SPD Werder: Unterstützung für die Freiwillige Feuerwehr

Werder (Havel), 13. Mai 2019 – Die SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung Werder (Havel) will die ehrenamtlichen Kräfte der Feuerwehr durch hauptamtliche Kräfte unterstützen, heißt es in einer Pressemitteilung. Zur letzten Stadtverordnetenversammlung der Wahlperiode am kommenden Donnerstag, 16. Mai 2019, hat sie den Antrag gestellt, die Tageseinsatzbereitschaft der Werderaner Feuerwehr von Montag bis Freitag 8 bis 16 Uhr durch hauptamtliche Kräfte sicherzustellen. Die hauptamtlichen Kräfte sollen ca. 80 Prozent der Einsätze (technische Hilfeleistungen, Ölspuren,etc.) bewältigen können.

Eine Konkurrenz zu den Freiwilligen Kameraden entsteht dadurch ausdrücklich nicht. “Ich habe großen Respekt vor dem Können, dem Mut und der Hilfsbereitschaft unserer Feuerwehrfrauen und -männer”, so die Fraktionsvorsitzende Anja Spiegel. In den Abend- und Nachstunden sowie am Wochenende tragen sie weiterhin die Verantwortung. Und bei größeren Einsätzen werden darüber hinaus alle ehrenamtlichen und hauptamtlichen Kräfte benötigt.

Teil der Antrags ist auch, eine Zusammenarbeit mit der Gemeinde Schwielowsee zu prüfen. In beiden Orten ist es vor allem tagsüber von 8 bis 16 Uhr schwierig, die Einsatzbereitschaft herzustellen. Weil viele Feuerwehrleute nicht in Werder arbeiten, stehen sie tagsüber nicht schnell zur Verfügung. Da die Kameraden ihren Dienst in der Wache verbringen sollen, entfallen wesentliche Rüstzeiten. Dadurch kann eine hauptamtliche Feuerwehr für ein größeres Gebiet verantwortlich sein und so auch die Tageseinsatzbereitschaft für die Ortsteile Geltow und Ferch der Gemeinde Schwielowsee abdecken. Das würde auch dazu führen, dass beide Partner sich die Kosten für die hauptamtlichen Kräfte teilen könnten.

Zum Hintergrund:

Nach dem Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz in Brandenburg können amtsfreie Gemeinden wie Werder (Havel) eine Berufsfeuerwehr oder bei ihren Freiwilligen Feuerwehren Feuerwachen einrichten, die mit hauptamtlichen Feuerwehrangehörigen besetzt sind. (§ 24 Abs. 3). Ab 30.000 Einwohner “sollen” sie dies tun, während Oberzentren dazu verpflichtet sind. Werder (Havel) geht nicht nur auf die 30.000 Einwohner zu, sondern hat überdies durch seine Lage eine erhebliche Zahl an Autobahnkilometern zu betreuen, die zu Unfallschwerpunkten im Land gehören. Die enorme Zahl der Einsätze für die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr aus den letzten Jahren und die Problematik der Tageseinsatzbereitschaft sprechen daher für die Einrichtung hauptamtlicher Kräfte. (a.s.)