Tamara Thierschmann ist die Baumblütenkönigin 2021!

Auch ohne Baumblütenfest gibt es eine neue Baumblütenkönigin! Tamara Thierschmann konnte vor sechs Jahren bereits unter Beweis stellen, dass sie unser schönes Werder (Havel) würdig repräsentieren kann. Nun geht sie erstmals in der Geschichte der Werderaner Baumblütenköniginnen in eine zweite Amtsrunde. Wir gratulieren ganz herzlich!

Werder (Havel), 30. April 2021 – Eigentlich würden wir uns jetzt auf das letzte Baumblütenfestwochenende freuen. Der Kopf wäre langsam schwer vom Obstwein, die Stimme heiser vom lauten Singen und Lachen. Schon in wenigen Tagen würden die Buden, Bühnen und Fahrgeschäfte abgebaut, der Unrat beseitigt, die Vorgärten auf der Insel wieder auf Vordermann gebracht. Unsere beschauliche Heimatstadt würde sich wieder von der Aufregung, dem Trubel und den vielen Besuchern erholen. 

Doch wie bereits im letzten Jahr musste das beliebte Baumblütenfest auch in 2021 coronabedingt abgesagt werden. Dabei standen alle Zeichen auf Neuausrichtung! Kleiner, beschaulicher und ursprünglicher sollte die Baumblüte in den Höfen und Gärten werden. 

Trotz aller Absagen, Neuerungen und unerwarteten Wendungen gibt es auch in diesem Jahr eine royale Konstante: Tamara Thierschmann ist die neue Baumblütenkönigin 2021! Sie löst Meike Löbe ab, die im vergangenen Jahr den blumigen Titel tragen durfte. 

Tamara Thierschmann ist keine Unbekannte in Werder (Havel). Als Erzieherin in der Kita „Zauberwald“ in Glindow ist sie natürlich vielen Eltern bekannt und auch der Familienbetrieb „Lohnmosterei Thierschmann“ ist den Werderanern ein Begriff. Doch die meisten kennen Tamara bereits als Baumblütenkönigin: Schon im Jahr 2015 durfte sie als royale Repräsentantin die Blütenstadt vertreten. 

Wir treffen Tamara am 28. April, zwei Tage vor ihrem ersten offiziellen Termin, der heute im Stadtgarten von Lindickes im Hohen Weg stattfand. Tamaras Kinder, Lotte (2 Jahre) und Leo (4 Jahre), spielten bei unserem Besuch vergnügt in dem schönen Garten, die Obstbäume blühen und die Sonne scheint. Perfektes Baumblütenköniginnen-Wetter also!

Die 32-jährige Tamara hat sich in diesem Jahr nicht selbst um das Amt der Baumblütenkönigin beworben, vielmehr wurde sie von den Mitgliedern des Werderschen Obst- und Gartenbauvereins e.V. vorgeschlagen. Wegen der Corona-Pandemie und der Absage des Festes wollte man eine Königin, die sich über ihren Ehrenmitgliedsstatus hinaus in dem Traditionsverein engagiert. Da Tamara gerne bei Veranstaltungen auf dem Frischemarkt aushilft und sich sehr mit dem Obst- und Gartenbauverein verbunden fühlt, fiel die Wahl der zukünftigen Baumblütenkönigin auf die Erzieherin. 

„Ich habe gar nicht lange überlegt, als der Anruf kam, sondern habe sofort ja gesagt“, verrät Tamara strahlend. „Ich habe mich total gefreut, dass an mich gedacht wurde und bin gespannt auf meine zweite Amtszeit.“

Meike Löbe, die zuletzt das royale Amt innehatte, erinnert sich an das vergangene Jahr zurück: „Kurz nach der Mitteilung, dass man sich für mich als Amtsträgerin für das Jahr 2020 entschieden hatte, wurde der Lockdown verkündet und mit ihm auch direkt die Absage für die ersten Termine.“ Enttäuscht oder frustriert war die 42-Jährige dennoch nicht. 

„Trotz der Umstände kann ich auf einige interessante Termine und Aufgaben zurückblicken. Dem Engagement von Vereinen, Künstlern und anderen Initiatoren, welche vorhandene Ideen situativ anpassten oder neue Konzepte entwickelten, war es zu verdanken, dass einige Veranstaltungen stattfinden konnten. Das hat mich sehr beeindruckt. (…) Und wann hat man schon mal die Möglichkeit, mit der Bürgermeisterin beim Kaffee zu sitzen? Ich hatte sie. Kurzum, ich habe jeden meiner Auftritte als Baumblütenkönigin genossen, fühlte mich sehr gut betreut (Danke lieber Bartschi ;o)) und kann auf ein eindrucksvolles Jahr zurückblicken.“

Meike ist in Potsdam und Werder groß geworden und hat schon immer eine enge Verbundenheit zu der Region und ihrer Geschichte verspürt: „Ich bin gern in der Natur unterwegs und verwerte, was der heimische Garten so hergibt. Diese Erfahrungen zu intensivieren und gleichzeitig etwas Gutes für die Gemeinschaft zu tun, empfand ich als eine gute Möglichkeit, über den eigenen Tellerrand zu schauen. Ich fand mich in ungewohnten Situationen wieder und konnte so auch ein Stück weit mehr über mich selbst lernen. Ich bin heute noch stolzer als vor einem Jahr, ein Teil dieser Baumblütentradition zu sein.“

Zum Abschluss hat Meike Löbe noch gute Wünsche für die neue Baumblütenkönigin: „Dass unser schönes Baumblütenfest auch in diesem Jahr nicht wie geplant stattfand, betrübt mich schon sehr. Um so mehr freue ich mich, dass Werder trotz der Umstände seiner Tradition treu bleibt und eine neue Baumblütenkönigin krönt. In einer Zeit, die von Flexibilität geprägt ist, finde ich es wichtig, Konstanten zu haben. Daher gilt der neuen Baumblütenkönigin zunächst mein ausdrücklicher Dank, dass sie das Amt, trotzt der herausfordernden Zeit annimmt. Ich wünsche ihr ein spannendes Jahr, interessante Menschen, die ihr begegnen und die sie begleiten. Vor allem aber wünsche ich ihr, dass sie während ihrer Amtszeit auch wieder so etwas wie Normalität erfahren darf und wir alle uns auf Fotos einer Baumblütenkönigin mit einem sichtbar strahlendem Lachen freuen können.“

Das strahlende Lächeln hat Tamara schon in ihrer ersten Amtszeit perfektioniert und auch bei unserem Treffen sieht man der 32-Jährigen ihre Freude an: die Freude darüber, Baumblütenkönigin 2021 zu sein und in der Stadt leben zu können, die sie liebt. Das Kleid, das sie als neue Repräsentantin von Werder (Havel) tragen wird, ist übrigens das gleiche wie zu ihrer ersten Amtszeit. „Es hing die letzten Jahre auf einer Schaufensterpuppe bei meinen Eltern in der Lohnmosterei. Nun habe ich es wieder zu mir geholt und werde es durch eine aktuelle Schärpe ergänzen“, freut sich Tamara. „Auch wenn ich vielleicht nicht so viele Termine wahrnehmen kann, möchte ich doch lokal präsent sein und gerne auch auf dem Frischemarkt vorbeischauen.“

Wir danken Meike ganz herzlich für ihr Engagement im vergangenen Jahr und wünschen Tamara mindestens ebenso viele schöne Momente und Erlebnisse wie in ihrer ersten Amtszeit!  (wsw)