Bobka: „Uferwege in Werder (Havel) werden seit Jahren neu angelegt“ 

Herman Bobka, der Vorsitzende der CDU-Fraktion Werder (Havel), äußert sich zu den Vorwürfen der Stadtmitgestalter, es gebe zu wenig freie Uferzugänge in der Blütenstadt.

Visualisierung Gesamtansicht der Havel Therme. Bildquelle: schauer & co.

Werder (Havel), 7. Januar 2019 – Ungehalten reagiert der Vorsitzende der CDU-Fraktion Werder (Havel), Herman Bobka, auf die Begründung der Stadtmitgestalter, mit der sie für den 13. Januar 2019 zu einem Stadtspaziergang zum Ufer an der Havel-Therme einladen.

Die Initiative der Stadtmitgestalter will damit, wie sie betonten, auf die Probleme des freien Uferzugangs in diesem, aber auch in anderen Bereichen der Stadt hinweisen. So sei das Ufer im Bereich der geplanten Therme dem Thermengelände zugeordnet und würde damit der Allgemeinheit entzogen. Dass es auch anders gehe, zeige das Beispiel der ebenfalls am See gelegenen Fontane-Therme in Neuruppin. Dort gebe es einen durchgängig begehbaren Uferweg. „Während andere Kommunen sehr viel daran setzen, Uferbereiche für die Allgemeinheit freizuhalten oder auszuweiten, werden immer mehr Flächen in Werder privaten Interessen geopfert“, kritisiert Rolf Schneider von den Stadtmitgestaltern.

„Ich finde es beschämend, wie ein bestimmter Personenkreis unserer Stadt mit eindeutigen Lügen und Falschinformationen immer wieder Missgunst zu streuen versucht“, teilte Herman Bobka in einer Presseinformation mit. „Hiermit möchte ich richtig stellen, dass durch die jüngsten städtischen Bauvorhaben keineswegs eine Vielzahl von öffentlichen Wasserzugängen verschwunden sind“.

Vielmehr seien, so Bobka, „seit der Wende in Werder so viele öffentliche Uferwege erhalten und neu geschaffen worden, wie sonst in nur wenigen anderen Kommunen dieser Größenordnung im Land Brandenburg“.

So sei beispielsweise mit der Sanierung der Inselstadt der Inselrundweg neu entstanden, „und zwar teilweise auf Flächen, die vorher nicht öffentlich zugänglich waren. Im Konversionsareal Havelauen ist am Stichhafen eine rund 700 Meter lange Uferpromenade neu gebaut worden. Am Zernseeufer der Havelauen ist ein Uferweg mit einer Länge von rund zwei Kilometern neu entstanden. Allein in diesem Bereich hat die Stadt 200.000 Quadratmeter Grünflächen zur extensiven Pflege übernommen und den Bürgern zur gemeinschaftlichen Nutzung und Naherholung zur Verfügung gestellt“, zählt Bobka auf.

In Bebauungsplänen wie An der Föhse in Werder oder den Glindower Seevillen sei darauf geachtet worden, dass öffentlich zugängliche Uferbereiche entstünden. Damit würde das Jahnufer als bestehender Uferweg verlängert. Darüber hinaus gebe es in Werder (Havel) und den Ortsteilen zahllose Uferwege und -pfade, die von der öffentlichen Hand erhalten und gepflegt werden“, so Bobka abschließend.

Die Initiative hatte bei der Stadtverwaltung auch beantragt, das abgesperrte Thermengelände betreten zu dürfen. Inzwischen hat die Bürgermeisterin Manuela Saß die Anfrage beantwortet, wie ihr Sprecher Henry Klix mitteilte. Der Bitte, die Absperrung der Thermenbaustelle kurzzeitig zu öffnen, konnte die Bürgermeisterin nicht entsprechen. Bei dem Gelände handelt es sich um eine Baustelle, diese sei entsprechend gesichert und kein geeigneter Ort für Spaziergänge. „Wir haben die Sicherung allein schon aus versicherungstechnischen Gründen zu gewährleisten“, so die Bürgermeisterin in dem Schreiben.

Im ersten Halbjahr 2019 sei ein Tag der offenen Baustelle  für alle Interessierten geplant. „Selbstverständlich können auch Sie diesen Termin nutzen und die Baustelle besichtigen“, schreibt Manuela Saß in der Antwort. (wsw)