Regionalentscheid des 61. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels

Gewinnerin Lucie umringt von den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, Fotos: wsw

Werder (Havel), 20. Februar 2020 – Lesen erweitert den Wortschatz, Lesen fördert die Konzentration, Lesen hilft beim Schreiben, Lesen regt die Fantasie an, Lesen erweitert den Horizont, Lesen fördert die Kreativität und Lesen steigert soziale Kompetenzen. Das ist ganz schön viel positiver Einfluss für bedrucktes Papier. Dass die Begeisterung für Bücher auch in der heutigen digitalen Zeit nicht nachlässt, bewiesen gestern elf Mädchen und zwei Jungs beim Regionalentscheid des 61. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels. In der Stadtbibliothek wurde die beste Vorleserin oder der beste Vorleser in Potsdam-Mittelmark West gesucht.

Mit circa 600.000 Teilnehmern jährlich ist der 1959 ins Leben gerufene Vorlesewettbewerb der älteste und größte Schülerwettbewerb Deutschlands. Bisher haben etwa 20 Millionen Kinder an dem Wettbewerb teilgenommen. Er wird vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels veranstaltet und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Ziele des Vorlesewettbewerbs sind, die Begeisterung für Bücher in die Öffentlichkeit zu tragen, Freude am Lesen zu wecken sowie die Lesekompetenz von Kindern zu stärken. Der Wettbewerb wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Die über 600 Regionalwettbewerbe der Städte und Landkreise organisieren Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und weitere kulturelle Einrichtungen. Daran beteiligen sich bundesweit rund 7.000 Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen.

Die 13 TeilnehmerInnen des gestrigen Wettbewerbs wurden von Eltern, Großeltern, Lehrern und Freunden begleitet. Die Nervosität war bei allen groß und auch die Jurymitglieder konnten ihre Aufregung nicht verbergen, lag vor ihnen doch die schwierige Entscheidung, die Lesekompetenz der Mädchen und Jungs zu bewerten. „Versprecher werden nicht gewertet”, beruhigte Bibliotheksleiterin Birgit Mücke die Schülerinnen und Schüler. „Wichtiger sind die Geschichten, die ihr euch ausgesucht habt, und dass ihr die Atmosphäre und die Stimmung des Buches wiedergeben könnt. Ich drücke euch ganz fest die Daumen!“ Die Bewertungskriterien waren die Lesetechnik, die Interpretation und die Textstellenauswahl (nur beim selbstgewählten Text).

Der Wettbewerb gliederte sich in zwei Teile: Im ersten Teil sollten die VorleserInnen ein selbstgewähltes Buch vorstellen, eine kurze Inhaltsangabe geben und erzählend zu einer Textstelle hinführen. Im Anschluss daran sollten sie drei Minuten aus dem Buch vorlesen. Im zweiten Teil mussten die TeilnehmerInnen zwei Minuten lang einen unbekannten Text aus dem Buch „Die beste Bahn meines Lebens” von Anne Becker lesen.

Die fünfköpfige Jury hatte es wahrlich nicht leicht, aus den wirklich tollen Beiträgen der VorleserInnen den bzw. die Beste auszuwählen. Die 13 TeilnehmerInnen waren alle Gewinner, doch die Siegerurkunde hielt am Ende Lucie H. von der Meusebach Grundschule aus Geltow stolz in den Händen. Sie wird beim Bezirksentscheid am 18. April in Wittstock Potsdam-Mittelmark West würdig vertreten.

Wir haben uns sehr gefreut, auch in diesem Jahr bei dieser wirklich schönen Veranstaltung dabei sein zu dürfen. Die bunte Bandbreite der selbstgewählten Bücher und die wirklich tolle Vorlesekompetenz der Mädchen und Jungen haben uns schwer beeindruckt. (wsw)

Eine Übersicht der TeilnehmerInnen

Melina W., Wilhelm-Götze Grundschule, Wusterwitz
Emma Flint: Mein Leben voller Feenstaub und Konfetti (schön wärs)

Colin Marti S., Grundschule Albert Einstein, Caputh
Rick Riordan: Percy Jackson – Die letzte Göttin

Nelly P., Inselschule Töplitz
J. K. Rowling: Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Anna L., Erich-Kästner Grundschule, Groß Kreutz
Alex Rühle: Traumtänzer

Lucie H., Meusebach Grundschule, Geltow
Ulrike Rylance: Zweite Pause – Zoff und Zucker

Paula Antonia S., Carl-von-Ossietzky Schule, Werder (Havel)
Daniela Kohl: Lotta-Leben – Alles voller Kaninchen

Aurora Cassandra G., Ernst-Haeckel-Gymnasium, Werder (Havel)
Cassandra Clare und Holly Black: Magisterium

Lucia B., Grundschule Albert Schweitzer, Treuenbrietzen
Tanya Stewner: Liliane Susewind – Delphine in Seenot

Ralitza D., Grundschule am Fenn, Damsdorf
Paula Noronen: Mission Meerschweinchen

Anaya Therese N., Grundschule Geschwister Scholl, Bad Belzig
Kati Naumann: Schulcafe Pusteblume – Die Mogelmuffins

Mia-Sophie K., Grundschule Glindow
Marliese Arold: Der magische 8. Tag

Hannah N., Grundschule Wiesenburg
Lunda Mullay Hunt: Wie ein Fisch im Baum

Benjamin K., Karl Hagemeister Grundschule, Werder (Havel)
James Krüss: Timm Thaler oder das verkaufte Lachen

Am Ende durften sich alle TeilnehmerInnen über das Buch "Die beste Bahn meines Lebens" freuen.