Ukraine Resolution

Werder(Havel), 13.April 2022- In einer Resolution hat die Stadtverordnetenversammlung von Werder (Havel) den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg des russischen Präsidenten Wladimir Putin auf die Ukraine auf das Schärfste verurteilt.

„Die Kriegshandlungen verstoßen gegen die Souveränität der Ukraine und gegen die Charta sowie KS- ZE-Schlussakte und die Resolution 2202 des UN-Sicherheitsrates vom 17. Februar 2015“, heißt es in dem einstimmig verabschiedeten Papier. Darin wird die Forderung nach einem sofortigen Waffenstillstand und ein Verzicht auf jeglichen Anspruch auf das ukrainische Staatsgebiet unterstützt. Die Europäische Union und die Bundesregierung werden aufgefordert, weiterhin Maßnahmen zu ergreifen, um dem Krieg schnellstmöglich ein Ende zu setzen und denjenigen, die vor dem Krieg fliehen, eine menschenwürdige Flucht und sichere Unterkunft zu ermöglichen.

„Die Stadtverordnetenversammlung ruft alle Bürger*innen zur Unterstützung und Hilfe der geflüchteten Menschen aus der Ukraine auf“, heißt es in der Resolution weiter. „Die Stadtverordneten und die Verwaltung der Stadt Werder (Havel) werden in Zusammenarbeit mit allen demokratischen Organisationen und Ehrenamtlichen alles dafür tun, um die geflüchteten Menschen aus der Ukraine ,willkommen zu heißen‘ und ihnen einen Neuanfang zu ermöglichen.“ Werders Bürgermeisterin Manuela Saß hatte sich in einer Rede vor der Beschlussfassung für die Welle der Hilfsbereitschaft auch in Werder bedankt ob bei der Bereitstellung von Unterkünften oder der Unterstützung eines Hilfskonvois an die ukrainische Grenze in Polen.

„Uns haben in den letzten Tagen bewegende Nachrichten mit einem herzlichen Dank aus Kiew und auch aus Polen erreicht, den ich hier gern weitergebe.“ Täglich würden die Stadt weitere Unterstützungsangebote erreichen.

„Besonders bewegt hat uns heute der Besuch einer älteren Dame aus Berlin, die als Kind den 2. Weltkrieg miterleben musste. Ihr war es eine Herzensangelegenheit, ihre Spende von 1.000 Euro für eine ukrainische Familie persönlich abzugeben“, berichtete die Bürgermeisterin. Ein Krisenstab der Stadt unterstütze intensiv den Landkreis nicht nur in Fragen der Unterbringung, sondern auch der Betreuung.

„Regelmäßige Treffen mit den in Werder (Havel) helfenden Institutionen wie dem Netzwerk Neue Nachbarn, Weltoffenes Werder und der Kirchengemeinde gewährleisten einen Austausch von Informationen auf kürzestem Weg.“

Oberste Priorität habe nach wie vor die sichere Unterbringung der Geflüchteten. „In den nächsten Tagen und Wochen werden die Betreuung der Kinder in Kindertagesstätten und Schulen aber auch die medizinische Betreuung wichtige Themen sein.“

Mit der Beleuchtung der Bismarckhöhe am Donnerstagabend in den Nationalfarben der Ukraine sende die Stadt ein weithin sichtbares Zeichen der Solidarität und Verbundenheit mit dem ukrainischen Volk, so die Bürgermeisterin. (wh)