Start Blog Seite 3

Mein Werder (196): Ulrike Krämer

Kurz & Knapp

Name: Ulrike Krämer
Alter: 37 Jahre
Wohnort: Werder (Havel) OT Glindow
Haben Sie Kinder? Ja, zwei Mädchen. Anna ist 5 Jahre und Lina 11 Jahre jung.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Wenn mich jemand fragt, wo ich herkomme, sage ich immer: Da, wo die Baumblüte ist. Aber man kann und soll die Stadt nicht nur darauf reduzieren. Werder ist die Obstmucker-Kultur, die Ehrlichkeit der Menschen, die vielen kleinen Geschäfte, die großen Felder und Plantagen ringsherum. In Werder hilft man sich gegenseitig, da gibt es noch den Nachbarn, der mal zu einem Bier rüber kommt oder einfach das kurze Gespräch über den Gartenzaun.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich verdiene mein Geld als Trainerin im Enjoy Fitness- und Gesundheitsclub. Dort darf ich den lieben langen Tag unsere Sportler und Sportlerinnen betreuen, mit Rat und Tat zur Seite stehen und dabei helfen, den eigenen Schweinehund zu besiegen. Auch im Rahmen des Rehasports kann ich unseren Mitgliedern helfen, aktiv gegen ihre größeren oder kleineren Probleme vorzugehen. Wenn dann doch mal nicht so viel auf der Trainingsfläche los ist, beschäftige ich mich mit der Planung und Organisation bevorstehender Veranstaltungen im Rahmen meiner Möglichkeiten.

Was würden Sie lieber machen?
Nichts. Wer kann schon sagen, dass die Leute zu einem auf Arbeit kommen und sich freiwillig zum Schwitzen bringen lassen.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Es gibt so einige. Zum Beispiel spaziere ich gern mit den Kindern über die Insel mit einem leckeren Eis in der Hand. Ein kleiner Abstecher auf die Spielplätze und die Mädels sind glücklich. Des weiteren bin ich gern im Wald bei mir um die Ecke unterwegs. Die alte Ferienhaussiedlung am Springesee ist sehr spannend. Die Kinder entdecken immer wieder neues und der Hund kann auch mal ein Reh oder Wildschwein erschnuppern bzw. jagen.

Am liebsten bin ich aber mit Freunden im Garten. Gemütlich zusammen sitzen bei einem isotonischen Kaltgetränk und frisch gegrilltem Essen, am Lagerfeuer sitzen bis es hell wird ist doch immer wieder sehr schön.

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Zweifelsohne auf der Insel in Werder. Da gibt es zu jeder Jahreszeit etwas zu entdecken. Ob man sich bei einem leckeren Fischbrötchen oder der hervorragenden Fischsuppe in den Garten von Fischer Mai setzt oder sich zum gemütlichen Frühstück im Cafe Jacob trifft. Es gibt in Werder viele schöne Ecken, die es zu entdecken gilt.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Ich freu mich auf beides. Überwiegend war ich die letzten Jahre jedoch mehr in den Obstgärten zu finden. Am Abend auf den Rummel gehen, macht auch riesigen Spaß. Dort trifft man oft Leute, die man schon lange nicht gesehen hat. Baumblüte ist ein festes Datum, an dem viele, die es in die ganze Welt verschlagen hat, wieder nach Hause kommen.

Die Kinder freuen sich immer, am Familientag über den Rummel zu schlendern. Enten angeln, Karussell fahren und natürlich Süßigkeiten naschen. Da freuen sie sich das ganze Jahr drauf.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Es ist von Jahr zu Jahr verschieden. Meistens lande ich bei Sauerkirsche oder bei den etwas herberen Sorten. Die machen am nächsten Tag, mit genug Wasser dazu, weniger Kopfschmerzen.

Sie – ganz speziell

Sie sind Dipl. Sportwissenschaftlerin und arbeiten im Enjoy Fitness- und Gesundheitsclub im Werderpark. Haben Sie einen Gesundheits-Tipp für die kommende kalte Jahreszeit?
Zum Einen immer warm anziehen, das Zwiebelprinzip ist da nie verkehrt. Zum Anderen helfen eine vitaminreiche Ernährung und regelmäßige Bewegung dem Immunsystem dabei, stark zu bleiben. Zwei- bis dreimal in der Woche mindestens 30 Minuten körperliche Anstrengung (gezieltes Muskeltraining) sind da ein guter Anfang. Im Anschluss an die Trainingseinheit ist es für Körper und Geist eine Wohltat in der Sauna zu entspannen.

Nicht zu vergessen ist auch die soziale Komponente, der Kontakt zu anderen Menschen. Es finden sich viele Gleichgesinnte. Sie nutzen die Zeit neben dem Training auch zum gemütlichen Beisammensitzen nach dem Training.

Sind Sie in Ihrer Freizeit selbst sportlich aktiv?
Ja. Ich spiele so oft ich kann Tischtennis im Werderaner Tischtennisverein – TTV Werder. Leider kommt das Training in letzter Zeit etwas kurz. Aber das wird sich auch wieder ändern.

Eine große Leidenschaft von Ihnen ist der Karneval. Als aktives Mitglied der „Freunde des Frohsinns“ lassen Sie keine närrische Veranstaltung aus. Was bedeutet Ihnen die Mitgliedschaft und wie lange sind Sie schon aktiv dabei?
Ich bin seit Anfang des Jahres dabei. Eine Freundin hat mich zu einer Karnevalsveranstaltung in Teltow mitgenommen. Dort war es ein sehr gemütlicher Abend. Als Christian Zube mich dann schriftlich auf der Tischdecke gefragt hat, ob ich Vereinsmitglied werden möchte, konnte ich nur „Ja, ich will“ auf die Tischdecke drunter schreiben. Das war ein sehr außergewöhnlicher Aufnahmeantrag. Bei der nächsten Mitgliederversammlung wurde ich dann offiziell in dem Verein aufgenommen und versuche, wann immer es geht, bei den Veranstaltungen dabei zu sein. Ich habe großen Spaß und freue mich auf jede.

Auf welchen Veranstaltungen kann man die „Freunde des Frohsinns“ antreffen?
Wie in jüngster Zeit zu hören, waren wir bei der Demo für die Baumblüte dabei. Auch sind wir bei sämtlichen Karnevalsveranstaltungen – im nächsten Februar sind wir als Verein nach Nürnberg eingeladen worden – vertreten. Ende April stehen wir bei der Blütenmucke bei Fischer Mai auf der Bühne. Im November veranstalten wir eine Narrensitzung in den Bürgerstuben auf der Insel. Das sind nur einige der Höhepunkte im Vereinsleben. Darüber hinaus singen wir auch bei Geburtstagen oder anderen Veranstaltungen. Wenn da Interesse besteht, dann einfach mit uns in Kontakt treten und alles weitere besprechen wir dann.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Starke Nerven, um meine Mädels durch die Pubertät zu begleiten, die Gelassenheit zu erkennen, was ich nicht ändern kann und es zu akzeptieren, und noch mehr Wünsche für die ganzen banalen Dinge.

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Da fällt mir spontan keiner ein. Die wichtigsten Menschen für mich und mein Leben kenne ich bereits.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Von John Grisham – Die Schuld

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Meine Oma war ein großes Vorbild für mich. Sie hat ihr Herz auf der Zunge getragen und es war ihr völlig egal, was die anderen von ihr gehalten haben. Sie hat ihr Ding gemacht und zu all ihren Entscheidungen gestanden. Die Geschichten, die sie aus ihrer Jugend erzählte, haben mich oft mit den Ohren schlackern lassen.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie?
Es gibt da so einige. Im Großen und Ganzen mag ich Komödien. Das Leben macht viel mehr Spaß, wenn man was zu lachen hat.
Aber ab und zu darf es auch mal was ernsteres sein.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Ich mache für mein Leben gern Musik. Vor zwei Jahren hab ich mir endlich ein Klavier gekauft und versuche, diesem ein paar schöne Melodien zu entlocken. Es darf auch etwas lauter werden, dann ist das Schlagzeug genau richtig. Leider hab ich keine Zeit mehr, in einer Band, so wie früher, zu spielen.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Klar liebe ich Tiere. Ich bin mit Hunden und Katzen aufgewachsen. Seit drei Jahren haben wir unsere Hündin Ronja und seit August sind noch zwei kleine wilde Kater, Wolke und Racker, dazu gekommen.

Morgen findet das 18. Kneipenfest statt

Blick auf die Terrasse des Restaurants Filterhaus, Foto: wsw

Werder (Havel), 11. Oktober 2019 – Das 18. Kneipenfest steht in den Startlöchern! Morgen laden wieder zahlreiche Kneipen aus Werder (Havel) zum stimmungsvollen Kneipenfestabend ein. Die Tickets sind morgen ab 19 Uhr in allen teilnehmenden Lokalen erhältlich. Diese berechtigen zum Eintritt in alle Lokale und zur Mitfahrt mit dem Kneipenfest-Shuttle-Bus.

Das Programm zum 18. Kneipenfest verspricht wieder viele tolle Highlights:

Cafe Jacob Werder
Torstraße 3, Tel. 03327 – 5 20 07 72
www.cafe-jacob-werder.de

DINGS & BUMS – Polyphone Echtzeitmusik
Das Menü besteht aus den beiden Hauptgerichten Marcel Wricke und Thomas Nehrkorn. Gereicht wird ein festliches, manchmal etwas frivoles und sarkastisches Mahl. Gewürzt durch die anwesenden Gäste bestimmen alle zusammen, ob es schmeckt! Grundlage bildet die minimalistische Umsetzung von verschiedensten Songs mit einem Augenzwinkern und einem sehr hohen musikalischen Anspruch. Es wird alles live gespielt und gesungen.

Colonial-Cafe
Brandenburger Stra?e 1, Tel. 03327 – 7 10 07
www.facebook.com/colonialcafe1

SILVERLAKEBAND
Die vier Musiker der Silverlakeband feiern mit ihrem Publikum eine tolle Rock-Show. Hier gibt es Songs von Oasis, Lindenberg , Depeche Mode, Foo Fighters undundund! Dabei geht´s musikalisch dicht am Original von … bis … hin zu … : hört selbst! Eine Band mit Wiedererkennungswert!

Duval – Wein.Feinkost.Café
Michaelisstraße 17/18 (Insel), Tel. 0160 – 777 24 57
www.duval-werder.de

LES RENARDS DE BERLIN
Les Renards de Berlin waren bereits zur Fête de la Musique zu Gast im Duval. Der Pariser Sänger, Gitarrist und Akkordeonist Jean-Baptiste Moussarie und der Berliner Cellist Matthias Luthardt begegnen sich in wilden, sehnsuchtsvollen Chansons und mischen zum Kneipenfest arabische Klänge hinzu mit der syrischen Sängerin Razan Nassreddine als Gast.

Kneipe “Treffpunkt 140´er”
Brandenburger Straße 140, Tel. 03327 – 7 04 52

PAPA JOE
Keine Sequenzer, keine Sampler, keine Midi-Files, kein doppelter Boden! Bei “Papa Joe” aus Finsterwalde zählt nur echtes musikalisches Handwerk. Der Gitarrist der “F60-Combo” aus Finsterwalde ist ein richtiger “Haudegen” alter Schule. Zu hören gibt es Oldies, Rock, Folk und Songs vom Feinsten.

Gasthof Deutsches Haus
Dr.-Külz-Straße 25 (Glindow)

CHIX´N BONES
Gleich dreifach stimmgewaltig interpretieren die verrückten Hühner und ihre “Bones” Rockklassiker der letzten vier Jahrzehnte auf ihre ganz eigene Art. Eine Rock-Party vor und auf der Bühne. Von der gefühlvollen Ballade bis zu Hard´n´Heavy Songs ist hier für Jeden das Richtige dabei.

Gaststätte “Daus-Berg”
Berliner Straße 101

THE WILBURY CLAN
Zu alt für Techno – zu jung für Volksmusik? Dann sind Sie bei “The Wilbury Clan” genau richtig! Stellen Sie sich eine Mischung zwischen Boss Hoss, den Ärzten, Santiano und Smokie vor – gemixt mit Eigenem und Spaßrock – kurzum: DER Partyband für alle Fälle!

Mai´s Fischerstübchen
Torstraße 9 (Insel), Tel. 03327 – 4 26 19

FAMILYSOUND – Kultige Coversongs queerbeet…
Thommy Fecher mit Tochter Franze – ein Herz und eine Seele! 10 Jahre schon machen die beiden gemeinsam Musik für´s Herz, zum Tanzen und zum Mitmachen. Das geht dann bei CCR los, über R.E.M. weiter bis hin zu den Ärzten und Westernhagen und bei den Frauensongs von Roxette über Gossip bis Rosenstolz.

Restaurant Filterhaus (Foto)
Adolf-Damaschke-Straße 56, Tel. 03327 – 5 72 44 57
www.restaurant-filterhaus.de

BLUESRUDY & Special Guest
Blues Rudy kommt aus der Lutherstadt Wittenberg, sein Mississippi heißt Elbe. Sein heutiger Sound ist unerbittlich, fordernd und bahnt sich, mit der Leichtigkeit einer Dampfwalze den Weg ins Ohr. Eindringlich wie die Thesen Luthers formt Rudy alte Bluesklassiker und veredelt sie mit seinem eigenen Charme. 120 Kilo Blues Instant, die einfach Spaß machen.

Scala Kulturpalast
Eisenbahnstr. 182, Tel. 03327 – 4 62 31 75
www.scala-werder.de
www.facebook.com/scalakulturpalast

JÜRGEN GEHRHARDT & THE T.B.-SESSION-BAND
Die TB-Session-Band hat sich den Rock- und Bluesklassikern der Musikgeschichte verschrieben und interpretiert die Songs im eigenen Stil. Es entsteht eine Mischung aus der Ruhe von J.J. Cale, aus dem Groove von Eric Clapton, aus der Gelassenheit von Joe Cocker und dem Wahnsinn der Stones. Wollen Sie wissen wie das klingt? Support: Der Sänger Jody Cooper spielt Hits von den Beatles über Queen bis David Bowie und vieles mehr.

Scala Künstler-Café & Bar (ehem. Olive)
Marktplatz 1
www.scala-werder.de

HUELLKURVE – Live-Techno
Das ungleiche Duo hat seine musikalischen Wurzeln sowohl in der elektroakustischen Tanzmusik als auch im Stoner- und Kraut-Rock. Geschickt verflechten sie ihre unterschiedlichen musikalischen Einflüsse und kreieren einen Sound der, getragen von massiven Soundwänden, am ehesten zwischen Techno, Elektro und Acid zu verorten ist. Fragt man sie selbst was sie für Musik machen, antworten sie: “GEILE! Also kommt rum und tanzt”.

Neu im Familienzentrum: Familiennachmittag mit Kindern von 1-3 Jahren

Werder (Havel), 10. Oktober 2019 – Der offene Familiennachmittag bietet Eltern mit Kindern von 1 bis 3 Jahren die Möglichkeit, sich in den Räumen des Familienzentrums, jeden Donnerstag in der Zeit von 15.30 bis 17 Uhr zu treffen. Während die Kleinen spielen, können sich die Erwachsenen austauschen, plaudern, entspannen und einfach eine schöne gemeinsame Zeit miteinander verbringen. Das Angebot geht auf die Initiative von Eltern zurück, die neu nach Werder gezogen sind und gerne andere Familien mit Kindern kennenlernen möchten.

Weiterhin wird es im November viele schöne Angebote im Familienzentrum geben, die die graue Jahreszeit bunt und fröhlich gestalten. Dafür können am 04.11. ab 15 Uhr herbstliche oder auch schon weihnachtliche Figuren getöpfert werden. 

Am 11.11. werden im Rahmen des Familiencafés Laternen gebastelt. Im Anschluss daran dürfen die neu geschaffenen Lichtspender auf einem kleinen Rundgang ausprobiert und ausgeführt werden. Um die kommende Weihnachtszeit kulinarisch einzuläuten, lädt der ehrenamtliche Koch am 18.11. zum Plätzchenbacken ein. 

Für alle Nähbegeisterten und die, die es noch werden wollen, findet am 25.11. das nächste Nähcafé satt. Das nächste Frühstück für werdende und frisch gebackene Eltern findet im November am 12.11. und am 26.11. statt. 

Gefahrensituationen für Kinder gibt es unzählige. Um diese besser einschätzen und im Bedarfsfall ruhig und angemessen reagieren zu können, ist es sinnvoll, sich mit der ersten Hilfe am Kind zu beschäftigen. Zu diesem Zweck bietet das Familienzentrum am 23.11. von 9 bis 16 Uhr einen erste Hilfe Kurs am Kleinkind an (mit Anmeldung). Wir haben diesen Kurs im März dieses Jahres besucht und unsere Erfahrungen hier geschildert. (fz, wsw)

 

Schulwegsicherung zu Beginn des Schuljahres

Seit Beginn des neuen Schuljahres kontrolliert/e die Polizei insbesondere den Verkehr an und vor Grundschulen. Foto: Stadt Werder (Havel)

Potsdam-Mittelmark, 10. Oktober 2019 – Zu Beginn des Schuljahres 2019/2020 führte der Landkreis Potsdam-Mittelmark in der Zeit vom 5. August 2019 bis zum 30. August 2019 in den Vormittagsstunden Geschwindigkeitskontrollen vor Grundschulen und Gesamtschulen mit angegliederter Primarstufe durch. Ziel war es, die Kraftfahrer für die gebotene besondere Vorsicht und Rücksichtnahme insbesondere gegenüber den Schulanfängern zu sensibilisieren und damit die Schulwegsicherung vor allem für Schüler der unteren Klassen zu gewährleisten.

In diesem Zeitraum wurden insgesamt 53 Kontrollen (2018: 57 Kontrollen) mit 146 Einsatzstunden (2018: 135 Einsatzstunden) durchgeführt. Dabei wurden 10.390 Fahrzeuge (2018: 10.090 Fahrzeuge) gemessen, von denen 796 Kraftfahrer (2018: 575 Kraftfahrer) die zulässige Höchstgeschwindigkeit nicht einhielten. Dies entspricht einem Anteil von 7,7 Prozent (2018: 5,7 Prozent).

Im Vergleich zu den Ergebnissen der Schulwegsicherung zu Beginn des Schuljahres 2018/2019 ist eine Steigerung des prozentualen Anteils der Verstöße an den Gesamtmessungen zu verzeichnen. Während im vergangenen Jahr 53 Fahrzeugführer Geschwindigkeiten im Bußgeldbereich fuhren, waren es in diesem Jahr 58! 
Die Anzahl der Fahrverbote stieg von einem im Jahr 2018 auf vier im Jahr 2019.

Leider ist erneut erkennbar, dass die Geschwindigkeitsmessungen zur jährlichen Schulwegsicherung dringend geboten sind und auch in den folgenden Jahren einer konsequenten Fortsetzung bedürfen. (lpm)

Was willste im Wald?

Werder (Havel), 10. Oktober 2019 – Die einen suchen nach Pilzen, die anderen treffen sich zur künstlerischen Arbeit mitten im Wald. Bei beständigem Herbstwetter trafen sich am 3. Oktober acht Kunstbegeisterte zum Pleinair in Resau, dem abgelegensten Ortsteil von Bliesendorf.

„Warum macht ihr immer nur Plainairs am Schwielowsee? Wir haben doch auch eine schöne Landschaft!“, so die Worte der Ortsvorsteherin Eveline Kroll beim letzten Waldwandertag in Bliesendorf. Warum nicht! Kurzerhand wurde der Feiertag zum Pleinairtag erklärt. Die Bliesendorfer und Resauer organisierten die außergewöhnliche Verpflegung nach exquisiter Landfrauenart und Frank W. Weber aktivierte künstlerisch Tätige zu diesem Tag.

Sechs Malerinnen und Grafikerinnen, eine Fotografin und ein bildender Konzeptkünstler waren mit von der Partie. Entstanden sind Acrylgemälde, Pastell- und Aquarellarbeiten, Holzdrucke, expressive Zeichnungen, viele Skizzen und Fotografien.
Nach über fünf Stunden individueller Arbeit im Wald wurden am späten Nachmittag die Arbeiten präsentiert. Das komplette Dorf Resau war anwesend und auch Interessierte aus Bliesendorf, Glindow und Lehnin kamen dazu. Alle zusammen redeten über die Werke und unterschiedlichen Techniken und beschlossen den Tag mit einem gemeinsamen Essen.<
Die einen entwickeln Ideen und andere machen mit. So ist das „1. Bliesendorfer Einheitspleinair“ entstanden, die Fortsetzung ist bereits beschlossen. (f.w.)

An der Waldorfschule Werder (Havel) ist einiges los!

Kaspar Denker ist seit dem 1. August 2019 neuer Geschäftsführer der Einrichtung.

Werder (Havel), 8. Oktober 2019 – Seit fast 30 Jahren ist die Freie Waldorfschule Werder (Havel) ein wichtiger Akteur der hiesigen Bildungslandschaft. Gegründet wurde der Trägerverein im Sommer 1990 von einer Elterninitiative. Der Schulbetrieb wurde am 1. September 1990 mit Erlaubnis des DDR-Ministerialrats zunächst mit 12 Erstklässlern aufgenommen.

Mittlerweile besuchen 275 Schüler*innen die einzügige Schule in den Klassen 1–12. Damit stellt die Freie Waldorfschule Werder (Havel) inzwischen rund 18% der Schulplätze in der Stadt. 78 Kinder besuchen inzwischen den 1993 gegründeten und angegliederten Kindergarten. Das Kollegium ist auf 70 Mitarbeiter*innen angewachsen, davon knapp 50 Pädagog*innen.

Um sich auch für die Zukunft stark und handlungsfähig aufzustellen, wurde auf der letzten Mitgliederversammlung des Trägervereins “Freie Waldorfschule Werder/Havel Christian Morgenstern e.V.” der Vorstand vergrößert. Er ist paritätisch mit Eltern und Pädagog*innen besetzt und von sechs auf acht Personen erweitert worden.

Seit dem 1. August ist Kaspar Denker (51) neuer Geschäftsführer der Einrichtung. Nach dem Studium an der Freien Universität Berlin war er über viele Jahre als Kulturmanager in Berlin tätig. Vor seinem Wechsel an die Waldorfschule Werder war er Leiter einer Berliner Einrichtung für kulturelle Bildung. Der bisherige Geschäftsführer Dieter Dörflinger (72) ist nach gut zehn Jahren in dieser Position in den wohlverdienten RUhestand verabschiedet worden. Während seines Wirkens stieg die Zahl der Schüler*innen von 88 auf nun 275 und die Zahl der Mitarbeiter*innen von 25 auf jetzt 70. Er hat alle seit Anfang 2010 notwendigen Um- und Ausbaumaßnahmen auf dem Campus maßgeblich mitgestaltet und ermöglicht.

Die wachsenden Nachfrage geht einher mit einem größeren Raumbedarf. Diesen räumlichen Anforderungen begegnet die Schule mit ihrem Masterplan 2030. Hier werden die baulichen Entwicklungen auf dem Waldorf Campus am Zernsee für die nächsten zehn Jahre geplant. Der Plan sieht u.a. einen Kindergarten-Neubau vor. Baustart ist 2020, geplante Fertigstellung und Inbetriebnahme 2021. Durch den Auszug des Kindergartens aus Haus 1 in seinen Neubau besteht sodann die Möglichkeit für umfangreiche Um- und Ausbauten an den bestehenden drei Häusern des Schul-Campus. Ziel ist es, Haus 1 komplett für die Unter- und Mittelstufe und Haus 3 für die Oberstufe nutzen zu können.

Ab dem Schuljahr 2021/22 möchte die Schule ihren Schüler*innen die Möglichkeit bieten, in der 13. Klasse das Abitur zu absolvieren. Bisher können die Schüler*innen nach der 12. Klasse mit einer entsprechenden Abiturempfehlung im Rahmen einer Schulkooperation an die Waldorfschule Potsdam wechseln.

Darüber hinaus plant die Waldorfschule den Bau eines Hauses für Kunst- und Handwerk; ein entsprechender Architektur-Wettbewerb wird noch im vierten Quartal 2019 ausgelobt. Schließlich sieht der Masterplan noch den Bau einer dringend benötigten Aula und/oder einer Sporthalle vor. (p.l.)

Laubentsorgung der Stadt Werder (Havel)

Werder (Havel), 7. Oktober 2019 – Im Zeitraum vom 19. Oktober bis zum 7. Dezember wird in Straßen mit alleeartigem Baumbestand die Laubentsorgung durch die Firma RUWE im Auftrag der Stadt Werder (Havel) durchgeführt.

Das geharkte Laub ist frei von Astholz und sonstigem Unrat im Baumstreifenbereich auf Haufen zu den Entsorgungsterminen zu deponieren.

Entsorgungstermine:

19.10., 26.10., 9.11., 23.11., 7.12. (Abweichungen sind möglich), bei Bedarf werden Zusatztermine vereinbart

Folgende Straßenzüge werden angefahren:

Potsdamer Straße (Polizei – Schule)
Eisenbahnstraße
Phöbener Straße bis Bahnübergang
Elsastraße
Am Zernsee
Plantagenplatz
Bahnhofsvorplatz
Kesselgrundstraße
Kemnitzer Straße und Kemnitzer Chaussee bis Ernst-Haeckel-Gymnasium
Carmenstraße
Unter den Linden
Uferstraße
Mühlenbergstraße und Am Mühlenberg
Lindenstraße
Berliner Straße von Strengbrücke bis Glindower Eck und weiter bis Ortsausgang Glindow in Richtung Brandenburg
Puschkinstraße
OT Glindow, Klaistower Straße, Dr.-Külz-Straße

OT Bliesendorf, Dorfstraße und Anger jeweils nur am 9.11. und am 7.12.

In den Ortsteilen Plötzin, Plessow, Kemnitz, Töplitz und Phöben werden Sammelplätze für das Laub von kommunalen Straßenbäumen festgelegt und mit einem Schild gekennzeichnet.

Die Entsorgungstermine sind jeweils samstags. Bei geringen Laubanfall können Entsorgungstermine geändert werden.
Sollten die genannten Termine witterungs- und kapazitätsbedingt nicht eingehalten werden können, so erfolgt die Laubentsorgung werktags in der darauffolgenden Woche. (wh)

Diamantene Hochzeit im AWO Seniorenzentrum „Wachtelwinkel“

v.l.: Debra Reußner, Nichte, Margot Scholz, Dieter Scholz, Linett Schuldt, Tochter, Manuela Saß

Werder (Havel), 7. Oktober 2019 – Vor 60 Jahren, am 19. September 1959, gaben sich Margot und Dieter Scholz das Ja-Wort. Am 23. September dieses Jahres feierten sie im AWO Seniorenzentrum „Wachtelwinkel“ ihre Diamantene Hochzeit und blickten glücklich auf sechs gemeinsame Jahrzehnte zurück.

Wann genau sich die beiden das erste Mal begegneten wissen sie noch genau. Margot und Dieter machten in der ehemaligen Fachhochschule für Landwirtschaft in Beelitz ihre Ausbildung zum Agronom. Gemeinsam waren sie in einer Klasse. Liebe auf den ersten Blick war es aber nicht, es hatte nicht sofort gefunkt. „Ich wusste nicht sofort, dass Dieter mein Mann wird“, lacht die heute 81-jährige Margot Scholz. Doch es sollte gar nicht allzu lange dauern, bis die Hochzeitsglocken läuteten.

Sie wohnten viele Jahre in Neuruppin und arbeiteten in der LPG (Landwirtschaftlichen Genossenschaft), bis sich der erste Nachwuchs ankündigte. 1961 kam Tochter Petra auf die Welt und 1966 Sohn Frank. Nur Kinder und Haushalt kamen für Margot nicht infrage und so begann sie eine Tätigkeit als Sachbearbeiterin in der Bank für Land- und Nahrungsgüterwirtschaft in der DDR.

Nach der Wende lebten und arbeiteten sie in Berlin, die Tochter wohnt in Potsdam. Ihre Tante, die Schwester von Margot Scholz, wohnt in Werder, und als ihre Mutter ein Pflegefall wurde, fanden sie einen Heimplatz im Seniorenzentrum „Wachtelwinkel“. „Schon meine Mutter wurde hier sehr gut betreut“, sagt Margot Scholz, „das war für uns auch der Grund, warum wir uns bei der AWO für das seniorengerechte Wohnen angemeldet haben. Es sollte altersgerecht sein und einen Fahrstuhl geben. Der Service wie Arzt, Friseur, Physiotherapie oder bei Bedarf Hilfe durch die ambulante Pflege im Haus ist prima. So waren wir mit unter den ersten Mietern, die im Juli 2018 hier eingezogen sind. Wir haben eine 2-Raum-Wohnung mit Balkon und genießen jeden Tag unseren Lebensabend.“ Über die Eröffnung hatten wir hier berichtet.

Doch faul auf der Haut liegen, ist nichts für die beiden. Margot und Dieter sind beide geistig agil und noch recht fit. Das Rezept dafür: Dieter Scholz läuft jeden Tag seine Runde, sodass in der Woche 25-28 km zusammenkommen. Klar ist das wetterabhängig, aber es gibt ja noch den Heimtrainer, auf dem bei schlechtem Wetter geradelt wird. Margot Scholz lässt dafür den Fahrstuhl im Haus links liegen und läuft regelmäßig vom dritten Stock treppauf, treppab. Ihre geistige Beweglichkeit erhalten sich beide durch viel Lesen, jeder hat einen E-Book-Reader und regelmäßig werden die neusten Romane geordert.

Der Diamanthochzeitstag wurde im AWO Seniorenzentrum „Wachtelwinkel“ mit einer kleinen Feier begangen. Besonders gefreut haben sich Margot und Dieter Scholz über den Besuch von Werders Bürgermeisterin Manuela Saß. Für sie sei es eine Selbstverständlichkeit und Ehre, diese Termine wahrzunehmen, sagte Frau Saß. Grüße und Glückwünsche vom Ministerpräsidenten und dem Landrat wurden stellvertretend durch Debra Reußner vom Landratsamt überbracht.

Einrichtungsleiterin Linett Schuldt ergänzte: „Für uns ist es selbstverständlich, solch eine Feier auszurichten und den Tag mit dem Jubelpaar festlich zu begehen.“ Sie sprach über das Konzept der AWO in Werder, die vielfältigen Vorschläge im Haus „Wachtelwinkel“ und äußerte den Wunsch, dass Mieter und Bewohner die zahlreichen Angebote zu den Veranstaltungen weiterhin so gut annehmen.

Margot und Dieter Scholz plauderten bei der Kaffeerunde aus dem Nähkästchen: Ihr Rezept für ein langes Leben sind gelebte Werte wie Bescheidenheit und Lebensfreude. Sie nehmen gern an Festen im Haus teil und bewahren sich in allen Lebenslagen ihre Selbstständigkeit. (i.l., wsw)

Platz vier für Christopher Linke bei Wüsten WM

Doha/Werder (Havel), 6. Oktober 2019 – Es war ein Rennen unter härtesten Bedingungen. Und trotzdem hat unser Christopher Linke bei der WM in Doha das bisher beste Ergebnis seiner Karriere erzielt. 

Am 4. Oktober ab 22.30 Uhr verfolgten Familie und Freunde von Christopher Linke den spannenden Wettkampf via ZDF-Lifestream vor dem heimischen Fernseher. Am Ende standen 1:27:19 Stunde auf der Uhr – nur 19 Sekunden mehr als der Drittplatzierte – als Christopher das 20-Kilometer-Gehen als Vierter beendete. 

Auch wenn der Wettkampf nachts ausgetragen wurde, herrschten immer noch über 30 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von über 75 Prozent. Christopher bezeichnete die Bedingungen als „abartig“, aber in den vorherigen Trainingswochen habe er sogar unter noch härteren Bedingungen trainiert, um sich auf die WM in Doha vorzubereiten. Und das mit Erfolg! Mit Platz vier steigerte sich der Sportsoldat im Vergleich zu den Olympischen Spielen 2016 und den Weltmeisterschaften 2017 um einen Platz. 

Und auch Papa Olaf Linke freut sich sehr über den Erfolg seines Sohnes: „Freunde, Familienmitglieder und ich haben den Geherwettbewerb von Christopher mit Spannung verfolgt. Sein vierter Platz bei der WM ist ein super Ergebnis. Ich bin stolz auf meinen Sohn. Seit Jahren strebt Christopher Höchstleistungen im Gehen an. Er hat sich in der Weltrangliste weiter behauptet und sich mit einem vierten  Platz belohnt. Nun geht’s mit Zuversicht auf Tokio zu.“ Im nächsten Jahr tritt Christopher bei den Olympischen Spielen in Tokio an. (wsw)

Mein Werder (195): Reinhard Jarka

Kurz & Knackig

Name: Reinhard Jarka
Alter: 56
Wohnort: Werder
Haben Sie Kinder? Ich bin verheiratet und habe drei Söhne und zwei Töchter.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Aus der Keimzelle einer Jahrhunderte alten Flussinsel in der Havel, die von den Mönchen des nahe gelegenen Zisterzienserklosters in Lehnin die Kunst des Obstanbaus erbte, ist im Laufe der Zeit eine durch und durch gesunde Stadt gewachsen. Einzigartig sind auch die Werderaner, die sich von Generation zu Generation mit den Traditionen ihrer Heimatstadt identifizierten. Angelockt vom mediterranen Flair und der Kinderfreundlichkeit unserer Stadt schlagen hier nun auch immer mehr smarte Akademiker aus den familienfeindlichen Metropolen Wurzeln. Menschen, die Werder mit ihrer Kreativität und ihrer Vertrautheit mit den globalen Wissensökonomien bereichern.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich arbeite als Landarzt und Geriater in Groß Kreutz und kenne dadurch die Sorgen und Nöte von jungen und alten Menschen aus allen Schichten unserer Heimat.

Was würden Sie lieber machen?
Ich bin ein popkonservativer Provinzler und möchte an keinem anderen Ort der Welt leben. Ich liebe es, für die Leute vom Land da zu sein und sie aus Not und Krankheit  heraus zu führen. Ehrliche und fleißige Menschen, die einfach nur ihre Arbeit schaffen und ihre Familien versorgen wollen. Menschen, die mir viel zurückgeben und mich letztlich auch selber erden.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Die Kulturgarage Werder in der Eisenbahnstraße.

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Im Duval in der Michaelisstraße auf der Insel.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Im Garten von Attila Weidemann, mit dem ich im nordhessischen Rotenburg an der Fulda dieselbe Schule besucht habe.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Die „Schwarze Johanna“ von Stefan Lindicke

Sie – ganz speziell

Sie kommen ursprünglich aus Bebra, einer Kleinstadt in Nordhessen. Für das Medizinstudium sind Sie nach Berlin gezogen, um dann schlussendlich mit einer eigenen allgemeinmedizinischen Praxis in Groß Kreutz und einem Wohnort in Werder (Havel) sesshaft zu werden. Schlägt in Ihrer Brust noch ein hessisches Herz oder fühlen Sie sich bereits als Brandenburger?
Ich habe die Sommerferien meiner Kindheit auf dem Hof und den Feldern meines Großvaters in Waldhessen verbracht. Ende der 80er bin ich dann als GRUENER Revoluzzer, Medizinstudent und Indie-DJ aus der nordhessischen Provinz zu den Punk-Locations Berlins geflüchtet. Nur um dort im Laufe der Jahre festzustellen, dass ich im tiefsten Herzen immer noch ein stolzer Provinzler bin. Meine neue Brandenburger Heimat Werder bietet mir genau diese Bodenständigkeit und das bei gleichzeitiger Nähe zu den urbanen Hipster-Metropolen Potsdam und Berlin. Dagegen hat mein altes verschlafenes Bebra nicht einmal den Hauch einer Chance.

Sie gelten als scharfzüngiger Schnellredner mit trockenem Humor. Würden Sie diese Einschätzung bestätigen?
Natürlich nicht, denn – und das können Sie natürlich nicht wissen: Ich bin der Beste in Demut!

Sie sagen von sich selbst, dass Sie ein evangelikaler Exzentriker sind. Können Sie dies kurz erläutern?
Ich stamme aus einem tiefgläubigen, kleinbürgerlichen Elternhaus. Auf dem Gymnasium begann mich diese evangelikale Frömmigkeit mit ihrem engen Regelwerk jedoch wirklich zu nerven. Den sogenannten „alternative lifestyle“ fand ich damals wesentlich interessanter als Bibel und christliche Moral. Irgendwann war jedoch Schluss mit lustig. Es zogen dunkle Wolken auf und mitten in den Stürmen meines Lebens fand ich Anfang Dreißig zurück zu den Kraftquellen meines christlichen Glaubens.

Ein Exzentriker ist ja eine Person, die bewusst von den kulturellen Normen abweicht. Bei mir sieht das so aus: Evangelikale sind normalerweise theologisch UND kulturell konservativ. Ich dagegen bin theologisch konservativ und kulturell progressiv.
Ich bin seit meiner Taufe Mitglied der evangelischen Kirche. Werder war mir da aber – bis auf den evangelikalen Bibelkreis der landeskirchlichen Gemeinschaft in der Remise – immer ein wenig zu progressiv. Ich besuche daher mit meiner Frau Anna sonntags häufig zusätzlich noch eine theologisch konservative, reformierte Hipster-Freikirche in Potsdam.

Besonders auf Facebook sind Sie als Moderator oder Admin in verschiedenen Gruppen aktiv. Woraus resultiert Ihr persönliches Bestreben, Diskussionen um politische, kulturelle bzw. soziale Themen anzustoßen?
Ich habe mit meinem Bruder Alexander – mittlerweile Creativ Direktor einer Berliner Werbeagentur – Anfang der Nuller-Jahre bereits eine „Kulturplattform“ in Nordhessen aufgebaut. Diese Community bot der kreativen Jugend Waldhessens eine Präsentationsmöglichkeit, wies regelmäßig auf kulturelle Events hin und veranstaltete wilde Partys. Dieses Konzept habe ich auf Facebook mit der „Kulturplattform Werder“ auf die Situation Werders angepasst. Die Kulturplattform Werder informiert daher primär über die blühende Kulturszene unserer Region und fordert Kultur für wirklich ALLE.

Aktuell erreicht die kreative Klasse aus den urbanen Metropolen Werder. Dies bringt neben einigen Problemen aber auch ganz große Chancen mit sich. Die Kulturplattform fragt deshalb danach, was dieser Epochenwandel für unsere Heimatstadt bedeutet. Wir sehen uns dabei als Wanderer zwischen den Welten und wollen dabei helfen, den tiefen kulturellen Riss, der durch unser Land geht, zu heilen. Kreative Kosmopoliten und heimatverwurzelte Bodenständige wollen wir auf dem Gebiet der Kultur miteinander ins Gespräch bringen.

Ich selber bin ja auch ein Zugezogener. Ich habe diese einzigartige Stadt 2005 ausgesucht, weil hier „die Welt noch in Ordnung“ ist, weil hier Generationen vor mir eine gesunde lebenswerte Stadt gebaut haben. Ich bin dankbar, hier wohnen zu dürfen. Werder ist meine Heimat geworden und ich möchte an keinem anderen Ort leben!

Zur Administration der Gruppe „Politik in Potsdam, Mittelmark & Potsdam“ bin ich dieses Jahr eigentlich wie die Jungfrau zum Kind gekommen. Aber das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls steht diese Gruppe für Meinungsfreiheit und vertritt ein ganz breites politisches Spektrum. Dies ist gerade in Zeiten des Rechtspopulismus nicht immer leicht zu moderieren. Unser Motto stammt von Rosa Luxemburg und lautet: „Freiheit ist immer auch die Freiheit des Andersdenkenden“.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Werner Große

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Cornelia Koppetsch: Die Gesellschaft des Zorns: Rechtspopulismus im globalen Zeitalter. Eines der besten politischen Bücher der letzten Jahre, welches Rechtspopulisten UND Öko-Kosmopoliten den Spiegel vorhält.

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
– Helmut Schmidt, Staatsmann und gleichzeitig Held des kleinen Mannes, der dem RAF-Terrorismus und dem Sowjet-Kommunismus getrotzt hat und gegen den ich als GRUENER und Friedensbewegungs-Aktivist in den 80ern sehr oft demonstriert habe – aber auch das ist eine andere Geschichte. Ohne die sozialdemokratische Bildungsreform in den Siebzigern hätte ich als Facharbeiter-Kind wohl weder Abitur machen, noch studieren können.

– Dr. Timothy Keller (Buch: „Warum Gott?“), ein konservativer Theologe, der bis vor kurzem Pastor einer reformierten Gemeinde für die Kreativen der Kultur-Szene New Yorks war.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie? 
Film: Edgar Reitz: Heimat-Trilogie / Serie: The Affair.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Meinen treuen Labrador Retriever „Coco“.

Werderanerinnen für Viertelfinale um den HVB- Pokal qualifiziert

Werder (Havel), 14. Oktober 2019 – Die Frauen vom HV Grün-Weiß Werder haben sich erwartungsgemäß Anfang Oktober für das Viertelfinale um den Pokal des Handballverband Brandenburg qualifiziert. Gegen Verbandsligist HSV Bernauer Bären gewannen die Blütenstädterinnen klar mit 10:46 (6:22).
Die Begegnungen im Viertelfinale finden am Wochenende 23./24.11.2019 statt.

Die Männermannschaft von Grün-Weiß musste sich im Achtelfinale der 3. Mannschaft vom 1. VfL Potsdam mit 30:29 (13:14) geschlagen geben. Der Kreisligist aus Potsdam trat in diesem Spiel mit einem Teil aktueller und ehemaliger Drittligaspieler an.
(s.d.)

Wer war Adolf Damaschke?

Werder (Havel), 4. Oktober 2019 – Einige von uns fahren jeden Tag durch die Straße, wohnen vielleicht sogar in ihr und wissen gar nicht, welch großartiger Mann hinter dem Straßennamen steckt. Wir haben mit Klaus Hugler über Adolf Wilhelm Ferdinand Damaschke gesprochen und von dem Publizisten und Religionspädagogen (unter anderem am Ernst-Haeckel-Gymnasium) Wissenswertes über den berühmten Namensgeber erfahren.

Herr Hugler, man weiß recht wenig über Adolf Wilhelm Ferdinand Damaschke. Können Sie uns kurz etwas über ihn erzählen?
Adolf Damaschke wurde kurz vor der Gründung des Kaiserreiches im Berliner Scheunenviertel geboren, als Sohn eines Tischlers, der bald seine Werkstatt aufgeben musste, weil er den Begleiterscheinungen des damaligen wirtschaftlichen Aufschwungs zum Opfter fiel. So lernte er die soziale Not am eigenen Leibe kennen. Er wurde Lehrer, vergaß aber nie seine Herkunft. Die sogenannte soziale Frage stand im Mittelpunkt seines Lebens, am Anfang als Lehrer und später als politisch wirkender Mensch.

Adolf Damaschke war nicht nur Pädagoge, Sozialrefromer und Schriftsteller, sondern vor allem ein Bodenreform-Pionier. Die Idee einer an sozialethischen Prinzipien orientierten Bodenreform bestimmte sein Leben. Können Sie uns das näher erläutern?
Der Kerngedanke seiner Bestrebungen lautete: Der Boden ist keine Ware! Ich habe es einmal erweiternd so gesagt: Die “Ware Leben” ist nicht das wahre Leben! Das lässt sich in jegleiche Richtung erweitern, z. B. ein Funktionär in der Schule kann niemals ein Seelenführer für einen individuellen Menschen sein u.s.w.

Über 100 Straßen, Wege und Plätze in Deutschland tragen bis heute seinen Namen. Wissen Sie, wie lange es die Adolf-Damaschke-Straße schon in Werder (Havel) gibt und warum gerade diese Straße seinen Namen trägt?
Ja, denn in dieser Straße hatte Adolf Damaschke sein Refugium. Näheres wird am 24. Oktober verraten. Die ungeduldigen Menschen können es in meinem Buch über Adolf Damaschke nachlesen. Dort ist es sehr genau beschrieben, sogar mit einem Bild vom betagten Bodenreformer Damaschke, der im Garten an der Seite seines Enkels, der noch heute lebt zu sehen ist.

Wann lebte Adolf Damaschke in Werder und gibt es Überlieferungen, wie er als Berliner sein Leben auf dem Land erlebte?
Seit 1907 hatte er sein Grundstück in Werder, und wie er dort lebte ist ebenfalls in diesem Buch nachzulesen. Es dürft ebenfalls am Abend im Oktober in der KVHS zur Sprache kommen.

Welche Bedeutungen hatte Adolf Damaschke für Werder (Havel)?
Die, die wir – Sie und ich – ihm geben. Allerdings unterschätzt das öffentliche Werder den Wert der Ideen Damaschkes, und hat kaum eine Vorstellung von der “Nutzanwendung” und dem Gebrauchswert seiner Ideen für unsere Zeit, geschweige denn, von der Aktualität und Brisanz, die seinen Ideen innewohnt.

Am 24. Oktober findet in der Kreisvolkshochschule in Werder (Havel) ein Adolf-Damaschke-Abend statt. Worauf dürfen sich die Besucher freuen?
Sagen wir es einmal so: Auch ich bin ein Besucher des Abends, und ich freue mich nicht nur auf die Fragen der anderen Besucher im allgemeinen, sondern bin besonders auf die Fragen der beiden Damen gespannt, die in diesen Tagen mein Buch lesen und ihre Gedanken und Fragen mitbringen werden. In jedem Falle dürfte es für jeden einzelnen Besucher etwas zum Weiterdenken geben.

Adolf Damaschke-Abend

An diesem Abend sprechen wir über das Leben und Wirken von
Adolf Damaschke (24.11.1865 – 30.07.1935). Der Bodenreformer und Pädagoge lebte seit 1907 in Werder (Havel) in der Nähe des Bahnhofs in der heutigen Adolf-Damaschke-Straße. Heute hat dort auch die Kreisvolkshochschule ihren Sitz, die im Oktober 2019 bereits auf ihr 70-jähriges Bestehen blicken kann. Wie passend, sich an diesem Ort der Frage zu widmen, was wir insbesondere in Werder dem Adolf Wilhelm Ferdinand Damaschke zu verdanken haben. Sein Wirken hat das politische Denken und Handeln seiner Zeitgenossen stark beeinflusst. Besonders seine Rolle in der deutschen Bodenreformbewegung führte u.a. dazu, dass Ortsteile, Straßen, Plätze, Brücken und Kleingartensiedlungen nach ihm benannt wurden.
Adolf Damaschke wirkte ebenso als Pädagoge und Sozialreformer. Damaschkes Ideen an diesem Abend ins Gespräch zu bringen, bedeutet nicht nur das Verstehen seines Werkes, sondern stellt zugleich Möglichkeiten für die Gestaltung unserer Zukunft dar. Der Abend steht daher auch unter dem Titel “Adolf Damaschke und wir”. Klaus Hugler, der u. a. zwei Bücher über Damaschke verfasst hat, führt uns von Bildmaterial unterstützt durch den Abend im Gespräch mit Katrin Tausch – und Ihnen. Wir freuen uns auf Sie!

Ort:            Werder, KVHS, Adolf-Damaschke-Str. 60, R 4
Beginn:      24. Oktober 2019, 18 bis 19.30 Uhr
Dozent/in: Klaus Hugler, Publizist und Religionspädagoge
Entgelt:      5 Euro

Ein PflanzenWelten Hochbeet für die Schule am Plessower See

Direkt zum Start eines besonderen Naturtages übergab Tim Klamann als Botschafter der Town & Country Stiftung der Schule am Plessower See ihr neues PflanzenWelten-Hochbeet. Die Freude bei Schülerinnen und Schülern, aber auch bei den Lehrern, Elternvertretern und dem Landkreis Potsdam-Mittel- mark als Träger der Schule war groß und der Elan, mit dem das Hochbeet nun bepflanzt und umsorgt wird, entsprechend intensiv., Foto: Stefanie Kokel

Werder (Havel), 4. Oktober 2019 – Der letzte Schultag vor den Herbstferien war für die Schülerinnen und Schüler der Schule am Plessower See kein gewöhnlicher. Bereits in den ersten Schulwochen nach den Sommerferien bemerkten viele, dass auf dem Schulhof irgendetwas passiert. Denn plötzlich stand da eine große Palette mit vielen Holzteilen. Die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen bauten aus diesen Holzteilen irgendetwas auf und hatten hierfür auch noch die Unterstützung von Auszubildenden.

Am 2. Oktober wurde das Geheimnis dann endlich gelüftet: Im Rahmen der bundesweiten Umwelt-Initiative Zukunft Stadt & Natur wurde der Schulhof durch ein PflanzenWelten-Hochbeet bereichert. Die Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs bauten dieses in den ersten Schulwochen zusammen und beschäftigten sich mit dessen Funktionsweise. Die Town & Country Stiftung bietet bundesweit Schulen und Kitas die Gelegenheit, ihren Kindern und Jugendlichen konkrete Erfahrungen mit Nutzpflanzen und Blumen zu ermöglichen. Bei der Inbetriebnahme des Hochbeetes wurden sie außerdem von dem Rotkreuz-Institut Berufsbildungswerk Berlin-Kladow mit dem Ausbilder Herrn Niesner und seiner Berufsvorbereitungsklasse für Gartenbau und Hauswirtschaft mit theoretischen Inhalten und praktischen Hilfestellungen unterstützt.

Als Dankeschön versammelten sich am Mittwoch nun die Jugendlichen der 10. Klassen, alle Klassensprecher, Tim Klamann als Botschafter der Town & Country Stiftung, der für die Schule zuständige Schulmanager Herr Hoyer als Vertreter des Schulträgers (Landkreis Potsdam Mittelmark), die Schulleiterin Frau Becker, ein Vertreter des Fördervereins der Schule und Herr Niesner mit seiner Berufsschulklasse in der Turnhalle, um das Hochbeet im Rahmen eines kleinen Programms offiziell zu übergeben und einzuweihen.

Dies war jedoch nur der Startschuss für das große Abschlussprojekt der 10. Klassen

Das letzte Schuljahr steht für die 19 Schülerinnen und Schüler der Schule am Plessower See in diesem Jahr nämlich ganz unter dem Schwerpunkt Umweltbewusstsein. In ihrem Abschlussprojekt beschäftigen sich die Jugendlichen fächerübergreifend intensiv mit dem, was und vor allem wie ihr Alltag um sie herum eigentlich funktioniert. Die Hintergründe vieler selbstverständlich stattfindender Abläufe, die ihr Leben begleiten und vereinfachen, sollen in das Bewusstsein gerufen werden. Was passiert mit dem Müll, den ich produziere? Wohin führen eigentlich die Rohre aus meinem Bad? Woher kommt der Strom für mein Smartphone? Soll ich mir später ein Dieselauto oder ein Elektroauto kaufen?

Dafür besucht der zehnte Jahrgang die Experten, die sich damit auskennen, und unternimmt z.B. Exkursionen zu einem Recyclinghof, auf einen Bauernhof mit Biogasanlage, zum Neue Energien Forum, in ein Müllheizkraftwerk, in eine KFZ-Werkstatt und vieles mehr. Darüber hinaus wird außerdem z.B. ein Workshop zum Thema Klimawandel in der Biosphäre Potsdam, ein Klimafrühstück sowie ein Upcycling Projekttag in der Schule stattfinden. All diese um die Jugendlichen stattfindenden Alltäglichkeiten sollen die Schülerinnen und Schüler kritisch im Rahmen dessen betrachten und ihre persönliche Beteiligung und Verantwortung diesbezüglich erkennen. (s.k.)

Kita-Wettbewerb „Kleine Hände, große Zukunft“ geht in die siebte Runde

Das Gewinnerposter 2018/2019 für Berlin/Brandenburg kam von der DRK Kita "Matroschka" aus Frankfurt/Oder, Quelle: www.amh-online.de

Potsdam, 4. Oktober 2019 – Wie findet ein KFZ-Mechatroniker heraus, warum ein defektes Auto nicht mehr fährt? Was bringt eine Geige zum Klingen? Und wie stellt man eigentlich einen Schuh her? Wenn Kinder die Welt entdecken und verstehen wollen, haben sie viele Fragen. Die spannendsten Antworten geben immer die Praktiker: einem „echten“ Handwerker oder einer „echten“ Handwerkerin bei ihrer Arbeit zuzuschauen, ist für Kinder ein einprägsames Erlebnis – zumal, wenn diese anschließend selber aktiv und kreativ werden können.

Genau das ermöglicht der Kita-Wettbewerb des Handwerks, der jetzt in seine 7. Runde geht. Die Idee dahinter ist ganz einfach: Unter dem Motto „Kleine Hände, große Zukunft“ besuchen Kita-Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren mit ihren Erzieherinnen und Erziehern Handwerksbetriebe in ihrer Region und lernen die faszinierende Vielfalt des Handwerks kennen. Anschließend gestalten die Kinder gemeinsam ein Riesenposter, auf dem sie ihre Erlebnisse festhalten – mit allen Materialien, die sie bei „ihrem“ Handwerker kennengelernt haben.

Bis zum 7. Februar 2020 können die Kita-Gruppen ihr Poster einreichen. Eine Expertenjury mit Vertretern aus Handwerk und Frühpädagogik beurteilt die Arbeiten der Kinder. Die Landessieger werden im Frühjahr 2020 bekannt gegeben: Ihnen winkt ein Preisgeld von je 500 Euro, z.B. für ein Kita-Fest oder einen Projekttag zum Thema Handwerk.

„Viele tausend Kita-Kinder kommen über den Wettbewerb Jahr für Jahr zum ersten Mal in Kontakt mit der spannenden Welt des Handwerks und erfahren ganz anschaulich, wie Dinge entstehen und Produkte von Menschen hergestellt und gefertigt werden. In unserer technisierten und digitalisierten Welt ist das besonders wichtig – und den Kindern macht es einen Riesenspaß“, erklärt Ralph Bührig, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Potsdam. Gemeinsam mit der Aktion Modernes Handwerk e.V. (AMH) führt die Kammer den Wettbewerb durch. „So bringen wir schon bei den Kleinsten verborgene Talente zum Vorschein und wecken Interesse für viele Handwerksberufe – spielerischer geht es kaum. Für die neue Wettbewerbsrunde wünschen wir allen Kindern und Handwerkern einen spannenden Tag und freuen uns schon auf viele tolle Poster.“

Das schönste Wettbewerbsposter aus Berlin/Brandenburg kam im vergangenen Jahr übrigens von den Kindern der DRK Kita „Matroschka“ aus Frankfurt/Oder. Insgesamt wurden 236 Poster eingereicht. „Damit können wir nicht nur einen neuen Teilnehmerrekord verbuchen, erstmals haben auch Kitas aus allen 16 Bundesländern mitgemacht“, freut sich Joachim Wohlfeil, Vorsitzender des Veranstalters Aktion Modernes Handwerk e.V. (AMH).

Interessierte Erzieherinnen und Erzieher können die Wettbewerbspakete bei der Handwerkskammer Potsdam unter presse@hwkpotsdam.de oder auch unter www.amh-online.de/wettbewerbspaket kostenlos anfordern. Und natürlich können auch Handwerker vor Ort die Initiative ergreifen und Kitas in ihrer Nähe auf den Wettbewerb ansprechen. Dafür werden ihnen ebenfalls die Wettbewerbspakete kostenfrei zur Verfügung gestellt. (wsw, hwk)

Antrag der Fraktion StadtMitGestalter / Ingo Krüger zur Korruptionsprävention

Werder (Havel), 4. Oktober 2019 – Die Fraktion StadtMitGestalter/Ingo Krüger fordert von der Verwaltung die Durchsetzung präventiver Maßnahmen gegen Korruption. Die unterschiedlichen Maßnahmen sollen den Empfehlungen von Transparency International für Kommunen entsprechen, die auf die Verwaltung, auf die kommunalen Unternehmen und auch auf die Gemeindevertretung abzielen. Der entsprechende Antrag wird der kommenden Stadtverordnetenversammlung vorgelegt.

Wie die Staatskanzlei in Potsdam anlässlich des Weltkorruptionstages am 9. Dezember mitteilte, hat der durch Korruption verursachte Schaden in Brandenburg weiter zugenommen. Aus Sicht der StadtMitGestalter ist eine Aufklärung über die Ursachen und Möglichkeiten zur Vermeidung von korruptem Verhalten vor allem in der Kommunalpolitik umso wichtiger. Neben Anträgen, die eine bürgerorientierte Politik durch Beteiligung und Transparenz erreichen sollen, wird die Fraktion nun auch im Bereich Anti-Korruption aktiv.

“Korruption schadet dem Gemeinwohl nicht nur wirtschaftlich, sondern erschüttert das Vertrauen der Menschen in die Politik insgesamt. Mit diesem Antrag der Maßnahmen zur Verhinderung von Korruption einfordert, wollen wir vor allem auch das Vertrauen in die Politik verbessern und dadurch dem Populismus ein Stück weit das Wasser abgraben”, so der Fraktionsvorsitzende Elmar Schlenke.

Mit dem Beschluss soll die Stadtverwaltung beauftragt werden, ein System zur Prävention von korruptem Verhalten zu erstellen. Das Programm ist sehr umfangreich und beinhaltet u.a. einen Fragenkatalog, der auf das Thema aufmerksam macht und sensibilisieren soll. Ehrenkodizes sollen Vorgaben enthalten und Schulungen durchgeführt werden, die zum Beispiel über die oftmals nicht klar erkennbaren Ausprägungen von Korruption aufklären. Alle Maßnahmen sollen sich nicht nur auf Mitarbeiter und Entscheidungsträger der Verwaltung und städtischer Unternehmen beziehen, sondern umfassen auch die Gemeindevertretung.

“Uns als Stadtverordnete dürfen wir hiervon nicht ausnehmen und müssen unser Verhalten regelmäßig auf den Prüfstand stellen. Wir stehen als Entscheidungsträger mehr als andere in der Öffentlichkeit, haben eine große Verantwortung den Menschen gegenüber, und sollten uns immer auch unserer Vorbildfunktion bewusst sein”, so Elmar Schlenke. (smg/i.k.)

Lagebild Korruptionskriminalität, LKA Brandenburg, 2018
https://antikorruption.brandenburg.de/media_fast/4055/Lagebild%20Korruptionskriminalität%202018.pdf

Antrag SMG/Ingo Krüger und SPD für transparentere Stadtverodnetenversammlung (hier Erlaubnis von Bild-/Tonaufnahmen) https://stadtmitgestalter.de/2019/09/02/antrag-aenderung-der-geschaeftsordnung/)

Ankündigung des Antrages bzgl. Bürgerrat Baumblüte 2020, https://stadtmitgestalter.de/2019/09/26/erklaerung-der-fraktion-zum-baumbluetenfest/

Offizielle Spielplatzeröffnung bei strahlendem Sonnenschein

Werder (Havel), 2. Oktober 2019 – Petrus scheint ein Herz für Kinder zu haben. Und für Spielplätze. Genau genommen für Kinder auf Spielplätzen. Bei der offiziellen Eröffnung des Mehrgenerationenspielplatzes heute um 13 Uhr auf der Jugendhöhe verschwanden die grauen Herbstwolken und machten Platz für strahlenden Sonnenschein.

Wir hatten hier über den ersten Spatenstich berichtet und bereits am 11. September, nicht einmal vier Monate später, präsentiert sich das einstige sandige Baufeld als wahrer Kindertraum für kleine (und große) Eroberer. Für 300.000 Euro ist neben vier kleineren Spielgeräten und sechs Fitnessgeräten ein wahrlich imposantes Großspielgerät entstanden, das von den Kinder der 4c aus der Karl-Hagemeister-Grundschule sofort in Beschlag genommen wurde. “Man hat die Speed”, lautete das einhellige Urteil über die Rutsche, die man erst nach einem kniffligen Kletterparcours erreicht.

Neben den Spielgeräten sind zudem eine Spiel- und Liegewiese sowie ein Ruheplatz mit Sitzgruppe entstanden. Die Rasenflächen zeigen sich nach den großzügigen Regenfällen der vergangenen Tage in sattem Grün und die noch leeren Flächen werden zeitnah mit Sträuchern, Büschen und Gräsern bepflanzt, die auch der direkten Sonnenstrahlung in den Sommermonaten Stand halten.

Finanziell unterstützt wurde der Bau des Spielplatzes durch die Wohnungsbaugenossenschaft “Havelblick”, die HWG und die RECONA Holding GmbH. Die Planung übernahm die Ardoris GmbH aus Werder (Havel), ausführende Baufirma war die Mallinger Baumpflege Garten- und Landschaftspflege GmbH.

Hier auf der Jugendhöhe ist mit dem Mehrgenerationenspielplatz ein attraktiver Treffpunkt für Groß und Klein entstanden. Und die nächsten Spielplatzprojekte stehen bereits in den Startlöchern. (wsw)

Kleine Stars ganz groß

Werder (Havel) OT Glindow, 2. Oktober 2019 – Die kleinen Zirkuskünstler platzten vor Stolz, als sie am vergangenen Freitag ihren Familien die in der Woche zuvor erlernten Kunststücke zeigen konnten. Der Projekt Circus Benjamin machte in der Kita Regenbogen in Glindow Halt und verwandelte die kleinen Mädchen und Jungen in echte Artisten, Clowns und Dompteure. 

Die schillernde und fantasievolle Zirkuswelt verzaubert Kinder und Erwachsene seit jeher. Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, in bunten Kostümen in einer festlichen Manege das Publikum zu begeistern? Für die Kinder der Kita Regenbogen wurde dieser Traum in der vergangenen Woche Wirklichkeit. 

Nachdem sich am Montag, dem 23. September, die einzelnen Gruppen zusammengefunden haben, ging es ans Einstudieren der verschiedenen Programmpunkte. Mit viel Geduld und Spaß haben die Zirkusleute vom Circus Benjamin den Kindern nicht nur die klassischen Zirkuselemente wie Clownerie und Artistik näher gebracht, sondern den Kindern auch Kunststücke mit Tieren gezeigt. 

Von Dienstag bis Donnerstag schnupperten die Jungen und Mädchen echte Zirkuswelt und übten fleißig für die bevorstehende Galaaufführung am Freitagnachmittag. Schließlich sollte jedes Kunststück sitzen, wenn Mama, Papa, Oma, Opa, Bruder und Schwester im Publikum sitzen. 

Fast nebenbei wurden während der Proben die Motorik, die Teamfähigkeit und die Körperwahrnehmung der Kinder positiv beeinflusst. Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten wurde gestärkt. 

Am 27. September um 15 Uhr war es dann soweit. Das Zirkuszelt auf dem Spielplatz der Kita Regenbogen in Glindow (Zum See 2) öffnete sich für das neugierige Publikum, die Plätze waren alle belegt. In bunten Kostümen und mit toller Schminke im Gesicht präsentierten die kleinen und größeren Kitakinder ihr ganzes Zirkuskönnen. Bei dieser schönen Vorstellung blieben wenige Augen im Publikum trocken. Ein tosender Applaus war die schönste Belohnung für die Kinder. Aus den kleinen Artisten sind große Stars geworden! (wsw)

Entscheidungshilfe für den Weg nach der Schulzeit

Potsdam-Mittelmark, 2. Oktober 2019 – Das neue Schuljahr hat zwar gefühlt gerade erst begonnen, aber besonders die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen der weiterführenden Schulen machen sich bestimmt jetzt schon Gedanken darüber, wie es nach der Schulzeit für sie weitergehen soll. Ausbildung oder Studium? Wer diese Frage für sich bereits beantwortet hat, steht nun vor der Qual der Wahl, für welchen Studiengang oder welchen Ausbildungsberuf man sich entscheiden soll.

Entscheidungshilfe bietet der Ausbildungsführer 2020/2021 für den Landkreis Potsdam-Mittelmark. Über 1800 Ausbildungsstellen und Studienplätze von fast 200 Betrieben, Hochschulen und Institutionen sind in ihm übersichtlich aufgelistet. Im Rahmen eines Praktikums oder Ferienjobs kann man in den gewünschten Beruf schon einmal hineinschnuppern. Aus Werder (Havel) und Umgebung sind unter anderem die folgenden Institutionen vertreten:

Christine Berger GmbH
Frucht Express Groß Kreutz
Havelfrucht GmbH
Havel Express GmbH
Herbstreith & Fox GmbH
Hölscher Wasserbau GmbH
Marina Vulkan Werft
Oberstufenzentrum Werder
Potsdamer Garten Gestaltung GmbH
RBB Rinderproduktion Berlin-Brandenburg GmbH
regiobus Potsdam Mittelmark GmbH
trinitas Therapie. Bewegung. Sport. GmbH
Werder Feinkost GmbH
WerderVital
Werder Frucht GmbH
„Zum Rittmeister“ Hotel und Gastronomie GmbH

Auch wenn das Ende des Schuljahres noch in weiter Ferne scheint, lohnt es, sich bereits jetzt um die Zeit danach zu kümmern. Wer rechtzeitig mit der Suche nach einem Studien- oder Ausbildungsplatz beginnt, kann sich vielfältig im Vorfeld ausprobieren und wird bestimmt auch seine Traumstelle finden. Wir wünschen allen Absolventen bei der Suche viel Erfolg.
Der komplette Ausbildungsführer ist hier online einzusehen. (wsw)

Die Stadt Werder (Havel) hat einen neuen Internetauftritt

Werder (Havel), 2. Oktober 2019 – Die neue Internetseite der Stadt Werder (Havel) ist in Kooperation mit der SRH Hochschule für Kommunikation und Design in Berlin entstanden. Der 1. Beigeordnete Christian Große stellte die Seite werder-havel.de gestern mit Professor Gabor Kovacs von der SRH und weiteren Projektbeteiligten im Alten Rathaus vor.

„Im Jahr 2002, also zehn Jahre nach Erfindung des World Wide Webs, ist die erste Homepage der Stadt geschaltet worden“, erinnerte Christian Große. Damals habe die Stadt damit zu den Vorreitern im Land Brandenburg gehört. „Die Seite hat uns viele Jahre lang gute Dienste geleistet.“ Christian Große dankte dem langjährigen Partner der Internetseite, der Firma F-Factor aus Petzow, für die gute Zusammenarbeit.

Die Stadt habe sich in den vergangenen Jahren fast so rasant entwickelt wie das Internet. „Es war Zeit für einen Relaunch unserer Homepage“, so der 1. Beigeordnete. Aus einem studentischen Projekt heraus sei die Zusammenarbeit mit der SRH entstanden. „Es war eine sehr gute und fruchtbare Partnerschaft, von der, glaube ich, alle Beteiligten profitiert haben.“

Der Projektbeauftragte der Stadt, Henry Klix, erklärte die Herangehensweise für den neuen Auftritt. Das Projektteam, zu dem außerdem die SRH-Studenten Daniel Janke und Marcel Wittchen sowie Vivien Riehn vom Marketingbereich der Stadt gehörten, habe sich gefragt, was eine gute kommunale Homepage ausmacht. „Dazu haben wir uns auch auf vielen anderen kommunalen Internetseiten umgesehen und mit Fachleuten der SRH beraten.“

Resultat: Die Seite sollte ansprechend, gut zu lesen und leicht auf den verschiedenen Geräten zu nutzen sein. Sie sollte ein Gefühl für die Stadt vermitteln und es den Bürgern einfach machen, Ansprechpartner zu finden. Sie sollte Plattform für wichtige Informationen aus der Stadtverwaltung sein. Als Staatlich anerkannter Erholungsort sollte eine Werder-Homepage auch Gäste willkommen heißen.

Im Ergebnis habe die Seite beispielsweise eine leicht erschließbare und auf die Zielgruppen ausgerichtete Menüführung, ein neues Dienstleistungs-A-Z und eigene Menüpunkte für Themen wie „Service“, „Jugend, Familie & Soziales“ oder „Wirtschaft & Stadtentwicklung“ bekommen. Auf einer Projektliste im Bereich „Politik & Rathaus“ sind wichtige Projekte der Stadt und Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung erläutert.

Der neue Veranstaltungskalender im Bereich „Freizeit und Tourismus“ sei mit dem Kalender der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH verknüpft, ein doppelter Mehrwert. Mit dem neuen und übersichtlichen Gastgeberverzeichnis lasse sich schnell ein passender Gastgeber in Werder finden.

Ganz bewusst sei – nicht nur unter dem Menüpunkt Tourismus – mit vielen Bildern gearbeitet worden, die einen farbigen Eindruck der Stadt vermitteln, so Henry Klix. „Mit dem freien Content-Management-System kann die Seite künftig durch ein Homepage-Team aus den Fachbereichen der Stadtverwaltung eigenständig bespielt und aktualisiert werden.“

„Werder ist mit der neuen Seite im 21. Jahrhundert angekommen. Ich finde, man kann sehen, dass hier viele Überlegungen und eine Menge Kreativität reingeflossen sind“, so Daniel Janke. „Wir hatten bei dem Projekt die Gelegenheit, die nutzerzentrierte Konzeption, die visuelle Gestaltung und die Bereitstellung des Redaktionssystems umfassend zu begleiten“, ergänzte Professor Kovacs. Das Projekt sei ein schöner Erfolg für die SRH und die Stadt Werder (Havel) und ein guter Start für die jungen SRH-Absolventen. (wh)

v.li.: Michael Schankin, Gabor Kovacs, Daniel Janke, Christian Große, Vivien Riehn und Henry Klix, Foto: wsw

A10-Auffahrt Phöben gesperrt

Werder (Havel), 1. Oktober 2019 – Der Landesbetrieb Straßenwesen baut gemeinsam mit der Stadt Werder (Havel) die Landesstraße 90 zwischen Werder (Havel) und Phöben aus. Bestandteil der Baumaßnahme ist auch die Erneuerung des Anschlusses an die Autobahnauffahrt Phöben in Fahrtrichtung Autobahndreieck Werder (Havel). Für die Ausführung dieser Arbeiten muss die Auffahrt im Zeitraum vom 4.10.2019 bis zum 19.10.2019 voll gesperrt werden. Ebenso ist in dieser Zeit das Passieren der L 90 zwischen der Autobahnauffahrt Phöben in Fahrtrichtung Autobahndreieck Havelland in Fahrtrichtung Phöben für Kraftfahrzeuge nicht möglich. Fußgänger und Radfahrer können das Baufeld weiterhin passieren.

Der ortsnahe Verkehr wird in dieser Zeit wie bereits während der Sommerferien über Kemnitz umgeleitet, für den überörtlichen Lkw-Verkehr wird eine Umleitungsstrecke über die B1 und Groß Kreutz ausgewiesen. Für die Benutzer der Autobahn wird als Wendemöglichkeit die jeweils nächste Autobahnauffahrt ausgeschildert. Für die von der Sperrung betroffene Buslinie wird eine geänderte Linienführung mit Änderung von Haltestellen erforderlich, dazu erfolgen gesonderte Informationen durch die Busgesellschaft. Die Linie verkehrt über die B1 über Kemnitz nach Phöben und von Phöben über den Fuchsberg und Kemnitz nach Werder (Havel).

Sämtliche Umleitungsstrecken werden ausgeschildert, alle Verkehrsteilnehmer werden um erhöhte Aufmerksamkeit und um Verständnis für die Bauarbeiten gebeten.

Fischer Berner erreicht man in dieser Zeit über die Havelauen kommend. Die Sperrung beginnt erst dahinter. (wh)

Vollsperrung der L90 in Glindow in den Herbstferien

Werder (Havel) OT Glindow, 1. Oktober 2019 – Die Klaistower Straße (L90) in Glindow muss zwischen Mittwoch, 9. Oktober, bis einschließlich Mittwoch, 16. Oktober, zwischen den Kreisverkehren Poststraße und Ziemensstraße voll gesperrt werden. Grund ist eine Leitungshavarie. Eine Umleitung über Ziemensstraße, Karl-Liebknecht-Straße und Poststraße wird ausgeschildert. Die Bushaltestellen am Kreisverkehr Ziemensstraße werden auf der Klaistower Straße einige Meter ortseinwärts verlegt. Anlieger dürfen den gesperrten Straßenabschnitt der L90 vom Kreisverkehr Poststraße bis zur Höhe der Baustelle befahren. (wh)

Brauchwasser wird am 30.10. abgestellt

Das Brauchwasserwerk in Glindow, Foto: wsw

Werder (Havel), 1. Oktober 2019 – Die Brauchwasserversorgung in Werder (Havel) wird am 30. Oktober ab 8 Uhr abgestellt. Nutzer sollten die Wasseruhren nach der Ablesung ausbauen und frostfrei lagern. Wasseruhren, die dauerhaft in Schächten oder Gebäuden verbleiben, sind gegen Frost zu isolieren. Nach dem Ende der Frostperiode wird das Brauchwasser im Frühjahr 2019 wieder angestellt. Fragen zur Abrechnung des Brauchwassers werden unter Tel. (03382) 705 7911 (Frau Hasselbach) beantwortet.

Das Brauchwasser dient im Wesentlichen der Bewässerung von gärtnerisch und landwirtschaftlich genutzten Flächen im Bereich Glindow. Es wird vom Glindower See aus zu den Plantagen und Gärten gepumpt. (wh)

Die Umweltgruppe aus Werder

1. Reihe v.li.: Leon, Josha, Cornelius, Leni C., Sara, Isabell 2. Reihe v.li.: Friedrich, Gitte, Enora, Leni W., Zoe, Mila Foto: wsw

Werder (Havel), 1. Oktober 2019 – Die Botschaft der 12 Schülerinnen und Schüler der 6s ist deutlich: “Wenn ihr es nicht macht, müssen wir es eben machen!” Mit Handschuhen und Mülltüten bewaffnet, waren die engagierten Sechstklässler des Ernst-Haeckel-Gymnasiums am 10. September in den Havelauen unterwegs und haben auf und um den Bolzplatz herum Müll eingesammelt. “Drei Autoreifen haben wir gefunden und Unmengen Plastik, Gläser und Zigarettenstummel”, verrieten sie uns bei einem Gespräch am 24. September. Die Schülerinnen und Schüler haben sich nach dem Unterricht extra Zeit genommen, um uns über ihr tolles Projekt zu informieren.

Alles begann im Rahmen des Fachs Gesellschaftswissenschaften. Ihr Lehrer Herr Kallis hat ihnen die Aufgabe gestellt, sich ein Projekt zu überlegen, um politisch etwas zu bewirken. Die Ideenfindung dauerte nicht lang und schon war die “Umweltgruppe” geboren. Zunächst bestand die Gruppe nur aus drei Schülerinnen, der sich schnell weitere engagierte Klassenkameraden anschlossen. “Wir haben uns überlegt, was wir machen können, und da schien uns Müllsammeln als erster Schritt am sinnvollsten.”
Gesagt – getan! Am zweiten Septemberdienstag versammelte sich die Umweltgruppe also in den Havelauen zum Großreinemachen. Der Containerdienst Gieske aus Werder (Havel) hat der Umweltgruppe einen Container zur Verfügung gestellt, der sich (leider) recht schnell füllte.

Doch das Müllsammeln um den Bolzplatz soll keine einmalige Aktion gewesen sein. “Wir möchten uns in Zukunft einmal im Monat treffen und Aktionen in dieser Form starten. Zum Beispiel könnten wir im Stadtwald aufräumen oder an der Regattastrecke. Wir können uns auch vorstellen, an geeigneten Stellen Bäume zu pflanzen”, so die Gymnasiasten. Ein Schüler der Umweltgruppe hat sogar seinen ganzen Mut zusammengenommen und bei Bürgermeisterin Manuela Saß an die Haustür geklopft. Beim Aufräumen des Bolzplatzes sind den jungen Umweltrettern nämlich die maroden Holzplanken ins Auge gefallen, die dringend aufbereitet werden müssen. “Ich habe Frau Saß gefragt, ob wir die streichen dürfen. Sie war von der Idee sofort begeistert und hat uns zugesichert, dass sie die Pinsel und Farbe hierfür bereitstellt”, erklärt Leon. Und er ergänzt schmunzelnd: “Sie hat auch gesagt, dass sie mitstreichen möchte.”

Auf Nachfrage haben uns die Schülerinnen und Schüler verraten, dass ihre Eltern natürlich sehr stolz auf ihr Umwelt-Engagement sind. Und auch der Zuspruch der Klassenkameraden wächst. Doch noch mehr Mitglieder soll die Umweltgruppe vorerst nicht haben: “Je mehr wir sind, desto weniger Kontrolle hat man ja. Außerdem wird es dann auch immer schwieriger, Termine zu finden, an denen alle können. Und wir wollen ja etwas bewirken.” Umweltschutz muss eben auch koordiniert werden.

Das Engagement der SchülerInnen, ihre Freizeit für die Umwelt zu “opfern”, kann man gar nicht genug würdigen. Wenn jeder seinen Müll einfach in die dafür vorgesehenen Mülleimer werfen würde, bräuchte man die Umweltgruppe gar nicht.
Gut zu wissen, dass eine umweltbewusste, tatkräftige Generation in den Startlöchern steht, die über den eigenen Tellerrand schaut und anpackt. Danke dafür! (wsw)

Mein Werder (194): Serina Wick

Kurz & Knackig

Name: Serina Wick
Alter: 62
Wohnort: 14542 Werder / OT Töplitz
Haben Sie Kinder? Mein Mann und ich haben zwei wunderbare Töchter, die fest im Leben stehen, sich ebenso tolle Männer gesucht haben und uns im Februar das 3. Enkelkind schenken werden. Das Älteste wurde gerade eingeschult.
Seit wann sind Sie in Töplitz zu Hause? Seit 1980!

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder ist ein beschauliches Städtchen mit stetigem Bevölkerungszuwachs in sehr erholsamer Symbiose von Natur und urbanem Umfeld bis hin in alle Ortsteile. Töplitz als ehemalige Kirschinsel und einzige Insel Deutschlands mit direktem Autobahnanschluss erfüllt alle Bedingungen für ein glückliches Leben. Über Kindertagesstätte, Grundschule, Einkaufsmöglichkeiten, Handwerksbetriebe, Kirche und einem intakten Vereinsleben können sich Einheimische wie auch Touristen schnell vernetzen. Potsdam und Berlin werden nicht wirklich vermisst. Nie stellte sich der Wunsch nach einem Ortswechsel bei uns ein!

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich gehe seit über 55 Jahren zur Schule und habe es nie bereut! Ich lasse mich bilden und reiche Wissen weiter.

Was würden Sie lieber machen?
Dazu gibt es bald „Perspektiven“! Freizeit genießen und aktiv sein zu wollen… in jeder Hinsicht!

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Es gibt eine Vielzahl wunderschöner naturbelassener Räume nicht nur entlang der Havel. Darüber hinaus verweile ich gern auch in der Altstadt, am liebsten jedoch im eigenen Garten.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Nach dem Baumblütenumzug raus in die Gärten und Höfe.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Querbeet; als saisonaler trockener „bunter“ Wein!

Sie – ganz speziell

Am 26. September wurden Sie an der Inselschule Töplitz als Rektorin in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Können Sie Ihre Laufbahn und die vergangenen Jahre für uns Revue passieren lassen?
Ja gerne! Nach dem Abitur 1976 am Bautzener „Friedrich-Schiller-Gymnasium“, damals als Erweiterte Oberschule/EOS bezeichnet, zog es mich zum Sport-/Geografie Studium an die Humboldt-Universität Berlin. In Töplitz konnten mein Mann und ich 1980 eine sogenannte Lehrerwohnung beziehen, obwohl die Stelle an der damaligen POS „Ernst Schneller“ bereits vergeben war. Damals sicher kein Problem! Zwei Sportlehrerinnen teilten sich auch den Unterricht in Geografie. Astronomie erteilte ich zusätzlich. Unterrichtsausfall war bis 1989 nicht zu beklagen. Jeweils im Wechsel wurde die „Familienvergrößerung“ vollzogen. Beide Fächer zählten wohl auch deshalb zu den Lieblingsfächern vieler Schüler.
Im Wendejahr wurde ich als stellvertretende Schulleiterin zur Schulleiterin der damaligen POS beauftragt, die ich als berufene Leiterin der Grundschule ab 1990/91 28 Jahre führte. Seit 1993 trägt sie den Namen „Inselschule“.

An welche Momente an der Inselschule Töplitz denken Sie am liebsten zurück?
Seltsamerweise an die Schwierigen! Die Schule in Töplitz zu erhalten, stand außer Zweifel. Kommunale Gebietsreformen und anfängliche rückläufige Schülerzahlen erschwerten den Start. Eine Gemeinschaft von Eltern, Freunden und Kommunalvertretern kämpfte mit dem Lehrerteam um den Erhalt des Schulstandortes. Grubener, Golmer, Phöbener und Werderaner schätzten das Schulprofil „Eine Schule für alle“ und belohnten uns mit dem Zugang ihrer Kinder. Dankbar und mit der Freude an der Arbeit wuchsen wir über uns hinaus und schufen ein inhaltlich vielseitiges anerkanntes Schulprogramm.

Gab es auch schlimme Erlebnisse während Ihrer Laufbahn?
Zum Glück keine!

Haben Sie schon Pläne für die nächsten Jahre? Haben Sie Hobbys, denen Sie nachgehen?
Viele! Dafür wird wohl die Zeit kaum reichen. Aktiv Gipfel erklimmen, um die Welt von oben erblicken zu können, ist auch zukünftig unser Plan. Darüber hinaus „Wasser mit Bewegung“ zu verknüpfen, wird uns fordern!

Hat sich im Laufe Ihrer Lehrerlaufbahn das Bild vom klassischen Lehrer geändert?
Grundsätzlich nicht! Pädagogisches Agieren durch Methodik, Didaktik und den fachwissenschaftlichen Kenntnis-und Könnenserwerb in den Fächern war und ist für das erfolgreiche Lernen unverzichtbar. Neue Sichtweisen ermöglichen heute differenziertere Vorgehensweisen, die nicht immer zielführend sein müssen. „Eine Schule für alle“ bedeutet Respekt und Anerkennung der Lehrer- und Schülerleistungen gleichermaßen! Hinderlich sind Raumnot und die leider noch immer nicht genügend zugewiesenen Lehrerstunden für erforderliches schülerorientiertes Lernen.

Was möchten Sie jungen Lehramtsstudenten mit auf den Weg geben?
Mut, Zuversicht niemals verlieren, persönliche Stärken im Studium und Referendariat erkennen, um mit optimalen Voraussetzungen in die Praxis einsteigen zu können. Es gibt keine „schwere“ Arbeit, es sei denn, man fühlt sich tatsächlich fehl am Platze!

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Weltfrieden, respektvolles Miteinander in der Gesellschaft und Gesundheit für die Familie!

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Diese muss ich nicht persönlich treffen! Dafür sind alle viel zu wichtig! Berühmt kann jeder werden, der an seinem Platz „Gutes“ tut!

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Nach „Unter Leuten“/Juli Zell und „Die Tote im Wannsee“/Lutz Willhelm Kellerhof nun die berührende Lebensgeschichte von Tino und Antje Kässner als Autoren, die 2002 im Afghanistankrieg im Einsatz waren und nach ihrer Rückkehr in ein neues Leben finden müssen. Mein Mann und ich hatten im Sommer Gelegenheit, diesen Ausnahmeathleten als Paraolympikteilnehmer und heute als Guide auf einer Mountainbiketour durch die Alpen kennenlernen zu dürfen. 

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Vorbilder sind heute ganz klar meine beiden Töchter. Es ist beeindruckend, wie sie Beruf, Familie und ihre wissenschaftliche Arbeit organisieren und ihren großen Freundeskreis pflegen.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Denke schon, zumindest sagt man mir u.a. nach, ich sei in der Gestaltung unseres Gartens kreativ! Ideen gehen mir selten aus, aber nicht nur dort!

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Ich achte Tiere, muss sie aber nicht lieben!

Heute vor 20 Jahren startete die Citybus-Erfolgsgeschichte

v.li.: Werner Große, Thorsten Müller, Jana Busch (Fachdienstleitung Verkehrsmanagement Landkreis Potsdam-MIttelmark) und Manuela Saß, Foto: wsw

Werder (Havel), 27. September 2019 – Heute vor genau 20 Jahren rollten die ersten beiden Citybusse durch Werder (Havel). Für nur eine Mark pro Fahrt – ermäßigt oder als Viererkarte sogar noch günstiger – war dies der Start eines wegweisenden und gern genutzten extra ÖPNV-Angebotes für die Stadt Werder (Havel). Eine Erfolgsgeschichte der regiobus Potsdam Mittelmark GmbH nahm von da an ihren Lauf.

Wer heute morgen mit dem Bus, dem Auto oder zu Fuß am Bahnhof Werder (Havel) oder an der Post vorbeigekommen ist, dem sind die Paletten voller knackiger Äpfel bestimmt nicht entgangen, die von freundlichen regiobus-Mitarbeitern verteilt wurden. Als Dankeschön für die Treue in den vergangenen Jahren, durften sich zahlreiche Pendler und Passanten über den gesunden Snack freuen. “Zum Glück sind Äpfel wasserfest”, bemerkte Thorsten Müller, Verkehrsleiter bei regiobus, mit einem Blick auf das nasse Septemberwetter. Die Äpfel der Sorte “Shampion” – passend zum Erfolg des Citybusses – stammen von WERDER FRUCHT. “Wir wollten unseren Kunden ganz bewusst ein Produkt aus der Region überreichen. Und was passt zu Werder besser als ein leckerer Apfel”, verrät Anette Lang vom Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Insgesamt wurden heute 5000 Äpfel verteilt.

Thorsten Müller und Anette Lang verteilten fleißig die Äpfel.

Die Resonanz der Menschen war durchweg positiv, viele freuten sich über den kleinen gesunden Snack. Gerade für Pendler, die bis nach Potsdam, Berlin oder Brandenburg müssen, bieten die Linien der regiobus Potsdam-Mittelmark GmbH zahlreiche Beförderungsmöglichkeiten. Alle regiobus-Linien mit dem Schwerpunkt Werder (Havel) befördern tagtäglich 10.000 Fahrgäste. Auf der alten Citybuslinie sind es 3000 Fahrgäste am Tag. Altbürgermeister Werner Große erklärt: “Damals erreichten uns viele Beschwerden der Bürger, dass sie nicht besonders gut zum Einkaufen kommen. Busse sind zu der Zeit nicht in die Stadtrandsiedlung und den Wachtelwinkel gefahren. Daraufhin haben wir ein Konzept entwickelt, um die Menschen auf einer Route einmal durch die Stadt und wieder zurück befördern zu können. Der 631er fuhr damals ja auch noch nicht über die Kemnitzer Straße/Kemnitzer Chaussee. Da deckte der Citybus den wachsenden Bedarf ab.” Bereits vier Jahre nach seiner Jungfernfahrt zählte der Citybus schon 750.000 Fahrgäste insgesamt.

Doch irgendwann drängten sich in die kleinen Citybusse einfach zu viele Fahrgäste. Und so mündete das Citybus-Projekt nach kleineren Veränderungen letztlich im Januar 2017 im powerbus-Netz. Mehr Reichweite bei weiterhin extra günstigem Preis für die Werderaner und ihre Gäste lassen auch hier den Zuspruch stetig steigen.

Die breiteren Powerbusse haben es natürlich auf schmalen Straßen und engen Kurven schwerer als ihre kleineren Vorgänger. “Die Citybusse von damals werden heute nicht mehr gebaut und auf dem Markt befindet sich kein vergleichbares schmales Fahrzeug”, erklärt Thorsten Müller. Die Busse, die zum Beispiel für das Befahren der Insel eingesetzt werden, seien zwar kürzer als die Fahrzeuge aus der restlichen Flotte, aber bei der Breite hapert es noch, so der Verkehrsleiter weiter.

Was den Antrieb angeht, setzt regiobus gemeinsam mit der Stadt Werder (Havel) weiterhin auf innovative Konzepte. Die Citybusse sind 1999 bereits mit dieselelektrischen Antrieben gefahren und heute sind Busse mit der neuen 48-Volt-Hybrid-Technik unterwegs. Wir hatten hier darüber berichtet. “Alle schwatzen, wir haben es vor 20 Jahren schon gemacht”, fasst Werner Große zusammen. “Das Konzept funktioniert nur so gut, weil die Zusammenarbeit mit der Stadt Werder (Havel) und dem Landkreis so super funktioniert”, ergänzt Thorsten Müller. (wsw)

“Gute Bürgerbeteiligung bedeutet, nicht nur die lauten Stimmen zu hören.”

Dr. Linus Strothmann ist der neue Referent für die Einwohnerbeteiligung in Werder (Havel)., Foto: wsw

Werder (Havel), 27. September 2019 – Wovon ist eine gute Bürgerbeteiligung abhängig? Dr. Linus Strothmann, der neue Referent für Einwohnerbeteiligung in Werder (Havel), hat es uns verraten.

Seit Juli 2019 sind Sie Referent für Einwohnerbeteiligung in unserer Stadt. Wie kann man sich Ihren Arbeitsalltag vorstellen?
Meine Hauptaufgabe ist es, Transparenz herzustellen, sodass die Menschen in ordentliche Diskussionen kommen können. Im Augenblick bin ich vor allem mit zwei Dingen beschäftigt:
1. erstelle ich für die Internetseite der Stadt eine Übersicht aller städtischen Projekte, das können Konzepte sein wie das Insek, oder auch Bauvorhaben. Zu diesen Projekten möchte ich jeweils den aktuellen Stand, alle relevanten Unterlagen und die Beteiligungsmöglichkeiten darstellen. Derzeit müssen sich die Besucher der Seite alles zusammensuchen, das soll sich ändern. Wenn sich zum Beispiel jemand dafür interessiert, wie es mit dem Stadtpark weitergeht, dann sollen alle Informationen dazu an einer Stelle gebündelt sein.
2. bin ich natürlich gerade sehr mit der Vorbereitung des Beteiligungsverfahrens zum Baumblütenfest beschäftigt, d.h. vor allem damit, Informationen für die Einwohner zusammenzustellen, die Einwohnerversammlung am 4. November vorzubereiten und die Befragung, die direkt danach online gehen soll.

Jedes Beteiligungsverfahren ist anderen Fachbereichen zugeordnet. Da ich persönlich keinem Fachbereich zugeordnet bin und in der Marterie selbst nicht drinstecke – ebenso wie die Bürger – kann ich die „richtigen“ Fragen stellen. Ich habe mit den Fraktionen und der Verwaltung gesprochen, was sie sich unter Bürgerbeteiligung vorstellen und daran orientiere ich mich in meiner Arbeit. Besonders stark möchte ich mich auch dafür einsetzen, dass die Kinder- und Jugendbeteiligung stärker fokussiert wird. So sollen zukünftig Kinder und Jugendliche in die verschiedenen Projektanträge eingebunden werden.

Die größeren Beteiligungsvorhaben im nächsten halben Jahr sind zu folgenden Themenbereichen geplant:
– Verkehrsentwicklungsplanung
– Baumblütenfest
– Bürgerhaushalt
– Stadtwald
– Kinder- und Jugendbeteiligung

Braucht eine Stadt wie Werder überhaupt einen Referenten für Einwohnerbeteiligung?
Strom und Wasser fließen auch ohne meine Stelle und viele Kommunen können sich eine solche Stelle auch gar nicht leisten. Die Frage ist: Will man Einwohner stärker beteiligen? Wenn man das will, dann muss man Ressourcen bereitstellen, und dazu gehört dann auch jemand, der sich darum kümmert.

Vor zehn Jahren gab es kaum eine Kommune, die einen Referenten für Einwohnerbeteiligung fest angestellt hat. Doch die normale Verwaltung schafft diese Arbeit nicht nebenbei, und es entstehen mittlerweile in vielen Städten solche Stellen.

Sie waren von 2016-2019 in Falkensee für die Bürgerbeteiligungsverfahren zuständig. Wie können Sie von den Erfahrungen aus Falkensee für Ihre Arbeit hier in Werder profitieren?
Falkensee ist nach der Wende noch stärker gewachsen als Werder und das bringt grade beim Thema Bürgerbeteiligung auch Probleme mit sich. In Falkensee war es oft so, dass zu Workshops und Informationsveranstaltungen vor allem Zugezogene gekommen sind, die vornehmlich Dinge ändern wollten. Diejenigen, die schon lange in der Stadt gewohnt haben, hatten weniger das Bedürfnis, sich einzubringen. Ich bin gespannt, wie das in Werder ist.

In Falkensee habe ich dann damit begonnen, Menschen einfach per Zufall aus dem Melderegister auszuwählen und zu sogenannten geschlossenen Workshops, im Prinzip ein Bürgerrat in der Kommune, einzuladen. So hatten wir auch mal Leute am Tisch, die normalerweise nie zu einer Veranstaltung der Stadt gehen würden. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht und will auch in Werder weiter damit arbeiten. Gute Bürgerbeteiligung bedeutet, nicht nur laute Stimmen zu hören, sondern vor allem Menschen an den Tisch zu bekommen, die von alleine vielleicht nicht kommen würden.

Wovon ist eine gute Bürgerbeteiligung abhängig?
Zunächst braucht man, um diskutieren zu können, eine gemeinsame Grundlage. Transparenz ist daher extrem wichtig. Nur wenn ich einen gemeinsamen Wissensstand habe, kann ich wirklich auf Augenhöhe diskutieren. Dann ist es aber auch wichtig, dass die Diskussion strukturiert wird, ich z.B. dafür sorge, dass alle zu Wort kommen, dass nicht alles durcheinander diskutiert wird und so weiter. Und schließlich braucht gute Bürgerbeteiligung auch Rahmenbedingungen. Es muss klar sein, was ist der Entscheidungsspielraum und welche Art von Feedback wollen die Stadtverordneten. Denn die entscheiden am Ende. Auch das muss immer klar kommuniziert werden. Es geht bei der Bürgerbeteiligung auch darum, den Stadtverordneten ein möglichst gutes Bild der Meinungen und Ideen der Bevölkerung zu geben, damit sie die beste mögliche Entscheidung fällen. Entscheiden müssen aber sie.

Die Aufgabe der Stadtverordneten ist es, das Allgemeinwohl zu vertreten. Aber was ist das Allgemeinwohl eigentlich? Auch zu dieser Frage kann gute Bürgerbeteiligung Antworten geben, während schlecht gemachte Bürgerbeteiligung das Bild verzerrt.

Das politische System auf kommunaler Ebene funktioniert nur, wenn sich genug Menschen finden, die das Amt eines Stadtverordneten freiwillig bekleiden wollen. Wenn sich hierfür keiner mehr findet, weil man befürchten muss, niedergemacht zu werden, gibt es ein großes Problem. Vorwürfe sind immer das unproduktivste, was man machen kann. Wenn man stattdessen Vorschläge einbringt und es eine Stelle, wie meine gibt, die diese auch strukturiert aufnehmen und weitergeben kann, dann entwickeln sich auch aus sehr unterschiedlichen Positionen manchmal gute gemeinsame Lösungen. Es gibt so viele engagierte Menschen in Werder, die sich für ein bestimmtes Ziel einsetzen und ich habe glücklicherweise die Mittel und Ressourcen dafür, mir ihre Meinungen, Ideen und Vorschläge anzuhören. Und mein eigenes Engagement in der Stelle gilt halt nicht für bestimmte Inhalte, sondern für den Dialog.

Ihre erste große Aufgabe wird die Durchführung des Einwohnerbeteiligungsverfahrens anlässlich der Neuausrichtung des Baumblütenfestes sein. Können Sie uns kurz den Ablauf solch eines Verfahrens erläutern?
Erstmal müssen alle auf einen gemeinsamen Informationsstand gebracht werden. Dazu gehört im zweiten Schritt letztlich auch, dass wir wissen, wie die Stadt über das Fest denkt. Daher wird nach der Informationsveranstaltung direkt eine Befragung stattfinden.

Erst wenn ich die Ergebnisse kenne, kann ich ordentlich diskutieren. Das wird in verschiedenen Workshops stattfinden. Wie genau ist aber auch von den Ergebnissen der Befragung abhängig, hier muss man flexibel bleiben. Die Diskussionen müssen dann zu Varianten für ein Fest entwickelt werden. Hierfür braucht man eine Arbeitsgruppe und viel externen Sachverstand, z.B. von einer Veranstaltungsagentur. Wenn dann zwei oder drei Varianten erarbeitet wurden, werden diese nochmal öffentlich diskutiert, ehe die Stadtverordneten dann eine Ausschreibung dafür beschließen. Und dann ist es wichtig nach jedem Fest genau zu gucken: Was hat gut funktioniert, was nicht, was wollen wir verändern?

Warum glauben Sie, ist Bürgerbeteiligung in der heutigen Zeit so wichtig?
Dafür gibt es viele Gründe. Erstens: Weil, wenn es gut gemacht ist, die Demokratie gestärkt wird. Zweitens: Weil wir alle lieber in einer Welt leben, die wir selbst mitgestaltet haben. Drittens: Gute Bürgerbeteiligung nutzt die Schwarmintelligenz (bei schlechter Bürgerbeteiligung verderben die vielen Köche dagegen den Brei) und findet bessere Lösungen. Und viertens: Wenn man früh beteiligt, spart man sich später Proteste. So kann gute Bürgerbeteiligung auch dazu führen, dass Projekte schneller fertig werden. (wsw)

Pressemitteilung SMG / Ingo Krüger zur Baumblüte 2020

Werder (Havel), 27. September 2019 – Die Fraktion SMG/Ingo Krüger fordert eine unverzügliche Sitzung des für das Baumblütenfest zuständigen Ausschuss und wird einen Dringlichkeitsantrag zur Einberufung eines Bürgerrats einbringen.

In der Stadtverordnetenversammlung hat die Fraktion StadtMitGestalter/Ingo Krüger dem Antrag der Stadtverwaltung zugestimmt. Eine Enthaltung bei einem so wichtigen Thema kam für sie nicht in Frage. Den Anträgen der Fraktionen von SPD und AFD konnte nicht zugestimmt werden, da diese auf Verhandlungen mit dem bisherigen Veranstalter abzielten, was dem Vergaberecht entgegenstünde.

Auf Antrag der Verwaltung wurde beschlossen, dass der Ausschuss SoBiKuSO die Rahmenbedingungen für die Organisation der Baumblüte in Höfen und Gärten erstellen soll. Dieser schließt aber eine Festmeile und einen Rummel nicht zwingend aus.
“Dem Antrag konnten wir guten Gewissens zustimmen, da dieser ebenfalls alle Optionen offen lässt”, so Fraktionsvorsitzender Elmar Schlenke.

Nun fordern die StadtMitGestalter unverzüglich eine außerordentliche Sitzung, um nicht weiter kostbare Zeit zu verlieren. Hier soll der Dringlichkeitsantrag zur Einberufung eines Bürgerrats eingebracht werden. Elmar Schlenke führt dazu aus: “Neben den Gewerbetreibenden, die in den Prozess eingebunden werden sollen, erhalten die Bürgerinnen und Bürger dadurch eine nicht unerhebliche Stimme, uns ist die Beteiligung zu wichtig, als dass wir für die Baumblüte 2020 darauf verzichten wollen.” Neben dem Bürgerrat können auch Einwohnerversammlungen und Online-Beteiligungen weitere, wichtige Bausteine sein, die zu einem Konsens führen.

Der Ausschuss für Soziales, Bildung, Kultur, Sicherheit und Ordnung soll nach aktuellem Kenntnisstand allerdings erst am 28.10.2019 tagen. Ausschussmitglied und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Anika Lorentz dauert das zu lange. “Die Dringlichkeit ist eher beim Gestern zu verorten. Also warum noch so lange warten? Wir müssen jetzt handeln und nicht erst in vier Wochen”, so Lorentz. (smg)

Infotag in der Schule des Lebens Potsdam am 28. September

Werder (Havel), 26. September 2019 – Die Schule des Lebens Potsdam lädt alle Kinder, die im Sommer 2020 eingeschult werden, Quereinsteiger*innen, alle Interessierten und Neugierige zum Infonachmittag ein. Am Samstag, dem 28. September, von 14 bis 16 Uhr, werden die Räume der Schule in der Mielestraße 2 in Werder geöffnet sein.
Lernbegleiter*innen und Schüler*innen geben Einblicke in den Schulalltag, stellen das Konzept vor und stehen für Fragen und Gespräche zur Verfügung.
Weitere Informationen zur Schule finden Sie auf der Homepage www.schule-des-lebens-potsdam.de. (a.a.)

E-Mail-Adressen der Stadtverwaltung nicht erreichbar

Werder (Havel), 26. September 2019 – Aus technischen Gründen können zwischen Sonntagmittag, 29. September, und Montagmittag, 30. September, Einschränkungen bei der Erreichbarkeit von E-Mail-Adressen der Stadtverwaltung Werder (Havel) entstehen. E-Mail-Absender, die eine Fehlermeldung erhalten, werden gebeten, ihre E-Mail am Montagnachmittag erneut zu senden. Auch die Homepage werder-havel.de wird in diesem Zeitraum zeitweise nicht erreichbar sein. (wh)

 

Rund 80 Bürger beim 2. Stadtgespräch zum INSEK

Werder (Havel), 26. September 2019 – Rund 80 Bürger aus Werder (Havel) haben am Dienstagabend im Schützenhaus am 2. Stadtgespräch zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept INSEK teilgenommen. Die hohe Lebensqualität und günstigen Standortfaktoren sorgten in den zurückliegenden Jahren für ein kontinuierliches Bevölkerungswachstum in Werder. Damit verbunden sind steigende Bedarfe an Flächen für Wohnen, Wirtschaft, soziale Infrastruktur- und Versorgungsangebote, ein zunehmendes Verkehrsaufkommen und neue Anforderungen an den Umwelt- und Klimaschutz sowie die Klimaanpassung.

Mit dem INSEK wird in der Perspektive bis 2035 die Basis für eine Gesamtstrategie für die oben genannten Themen und das kommunale Handeln geschaffen. Am Prozess der Erstellung beteiligt waren und sind u.a. Fachleute aus Politik und Verwaltung, Akteure der Wohnungswirtschaft sowie interessierte Einwohner, die sich bereits vor etwa einem Jahr beim 1. Stadtgespräch thematisch einbringen konnten. Das 2. Stadtgespräch knüpfte am Dienstagabend an diese Auftaktveranstaltung an.

In der Zwischenzeit wurden zukünftige Aufgaben der Stadt- und Ortsteilentwicklung erarbeitet und abgestimmt. Folgende Schwerpunkte kristallisieren sich dabei für die Entwicklung der Kernstadt und der Ortsteile heraus: „Eine gemeinsame Mitte“, „Bahnhofsumfeld mit Zukunft“, „Entwicklungsschwerpunkt Glindow“, „Wohnen“ und „Begegnungsräume für soziale und kulturelle Vielfalt“ sowie „Stadtgrün mit Qualität“, „Klimakommune Werder (Havel)“ und „Identität nach innen und außen“.

Für den „Entwicklungsschwerpunkt Glindow“ beispielsweise wurden neben dem Erhalt des Kiezes Themen wie ein Ortsentwicklungskonzept, eine Ortsumfahrung, ein Tourismuskonzept für die Glindower Alpen mit Ziegeleiumfeld und der Bildungscampus mit einer Mehrzweckhalle ausgemacht. Unter dem Stichwort „Gemeinsame Mitte“ sollten demnach die Belebung des Marktplatzes der Inselstadt, ein Mobilitätskonzept für die Insel, ein Einzelhandels- und Zentrenkonzept oder die Gestaltung einer Achse vom Plantagenplatz über das Lindowsche Haus zur Bismarckhöhe im Fokus der Stadtentwicklung stehen.

Bürger konnten am Dienstagabend die dazu erstellten Projekttafeln mit Klebezetteln ergänzen. So wurde für das Thema „Bahnhofsumfeld mit Zukunft“ beispielsweise angeregt, mehr Fahrradstellplätze zu schaffen oder das Parkhaus mit Ladesäulen für Elektroautos auszustatten. Erneut wurde eine Lösung für den Bahnübergang angemahnt, das Land bereitet dazu aktuell ein Planfeststellungsverfahren für einen Fahrzeug- und Fahrradtunnel vor. Beim Thema „Wohnen“ wurde auch nach den Grenzen des Wachstums gefragt. Andere Teilnehmer wünschten sich ein moderates Wachstum auch in den kleinen Ortsteilen.

Mit den ergänzenden Anregungen der Bürger vom Dienstagabend „hoffe ich, dass wir in der Finalisierung des INSEK die eine oder andere Maßnahme inhaltlich weiter schärfen können“, sagte Armin Busch von der complan Kommunalberatung in Potsdam, die das Stadtentwicklungskonzept im Auftrag der Stadt erstellt. Im Herbst soll der Entwurf in die Trägerbeteiligung gehen, um danach in den politische Gremien abschließend diskutiert und dann schrittweise umgesetzt zu werden. (wh)

Letzte Beiträge

Continue to the category

Der Landkreis Potsdam-Mittelmark verlieh den 11. Jugendumweltpreis

Werder (Havel), 20. November 2019 - Am 16. November wurde zum nunmehr 11. Mal in einer bundesweit einzigartigen Veranstaltung der Jugendumweltpreis des Landkreises Potsdam-Mittelmark verliehen. Über...

Mein Werder (201): Maximilian Schocke

Kurz & Knackig Name: Maximilian Schocke Alter: 31 Jahre Wohnort: Potsdam West Haben Sie Kinder? Nein, derzeit noch nicht! Über unsere Blütenstadt Werder (Havel) Wie würden Sie Werder einem Fremden...

Mit Spannung erwartet: Die neuen Elektro-Ladesäulen auf dem Hartplatz wurden offiziell...

Werder (Havel), 15. November 2019 - Fast lautlos rangieren die beiden schneeweißen E-Golfs am gestrigen Donnerstag auf dem Hartplatz, bis sie ihre geeignete Parkposition...

ANZEIGE

X
X