SANDDORN-ERNTEFEST am 7. September 2019 im SANDDORN-GARTEN PETZOW

Werder (Havel) OT Petzow, 4. September – Am 7. September wird offiziell die Brandenburger Sanddornernte eröffnet. Nirgendwo sonst in Brandenburg ist die Anbaufläche für Sanddorn so groß wie hier in Potsdam-Mittelmark in unserem schönen Werder (Havel) und Umgebung.  

“Auf 150 Hektar, verteilt auf Plantagen in Werder, Glindow und Umgebung, baut meine Familie seit Anfang der 1990er Jahre Sanddorn an”, erklärt uns Dorothee Berger, die Geschäftsführerin des Sanddorn-Garten in Petzow, und Tochter der Gründerin Christine Berger. Aus einem Ein-Frau-Unternehmen ist mit der Zeit ein erfolgreicher Familienbetrieb geworden.

Was mit Sandokan, dem reinen Sanddornsaft, begann, ist heute zu einem riesigen Angebot feinster Spezialitäten rund um die kleine Power-Beere gewachsen. Neben Bonbons, Limonade, Fruchtaufstrichen, Weinen, Likören, veganen Kreationen und Ölen gibt es auch verschiedene Sanddorn-Kosmetika im Angebot. “Wir sind immer auf der Suche nach neuen Ideen, mit denen wir unsere Kunden überraschen können. Die Sanddorn-Beere ist sehr vielseitig und nicht nur sauer”, ergänzt Dorothee Berger.

Von der Ernte über die Produktion bis hin zum fertigen Produkt findet alles hier in der Region in einer Hand statt. Die Ernte der Sanddornbeeren erfolgt im Ernte-Schnitt-Verfahren. Hierbei schneiden die Mitarbeiter mit elektrischen Scheren die fruchttragenden Zweige von Hand ab. Diese werden dann bei Minus 36 Grad schockgefrostet und in Holzkisten gelagert. Erst im Anschluss werden die gefrorenen Beeren vom Ast abgerüttelt. Es wird jedoch nicht alles vom Strauch abgeschnitten, der Rest, der stehen bleibt, dient zur Regeneration der Pflanze. Die an den Zweigen verbleibende Beere ist eine willkommene Nahrung für die Vögel im Winter. Dadurch hat sich auf den Feldern eine bunte Vogelwelt entwickelt.  

“Die Sanddorn-Beere ist sehr empfindlich und oxidiert schnell. Das Schockfrosten ist die schonendste Art der Ernte, bei der auch alle wichtigen Inhaltsstoffe der orangenen Superfrucht erhalten bleiben”, erklärt uns die Geschäftsführerin. Bereits zu DDR-Zeiten wurde diese Art der Ernte von Spezialisten an der Humboldt Universität zu Berlin entwickelt und hat sich seitdem bewährt. Die Beeren werden dann in der hauseigenen Produktionsstätte weiterverarbeitet, in den Hofläden zum Verkauf angeboten oder in die ganze Welt verschickt. “Wir wissen genau, welche Beere in welchem Glas steckt”, verrät Dorothee Berger schmunzelnd. 

Insgesamt beläuft sich die Ernte auf 100-120 Tonnen im Jahr, Tendenz steigend. Die Sträucher benötigen etwa ein bis zwei Jahre zur Regeneration, um wieder neue fruchttragende Zweige auszubilden. Nachhaltigkeit steht bei dem Familienunternehmen an erster Stelle. Von Dorothee Berger erfahren wir: “Wir benutzen keinen Dünger und keine Pflanzenschutzmittel. Sanddorn ist eine Wildpflanze und wir lassen sie so wachsen, wie sie ist. Der gesamte Anbau ist Bio-zertifiziert.”

Um die kleine Power-Beere gebührend zu ehren, findet nun schon zum 16. Mal das Erntefest im Sanddorn-Garten in Petzow statt. Unter dem Motto “Mit Liebe selbstgemacht” wird den Besuchern des Erntefestes am 7. September wieder einiges geboten. Ein besonderes Highlight findet gleich zu Beginn bei der Eröffnung um 11 Uhr statt. 

Zudem können die Besucher auch an Führungen vor Ort oder zu Fahrten auf die Sanddornfelder teilnehmen oder mit dem Floß den Glindowsee erkunden. Ab 18 Uhr kann man bei Live-Musik in den sommerlichen Abend tanzen. Eine Tombola mit tollen Preisen zugunsten des Zuckerbaum e.V., ein buntes Familien- und Kinderprogramm mit Kinderrallye, das Abfüllen von Sanddorn-Likör sowie ein regionaler Genießer- und Handwerkermarkt runden das Angebot des Erntefestes ab.

Für alle Besucher, die zwischen 10 und 11 Uhr mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln kommen, gibt es eine ganz besonders nostalgische Überraschung: Ein historischer Bus fährt im Shuttlebetrieb zwischen der Bushaltestelle Holländer Mühle bis zum Sanddorn-Garten und zurück. Für alle anderen sind ausreichend Parkplätze auf dem Gelände vorhanden.

“Gemeinsam mit dem Agramarketingverband pro agro freuen wir uns auf ein tolles Sanddorn-Erntefest und auf viele Besucher”, schließt Dorothee Berger ab. (wsw)