Offizielle Vorstellung des sechsten Bandes „700 Jahre Ortsgeschichte“

Dr. Klaus-Peter Meißner: "Geschichte verändert sich nicht, aber der Blick auf die Geschichte verändert sich."

Rainer Lambrecht, Dr. Klaus Froh, Manuela Saß, Dr. Baldur Martin und Dr. Klaus-Peter Meißner (v.l.) halten den 6. Band der Werder-Chroniken in den Händen., Fotos: wsw

Werder (Havel), 31. Januar 2019 – Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass die zeitliche Abfolge unserer Beiträge über den aktuellen Band der Werder-Chroniken „700 Jahre Ortsgeschichte“ in anachronistischer Reihenfolge erfolgt. Am 11. Januar haben wir hier bereits über den Inhalt des sechsten Bandes der Werder-Chronik berichtet, in dem es um Dienstleistungen und Industrie in Werder (Havel) geht. Heute wurde der 6. Band im Beisein von den Herausgebern Dr. Baldur Martin, Dr. Klaus-Peter Meißner und Dr. Klaus Froh sowie dem Verleger Rainer Lambrecht nun offiziell im Rathaus in der Eisenbahnstraße vorgestellt.

An dem beeindruckend dicken Werk waren 14 Autoren beteiligt, unter ihnen auch viele, die das zum ersten Mal gemacht haben. „Hätte ich den Band selbst geschrieben, wäre er vermutlich schneller fertig geworden“, so Dr. Baldur Martin. „Doch in Vorbereitung für den neuen Band kamen viele Menschen aus den Betrieben auf uns zu, die wir direkt zu Wort kommen ließen. So haben wir viele unterschiedliche Stile vereinen können.“ Neben den Einzelbeiträgen, die einem historischen Überblick vom 19. Jahrhundert bis in die Moderne folgen, sind es vor allem die Veröffentlichungen von bisher nicht gezeigten Originalen, die den 6. Band zu etwas besonderem machen.

Die Geschichtsschreibung von Werder ist nach Veröffentlichung des 7. Bandes im Frühsommer natürlich nicht beendet. „Geschichte verändert sich nicht, aber der Blick auf die Geschichte verändert sich“, fasst Dr. Klaus-Peter Meißner zusammen. Mit dem vielen Material, das den Herausgebern bei ihrer Recherche in die Hände gefallen ist und das es nicht in die sieben Bände geschafft hat, sollen verschiedene Sonderveröffentlichungen gefüllt werden.

„Wer sein Werder liebt, hat die Chroniken zu Hause“, schließt Bürgermeisterin Manuela Saß die Buchvorstellung ab. Wer es versäumt hat, sich rechtzeitig die bereits erschienenen Exemplare zu besorgen, hat leider schlechte Karten. „Durchgängig sind die Chroniken nicht mehr erhältlich, zum Teil sind einzelne Bände schon vergriffen“, erklärt Verleger Rainer Lambrecht. In der Stadtbibliothek Werder (Havel) kann man sich die komplette Reihe allerdings ausleihen und sich an der schönen Werder-Silhouette auf dem Buchrücken erfreuen.

Die Stadtbibliothek besitzt einen doppelten Satz der Chroniken zum Ausleihen

Der Band 6 „Dienstleitungen und Industrie“ ist in der Hellmich Buchhandlung und im Kartenhaus im Werderpark erhältlich. „Der Zuspruch ist groß! Viele gehen extra ins Kartenhaus, um die Chroniken zu erwerben“, freut sich Dr. Baldur Martin. Der charmante Preis von 17,50 Euro ist auch den Sponsoren zu verdanken. 700 Jahre Geschichte von Werder gebündelt in einem siebenbändigen Werk, anschaulich und informativ präsentiert, sind nämlich eigentlich so gut wie unbezahlbar. (wsw)