Temporäre Rettungswache in Betrieb genommen

Von den rund 4000 Einsätzen, die von der Rettungswache in der Adolf-Damaschke-Straße angefahren werden, befindet sich rund jeder vierte jenseits der Bahnschranken.

Werder (Havel), 16. April 2021 – Die neue temporäre Rettungswache Werder in den Havelauen wurde am 6. April vom Landkreis als Träger des Rettungsdienstes offiziell in Betrieb genommen. Die ständig mit einem Rettungssanitäter und einem Notfallsanitäter besetzte Wache ist ein „Ableger“ der Promedica-Rettungswache in der Adolf-Damaschke-Straße und wird zur besseren Versorgung der Patienten benötigt.

Rund jeder vierte der etwa 4000 Promedica-Einsätze im Jahr findet jenseits der Bahnschranken statt. Die vorgeschriebenen Hilfsfristen konnten wegen der häufig geschlossenen Schranken für den Norden Werders oft nicht eingehalten werden. Mit der temporären Wache auf der Nordseite der Schienen wird sich das nun ändern. Sie soll genutzt werden, bis das Land Brandenburg einen Tunnel gebaut hat.

Der Bau der temporären Rettungswache geht auf einen Beschluss des Kreistages zurück. Planung und Umsetzung der Baumaßnahme erfolgten durch das Architekturbüro Hallier in Potsdam. Die Baukosten belaufen sich auf etwa 350.000 Euro. Das Grundstück im Gewerbegebiet Havelauen wurde durch den Landkreis von der Regiobus Potsdam Mittelmark GmbH gepachtet.

„Für die Gefahrenabwehr musste gehandelt werden, zumal sich die Situation an der Schranke mit dem dichteren Takt des RE1 nächstes Jahr noch verschärfen wird. Zusammen mit der Stadt Werder (Havel) und der Regiobus haben wir eine gute Lösung gefunden. Für den Bau wurden vorhandene Container genutzt, die mit Holz verkleidet wurden. So sind die Container nicht mehr sichtbar und ein Schriftzug ,Rettungswache‘ wird noch ergänzt“, so Debra Reußner, Leiterin des Fachbereiches  Sicherheit, Ordnung und Verkehr der Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark. 

Bürgermeisterin Manuela Saß ergänzt: „Mir hat immer der Atem gestockt, wenn die Einsatzwagen vor der geschlossenen Schranke gestanden haben. Da geht es um Situationen, bei denen jede Minute zählt. Deshalb danke ich dem Landkreis und dem Kreistag für diese wichtige Übergangslösung. Mein Blick geht auch in das Jahr 2025, da hat das Land den Baubeginn des Tunnels angekündigt. Der Bahnübergang wird dann für längere Zeit voll gesperrt sein. Auch dafür wird die temporäre Rettungswache dringend benötigt.“ (wh)