Obstolympiade, Rundfahrten auf dem Wasser, kein Weinverkauf in Flaschen

Beim ersten Workshop zur Zukunft des Baumblütenfestes ab 2021 wurden jede Menge Ideen zusammengetragen.

Werder (Havel), 13. Februar 2020 – Was würden Sie machen, wenn Sie 10 Millionen Euro für die Organisation des Baumblütenfestes zur Verfügung hätten? Wie sähe Ihre Planung aus, wenn Sie gar kein Geld ausgeben dürften? Diese und viele weitere Fragen wurden gestern beim ersten Workshop zur Zukunft des Baumblütenfestes ab 2021 von den rund 30 Teilnehmern diskutiert.

Nach einer Einführung von Dr. Linus Strothmann, in der der Referent für Einwohnerbeteiligung der Stadt Werder (Havel) nochmals kurz die Ergebnisse der Online-Umfrage präsentierte, konnten die TeilnehmerInnen aktiv werden. Zuerst wurden die verschiedensten Ideen, Anregungen, Wünsche und Schlagworte, die in den Köpfen der Anwesenden schlummerten, zusammengetragen und sortiert. Hierfür warf Dr. Strothmann einige Fragen in den Raum, wie zum Beispiel: Wie könnte zukünftig ein Rummel aussehen?, Wie kann die tolle Wasserlage von Werder in das Baumblütenfest einbezogen werden?, Welche Dinge aus der Vergangenheit sollten unbedingt beibehalten werden?, Wie kann man die heimischen Gastronomen besser einbeziehen?, Welche generationsübergreifenden Angebote könnten geschaffen werden?

Es war wirklich erstaunlich, wie viele Ideen zusammengekommen sind! Ein kleiner Ausschnitt des Ideen-Brainstormings:

– Hop on/Hop off-Blütentour
– zentrale Wegweiser auch auf dem Panoramaweg
– Pfandbecherverkauf als Eintritt
– kein Verkauf mehr von Wein in Flaschen
– Kinderfest auf der Insel z.B. mit Bastelangeboten
– Rundfahrten zu den Ortsteilen auf dem Wasser
– Drachenbootrennen
– Obstolympiade
– Talentwettbewerbe, Wettkämfe, Bogenschießen auf der Regatta
– Infostände der ortsansässigen Vereine auf dem Blütenfest
– nur Riesenrad in der Stadt, außerhalb kleine Fahrgeschäfte
– fester Termin für den Werdertag, z.B. immer der Tag vor dem 1. Mai
– auf dem Fest Feedback der Jugendlichen erfragen
– stärkere Kontrollen beim Alkoholverkauf
– “Alkoholleichen” einsammeln
– Streetworker mehr einbeziehen
– Baumblütenumzug vom Bahnhof zum Plantagenplatz
– die Friedrichshöhe stärker mit einbeziehen
– Kontakt zwischen Anwohnern und Besuchern stärken
– keine Buden/Stände vor heimischen Gastronomien
– Wegweiser zu Toiletten, generell mehr Toiletten und keine Dixies, einheitliches Toilettenkonzept
– Traditionspflege
– Infotafeln über die Stadt und ihre Geschichte aufstellen
– Stadtführungen auf dem Wasser
– Festzelte für Jugendliche
– große Konzerte im Stadtpark
– Stände von regionalen Anbietern auf der Regattastrecke
– Weindorf auf der Insel, Winzerfest mit regionalen Weinen

Die vielen Ideen, die im Anschluss in kleineren Gruppen noch genauer diskutiert, ausformuliert und bewertet wurden, zeigen, dass zumindest die TeilnehmerInnen des gestrigen Workshops für die Zukunft des Baumblütenfestes ab 2021 jede Menge Vorschläge haben. Wie diese Ideen wirklich in einem einheitlichen Konzept umsetzbar sind, gilt es nun herauszufinden.

Heute und morgen um 18 Uhr finden im Schützenhaus nochmals Workshops statt, die inhaltlich zu dem gestrigen Workshop identisch sind. Hierzu kann man sich unter l.strothmann@werder-havel.de oder unter Tel. 03327-783 114 noch anmelden. Zusätzlich gibt es noch einen Workshop für Jugendliche, zu dem 100 Jugendliche eingeladen wurden, sowie einen Workshop mit zufällig ausgewählten AnwohnerInnen. (wsw)