Sauberer, sicherer, leiser: Modellversuch in der Zeppelinstraße – Wie geht es weiter?

Potsdam, 27. Juni 2018 – Alle interessierten Anwohnerinnen und Anwohner der Brandenburger Vorstadt und Potsdam West sind herzlich zu einer zweiten Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Modellversuch Zeppelinstraße am Montag, den 2. Juli 2018 in die Aula des Einsteingymnasiums eingeladen. Es sollen mögliche Lösungen für die angrenzenden Bereiche diskutiert und die nächsten Schritte vereinbart werden.

Der Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt, Bernd Rubelt, führt aus: „Ein Teil der Autofahrer nutzt noch nicht die bereits vorhandenen Alternativen, sondern weicht auf andere Strecken aus. Hier werden wir gemeinsam mit den Anwohnerinnen und Anwohnern der Brandenburger Vorstadt und Potsdam West Möglichkeiten für die betroffenen Bereiche diskutieren und erarbeiten. Ich lade alle Bewohnerinnen und Bewohner der Brandenburger Vorstadt und Potsdam West ein, sich intensiv an der Diskussion und gemeinsamen Suche nach Lösungen zu beteiligen“.

Bei der ersten Veranstaltung am 16. März 2018 wurden die Ergebnisse des Modellversuchs vorgestellt und erörtert. Darüber hinaus wurden für die angrenzenden Bereiche, in denen sich durch den Ausweichverkehr das Verkehrsaufkommen erhöht hat, gemeinsam mit den betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern Handlungsbedarfe ermittelt. Dazu wurden durch die Stadtverwaltung weiterführende Untersuchungen durchgeführt.
Über die möglichen Maßnahmen zur Verkehrsreduzierung, deren Wirkung und Bewertung möchte die Stadtverwaltung deshalb am Montag, den 2. Juli 2018, um 19 Uhr informieren. Die Veranstaltung findet in der Aula des Einsteingymnasiums in der Hegelallee 30, statt.

In der Zeppelinstraße wurde über ein halbes Jahr der Modellversuch mit einer neuen Aufteilung des Verkehrsraums durchgeführt. Dieser Versuch war notwendig, da seit Jahren regelmäßig die Grenzwerte beim gesundheitsschädlichen Stickstoffdioxid überschritten wurden. Mit dem Modellversuch wurde der Nachweis erbracht, dass die Grenzwerte der Luftschadstoffe in der Zeppelinstraße und gleichzeitig in den angrenzenden Straßen dauerhaft eingehalten werden.

Allerdings wurden auch unerwünschte Auswirkungen auf die Verkehrssituation im Umfeld der Zeppelinstraße festgestellt, für die es nun gemeinsam mit den Anwohnerinnen und Anwohnern der betroffenen Bereiche entsprechende Lösungen zu finden gilt. Genauso wichtig ist die Verbesserung der Bedingungen für den ÖPNV und Rad- und Fußverkehr, um Pendlern attraktive Alternativen zur Nutzung des privaten PKW zu bieten. Nur so sind eine dauerhafte Änderung des Mobilitätsverhaltens und die Reduzierung der Verkehrsbelastung in der Zeppelinstraße und in der Geschwister-Scholl-Straße möglich. (lhp/wsw)