Stadtspaziergang zum Seeufer

Werder (Havel), 3. Januar 2019 – Bei ihrem kommenden zweiten Stadtspaziergang zur geplanten Haveltherme will die Initiative der “StadtMitGestalter” darauf hinweisen, dass es ihrer Meinung nach zu wenig frei zugängliche Ufer für die Bevölkerung gibt.

Für die Initiative ist die Planung für die Haveltherme “beispielhaft für den Umgang der Stadt mit ihren Uferbereichen”, heißt es in einer Pressemitteilung. “Statt das Ufer für die Bevölkerung offen zu halten, werde es dem Thermengelände zugeordnet und damit der Allgemeinheit entzogen”. Dass es auch anders gehe, zeige das Beispiel der ebenfalls am See gelegene Fontane-Therme in Neuruppin. Dort gebe es einen durchgängig begehbaren Uferweg. „Während andere Kommunen sehr viel daransetzen, Uferbereiche für die Allgemeinheit freizuhalten oder auszuweiten, werden immer mehr Flächen in Werder privaten Interessen geopfert“, kritisiert Rolf Schneider von den StadtMitGestaltern.

Der Verein lädt interessierte Bürger dazu ein, sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen. Bei der Stadtverwaltung hat man beantragt, auch das abgesperrte Thermengelände betreten zu dürfen. Unabhängig davon, dass es noch keine Antwort gibt, wollen sie ihren Stadtspaziergang veranstalten und dabei auch Probleme des freien Uferzugangs in anderen Teilen der Stadt erörtern. (wsw)


Die Initiative will mit ihren Stadtspaziergängen Ideen für eine nachhaltige Stadtgestaltung sammeln. Die Tour zum Ufer des Großen Zernsees beginnt am Sonntag, den 13. Januar 2019, um 11 Uhr vor der Seniorenresidenz Casa Reha, Elsastraße 22. Von dort geht es Richtung Haveltherme und weiter zur Hafenpromenade.