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Vernissage im Kunst-Geschoss

Fotomontage: Kunst-Geschoss (Stahlplastik „Die Mutige“, 2016 | Stahl | Höhe: 180 cm und Gemälde „Komm doch mit“ | 100x120 cm | Acryl auf Leinwand)

Werder (Havel), 9. Mai 2019 – Malerei und Stahlplastik der Künstlerin Heike Cybulski sind in einer neuen Ausstellung der Stadtgalerie Kunst-Geschoss in Werder (Havel), Uferstraße 10, zu sehen. Anlässlich des 50. Geburtstages der Künstlerin findet in der Stadtgalerie eine umfassende Werkschau statt. Die Ausstellung wird am Mittwoch, 15. Mai, um 19 Uhr eröffnet. Bis zum 30. Juni wird sie immer Donnerstag, Samstag und Sonntag von 13 bis 18 Uhr zu sehen sein.

Dazu erklärt Frank W. Weber, Kurator des Kunst-Geschosses: „Heike Cybulskis bildnerische Werke entstehen aus ihrer inneren Gefühlswelt. Die Künstlerin liebt die hellen, die sonnigen, die frischen Farben erster, höchstens zweiter Ordnung. Diese Farben erwecken Gefühle von Lebensfreude, Lebenskraft, Fröhlichkeit, Frische und Sonnenwärme bei den Betrachtern. Wie in der Abstraktion, die sich ganz ohne Verstand, rein über die Farbe und Komposition wahrnehmen lässt, finden wir den Einstieg in die Malerei von Heike Cybulski. Sie hat einen eigenen, in sich fließenden Übergang zur konkreten Bildsprache entwickelt. In den meisten Fällen setzt sie eine mehr oder weniger aufgelöste, waagerechte Linie, die im farblichen Kontrast steht. Unweigerlich erscheint die Waagerechte als Horizont und die Abstraktion löst sich in einer ruhigen und meditativen Landschaft auf.

Seit etwa 2007 hat die Künstlerin die Stahlplastik für sich entdeckt. Nach eigenen Worten hebt sich das Bedürfnis nach musischer Atmosphäre in dieser plastischen Arbeit auf. Das ist leicht verständlich, denn die Ausgangssituation ist eine andere. Das Material ist schwer, das Arbeitsmilieu ist laut und dreckig. Ausgangsmaterial sind industrielle Form- und Stanzstücke, die die Künstlerin bei ausgesuchten Schrotthändlern aufspürt. Handwerkszeug sind Schweißbrenner, Trenn- und Schleifscheibe – in den Händen einer Frau. Wie in einem konstruktiven Baukasten verwendet die Künstlerin vorgefundene Bauteile und komponiert diese an- und zueinander. Die Limitierung der Fundstücke lässt nur Unikate entstehen. Eine ihrer Arbeiten, die zweiteilige Stahlplastik KUNSTGESCHOSS, steht seit mehreren Jahren im Foyer der Stadtgalerie.“ (wh)

Es grünt so grün, wenn Werders Geranien blühen …

5000 Geranien werden Unter den Linden eingepflanzt., Fotos: wsw

Werder (Havel), 9. Mai 2019 – Nun werden auch die letzten Spuren des Baumblütenfestes in der Stadt beseitigt. Die Fahrgeschäfte und Stände sind abgebaut, der Müll ist dank vieler fleißiger Helfer beseitigt und jetzt werden auch die Beete und Grünflächen wieder auf Vordermann gebracht.

Wo vergangene Woche noch Tausende Besucher umher spaziert sind, kümmert sich die Firma Burkhard Polz GALA-Bau auf der Regattastrecke gerade um den zertrampelten Rasen. Und Unter den Linden sorgt die Ingenieurbiologischer Kultur- und Wasserbau GmbH Werder dafür, dass 5000 Geranien ihren Platz in den mehr als zehn Beeten finden. “Wir lassen die Stiefmütterchen über die Baumblüte immer noch stehen, auch wenn sie dann schon die Köpfe hängen lassen. Aber vor der Blüte lohnt sich eine neue Bepflanzung nicht”, erklärt uns ein IKW-Mitarbeiter.

Jetzt bleibt zu hoffen, dass Rasen und Geranien an ihrem neuen Bestimmungsort gut verwurzeln. (wsw)

Der dritte Tanz in den Mai und das achte Backofenfest

Groß Kreutz OT Deetz, 9. Mai 2019 – Alle Genehmigungen für die beiden Veranstaltungen waren eingeholt, viele Aktive waren an den Vorbereitungen beteiligt, und der Wettergott hatte sich wieder von der besten Seite gezeigt. Zum Tanz in den Mai am Backofen kamen schon über 60 Personen. Die Musik von „Tiwi“ gefiel, und später wurde auch tüchtig auf dem „Bretterparkett“ getanzt. Neu in diesem Jahr war ein Maibaum, der künftig noch weiter ausgestattet wird. 

Besondere Aufmerksamkeit richtete sich am Infostand auf die Entwicklung eines Deetzer Logos. Jeder konnte hier seine Ideen vortragen und gleich zu Papier bringen. Interessante Entwürfe kamen zustande, eine Entscheidung für einen Aufkleber oder ein Etikett am T-Shirt steht noch aus. 

Zum Backofenfest am 1. Mai wurde es dann richtig voll. Die noch zusätzlich aufgebauten Tische und Bänke reichten nicht aus. Insgesamt besuchten wohl einige hundert Gäste aus Deetz, den Nachbardörfern, Brandenburg etc. die Veranstaltung. Radfahrer vom Havelradweg machten einen Abstecher in die Deetzer Alte Dorfstraße.

Die leckeren Kuchen der Deetzer Backfrauen reichten wie in jedem Jahr wieder nicht aus, so musste manch einer auf Gegrilltes, Schmalzstullen und die geräucherten Forellen ausweichen. Ein guter Kaffee, das Getränkeangebot des Feuerwehrvereins, Obstsäfte und auch eine schöne Auswahl an Obstweinen ließen niemanden verdursten. Für die musikalische Unterhaltung sorgte ein Musiker aus Brandenburg, der mit seiner Musik das Gemüt und den Geschmack der Besucher traf.

Besonders erfreut waren wir, dass auch junge Familien mit ihren Kindern kamen. Für die Kleinsten hatte der Kids Club die Hopseburg aufgebaut, die auch gut genutzt wurde. Der Heimatverein Deetz dankt allen, die in vielfältigster Form zum Gelingen dieses schönen Festes beigetragen haben, ganz besonders an unsere kreativen Backfrauen. (i.f.)

8. Phöbener Schnitzeljagd mit Bungee-Rennen

Werder (Havel) OT Phöben, 9. Mai 2019 – Mit einem separaten Bungee-Rennen unter Anleitung für Groß und Klein wird in Phöben am 18. Mai 2019 die nach dem Motto „Spiel und Sport für die ganze Familie“ angelegte 8. Phöbener Schnitzeljagd durchgeführt. „Lasst euch überraschen, unsere Festwiese ist der ideale Austragungsort für so eine Gaudi“, sagt Ralf Forkmann, Vorsitzender der Wassersportfreunde Phöben e.V., „los geht es wie immer um 13 Uhr. Eintritt und Teilnahmegebühren gibt es keine, aber wir brauchen zur Planung der Kinderpreise eine kurze, informelle Anmeldung. Schließlich soll keiner leer ausgehen.“

Kindern, Eltern – gern auch Großeltern, Freunden oder einfach nur Neugierigen – von nah und fern wird neben Teamgeist, Spiel und Sport mit dem Bungee-Rennen (engl. Bungee Run) unter erfahrener Anleitung wieder etwas Neues geboten. Wer das bunte Treiben beobachten und einfach nur entspannen möchte, ist natürlich auch willkommen. Für Essen und Trinken am Havelstrand der Phöbener Festwiese ist gesorgt. Preise winken wieder allen Kindern der Schnitzeljagd sowie Auszeichnungen der geschicktesten Bungee-Läufer. 

Zur Organisation der Preise für die Schnitzeljagd werden alle Teilnehmer bis zum 14. Mai 2019 um eine kurze Anmeldung gebeten. Telefonisch 03327-567098 oder per Mail an mendlingc@web.de. (c.m.)

Digitaler Stammtisch und Workshop Angebote im Mai

Werder (Havel), 9. Mai 2019 – Zusammen mit dem Unternehmerverein Pro Werder lädt das Digitalwerk Handwerksbetriebe sowie kleine- und mittelständische Unternehmen aus der Region zum Netzwerken und Erfahrungsaustausch ein. Der Stammtisch findet am 16. Mai von 18 Uhr bis 21 Uhr im Digitalwerk auf der Eisenbahnstraße 109 in 14542 Werder (Havel) statt. 

Nach einer kurzen Vorstellung des Digitalwerks und Pro Werder haben die Teilnehmer die Gelegenheit, sich in entspannter Atmosphäre über praktische Erfahrungen und aktuelle Entwicklungen auszutauschen sowie ihr Netzwerk auszubauen. Die Teilnahme ist offen für alle interessierten Handwerker_innen und klein- und mittelständische Unternehmer_innen. 

Eine kostenfreie Anmeldung ist auf www.digital-werk.org oder unter Tel. 03327 5658-15 möglich.

In kostenlosen Workshops können Einsteiger und Fortgeschrittene praktische digitale Lösungen ausprobieren. Die nächsten Termine und Themen sind:

27. Mai von 17-19 Uhr: „Stundenzettel schnell, einfach, digital!“ Das bedeutet Arbeitszeiterfassung ohne viel Papier und Aufwand. Hier erfahren Sie, wie Arbeitszeiten schnell und genau erfasst und verwaltet werden können. Der Einstiegsworkshop richtet sich an alle Unternehmen, die mit Stundenzetteln bzw. Zeiterfassung arbeiten. Interessiert? Dann melden Sie sich bitte über das Online-Formular unter www.digital-werk.org an. Für telefonische Anmeldungen und Anfragen steht Ihnen Luisa Amberg unter 03327 5658-15 gern zur Verfügung.

Eine Auflistung aller Veranstaltungen wie z.B. „Mehr Sichtbarkeit durch Social Media“ oder „Film im Unternehmen“ können unter www.digital-werk.org eingesehen werden. Weitere Einblicke und Informationen finden Sie auch auf der Facebookseite auf fb.me/DigitalwerkWerder.

Das Projekt wird unterstützt durch das Land Brandenburg mit Mitteln der Europäischen Union und aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). (l.a.)

Aktionsbündnis weltoffenes Werder lädt Spitzenkandidat*innen zum Gespräch

Werder (Havel), 8. Mai 2019 – Am 14. Mai um 19 Uhr lädt das Aktionsbündnis weltoffenes Werder zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion anlässlich der bevorstehenden Kommunalwahlen in den Scala Kulturpalast ein. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Bisher haben schon sechs Spitzenkandidat*innen zugesagt, die sich für die neue Stadtverordnetenversammlung zur Wahl stellen. Das Aktionsbündnis möchte mit der Veranstaltung eine parteienübergreifenden Debatte über Zukunftsfragen für Werder anregen. Drei Themen stehen dabei im Zentrum: Bildung und Jugend; Umwelt- und Klimaschutz sowie Weltoffenheit und gelingende Nachbarschaft.

Das Aktionsbündnis weltoffenes Werder ist seit 2017 aktiv. Getragen von einem breiten Kreis an Initiativen, Kultur- und Bildungseinrichtungen, Unternehmen und Einzelpersonen aus Werder sowie unter der Schirmherrschaft der Bürgermeisterin veranstaltet das Bündnis 2019 erneut eine Aktionswoche mit Lesungen, Filmen, Theater, Projekttagen an Schulen und Konzerten. Damit will das Bündnis zeigen: In Werder ist kein Platz für Rassismus und Ausgrenzung, rechte Verschwörungstheorien und anderes menschenfeindliches Gedankengut. Werder ist eine weltoffene und solidarische Stadt, in der Vielfalt selbstverständlich gelebt wird. (s.h.)

 

 

Spatenstich für neue Kita in der Glindower Poststraße

Die neue Kita in der Poststraße in Glindow soll voraussichtlich im Januar 2020 Platz für bis zu 100 Kinder bieten., Fotos: wsw

Werder (Havel), 8. Mai 2019 – Bei schönstem Sonnenschein fand gestern um 10 Uhr der Spatenstich für die neue Kita in der Poststraße 22 in Glindow statt. In direkter Nachbarschaft zur Kita “Spatzennest” soll hier in Modulbauweise eine neue Kindertagesstätte für bis zu 100 Kinder entstehen. Mit dem Bau wurde die kommunale Haus- und Grundstücksgesellschaft beauftragt. Der Neubau wird als Modulbau von der Firma ALHO errichtet. Die Anlage hat die Kita “Havelzwerge” in der Adolf-Damaschke-Straße zum Vorbild, die 2017 ebenfalls in Partnerschaft mit der HGW entstanden ist. Die Kosten dafür betragen 3,6 Millionen Euro, die HGW hat dafür einen Kredit bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg aufgenommen.

Zum Spatenstich waren neben Vertretern der Stadt auch die Orstvorsteher, unter anderem aus Glindow, Kemnitz und Bliesendorf, sowie die Landtagsabgeordnete Saskia Ludwig und Walter Kassin anwesend. Die einleitenden Worte sprach der HGW-Aufsichtsratsvorsitzende Werner Große. “Werder ist eine der Städte, die am meisten wachsen. Erfreulich ist, dass Werder im gesamten Kreis die Stadt mit der zweithöchsten Geburtenrate hat”, begann Werner Große seine Begrüßung. “Dies hat natürlich zur Folge, dass zur Zeit rund 300 Kitaplätze fehlen. 100 Kinder werden hier voraussichtlich ab Anfang Januar 2020 einen geeigneten Platz finden, mitten im Grünen.”

Auf dem rund 6.000 Quadratmeter großen Grundstück wird nicht nur Platz für den eingeschossigen Kitaneubau, sondern auch für großzügige Spiel- und Tobeflächen für Kita- und Krippenkinder sein.

“Sobald die Kita in Glindow fertig gebaut ist und auch die neue Kita in der Adolf-Damaschke-Straße neben den ‘Havelzwergen’ bezugsfertig ist, ist der größte Druck erstmal raus”, so Werner Große weiter. Lange haben die Verantwortlichen auf die Baugenehmigung in Glindow warten müssen. Akazien, die auf dem Grundstück standen, mussten zuvor für 25.000 Euro ausgelöst und Waldameisen mussten umgesiedelt werden.

Auch wenn die Kitasituation in Werder unbefriedigend ist und Plätze fehlen, sei die Stadt in den vergangenen Jahren nicht untätig gewesen beim Ausbau der Infrastruktur, betont Bürgermeisterin Manuela Saß. Die Werderaner Bevölkerung sei seit dem Jahr 2013 um 9 Prozent auf gut 26.000 Einwohner gewachsen. Die Altersgruppe von 0 bis 12 Jahren sei besonders stark daran beteiligt und sogar um fast 20 Prozent angestiegen.

„Das zeigt, dass Werder auch wächst, weil die Stadt ein nachbarschaftliches und familienfreundliches Klima hat.“ Der Landkreis reagiere mit seiner Baugenehmigungspraxis auf den Wohnungsbedarf. Von einem solchen Einwohnerschub sei Werder (Havel) wie viele andere Gemeinden im Speckgürtel allerdings zunächst überrascht worden, zumal sie in massivem Widerspruch zu früheren Landesprognosen stehe.

So sei die Prognose des Landesamtes für Bauen und Verkehr für das Jahr 2030 für Werder in den vergangenen fünf Jahren um mehr als 5000 Einwohner nach oben korrigiert worden. Bürgermeisterin Saß: „Eine solcher Sprung macht in einer Stadt von unserer Größenordnung schon einen Unterschied in der langfristigen Planung. Statt Schrumpfung wird uns nun Wachstum prognostiziert.“ In der Kitabedarfsplanung des Landkreises sei die neue Einwohnerentwicklung erst spät abgebildet worden.

„Wir haben in den vergangenen Jahren dennoch auf die Entwicklung reagiert und massiv am Aufbau neuer Kitaplätze gearbeitet. Das werden wir natürlich auch weiter tun“, so die Bürgermeisterin. Dazu bestünden auch Kooperationen mit Freien Trägern. So seien allein seit dem Jahr 2012 seien in Werder 420 neue Kitaplätze entstanden. 55 weitere Kitaplätze seien zunächst durch Ausnahmegenehmigungen in den kommunalen Einrichtungen geschaffen worden.

Die Stadt hat nicht nur in die kommunalen Kitas, sondern auch in die bauliche Infrastruktur für neue Kitas Freier Träger investiert und bezuschusst deren Betrieb. (wsw, wh)

Folgende Entwicklungen gab es in dem Bereich seit 2012:

  • 2012    
    neue Kita Hanna Legoranto in den Havelauen mit 106 Plätzen (Freier Träger)
  • 2012      
    30 neue Kitaplätze bei Stadtstrolchen im Hohen Weg durch Ausbau
  • 2012/ 2013
    Ausnahmeanträge auf Kapazitätserhöhung in allen kommunalen Einrichtungen, 55 zusätzliche Plätze
  • 2014  
    Neubau Kita Inselnest in Töplitz mit 20 zusätzlichen Plätzen
  • 2016     
    60 Plätze in neuer Kita Abenteuerland (Freier Träger)
  • 2016    
    23 neue Kita- und Krippenplätze bei den Stadtstrolchen im Hohen Weg
  • 2017   
    neue Kita Havelzwerge mit 96 Plätzen
  • 2012-2018
    In der Waldorf-Kita wird die Kapazität in mehreren Schritten um 85 Plätze erhöht
  • 2019       
    Baubeginn für zusätzliche Kita in Glindow/ Poststraße mit 100 Plätzen
  • Perspektive 2019
    -Planungsbeginn für zweiten Kitaneubau in der Adolf-Damaschke-Straße mit 200 Plätzen
    -Fortsetzung des Bebauungsplanverfahrens für Bildungscampus Glindow mit 120 Kitaplätzen als Ersatz für Kita Inselstadt. 42 zusätzliche Kitaplätze

Erster Spatenstich für Thermenanbau am 11. Mai

Visualisierung Familienbad Bildquelle: schauer & co.

Werder (Havel), 8. Mai 2019 – Für den Anbau des Familienbereichs der neuen Therme wird am Samstag, den 11. Mai, um 10 Uhr der 1. Spatenstich erfolgen. Zu diesem Termin sind alle Werderaner von der Stadt und der schauer & co GmbH herzlich eingeladen. „Mit dem 1. Spatenstich soll der Startschuss für einen Anbau erfolgen, in dem es zahlreiche Kinderattraktionen geben wird“, so Bürgermeisterin Manuela Saß. Außerdem werden die Arbeiten zur Fertigstellung und Erweiterung des Bestandsbaukörpers beginnen.

„Auf der Baustelle sind die ersten Arbeiten in der vorigen Woche bereits aufgenommen worden“, so Andreas Schauer. Zahlreiche Bauaufträge seien bereits an die beteiligten Fachfirmen erteilt worden. Zum 1. Spatenstich werde es von 10 bis 12 Uhr umfangreiche Informationen zu den künftigen Angeboten in der Therme geben. „Natürlich beantworte ich auch gern die Fragen der Bürger zu diesem schönen Projekt.“ Die Therme soll im Frühjahr 2021 eröffnet werden.

Zum Spatenstich wird es aufgrund der Baustellensicherheit laut Andreas Schauer leider nicht möglich sein, Besucher durch den Thermenrohbau zu führen. Voraussichtlich zum Jahresende sei aber ein Tag der offenen Baustelle geplant. (wh)

Stadt veröffentlicht Muster-Stimmzettel für SVV- und Ortsbeiratswahl

Werder (Havel), 8. Mai 2019 – Die Stadt Werder (Havel) veröffentlicht die Muster der Stimmzettel zur Wahl der Stadtverordnetenversammlung und der Ortsbeiräte am 26. Mai. „Da an diesem Tag auch noch die Wahl zum Europaparlament und zum Kreistag stattfindet, möchten wir, dass sich unsere Bürger mit den Stimmzetteln vertraut machen können“, so Wahlleiterin Annika Lack. „Vielleicht können wir dazu beitragen, dass es in der Wahlkabine keine größeren Verzögerungen gibt.“

Zudem bestehe wieder die Möglichkeit der Briefwahl, so die Wahlleiterin weiter. „Die Briefwahlunterlagen können postalisch, direkt in unserem Bürgerservice oder im Internet auf unserer Homepage beantragt werden“, so Annika Lack. Der Link zur Beantragung von Briefwahlunterlagen lautet https://www.wahlschein.de/IWS/startini.do?mb=12069656. (wh)

Ein echtes Werderaner Original für die SVV

Ingo Krüger stellt sich zur Wahl für die Stadtverordnetenversammlung., Foto: Privat

Werder (Havel), 8. Mai 2019 – Ingo Krüger ist ein echtes Werderaner Original. Und als solches hat er die Geschehnisse in der Stadt natürlich immer im Blick.

Aufgewachsen ist der in Burg bei Magdeburg Geborene ab der fünften Klasse im Kinderheim. Erst in Finkenkrug und dann kam er 1983 in das Kinderheim in Geltow. Seitdem treibt er sich nach eigenen Aussagen in der Blütenstadt rum und hatte 1996 das große Glück, auch eine schöne Wohnung in Werder (Havel) zu bekommen.

Der 1968 geborene Ingo Krüger, der auch Zuppi, Ossikrüger, Mütze und Krugi genannt wird, hat heute vier Kinder und lebt in einem Mehrfamilienhaus in der Phöbener Straße. “Mein Sohn lebt in Geltow und hat eine Tochter – ich bin also auch schon Opa – und meine großen Töchter sind auch schon ausgezogen. Nur die Jüngste, unser Nesthäkchen, wohnt mit ihren 15 Jahren noch bei mir und meiner Lebensabschnittsgefährtin”, erzählt uns Ingo Krüger im Gespräch.

Zu DDR-Zeiten hatte der heute 50-Jährige einen schweren Unfall, sodass er seitdem Rentner ist. Seine freie Zeit nutzt er unter anderem seit geraumer Zeit auch für den Besuch der Stadtverordnetenversammlungen. Und bei diesen Besuchen ist ihm aufgefallen, dass auch schon vermeintlich gut gemeinte Anträge viel zu schnell abgelehnt werden. “Da ist mir bewusst geworden, dass sich daran etwas ändern muss”, erklärt Zuppi.

Und so hat er sich als Parteiloser für die Kommunalwahlen am 26. Mai aufstellen lassen. Mit ihm bewerben sich noch 150 weitere Personen für die Stadtverordnetenversammlung. Insgesamt stellen sich neun Parteien und Bündnisse und zwei parteilose Kandidaten zur Wahl. Die Auswahl ist so groß wie nie.

Ingo Krüger hat auch ein eigenes Wahlprogramm sowie einen Flyer entworfen. Darauf lächelt er in seiner gewohnten “Uniform” mit Strickmütze und Blaumann vor der Kulisse der Werderaner Insel. Auf den lockeren Look angesprochen, entgegnet er: “Geht es um Typen in schicken Klamotten, oder um den Menschen in den Klamotten? Um in der Politik mitzumischen, muss man nicht studiert haben, denn dafür reicht es, mit offenen Augen durchs Leben zu gehen, und ein gesunder Menschenverstand!”

Sein Wahlspruch ist “Werder/Havel ist und kann mehr, als nur Kirche und Mühle für Touristen sein!” Ingo Krüger ist der Meinung, dass sich in Werder nur etwas verändern kann, wenn sich auch die Mehrheiten in der Stadtverordnetenversammlung ändern. Aus diesem Grund hat er sich auch als Einzelkandidat aufstellen lassen. “Hätte ich mich einer Partei oder einem Bündnis angeschlossen, wäre ich vermutlich untergegangen”, ist sich Krugi sicher. “Doch so kann ich vielleicht Stimmen von Menschen erhalten, die eigentlich gar nicht wählen gehen wollten, denen aber mein Wahlprogramm gefällt.”

Neben der Veränderung der Mehrheiten setzt sich Ingo Krüger für eine “Politik von unten ein”. Auch kleine Veränderungen können Großes bewirken, man müsse nur den Mut dazu haben. Des Weiteren steht der Wunsch nach mehr Räumen und Angeboten für die Jugend auf seinem Plan. Und für ein sauberes Werder müssten mehr Kombipapierkörbe mit Aschenbechern auf den Straßen stehen.

Werder müsse zudem mehr bezahlbaren Wohnraum für jedermann schaffen und der Ausbau des Gymnasiums dürfe nicht länger aufgeschoben werden.

Dass er sich, sollte er genügend Stimmen für die SVV erhalten, in Zukunft einer größeren Partei/Bündnis anschließen müsse, ist Ingo Krüger bewusst: “Als Einzelperson darf ich leider keine Anträge einreichen, dafür muss ich mich mit anderen zusammentun.”

Ingo Krüger engagiert sich, damit auch für seine Kinder und Enkelkinder ein lebenswertes Werder erhalten bleibt: “Werder ist eine optische Perle. Doch durch die ganze Hektik in der Stadt geht das Schöne nach und nach verloren.” Und das möchte er versuchen zu verhindern. (wsw)

“NATURE_up side down” im Werderpark

Werder (Havel), 8. Mai 2019 – Natur wahrnehmen, Eindrücke von Schönheit festhalten: Auf den ersten Blick ist dies eine ungewöhnliche Herangehensweise für die Fotografin Andrea Künzig, die sich über 20 Jahre lang mit sozialpolitischen und humanitären Themen in Krisengebieten weltweit befasst hat. Zurück in Deutschland führt sie ihr aktuelles Projekt in den Wald, wo sie ihre Kamera in die Wipfel der Bäume richtet. 

„NATURE_up side down“ ist ein sehr persönliches Projekt. In ihm setzt sich Andrea Künzig, die viele Jahre im Ausland lebte, mit Orten ihrer eigenen Geschichte auseinander. Im Wald entdeckt sie einen ursprünglichen Lebensraum ihres Geburtslandes neu. „Seit längerer Zeit hat sich mein Verhältnis zur Natur intensiviert. Damit einher ging eine neuer Blickwinkel auf die Welt, auf Chaos und Ordnung, dessen Ergebnisse mich selbst überrascht haben“, sagt Künzig zu ihrer neuen Arbeit. Was zunächst wie ein Rückzug ins Private erscheint, bleibt weder dort noch beim rein Ästhetischen stehen. Es entstanden Naturfotografien, deren ästhetische Kompositionen aus einer immensen Bandbreite aus Farben, Formen und Beziehungen schöpfen. Im Gewirr der Äste, in der Komplexität der Strukturen findet Andrea Künzig steten Wandel, Anmutungen eines Sozialsystems im organischen Gefüge des Waldes sowie Zeichen menschlicher Eingriffe – von Forstwirtschaft bis Klimawandel. 

Insbesondere aber durch den Verzicht auf eine klar definierte Zentralperspektive mit fest gefügtem Horizont erobert die Fotografin neue Wahrnehmungsräume: Der Blick in die Baumwipfel erweitert die Vielfalt möglicher Betrachtungsweisen; die so entstandenen Fotografien zeigen kein fest definiertes Oben und Unten, können variabel gehängt und betrachtet werden. Ein Chaos aus Perspektiven wird so zum kreativen Impuls: Dem Betrachter wird die Gelegenheit geboten, verschiedene Standpunkte einzunehmen, der Vielfalt Raum zu geben. . 

Nach ihrem Studium der Politikwissenschaft mit den Schwerpunkten Naher Osten und internationale Politik lebte Andrea Künzig in Jerusalem. Es folgten Reportagen und Langzeitprojekte zu sozialpolitischen und humanitären Themen in mehr als 50 Ländern weltweit, darunter Afrika, Indien, die Mongolei und Mikronesien. Die Arbeiten entstanden u.a. für GEO, National Geographic, The Guardian, Der Spiegel sowie für NGOs wie SOS Kinderdorf und Terre des Femmes. Von 2010 bis 2014 lebte und arbeitete sie in der Türkei. Hier entstand ihr Fotoband ISTANBULUM.

Ihre Fotografien, für die Andrea Künzig vielfach ausgezeichnet wurde, sind auf internationalen Ausstellungen zu sehen. Die Fotografin wird durch die Agentur „laif Photos & Reportagen“ vertreten. Sie lebt nach zahlreichen Stationen im Ausland heute wieder in Berlin.  

Das Projekt „NATURE_up side down“ umfasst alle Jahreszeiten und ist als Wanderausstellung konzipiert. Vom 11. Mai bis zum 8. Juni sind die Arbeiten der Fotografin im Werderpark zu sehen. (red)

Wasser ist Leben

Am 3. Mai übergaben die Rotarier die Bücher an Schüler der Töplitzer Inselschule., Fotos: wsw

“Wasser braucht der Wasserfloh und das Nilpferd ebenso. 
Wasser braucht der Wasserhahn, das sich jeder waschen kann. 
Wasser braucht ein jedes Blatt, wächst nur wenn es Wasser hat. 
Wasser braucht die ganze Welt, weil es uns am Leben hält. 
Wasser, Wasser klar und hell, Wasser Wasser Lebensquell” 

Werder (Havel) OT Töplitz, 8. Mai 2019 – So lautet die erste Strophe eines Liedes, das die Kinder der Töplitzer Grundschule aus voller Kehle singen, um sich am 3. Mai beim Vorstand des Werderaner Rotary Clubs zu bedanken. Wasser ist in Töplitz und in ganz Werder allgegenwärtig und für uns ist es ganz selbstverständlich, dass es sprudelt, wenn wir den Wasserhahn aufdrehen, um uns zu waschen oder weil wir Durst haben.

“Nach aktuellen Angaben der Vereinten Nationen leben heute über zwei Milliarden Menschen ohne sichere Trinkwasserversorgung, was sowohl ihre Gesundheit, ihre Bildung und ihr Wohlbefinden schädigt”, lautet das Statement der Rotarier. Zum Jubiläumsjahr startet der Rotary Club Werder eine Buchspendenaktion. Mit einer ersten Initiative stattet der Club drei Klassen der Inselschule Töplitz sowie eine weitere Klasse der Carl-von-Ossietzky-Oberschule mit „Mein Wasserbuch“ aus, einem informativen, populärwissenschaftlichen Buch für Kinder im Alter von 9-12 Jahren mit 15 Geschichten rund um das Wasser. Damit sollen die Kinder an naturwissenschaftliche und umweltrelevante Themen um das Wasser herangeführt werden. Dieses Buch wurde von Mitgliedern des Deutschland-Netzwerkes Rotary selbst geschrieben, 900.000 Exemplare wurden gedruckt und werden nun in der ganze Republik verteilt.

Auch einen Projekttag zum Thema Wasser wird es in diesem Jahr an der Inselschule in Töplitz geben. Das Thema Sicherheit und das Verhalten am Wasser werden hier die Schwerpunkte sein. Viele Töplitzer Vereine und Institutionen werden sich an diesem Tag an der Badestelle versammeln und für die Kinder ein buntes Programm mit Wissenswertem zum Ausprobieren vorbereiten. Besonderen Wert legt man in der Schule darauf, dass alle Kinder schwimmen lernen – in einer von Wasser geprägten Umgebung ist das einfach notwendig und sorgt insbesondere im Sommer, wenn die Havel zum Plantschen, Toben und Schwimmen lockt, für Sicherheit.

Die Kinder aus Töplitz freuen sich sehr darauf, bald wieder baden zu können und nun, dank der neuen Bücher, auch mehr über das wichtige Element zu lernen. Bei der Übergabe der Bücher fangen die Schülerinnen und Schüler gleich an zu blättern, entdecken interessante Themen und freuen sich sofort auf das gemeinsame Lesen.

Ein weiteres großes Anliegen des Rotary Club Werder ist es, das Projekt ‘4L – Lesen Lernen – Leben Lernen’ in die Schulen zu tragen. Mit diesem bundesweiten Projekt soll das Leseverständnis der Schüler der Klassen 1 bis 7 gefördert werden. Wie auch in den vergangenen Jahren stellt der Rotary Club einer Schule mehrere Klassensätze Bücher zur Verfügung, die in der Schule verbleiben, um dort vorgelesen, im Unterricht behandelt und von den Kindern zu Hause gelesen werden können. Jedem Schüler wird ein speziell konzipiertes Buch geschenkt. Für manche Kinder ist dies ihr erstes eigenes Buch, das sie bewusst behalten sollen. Auch die Lehrer erhalten ein passendes Handbuch zur Unterstützung des Unterrichts.

Auch der jährliche Vorlesetag ist ein fester Punkt in der Agenda der Rotarier. “Kinder brauchen für das Lesen und Vorlesen Vorbilder, die ihnen Lesefreude vermitteln, damit sie später mit mehr Begeisterung selbst zu Büchern, Zeitungen oder E-Books greifen”, sagt Gabriele Richter, die in diesem Jahr das Amt der Präsidentin im Club übernehmen wird.

Der Rotary Club Werder (Havel) wurde am 4.5.2019 gegründet. Seitdem engagieren sich die Freunde des Clubs in unserer Stadt. Die sozialen Projekte kommen größtenteils den Kindern und Jugendlichen zu Gute. Kooperationen mit Schulen, Kindergärten und sozialen Jugendeinrichtungen sind den Rotariern wichtig. In diesem Jahr konnten sie eine Kooperation mit der Inselschule Töplitz vereinbaren, ein Jahr lang werden sie die Aktivitäten der Schule unterstützen. Mehr Informationen zum Club unter werder-havel.rotary.de (wsw)

Schluss, aus, vorbei – Die 140. Baumblüte ist Geschichte

Jetzt ist alles wieder vorbei, die Fahrgeschäfte und Stände sind so gut wie abgebaut.

Werder (Havel), 6. Mai 2019 – Werders Bürgermeisterin Manuela Saß hat gestern ein positives Zwischenresümee des diesjährigen 140. Baumblütenfestes gezogen. „Das Wetter hat gehalten und es gab viele tolle Momente auf der Festmeile“, sagte sie am Nachmittag des letzten Festsonntags. So habe Frank Zander am Donnerstag wenige Wochen nach der zweiten Hüft-OP einen mitreißenden Auftritt an der Regattastrecke gehabt, am Sonntagabend gab er auf der Bismarckhöhe ein weiteres Konzert. Die Deutschrockband Brenner war dort bereits am Mittwochabend zu erleben.

70 Bands und Diskotheken waren am Fest beteiligt. Zu den Höhepunkten am Rande zählten zwei Hochzeitsanträge oder ein gefeiertes Gitarrensolo der Band “Blind Bankers” auf einem Biertisch am Freitagabend. „Auch der Obstwein hat wieder geschmeckt, solange er in Maßen getrunken wurde“, so die Bürgermeisterin. Erstmals gab es in diesem Jahr auch echt Werdersches Craftbeer vom Rittmeister auf der Festmeile. Rund jeder fünfte Verkaufsstand war von regionalen Anbietern.

Manuela Saß betonte, dass das Blütenfest nicht nur ein überregionales Großereignis, sondern auch wieder ein Höhepunkt des städtischen Lebens in Werder (Havel) gewesen sei. Zum Blütenball sei mit Howard Carpendale in diesem Jahr wieder eine Punktlandung gelungen. Vor den mehr als 400 Gästen sei auch die neue Baumblütenkönigin Madeleine Reichelt gekrönt worde, das diesmal lindgrüne Kleid sei von vielen Gästen bewundert worden.

„Der Festumzug ist in diesem Jahr dann eine Viertelstunde überzogen worden, weil es bei der Moderation durch Klaus-Dieter Bartsch so viel über die 70 beteiligten Gruppen und Vereine zu erzählen gab.“ Drei Bands aus Werder seien auf den Bühnen aufgetreten (Black Smith, Extraleicht, Hot Rock). Zum Werdertag mit Kitas, Schulen, Vereinen und Gruppen gab es bei schönstem Sonnenschein 20 Programmpunkte. „Das Hähnewettkrähen am 1. Mai hatte so viele Gäste wie noch nie“, so die Bürgermeisterin. Beim Baumblütenlauf sei in diesem Jahr wieder der Werderaner Olympionik Christopher Linke mitgelaufen – und gewann wenig überraschend.

Für Bürgermeisterin Saß gehört zu den größten Erfolgen des Baumblütenfestes, dass es auf den Obsthöfen wieder zu seinen Ursprüngen zurückgefunden hat. „Die Busse konnten an den beiden Samstagen gar nicht alle Fahrgäste mitnehmen, die vom Bahnhof auf die Höfe wollten“, so die Bürgermeisterin. Auf dem Obtspanoramaweg seien Fahrradkarawanen unterwegs gewesen. „Dort wird das Fest seit einigen Jahren auch zu einem Fahrradereignis.“ Hotels, Pensionen, Campingplätze und Ferienunterkünfte seien sehr gut gebucht gewesen.

Die Bürgermeisterin räumte ein, dass es auch Probleme gebe, über die in diesem Jahr umfassend berichtet wurde. „Uns ist klar, dass die Gastfreundschaft der Werderaner mit dem Baumblütenfest teilweise stark strapaziert wird.“ Unter den Zehntausenden Anreisenden gebe es leider „Randalierer und Spinner“. „Das war besonders an den beiden Samstagen zu spüren.“ Teilweise reisten Gäste stark alkoholisiert oder unter Drogeneinfluss an. „Das soziale Miteinander besteht leider auch nicht mehr immer: Wenn jemand die Wirkung des Obstweins unterschätzt hat, wird er von Freunden manchmal einfach liegengelassen.“

Die Bürgermeisterin betonte, dass der Veranstalter die Lage mit Unterstützung der Sicherheitspartner und der Polizei immer unter Kontrolle hatte. Die Zusammenarbeit sei gut eingespielt. „Das frühe Eingreifen und der deeskalierende Ansatz der Bundes- und Landespolizei haben wieder Wirkung gezeigt. Unsere Gäste konnten trotz einiger negativer Vorfälle an allen Tagen sicher feiern und auch die Schnapsleichen wurden umfassend betreut.“ Das Thema Jugendschutz sei zudem noch umfassender als bisher betrachtet worden.

„Der übermäßige Alkoholkonsum bei Jugendlichen ist ein gesellschaftliches Problem, dem wir uns auch beim Baumblütenfest verstärkt stellen müssen“, so Manuela Saß. Auf der einen Seite gebe es schon immer die Jugendschutzkontrollen der Ordnungsbehörde. „In diesem Jahr gab es zusätzliche Streifen von Sozialarbeitern, die nicht ordnungsrechtlich, sondern pädagogisch unterwegs waren.“

Das erste Feedback sei außerordentlich positiv. „Der Jugendschutzbeauftragte des Landkreises sagte uns, dass die Erwartungen übertroffen wurden.“ Von Jugendlichen seien die Streifen sehr gut angenommen worden, teilweise habe es es sogar ein Dankeschön gegeben. „Wir werden das Thema gemeinsam mit dem Landratsamt und der Stiftung Job evaluieren und über die Ergebnisse informieren“, kündigte sie an.

Und auch die Polizeidirektion West verzeichnet eine positive Bilanz: „Die Besucher konnten auch in diesem Jahr wieder ein schönes Familienfest genießen. Aus polizeilicher Sicht verlief das Fest weitestgehend ruhig und friedlich. Die guten Absprachen, die bereits im Vorfeld mit allen Verantwortlichen erfolgten und das Zusammenwirken aller Sicherheitspartner trugen zu einem sicheren Ablauf bei,” so Polizeidirektor Andreas Wimmer.

Von den 335 bis Sonntagabend 21.00 Uhr registrierten Straftaten, waren 89 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Weiterhin mussten die Einsatzkräfte u.a. 107 Körperverletzungsdelikte aufnehmen sowie 38 Widerstandshandlungen. 37 Beleidigungen und 15 Diebstähle zählen u.a. zur bisherigen Einsatzbilanz. Weiterhin wurden bis einschließlich Sonntagabend 21.00 Uhr insgesamt 381 Platzverweise ausgesprochen und 64 Personen in Gewahrsam genommen. „Der Anstieg der Anzahl der Platzverweise zeigt, dass die Polizei konsequent gegen Störer vorgegangen ist. Wir sind jeder Störung unmittelbar begegnet und haben all jene Besucher, die sich nicht benehmen konnten, sofort nach Hause geschickt. Damit konnte die Polizei zusammen mit der Bundespolizei, der Stadt und dem Veranstalter eine friedliche Baumblüte 2019 garantieren. Schlussendlich können wir zum Abschluss eine positive Bilanz ziehen. Neben den volksfesttypischen Delikten gab es keine besonders herausragenden polizeilichen Einsätze. Auch unsere offene Präsenz führte zu vielen positiven Rückmeldungen der Festbesucher“, so das Festresümee des Polizeiführers.

Manuela Saß dankte allen am friedlichen Festverlauf Beteiligten, der Bundes- und Landespolizei, den Sicherheitsleuten, den Ehrenamtlern von DLRG und Feuerwehr, den Notärzten, dem Landratsamt und den Veranstaltungspartnern. „Mein Dank gilt auch den Werderanern, die das Baumblütenfest mit ihrer Gastfreundschaft möglich machen und deren Geduld dabei gelegentlich leider auf eine harte Probe gestellt wird.“ Dies stehe auch als Thema für die zukünftige Ausrichtung des Festes auf der Agenda.

Auch wir möchten uns dem Dank der Bürgermeisterin anschließen und das großartige Engagement aller Beteiligten hervorheben. Die Baumblütenwoche ist für alle Werderaner, die es direkt betrifft, immer eine Herausforderung. Aber nun kehrt wieder Ruhe in unserem beschaulichen Städtchen ein. (wh, wsw)

Probleme bei Zustellung der Wahlbenachrichtigung

Werder (Havel), 6. Mai 2019 – Bei der Zustellung des Wahlbenachrichtigungsbriefes in Werder (Havel) ist es vereinzelt zu Unregelmäßigkeiten beim beauftragten Zustelldienst gekommen. Darüber informiert Wahlleiterin Annika Lack. Wahlberechtigte, die ihre Wahlbenachrichtigung noch nicht erhalten haben, werden gebeten, sich schnellstmöglich  beim Bürgerservice in der Uferstraße 10 zu melden unter Tel. (03327) 783 153. (wh)

Verkehrsprognose für die Woche vom 6. bis 12. Mai

Potsdam, 6. Mai 2019 – Es folgt die aktuelle Verkehrsprognose:

Wetzlarer Straße
Für die Erneuerung der Fahrbahndecke wird die Wetzlarer Straße ab Montag zwischen Orenstein- und Koppel-Straße und L40 halbseitig gesperrt und als Einbahnstraße in Richtung L40 – stadtauswärts – ausgewiesen. Die stadtauswärtige Abfahrt Wetzlarer Straße wird voll gesperrt. Die Zufahrt von und zur Fritz-Zubeil-Straße wird ebenfalls voll gesperrt, eine Umleitung wird über Ulmenstraße und Orenstein- und Koppel-Straße ausgewiesen.

Friedrich-Engels-Straße
Die erste Bauphase des Umbaus des Leipziger Dreiecks hat in der Friedrich-Engels-Straße begonnen: Zwischen Friedhofsgasse und ZOB werden Parkbuchten hergestellt, um auf der Fahrbahn Platz für eine zusätzliche Busspur zu schaffen. Die südliche Fahrbahnseite ist gesperrt und das Parken untersagt. Es stehen weiterhin zwei Fahrspuren zur Verfügung.
Ab Anfang Juni beginnen die Arbeiten im Kreuzungsbereich zur Heinrich-Mann-Allee.

Leipziger Straße
Für Leitungsarbeiten ist die Einbahnstraße der Leipziger Straße bis zum Leipziger Eck verlängert. Die Einfahrt vom Leipziger Eck ist nicht mehr möglich. Anlieger müssen die Umleitung über Brauhausberg, Leipziger Straße nutzen.

Albert-Einstein-Straße
Für Leitungsarbeiten wird die Albert-Einstein-Straße abschnittsweise halbseitig gesperrt und der Verkehr im Wechsel mit einer mobilen Ampel geregelt.

Am Kanal
Derzeit erfolgt die Sanierung der südlichen Fahrbahndecke zwischen Platz der Einheit und Burgstraße. Die Fahrtrichtung L40 wird ab Platz der Einheit über Charlottenstraße, Hebbelstraße umgeleitet.

Schiffbauergasse
Aufgrund von Leitungsarbeiten ist die nord-östliche Ausfahrt der Schiffbauergasse halbseitig gesperrt und nur noch die Ausfahrt möglich.

Drewitzer Straße
Ab Dienstag wird die Drewitzer Straße für Leitungsarbeiten zwischen Zum Heizwerk / Zum Handelshof und Möbelhof halbseitig gesperrt und als Einbahnstraße in Richtung Bahnübergang ausgewiesen. Die stadtauswärtige Fahrtrichtung wird über Handelshof weiträumig umgeleitet.

Verkehrshof
Ab Mittwoch wird für Leitungsarbeiten die Straße Verkehrshof zwischen Am Buchhorst und Handelshof halbseitig gesperrt und als Einbahnstraße in Richtung Buchhorst ausgewiesen. Die stadtauswärtige Fahrtrichtung wird über Handelshof umgeleitet.

Sternstraße
Für den Bau eines Gashausanschlusses ist die Sternstraße in Höhe Haus-Nr. 9 halbseitig gesperrt. Der Verkehr wird mit einer mobilen Ampel geregelt.

Karl-Liebknecht-Straße
Für Sanierungsarbeiten eines Hauses ist eine Fahrspur der Karl-Liebknecht-Straße an der Kreuzung Rudolf-Breitscheid-Straße gesperrt. Es steht in jede Fahrtrichtung nur noch eine Fahrspur zur Verfügung.

Pestalozzistraße
Für die Herstellung von Hausanschlüssen ist die Pestalozzistraße zwischen Kopernikusstraße und Heideweg voll gesperrt.

Alle aktuellen Informationen zum Verkehrsgeschehen in Potsdam: www.mobil-potsdam.de. (lhp)

Mein Werder (173): Julia Scherping

Julia Scherping ist Mitorganisatorin von "Werder mit allen Sinnen", Fotos: privat

Kurz & Knackig

Name: Julia Scherping
Alter: 38 Jahre
Wohnort: Werder/Havel OT Kemnitz an der Eiche
Haben Sie Kinder? Ich habe zwei Töchter, 11 und 14 Jahre.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder hat einen ganz besonderen Charme, es ist eine blumige Stadt, die durch die wunderschöne Landschaft und das viele Wasser einfach immer Urlaubsfeeling vermittelt.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich bin halbtags Physiotherapeutin in Groß Kreutz bei Shaktida, Praxis für energetische Heilarbeit und Physiotherapie, und die andere Hälfte bin ich selbstständige Geschäftspartnerin von Energetix.

Was würden Sie lieber machen?
Nichts, ich liebe meinen Beruf als Physiotherapeutin und ich liebe die Arbeit mit Energetix. Klar dürften sich die Behandlungszeiten in der Therapie mindestens verdoppeln, das wäre viel schöner für Therapeut und Patient, aber durch Energetix habe ich einen fantastischen Ausgleich und die optimale Abwechslung.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Bei einem Ort kann man es in Werder eigentlich nicht belassen, die Bismarckhöhe, die Insel und der Plessower See sind meine Favoriten.

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Ein Gast unserer Stadt sollte unbedingt einen Inselrundgang machen, am besten mit einem Fischbrötchen vom Arielle in der Hand oder einem Eis von unseren tollen Eisläden.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Für mich ganz klar der Muckergarten, es ist einfach wunderschön wenn Werder blüht und man es in den Gärten bewundern und genießen kann.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Der Möhrenwein von Familie Rzegotta, der ist genial. Sie haben jedes Jahr ein anderes Angebot, ich kaufe dort auch gerne außerhalb der Baumblüte z.B. den Apfel-Zimt Wein im Winter warm, ist genauso eine Wucht.

Sie – ganz speziell

Sie sind selbstständige Vertriebspartnerin bei Energetix. Was kann man sich darunter genau vorstellen und wie sind Sie zu dieser Tätigkeit gekommen?
Als selbstständige Vertriebspartnerin vertreibe ich die Produkte von Energetix aus Bingen am Rhein. Es geht um wunderschönen Designschmuck und Wellnessartikel, alle mit integrierten Magneten. Ich informiere über die Wirkung bei Homepräsentationen, Workshops und an Ständen. Das mach ich jetzt seit drei Jahren und mit sehr viel Spaß und ner Menge toller Ergebnisse. Die Kraft der Magnete ist einfach beeindruckend.

Der Schmuck von Energetix ist nicht nur wunderschön, sondern kann auch das körpereigene Biofeld Einklang bringen. Wie funktioniert das und welche Vorteile bringt dies für die Trägerin?
Schon Werner Heisenberg (Nobelpreisträger) sagte: „Magnetismus ist eine Naturkraft. Die magnetische Energie ist die elementare Energie, von der das gesamte Leben des Organismus abhängt.“ Die Magnete regen unsere Selbstheilungskräfte an und bringen mehr Energie, Balance und Wohlbefinden. Ich habe sehr gute Erfahrungen bei Migräne, Schmerzzuständen und Verspannungen gemacht.

Am 11. Mai veranstalten Sie gemeinsam mit Beautypoint das Event „Werder mit allen Sinnen“. Wie kam es zu dieser Kooperation und worauf dürfen sich die Besucher an diesem Tag freuen?
Ich bin Kundin bei Beautypoint und wir haben immer mal wieder Ideen ausgetauscht, weil Werder für uns ein unheimliches Potenzial hat. Ich habe sowas schon sehr lange im Kopf, hatte aber noch nicht die richtigen Partner an meiner Seite dafür. Die Mädels hatten auch ähnliche Ideen und so haben wir uns zusammengeschmissen. Aus einem anfangs gedachten „Wohlfühlnachmittag für Frauen“ ist relativ schnell „Werder- Mit allen Sinnen!!!“ geworden. Wir haben es geschafft, ca. 20 Unternehmen aus dem Bereich Mode, Schmuck, Sport, Gesundheit und Charity aus Werder und der Region davon zu begeistern, sich für Interessenten an einem Tag und einem Ort zu präsentieren und über ihre Angebote zu informieren. Es geht auch darum, dass die Unternehmen sich untereinander vernetzen können und daraus neue einzigartige Kooperationen und Aktionen entstehen. Ich denke viele Werderaner wissen gar nicht, was bei uns alles möglich ist und deswegen sind solche Sachen wichtig. An die Kinder wurde natürlich auch gedacht, der Zuckerbaum e.V. macht eine Challenge und für den kleinen Hunger haben wir auch vorgesorgt. Durch viele Spenden könnten wir eine Mega-Tombola organisieren, mit grandiosen Gewinnen.

Sind noch weitere Veranstaltungen dieser Art in Zukunft geplant?
Wir haben noch einige Sachen im Kopf und ich bin sicher, der 11. Mai wird super, dann gibt’s auf jeden Fall eine Wiederholung und noch einiges mehr …

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Meine drei Wünsche wären im Moment:
Sonnenschein am 11.5. und ganz viele Besucher, die wir mit unserem Angebot glücklich machen können.
Und dass es ein rundum gelungener Tag wird für alle Beteiligten.

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Das ist ein schwierige Frage für mich, ich habe da eigentlich niemanden, der mir spontan einfällt.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
“Unaufhaltbar” von Christian Bischoff und mein Glückstagebuch.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie?
Mein Lieblingsfilm ist „Ziemlich beste Freunde“, weil er so wunderbar aufzeigt, wie zwei Menschen sich gegenseitig bereichern können.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Ich habe keine „verborgenes“ Talent, ich lebe sie alle offen, sei es im Job oder Privat.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Tiere sind einfach tolle Wesen, die uns Menschen soviel geben. Ich entscheide mich für Hund, weil die Liebe einfach unvergleichlich ist, die ein Hund gibt. Wir hatten aber auch schon Katzen.

Auch morgen sind die My Little Ponys wieder auf der Blüte

Fotos: Radio TEDDY

Werder (Havel), 3. Mai 2019 – Am vergangenen Samstag startete die My Little Pony Regenbogentour auf der Baumblüte. Viele kleine und auch große Besucher staunten nicht schlecht über die glitzerbunte Ponywelt. Die Ponyfreunde begleiten in diesem Jahr die beliebte Sommertour des Kinder- und Familiensenders Radio TEDDY.

Und auch morgen werden die beliebten bunten Ponys wieder in Werder zu Gast sein. Die kleinen Besucher können an verschiedenen Stationen basteln, sich verkleiden, Ponys stylen und Postkarten gestalten. Wer an allen Aktivitäten teilgenommen hat, bekommt zur Anerkennung sogar eine kleine Belohnung.

Auf einer großen Wiese laden zudem die neuesten Spielzeuge aus der My Little Pony-Welt zum Verweilen ein. Die Eltern können sich entspannt zurücklehnen, während die kleinsten nach Herzenslust mit den Ponys spielen. Schaut doch morgen auch einfach bei der Radio TEDDY Bühne am Plantagenplatz vorbei! (wsw)

Impressionen vom diesjährigen Werdertag

Der Marktplatz auf der Insel war am Werdertag gut gefüllt., Fotos: wsw

Werder (Havel), 2. Mai 2019 – Er liegt zwar schon zwei Tage zurück, aber wir wollen es uns trotzdem nicht nehmen lassen, unsere Eindrücke vom Werdertag am 30. April wiederzugeben. Bei schönstem Wetter haben 17 Werderaner Kitas, Schulen und Gruppen auf der Bühne am Markt ein tolles Programm für die zahlreichen Besucher präsentiert.

Der lokale Höhepunkt des Baumblütenfestes war an dem sonnigen Dienstag vor allem von Familien und Kindern gut besucht. Nachdem die Baumblütenkönigin Madeleine Reichelt und Bürgermeisterin Manuela Saß gegen 14.30 Uhr das Programm eröffneten, zeigten die kleinen und großen Künstler auf der Bühne und davor ihr ganzes künstlerisches Können. Besonders die Auftritte der Kita-Kinder sorgten für staunende Begeisterung. Die kleinsten Künstler wurden dabei von ihren Eltern angefeuert, auf Smartphones wurden Tänze und Gesänge festgehalten.

Die Stimmung auf dem Marktplatz war wirklich toll, was nicht nur an dem schönen Frühlingswetter lag, sondern vor allem auch an der guten Qualität der gezeigten Beiträge. Im Anschluss an die Darbietungen der Werderaner Kunstgruppen ging es um 19 Uhr lokal weiter mit der Werderaner Rockband Blacksmith & Shima. (wsw)

126 Kikerikis führten zum Sieg

Der temperamentvolle Zwerg-Wyandotte von Daniel Drews krähte in einer Stunde 126 Mal und holte sich damit den ersten Platz bei den Zwerghähnen., Foto: Klix

Werder (Havel), 2. Mai 2019 – Der Maifeiertag wurde mit dem traditionellen Wettbewerb des Werderaner Rassegeflügelvereins Hoffnung eingeläutet. Hähne von Züchtern des Vereins und befreundeter Vereine aus der Umgebung treten dabei gegeneinander an. Im wunderschönen Garten im Hohen Weg 56 standen 27 Käfige mit prachtvollen Hähnen. Einzelne Käfige blieben leider leer, einen Marans aus Phöben soll sich vor dem Wettbewerb der Marder geholt haben.

Christian Kärger, Madeleine Reichelt und Christian Große, Foto: wsw

Als Baumblütenkönigin Madeleine Reichelt die Glocke läutete, schien vielen der gefiederten Wettbewerbsteilnehmer bewusst zu werden, dass es jetzt ernst wird. Aber längst nicht allen. Der schwarze Zwerg-Orpington von Organisator und dem Vorsitzenden des Rassegeflügelzüchtervereins Christian Kärger gab im Konzert seiner Konkurrenten keinen Laut von sich. In der Zeit von 10-11 Uhr wurde gemessen, wie oft ein Hahn kräht. Ein Juror beobachtete jeweils vier Hähne und notierte sich die Anzahl der Kikerikis.

Wir wollten von einem Vereinsmitglied wissen, ob man die Hähne auf den Wettkampf besonders vorbereiten kann. Dies sei nicht der Fall. Jeder, der Hähne zu Hause hält, wisse um dessen Kräh-Qualitäten. Danach würden die Wettbewerbsteilnehmer ausgewählt. “Wobei Hähne, die auf dem heimischen Hof gerne den Schnabel aufreißen, beim Wettkampf auch schnell ganz kleinlaut werden”, so das RGZV-Vereinsmitglied.

So haben einige Hähne in den ersten 15 Minuten noch nicht ein Mal gekräht, während ein anderer Hahn bereits 27 Mal gekräht hat. Für einige Tiere sei die fremde Umgebung, die vielen Menschen und die krähenden Artgenossen ein Ansporn, andere schüchtere das eher ein. Das sei auch von der Tagesform abhängig. Ein älterer Züchter erzählte dass ja auch der Charakter der Tiere völlig unterschiedlich sei. Während er beim vertrauten Welsumer zum Beispiel aufpassen muss, dass er beim Füttern nicht drauf tritt, gehöre der Vorwerk zum menschenscheueren Geflügel.

Ein temperamentvoller Zwerg-Wyandotte schien schon nach einer halben Stunde in seinem Frühlingsrausch nicht mehr einzuholen sein. Er gehörte Daniel Drews aus Derwitz. Sein Hahn krähe auch zu Hause oft und laut. “Zum Glück habe ich keine Nachbarn in der Nähe.” Andere Züchter erzählten, dass sie die Nachbarschaft gelegentlich mit einer Packung Eier befrieden. Meistens aber gebe es Verständnis.

Das Krähkonzert war imposant und besonders die jungen Zuhörer zeigten sich begeistert und standen mit offenen Mündern vor den Hähnen, die sich vor jedem Krähen ordentlich aufplusterten und streckten. Der Wettbewerb ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien, der Garten füllte sich schnell mit vielen Kindern.

Der Hahn von Daniel Drews hat den Wettbewerb schließlich gewonnen: 126 Mal krähte der Zwerg-Wyandotte in einer Stunde. Bei den großen Hähnen brachte es der beste auf 87 Kräher. Kein ungewöhnlicher Abstand, kommentierte Organisator Christian Kärger. “Es ist wie bei den Menschen”, erzählte er. “Die Kleinen krähen öfter als die Großen.” Nur sein Zwerg-Orpington hatte an dem Tag leider nicht mitgespielt. (wsw, wh)

Die Gewinner:

Jugend 1. Tjark Lindicke 2. Claudia Kühröber 3. Bjarne Lindicke
Große Hähne 1. Hartmut Polz 2. Jürgen Matznick 3. Jürgen Matznick
Zwerghähne 1. Daniel Drews 2. Georg Völker 3. Wilhelm Petschig

Mit dem Fahrrad über den Obstpanoramaweg

Die Streuobstwiese vom Zuckerbaum e.V. war am Maifeiertag gut besucht., Fotos: wsw

Werder (Havel), 2. Mai 2019 – Habt ihr den 1. Maifeiertag gut überstanden? Wir haben uns am sonnigen Mittwochnachmittag aufs Rad geschwungen und sind entlang der Gärten und Plantagen auf dem Obstpanoramaweg geradelt. Der rund 20 Kilometer lange Panoramaweg führt von Werder über Petzow, Glindow und Derwitz bis nach Groß Kreutz. An vielen Stationen entlang des Weges öffnen die Obstbauern zur Baumblütenwoche ihre Plantagen und servieren neben Kaffee, Kuchen und Gegrilltem natürlich auch den leckeren, selbst gemachten Obstwein.

Der Panoramaweg ist für Autos gesperrt, sodass man mit dem Fahrrad oder auch zu Fuß ohne große Einschränkungen vorwärts kommt. Einzig die Busse der Blütenfahrten kreuzen ab und an den Weg. Die Blütenfahrten beginnen am Bahnhof Werder (Havel) und fahren zwischen 10 und 16 Uhr stündlich, am Wochenende sogar alle 30 Minuten. Mit den Bussen werden bis zu neun verschiedene Höfe privater und gewerblicher Obstzüchter entlang des Werderaner Panoramaweges angefahren. Man kann bequem an den einzelnen Stationen aussteigen und wenn Leib und Seele erquickt sind, fährt man einfach mit einem der nächsten Blütenbusse weiter. Zum Blütenticketpreis von nur 6 EUR (3 EUR für Kinder von 6 bis 12 Jahren) erhält man nicht nur den angenehmen Chauffeurs-Dienst. In jedem Bus wird auch eine kleine Audioführung mit interessanten Geschichten zur Stadt Werder (Havel) und den Obsthöfen und Plätzen entlang der Rundtour angeboten.

Mit zahlreichen anderen Radfahrern und Fußgängern haben wir uns bei strahlendem Sonnenschein bergauf und bergab von einem Obstgarten zum nächsten bewegt. Außerhalb der bunten Festmeile haben es sich viele Besucher auf Decken zwischen Blumen und Obstbäumen gemütlich gemacht. Und ein Becherchen von dem köstlichen Obstwein durfte natürlich auch nicht fehlen. Wir hatten sogar das Glück und haben im Blütengarten bei Familie Lorenz die Kirschkönigin getroffen und auf der Streuobstwiese vom Zuckerbaum e.V. die Baumblütenkönigin.

Für Kinder gibt es auf der Obstwiese vom Zuckerbaum e.V. allerlei zu entdecken.

Dort war auch die letzte Station unserer Tour. Viele Familien mit Kindern nutzten den Maifeiertag für einen Besuch der Streuobstwiese. Der gesamte Erlös aus den verkauften Speisen und Getränken fließt direkt in den Verein, der sich um die gesunden Geschwisterkinder von schwer kranken Kindern kümmert. Hier könnt ihr mehr über die Arbeit des Vereins erfahren. Die Kinder konnten auf dem Klettergerüst toben oder das Bastelangebot nutzen, während es sich die Eltern auf den vielen Bänken bequem machten. Auch am kommenden zweiten Baumblütenwochenende ist die Streuobstwiese Samstag und Sonntag wieder von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Wer keine Lust auf den Trubel in der Stadt hat und den ursprünglichen Charme der Baumblüte erleben möchte, dem ist eine Radtour entlang der Obstgärten nur wärmstens zu empfehlen. Wir werden uns – sofern das Wetter mitspielt – auf jeden Fall auch nochmal auf den Drahtesel schwingen und die Obstplantagen besuchen, die wir gestern nicht angeradelt haben. (wsw)

Das Programm zum Werdertag

Schon bald steppt hier der Bär!, Foto: wsw

Werder (Havel), 30. April 2019 – Soeben erreichte uns noch das Programm des heutigen Werdertages:

14.30 Uhr
Interview mit der Blütenkönigin Madeleine Reichelt und Bürgermeisterin Manuela Saß

14.40 Uhr
Feuertanz der Kita Inselstadt

14.55 Uhr
Drums Alive und Tanz der Kita “Anne Frank”

15.10 Uhr
Tanzprogramm der Kita Havelzwerge

15.25 Uhr
Tanzprogramm vom Traumfänger

15.40 Uhr
Blütenchor der Carl-von-Ossietzky-Oberschule mit angegliederter Primarstufe

16.10 Uhr
Tanzprogramm der Karl-Hagemeister Grundschule

16.20 Uhr
Tanzprogramm des Anymotion Dance e.V.

16.50 Uhr
Auftritt der Kirschblüten des Glindower Carneval Clubs

17.00 Uhr
Auftritt der Früchtchen des Glindower Carneval Clubs

17.15 Uhr
Auftritt der Knospen des Karneval Clubs Werder

17.25 Uhr
Auftritt der Sängergruppe des Karneval Clubs Werder

17.55 Uhr
Auftritt der Mini Pirates der Cheerleader Pirates

18.00 Uhr
Auftritt der Cheeky Pirates der Cheerleader Pirates

18.10 Uhr
Auftritt der Apfelblüten des Karneval Clubs Werder

18.20 Uhr
Chorgesang des Gemischten Chors Glindow

18.50 Uhr
Auftritt der Prinzengarde des Karneval Clubs Werder

19.00 Uhr
Programmpunkt vom MusikVerein der Blütenstadt Werder (Havel) e.V.

19.20 Uhr
Ende

Im Anschluss erobert die Band Black Smith die Bühne.

Wir wünschen allen Acts ganz viel Spaß bei ihrem Auftritt und allen Besuchern viel Freude beim Zusehen und Applaudieren! (wh, wsw)

Potsdamer Inklusionstage starten am 5. Mai

Inklusionstage (© LHP/ Vivien Taschner)

Potsdam, 30. April 2019 – In diesem Jahr hat sich in der Landeshauptstadt Potsdam wieder ein breites Bündnis von Betroffenen, Selbsthilfegruppen, Vereinen und Institutionen zusammengefunden und ein buntes und umfangreiches Programm rund um den 5. Mai – den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung – auf die Beine gestellt.

Vom 5. bis 12. Mai finden mehr als 30 Veranstaltungen im ganzen Potsdamer Stadtgebiet statt: Mitmachaktionen, Ausstellungen, Lesungen, Musik, Sport und vieles mehr. Die Veranstaltungen bieten Menschen mit und ohne Behinderung, mit und ohne Geld, aufgewachsen oder zugezogen in die Landeshauptstadt Potsdam, die Gelegenheit, miteinander Vielfalt zu erleben und den kritischen Austausch zu suchen. „Gemeinsam soll sicht- und hörbar gemacht werden, dass noch viel zu tun ist“, sagt der Beauftragte für Menschen mit Behinderung der Landeshauptstadt Potsdam, Christoph Richter. „Alle Menschen sind Teil unserer bunten und vielfältigen Stadtgesellschaft. Es braucht aber vielfältige Bedingungen, damit alle am öffentlichen Leben teilhaben können. Dies wollen wir mit den Potsdamer Inklusionstagen zeigen“, so Richter.

„Das Thema Inklusion steht im Blickpunkt der Potsdamer Öffentlichkeit und ist die Idee von einer Gesellschaft, in der alle Menschen gleichermaßen und wertgeschätzt Teil haben können. Inklusion ist ein Prozess. Wir wollen diesen Prozess mit der Potsdamer Inklusionswoche weiter voranbringen“, sagt Manuela Kiss, Sprecherin des Beirats für Menschen mit Behinderung.

Ein Höhepunkt der Potsdamer Inklusionstage ist das „Gemeinsam Füreinander – Festival der Vielfalt“ am 10. Mai ab 15 Uhr auf dem Alten Markt Potsdam. Das Festival beerbt das „Straßenfest von und für Menschen mit und ohne Behinderung“ und führt seine 16-jährige Geschichte fort und weiter. Es wird veranstaltet vom Haus der Begegnung Potsdam (in Trägerschaft der PSBZ gGmbH) sowie von vielen Potsdamer Kooperationspartnern. „Das Festival der Vielfalt ist ein Ort der Begegnung und des Austausches zwischen Menschen mit und ohne Behinderung in einer von Offenheit und Achtung getragenen Atmosphäre. Dies möchten wir als Standard für eine inklusive Veranstaltungs- und Feierkultur für Potsdam setzen. Gemeinsam Füreinander ist keine ,Szeneveranstaltung‘ für Menschen mit Behinderung. Vielmehr laden wir mit einem bunten und interessanten Programm jede Person ein“, sagt Sebastian Schultz vom Haus der Begegnung.

Das Programmheft der Potsdamer Inklusionstage (auch in leichter Sprache) liegt im Bürgerservice und vielen anderen Adressen in Potsdam zur kostenlosen Mitnahme aus sowie zum Herunterladen auf der Seite www.potsdam.de/inklusionstage. (lhp)

Sexueller Missbrauch eines Kindes – Polizei sucht Zeugen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung!

Kloster Lehnin OT Damsdorf, 30. April 2019 – Die Polizeidirektion West bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. In der Polizeimeldung heißt es, dass sich am Donnerstag, dem 25. April um 17.15 Uhr ein 13-jähriger Junge mit einem Freund zum Angeln am Damsdorfer Fenn befand. Nach Aussage des Kindes sei ein Mopedfahrer an der Stelle vorbeigefahren, kehrte sodann um und kam zurück zu der Stelle, an der sich die Kinder aufhielten. Er soll dann das Moped abgestellt haben und zu den beiden Jungen gegangen sein. Er habe die Kinder gefragt, ob sie schon etwas gefangen hätten, was von den Kindern bejaht wurde. Im Anschluss soll der unbekannte Tatverdächtige dem 13-jährigen Kind unter einem fingierten Vorwand mehrmals in den Schritt gefasst haben. Die Tathandlung wurde auch unter der Bekleidung vollzogen.

Das Kind habe nach eigenen Aussagen wiederholt nein gesagt und versucht sich zu entziehen. Der 13-Jährige konnte sich schließlich zu einem Angler in der unmittelbaren Umgebung begeben, der den Sachverhalt jedoch nicht wahrgenommen hatte. Der Tatverdächtige entfernte sich währenddessen mit dem Roller vom Tatort. Die Kinder informierten im Anschluss die Eltern über das Geschehene, die den Sachverhalt bei der Polizei bekannt machten.
Eine Fahndung nach dem Tatverdächtigen in der unmittelbaren Umgebung verlief erfolglos.
Die Polizeibeamten nahmen eine Strafanzeige wegen des Verdachtes des sexuellen Missbrauchs von Kindern auf und betrauten die Kriminalpolizei mit den weiteren Ermittlungen.

Der Tatverdächtige wird von dem Kind folgendermaßen beschrieben:
– männlich
– ca. 50 bis 60 Jahre alt,
– ca.160 bis 165 groß,
– kräftige Figur mit einem Bauchansatz
– kurze schwarzgraue Haare
– trug ein rotes Basecap mit weißer Aufschrift
– war mit einer Stoffjacke in den Farben schwarz, rot, weiß bekleidet
– trug eine schwarze Jogginghose
– trug braune alte Schuhe („Opaschuhe“)
– bei dem Moped soll es sich um eine ungepflegte hellblaue Schwalbe gehandelt haben.
Das Versicherungskennzeichen soll die Zahlen 6 und 9 beinhaltet haben, wobei die Reihenfolge nicht bekannt ist.

Die Kriminalpolizei fragt:
Wer konnte am Donnerstag, dem 25. April 2019 gegen 17.15 Uhr an der Angelstelle am Damsdorfer Fenn oder in der unmittelbaren Umgebung Beobachtungen machen, die mit dem geschilderten Sachverhalt in Verbindung stehen könnten oder kann Hinweise auf den unbekannten Täter geben?

Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Brandenburg unter der Rufnummer 03381-560 0 zu melden oder bei jeder anderen Polizeidienststelle des Landes Brandenburg. Alternativ können Sie auch das Hinweisformular im Bürgerportal unter: polbb.eu/hinweis nutzen. (pdw, Franz)

Wo ist meine Post?

Werder (Havel), 29. April 2019 – In der letzten Zeit haben uns einige Anfragen bezüglich der Postzustellung in Werder (Havel) erreicht. Einige Leser bemerkten Unregelmäßigkeiten, was die Postverteilung angeht. Wir haben bei der Pressestelle der Deutschen Post einmal nachgefragt. Die Antwort lautete: “Leider sind in unserem Zustellstützpunkt in Werder jüngst einige Kollegen zeitgleich erkrankt, sodass wir in der Tat an einigen Tagen Probleme in der Zustellung hatten und nicht alle Sendungen in der gewohnten Qualität zugestellt werden konnten. Wir bedauern das sehr und bitten dafür um Entschuldigung. Zudem erschwert das Baumblütenfest aufgrund der damit verbundenen Einschränkungen im Straßenverkehr derzeit die Arbeit unserer Zusteller. Wir gehen aber davon aus, dass wir ab kommender Woche wieder weitgehend in der gewohnten Qualität zustellen können.” (wsw)

Tag der offenen Tür beim Schützenverein Glindow

Werder (Havel) OT Glindow, 29. April 2019 – Am Samstag, dem 4. Mai, findet von 10 bis 13 Uhr der Tag der offenen Tür beim Schützenverein zu Glindow 1924 e.V. statt. Bei hoffentlich bestem Wetter können alle Interessierten an diesem Termin in das sportliche Bogenschießen hinein schnuppern und auch selbst unter Anleitung einige Pfeile schießen. Schauen Sie einfach an der Ecke Glindower Mühlenstraße/Am Schützenpark vorbei und kommen Sie mit den ortsansässigen Bogenschützen ins Gespräch. Der Schützenverein zu Glindow 1924 e.V. freut sich auf Ihr Erscheinen! (wsw)

Umbau Leipziger Dreieck: Erster Bauabschnitt beginnt heute

Potsdam, 29. April 2019 – Heute beginnt der erste Bauabschnitt des Umbaus des Leipziger Dreieck. Dieser beinhaltet die Anpassung der Friedrich-Engels-Straße für die neue Wendeschleife der Straßenbahn. Die Baumaßnahmen für diesen Bauabschnitt erstrecken sich über circa zwei Jahre, wobei in diesem Jahr zunächst alle vorbereitenden Maßnahmen, wie zum Beispiel die Verlängerung der stadteinwärtigen Busspur, die Errichtung von Ersatzstellplätzen und die Leitungsumverlegungen, ausgeführt werden. Im Jahr 2020 startet dann das Kernstück des Projektes – die Verlegung der Gleistrasse.

Als erste bauliche Maßnahme in dem ersten Bauabschnitt wird die stadteinwärts führende Busspur im Bereich des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) bis zur Schlaatzstraße verlängert, um den ÖPNV während der Bauphase zu stärken. Im Anschluss kommt es zu einer ersten Änderung der Verkehrsführung, um einen Schacht der Energie und Wasser Potsdam GmbH (EWP) im Bereich der Einmündung zur Heinrich-Mann-Allee errichten zu können.

Die Einrichtung der Busspur erfolgt im Abschnitt Friedhofsgasse bis ZOB, als Verlängerung der vorhandenen Busspur im Bereich ZOB. Die neue Busspur verläuft dann im Bereich des derzeitigen Längsparkstreifens. Die dortigen Parkplätze werden die sogenannte Nebenanlage – also den Bereich neben der Fahrbahn – verlegt, und baulich verbessert. Im Abschnitt Am Stellwerk bis ZOB wird die Busspur innerhalb der derzeitigen Nebenanlage hergestellt. Für die auf der Nordseite entfallenden Stellplätze werden auf der Südseite Ersatzstellplätze, ebenfalls in der Nebenanlage, hergestellt. Begonnen wird mit der Herstellung der Stellplätze in der Nebenanlage auf der Südseite der Friedrich-Engels-Straße. Anschließend erfolgen die Arbeiten auf der Nordseite. Als Bauzeit dafür sind circa sechs Wochen geplant.

Alle Verkehrsteilnehmer müssen sich darauf einstellen, dass die Verkehrsführung während der gesamten Baumaßnahme mehrfach geändert wird, wobei in der Regel ein einspuriger Zweirichtungsverkehr realisiert werden soll. Radfahrer können entweder auf der Fahrbahn mitfahren oder den Gehweg benutzen, dieser wird entsprechend beschildert. Die Befahrbarkeit beziehungsweise die Erreichbarkeit des ZOB für Busse ist gesichert. Der Straßenbahnverkehr wird trotz der Baumaßnahmen während der gesamten Bauphase mit nur kurzen Einschränkungen (Schienenersatzverkehr) aufrechterhalten. Die Ampelschaltungen werden angepasst. Der Kreuzungsbereich des Leipziger Dreiecks ist während dieses Bauabschnittes nicht betroffen. Dennoch wird es Beeinträchtigungen für den KFZ-Verkehr in der Friedrich-Engels-Straße geben, die nicht vermeidbar sind. Die Landeshauptstadt bittet um Verständnis und empfiehlt, alternative Wege und soweit möglich die Verkehrsmittel des Umweltverbundes zu nutzen.

Sämtliche Verkehrsführungsphasen werden laufend zwischen der ausführenden Firma, dem Verkehrsmanagement der Landeshauptstadt Potsdam und der Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH (ViP) abgestimmt, um einen möglichst reibungslosen Verkehr in diesem Bereich sicherzustellen. Weiterhin werden auch die baulichen Belange, die sich aus den parallel laufenden Maßnahmen an der L40/ Nuthestraße und den Festlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2020 in Potsdam, an dem das Land Brandenburg das Bürgerfest in Potsdam ausrichtet, in den Planungen berücksichtigt.

Für die Verkehrsentwicklung und zur Erhöhung der Verkehrsqualität für den Kfz-, den Fuß- und Radverkehr sowie den ÖPNV ist eine grundlegende Umgestaltung des Leipziger Dreiecks vorgesehen. Ziel des Umbaus ist die Optimierung der mehrgliedrigen Verkehrs- und Erschließungsqualität im Bereich des Leipziger Dreiecks mit dem angebundenen Hauptstraßennetz. Die Situation ist für Verkehrsteilnehmer aller Art derzeit eher verwirrend und führt zu Verunsicherung und Sicherheitsproblemen. Die Straßenbahn wendet gegenwärtig im Gegenverkehr der stadteinwärts führenden Kfz-Spuren. Insbesondere für Fußgänger und Radfahrer ist der Bereich nur aufwendig und mit großem Zeitverlust passierbar. Dies führt täglich zu Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung und damit zu einem hohen Sicherheitsrisiko. Auch der Kfz-Verkehr ist durch den derzeitigen Straßenbahnverlauf behindert und es kommt beim Einfahren der Tram zur Behinderung des fließenden Verkehrs – da dann alle anderen Verkehrsteilnehmer Rot haben.

Die Ausschreibungen für das Gesamtbauvorhaben „Umbau Leipziger Dreieck“ hatten keine wirtschaftlichen Angebote ergeben. Die Gesamtbaumaßnahme musste daher gesplittet und in vier einzelnen Teilen, das heißt in vier Baulosen, neu ausgeschrieben werden. In der Friedrich-Engels-Straße beginnt nun der erste Umbau-Abschnitt.

Weitere Informationen zu den aktuellen und geplanten Baumaßnahmen im Straßennetz der Landeshauptstadt Potsdam sind auf der Internetseite www.mobil-potsdam.de zu finden. (lhp)

So war das erste Baumblütenwochenende

Werder (Havel), 29. April 2019 – Das erste Baumblütenwochenende liegt hinter uns. Begonnen hat alles am Freitag mit einem grandiosen Ball auf der Bismarckhöhe. Wir haben hier darüber berichtet. Weiter ging es am Samstag mit dem tollen Umzug aller Vereine. Die 70 teilnehmenden Gruppen präsentierten die Geschichte, Tradition und Gegenwart des städtischen Lebens. Gegen 14.30 Uhr wurde das Fest von Bürgermeisterin Manuela Saß und der neuen Baumblütenkönigin Madeleine Reichelt, angefeuert von deren Familienfanclub, eröffnet.

Madeleine Reichelt stammt aus einer Werderschen Obstmuckerfamilie und hatte zum Start ihrer Amtszeit bereits viele interessante Begegnungen, etwa vor dem Beginn des Festumzuges, bei dem sie im Cabrio mit der Bürgermeisterin mitgefahren ist. „Alle wollten mit mir schwatzen und wissen, wie das Bewerbungsverfahren lief oder wie der Blütenball mit Howie war“, erzählt die neue Werder-Hoheit, die auf der Festmeile und in den Obstgärten bereits zahllose Autogrammkarten verteilte.

Besonders am Samstag war die Stadt gefüllt mit unzähligen Besuchern. „Vermutlich bedingt durch das Ferienende in Berlin und Brandenburg waren besonders am ersten Festsamstag sehr viele junge Menschen in Werder unterwegs“, sagte Bürgermeisterin Manuela Saß. Nach dem nächtlichen Regen habe auch das Wetter mitgespielt und den Gästen einen meist trockenen, manchmal sogar sonnigen ersten Festtag beschert. Der große Festbesucherandrang insbesondere von jungen Gästen an diesem ersten Veranstaltungstag brachte die volksfesttypischen Delikte mit sich. Mehrere hundert Einsatzkräfte der Landespolizei Brandenburg (Polizeidirektion West, unterstützt durch Bereitschaftspolizisten) waren im Einsatz für die Sicherheit der Festbesucher. Im Ergebnis des ersten Einsatztages wurden Körperverletzungsdelikte sowie Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz aufgenommen, wobei die meisten Täter erheblich alkoholisiert waren.

Draußen auf den Obstplantagen wurde die Baumblüte bei Vogelgezwitscher gefeiert. Die Blütenbusse, die die Gäste vom Bahnhof aus auf die Plantagen bringen, waren besonders am Samstag brechend voll. Auf dem Obstpanoramaweg waren zudem wieder zahlreiche Fahradfahrer unterwegs. „Zunehmend etabliert sich das Fest dort auch als Fahrradereignis“, so Bürgermeisterin Saß.

Der gestrige Festsonntag begann mit dem sportlichen Höhepunkt des Blütenfestes, dem Baumblütenlauf im Stadtpark, an dem in diesem Jahr auch der Werderaner Geher und Olympionik Christopher Linke teilgenommen hat. Auf der Festmeile war der Tag geprägt durch eine familiäre Atmosphäre. Das Publikum aus allen Altersklassen genoss die Frühlingsatmosphäre, den Obstwein und die Musik von acht Bühnen. „Der Sonntag stand ganz im Zeichen eines Volksfestes für Familien. Nachdem am Vortag vor allem Jugendliche und Heranwachsende das Publikum prägten, waren am Sonntag vielfach Familien in den Gärten und auf dem Festgelände unterwegs. Den eingesetzten Kolleginnen und Kollegen der Polizei gilt mein Dank für die hervorragende Leistung am ersten Festwochenende“, so der Leiter der Polizeidirektion West in einem Fazit zum ersten Festwochenende.

Landes- und Bundespolizei sowie die beteiligten Sicherheitskräfte hätten durch ihr schnelles und frühzeitiges Eingreifen in Konfliktfällen am ersten Festwochenende dafür gesorgt, dass die Gäste friedlich die Baumblüte feiern konnten. „Ausdrücklich zu danken ist auch den ehrenamtlichen Kräften der DLRG und unserer Feuerwehr, ohne die ein Volksfest mit einem solchen Andrang nicht zu bewältigen wäre“, so Bürgermeisterin Manuela Saß.

Bereits bewährt hätten sich die Jugendschutzstreifen, die in diesem Jahr erstmals unterwegs sind und – zusätzlich zu den ordnungsbehördlichen Maßnahmen zur Einhaltung des Jugendschutzgesetzes – einen präventiven Ansatz verfolgen. Zwei an T-Shirts und Taschen erkennbare Sozialarbeiterteams von der Stiftung JOB sind auf der Festmeile unterwegs und sprechen gefährdete Jugendliche gezielt auf das Thema Alkoholkonsum an. Die ersten Rückmeldungen seien durchweg positiv, so Manuela Saß.

Morgen wird auf dem Baumblütenfest der Werdertag gefeiert, die Bühne am Markt gehört am Nachmittag Vereinen, Schulen, Kindergärten und Gruppen aus der Stadt. Zudem gibt es am Familientag vergünstigte Eintrittspreise bei den Schaustellern. Am Mittwoch wird auf der Bimarckhöhe ein Konzert mit der Deutschrockband Brenner stattfinden. Ebenfalls am Mittwoch um 10 Uhr ist das traditionelle Hähnewettkrähen zur Baumblüte im Hohen Weg 56. (wsw, wh, pdw)

Verkehrsprognose für die Woche vom 29. April bis 5. Mai

Potsdam, 29. April 2019 – Die Ferien sind vorbei und es warten wieder viele Baustellen und Sperrungen auf alle Pendler.

Friedrich-Engels-Straße
Ab Montag, den 29. April beginnt die erste Bauphase des Umbaus des Leipziger Dreiecks in der Friedrich-Engels-Straße:
Zwischen Friedhofsgasse und ZOB werden Parkbuchten hergestellt, um auf der Fahrbahn Platz für eine zusätzliche Busspur zu schaffen. Ab dem 29. April wird die südliche Fahrbahnseite gesperrt und das Parken untersagt. Es stehen weiterhin zwei Fahrspuren zur Verfügung.
Ab Anfang Juni beginnen die Arbeiten im Kreuzungsbereich zur Heinrich-Mann-Allee.

Leipziger Straße
Für Leitungsarbeiten ist die Einbahnstraße der Leipziger Straße bis zum Leipziger Eck verlängert. Die Einfahrt vom Leipziger Eck ist nicht mehr möglich. Anlieger müssen die Umleitung über Brauhausberg, Leipziger Straße nutzen.

Albert-Einstein-Straße
Für Leitungsarbeiten wird die Albert-Einstein-Straße abschnittsweise halbseitig gesperrt und der Verkehr im Wechsel mit einer mobilen Ampel geregelt.

Am Kanal
Die nördliche Fahrbahnseite ist für die Erneuerung der Fahrbahndecke noch bis einschließlich 30. April gesperrt. Eine Umleitung ist über Behlert-, Kurfürsten-, Hebbelstraße ausgewiesen.
Ab 2. Mai erfolgt die Sanierung der südlichen Fahrbahndecke. Hierzu muss die Verkehrsführung gedreht werden – die Fahrtrichtung L40 wird ab Platz der Einheit über Charlottenstraße, Hebbelstraße umgeleitet.
Staugefahr in der Innenstadt!

Dortustraße
Für Leitungsarbeiten ist die Dortustraße – Fahrbahn Richtung Breite Straße – voll gesperrt. Die Fahrtrichtung wird über Yorckstraße, Schlossstraße umgeleitet.

Schiffbauergasse
Aufgrund von Leitungsarbeiten ist die nordöstliche Ausfahrt der Schiffbauergasse halbseitig gesperrt und nur noch die Ausfahrt möglich.

Sternstraße
Für den Bau eines Gashausanschlusses ist die Sternstraße in Höhe Haus-Nr. 9 halbseitig gesperrt. Der Verkehr wird mit einer mobilen Ampel geregelt.

Karl-Liebknecht-Straße
Für Sanierungsarbeiten eines Hauses ist eine Fahrspur der Karl-Liebknecht-Straße an der Kreuzung Rudolf-Breitscheid-Straße gesperrt. Es steht in jede Fahrtrichtung nur noch eine Fahrspur zur Verfügung.

Pestalozzistraße
Für die Herstellung von Hausanschlüssen wird die Pestalozzistraße ab Montag zwischen Kopernikusstraße und Heideweg voll gesperrt.

Alle aktuellen Informationen zum Verkehrsgeschehen in Potsdam: www.mobil-potsdam.de. (lhp)

Mein Werder (172): Eveline Kroll

Kurz & knackig

Name: Eveline Kroll
Alter:57
Wohnort: Ortsteil Bliesendorf
Seit wann sind Sie in Werder zu Hause? Ich wohne mit meinem Mann Andreas seit 27 Jahren in Bliesendorf. Wir waren damals kurz nach der Wende die ersten Zugezogenen in Bliesendorf. Uns hat dieses naturnahe Dorf, damals gab es auch noch viele Sandstraßen, sofort auf Anhieb gefallen. Insbesondere die schöne Lage direkt am Wald und die Menschen hier.
Haben Sie Kinder oder möchten Sie gerne welche haben?
Ich habe selbst keine Kinder, aber ich freue mich über die vielen Kinder in Bliesendorf, das verjüngt die Altersstruktur und Platz haben wir ja auch genug hier.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Es ist so schön hier, man braucht nicht in die Ferne zu fahren, um Urlaub zu machen. Die Insel hat im Sommer ein italienisches Flair, nicht nur wegen der vielen italienischen Restaurants. Werder ist sehr vielseitig, man kann hier viel unternehmen und die Metropolen Potsdam und Berlin sind nicht weit weg. Wer Trubel braucht, ist mit der Regionalbahn schnell in den Metropolen. Ansonsten kann man sich auch im ländlichen Raum zurückziehen.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich bin gelernte Bankkauffrau mit der Qualifizierung zur Bankfachwirtin, habe aber meinen Tätigkeitsschwerpunkt hier nach Bliesendorf verlegt. So bin ich auch flexibel als Ortsvorsteherin tagsüber hier, wenn wichtige Dinge für den Ortsteil anliegen. Ansonsten bin ich als stellvertretene Vorsitzende im anerkannten Umweltverein Waldkleeblatt-Natürlich Zauche tätig. Wir bekommen viele Anfragen vom Land Brandenburg zu Umweltthemen, wo wir als Verein Stellung nehmen. Da muss man sich teilweise in neue Themen einarbeiten und sich in Lehrgängen fortbilden.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Ich finde beides schön, je nach Lust und Laune. Sehr gerne sind wir auch abends auf der “Lapp a Rosa” in Bliesendorf, da trifft sich während der Baumblüte das halbe Dorf und man kommt fußläufig sicher nach Hause.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Ich liebe einen leckeren Himbeerwein, der nicht zu süß sein sollte und möglichst von den alten Himbeersorten stammt.

Sie – ganz speziell

Seit wann sind Sie Ortsvorsteherin von Bliesendorf und wie hat diese ehrenamtliche Tätigkeit Ihr Leben verändert?
Seit der letzten Kommunalwahl, also seit 2014, bin ich Ortsvorsteherin in Bliesendorf. Man fühlt sich manchmal als “Ortsmutti”, da man der erste Ansprechpartner für die Bliesendorfer ist, wenn es im Dorf Sorgen, Nöte und Probleme gibt und man ist bemüht, für die Anliegen eine schnelle Lösung zu finden. In vielen Bereichen muss man ein großes Durchhaltevermögen haben, um die Wünsche der Bürger dann auch langfristig umsetzen zu können. Kommunale Verwaltung dauert halt sehr lange. Aber wenn man dann nach einiger Zeit mit dem Ortsbeirat Erfolg hat, wie z.B. die sechs neuen Straßenlaternen in Bliesendorfer Post/Dorfstr., die als Ergänzung von der Stadt errichtet worden sind, dann freut man sich auch sehr. Für unsere Spielecke kam auf Wunsch der Kinder die Doppelschaukel und ein neues Spielgerät soll in diesem Jahr noch kommen. Besonders bemüht bin ich auch um das Zusammenwachsen der Alt- und Neubliesendorfer, da der Dorfzusammenhalt für das Leben hier sehr wichtig ist. Da ich noch vieles in der “Pipeline” haben, hoffe ich, dass ich dieses Amt nochmal für die nächsten fünf Jahre ausüben darf.

Sie engagieren sich mit viel Elan für den Schutz des Waldes, auch, um die geplanten Windräder zu verhindern. Dazu gibt es jährlich viele Aktionen, bei der die Bliesendorfer Bürgerinitiative mitmacht oder sie selbst organisiert – welche sind die nächsten?
Die nächste große Sache ist unser 8. Aktionstag “Rettet unseren Wald” mit Familienwandertag und Waldfest am 19. Mai 2019. Los geht es um 11 Uhr am Gemeindezentrum Bliesendorf mit einem schönen Vorprogramm. Viele prominente Gäste haben ihr Kommen angekündigt, unter anderem der 1. Beigeordnete Christian Große, die Landtagsabgeordnete Saskia Ludwig, der Ortsvorsteher von Glindow Sigmar Wilhem und viele weitere Vertreter von der Stadt Werder. Musikalisch wird der Tag umrahmt mit der Band Purfürst & Wein, es gibt eine Wanderung mit dem Eselnomaden Jan mit seinen zwei Eseln für die Familien mit Kindern und eine literarische Wanderung zu Höhepunkten in unserem Wald, für Nichtwanderer gibt es viele interessante Stände zum Thema Wald, unsere Bliesendorfer Jäger sind wieder mit dabei, der Kreativkeller Kirche Bliesendorf bietet schöne Keramiken an und es kann eine Ausstellung von Sandra Dahlmann “Wurzeln des Lebens” mit großformatigen Bildern aus unserer Heimat besichtigt werden. Für das leibliche Wohl sorgen die Bliesendorfer Landfrauen mit Kaffee und selbstgebackenen Kuchen sowie der Sportverein mit frisch Gegrilltem und Getränken.

Bliesendorf ist neben Derwitz der einzige Ortsteil von Werder (Havel) ohne Wappen. Das soll sich ändern. Wann können wir damit rechnen, dass der Platz auf der Amtskette von Bürgermeisterin Manuela Saß gefüllt wird?
Die ersten Entwürfe wurden den Bliesendorfern beim Neujahrsgespräch vorgestellt. Es wurden jetzt viele weitere Wappenvorschläge erarbeitet, wo wir als Ortsbeirat dann eine Vorauswahl treffen möchten. Diese müssen dann heraldisch überprüft werden und die Bürger sollen bei einer Präsentation dann letztendlich entscheiden. Der Prozess wird noch eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen und wird erst nach der Kommunalwahl im Mai fortgesetzt.

Und wie soll das Wappen aussehen?
Um Bliesendorf gibt es viele Horststandorte des Rotmilans. Da er der Beschützter unser Natur und unseres Waldes ist, sollte er mit gegabelten Schwanz im Wappen enthalten sein. Dann ein Eichenblatt als Symbol für die Huteeichenwaldbestände und den Wald generell. Und natürlich dürfen die “Drei Dicken Männer”, die ja im Moment als Wappenersatz auf der Amtskette zu sehen sind, nicht fehlen.

Viele Bewohner Bliesendorfs wünschen sich eine Gaststätte im Ort – sehen Sie da Möglichkeiten?
Ich wünsche mir eine Gaststätte als Dorftreffpunkt, für Familienfeiern und für die Touristen in Bliesendorf auch sehr. Wir müssen einen neuen Gastronomen finden, der in eine Gaststätte investiert. Die einzige Möglichkeit wäre, das ehemalige Feuerwehrgerätehaus umzufunktionieren und einen Anbau zu errichten. Ich habe dazu auch schon Gespräche mit der Stadt geführt. Aber wenn eine Gastronomie gut laufen soll, dann müssen die Küche und die Bedienung top sein. Als Bereicherung für die Gastronomie von Werder wäre zum Beispiel ein Kroatisches Restaurant mal was anderes, zumal diese meistens auch gute bürgerliche, deutsche Küche anbieten. Von der Auslastung her könnte ich mir eine saisonale Öffnung von April bis Oktober vorstellen, für Familienfeiern ganzjährig auf Absprache und in den Wintermonaten eingeschränkt auf einen regelmäßig stattfindenden Stammtisch für die Bliesendorfer.

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten – welche wären das?
Mit meinem Mann und meiner Familie zusammen gesund bleiben und alt werden. Wir haben früher viele Fernreisen gemacht, daher legen wir da nicht mehr so großen Wert drauf, aber die Riesenschildkröten auf den Seychellen würde ich doch ganz gerne mal in Natura sehen. Und natürlich ein ganz großer Wunsch ist, dass unser “Naturschatz” um Bliesendorf erhalten bleibt, denn es ist eine schöne Heimat!

Was wir sonst noch wissen wollen …

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Meistens kurze Gedichte.

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Ja, der Dalai Lama. Er hat sein Tibet nie aufgegeben und immer mit einer großen Freundlichkeit für die Tibeter gekämpft. Wir waren selbst in Tibet und haben erlebt, wie unmenschlich die chinesischen Invasoren mit den Tibetern dort umgehen. Mein eigenes Leitbild ist auch, wer nicht kämpft hat schon verloren. Daher kann ich mich gut mit diesem Vorbild identifizieren.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder –Serie? Warum?
Die Serie “In aller Freundschaft” finde ich sehr entspannend. Sie entspricht leider nicht der Realität. Aber jeder wünscht sich so eine Behandlung in einem Krankenhaus

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Vielleicht meine Unbedarftheit und Offenheit, fremde Leute anzuquatschen.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Ich liebe alle Tiere, insbesondere Pferde. Wir haben zwei Katzen. Unser Kater “Stöpsel” ist bei uns im Haus geboren. Er heißt so, weil er manchmal so hüpft wie ein Stöpsel vor Lebensfreude.

Bliesendorf Ortsvorsteherin Evi Kroll und Werders Bürgermeisterin Manuela Saß bei der Aktion im Reesdorfer Wald. Foto: wsw
Ortsvorsteherin Eveline Kroll und die Landtagsabgeordnete Saskia Ludwig beim Bliesendorfer Bürgerdialog. Foto: wsw

Ein rauschender Abend auf der Bismarckhöhe

bsh

Werder (Havel), 27. April 2019 – Der Blick über die Stadt strahlt am gestrigen Abend eine schöne Ruhe aus, während sich der schönste Saal Brandenburgs auf der Bismarckhöhe langsam füllt. Rund 500 Gäste sind gekommen, um den Beginn des Baumblütenfestes beim traditionellen Ball zu feiern. Die Stimmung ist großartig und pünktlich um 19.30 Uhr eröffnet Bürgermeisterin Manuela Saß den Abend mit der Begrüßung der Gäste. Als erste Überraschung des Abends betritt der Landrat von Potsdam-Mittelmark, Wolfgang Blasig, die Bühne, er hat die Baugenehmigung für das neue Bad am Zernsee dabei, die Frau Saß sofort an den Partner für das Tourismusprojekt, Andreas Schauer, weitergibt. „Alle haben an einem Strang gezogen, um dieses für unseren Staatlich anerkannten Erholungsort so wichtige Projekt schnell wieder auf den Weg zu bringen“, so die Bürgermeisterin. Andreas Schauer schloss sich dem Dank der Bürgermeisterin an das Landratsamt an und erklärte: „Die Ausführungsplanung liegt bereit, wir können loslegen. Die bauausführenden Unternehmen sitzen in den Startlöchern.“ Andreas Schauer und Manuela Saß kündigten an, dass am 11. Mai um 10 Uhr der erste Spatenstich auf der Thermenbaustelle erfolgen wird, zu dem alle Werderaner herzlich eingeladen sind.

Emotional wird es beim Abschied von Peggy Sinning, die nach einem Jahr als Blütenkönigin erstmals ohne ihr Baumblütenkleid auf der großen Bühne steht. “Ich habe ein wundervolles Jahr gehabt, viele zauberhafte Menschen getroffen und so viel Unterstützung erfahren”, erzählt sie dem Publikum. Ihr wichtigster Unterstützer weicht auch in diesem Moment nicht von Ihrer Seite! “Ohne meinen Mann hätte ich das alles nicht machen können! Ich liebe Dich mein Schatz”, sagt sie während er sichtlich gerührt am Bühnenrand zu ihr aufblickt.

Und dann ist es endlich so weit und die nun amtierende Blütenkönigin Madeleine Reichelt kommt in ihrem wunderschönen, lindgrünen Kleid auf die Bühne und meistert ihre erste Ansprache vor dem vollen Saal mit Bravour. Die gelernte Friseurin freut sich auf das Jahr, begrüßt alle Gäste des Abends und wünscht allen Werderanern ein wunderschönes Blütenfest, bevor sie in einem Blumenmeer Platz nimmt und für die Fotografen vom Thron in die Kamera strahlt.

Schon beim ersten Auftritt der Chris Gentleman Group, die den Abend musikalisch begleitet, hält es kaum einen Gast auf dem Stuhl und die Tanzfläche füllt sich sofort. Die Stimmung ist großartig und die Gäste sind bereit für den Auftritt von Howard Carpendale, der bereits auf dem Weg in die Bismarckhöhe ist. Als gegen 22 Uhr sein Evergreen “Hallo Again” ertönt, steht der Saal Kopf. Der Abend ist mehr als gelungen, die Stimmung ist ausgelassen und Werder hat mal wieder getzeigt, was es kann. Feiern! Und so soll es nun auch die nächsten neun Tage weiter gehen beim 140. Baumblütenfest! (wsw)

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