„Open-Steg“ – Mit Kultur für den Erhalt des Havelstegs

Werder (Havel), 14. Januar 2020 – Nach Beendigung des Pachtvertrages mit einem Bootsverleiher plant die Stadtverwaltung Werder (Havel), den allseits beliebten Havelsteg an der Eisenbahnbrücke zurück zu bauen. Mit einer Veranstaltung wollen sich die StadtMitGestalter für den Erhalt des öffentlichen Stegs einsetzen.

In der Stadtverordnetenversammlung am 07.01.2020 informierte die Bürgermeisterin auf Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen darüber, dass der kommunale Steg an der Eisenbahnbrücke nicht mehr verpachtet sei und die Stadtverwaltung beabsichtigt, diesen zu entfernen. Die Bürgermeisterin Manuela Saß begründete dies mit der Renaturierung des Gebietes.

Die Fraktionen StadtMitGestalter/Ingo Krüger und Bündnis90/Die Grünen kritisieren diese Entscheidung der Bürgermeisterin und fordern sie in einem gemeinsamen Antrag dazu auf, von dem Rückbau Abstand zu nehmen. „Dieser Steg ist ein Ort der Ruhe und dient vielen Menschen der Erholung“, sagt Elmar Schlenke, Vorsitzender der Fraktion SMG/Ingo Krüger.

Der Havelsteg liegt direkt unterhalb der Eisenbahnbrücke an einem Rad- und Wanderweg Richtung Potsdam. Spaziergänger, Angler, Bootsanleger und Wasserwanderer nutzen diesen idyllischen Platz viel und gerne. Zudem bietet er einen wunderbaren Blick auf die Inselstadt Werder und den abendlichen Sonnenuntergang.

Der Verein StadtMitGestalter lädt alle Werderanerinnen und Werderaner zum „Open-Steg“ am 09.02.2020 ab 14 Uhr ein. Die Veranstaltung mit künstlerischen Beiträgen soll ein Zeichen für den Erhalt öffentlicher Wasserzugänge setzen. „Es gibt immer weniger Orte in Werder und Umgebung mit einem direkten Havelzugang. Wir wollen, dass alle Bürgerinnen und Bürger von unserer schönen Landschaft profitieren können“, sagt der Vereinsvorsitzende Meiko Rachimow. (smg)