Werder (Havel), 23. Juni 2021 – Wie die Stadt Werder (Havel) mitteilte, werden zukünftig Maßnahmen gegen die nächtlichen Ruhestörungen, laute Partymusik, Feuerwerkskörper, Verunreinigungen und Sachbeschädigungen an der Regattastrecke unternommen. Zuvor hatten sich Anwohner der Inselstadt in den vergangenen Wochen wiederholt über die unhaltbare Situation an der Regattastrecke beschwert.
„Bisweilen werden mobile Boxen oder ganze Musikanlagen auf der Sportanlage aufgestellt und Grillpartys gefeiert“, so der 1. Beigeordnete Christian Große. „Das ist schon teilweise erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit hier nicht nur die üblichen Umgangsformen verletzt werden, sondern auch das Ordnungsrecht gebrochen wird.“
Regelmäßige Streifengänge von Ordnungsamt und Polizei haben zwar erste Verbesserungen gebracht. „In den Nachtstunden, wenn eine regelmäßige Präsenz der Ordnungskräfte nicht immer gewährleistet werden kann, gibt es aber weiterhin massive Probleme“, sagt Christian Große. Hier werde jetzt ein privates Wachschutzunternehmen die Kontrollen unterstützen.
Im vergangenen Jahr habe man in einer ähnlichen Situation mit einem Aktionsplan mit der Landespolizei und Sozialarbeitern der Stiftung Job die Lage beruhigen können. Auch in diesem Jahr werde man die Anwohner mit den massiven Störungen im sensiblen Altstadtbereich nicht allein lassen. Christian Große: „Mit strafender Kontrolle allein kommen wir aber nicht weiter.“
Bei Jugendlichen, die neben Erwachsenen an den Störungen beteiligt sind, will man um Verständnis werben, über die rechtliche Situation aufklären und über Alternativen für die Freizeitgestaltung ins Gespräch kommen, die in Werder beispielsweise in Vereinen oder dem neuen Jugend- und Familienzentrum Haus am See bestehen und mit denen die Jugendlichen bisweilen nicht vertraut sind.
„Auf der anderen Seite wollen wir Jugendlichen eine Möglichkeit geben, über ihre Erwartungen und ihre eigenen Lösungsvorschläge zu sprechen“, sagt der 1. Beigeordnete. Zu einem Runden Tisch der Stadt, der mit der Landespolizei, der Stiftung Job und dem Treffpunkt zu diesem Thema bereits einberufen wurde, sollen deshalb jetzt auch Jugendliche einbezogen werden. (wh)