Sanierung B1 in Geltow zwischen Kuckucksweg und Caputher Chaussee

Schwielowsee OT Geltow, 14. Juni 2019 – Die B 1 in Geltow ist eine der am stärksten befahrenen Bundesstraßen im westlichen Brandenburg. Die Straße und Gehwege wurden im Jahre 1997 grundhaft ausgebaut. Aufgrund von Problemen mit der Straßendecke wurde diese bereits im Jahr 2004 abgefräst und neu aufgebracht. Im Rahmen der kontinuierlichen Kontrolle der Straßen hat der Landesbetrieb Straßenwesen in diesem Jahr Schäden an der Fahrbahn festgestellt.

Um hier die Ursachen zu ergründen wurden Bohrkerne aus der Straße gezogen. Im Ergebnis war festzustellen, dass nicht nur die oberen vier Zentimeter beschädigt sind, sondern auch die darunter liegende acht Zentimeter starke Binderschicht. Um noch weitere Schäden von der Straße abzuwenden, sind eine Erneuerung der Deck- und Binderschicht (14 cm) und eine Risssanierung der Tragschicht notwendig. Des Weiteren weisen die vorhandenen Schacht- und Ablaufabdeckungen Verwerfungen auf. Diese werden in dem Zusammenhang reguliert und teilweise erneuert.

Die Gemeinde Schwielowsee ist ein anerkannter Erholungsort. Um diesem Titel gerecht zu werden, möchte das Land Brandenburg gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur unterstützend beim Erhalt dieses Prädikates wirken.

Durch die Baufirma STRABAG wurde mit Unterstützung von Universitäten und Ingenieurbüros ein neuer Straßenbelag entwickelt. Dieser nachhaltige High-Tech-Asphalt (NaHiTAS) reduziert durch seine photovoltaischen Eigenschaften, die durch die Abstreuung mit Titandioxid versetztes Material hervorgerufen wird, den Stickstoffanteil. Das Titandioxid reagiert mit Licht als Katalysator und beschleunigt dabei deutlich die Umwandlung von Stickoxid in Nitrate in einer sehr geringen Konzentration. Gleichzeitig erfolgt auch eine Lärmreduzierung der Abrollgeräusche der Fahrzeuge. Diese in Deutschland innovative Bauweise wird in der Ortsdurchfahrt Geltow eingebaut.  

Leider haben Straßenbauarbeiten immer Beeinträchtigungen für die Nutzer zur Folge. Die Baumaßnahme kann und darf aus Arbeitsschutzgründen und wegen der vorhandenen Straßenbreite nur unter Vollsperrung durchgeführt werden. Die Häuser sind durch die Abschnittsbildung in der Regel über das rückwärtige Ortsstraßennetz erreichbar. Der Abschnitt des Knotens im Bereich Caputher Chaussee wird zeitgleich mit den anderen beiden Bauabschnitten unter halbseitiger Sperrung saniert.

Nach Fertigstellung der einzelnen Bauabschnitte muss zum Aufbringen der Deckschicht und der Abstreuung mit dem Titandioxid die Straße für einen Tag voll gesperrt werden, das soll ab Donnerstag, dem 4. Juli 2019 ab 19 Uhr und am Freitag, dem 5. Juli 2019 erfolgen.

Gemeinsam mit dem Baubetrieb hat sich der Landesbetrieb Straßenwesen einen engen Zeitplan gesteckt. Baubeginn ist der 24. Juni 2019 um 7 Uhr mit der Vollsperrung in beiden Richtungen und Bauende wird der 10. Juli 2019 sein, wobei die letzten Tage für Restarbeiten vorgesehen sind. 

“Es ist uns bewusst, dass diese Maßnahme mit Einschränkungen verbunden ist, wir diese aber durch Ausnutzung der hellen Tageszeit und des Samstags minimieren wollen”, teilt Frank Schmidt, Dezernatsleiter Planung West, mit.

Durch die Vollsperrung ist leider auch kein Busverkehr durch Geltow möglich. Konkrete Informationen dazu erfolgen direkt durch Regiobus vor der Baumaßnahme.

Der PKW-Verkehr aus Richtung Potsdam wird über die Forststraße – Werderscher Damm – An den Entenfängerteichen – Straße Am Wasser zur B 1 geleitet. 

Der PKW-Verkehr in Richtung Potsdam wird über Ferch – Caputh- Michendorf – B 2 nach Potsdam geführt. Der LKW-Verkehr wird großräumig über die Autobahnanschlussstelle Glindow – Anschlussstelle Michendorf geführt.

Für die Müllabfuhr wird gesorgt.

Nach Abschluss der Baumaßnahme wird die Wirkung des Straßenbelages durch die Universitäten weiterhin wissenschaftlich begleitet. Der Landesbetrieb Straßenwesen bittet  um Verständnis für die Beeinträchtigungen. (f.s.)