebäuden eine attraktive Anlaufstelle für Wasserwanderer, an der Tourismus und bestehende Kleingewerbe miteinander in Harmonie nachhaltig bestehen können und sich gegenseitig nicht stören. Die nächsten Wasserwanderstützpunkte mit einem vergleichbaren Angebot sind in Potsdam und Brandenburg an der Havel.

Am 11. April 2019 konnte nach fünf Jahren Bauzeit der Wasserwanderstützpunkt Werder (Havel) feierlich eröffnet werden. „Wir bedanken uns bei allen, die dazu beigetragen haben, insbesondere bei den Bauschaffenden, beim Landrat Wolfgang Blasing, bei der Bürgermeisterin Manuela Saß, beim Wirtschaftsminister, beim ehemaligen Bürgermeister Werner Große, und bei den Mitarbeitern der Denkmalpflege“, verkündete Jörg Maywald zur Eröffnung. 

Den krönenden Abschluss des Projektes bildete der Ausbau des denkmalgeschützten Filterhauses zum Restaurant mit Havelterrasse. Im Filterhaus ist die freitragende, hölzerne Dachkonstruktion von besonderer Bedeutung. Die alte Konstruktion wurde mit bauzeitlichem alten Holz instand gesetzt und statisch ertüchtigt. Dann wurde die Oberfläche geschliffen.

Die Zielgruppe des Restaurants Filterhaus umfasst neben Touristen vor allem Einwohner aus Werder, Potsdam und Umgebung. Am Freitag wird Abendessen geboten und am Samstag, Sonntag und an Feiertagen Mittagessen, Kaffee und selbst gebackener Kuchen auf der Terrasse sowie Abendessen. Die Speisekarte beinhaltet Gerichte aus der deutschen Küche, die alle hausgemacht sind. Als besonderes Highlight ist der X-Oven Holzkohlegrill zu erwähnen. Bei Temperaturen zwischen 270 und 370 Grad wird nicht nur das Fleisch auf den Punkt gegart, sondern Fisch, Fleisch und Gemüse bilden eine leckere Kruste und behalten ihre Saftigkeit. 

Der Verein „Freunde der Vulkan-Fiber-Fabrik Werder/Havel e.V.“ rechnet damit, dass sich der Wasserwanderstützpunkt zu einem überregionalen Magneten entwickelt. Doch nicht nur Wassertouristen sind hier herzlich willkommen. Auf dem Grundstück verläuft der beliebte Havel-Radweg, der auch zahlreiche Fahrradfahrer auf das Gelände lockt. Und auch Tagestouristen, die zwischen dem Werderaner Bahnhof und dem Schifffahrtsanleger auf der Insel an der Fabrik vorbeikommen, werden hier Halt machen. (wsw)

Mein Werder (183): Harry Kindt

Harry Kindt ist der Vorsitzende des Katzenheims Glindow und mit Leib und Seele Tierfreund., Fotos: wsw

Kurz & Knapp

Name: Harry Kindt
Wohnort: in Großziethen bei Berlin
Haben Sie Kinder? Ich habe zwei erwachsene Söhne.
Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder ist sehr ruhig und erholsam.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich bin seit 2001 ehrenamtlich im Katzenheim Glindow tätig. Hier kümmere ich mich gemeinsam mit meinem Team um kleine und große Katzen und um alle geschäftlichen Belange, die in einem Unternehmen so anfallen.

Was würden Sie lieber machen?
Nichts! Alle Mitarbeiter des Katzenheims Glindow sind mit Leib und Seele bei der Arbeit. Unsere liebe Frau Pietsch ist z.B. schon seit 26 Jahren dabei.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Natürlich meine Katzenstation

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Auf jeden Fall bei uns! Ob zur Baumblüte, zu unserem Sommerfest oder einfach nur so – wir freuen uns immer über interessierte Besucher.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Um ehrlich zu sein, bin ich kein Baumblütengänger, dafür fehlt mir einfach die Zeit. Wenn ich nicht in Glindow im Katzenheim bin, kümmere ich mich zu Hause in meiner Katzen-Babystation um kleine Fell-Waisen.

Welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Ich bin kein Freund vom Obstwein und bevorzuge lieber ein kühles Bier. Zum Feierabend hin gönne ich mir sehr gerne auch einen guten Grappa.

Sie – ganz persönlich

Seit 1991 gibt es das Katzenheim vom Berliner Katzenschutz e.V. in Glindow, zuvor war es in Berlin ansässig. Können Sie uns etwas über die Entstehungsgeschichte erzählen?
Im April 1985 hat sich der Verein „Berliner Katzenschutz e.V.“ gegründet und in der Turmstraße in Berlin Moabit ein kleines Tierheim eröffnet. Kurz darauf folgte ein Umzug in die Potsdamer Straße in Schöneberg. Da das alte Fabrikgebäude, in dem sich der Verein niedergelassen hatte, jedoch abgerissen wurde, hat der damalige Ministerpräsident dem Vereinsvorsitzenden Wilhelm Schrader angeboten, das Objekt hier in Glindow zu mieten. Im Jahr 2003 hat Herr Schrader es dann käuflich erworben und ich habe dann mit dem Verein das Grundstück gekauft.

Am 1. November 1999 wurde der Berliner Katzenschutz e.V. Kooperationspartner von „aktion tier – menschen für tiere“. Was bedeutet diese Kooperation und welche Vorteile ergeben sich für das Glindower Katzenheim?
Dank der Kooperation mit „aktion tier – menschen für tiere“ bekommen wir einen hohen Betriebskostenzuschuss, wir werden also großzügig finanziell unterstützt. Damit können wir fast unsere monatlichen Kosten decken. Zudem ist die Tierärztin, die sich um die Katzen kümmert, bei aktion tier angestellt.
Da wir uns sonst nur durch Spenden finanzieren, sichert diese Kooperation unser Überleben. Für extra Ausgaben ist das Geld natürlich trotzdem knapp. Allein der Umbau des Gnadenhofes für unsere Katzen, die nicht vermittelt werden können, hat 36.000 Euro gekostet. Solche Ausgaben sparen wir uns sozusagen vom Mund ab.

Bis zu 100 Katzen und Kater warten im Katzenheim Glindow auf ein neues Zuhause.

Seit dem 11. März 2003 sind Sie der 1. Vorsitzende des Vereins und auch der Leiter des Katzenheims. Was bedeutet Ihnen diese Position und welches Ziel verfolgen Sie bei Ihrer täglichen Arbeit?
Bevor ich 2003 zum Vorsitzenden gewählt wurde, war ich kommissarischer Vorsitzender. Mein Vorgänger musste krankheitsbedingt das Amt leider abgeben und so gab es erstmal die Notwendigkeit für einen neuen Vorstand. Wahrscheinlich hat den Vereinsmitgliedern meine Nase gut gepasst und meine Frau war auch maßgeblich daran beteiligt, dass ich mich zur Wahl stellte und den Vorsitz dann auch erhielt.
Mein größtes Ziel ist die Kastration von Straßenkatzen. Die Vermehrung von frei lebenden Katzen zu verhindern, ist ein Kampf gegen Windmühlen. Aber wir geben nicht auf! In diesem Jahr haben 80 Prozent der verwilderten Katzen, die wir im Katzenheim aufgenommen haben, geworfen. Die Tiere kommen aus Berlin und Brandenburg. Man darf nicht vergessen, dass jedes Tierleid immer die Ursache menschlicher Verantwortungslosigkeit ist.
Vor zwei Jahren haben wir auf dem Rewe-Parkplatz hier in Glindow fünf schwarze Katzenbabys gefunden. Sie wurden einfach weggeschmissen, die Nachgeburt war sogar noch dran. Dank unserer Pflege haben alle überlebt. Gestorben wird immer, aber nicht bei uns!

Im Oktober 2005 wurde Deutschlands erste Babystation für Katzen in Glindow eröffnet. Wofür wird die Station gebraucht?
Zuvor wurden wir belächelt, als wir die Idee einer Babystation zur Sprache gebracht haben. Wir hatten ja auch schon einen extra Platz für trächtige Katzen, doch die Babystation mit insgesamt zehn Boxen bietet für die Tiere einen komfortableren Rückzugsort. Sobald eine Katze, die kurz vorm Werfen ist, an einer Futterstelle in Berlin/Brandenburg gesichtet wird, wird sie zu uns gebracht, sofern wir Platz haben. Die Katze kann dann ganz in Ruhe und Sicherheit bei uns ihre Babys bekommen, wird anschließend kastriert und wieder an ihrer Futterstelle ausgesetzt. Etwa 14 Wochen ist eine Box in der Babystation belegt. Sollten alle Boxen einmal voll sein, können wir auch auf unsere Quarantäne-Station ausweichen. Bisher mussten wir zum Glück noch keine Katzenmama abweisen. Der Irrglaube der meisten Menschen ist, dass Katzenbabys hauptsächlich im Frühjahr geboren werden. Dem ist aber nicht so. Durch das milde Klima gibt es eigentlich das ganze Jahr über Katzen. Eine frei lebende unkastrierte Katze kann bis zu zweimal im Jahr etwa zehn Babys bekommen.

Kleine Katzenwaisen werden von Ihnen per Hand aufgepäppelt. Wie muss man sich das vorstellen?
Gemeinsam mit meiner Frau kümmere ich mich um die kleinsten Kätzchen, die keine Mama haben. Die Babys müssen in den ersten drei Wochen ihres Lebens alle zwei Stunden mit dem Fläschchen gefüttert werden. Das klappt nur im Schichtdienst. Eine Nacht übernehme ich die Versorgung, die nächste Nacht meine Frau. Nach den drei Wochen benötigen die Kätzchen alle vier Stunden Futter bis sie mit etwa sechs Wochen selbst fressen können. Zur Zeit habe ich sieben Kätzchen zu Hause. Im vergangen Jahr waren es insgesamt 24 Katzenbabys, die ich mit der Hand aufgezogen habe und 128 Katzenbabys waren es insgesamt im Katzenheim Glindow. Rechnet man pro Jahr etwa 120 Kätzchen und das über all die Jahre kommt man auf eine ziemlich große Anzahl.

Welche Wünsche für die Zukunft haben Sie für den Berliner Katzenschutz e.V.?
Erstmal hoffe ich, dass wir – meine Mitarbeiter und ich – unsere Arbeit noch lange weitermachen können. Mein größter Wunsch ist, dass endlich die Politik tätig wird. In Groß Kreutz wird die Kastration eingefangener Katzen zum Beispiel übernommen, hier in Werder nicht. Als Grund werden hier die hohen Kosten genannt. Aber wenn die Katzen nicht kastriert werden können, ist die Versorgung der daraus entstehenden Babys natürlich viel höher. Und da beißt sich doch die Katze in den Schwanz.

Manchmal beherbergen Sie bis zu 100 Katzen im Glindower Katzenheim. Geht Ihnen das Schicksal der Tiere nahe? 
Wenn hier im Heim mal eine Katze oder ein Baby stirbt, haben wir alle Tränen in den Augen. Manchmal kommen so schwer verletzte Katzen zu uns, dass man den Tieren einfach nicht mehr helfen kann. In Akutfällen unterstützt uns da Frau Dr. Fehrenberg ganz großartig. Auch wenn ich schon viele Jahre dabei bin, lässt es mich natürlich nicht kalt, wenn man sich von einem Tier verabschieden muss. Wir können leider nicht das Tierleid der Welt besiegen, aber wenn wir jeden Tag unser Bestes geben, um den Fellnasen, die bei uns im Heim sind, zu helfen, ist schon mal ein kleiner Schritt getan.

Was würden Sie sich von anderen Tierbesitzern wünschen?
Ich wünsche mir weniger etwas von den Tierbesitzern, sondern von der Politik, dass das Paderborner Modell endlich umgesetzt wird. Dieses Tierschutzgesetz sieht vor, dass alle Katzenbesitzer, die ihren Tieren Freigang gewähren, verpflichtet sind, die Katze/den Kater zu kastrieren. In 68 Orten gibt es diese Kastrationspflicht bereits, es ist Zeit, dass dies auch bei uns umgesetzt wird!

Ist Ihnen ein Tier während Ihrer langjährigen Tierschutzarbeit besonders im Gedächtnis geblieben?
Uns allen ist besonders der Achsel ans Herz gewachsen, der leider vor kurzem erst von uns gegangen ist. Unser Haus- und Hofkater war einfach einmalig. Mit seinen 14 Jahren ist er bis zum Schluss noch überall ein- und ausgegangen, hat auf den Feldern in der Umgebung Mäuse und kleine Schlangen gefangen und geklaut wie ein Rabe. Bisher haben wir für ihn noch keinen Nachfolger gefunden.

"Es wird höchste Zeit, dass die Kastrationspflicht endlich eingeführt wird", appelliert Harry Kindt.

Was wir sonst noch wissen wollten …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Dass die Kastrationspflicht eingeführt wird.
Dass wir einen Sponsor finden, der uns ins finanzielle Plus führt.
Dass es so weiter geht, wie es bisher gelaufen ist. Wir können zufrieden mit unserer Arbeit sein.

Welche berühmte Person würden Sie gerne einmal treffen?
Erst kürzlich durfte ich Diana Eichhorn von der VOX-Sendung „Hund Katze Maus“ kennenlernen. Sie hat mit ihrem Team am 18. Juni bei uns in Glindow und bei mir zu Hause bei den Waisen- Kätzchen gedreht. Sie ist ein echter Kumpeltyp. Ansonsten würde ich Andrea Berg gerne einmal treffen, sie ist ja auch ein großer Tierfreund. Vielleicht lade ich sie mal zu unserem Sommerfest ein 🙂

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Ich liebe alle Tiere, aber mit Katzen beschäftige ich mich natürlich am intensivsten. Im bin noch in der Prüfungskommission der IHK tätig und nehme die Prüfungen Tierpfleger, Tierpension und bald auch Zoo ab. Da komme ich mit vielen teils auch exotischen Tieren in Kontakt. Das ist immer sehr spannend. Zu Hause habe ich selbst zehn Katzen. Das sind alles Fälle, die früher gequält wurden. Unser Felix wurde zum Beispiel mit Säure überschüttet. Er benötigte viele Operationen und noch mehr Zuneigung, damit es ihm wieder gut geht.

Wir müssen auf unsere Lieblinge aufpassen

Werder (Havel), 12. Juli 2019 – Gerade jetzt, wo es unheimlich warm draußen ist, müssen auch unsere Fellnasen viel trinken. Worauf Sie beim Spaziergang im Wald und an Gewässern unbedingt achten müssen, erzählt uns Dr. Inga Vetrella von der Tierarztpraxis in den Havelauen.

Warum sollten unsere Hunde nicht aus Pfützen trinken?
Insbesondere kleine Nagetiere tragen die sogenannten Leptospiren, wie die Erreger der Leptospirose heißen, in sich. Sie selbst werden zwar nicht krank, aber sie scheiden trotzdem Leptospiren über den Urin aus. Die Leptospirose-Erreger fühlen sich vor allem in feuchter, milder Umgebung wohl – daher vermehren sie sich in Tümpeln, Teichen und eben in Pfützen besonders gut. Durch das Trinken aus eben diesen Quellen, nimmt der Hund diese Leptospiren driekt auf.

Was sind die Symtome einer Infektion?
Eine Infektion macht sich durch Erbrechen und Durchfall sowie häufiges Harnabsetzen bzw. Harnverfärbungen bemerkbar. Im Verlauf der Erkrankung können sich Haut und Schleimhäute gelblich verfärben. Bei Verdacht auf Leptospirose sollten Sie mit Ihrem Hund sofort zum Tierarzt fahren. Früh erkannt, lässt sich die Krankheit in vielen Fällen mit Antibiotika behandeln, kann aber auch tödlich verlaufen. Achtung: Auch auf den Menschen ist die Leptospirose übertragbar und äußert sich mit grippeähnlichen Symptomen. Um eine Erkrankung zu verhindern, wird die Impfung gegen Leptospirose empfohlen.

Leptospieren sind nicht die einzige Gefahr, die einem Vierbeiner beim Trinken aus vermeindlichem Frischwasser drohen. Blaualgen können beim Hund ebenfalls zu einer Vergiftung führen.
Blaualgen im Wasser vermehren sich insbesondere bei sehr warmen Temperaturen. Hunde, die sich gern im kühlen Nass tummeln, sind am häufigsten betroffen, wenn sie zum Beispiel beim Schwimmen Wasser schlucken. Da man giftige von ungiftigen Algen nicht unterscheiden kann, sollte eine sichtbare Verunreinigung als ernstzunehmende Warnung genommen werden. 

Blaualgen können verschiedene Gifte produzieren, die unterschiedliche Wirkungen im Körper entfalten. Können Sie uns über die Symptome aufklären?
Unterschiedliche Arten von Gift rufen unterschiedlichste Symptome hervor, die von Durchfall, Schwäche, Verfärbung der Schleimhäute, Gelbsucht, Schock, Muskelzittern, Lähmungen, Harnabsatz, starkes Speicheln oder Tränen der Augen bis hin zu spastischen Muskelkrämpfen führen können. Diese Symptome können sehr schnell nach dem Kontakt mit der Blaualge auftreten und innerhalb kürzester Zeit zum Tod führen.

Welche Maßnahmen können ergriffen werden, wenn ein Hund die genannten Symptome aufzeigt?
Bei Anzeichen einer Blaualgenvergiftung benötigt der Hund eine sofortige aggressive Therapie. Wird die Vergiftung sehr früh erkannt, kann eine Verminderung der Giftaufnahme, zum Beispiel durch eine Magenspülung oder die Verabreichung von Aktivkohle, hilfreich sein. Ein spezifisches Gegenmittel gibt es leider nicht. Jeder Hundebesitzer hat die wichtigste Maßnahme selbst in der Hand, in dem er den Kontakt seines Hundes mit blühendem Wasser unbedingt vermeidet.

Was kann vorbeugend getan werden, um unseren Vierbeinern auch im Sommer eine sichere Abkühlung und den Zugang zu frischem Wasser zu ermöglichen?
Auf längeren Spaziergängen kann man sich prima eine Flasche Wasser für den Hund einpacken. Mit ein bisschen Übung klappt das Trinken auch aus der Flasche oder man hat einen faltbaren Trinknapf dabei. Bei Touren am Wasser oder in Wäldern mit Tümpeln und Pfützen können Sie Ihren Hund nur schützen, wenn sie ihn an der Leine führen.

(wsw)

Gut gestärkt durch den Sommer

Werder (Havel), 11. Juli 2019 – Der Sommer zeigt sich von seiner schönsten Seite! Die Sonne strahlt vom azurblauen Himmel und die Temperaturen klettern auf dem Thermometer immer weiter nach oben. Doch für manch einen hat der Sommer auch einige Schattenseiten. Temperaturen über 30 Grad können den Organismus und den Kreislauf ganz schön belasten. Einen kühlen Kopf behält man am besten mit leichten Snacks und mit der Erfrischungs-Geheimwaffe Nummer 1: frischem Wasser. 

An heißen Tagen ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr besonders wichtig. Die Expertenmeinungen schwanken zwischen 1,5 bis 3 Liter Flüssigkeit, die ein Erwachsener über den Tag verteilt zu sich nehmen sollte. Bei sportlicher Betätigung ist es natürlich entsprechend mehr. Greifen Sie am besten zu Wasser, ungesüßten Tees oder Saftschorlen im Verhältnis 1:3. Um Bauchschmerzen vorzubeugen, sollten die Getränke jedoch nicht zu kalt sein. Ein Flüssigkeitsmangel kann sich z.B. durch Konzentrationsstörungen, Übelkeit, Schwindel oder Kopfschmerz ausdrücken. Am besten ist es, schon zu trinken, bevor man Durst hat.

Neben dem Trinken ist auch eine passende Ernährung an heißen Tagen sinnvoll. Statt drei große Mahlzeiten zu essen, sollte man lieber mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt zu sich nehmen. So kann der Körper die Lebensmittel und kleinen Portionen leichter verdauen. Am besten greift man hierbei zu regionalem Gemüse und Obst. Ob roh oder gedünstet – knackiges Gemüse und fruchtiges Obst liefern wichtige Mineralstoffe, die durch verstärktes Schwitzen ausgeschieden werden. Und auch kalte Gemüsesuppen, ein feurig-scharfes Curry, bunte Salate oder mageres Fleisch wie Hähnchen sind bestens für heiße Temperaturen geeignet. (wsw)

Schönheit von Kopf bis Fuß

Werder (Havel), 11. Juli 2019 – Seit etwas mehr als einem Jahr gibt es das Kosmetikstudio beautypoint von Kerstin Hinterleitner und Nicole Busch nun schon in Werder (Havel). In den Räumlichkeiten in der Brandenburger Straße 20 haben die beiden Powerfrauen mit viel Arbeit und Leidenschaft eine wahre Beautyoase erschaffen!

Die Kosmetikbehandlungen umfassen nicht nur die üblichen Treatments wie Make-Up, Wellness und Maniküre – Nicole und Kerstin kümmern sich bei ihren Kundinnen und Kunden darum, dass sich diese einfach wohl in ihrer Haut fühlen. 

Direkt neben dem beautypoint-Kosmetikinstitut hat Kerstin Hinterleitner ein BeautySpa eröffnet. Hier wird kosmetische Fußpflege der Extraklasse geboten. Das BeautySpa wird von Chantale Damour geleitet, die Kerstin tatkräftig unterstützt. Die Füße tragen uns verlässlich durch den Tag und verdienen nicht nur in den Sommermonaten eine große Portion Pflege. Im BeautySpa sorgt Chantale mit viel Leidenschaft für top gepflegte und trendig lackierte Füße. Hinzu kommen neue Massagetechniken und das neue Calluspeeling aus der Schweiz, das babyzarte Füße zaubert. 

Ganz neu im Angebot der beautypoint-Damen sind Produkte von Energetix. Die Magnete wirken durch die Haut auf das Blut und verbessern die Blutzirkulation, sodass die Zellen besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden können. Dadurch können viele Heilungsprozesse beschleunigt werden. Ebenso werden Schadstoffe rascher aus den Zellen abtransportiert. 

Die Selbstheilungskräfte werden angeregt, Stress kann besser abgebaut werden, man schläft besser und hat einfach mehr Energie für seine täglichen Unternehmungen.

Nach einer kurzen Urlaubszeit vom 22. bis 28. Juli meldet sich das Beauty-Trio wieder zurück mit neuen Anti-Aging- und Fruchtsäurebehandlungen sowie vielen tollen Überraschungen! 

Im Herbst plant „Werder mit allen Sinnen“ einen tollen Frauenflohmarkt mit allem, was das Frauenherz begehrt. (wsw)

Erholung für Kinder aus der Ost-Ukraine

Gruppenfoto im Garten der Kirche Maria Meerestern, Foto: Rotary Werder

Werder (Havel), 11. Juli 2019 – Auch der Rotary Club Werder (Havel) beteiligte sich wieder aktiv in dem Bestreben, dass Kindern aus der immer noch kriegsgebeutelten Ost-Ukraine Abstand gewinnen von der ständigen Angst und den immer noch häufigen Explosionsgeräuschen in ihrer Heimat.

Eine Gruppe von 20 Jungen und Mädchen, die zurzeit ein Sommerkamp im Inselparadies Petzow verbringen, sowie ihre ukrainischen Betreuer waren am 9. Juli Gäste des Rotary Clubs in Werder.

Der Werderaner Bootsverleih Krüger & Till stellte dem Rotary Club für diesen Zweck freundlicherweise zwei 10er Kanadier zur Verfügung. Hendrik Scholz, Drachenboot-Weltmeister und Europameister im Kanadier veranstaltete damit als Teamleader in einem der Boote ein einstündiges Rennen über den Zernsee. Im zweiten Boot unterstützte Merle Förster das junge Team. Trotz etwas kalter Witterung waren die Boote gut unterwegs und die anfängliche Unsicherheit und Zurückhaltung der Kinder wich schnell großem Enthusiasmus  und dem Ehrgeiz bei diesem Wettkampf als Erste in Ziel zu kommen.

Im Kirchgarten neben der Regattastrecke gab es dann nicht nur für die Sieger frisch gebackenen Stachelbeerkuchen – gesponsort vom Inselhotel Prinz Heinrich. Beim anschließenden T-Shirt-Bemalen konnten die Kinder ihre künstlerischen Talente praktizieren und präsentieren.

Nach dem Abendessen gab es dann für alle Teilnehmer einen kleinen Geschenkbeutel mit Bundstiften, Süßigkeiten und einer von Katrin Schneider (Edeka) gespendeten Verpflegungsbüchse.

Der Rotary Club Werder (Havel) bedankt sich für die freundliche und aktive Unterstützung durch Hendrik Scholz, Annette Nitschke, Merle Förster, sowie beim Bootsverleih Krüger & Till, Hotel Prinz Heinrich, Frau Schneider/EDEKA und bei der katholische Kirchengemeinde für die Nutzung des Gemeindehauses der Kirche “Maria Meeresstern”. Alle verwendeten Materialien, Utensilien und das Abendessen wurden von Günther Kopp, sowie Gabriele Richter Immobilien gespendet. (r.s.)

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