Süßes sonst gibt’s Saures

Woher kommt der Halloween-Brauch? Und bei welchen Veranstaltungen kann man sich am besten gruseln?

Werder (Havel), 25. Oktober 2018 – Schon vor über 25 Jahren schwappte der Brauch von Halloween aus Amerika nach Europa. Wer jedoch denkt, dass der Ursprung eine Erfindung der Amerikaner ist, ist weit gefehlt, denn es waren irische Einwanderer, die diese Tradition von den alten Kelten mitbrachten und als Erinnerung an die alte Heimat in Übersee aufrecht erhielten. Anfang November waren die Felder abgeernetet, die ertragsreiche Zeit des Jahres war vorbei und man glaubte, dass zu dieser Jahreszeit die Welten zwischen Leben und Tod besonders nah zusammenlagen. Um sich vor den bösern Geistern zu schützen, verkleideten sich die Lebenden mit gruseligen Masken und steltlen die heute so beliebten leuchtenden Kürbisse, den „Jack O Lantern“ als Hauswächter auf. Die irischen und andere Einwandererkinder sorgten dafür, dass sich aus dem alten Brauch das beliebte Fest von heute entwickelte.

Und so wird man auch in Werder in der Nacht vom 31. Oktober zahlreiche kleine Monster, Geister und Trolle mit erwartungsvollen Augen und einem kessen „Süßes sonst gibt’s Saures“ auf den Lippen antreffen, die an den Türen klopfen. Mit ihren vielerorts gruselig geschmückte Häusern, stehen die Großen den Kindern in nichts nach und sorgen für ein spooky Erlebnis. Volle Tüten mit Süßigkeiten und glückliche Kinderaugen sind garantiert.

Hexen & Zauberer in Klaistow

Schaurig und schön wird es auf dem Spargelhof Buschmann & Winkelmann in Klaistow, wenn sich Geister, Hexen, Zauberer und andere grusielige Wesen am 27. Oktober ab 15 Uhr zur Disco auf dem Hof treffen. Im Anschluss dürfen sich die kleinen Erschrecker auf einen Laternenumzug ab 17.30 Uhr durch das Wildgehege freuen. Die „Gruselwochen“ und die dazugehörige Deko sind schon seit Anfang Oktober auf dem kompletten Gelände zu finden. Neben Asterix, Obelix, Legionären und anderen Akteurern der Kürbisausstellung „Kürbis Maximus“ finden sich auch wieder die faszinierenden Schnitzgesichter und Figuren des Künstlers Rick, der mit seinen Künsten für ungläublige Gesichter sorgt. Alle Informationen gibt es unter www.spargelhof-klaistow.de 

Die bösen Kinder spielen wieder

9. Gruselnächste im Filmpark Babelsberg

Das Grauen hat einen Namen: Filmpark Babelsberg. Am 26. und 27. Oktober sowie am 2. und 3. November werden hier die Zähne gefletscht, die Messer gewetzt und die Kettensägen angeworfen. Das Publikum liebt es und steht jedes Jahr Schlange. Zum 9. Mal geht das Event 2018 an den Start, von Jahr zu Jahr mit stets wachsender Popularität. Der Babelsberger Horror liegt voll im Trend. Annähernd 200 Kreaturen, beim großen Monster-Casting auf Biss und Kralle geprüft, spuken auch 2018 durch die Nächte. Der Erfolg lebt vom Detail: professionelle Masken- und Kostümbildner begleiten die Inszenierung. Nichts bleibt hier dem Zufall überlassen.

Die Babelsberger Monsterschmiede unter der Regie von Andrej Baranow (u.a. bekannt als Chefvisagist der Berlinale) und der Berliner Künstlerin Tina Knaus gehört zu den erfolgreichsten ihrer Zunft. Alljährlich gelingt es, Dutzende neue Mitspieler zu begeistern und in Workshops und Fittings professionell auf das Mega-Event und seine „Spielregeln“ vorzubereiten. Viele Lektionen rund um effektvolle Masken und Kostüme sowie die Kunst des Erschreckens stehen auf dem Lehrplan.

Spektakuläre Horrorsets und Monsterzonen, erdacht und erbaut von echten Filmhandwerkern, liefern die düstere Szenerie: lichtlos, endlos und hemmungslos schaurig. Schon im Sommer beginnen die aufwendigen Vorbereitungen. Allein die Kulisse sorgt für Gänsehaut und Nervenkitzel.

Tickets sind im Vorverkauf unter www.filmpark-babelsberg.de zum Preis von 26,10 Euro/ Person (inkl. MwSt. und VKK-Gebühren, zzgl. Versand) erhältlich, an der Abendkasse (je nach Verfügbarkeit): 30,00 Euro (inkl. Mwst.). Altersfreigabe ab 16 Jahre (Ausweiskontrolle). (wsw)

Tipps für den perfekten Grinsekürbis

Hut ab und mit einem großen Löffeln aushölen. Dabei sollte am Ende eine ca. 2cm dicke Wand stehen bleiben. Den Deckel am besten in einem 30Grad Winkel einschneiden, damit er am Ende nicht in das Loch hineinfällt.

Erst aufmalen, dann schnitzen. Achten Sie darauf, dass die Öffnungen nicht zu klein sind, da sie sonst beim Schnitzen leicht ausbrechen. Schauen Sie im Internet nach Schblonen, die ausgeschnitten und aufgeklebt werden. Für einen  besonderen Funkeleffekt mit einem Bohrer vielee kleine Löcher in den Kürbis bohren.

Haltbar machen
Den fertig geschnitzen Kürbis mit etwas Sägemehl ausstreuen. Das saugt die Feuchtigkeit auf und sorgt für eine längere Haltbarkeit. Auch das Einsprühen mit Haarlack verlängert die Freude am Kunstwerk.

Die Beleuchtung
Klassisch mit Kerze, am besten in einem Windlicht in das Innere stellen und Deckel wieder drauf.