Rund 2000 Teilnehmer bei Umfrage zur Verkehrsplanung in Werder

Kreuzungsverkehr an der Eisenbahnstraße Ecke Unter den Linden

Werder (Havel), 3. März 2020 – Wie sieht der Verkehr der Zukunft aus? Welche Verkehrsprobleme bestehen aktuell in Werder (Havel) und in den Ortsteilen? Wie können die Probleme entschärft werden? Mit solchen Fragen beschäftigt sich der Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Werder (Havel), der derzeit erarbeitet wird.

Zum Jahresbeginn waren Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, die Verkehrsplanung der Stadt Werder (Havel) mit der Teilnahme an einer Haushaltsbefragung zu unterstützen und aktiv mitzugestalten. Rund 2000 Werderaner haben sich an der Befragung beteiligt.

„Ich möchte mich bei allen Teilnehmern ganz herzlich bedanken“, so Bürgermeisterin Manuela Saß. „Das ist ein sehr ordentlicher Rücklauf, der das beauftragte Planungsbüro PST in die Lage versetzen wird, ein genaues Bild des Verkehrs in Werder (Havel) zu erhalten. Das gilt insbesondere, was die Verkehrsströme, Verkehrswege und Anzahl der Wege anbetrifft.“

Abgeschlossen sei die Arbeit am Verkehrsentwicklungsplan damit ebenso wenig wie die Möglichkeit der Werderaner, sich daran zu beteiligen. Wie geht es weiter? Auf Grundlage von umfangreichen Vorarbeiten und Verkehrszählungen sowie der abschließenden Befragungen wird nun ein Modell der Verkehrsflüsse der Stadt erarbeitet.

Dieses Verkehrsmodell dient als Grundlage, um Maßnahmen in der Verkehrsinfrastruktur auf ihre Konsequenzen hin zu untersuchen. Dabei werden zum einen Maßnahmen betrachtet, für die bereits Prüfanträge vorliegen (Einbahnstraßen in Potsdamer Straße und Adolf-Damaschke-Straße), zum anderen Maßnahmen, die sich aus den Freitextkommentaren der Befragung ergeben und schließlich Maßnahmen, die die Fachplaner für sinnvoll erachten.

Auch die Fraktionen der Stadtverordneten wurden gebeten, Maßnahmen, die sie als sinnvoll betrachten, bei der Verwaltung einzureichen, so dass diese untersucht werden können. Nachdem das Modell erstellt worden ist und erste Maßnahmen geprüft wurden, wird es voraussichtlich noch vor der Sommerpause öffentlich vorgestellt.

Um im Verkehrskonzept auch den Radverkehr angemessen berücksichtigen zu können, ist vom 14. Mai bis zum 4. Juni zudem eine Teilnahme an der Kampagne „Stadtradeln“ geplant. Hier wird die Stadt die Werderaner dazu aufrufen, im Aktionszeitraum intensiv das Fahrrad zu nutzen. Gleichzeitig werden über eine Onlineplattform Infrastrukturprobleme und Daten zum Radverkehr von den Bürgern aufgenommen.

Das Planungsbüro PST wird nach Ende der Fahrrad-Kampagne auch diese Daten auswerten und den Verkehrsentwicklungsplan erstellen, der dann voraussichtlich im Herbst zunächst im Bauausschuss vorgestellt wird. (wh)