Pressegespräch bei Kerstin Hoppe im sonnigen Ferch

Kerstin Hoppe: „Unsere Gemeinde soll für alle hier lebenden Menschen Heimat sein.“

Kerstin Hoppe joggt - wenn es ihre Zeit zulässt - gerne eine Runde um den Schwielowsee., Foto: wsw

Schwielowsee OT Ferch, 15. Februar 2019 – Gestern, an dem schönen sonnigen Valentins-Donnerstag, lud Bürgermeisterin Kerstin Hoppe Vertreter von der Presse zum Gespräch ins Rathaus nach Ferch ein. Pünktlich zum Beginn ihrer dritten Amtszeit hat sie eine Zusammenfassung über das Erreichte in 2018 und einen Ausblick über Vorhaben, Investitionen und Höhepunkte für das neue Jahr gegeben.

„In Brandenburg gibt es insgesamt 144 amtsfreie Gemeinden. Und hier gibt es nur zwei Bürgermeisterinnen, die eine dritte Amtszeit antreten können: In Luckenwalde und in Schwielowsee“, berichtet Kerstin Hoppe lächelnd. „Damals war ich mit 38 Jahren die jüngste Bürgermeisterin in Brandenburg. Heute bin ich immer noch genauso motiviert wie zu Beginn und natürlich auch unheimlich stolz, unsere schöne Gemeinde weiterhin führen zu dürfen.“

Und stolz darf die heute 53-Jährige auch sein. Schaut man sich das Jahr 2018 an, gibt es einige Meilensteine, auf die die Bürgermeisterin besonders hinweisen möchte. So zum Beispiel auf die Schulinvestition in Geltow: Für den Erweiterungsneubau und die Sanierung des Bestandsgebäudes der Meusebach-Grundschule sind Gesamtausgaben in Höhe von rund 6,5 Millionen Euro geplant. Der Baustart erfolgte im Januar 2018, die bezugsfertige Fertigstellung des Erweiterungsneubaus ist für Januar 2020 geplant.

Die Bauarbeiten für den Parkplatz an der Baumgartenbrücke begannen im März 2018 und sind nun fast abgeschlossen. Neben PKW-Stellplätzen stehen den Pendlern in Zukunft drei Behindertenstellplätze sowie zwei Stellplätze mit Ladestation für Elektrofahrzeuge zur Verfügung. Zudem gibt es einen überdachten Fahrradstellplatz für insgesamt 16 Räder sowie Sitzgelegenheiten. Die Gesamtausgaben betragen 415.000 Euro – Gut investiertes Geld für die Reduzierung der Verkehrsbelastungen und zur Verbesserung des Klimaschutzes!

Aus Anlass des 70-jährigen Bestehens des Sportvereins 1948 Ferch e.V. wurde im Juni 2018 der neu errichtete Kunstrasenplatz übergeben. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 340.000 Euro, 35.000 Euro kamen aus Eigenmitteln des Sportvereins. Bürgermeisterin Kerstin Hoppe bedankt sich bei allen Sportlerinnen und Sportlern, Unterstützern und Helfern für die Realisierung dieses Sportprojektes in Ferch.

Doch nicht nur besondere Investitionen wurden im vergangenen Jahr gefeiert. Es gab auch sonst viele Möglichkeiten für Freude, so zum Beispiel die Feierlichkeiten anlässlich „1025 Jahre Geltow“. Und auch die Gesundheitswoche, der KreativHerbst und Seniorenveranstaltungen erfreuten sich großer Beliebtheit. Als neue Tradition etablierte sich das zweite Weiße Fest am Havelufer in Caputh, Ferch und Geltow. Mit Picknickdecken, Tischen, Stühlen, Essen und Trinken kamen viele Menschen am 7. Juli 2018 in weiß gekleidet ans Havelufer.

Von außen sieht die Arbeit von Kommunalpolitikern immer recht „einfach” aus, zumindest fallen den meisten bestimmt auf Anhieb zahlreiche Dinge ein, die sie garantiert besser machen könnten. „Wichtig ist es, einen langen Atem im Bürgermeisteramt zu haben“, erklärt Kerstin Hoppe. Die Arbeitsprozesse dauern unglaublich lange. Die Entscheidung für den Parkplatz in Geltow fiel zum Beispiel vor fünf Jahren. „Viele Bürger denken vielleicht, dass wir sie und ihre Sorgen nicht ernst nehmen. Doch manchmal ziehen sich Entscheidungen einfach unglaublich lange hin.“

Bei dem Pressegespräch ließ Kerstin Hoppe jedoch nicht nur das vergangene Jahr Revue passieren, sondern sie gab auch einen Ausblick auf das Jahr 2019. So wird u.a. im März der Parkplatz an der Baumgartenbrücke offiziell übergeben. Im April soll mit dem Bau des Anbaus Kita „Birkenhain“ in Ferch begonnen werden, dessen Fertigstellung für Jahresbeginn 2020 prognostiziert ist. Zudem ist die Weiterführung der Machbarkeits-Studie zur Grundschule Caputh ein zentrales Thema in 2019. „Besonders wichtig ist mir zu erwähnen, dass für das Jahr 2019 keine Straßenbaubeiträge von den Bürgerinnen und Bürgern in Schwielowsee erhoben werden“, ergänzt Kerstin Hoppe. Zur Zeit wird im Land Brandenburg die generelle Abschaffung der Straßenbaubeiträge für Anlieger von Grundstücken und Häusern diskutiert. Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht in Sicht. Für dieses Jahr sind die Bürger in Schwielowsee von den Straßenbaubeiträgen vorerst befreit, je nachdem wie die Entscheidung schlussendlich ausfällt, werden erst in 2020 wieder Beiträge erhoben. Die Straßenbauarbeiten gehen natürlich trotzdem in diesem Jahr weiter. „Das bedeutet ein Defizit von bis zu einer Million Euro in 2019“, erklärt Kerstin Hoppe.

Zum Abschluss des kurzweiligen und informativen Pressegesprächs wendete sich die Bürgermeisterin noch an die Bürgerinnen und Bürger: „Wir können unglaublich stolz sein, hier zu leben. Unsere Region zeichnet sich durch ein tolles Engagement und natürlich die wunderschöne Natur aus. Auch wenn wir vielleicht ab und unterschiedliche Ansichten haben, ziehen wir trotzdem alle an einem Strang. Unsere Gemeinde soll für alle hier lebenden Menschen Heimat sein.“ (wsw)