Stadtverordnete stimmen für Erhalt „Minsk“ und Museumskonzept

Oberbürgermeister Mike Schubert: „Das ist ein guter Tag für die Entwicklung der Landeshauptstadt – das Angebot der Stiftung ist ein Glücksfall für Potsdam“

Potsdam, 4. April 2019 – Die Stadtverordneten der Landeshauptstadt Potsdam sind am Mittwoch dem Vorschlag von Oberbürgermeister Mike Schubert mit großer Mehrheit gefolgt, den Verkauf der Grundstücke am Brauhausberg an die Hasso-Plattner-Stiftung vorzubereiten und somit das frühere Terrassenrestaurant „Minsk“ zu erhalten. Das Konzept- und Kaufangebot der Stiftung sieht vor, das „Minsk“ als Unikat der DDR-Architektur zu erhalten und als Museum für die derzeit im Museum Barberini ausgestellten Werke aus DDR-Zeit zu nutzen. Zudem soll der Brauhausberg als öffentlicher Raum erhalten bleiben, eine hohe Aufenthaltsqualität bekommen und mit preisgedämpftem Mietwohnungsbau, der architektonisch auf die Höhenstaffelung des Minsk Bezug nimmt, ergänzt werden.

„Es ist uns gelungen, mit dem vorliegenden Entwicklungskonzept einen breiten Konsens in der Stadtgesellschaft zu erzielen und ein deutliches Zeichen für den Erhalt von bedeutsamer Architektur aus der DDR-Zeit, mit der sich viele Potsdamerinnen und Potsdamer identifizieren, zu setzen. Das ist ein guter Tag für die Entwicklung der Landeshauptstadt – das Angebot der Stiftung ist ein Glücksfall für Potsdam“, sagte Oberbürgermeister Mike Schubert. Die Entscheidung fiel am Mittwoch in der Stadtverordnetenversammlung ohne Gegenstimme.

In den vergangenen Tagen hat Mike Schubert gemeinsam mit den beauftragten Projektentwicklern die Pläne der Hasso-Plattner-Stiftung für die behutsame Entwicklung des Brauhausberg-Areals in den Fraktionen vorgestellt. Das Konzept- und Kaufangebot der Stiftung sieht unter anderem den originalen Erhalt des „Minsk“ mit einer öffentlichen Nutzung als Museum für DDR-Kunst vor sowie Mietwohnungen im preisgedämpften Segment vor. „Das Konzept- und Kaufangebot greift den Wunsch auf, das Minsk in seiner früheren Form und als öffentlichen Ort zu erhalten“, sagte Oberbürgermeister Mike Schubert.

Die Beschlussfassung vom Mittwoch beinhaltet den Auftrag an den Oberbürgermeister, dass er als Gesellschafter die Stadtwerke Potsdam anweist, die Grundstücke am Brauhausberg auf Grundlage des Konzept- und Kaufangebotes der Hasso-Plattner-Stiftung zu verkaufen. Der Bebauungsplan 36-2 „Leipziger Straße/Brauhausberg“ ist zudem im Teilbereich „Am Havelblick“ auf Grundlage des Konzeptes der Stiftung zu ändern und soll den Stadtverordneten im ersten Quartal 2020 zum Beschluss vorgelegt werden.

Die Stiftung hatte nach einem Gespräch mit Oberbürgermeister Mike Schubert im Rathaus im Januar ein Konzept entwickelt, welches den gemeinnützigen Stiftungszweck mit den Interessen der Landeshauptstadt verbindet. Am vergangenen Mittwoch, 27. März 2019, lag das Konzept- und Kaufangebot offiziell vor.

Kernpunkte des Konzeptes sind:
· Das Minsk bleibt als Unikat der DDR-Architektur erhalten und wird ein Museum für die derzeit im Museum Barberini ausgestellte DDR-Kunst
· Der Brauhausberg wird als öffentlicher Raum erhalten, ihm wird eine hohe Aufenthaltsqualität gegeben
· Preisgedämpfter Mietwohnungsbau wird errichtet, der architektonisch auf die Höhenstaffelung des Minsk Bezug nimmt
· Auf die dichte Bebauung und Baumasse wird zugunsten von Ökologie und Ort-Identität verzichten.

Durch dieses Konzept wird nicht nur ein Beitrag zur Refinanzierung des Freizeitbades geleistet, sondern der Landeshauptstadt entfallen gleichzeitig auch die Kosten für den Abriss des Gebäudes. Die Einnahmen aus dem Verkauf des Grundstücks dienen der Refinanzierung des Schwimmbades „blu“. (lhp)