Trafostationen in Werder mit heimatlichem Touch

Die Trafostation in der Brandenburger Straße, Foto: hkx

Werder (Havel), 3. August 2021 – Überall im Werderaner Stadtgebiet sowie in den Ortsteilen finden sich kunstvoll verzierte Trafostationen. Verantwortlich für die tollen Kunstwerke mit heimatlichem Touch zeichnet die Firma Motivwunsch. Erst kürzlich wurde die künstlerische Fassadengestaltung der Transformatorstation „Werder (Havel) – Brandenburger Str. 127“ und „Werder (Havel) – Am Plessower See“ fertiggestellt. Die Station „Werder (Havel) – Brandenburger Str. 127“ zeigt eine Altstadtansicht aus der Wasserperspektive. Auf der Station „Werder (Havel) – Am Plessower See“ gleiten zwei Schwäne erhaben über den Plessower See.


Die Gestaltung wurde – nach Abstimmung mit der Stadt – durch die E.DIS Netz GmbH beauftragt und von der Firma Motivwunsch umgesetzt. „Sie ist ein weiterer Schritt, um die für die Versorgung der Stadt notwendige Infrastruktur angenehm ins Ortsbild zu integrieren“, sagt E.DIS-Kommunalreferent Heiko Nimpsch.

Die E.DIS habe vor 17 Jahren mit der Gestaltung der Fassaden von Trafostationen angefangen, damit sie sich besser in das Ortsbild einfügen. „Denn manch einem Bürger sind diese technischen Anlagen optisch ein Dorn im Auge – zumal sie häufig auch beschmiert werden und dann unschön aussehen.“ Einmal von Profis bemalt werden die Stationen von Schmierfinken aufgrund eines Ehrenkodex‘ in der Szene – wie zum Beispiel auch Bäume – meist verschont.


Wobei Ausnahmen die Regel bestätigen: „Die schöne Bemalung an der Station an der Magarethenstraße/ Ecke Am Plessower See muss nächstes Jahr nach großflächigen Schmierereien komplett erneuert werden“, so Heiko Nimpsch. Das gelte leider auch für die gerade erst neu gestaltete Trafostation am Seeufer – wo nebenan auch gleich die Uferbäume verunstaltet wurden. Die Sachbeschädigungen wurden angezeigt.

Bürgermeisterin Manuela Saß begrüßt dennoch das Engagement des Netzbetreibers. Ein Dutzend Trafostationen seien auf diese Weise in Werder und den Ortsteilen allein in den letzten drei Jahren verschönert worden. „Die Stationen sind technisch notwendig. Mit der heimatlichen Bemalung mit Tieren und Landschaften, geschichtlichen Momenten oder besonderen Stadtansichten bereichern sie vielerorts das Stadtbild.“

So sind auf der Trafostation am Alten Brauhaus in der City historische Bierfässer, Weinflaschen und gefüllte Obstkörbe abgebildet, zudem an den Seiten ein Weg durch blühende Plantagen und die Weintiene auf dem Wachtelberg. Auf der Station im Kemnitzer Schmiedeweg blühen das ganze Jahr hindurch die Kirschen. Und in der Puschkinstraße landet eine Wildgans spektakulär im Havelwasser. „Nur völlig entwurzelte Schmierfinken können solche Darstellungen beschädigen“, so Manuela Saß.

„Wir haben ein Budget, mit dem wir jährlich in Abstimmung mit den Kommunen Fassaden gestalten können“, sagt Heiko Nimpsch. Auch die Motive werden mit den Verantwortlichen vor Ort besprochen – in Werder mit dem Stadtmarketing und den Entscheidern in den Ortsteilen. „Wir wollen, dass es den Bürgern letztlich auch gefällt.“

Mittlerweile gebe es eine Warteliste, nicht alle Wünsche können zeitnah erfüllt werden angesichts von rund 20.000 Trafostationen im gesamten Versorgungsgebiet. Die E.DIS Netz GmbH arbeitet bei der Gestaltung der Stationen mit vier Dienstleistern zusammen.

Pro Kunstwerk gibt E.DIS zwischen 700 und 1000 Euro aus. Jährlich werden in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern rund 60 E.DIS-Stationen gestaltet. (wsw, wh, E.DIS)