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Hort Sunshine-Kids wegen Corona-Fall geschlossen

Werder (Havel) OT Glindow, 2. Dezember 2020 – Wegen der Covid-19-Erkrankung einer Erzieherin muss der kommunale Hort Sunshine-Kids in Glindow ab dem morgigen Donnerstag, 3. Dezember, für die nächsten Tage geschlossen werden. Die betreffende Erzieherin hat sich am Montag nach einem Test in Quarantäne begeben, heute lag das positive Testergebnis vor.

Hortkinder, die Kontakt zu der Erzieherin hatten, sollen morgen einem Corona-Test unterzogen werden. Ebenfalls soll vorsorglich das pädagogische Personal der Einrichtung getestet werden. Die Erzieherinnen, Erzieher und betroffenen Kinder werden vom Gesundheitsamt und der Stadt derzeit über die geplanten Tests informiert.

Über das weitere Vorgehen wird die Stadt in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt nach Vorliegen der Testergebnisse informieren. „Es handelt sich bei dieser Schließung um eine harte aber zwingend erforderliche Maßnahme im Sinne des Infektionsschutzes, für die wir um Verständnis bitten“, so Werders 1. Beigeordneter Christian Große. (wh)

„Gott zur Ehr, den Nächsten zur Wehr“

Foto von 1892, Sammlung: Erhard Schulz

Werder (Havel), 2. Dezember 2020 – „Das erste Augenmerk liegt auf der Menschenrettung“; „Auf gefährlichen Posten soll nie ein einzelner Feuerwehrmann gestellt werden.“; „Nüchternheit ist die erste Tugend des Feuerwehrmanns.“ Die Sätze stammen aus dem ersten „Grundgesetz der Freiwilligen Feuerwehr zu Werder (Havel)”. 1890 wurde sie  gegründet und feiert heute ihr 130. Jubiläum.

Schon einige Jahre zuvor hatte es Bemühungen des städtischen Turnvereins gegeben, eine Freiwillige Feuerwehr ins Leben zu rufen. Damals wurden Bürger zum Dienst bei der Feuerwehr zwangsverpflichtet. Nicht alle mögen bei den Einsätzen besonders motiviert gewesen sein. Das sollte sich mit der Einsatzbereitschaft der ersten ehrenamtlichen Mannschaft gründlich und bis in die Gegenwart ändern.

Der Heimatforscher Erhard Schulz hat sich in unserer Werder-Chronik ausführlich mit der Geschichte der Werderaner Freiwilligen Feuerwehr befasst. Aus seiner Sammlung stammt auch das älteste erhaltene Bild: 25 Herren mit Pickelhauben und Ziegelbrechern behelmt sind darauf in drei Reihen zu sehen, einige mit Äxten, Werkzeugen und Petroleumfackeln in der Hand.

Es lohnt sich, das Bild genauer zu betrachten: Die Herren sind um einen Spritzenwagen und einen Wasserwagen gruppiert. Zwei Feuerwehrleute haben Leitern erklommen, die die Szene rechts und links flankieren.  In der Bildmitte steht ein Herr, der als einziger keine ein- sondern eine zweireihige Uniformjacke trägt. Es könnte sich um den ersten Wehrführer, Schornsteinfegermeister Fritz Gleining (sen.), handeln.

Der Wahlspruch der Feuerwehren darf im Hintergrund nicht fehlen: „Gott zur Ehr, den Nächsten zur Wehr“. Die Ausstattung war am Anfang recht überschaubar und auf dem Bild vermutlich komplett ausgestellt. Nach einer amtlichen Revisionen im Jahr 1902 wurde nachgerüstet und u.a. eine moderne und fahrbare Handdruckspritze mit zehn Sitzplätzen und eine 15 Meter hohe Schiebeleiter angeschafft, die 1722 Mark gekostet hat.

Ähnliche Fotos sind im Laufe der Jahrzehnte immer wieder entstanden. Gerade wenn es Neuanschaffungen gab, wie zuletzt vor einigen Tagen mit Mitgliedern der Feuerwehrführung bei der Indienstellung eines neuen vollautomatischen Drehleiterfahrzeuges mit Korb. Der Leiterpark reicht 30 Meter hoch, selbst aus Siebengeschossern können damit noch Menschen gerettet werden. Es hat sich einiges getan bei der Feuerwehrtechnik.

Das gilt auch für die Preise: Das Drehleiterfahrzeug hat gut 700.000 Euro gekostet. Das ist der höchste Einzelbetrag, der jemals in die Technik der Werderaner Feuerwehr investiert wurde. Die Summe und viele weitere Investitionen dieses Jahres zeigen, wie wichtig es der Stadt heute ist, dass Werders Feuerwehren mit modernster Ausrüstung und Fahrzeugtechnik zum Einsatz fahren können.

Mit 130 Jahren gehört Werders Feuerwehr zu den ältesten Einrichtungen unserer Stadt – und zugleich zu den unentbehrlichsten. Unsere Freiwilligen Feuerwehrleute stehen tagtäglich bereit, um für unsere Sicherheit zu sorgen, ob bei schweren Unfällen auf der A10, Hilfeleistungen, Bootsunfällen, Unwetter-Havarien oder Bränden. Sie nutzen ihre Freizeit, um die Gesundheit und das Leben von Menschen zu retten.

Zum Jubiläum möchte ich ganz herzlich gratulieren und meinen Respekt aussprechen. Ich möchte mich bei den Feuerwehrfrauen und -männern aber auch beim Feuerwehrnachwuchs und den angeschlossenen Familien und Förderern bedanken, ohne die dieses Engagement nicht möglich wäre. Und ich freue mich darauf, den 130. Geburtstag im nächsten Jahr gebührend nachfeiern zu können. (Manuela Saß)

Fünf Jahre „Schau mal rein“

Werder (Havel), 2. Dezember 2020 – Seit fünf Jahren gibt es das kleine, aber feine Kunst-Atelier „Schau mal rein“ von Marianne Schneider. Der ehemalige Hühnerstall wurde in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Gemälden und individuellen Garten- und Wohnaccessoirs bestückt und hat sich im Laufe der Zeit zu einem wahren Insiderladen entwickelt. 

In der Potsdamer Straße 13 in Werder (Havel) findet man Dekoratives für Haus, Hof, Balkon, Terrasse und Garten. Neben vielen kleineren und größeren Schmuckstücken fertigt Marianne Schneider gerne auch individuelle Dekorationen. 

Wer den mit viel Liebe zum Detail gestalteten Hühnerstall betritt, lässt die Hektik des Alltags hinter sich. Bei einem Plausch mit der sympathischen Unternehmerin erfährt man allerlei Spannendes und Interessantes über die angebotenen Stücke. Marianne Schneider wählt alle Produkte mit Bedacht aus und arrangiert alles in liebevoller Kleinstarbeit.

„In diesem Jahr ist Eukalkyptus bei der Weihnachtsdekoration nicht wegzudenken. Die feinen, blau-grün schimmernden Blätter machen sich besonders gut in Adventskränzen“, so Marianne Schneider. Wer in der Vorweihnachtszeit im „Schau mal rein“ vorbeikommt, für den bietet ein kleiner, reduzierter Weihnachtsmarkt allerlei Inspirationen. Die Öffnungszeiten sind Donnerstag bis Samstag 10 bis 18 Uhr.

Wir gratulieren Marianne Schneider ganz herzlich zum fünften Geburtstag ihres „Schau mal rein“. (wsw)

Die Potsdamer Gartengestaltung GmbH erneut bester Ausbilder Deutschlands

Die Potsdamer Gartengestaltung GmbH, Foto: Albrecht Lehrmann

Werder (Havel), 2. Dezember 2020 – Mit fünf von fünf möglichen Sternen gehört die Potsdamer Gartengestaltung GmbH mit Sitz in Werder (Havel) erneut zu den über 600 Unternehmen, die die Auszeichnung als bester Ausbilder Deutschlands erhielten. Die Studie „Deutschlands beste Ausbilder“ führte das Wirtschaftsmagazin Capital (Ausgabe 11/2020) gemeinsam mit der Talent-Plattform Ausbildung.de und den Personalmarketing-Experten von Territory Embrace durch. Die Potsdamer Gartengestaltung GmbH wurde bereits 2019 mit dem Siegel „Bester Ausbilder Deutschlands“ ausgezeichnet.

Ausgezeichnet: Ausbildung und Duales Studium

Die Antworten der Unternehmen wurden in fünf Bereichen bewertet: Betreuung, Lernen im Betrieb, Erfolgschancen, Digitalisierung und Innovation sowie Ausbildungsmarketing. Dem Garten- und Landschaftsbauunternehmen Potsdamer Gartengestaltung wurde mit dem Siegel „Bester Ausbilder Deutschlands“ – sowohl für die Ausbildung als auch für das Duale Studium – bescheinigt, dass die Ausbildungsstandards hoch sind. Es erhielt fünf von fünf möglichen Sternen.

„Wir freuen uns über diese Auszeichnung. Das ist ein Signal an unsere aktuell 14 Auszubildenden und Dualen Studenten, die sich für unser Unternehmen entschieden haben. Vor allem gilt dies auch für unsere fünf frisch im September gestarteten Azubis, die in diesem Jahr unter denkbar schwierigen Bedingungen ihre Ausbildung begonnen haben“, so Jens Biewendt, Geschäftsführer der Potsdamer Gartengestaltung.

Für etwa 90 Prozent der Auszubildenden und Dualen Studenten geht die Karriere beim Garten- und Landschaftsbauunternehmen nach der Ausbildung weiter. Sabine Biewendt, Geschäftsführerin/Ansprechpartnerin für Ausbildung/Duales Studium in der Potsdamer Gartengestaltung GmbH, erklärt: „Besonders in unserer Branche – Garten- und Landschaftsbau – ist es zu einer Herausforderung geworden, den geeigneten Nachwuchs zu gewinnen. Es ist uns wichtig, in zusätzliche Fortbildungsmaßnahmen und damit in die persönliche Weiterentwicklung eines jeden einzelnen Mitarbeiters zu investieren. Dieses Engagement lohnt sich für beide Seiten.“ 

Dazu zählen zum Beispiel zusätzliche Basiswissen-Workshops im ersten Ausbildungsjahr, gezielte Organisation von Nachhilfe, Feedbackgespräche und Weiterbildungen.

Insgesamt haben an der Studie deutschlandweit 666 Unternehmen teilgenommen. Davon wurden 445 Unternehmen mit gut oder sehr gut bewertet. Die Studie bietet eine Übersicht der „Besten Ausbilder“, aufgeteilt nach Regionen und Berufsgruppen.

Über die Potsdamer Garten Gestaltung GmbH

Die Firma PGG – Potsdamer Gartengestaltung Berlin-Brandenburg – steht für Planung, Bau und Pflege individueller Privatgärten in hochwertiger und nachhaltiger Ausführung jeder Größenordnung. Das Motto „Wo Grün begeistert“ wird seit über 25 Jahren gelebt. Bei dem Unternehmen stehen die Menschen im Mittelpunkt des Bemühens, ob Kunde oder Mitarbeiter*in.

Seit 2014 kooperiert das Unternehmen mit der Beuth Hochschule für Technik Berlin, welche mit dem Studiengang „Landschaftsbau und Grünflächenmanagement“ einen der größten dualen Studiengänge der grünen Branche anbietet. Die Studierenden absolvieren in diesem dualen Studium innerhalb von vier Jahren ihre Berufsausbildung und ihr Bachelorstudium. Das Studium ist maßgeblich praxisorientiert. (pgg)

“Sleigh bells ring, are you listening”

Werder (Havel), 2. Dezember 2020 – Seit Montag kann man sich im EKZ Werderpark an einer ganz besonderen stillen Ausstellung erfreuen: Im ehemaligen Venezia Eiscafé gegenüber von Ernstings Family wurden etwa 20 historische Schlitten aus den Jahren zwischen 1860 und 1980 ausgestellt. Die Exponate zeigen Fortbewegungsmittel aus Handwerk und Freizeit, unter ihnen ist auch ein motorisiertes Modell von Udo Müller aus Glindow. Ebenso finden Fischerschlitten, Kastenschlitten und Langholzschlitten einen repräsentativen Platz. Die Schlitten können über die Wintermonate bestaunt werden, und die Besucher können sich an Zeiten zurückerinnern, in denen Schnee ebenso zur Weihnachtszeit gehörte, wie der Gänsebraten. 

Im Rahmen der Ausstellung wird am 5. Dezember auch ein ganz besonderer Gast erwartet. Der Nikolaus wird in einem großen Schlitten Platz nehmen und besonders bei den kleinen Gästen eine vorweihnachtliche Atmosphäre versprühen. 

Im Vorfeld sind alle kleinen Blütenstädter aufgerufen, am heutigen Mittwoch zwischen 15 und 19 Uhr einen Stiefel bei der Schlittenausstellung abzugeben. Der Stiefel muss mit dem eigenen Vor- und Nachnamen markiert sein, z.B. mittels Zettel und Wäscheklammer, und kann dann gut gefüllt am 5. Dezember zwischen 10 und 16 Uhr wieder abgeholt werden. 

Die zahlreichen kleinen Stiefelchen werden dann kunstvoll um den Schlitten, in dem der Nikolaus thront, drapiert. Übrigens besteht auch die Möglichkeit, ein Foto mit dem Nikolaus zu machen – natürlich alles unter den geltenden Hygienevorschriften. 

Befüllt werden die Stiefel mit Produkten aus dem Center. Neben Süßigkeiten wird es auch nachhaltige Präsente geben, über die sich die kleinen und großen Kinder ganz bestimmt freuen werden.

„Mit dieser Aktion möchten wir uns bei allen Kunden bedanken, die dem Werderpark in diesem schwierigen Krisenjahr die Treue gehalten haben“, so Centermanager Alexander Plattner. „Wir wünschen allen Kunden eine besinnliche Vorweihnachtszeit.“ (wsw)

Antworten zur neuen Eindämmungsverordnung

Brandenburg, 1. Dezember 2020 – Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg gibt Antworten zur neuen Eindämmungsverordnung:

Die Zweite SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung wurde im Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg verkündet und tritt am heutigen Dienstag in Kraft. Mit ihr werden die Kontaktbeschränkungen verschärft: Private Treffen sind nun auf den eigenen und einen weiteren Haushalt, jedoch auf maximal fünf Personen zu beschränken, Kinder bis 14 Jahren sind davon ausgenommen. Doch was bedeutet das in der Praxis aktuell ganz konkret? Hier Antworten zu häufig gestellten Fragen:

Mit wie vielen Personen darf ich mich jetzt noch treffen?

Private Feiern und Zusammenkünfte im Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis, mit Freunden, Verwandten und Bekannten sind ab dem 1. Dezember grundsätzlich nur mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Haushalts gestattet, maximal dürfen fünf Personen aus zwei Haushalten zusammenkommen. Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr sowie Personen, für die ein Sorge- oder Umgangsrecht besteht und Begleitpersonen von unterstützungsbedürftigen Personen sind hiervon ausgenommen. Das gilt für den privaten Wohnraum, Garten und auch für den Aufenthalt in der Öffentlichkeit.

Das bedeutet zum Beispiel: zwei Familien (die jeweils in einem Haushalt leben) können sich zum Kaffee und Kuchen in einer Wohnung treffen. Bei zwei Paaren (gleich vier Erwachsene) könnte jetzt noch eine weitere Person im Alter über 14 Jahren an dem Treffen teilnehmen, die in einem der beiden Haushalte lebt. Und: alle Kinder im Alter von bis zu 14 Jahren aus beiden Haushalten könnten ebenfalls an diesem Treffen teilnehmen.

Ein weiteres Beispiel: eine Familie (zwei Erwachsene mit drei Kindern im Alter von 5, 8, und 12) kann eine andere Familie (zwei Erwachsene mit vier Kindern im Alter von 5, 9, 13 und 15) zu sich nach Hause einladen. Denn es sind nicht mehr als zwei Haushalte und es sind nicht mehr als insgesamt fünf Personen, die älter als 14 Jahre sind. Die sechs Kinder aus den beiden Hausständen, die noch jünger als 14 sind, werden nicht mitgezählt. Es treffen sich hier also insgesamt elf Personen, aber das ist nach der Corona-Verordnung so erlaubt.

Darf eine Familie mit „großen“ Kindern auch Besuch bekommen?

Hier gilt zunächst wieder die Regel: private Treffen sind auf den eigenen und einen weiteren Haushalt, jedoch auf maximal fünf Personen zu beschränken. Ein Beispiel: Eine Familie (bestehend aus zwei Erwachsenen und zwei Jugendlichen, die beide älter als 14 Jahre sind), dürfte nur noch von einer anderen Person aus einem anderen Haushalt, die älter als 14 Jahre alt ist, besucht werden. Oder von einer Person mit beliebig vielen Kindern im Alter bis 14 Jahren, solange diese alle in einem Haushalt leben.

Dürfen Kinder unter 14 Jahren jetzt wieder große Kindergeburtstage feiern?

Leider nein. Grundsätzlich gilt auch hier: private Feiern und Zusammenkünfte sind auf den eigenen und einen weiteren Haushalt zu beschränken. Das gilt auch für Treffen von Kindern im Alter von unter 14 Jahren – egal aus welchem Anlass. So sind zum Beispiel Kindergeburtstage mit Freundinnen und Freunden aus mehr als zwei Haushalten nicht möglich, auch wenn alle Kinder unter 14 Jahre alt sind. Aus bis zu zwei Haushalten können aber mehr als fünf Kinder im Alter bis 14 Jahren zusammenkommen. Also: entscheidend ist zuerst die Vorgabe: der eigene und ein weiterer Haushalt.

Was gilt für eine große Wohngemeinschaft?

Wenn zum Beispiel zehn Studentinnen und Studenten in einer Wohngemeinschaft (umgangssprachlich auch WG genannt) wohnen (alle haben also dieselbe Adresse), dann können sich diese zehn natürlich treffen. Aber: wenn alle zehn in der Wohnung sind, könnten sie keinen anderen Gast (älter als 14 Jahren) einladen, da sie zwar die 2-Haushalte-Regel einhalten, aber die dann zulässige Höchstzahl von zusammen fünf Personen überschreiten.

Gibt es Ausnahmen bei diesen Kontaktbeschränkungen?

Ja. Diese Kontaktbeschränkungen gelten nicht für die Wahrnehmung des Sorge- oder des Umgangsrechts oder eines familiengerichtlich angeordneten begleiteten Umgangs. Wenn zum Beispiel zwei Familien, die jeweils in einem Haushalt leben, sich treffen, und ein Erwachsener aus dieser Runde dazu ein Kind unter 14 mitbringt, für das er das Sorgerecht hat, das aber nicht bei sich wohnt, wäre das erlaubt, obwohl sich dann in der Summe Personen aus drei verschiedenen Haushalten treffen. Auch die Begleitung unterstützungsbedürftiger Personen zählt nicht mit zu den zwei Haushalten und fünf Personen. Das ist zum Beispiel eine persönliche Assistenz, die einen Menschen mit Behinderung unterstützt.

Bürgertelefon

Für alle Fragen rund um die aktuelle Corona-Verordnung steht das Bürgertelefon der Landesregierung weiter zur Verfügung. Es ist montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr unter der Nummer (0331) 866 5050 erreichbar.

(MSGIV)

Mein Werder (255): Dorte Krolop

Kurz & Knackig

Name: Dorte Krolop
Alter: 51
Wohnort: Werder
Wie lange leben Sie schon in Werder? Seit meiner Geburt, hier ist meine Heimat.
Haben Sie Kinder? Ich habe eine Tochter und zwei Söhne.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder ist die schönste Stadt im Land Brandenburg. Nette Menschen und vielfältige kulturelle Möglichkeiten sind zur Erholung gegeben.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich führe eine Hausarztpraxis im Werderaner Ortsteil Glindow.

Was würden Sie lieber machen?
Nichts, es ist alles perfekt, so wie es ist.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Ich genieße die Ruhe auf unserer heimischen Terrasse nach einem arbeitsreichen Tag.

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Auf der Insel, aber möglichst nicht am Wochenende.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Ganz klar sind die Obstplantagen mein Favorit.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Schwarze Johannisbeere, aber noch lieber mag ich einen regionalen trockenen Rotwein.

Sie – ganz speziell

Sie sind im April dieses Jahres in Ihre neuen Praxisräume in der Dr.-Külz-Straße 84 in Glindow gezogen. Was erwartet die Patientinnen und Patienten in den neuen Räumlichkeiten und wieso war der Umzug notwendig?
Nach der Praxisübernahme 2017 von Frau Dr. Wendel war klar, dass ein neuer Standort gefunden werden muss. Die Suche gestaltete sich sehr problematisch und der Gedanke bestand, die Praxis einfach an einen anderen Ort umzusiedeln. Dabei wäre aber für viele Patienten die Anfahrt massiv erschwert worden. Nach einem „Hilferuf“ an die Stadt konnte dann der Erhalt in Glindow gesichert werden, sogar unweit des vorherigen Standortes. Meine neue Praxis ist zeitgemäß mit historischem Flair und bietet auch in der aktuellen Lage, durch ausreichend Platz, die erforderliche Sicherheit. Wir sind barrierefrei und haben viele Parkplätze vor der Tür, was sehr geschätzt wird.

Können Sie uns kurz Ihr Team und Ihr Leistungsspektrum vorstellen?
Unser Team besteht neben mir aus zwei freundlichen und sehr kompetenten medizinischen Fachangestellten. Eine meiner Mitarbeiterinnen bringt die Zusatzqualifikation einer Wundschwester mit.
Wir decken das Spektrum einer klassischen Hausarztpraxis ab. Neben der Behandlung akuter und chronischer Erkrankungen sind Vorsorgen im Leistungskatalog, wie das Hautkrebsscreening und Gesundheitschecks. Wir führen außerdem Impfungen im Rahmen der STIKO-Empfehlungen durch. Auch verschiedene Tauglichkeitsuntersuchungen, z.B. zum Erwerb des Sportbootführerscheins oder zum Nachweis der LKW-Tauglichkeit, können bei uns erfolgen. Einige Leistungen werden dabei nicht von den Krankenkassen übernommen.

Herbstzeit ist Erkältungszeit – Gibt es ärztliche „Tipps“, wie man einer Erkältung am besten vorbeugen kann?
Frische Luft, sportliche Aktivität, ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung – Eben alles das, wozu man häufig nicht ausreichend Motivation hat. Es lohnt sich aber wirklich. Auch Ingwer, Vitamin C und Zink können helfen, gesund zu bleiben.

Die aktuelle Situation stellt uns alle vor große Herausforderungen. Gibt es etwas, dass Sie unseren Lesern in Hinblick auf die Corona-Pandemie ans Herz legen möchten?
Auch wenn die aktuellen Maßnahmen nicht bequem sind, wir müssen diejenigen schützen, die als Risikopatienten gelten. Daher bitte die Maskenpflicht einhalten, Kontakte reduzieren und Abstandsregeln beachten. Wir wollen alle wieder Normalität, aber wir müssen auch alle etwas dafür tun.

Der Praxisalltag ist bestimmt oftmals sehr stressig. Worin finden Sie Ihren persönlichen Ausgleich?
Meine Familie gibt mir den erforderlichen Rückenhalt. Gemeinsame Ausflüge zum Wandern lassen mich wieder Kraft tanken und helfen beim Stressabbau.

Worüber haben Sie zuletzt herzhaft gelacht? 🙂
Beim gemeinsamen Kartenspiel mit meiner Familie kann ich mich herzhaft amüsieren.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Gesundheit, Frieden auf der Welt, weniger Egoismus

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Hildegard von Bingen, weil ich gern etwas von ihr lernen würde.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Sebastian Fitzek „Der Heimweg“, ich liebe Thriller.

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Es gibt keine spezielle Person, die ich als Vorbild bezeichnen würde.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie?
Ich mag den trockenen Humor von „Dr. House“.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Bisher nicht, aber vielleicht fange ich an, danach zu suchen.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Ich halte gerne respektvollen Abstand zu beiden Arten.

Mehr Spaß und weniger Stress im Alltag mit Kindern!

Werder (Havel), 25. November 2020 – Der Alltag mit Kindern kann sehr herausfordernd und stressig sein! Gerade in der aktuellen Situation ist es wichtig, dass man füreinander da ist und sich miteinander austauscht. Das Familienzentrum hat hierfür einen Elternkurs geschaffen, in dem Eltern sich mit anderen Eltern über Probleme, Tips und Tricks der Kindererziehung austauschen können. Unterstützt und geleitet wird dieser Austausch von einer pädagogischen Fachkraft, die den Kurs in Teilen an den Starke-Eltern-Starke-Kinder-Kurs vom Deutschen Kinderschutzbund anlehnen wird.

Das Treffen wird fortlaufend in einer festen Gruppe über einen online Videochat stattfinden und ist für die Teilnehmer*innen kostenlos.
Interessierte können sich gerne beim Familienzentrum Werder über fz.werder@stiftung-job.de anmelden.

Termine: 14.12.2020, 04.01.2021, 11.01.2021, 18.01.2021, 25.01.2021, 01.02.2021, 08.02.2021, 15.02.2021, 22.02.2021, 01.03.2021
Uhrzeit: 18.30 Uhr bis 20.00 Uhr
Wo: online – dort, wo es für Sie am besten ist
Mit: Charlotte Köhler, staatlich anerkannte Erzieherin, Bachelor Erziehungswissenschaften, Ausbildung zur Elterncoachin für Starke Eltern Starke Kinder Kurse (charlotte_koehler@outlook.com)

(fz)

Nein zu Gewalt gegen Frauen

Bürgermeisterin Manuela Saß und Gleichstellungsbeauftragte Annika Lack mit der UN-Woman-Flagge, Foto: wh

Werder (Havel), 25. November 2020 – In Werder (Havel) ist zum heutigen „Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ erstmals die UN-Woman-Fahne vor dem Rathaus in der Eisenbahnstraße gehisst worden. „Mit der Flagge wollen u.a. Kommunen und Frauenhäuser auf die lokalen und internationalen Aktivitäten am Anti-Gewalttag aufmerksam machen“, sagt Werders Gleichstellungsbeauftragte Annika Lack.

„Gewalt ist nichts, wogegen ausschließlich Frauen zu schützen sind. Jeder kann ein Opfer von Gewalt sein. Wichtig ist jedoch, jedem Opfer eine Stimme zu geben, ihm zuzuhören und zu helfen! Hierfür ist die Zusammenarbeit aller Verantwortlichen in staatlichen und nicht-staatlichen Institutionen erforderlich“, so die Gleichstellungsbeauftragte weiter.

So unterstütze die Stadt Werder eine Plakataktion der Opferhilfe zur medizinischen Soforthilfe und vertraulichen Spurensicherung nach einer Vergewaltigung. Die Plakate wurden an Werderaner Hausärzte verteilt und auf der Homepage der Stadt veröffentlicht. „Wenn Opfer einer Vergewaltigung, aus welchen Gründen auch immer, nicht sofort eine Anzeige bei der Polizei erstatten, können sie in Schwerpunktkliniken Tatspuren sichern lassen und bei einer späteren Anzeigenerstattung kann auf das Beweismaterial zurückgegriffen werden“, so Annika Lack.

Viele Opfer würden diese Möglichkeit nicht kennen. Annika Lack: „Gewaltprävention, Opferschutz und Opferhilfe müssen deshalb nicht nur heute in die Öffentlichkeit getragen werden.“

Der „Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ wird seit 1960 jedes Jahr begangen. Die Vereinten Nationen riefen den Jahrestag nach der Ermordung von drei Frauen in der Dominikanischen Republik aus, um insbesondere staatliche Akteure an ihre Verantwortung für den Schutz von Mädchen und Frauen zu erinnern.

Jährlich am 25. November finden Veranstaltungen statt, die die Einhaltung der Menschenrechte gegenüber Frauen und Mädchen zum Thema haben. Das Ziel der Veranstaltungen ist die allgemeine Stärkung von Frauenrechten. Besonders auf Themen wie Zwangsprostitution, weibliche Armut, Femizid, häusliche Gewalt, Zwangsheirat, sexueller Missbrauch, Sextourismus, Vergewaltigung, Beschneidung von Frauen sowie vorgeburtliche Geschlechtsselektion soll hingewiesen werden. Zusätzlich sollen beim „Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ Programme unterstützt werden, die sich ausdrücklich für die Gleichstellung von Frauen einsetzen.

Allein in Deutschland wurden für das Jahr 2018 mehr als 114.000 Gewalttaten gegenüber Frauen bzw. Mädchen gezählt. Laut Studien, die die deutsche Bundesregierung regelmäßig in Auftrag gibt, gab es in 2018 jeden Tag einen Tötungsversuch, jede Stunde wurde in Deutschland eine Frau zum Opfer einer gefährlichen Körperverletzung. Hinzu kommt die steigende Zahl der Online-Gewalt.

Die aufgeführten Zahlen bilden nur jene Straftaten ab, die überhaupt zur Anzeige gebracht wurden. Laut Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist die Dunkelziffer weitaus höher: Nach sogenannten Dunkelfeldstudien ist jede dritte Frau in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben von Gewalt betroffen (also nicht nur von Partnerschaftsgewalt). Statistisch gesehen sind das mehr als 12 Millionen Frauen.

(wsw, wh)

Die UN-Woman-Fahne

Mit dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen haben die Vereinten Nationen (UNO) 1999 Aktivitäten lateinamerikanischer Frauen aufgegriffen. UN-Women setzt seit 2008 die Kampagne „Orange the World – Färb die Welt orange – 16 Tage voller Aktionen, um Gewalt gegen Frauen zu beenden“ um. Gemeinsam mit UN-Women hat Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. eine Fahne mit drei stilisierten Frauenköpfen konzipiert, mit der Kommunen und Organisationen auf den Anti-Gewalt-Tag und die weltweiten und lokalen Aktivitäten aufmerksam machen können. Aufschrift: „Wir sagen NEIN zu Gewalt gegen FRAUEN“.

Neues Drehleiterfahrzeug für Feuerwehr Werder

Werder (Havel), 25. November 2020 – Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Werder (Havel) hat am vergangenen Freitag ein neues Drehleiterfahrzeug in Dienst gestellt. „Mit Kosten von gut 700.000 Euro handelt es sich um die höchste Investition, die die Stadt in die technische Ausstattung ihrer Feuerwehren jemals getätigt hat“, so Bürgermeisterin Manuela Saß. Dabei habe man ein vergünstigtes Vorführfahrzeug erwerben können, der Originalpreis einer solchen Drehleiter beträgt mehr als 900.000 Euro.

Die Anschaffung geht auf den Gefahrenabwehrbedarfsplan zurück – einer Art To-Do-Liste für die Ausstattung der Werderander Stützpunktfeuerwehr und der sechs Ortswehren. Das Drehleiterfahrzeug ist dabei nicht die einzige Investition in diesem Jahr. „Wir haben für die Ortsfeuerwehr Glindow ein neues Tanklöschfahrzeug übergeben und konnten auch die Fertigstellung des neuen Feuerwehrgerätehauses in Plessow feiern“, so die Bürgermeisterin.

Sie sprach von wichtigen Investitionen: „Unsere Feuerwehrleute stehen tagtäglich bereit, um für unsere Sicherheit zu sorgen. Sie nutzen ihre Freizeit, um die Gesundheit und das Leben von Menschen zu retten. Deshalb werde ich mich weiter dafür einsetzen, dass Werders Feuerwehren mit modernster Ausrüstung und Fahrzeugtechnik in den Einsatz fahren können.“

Bei dem Drehleiterfahrzeug handele es sich um eine DLA-K 23/12, die in eine Höhe bis zu 30 Metern reiche, ergänzt der Stellvertretende Stadtwehrführer Stephan Kranig. „Das ermöglicht uns, Menschen bis ins siebente Obergeschoss retten zu können.“ Erst vor kurzem habe es einen Einsatz in Kloster Lehnin gegeben, bei dem Werders Drehleitertechnik zum Einsatz kam: Bei einem Gebäudebrand wurde das Feuer direkt über die Drehleiter bekämpft.

Dabei handelte es sich noch um das mit 18 Jahren in die Jahre gekommene alte Drehleiterfahrzeug. Es entspricht nicht mehr dem Stand der Technik und soll verkauft werden. (wh, wsw)

Die Grünen Helden bringen 500 Zwiebeln unter die Erde

Die Grünen Helden aus den Havelauen pflanzten 500 Blumenzwiebeln rund um die Senioreneinrichtung „An den Hainbuchen 39“, Fotos: Grüne Helden

Werder (Havel), 24. November 2020 – Die Helden von heute sind „grün“, tragen Schirmmütze und sind mit Spaten und Blumenzwiebeln „bewaffnet“. Ihre Mission: Frühblüher in die Erde bringen!

Am 21. November trafen sich sieben Kinder im Alter zwischen acht und zehn Jahren mit weiteren Helfern zu einer spontanen Pflanzaktion rund um die Senioreneinrichtung „An den Hainbuchen 39“. 500 Blumenzwiebeln, die die Senioreneinrichtung zur Verfügung stellte, sollten eingepflanzt werden, damit sich die Bewohner der Einrichtung im Frühjahr an der bunten Blumenpracht erfreuen können. Die erwachsenen Helfer hoben die Mulden mit den Spaten aus und die fleißigen Kinder steckten Zwiebel um Zwiebel in die Erde.

Die Kinder und Helfer gehören zur Interessengemeinschaft GRÜNE HELDEN, die seit einigen Jahren in den Havelauen eine jährliche Müllsammelaktion veranstaltet. Wir hatten hier darüber berichtet. Leider ist die Müllsammelaktion in 2020 ausgefallen, sodass Irina Metzner, die gemeinsam mit ihrem Mann Initiatorin der Interessengemeinschaft ist, sich eine alternative Aktion überlegte. Eigentlich gehören noch viele weitere Kinder aus der Nachbarschaft zu den Grünen Helden, aber „für die Pflanzaktion fehlte uns die Zeit für eine größer angelegte Sache, da die Zwiebeln schnell in die Erde mussten“, erklärt Irina Metzner. Als kleines Dankeschön erhielt jedes Kind einen Kinogutschein für den Scala Kulturpalast.

Über eine gemeinsame WhatsApp-Gruppe tauschen sich die Mitglieder der Grünen Helden untereinander aus, besprechen neue Ideen und Vorhaben. Die Kinder und auch die erwachsenen Helfer freuen sich schon jetzt auf das blühende Frühjahr 2021. (wsw)

Weihnachten im kleinen Kreis möglich?

Deutschland, 24. November 2020 – In genau einem Monat ist Heiligabend. Doch wie werden wir in diesem besonderen Jahr das festlichste aller Feste feiern? Zahlreiche Medien berichten heute, dass sich die Minister der Länder auf Regeln für Weihnachten geeinigt haben. Sie berufen sich hierbei auf einen geeinten Beschlussentwurf der Länder für die Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Mittwoch, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

In diesen heißt es, dass im Zeitraum vom 23. Dezember 2020 bis 1. Januar 2021 Treffen eines Haushaltes mit haushaltsfremden Familienmitgliedern oder haushaltsfremden Menschen bis maximal zehn Personen möglich seien. Kinder bis 14 Jahren sind von der Regelung ausgenommen.

Ebenso heißt es in der Beschlussvorlage, dass das Abfeuern von Pyrotechnik auf belebten öffentlichen Plätzen und Straßen untersagt wird, um größere Gruppenbildungen zu vermeiden. Welche Plätze und Straßen als öffentlich einzustufen sind, bestimmen die örtlich zuständigen Behörden. Es wird grundsätzlich empfohlen, zum Jahreswechsel auf Silvesterfeuerwerk zu verzichten – ein Verkaufsverbot ist demnach aber nicht vorgesehen.

Es bleibt abzuwarten, welches Ergebnis die Beratungen am morgigen Mittwoch liefern. (dpa, wsw)

Öffentlichkeit darf Mitsprache beim Baumblütenfest nicht verlieren

Werder (Havel), 23. November 2020 – Die Fraktion StadtMitGestalter/Ingo Krüger begrüßen die Gründung der Veranstaltungsgesellschaft mbH Werder (Havel) für das Baumblütenfest ab 2021, sehen aber gravierende Mängel im von der Verwaltung vorgeschlagenen Gesellschaftsvertrag (siehe BSVV/0246/20), wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Am 10. Dezember 2020 sollen die Stadtverordneten den Gesellschaftsvertrag für die im September dieses Jahres beschlossene stadteigene Veranstaltungsgesellschaft „Baumblüten“ auf den Weg bringen.

„Der Gesellschaftsvertrag ist die Grundlage des städtischen Handelns, um unser Baumblütenfest ab 2021 durchzuführen. Um so wichtiger ist es, dass sich die Gesellschafter und der Aufsichtsrat zu Transparenz und Mitsprache verpflichten“, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Anika Lorentz.

Der vorgelegte Entwurf des Gesellschaftsvertrages der Stadtverwaltung Werder (Havel) weist Mängel auf, die dringend behoben werden müssen. Vor allem die Rechte der Gesellschafterversammlung müssen gestärkt und die Möglichkeiten zur Einflussnahme der Stadtverordneten sichergestellt werden. Die gewählten Vertreter der Stadt Werder (Havel) sollen bei Standgebühren, Beauftragungen und Planung des Festes weiterhin mitsprechen können. Das Unternehmen soll die Förderung der einheimischen Wirtschaft und Kultur bezwecken und weitgehend transparent agieren.

„Wir dürfen an dieser Stelle den Prozess der Einwohnerbeteiligung und Offenheit gegenüber allen Beteiligten nicht abschneiden. Deshalb fordern wir umfassende Ergänzungen am Gesellschaftsvertrag ein, die den Einfluss der städtischen Instanzen gewährleisten sollen“, so Lorentz. Den Änderungsantrag der Fraktion gibt es hier. (smg)

Unsere Friedhöfe sind endlich „Kulturgut“

Im Alten Friedhof sind die historischen eisernen Grabeinfassungen besonders bemerkens- und erhaltenswert., Fotos: Dr. Baldur Martin

Werder (Havel), 22. November 2020 – Es ist eine Empfehlung der Deutschen UNESCO-Kommission: Bereits Mitte März dieses Jahres wurde die Aufnahme der „Friedhofskultur Deutschland“ in das Kulturerbe-Verzeichnis beschlossen.

Das weltweit Besondere an unseren Friedhöfen ist, dass die Gräber als kleine Gärten der Erinnerung gestaltet und in der Regel in einen Park eingebettet sind. Die Grabstätten werden geschmückt mit Blütenpflanzen, auf ihnen blühen kleine Ziergehölze oder Stauden, eingefasst sind sie häufig durch immergrüne Hecken. So wird das Grab unter anderem auch bienenfreundlich. Bei einer anonymen Beerdigung kann davon natürlich keine Rede sein. Dazwischen wachsen vereinzelt tiefwurzelnde, schattenspendende, die Vertikale betonende Bäume. Insgesamt also können Friedhöfe wichtige Grünflächen in einer Stadt sein und zum Klima- und Naturschutz beitragen.

Diese Friedhofskultur hat sich über viele Jahrzehnte entwickelt. Nicht umsonst sind die Gräber für viele der Hinterbliebenen Gedenkorte und Gärten der Erinnerung. Worte wie „Ruhe in Frieden“ gehören als Ausdruck großer Zuneigung zum allgemeinen Sprachgebrauch. Lassen sich unsere Friedhöfe in Werder auch ohne Wenn und Aber in dieses „immaterielle Kulturerbe“ einreihen? Ich denke schon.

Der Alte Friedhof war spätestens 1907 voll belegt. 1908 schließlich konnte der Neue Friedhof in der Kemnitzer Straße eingeweiht werden. Er war von dem bekannten Gartenarchitekten Bauer aus Magdeburg als Vorzeige-Friedhof geplant worden.

Die Stadtverwaltung hat nach der Wende sehr viel zur Erhaltung beitragen lassen: die Mauer entlang der Kemnitzer Straße wurde aufwendig erneuert, die Trauerhalle wurde entsprechend den modernen Anforderungen wieder hergerichtet usw. Gegenwärtig soll abschnittsweise mit der Rekonstruktion der Hauptwege begonnen werden. So ähnlich müht man sich um den Alten Friedhof. In der DDR sehr vernachlässigt, wurde nach der Wende der Geräteraum zur funktionstüchtigen Trauerhalle ausgebaut und vor allem wurde das Wegesystem erneuert.

Das Problem ist, dass das Verwaltungshandeln von der Öffentlichkeit kaum als geplantes Rekonstruktionskonzept wahrgenommen wird. Es wirkt wie Stückwerk, obwohl sicher sehr viel Einsatz, auch finanzieller, damit verbundenen ist. In der heutigen Ich-Gesellschaft glaubt vermutlich der Eine oder Andere, dass er nach Gutdünken schalten und walten kann, so als wenn es eine verbindliche Friedhofsordnung überhaupt nicht gäbe. Jetzt halten sogar „Schottergärten“ Einzug auf den Friedhöfen. Bereits in der Friedhofsordnung vom 09.11.1908 hieß es: „Trauerahorn, Eschen, Birken und Weiden dürfen nicht angepflanzt werden.“ Aber besonders die Breitwurzler haben sich in der Nachkriegszeit ausgesamt, „riechen“ förmlich die gut gedüngten Graberden und drücken die Steinfassungen von unten hoch.

Traurig macht vor allem, dass grundlegende Werte des menschlichen Zusammenlebens anscheinend bewusst beiseitegeschoben werden. Gerade die tiefe Trauer über den Verlust naher Menschen ist eines der Grundgefühle, und die hohen Werte der Totenruhe resultieren daraus. Deshalb ist es notwendig und sinnvoll, den negativen Tendenzen entgegen zu treten und allen klarzumachen, dass ein Friedhof kein freier Raum ist.

Was ist zu tun? Es ist vorstellbar und notwendig, dass sich endlich wieder eine Tendenz durchsetzt, auch die Friedhöfe bei uns als Kulturgut zu empfinden, zu erhalten und zu pflegen, die Friedhofsordnung als ethisches Minimum Wert zu schätzen und dafür zu sorgen, dass Traditionen beachtet und bewahrt werden.

Natürlich gehört zu einer weiterentwickelten Friedhofskultur auch die zukunftsorientierte Nachhaltigkeit. Vielfältige alternative Bestattungsformen sind bereits entwickelt worden, zum Beispiel Gärten der Erinnerung oder durch Gärtner betreute Areale der geschützten Marke „NaturRuh“. Auch für die würdevolle Bestattung von Angehörigen anderer Glaubensrichtungen sollten angemessene Möglichkeiten vorgesehen werden.

Auch die häufig aufwendig gestalteten Grabstätten an den Friedhofsmauern bedürfen einer besonderen Beachtung. Zum Glück interessieren sich bereits vereinzelt Familien für deren fachgerechte Erneuerung. Es wäre bestimmt sinnvoll, Formen der Hilfe, Beratung und Unterstützung zu finden. Möglichkeiten wie die „Dauergrabpflege“ gibt es schon seit langem. Wenn bestimmte Regeln beachtet und Verpflichtungen zur Bewahrung der Friedhofskultur eingegangen werden, steht zukünftig vermutlich auch einer Förderung nichts mehr im Wege. (d.b.m.)

Mein Werder (254): Jenny Zaumseil

Kurz & Knackig

Name: Jenny Zaumseil
Alter: 31 Jahre
Wohnort: Werder OT Plötzin
Wie lange leben Sie schon in Werder? Seit 2018
Haben Sie Kinder? Ja, Freja ist 7 Jahre alt und Frieda ist ein Jahr alt.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder ist ein Wohlfühl- und Erholungsort, ein Ort, umgeben von Wasser und Grün – Natur pur! Für Wasserliebhaber und Wassersportler ein Muss.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Einen Teil meines Tages verbringe ich im Büro als Angestellte einer Behörde. Den restlichen Tag genieße ich mit meiner kleinen Familie in unserem wohligen Eigenheim in Plötzin. Aktuell nutze ich viel Zeit für die Vorbereitung meiner Praxis für Hypnose.

Was würden Sie lieber machen?
Ich habe meine Berufung durch die Hypnose gefunden und freue mich, dies nun in Form einer eigenen Praxis umzusetzen. Ich möchte Menschen unterstützen, die bereit für Veränderung in ihrem Leben sind. All das, was jeder braucht, steckt bereits in jedem von uns, vielen ist nur der Zugang zu sich selbst verloren gegangen und dabei möchte ich Menschen unterstützen.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Die Glindower Alpen sind wunderschön, aber auch im Sommer der Plessower See und natürlich die Insel, um dort lecker Eis essen zu gehen und durch die idyllische Altstadt zu spazieren.

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Auf jeden Fall ist die Insel sehenswert und natürlich ein Besuch zur Baumblüte.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Muckergarten, Rummel brauche ich nicht. Gerne fahre ich zur Baumblüte den Panoramaweg mit dem Fahrrad entlang.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Den Kirschwein von Van dam’s. Er ist so schön fruchtig und voll intensivem Kirschgeschmack!

Sie – ganz speziell

Im Januar 2021 möchten Sie Ihre erste eigene Praxis für Hypnose und weitere Verfahren eröffnen. Schildern Sie uns kurz Ihren beruflichen Lebensweg?
Direkt nach der Schule habe ich in einer Behörde begonnen, seitdem bin ich dort beschäftigt. 2017 habe ich mir meinen großen Wunsch erfüllt und mich zur Fachhypnotiseurin ausbilden lassen, im Jahr 2018 dann zur Rückführungsleiterin und 2019 zur Fastenleiterin und das wird noch nicht das Ende sein. Es gibt noch so viele Weiterbildungsmöglichkeiten auf dieser Ebene, die ich nutzen möchte. Aber alles Schritt für Schritt.

Worauf dürfen sich die Besucher Ihrer Praxis freuen?
Eine Besonderheit in meiner Hypnosepraxis ist die zusätzliche Anwendung von Rückführungen. Es wird außerdem einen wöchentlichen Meditationsabend geben, jeder Abend wird von einem unterschiedlichen Thema getragen. Im September 2021 wird es einen begleiteten und angeleiteten Fastenkurs, unterstützt mit Hypnose geben. In meinem Kopf sind da noch sooooo viele Ideen, die ich umsetzen werde, das bleibt aber noch eine Überraschung.

Gab es ein bestimmtes Erlebnis, woraufhin Sie sich für den Beruf der Fachhypnotiseurin entschieden haben?
Ich war selbst mehrfach zu Hypnosesitzungen, für mich war es fast unglaublich, wie man in so kurzer Zeit Veränderungen auf körperlicher und seelischer Ebene herbeiführen kann. Mir war sofort klar, genau das möchte ich den Menschen an die Hand geben und sie begleiten auf ihrem Weg, einen Zugang zu ihren Selbstheilungskräften zu finden.

Kann man pauschal beantworten, was bei einer Hypnose geschieht bzw. zu welchem Zweck wird sie eingesetzt?
Der Zustand, in dem man sich während einer Hypnose befindet, ist ein natürlicher Bewusstseinszustand. Der Zustand, den jeder von uns kennt. Der zwischen Wachsein und Schlaf, der Körper ist völlig entspannt, das Unterbewusstsein offen, um dort lösend und verändernd arbeiten zu können. Die Kunst des Hypnotiseurs ist es, den Klienten genau da zu halten ohne dass er einschläft bzw. zu weit im Wachzustand ist.
Ich möchte für mich sprechen und sagen, dass ich die Hypnose ausschließlich zur Lösung/Veränderung von körperlichen und seelischen Blockaden anwende. Häufige Anwendungsbereiche, in denen Hypnose bereits zum Erfolg führte: allgemeine Lebenshilfe für Beziehungen, Beruf, finanzielle Angelegenheiten, Motivation, Selbstfindung, körperliche und seelische Blockaden, Schmerzen, Ängste, rauchfrei, optimales Gewicht finden, Kinderwunsch erfüllen, Schwangerschaft und Geburtsvorbereitung, Kinderhypnose, etc. Dies ist eine beispielhafte Nennung. Hypnose kann in so ziemlich allen Gebieten im Leben zum Ziel führen. Der Grundsatz des Erfolgs ist der freie Wille des Klienten und die Vertrauensebene zwischen Klienten und Hypnotiseur.

Der Schritt in die Selbstständigkeit ist mit vielen Bedenken, Sorgen und vielleicht auch Ängsten verbunden. Was hat Sie bewogen, diesen großen Schritt trotzdem zu wagen?
Ein großer Vorteil ist, dass ich meine Räume in unserem Haus habe und somit jeden Tag daheim bin. Ich freue mich, meine eigenen Vorstellungen, meine Berufung umzusetzen und diese Freude überwiegt alle Ängste und Sorgen.

Als Mama von zwei Kindern ist bei Ihnen zu Hause bestimmt immer einiges los. Wie verbringen Sie Ihre freie Zeit mit Ihrer Familie am liebsten?
Gern unternehmen wir in der Natur Ausflüge, entdecken Werder und das Umland oder buddeln im Garten rum. Meine große Tochter liebt es aber auch, mit mir zu basteln, malen, filzen oder stricken/häkeln.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
1. Dass ich so viele Menschen wie möglich auf ihrem Lebensweg mit meiner Arbeit begleiten darf. 2. Dass immer mehr Menschen damit beginnen, mit sich selbst zu arbeiten und ihr Inneres selbst heilen und somit weniger im Außen nach den Störfeldern suchen. 3. mehr Zufriedenheit und Dankbarkeit in unserer Gesellschaft.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Das heilende Bewusstsein-Wunder und Hoffnung an den Grenzen der Medizin von Joachim Faulstich

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie?
Wenn ich mal Fernsehen schaue, dann gern Dokus, Disneyfilme oder Märchen. Eine sehr gute Doku auf Netflix ist z.B. Heal.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Manchmal überrasche ich mich selbst, so nach dem Motto: „Das hab ich noch nie vorher versucht, also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe!”

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Ja, Tiere sind etwas tolles. Ich bin dann aber eher der Hundetyp.

Stand der Schulneubauten in Werder

Das EHG-Grundstück, auf dem der Neubau entstehen soll, Foto: hkx

Werder (Havel), 18. November 2020 – Werders Ernst-Haeckel-Gymnasium bekommt eine neue Aula. Sie ist für bis zu 700 Gäste und damit auch für große Schulveranstaltungen ausgelegt und wird mit einer Bühne ausgestattet. Voraussichtlich zum Jahreswechsel soll der Bauantrag gestellt werden. Nach Eintreffen der Baugenehmigung wird zwischen Schule und Sportplatz ein Neubau errichtet.

Zusätzlich zur Aula sollen in einem Kopfbau acht Fach- und Unterrichtsräume, verschiedene Vorbereitungsräume und ein Forum entstehen. Durch die Verwendung von Glaselementen im Innenbereich soll eine offene und angenehme Lernumgebung geschaffen werden. Laut derzeitiger Schätzung wird mit Baukosten von etwa 7,2 Millionen Euro gerechnet.

Der Erweiterungsbau für das Gymnasium ist nur eines von drei Erweiterungsprojekten an Werders kommunalen Schulen. Hintergrund sind das Zuzugsgeschehen und die damit verbundene wachsende Kinderzahl. In einer Standortuntersuchung hatte die complan Kommunalberatung GmbH für die Stadt untersucht, welche Möglichkeiten für neue Grundschulplätze bestehen.

An zwei Grundschulstandorten wurden Erweiterungen empfohlen, nach Beschlüssen der Stadtverordneten konnte auch hier die Umsetzung beginnen. So konnte jetzt der Auftrag für die Generalplanung für ein zweites Schulgebäude der Karl-Hagemeister-Grundschule vergeben werden. In einem viergeschossigen und barrierefreien Erweiterungsbau werden neue Raumkapazitäten geschaffen.

15 Gruppenräume für den Hort, davon drei in Doppelnutzung als Klassenraum, wird der Neubau haben. Im Erdgeschoss sind unter anderem eine Mensa mit Küche und eine Bibliothek geplant. Das Projekt wurde in der Schul- und Elternkonferenz vorgestellt und beraten. Im Haushalt sind für Planung und Bau 6,5 Millionen Euro eingestellt. Baubeginn ist im kommenden Jahr.

Im kommenden Jahr soll zudem die Generalplanung für die Erweiterung der Grundschule Glindow ausgeschrieben werden. Für einen Neubaustandort wurden zwei Varianten beraten: Aus- und Anbau am bestehenden Schulgelände oder Aufstockung des Hortgebäudes als künftiger Schulstandort.

Die Variante Ausbau am Standort hat sich als Favorit des Ortsbeirats, der Schulkonferenz und der Schulleitung erwiesen und soll deshalb weiter verfolgt werden. Für den Ausbau der Grundschule Glindow sollen laut Haushaltsplanung bis 2024 insgesamt 6,7 Millionen Euro bereitgestellt werden. (wh)

CDU: „Gemeinsam gegen Schmiererei – für eine saubere Stadt!“

v.l.: Dr. Burkhard Mühr und Peter Kreilinger auf dem Plantagenplatz in Werder (Havel), Foto: CDU

Werder (Havel), 18. November 2020 – Vandalismus und Schmierereien haben leider in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Die Stadtverwaltung hat die Zusammenarbeit mit unserer Polizeiwache weiter verstärkt und eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise, die zur Ergreifung von Tätern führen ausgesetzt. Erst kürzlich hatte die Stadtverwaltung eine Großreinemach-Aktion gestartet, um in Brennpunkten Schmierereien zu entfernen. Für die CDU erklären der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Peter Kreilinger und der sachkundige Einwohner Dr. Burkhard Mühr die Forderung nach einem Informationsblatt für die Haushalte der Stadt, um das Thema Schmiererei stärker in den Mittelpunkt zu rücken.

Peter Kreilinger erläuterte: „Die Anti-Schmiererei-Aktion der Stadtverwaltung ist begrüßenswert, darf jedoch keine Eintagsfliege bleiben. Öffentliche Gebäude und Einrichtungen werden kostspielig für die Werderaner und ihre Gäste gepflegt und hergerichtet. Es ist unser aller Steuergeld, das zudem anderswo fehlt, wenn hier hoher Aufwand wegen Beschmierungen entsteht. Die illegale Schmiererei betrifft aber auch viele private Eigentümer, die durch Renovierungen ihrer Häuser zum schönen Stadtbild beitragen, und mitunter schon Tage später hässliche Schmierereien an ihrer neu getünchten Fassade haben. Diese Sachbeschädigungen kosten viel Geld, verärgern die Betroffenen und die Allgemeinheit. Sie sind keine Kavaliersdelikte, sondern Straftaten. Es macht wirtschaftlich überhaupt keinen Unterschied, ob man jemandem die Fassade vollschmiert oder ihm 500 Euro aus der Wohnung stiehlt. Die teilweise Einschätzung, das sei eine Art harmloser ‘Streich’ ist deshalb vollkommen irrational. Die Maßnahmen der Stadt müssen konsequent fortgeführt und ausgebaut werden.“ 

Dr. Mühr ergänzte: „Es kann nur gemeinsam gelingen, den kriminellen Schmierereien besser Einhalt zu gebieten. Jeder, der Zeuge von Schmierereien wird, sollte dies umgehend der Polizei melden. Jeder, der von Schmierereien betroffen ist, sollte Anzeige bei der Polizei erstatten. Nur so kann die Polizei umgehend und erfolgversprechend Fahndungsmaßnahmen einleiten. Mit einem Faltblatt soll jeder Bürger unserer Stadt Handlungsempfehlungen erhalten. So weiß jeder, was zu tun ist, wenn eine solche Straftat beobachtet wird oder wenn er selbst von Schmiererei betroffen ist. Denn nur mit vereinten Kräften kann dem Treiben Einhalt geboten werden.“ (cdu)

Vorschlag für Faltblatt „Gemeinsam gegen Schmiererei – für eine saubere Stadt!“

Fairtanzt spendet 500 Masken an die Meusebach Grundschule

Schwielowsee OT Geltow, 16. November 2020 – Die Tanzschule Fairtanzt aus Geltow hat die Meusebach Grundschule mit einer großzügigen Spende überrascht! Frank und Danny Bergemann spendeten über 500 Masken an die Schülerinnen und Schüler – Das ist ein Gesamtwert von 725 Euro.

„Kinder vergessen oder verbummeln doch öfter ihre Sachen, und damit die Kids sich weiter schützen können, haben wir uns dazu entschlossen, unsere Masken der Schule zu spenden“, erklären die beiden. Und weiter: „Wir hoffen sehr, die Grundschule damit zu unterstützen, dass die Kinder noch lange in die Schule gehen dürfen. Leider mussten wir unsere Tanzschule durch den erneuten Lockdown wieder schließen. Wir sind wieder fleißig dabei, Online-Videos zu drehen und somit das Tanzen ins Wohnzimmer zu bringen. Wir werden speziell die Online-Tanzkurs-Videos für die Kinder öffentlich lassen, damit nicht nur unsere Mitglieder, sondern alle Kinder etwas davon haben.“ Vielen Dank euch beiden für euer Engagement! (wsw) 

Absage Silvesterkonzert

Werder (Havel) OT Petzow, 16. November 2020 – In einem Schreiben des Heimatvereins Petzow e.V. wendet sich Karl-Heinz Friedrich an alle KonzertfreundInnen:

„Lange haben wir um eine passable Lösung unter den gegenwärtigen komplizierten Bedingungen gekämpft, haben Vorschläge und Kompromisse zusammengetragen und erörtert. Mein Dank gilt daher besonders für ihre Unterstützung Frau Doris Patzer, Kulturreferentin vom Landratsamt Potsdam-Mittelmark, die großes Verständnis für unsere Traditionsveranstaltung hat, tritt doch der Landkreis stets als unser zuverlässiger Partner im Hinblick auf die Nutzung der Petzower Kirche auf. 

Ebenso bedanke ich mich bei den Musikern von der ‘Cloverband Berlin’, mit der wir Ihnen erfrischende Irish/Scottish-Folk-Musik zum Jahreswechsel präsentieren wollten, die ich jedoch leider immer und immer wieder hinhalten musste, in der Hoffnung darauf, dass wir doch noch zueinander kommen könnten. Indes lässt mir aber auch die Verantwortung gegenüber Ihnen, den Musikern und unseren ehrenamtlichen Helfern leider keine andere Wahl. Wir hoffen gemeinsam auf ein Neues.“

Im Namen des Heimatvereins bittet Karl-Heinz Friedrich um Verständnis. „Das nächste Jahr liegt vor uns und es kann ja nur besser werden. Spätestens Silvester 2021 sehen wir uns wieder – in der Petzower Kirche.“

Neben der Absage des beliebten Silvesterkonzerts trifft den Heimatverein auch die Entscheidung hart, dass coronabedingt keine Spendensammlung durchgeführt werden kann. Wer sich dennoch für die Arbeit des Vereins engagieren möchte, kann dies mit einer Spende auf das folgende Konto tun: 

IBAN: DE071203 0000 0000 4519 30. 

„Bei Bedarf senden wir Ihnen eine Zuweisungsbescheinigung/Spendenquittung zu; bei einem Betrag bis zu 100 Euro erkennt aber das Finanzamt in der Regel den Einzahlungsbeleg an“, so Karl-Heinz Friedrich abschließend. (k.h.f., wsw)

Mein Werder (253): Kerstin Otto

Kurz & Knackig

Name: Kerstin Otto
Alter: 56 Jahre
Wohnort: Potsdam
Welche Verbindung haben Sie zu Werder (Havel)? Verbunden bin ich mit Werder durch den Verein zur Förderung des historischen Weinbaus im Raum Werder (Havel) e.V. und viele Freunde, die wir in Werder haben.
Haben Sie Kinder? Ich habe eine erwachsene Tochter und die beiden Töchter meines Lebensgefährten gehören auch dazu.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder ist eine kleine Stadt umgeben von Wasser, die zum Bummeln auf der Insel einlädt aber auch zum Wassersport oder einem Gläschen Wein auf dem Wachtelberg.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich bin seit vielen Jahren Personaler. Darüber hinaus engagiere ich mich im Weinverein. Und ich liebe meinen Garten. Hier kommen mir oft die besten Ideen.

Was würden Sie lieber machen?
Derzeit eigentlich nichts.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Ich schau gern von den Weinbergen über die Stadt, egal ob Galgenberg oder Wachtelberg.

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Da gibt’s einiges, gern an der Havel, auf der Insel oder eben auch auf den Weinbergen.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Eindeutig Muckergarten, das ist eher Baumblüte wie ich es mir vorstelle. Rummel ist nicht ganz so meins.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Nicht ganz so süß… eher Johannisbeere.

Sie – ganz speziell

Sie sind die Vorsitzende des Weinvereins Werder, der genau heute sein 25-jähriges Bestehen feiert. Können Sie uns etwas über die Anfänge des Vereins, seine Aufgaben und Ziele verraten?
Der Verein wurde von 15 Enthusiasten gegründet, die den Werderaner Wachtelberg erhalten wollten. Das ist ihnen auch geglückt, zumal der Weinbau in Werder eine Jahrhunderte alte Tradition hat.

Wie hat sich der Verein in den vergangenen 25 Jahren verändert und wie viele Mitglieder zählt er aktuell?
Der Erhalt des Wachtelberges ist heute kein Thema mehr, weitere Weinberge in und um Werder kamen hinzu. Heute beschäftigen sich die mehr als 100 Mitglieder damit, die Weinkultur und den regionalen Wein über die Grenzen der Stadt Werder hinaus bekannt zu machen. Verstecken muss sich der Wein schon lange nicht mehr.

In diesem Jahr konnten einige Veranstaltungen des Weinvereins coronabedingt nicht stattfinden. Können Sie schon einen kleinen vorsichtigen Ausblick auf das kommende Jahr werfen?
Ja, leider konnten in diesem Jahr keine Veranstaltungen stattfinden, trotzdem haben wir versucht, mit unserer Statt-Winzerfest-Aktion ein bisschen Winzerfestfeeling nach Werder zu holen und vor allen Dingen unsere Winzer zu unterstützen. Das ist uns geglückt. Hoffen wir sehr, das alle vernünftig sind, sich an die Regeln halten und wir Corona in den Griff bekommen. Dann gibt’s wieder eine Werderaner Jungweinprobe und mit dem Osterfeuer auf dem Wachtelberg geht die Weinbergssaison los.

Es gibt verschiedenen Bauernregeln, wie zum Beispiel „Septemberregen ist dem Bauer gelegen; wenn er aber den Winzer trifft, ist er ebenso schlecht wie Gift.” oder „Oktobersonne kocht den Wein und füllt auch große Körbe ein”. Ist an diesen überlieferten Weisheiten etwas Wahres dran?
Etwas Wahres ist immer an den Bauernregeln. Mussten doch unsere Vorfahren das Wetter sehr genau beobachten, um eine reiche Ernte einfahren zu können.

Wie sieht ein klimatisch perfektes Jahr für den Wein aus?
Keine Spätfröste, die Sommer warm und immer mal ein Regen, aber nicht zuviel und keinen Hagel und der September mit viel Sonne und trocken. Ein Wunschtraum, denn irgendwas ist ja immer.

Haben Sie einen persönlichen Lieblingswein?
Das kann man so nicht sagen. Ich sehe/kenne zu den Weinen die Winzer und deshalb habe ich einen anderen Bezug zu den verschiedenen Weinen.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Ich möchte gesund bleiben, genauso wünsche ich mir das für meine Familie und meine Freunde. Gern würde ich im nächsten Jahr wieder mehr reisen können und Kontakte pflegen.

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Ach da gibt es einige.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Gott von Ferdinand von Schirach

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Meine Eltern, sie haben mich immer ermuntert, mich weiter zu entwickeln und auch bei Schwierigkeiten nicht den Kopf in den Sand zu stecken.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie?
Nein nicht wirklich, aber es gibt ein paar Filme, die ich gern sehe.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Das ist wahrscheinlich so verborgen, dass ich es nicht einmal selber weiß.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Eindeutig Hunde, leider habe ich viel zu wenig Zeit für ein Tier, dass es sich bei mir wohlfühlen würde.

Zusatzfahrten im morgendlichen Linienverkehr zur Kapazitätserweiterung während der Corona-Pandemie

Flotte der regiobus Potsdam Mittelmark GmbH. Foto: regiobus Potsdam Mittelmark

Potsdam-Mittelmark, 13. November 2020 – Zur Erweiterung der Kapazitäten im morgendlichen Schüler- und Berufsverkehr (6:30 Uhr – 8:00 Uhr) werden vorübergehend ab Montag, 16. November 2020, 12 zusätzliche Busse auf den Linien der regiobus eingesetzt.

Die rund 100.000 Euro teuren zusätzlichen Fahrten werden voraussichtlich vom Land Brandenburg finanziert und vom Landkreis Potsdam-Mittelmark als Aufgabenträger beauftragt. Dadurch soll der Abstand der Fahrgäste in den besonders stark nachgefragten Fahrten erhöht und die angebotene Sitzplatzanzahl ausgeweitet werden.

Die Zusatzfahrten verkehren direkt vor den regulären Linienfahrten und kommen auf den Linien X1, 553, 569, 580, 607, 611, 613, 620, 635, 643, 644 und 645 zum Einsatz.

Auf der Linie 631 werden zwei zusätzliche Fahrten zwischen 6:45 Uhr und 7:15 Uhr von Werder (Havel), Post bis S Potsdam Hbf eingeführt. Sie verdichten den 15-Minuten-Takt auf einen 8/7- Minuten-Takt und verdoppeln das Fahrtenangebot der Linie 631 in dem Zeitbereich.

Die regulären Linienfahrten verkehren weiterhin unverändert.

Zum Einsatz kommen sowohl regiobus-Fahrzeuge als auch Fahrzeuge von Subunternehmern. Diese Fahrzeuge verfügen alle über eine Zulassung für den Linienverkehr, aber zum Teil nur über eine eingeschränkte Technikausstattung. In diesen Fahrzeugen ist kein Fahrscheinverkaufmöglich. Der Zustieg ist ausschließlich Fahrgästen mit einer gültigen Fahrkarte gestattet. Die Einschränkung gilt nicht für die zusätzlichen Fahrten auf der Linie 631. Für die Anzeige der Liniennummer, des Linienverlaufs und des Fahrtziels ist das Steckschild in der Frontscheibe zu beachten.

Alle Informationen finden Sie im Internet auf www.regiobus.pm. (a.l.)

Noch besser im Hilfseinsatz

Potsdam-Mittelmark, 13. November 2020 – Nach fast fünf Jahren erfolgreichem Einsatz des bisherigen Rettungsbusses, rüstete die regiobus nun einen fabrikneuen Citaro zum Rettungsbus der zweiten Generation um. Das Fahrzeug ist nicht nur moderner und umweltfreundlicher, sondern wurde aus den Erfahrungen der bisherigen Einsätze heraus mit erweiterter Ausrüstung und modernster Technik ausgestattet. Dennoch kann es seinen Dienst auch als Linienbus versehen.

Zur Vorstellung des neuen Rettungsfahrzeugs am 28. Oktober 2020 konnte regiobus den Staatssekretär des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung Rainer Genilke als Gast begrüßen.

„Ich freue mich, dass die Erfolgsgeschichte des Rettungsbusses mit neuer, klima- und bedarfsgerechter Ausstattung weitergeschrieben wird. Gerade in den dünner besiedelten Regionen Brandenburgs trägt diese Unterstützung der Feuerwehren und Rettungsdienste dazu bei, Rettungseinsätze noch schneller und besser durchführen zu können. Der Rettungsbus ist damit ein tolles Beispiel für die kreative, konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der regiobus Potsdam Mittelmark und den Rettungskräften vor Ort. Ich möchte deshalb der regiobus, aber auch allen Rettungskräften für ihr Engagement danken. Dass der Rettungsbus auch im Linienverkehr eingesetzt werden kann, ist ein zusätzlicher Gewinn für den ÖPNV und deshalb ebenso begrüßenswert.“

Neben dem Vorhalten von Rettungsmitteln, wie Material zur medizinischen Erstversorgung und Decken, dient ein solcher Rettungsbus beispielsweise zum Transport unverletzter oder leicht verletzter Personen, als klimatisierte oder beheizte Unterbringungsmöglichkeit und zur Evakuierungen bei Notfällen. Ebenso kann er zum Transport oder als Rückzugsort von Einsatzkräften genutzt werden.

Seit 2015 konnte das bisherige Fahrzeug neben dem Einsatz im Linienverkehr durch die besondere Ausstattung bei Anforderung zusätzlich als Rettungsfahrzeug genutzt werden. Die Anforderung erfolgt dabei ausschließlich über die Regionalleitstelle Brandenburg der örtlichen zuständigen Feuerwehr. Der Bus ist hierfür 24/7 in Bereitschaft. Durchschnittlich war dies bisher einmal im Quartal der Fall. Besondere Schwerpunkteinsätze waren ein Unfall mit einem Gefahrgut-LKW auf der A10, Waldbrände sowie Evakuierungen nach Bränden. Aktuell haben 19 Mitarbeiter der regiobus die Berechtigung, das Fahrzeug mit Sondersignal zu führen.

Der Erste Beigeordnete des Landkreises Potsdam-Mittelmark Christian Stein erläutert das Engagement des Landkreises: „Mit dem Rettungsbus verfügt der Landkreis Potsdam-Mittelmark über ein hoch geschätztes Mittel, das sich in vielen Gefahrenlagen bereits als sehr nützlich erwiesen hat und im täglichen Linieneinsatz die Menschen daran erinnert, wie der Kreis für den Ernstfall vorbereitet ist.”

„Wir sind stolz, die wichtige Arbeit der Rettungskräfte in der Region mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen zu können. Auch wenn wir im Prinzip hoffen, dass der Einsatz nicht nötig ist – die letzten Jahre zeigten, dass es gut ist, ihn zu haben. Mit der neuen Ausstattung können wir nun schneller reagieren und Verunfallten besser helfen“, so Hans-Jürgen Hennig Geschäftsführer der regiobus. (a.l.)

Himmlische Gastronomie – to go!

Schwielowsee OT Caputh, 12. November 2020 – Direkt am Campingplatz Himmelreich, Wentorf-Insel 38 in Schwielowsee OT Caputh, befindet sich der gastronomische Himmel auf Erden. Im Restaurant & Biergarten Caputh findet man das Beste aus der heimischen Küche, regionale und ausgesuchte überregionale Spezialitäten und saisonale Köstlichkeiten. 

Die Idee des gastronomischen Konzeptes ist es, Dinge anders zu machen, Neues zu kreieren und etwas Besonderes zu schaffen. Die Leidenschaft für die Gastronomie beginnt bei der Auswahl der Lieferanten und endet nicht mit der Kreation der Speisekarte. Ganz im Gegenteil, Raffinesse und Leidenschaft sind auch bei der Bewirtung der Gäste und bei der Veranstaltung von Events gefragt.

Seit mehr als 15 Jahren betreibt Roger Groß den Familienbetrieb Campingplatz Himmelreich zusammen mit seinen Söhnen Maximillian Groß (Hotelkaufmann) und William Groß (Einzelhandelskaufmann). 

„So wie bei uns das Team im Mittelpunkt steht, steht beim Team der Gast im Mittelpunkt. Denn nur wenn der Gast zufrieden ist, ist die Leidenschaft für die Gastronomie, für die Kulinarik und für einen guten Service auch bei unseren Gästen angekommen. Genau darum geht es uns. Alles, was wir tun, alles, was wir versuchen umzusetzen, richtet sich letztendlich an ihren Wünschen aus. Nur wenn unsere Gäste zufrieden sind, können wir auch zufrieden sein“, lautet das Motto des Familienbetriebs. 

Das Jahr 2020 war für die Gastronomie kein einfaches. Doch das Restaurant & Biergarten Caputh macht aus der Not eine Tugend und fokussiert sich zum Ende des Jahres auf winterliches Weihnachtsessen, das man ganz einfach vorbestellen und mit einer Vorlaufzeit von gerade einmal 48 Stunden abholen kann. Ab einem Bestellwert von 50 Euro werden Gans, Klöße und Co. innerhalb von Caputh, aber auch bis nach Werder und Potsdam geliefert.  

Als besonderes Highlight startet am 27. November ein Weihnachtsbaumverkauf in dem schön geschmückten Biergarten. Bis zum 20. Dezember kann man immer freitags, samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr einen Christbaum im winterlichen Biergarten wählen. Pro Essensbestellung gibt es übrigens 15 Prozent Rabatt auf den Kauf einer Tanne! 

Genussvollen Stunden mit Gänsebraten und Tannenduft steht also nichts mehr im Weg! (wsw)

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Erfolgreicher Betriebsstart

Werder (Havel), 11. November 2020 – Seit dem 13. Mai 2019 ist Toni Geißhirt Franchisepartner von WORLD OF PIZZA. Schon immer hegte der in Werder als „Himbeer-Toni“ bekannte 24-Jährige den Wunsch nach einem eigenen Restaurant. Nachdem er erfuhr, dass WORLD OF PIZZA einen Franchisepartner für die Lieferbar in Werder sucht, sah er sich mit großer Begeisterung den Pilotstore in Potsdam an. „Die gute Qualität der Produkte, die Frische und Handarbeit – das ist einfach ein schönes Gesamtpaket, das mich direkt überzeugt hat”, so Toni. 

Da Toni Geißhirt in Werder (Havel) aufgewachsen ist und wie er selbst sagt „einfach hier hin gehört”, fiel die Entscheidung für die Werderaner-Lieferbar nicht schwer. Und dass es die absolut richtige Entscheidung war, belegt die Auszeichnung zum Franchise-Gründer des Jahres, die Toni Geißhirt am 3. November erhielt.

Mit derzeit über 20 Angestellten beliefert der eifrige Unternehmer Werder (Havel) mit Pizza, Pasta & Co. „Toni Geißhirt ist im hart umkämpften Deliverymarkt ein überdurchschnittlich erfolgreicher Betriebsstart gelungen. Mit einer deutlichen Überschreitung geplanter Umsätze bereits im Anfangsjahr ist er außergewöhnlich erfolgreich in seine Selbstständigkeit gestartet. Das und seine spürbare Begeisterung für das Konzept haben überzeugt“, begründet Stephan Jansen, Geschäftsführer Verband Deutscher Bürgschaftsbanken und Unterstützer des Gründer-Awards, die Juryentscheidung.

Und auch Bürgermeisterin Manuela Saß gratuliert dem jungen Werderaner Unternehmer: „Toni Geißhirt hat schon als Jugendlicher begonnen, Obstwein zu produzieren. Als Himbeertoni wurde er auch in den Medien bekannt und für die Qualität seiner Weine vom Werderaner Obstbauverein immer wieder prämiert. Mit 24 Jahren ist ihm nun ein überaus erfolgreicher Betriebsaufbau als Franchisepartner eines Pizza-Lieferdienstes gelungen und wieder gibt es einen Preis. Dazu gratuliere ich ganz herzlich!

Toni Geißhirt zeigt, dass Unternehmergeist in Werder nicht nur ein Multiplikator der Stadtgeschichte ist, sondern auch in der Gegenwart von jungen Menschen in Werder gelebt und praktiziert wird. Ich glaube, von Toni Geißhirt ist noch einiges in Werder zu erwarten und wünsche ihm auf seinem weiteren Weg viel Erfolg.“ 

Und was sagt der Unternehmer selbst zu seiner Auszeichnung? „Ich freue mich natürlich sehr darüber, Franchise-Gründer des Jahres 2020 zu sein. Dies ist für mich Ansporn und Motivation, so weiterzumachen wie bisher.“ (wsw)

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Tanzen für die Zukunft im digitalen Raum

Werder (Havel), 11. November 2020 – Besondere Zeiten verlangen besondere Kreativität. Ein halbes Jahr schon fanden in den Tulipa Studios die Proben zu Dancing For Future statt – ein Jugend-Tanztheaterprojekt vom Verein theater.land in Zusammenarbeit mit dem Tulipa Theater. Das Projekt war im vollen Gange und dann kam der Lockdown.

Die Schulen waren geschlossen und auch in den Tulipa Studios konnten keine Proben mehr stattfinden. Kurzerhand wurde entschieden, das Projekt online weiterzuführen und anstelle einer öffentlichen Theater-Vorstellung ein Video herzustellen. Jeden Donnerstag fanden sich Jugendliche in dem digitalen Probenraum ein und beschäftigten sich auf kreative Art und Weise mit dem Thema Klimaschutz. Denn bei all den Corona-News, welche täglich die Medien fluteten, sollte die Klimakrise nicht in Vergessenheit geraten.

Unter Anleitung von Tanzpädagogin Paula Pröbrock und Theaterpädagogin Julia Zimmermann setzten die Jugendlichen szenische und tänzerische Aufgaben zu Hause um und sammelten verschiedene Video-Clips, welche anschließend zu einem Film zusammengeschnitten wurden.

Neugierig auf das Resultat? Der Film ist auf www.tulipatheater.de zu sehen.

Dancing For Future ist ein Projekt von theater.land in Kooperation mit Tulipa Theater, der Schule am Plessower See und der Klimawerkstatt Werder, im Rahmen des Programms tanz + theater machen stark des Bundesverbands Freie Darstellende Künste. (j.z.)

Wildpark-West ist um 17 Silberlinden reicher

Schwielowsee , 10. November 2020 – Der Verein “Waldsiedlung Wildpark-West” hat am 7. November symbolisch die 17. Silberlinde in der Schweizer Straße in Wildpark-West gepflanzt.

Die Pflanzaktion umfasste insgesamt 17 Bäume, darunter zehn, die über Fördermittel des Landes Brandenburg im Rahmen der Aktion “Gesunde Umwelt” aus Lotto-Mitteln finanziert wurden. Die anderen Silberlinden wurden von Einwohner*innen aus Geltow und Wildpark-West gespendet. Ziel ist es, die historische Allee Schweizer Straße wieder herzustellen.

Etwa 50 Teilnehmer*innen waren beim Festakt anwesend. Kinder der Arbeitsgemeinschaft “Junge Naturfreunde” haben den Gießring mit Blumen bepflanzt.

Der Vorsitzende des NABU Brandenburg, Friedhelm Schmitz-Jersch, lobte in seiner Rede das Engagement des Vereins “Waldsiedlung Wildpark-West” und der Bürger*innen für den Naturschutz.

Der Vorsitzende des Vereins “Waldsiedlung Wildpark-West”, Carsten Sicora, sprach von einer gelungenen Veranstaltung, die sich in die langfristige Strategie zum Erhalt des Waldcharakters der Siedlung einreiht.

Die Nachpflanzaktion “Rettet die Waldsiedlung” war für den Deutschen Nachbarschaftspreis 2020 nominiert. Die Gemeinde Schwielowsee unterstützte die Aktion durch die Beauftragung einer Firma zur Pflanzung der Silberlinden. (www)

CDU-Antrag: „Zusammenhalt stärken und lokale Wirtschaft fördern!“

Dirk Lutze und Karsten Perenz vor einem Restaurant mit einem Symbolbild der Internetplattform. (Unter den Linden, Werder (Havel))

Werder (Havel), 10. November 2020 – In einem Antrag für die Stadtverordnetenversammlung fordert die CDU, dass die Verwaltung lokale Unternehmen in der Corona-Krise durch Erweiterung des virtuellen Stadtrundganges unterstützt. Fraktionsmitglied Dirk Lutze und sachkundiger Einwohner Karsten Perenz erläutern den Antrag.

Lutze erklärte: „Gerade in den Zeiten der Corona-Krise sichert die Unterstützung unserer lokalen Unternehmen viele Existenzen, Arbeits- und Ausbildungsplätze. Die Stadtverwaltung fördert regionale Produkte bereits durch Plattformen und kreative Werbeaktionen. Diese Aktivitäten sollten weiter ausgebaut werden. Es gilt, nicht nur während der Krise zu helfen, sondern grundsätzlich die möglichst einfache Nutzung von lokalen Dienstleistungen stärker in das Bewusstsein unserer Bürgerinnen und Bürger für die Zeit nach der Krise zu rücken.“

Karsten Perenz ergänzte: „Durch den Ausbau des vorhandenen virtuellen 360 Grad Stadt-Rundganges können lokale Unternehmen eingebunden werden. Sie können sich digital mit ihren Produkten und Dienstleistungen präsentieren und darüber hinaus direkte Internetvermarktung betreiben. Das muss jedoch durch die Wirtschaftsförderung fachlich begleitet werden. So können die lokalen Händler und Anbieter an den einfachen Internethandel herangeführt werden.“

„Das zurückliegende Jahr 2020 hat mehrfach gezeigt, dass hier Bedarf besteht und eben auch die Werderanerinnen und Werderaner ihre lokalen Händler gerade in der Krise zusätzlich unterstützen möchten. Dafür soll hiermit eine virtuelle, aktive Plattform geschaffen werden, wo Angebot und Nachfrage direkt aufeinander treffen. Ziel muss es sein, nicht ausschließlich Amazon & Co. das Feld zu überlassen“, sagte Perenz abschließend dazu. (cdu)

Gedenken an Opfer der Pogromnacht

Denkmal „Den Opfern von Krieg und Gewalt“ auf dem Alten Friedhof. Foto: hkx

Werder (Havel), 10. November 2020 – Bürgermeisterin Manuela Saß hat zum Jahrestag der Pogromnacht der verfolgten und ermordeten jüdischen Einwohner von Werder (Havel) gedacht:

„Repressionen gegen Juden hat es mit zunehmender Brutalität bereits seit dem Machtantritt der Nazis gegeben. Mit dem 9. November 1938 bekam der Terror eine neue Qualität, der Weg in den Holocaust war vorgezeichnet.

Auch in Werder (Havel) war es am 10. und 11. November 1938 zu massiven Ausschreitungen gegen jüdische Einwohner gekommen. Privathäuser und Geschäfte wurden geplündert und zerstört, die Bewohner verhöhnt, bedroht und eingeschüchtert.

Mehr als hundert jüdische Einwohner aus Werder sind in der Nazizeit in die Emigration getrieben, deportiert oder ermordet worden. Für viele von ihnen endete der Weg in Konzentrationslagern.

Die freiheitlichen Grundwerte, die wir heute leben, sind verletzlich. Auch in der Gegenwart müssen wir uns deshalb gegen Verunglimpfung, Ausgrenzung, Antisemitismus, Rassismus und Rechtsradikalismus zur Wehr setzten, und das nicht nur an einem Gedenktag wie diesem.“ (wh)

“Die Kinder und Jugendlichen sind die Zukunft des Vereins.”

KCW-Präsident Karsten Möwes, Foto: Kai Doßmann

Werder (Havel), 10. November 2020 – Der Karneval steht vor der Tür und Corona macht das 60. Jubiläum des Vereins kaputt. KCW-Pressesprecher Bernd Neumann hat mit dem Präsidenten des Karnevalsclub Werder e.V. Karsten Möwes ein Interview geführt.

Eigentlich müssten wir uns mitten in den Vorbereitungen auf die fünfte Jahreszeit befinden. Wie sieht es denn dieses Jahr unter Corona mit der karnevalistischen Arbeit aus Herr Möwes?
Eigentlich wären wir auf dem Höhepunkt der Vorbereitungen für die neue Karnevalssaison, denn der KCW steuert auf sein 60. Jubiläum zu und dieses wollten wir natürlich ordentlich feiern. Alles war geplant und die Vorbereitungen sollten beginnen. Was dann kam, wissen wir alle!

Ja, Corona hat alles lahmgelegt. Werden wir in dieser Saison denn trotzdem Karneval in Werder feiern?
Auf Grund der aktuellen Situation haben wir uns schweren Herzens, aber der Vernunft wegen dazu entschlossen, in der kommenden Saison keine Veranstaltungen durchzuführen. Jedoch wird der Verein trotz allem 60 Jahre und die fünfte Jahreszeit steht ebenso im Kalender wie Weihnachten oder Ostern.

Ein Jubiläum dieses Kalibers ist ja auch etwas besonderes, mit 60 Jahren Karneval in Werder gehören sie als Verein auch zu einer Institution der städtischen Kultur. Auch andere Vereine feierten in diesem Jahr runde Geburtstage. So wurde der Fußballverein WFC z.B. 100 Jahre alt und auch hier sind große Feierlichkeiten ausgefallen. Was haben Sie denn alternativ geplant?
Gott sei Dank sterben die Jecken dieser Welt nicht aus und auch unter unseren Mitgliedern befinden sich kreative Köpfe, die sich um dieses Thema bewegen. Karneval ist ja auch ein Gefühl, das gelebt werden will, und so gibt es Planungen einer interaktiven Karnevalsveranstaltung in den sozialen Netzwerken. Dort haben wir die Möglichkeit erkannt, eine Veranstaltung oder einzelne Videosequenzen im Internet online zu stellen und der Öffentlichkeit zu präsentieren. Auch sind wir dabei, unsere karnevalistischen Freunde aus benachbarten Vereinen in diese Aktionen mit einzubinden, um so den Zusammenhalt zu fördern.

Das hört sich interessant an, ab wann und wo können Freunde des Karnevals erste Ergebnisse erwarten?
Unser Projektteam war bereits fleißig unterwegs und drehte erste Videos. Ich freue mich jetzt schon riesig auf die erste Ausstrahlung am 11.11.2020 auf unserer Website unter „www.kcw-ev.de“ oder auf facebook.com unter „Karnevalsclub Werder 1961 e.V.“.

Der 11.11. um 11:11 Uhr ist ja auch der offizieller Start der fünften Jahreszeit. Soll denn dieses Jahr auch so in Werder wie in den letzten Jahren ein Umzug und Rathaussturm gestaltet werden?
Natürlich beginnt auch dieses Jahr am 11.11. die Karnevalssaison, jedoch werden wir auf einen Umzug durch die Stadt und einen Halt an der Carl-von-Ossietzky Schule verzichten. Und leider wird es auch keinen Rathaussturm geben. Als Besonderheit, da wir keine großen Aktionen machen können, haben wir jedoch bereits die Fahne des Karnevals auf der Bismarckhöhe gehisst, um damit auch die Bevölkerung auf die fünfte Jahreszeit einzustimmen. Vielleicht gibt es ja den einen oder anderen Werderaner, der zu Hause ein paar Konfettischnipsel und Luftschlangen aus dem Keller holt und in der Wohnung verteilt.

Sie sprachen vorhin von interaktiven Veranstaltungen, warum wählen Sie diese Form?
Karneval im Netz ist für uns zur Zeit die einzige Möglichkeit, unser Publikum und alle Freunde des Karnevals zu erreichen, ohne die Gesundheit aller zu gefährden. Die Aufnahmen hierzu werden nach bestem Wissen und Gewissen unter den bestehenden Regeln gestaltet. Karneval ist ja nicht nur Spaß und Gaudi, Karneval bedeutet auch karnevalistischer Tanz und vieles mehr. Dieses wird gerade unser treues Publikum vermissen. Wir versuchen auf neuen Pfaden, in diesem Fall über das Internet, unsere Gäste zu erreichen und über diesen Weg durch die traurige kalte und dunkle Jahreszeit gemeinsam mit einem kleinen Lächeln zu gehen. Daher werden auch jetzt Tänze ausgearbeitet und eingeübt. 

Damit der Erfolg dieses Trainings gewürdigt werden kann, wollen wir die Ergebnisse unter Bühnenbedingungen einem breiten Publikum präsentieren. Möglichkeiten, das Gelernte zu sehen, ergeben sich dann zur Faschingszeit im Februar 2021 auf unserer Internetseite, Facebook, Instagram usw. Vorab werden wir regelmäßig erste Trailer online stellen und über die Trainingsvorbereitungen und weiteres berichten. 

Werden sie dann Ihr 60. Jubiläum mit einer großen Veranstaltung nachholen?
Aufgeschoben ist ja bekanntlich nicht aufgehoben. Und so planen wir unsere Geburtstagsnachfeier in der 60+1. Saison des KCW (ggf. 60+2, 60+3,…) und hoffen gemeinsam, dass die Welt wieder ins Lot gerät und wir dann gesund und munter feiern können. 

In 60 Jahren Karnevalsclub Werder begleiteten uns viele Prinzenpaare, lieb gewordene Freunde, Vereine, Gäste und Förderer. Sie alle würden wir gerne wiedersehen und mit ihnen ein paar schöne Stunden der Erinnerung an alte Zeiten und Auftritte teilen und gemeinsam in die Zukunft blicken. Auf diesen Abend freuen wir uns bereits heute und starten in Gedanken eine grün-weiß-rote Rakete und ein dreifaches Werder Helau.

Vielen Dank Herr Möwes und alles Gute für den Karneval in Werder. (b.n.)

Verwurzelt zu Hause

v.l.: David Thumser, Nicole Apitz, Candy Mühlner, Manuela und Daniel Zimmermann, Foto: wsw

Werder (Havel), 9. November 2020 – Wäre Luigi nicht gewesen, würden wir heute so wahrscheinlich nicht zusammensitzen“, erinnert sich Manuela Zimmermann mit Blick auf ihren Rüden, der friedlich vor ihrem Stuhl schlummert. Manchmal kann ein vierbeiniger Gefährte eben nicht nur ein treuer Freund, sondern auch ein bellender Schicksalsengel sein.

Seit drei Jahren leben Manuela und Daniel Zimmermann im schönen Werder (Havel). Als sie in ihrer Heimatstadt Berlin vergeblich auf der Suche nach einem Eigenheim waren, verliebten sie sich bei einem ihrer vielen Besuche in unsere Blütenstadt. Nachdem sie lange nach einem Zuhause gesucht haben, sind sie hier fündig geworden. Gemeinsam mit ihrer 14-jährigen Tochter und Hund Luigi ging es raus aus der Metropole und rein in die Kleinstadtidylle.

Schicksalhafte Begegnung 

Und bei einem ihrer vielen Spaziergänge mit Luigi am Plessower See begegnete Manuela Zimmermann David Thumser, der ebenfalls mit Hündin Aajami gerne hier seine Runden dreht. Die beiden kamen schnell ins Gespräch. Die 51-Jährige verriet David Thumser, dass es ihr Traum ist, eine stationäre Pflege in Werder zu eröffnen, mit einem angegliederten Gnadenhof und einer Kita. „Ich habe nur so rumgesponnen“, erklärt Manuela lachend. Doch bei ihrem neuen Hunderunde-Kompagnon stieß sie damit auf offene Ohren. Der 37-Jährige ist nämlich selbst seit 15 Jahren im Bereich der stationären und ambulanten Pflege tätig: „Ich arbeite wirklich unglaublich gerne in diesem Beruf und auch sehr viel. Da musste ich mir vor einiger Zeit erstmal eine Auszeit nehmen. Dass ich Manuela getroffen habe, war wahrscheinlich Schicksal. Wir haben uns dann schnell geeinigt, dass wir Elas Traum erstmal langsam angehen.“

Gesagt – getan! Seit dem 1. Oktober gibt es die Hauskrankenpflege „Wurzelnetz“ nun in Werder. Neben Manuela Zimmermann, die gemeinsam mit ihrem Mann Daniel die Geschäftsleitung innehat, zählen David Thumser, Nicole Apitz und Candy Mühlner zu dem kleinen Team.

Der Mensch steht im Mittelpunkt

„Mit unserer mobilen Hauskrankenpflege möchten wir es hilfsbedürftigen Menschen so lange wie es geht ermöglichen, in ihrem Zuhause zu bleiben. Für Angehörige ist es unheimlich wichtig, die Oma, den Papa oder den Onkel in guten Händen zu wissen. Als kleiner flexibler Pflegedienst können wir uns ganz individuell auf die persönlichen Bedürfnisse anpassen. Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt“, erklärt Daniel Zimmermann das Konzept von „Wurzelnetz“. Und David Thumser ergänzt: „In vielen Einrichtungen sind die Menschen, die dort liegen, nur noch die Ware, die die Gehälter der Pfleger bezahlen. Der Mensch an sich geht dabei verloren. Viele werden irgendwann betriebsblind und arbeiten nur strikt ihre Aufgaben ab, immer gibt es nur Hektik und Druck. Dabei hat mir die Erfahrung sowohl in der stationären als auch in der ambulanten Pflege gezeigt, dass man auch nicht schneller ist, wenn man sich die Hacken blutig rennt.“

Ein gesundes Wachstum ist wichtig

Von der Idee über die Planung bis zum Start von „Wurzelnetz“ ist ein gutes Jahr vergangen. Die unzähligen Dokumente, Anträge und Formulare, die im Vorfeld bearbeitet werden mussten, füllen viele dicke Ordner. „Der Weg bis hierhin war wirklich nicht einfach, aber wir sind unglaublich stolz und froh, dass wir nun endlich mit unseren zwei weißen Flitzern für die Pflegebedürftigen unterwegs sein können“, freut sich das Team. Bisher kümmern sich David, Candy und Nicole um zehn Patienten in Ferch, Caputh und Werder – Tendenz steigend.

Doch Geschäftsführer Daniel Zimmermann ist ein gesundes Wachstum wichtig. „Wir sind nicht nur Kollegen, sondern auch alle füreinander verantwortlich. Niemandem ist geholfen, wenn wir jetzt immer mehr Pflegebedürftige aufnehmen, die von uns nicht angemessen betreut werden können. Was natürlich nicht heißt, dass wir nicht noch Kapazitäten für neue Klienten haben. Wir nehmen gerne noch weitere Klienten auf. Wir sind noch ein kleiner Betrieb, der sich durch eine familiäre Betreuung auszeichnen möchte. Wir wollen ohne Druck und Automatismus arbeiten. Wir können die Arbeit an sich nicht verändern, aber wir können sie für alle einfacher machen. Ich glaube ganz fest an Karma, also behandeln wir alle Menschen so, wie wir auch gerne behandelt werden möchten. Das sollte Standard nicht nur in der Hauskrankenpflege sein.“

Der 44-jährige Geschäftsführer leitet zusätzlich an drei Standorten in Alt Ruppin, Linum und Berlin systemisch-lösungsorientierte Kinder- und Jugendförderzentren mit vollstationärer Hilfe. Seine Frau Manuela ist zudem Leiterin einer Kindertagesstätte in Berlin Wedding, in der vor allem Kinder aus benachteiligten Familien betreut werden. Durch die Pflege ihrer eigenen Mutter wurde Manuela schnell bewusst: „Es muss auch anders gehen! Es ist doch nicht so schwer, sich an vereinbarte Termine zu halten oder den Pflegenden einfach mal zu fragen, wie es ihm geht.“

Diese Auffassung teilen David, Nicole und Candy ebenfalls aus Überzeugung. Nicole Apitz ist ausgebildete Kinderkrankenschwester sowie Pflegefachkraft und hat 16 Jahre für die mobile Hauskrankenpflege „Schwester Reinhild“ gearbeitet. Die 40-Jährige hat zudem einen Palliativ-Care-Kurs absolviert.

Candy Mühlner war seit 2007 bei der AWO zunächst in der stationären Pflege tätig bis im ambulanten Dienst eine Fachkraft gesucht wurde. Die 40-Jährige ist examinierte Altenpflegerin mit der Weiterbildung zur Praxisanleiterin. Am 11. November startet Candy zudem mit der Ausbildung zur Pflegedienstleiterin.

David Thumser ist eigentlich gelernter Maurer, doch nach einer neuen Ausbildung zur Examinierten Altenpflegefachkraft, führte er fünf Jahre später eine Weiterbildung zum Ambulant-/Stationären Pflegedienstleiter durch. Der 37-Jährige ist nun bereits seit fast 15 Jahren in der Pflege tätig und fungiert als Pflegedienstleitung sowie als Qualitätsbeauftragter bei „Wurzelnetz“.

Enge Zusammenarbeit mit den Angehörigen

„Durch unsere tollen Mitarbeiter können wir das ganze Pflegespektrum vom Kleinkind bis zum Senior abdecken”, sind Manuela und Daniel Zimmermann dankbar. „Wir übernehmen sowohl die medizinische Pflege nach Operationen als auch alle Aufgaben der Hauskrankenpflege.“ Das Angebot soll noch um Schulungen für Laienpflege ergänzt werden. 

„Es gibt so viele Möglichkeiten, jemanden zu Hause zu betreuen und zu pflegen, mit Unterstützung der Angehörigen. Gerne würde ich mein Wissen über bestimmte Tricks und Kniffe in Schulungen an die Angehörigen weitergeben“, erklärt David Thumser.

Auf die Frage, was sich das Team für die Zukunft von „Wurzelnetz“ wünscht, ergreift Geschäftsführer Daniel Zimmermann noch einmal das Wort: „Wir wünschen uns zufriedene Mitarbeiter und glückliche Patienten und wir möchten durch Qualität und Menschlichkeit überzeugen.“ (wsw)

Wurzelnetz GmbH
Hagenstraße 21a
14542 Werder (Havel)
Mobil: 0152. 38 94 89 94 (Pflegedienstleitung/David Thumser) oder
Mobil: 0151. 51 39 11 60 (Gf. /Frau Zimmermann)
d.thumser@wurzelnetz.com
www.wurzelnetz.com

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