Umbau Leipziger Dreieck: Erster Bauabschnitt beginnt heute

Verlängerung der Busspur Friedrich-Engels-Straße / Herstellung der Ersatzstellplätze

Potsdam, 29. April 2019 – Heute beginnt der erste Bauabschnitt des Umbaus des Leipziger Dreieck. Dieser beinhaltet die Anpassung der Friedrich-Engels-Straße für die neue Wendeschleife der Straßenbahn. Die Baumaßnahmen für diesen Bauabschnitt erstrecken sich über circa zwei Jahre, wobei in diesem Jahr zunächst alle vorbereitenden Maßnahmen, wie zum Beispiel die Verlängerung der stadteinwärtigen Busspur, die Errichtung von Ersatzstellplätzen und die Leitungsumverlegungen, ausgeführt werden. Im Jahr 2020 startet dann das Kernstück des Projektes – die Verlegung der Gleistrasse.

Als erste bauliche Maßnahme in dem ersten Bauabschnitt wird die stadteinwärts führende Busspur im Bereich des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) bis zur Schlaatzstraße verlängert, um den ÖPNV während der Bauphase zu stärken. Im Anschluss kommt es zu einer ersten Änderung der Verkehrsführung, um einen Schacht der Energie und Wasser Potsdam GmbH (EWP) im Bereich der Einmündung zur Heinrich-Mann-Allee errichten zu können.

Die Einrichtung der Busspur erfolgt im Abschnitt Friedhofsgasse bis ZOB, als Verlängerung der vorhandenen Busspur im Bereich ZOB. Die neue Busspur verläuft dann im Bereich des derzeitigen Längsparkstreifens. Die dortigen Parkplätze werden die sogenannte Nebenanlage – also den Bereich neben der Fahrbahn – verlegt, und baulich verbessert. Im Abschnitt Am Stellwerk bis ZOB wird die Busspur innerhalb der derzeitigen Nebenanlage hergestellt. Für die auf der Nordseite entfallenden Stellplätze werden auf der Südseite Ersatzstellplätze, ebenfalls in der Nebenanlage, hergestellt. Begonnen wird mit der Herstellung der Stellplätze in der Nebenanlage auf der Südseite der Friedrich-Engels-Straße. Anschließend erfolgen die Arbeiten auf der Nordseite. Als Bauzeit dafür sind circa sechs Wochen geplant.

Alle Verkehrsteilnehmer müssen sich darauf einstellen, dass die Verkehrsführung während der gesamten Baumaßnahme mehrfach geändert wird, wobei in der Regel ein einspuriger Zweirichtungsverkehr realisiert werden soll. Radfahrer können entweder auf der Fahrbahn mitfahren oder den Gehweg benutzen, dieser wird entsprechend beschildert. Die Befahrbarkeit beziehungsweise die Erreichbarkeit des ZOB für Busse ist gesichert. Der Straßenbahnverkehr wird trotz der Baumaßnahmen während der gesamten Bauphase mit nur kurzen Einschränkungen (Schienenersatzverkehr) aufrechterhalten. Die Ampelschaltungen werden angepasst. Der Kreuzungsbereich des Leipziger Dreiecks ist während dieses Bauabschnittes nicht betroffen. Dennoch wird es Beeinträchtigungen für den KFZ-Verkehr in der Friedrich-Engels-Straße geben, die nicht vermeidbar sind. Die Landeshauptstadt bittet um Verständnis und empfiehlt, alternative Wege und soweit möglich die Verkehrsmittel des Umweltverbundes zu nutzen.

Sämtliche Verkehrsführungsphasen werden laufend zwischen der ausführenden Firma, dem Verkehrsmanagement der Landeshauptstadt Potsdam und der Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH (ViP) abgestimmt, um einen möglichst reibungslosen Verkehr in diesem Bereich sicherzustellen. Weiterhin werden auch die baulichen Belange, die sich aus den parallel laufenden Maßnahmen an der L40/ Nuthestraße und den Festlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2020 in Potsdam, an dem das Land Brandenburg das Bürgerfest in Potsdam ausrichtet, in den Planungen berücksichtigt.

Für die Verkehrsentwicklung und zur Erhöhung der Verkehrsqualität für den Kfz-, den Fuß- und Radverkehr sowie den ÖPNV ist eine grundlegende Umgestaltung des Leipziger Dreiecks vorgesehen. Ziel des Umbaus ist die Optimierung der mehrgliedrigen Verkehrs- und Erschließungsqualität im Bereich des Leipziger Dreiecks mit dem angebundenen Hauptstraßennetz. Die Situation ist für Verkehrsteilnehmer aller Art derzeit eher verwirrend und führt zu Verunsicherung und Sicherheitsproblemen. Die Straßenbahn wendet gegenwärtig im Gegenverkehr der stadteinwärts führenden Kfz-Spuren. Insbesondere für Fußgänger und Radfahrer ist der Bereich nur aufwendig und mit großem Zeitverlust passierbar. Dies führt täglich zu Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung und damit zu einem hohen Sicherheitsrisiko. Auch der Kfz-Verkehr ist durch den derzeitigen Straßenbahnverlauf behindert und es kommt beim Einfahren der Tram zur Behinderung des fließenden Verkehrs – da dann alle anderen Verkehrsteilnehmer Rot haben.

Die Ausschreibungen für das Gesamtbauvorhaben „Umbau Leipziger Dreieck“ hatten keine wirtschaftlichen Angebote ergeben. Die Gesamtbaumaßnahme musste daher gesplittet und in vier einzelnen Teilen, das heißt in vier Baulosen, neu ausgeschrieben werden. In der Friedrich-Engels-Straße beginnt nun der erste Umbau-Abschnitt.

Weitere Informationen zu den aktuellen und geplanten Baumaßnahmen im Straßennetz der Landeshauptstadt Potsdam sind auf der Internetseite www.mobil-potsdam.de zu finden. (lhp)