Umfassende Einwohnerbeteiligung zum Baumblütenfest geplant

Die Baumblütenfeste in den kommenden beiden Jahren werden ausfallen / Die Einwohner von Werder (Havel) sollen an dem Prozess der Neuausrichtung des Baumblütenfestes beteiligt werden

In Vorbereitung der Absage des Festes für 2020 hat die Verwaltung den Fraktionsvorsitzenden erste Ideen für ein Beteiligungsverfahren für einen Neustart des Baumblütenfestes ab voraussichtlich 2022 vorgelegt. Die abgebildeten Schritte sollen in dem geplanten Beteiligungsverfahren berücksichtigt werden.

Werder (Havel), 11. September 2019 – Nach der Absage des Baumblütenfestes in Werder (Havel) wird Bürgermeisterin Manuela Saß den Stadtverordneten ein umfassendes und fachlich begleitetes Einwohnerbeteiligungsverfahren vorschlagen Es soll mit einer Einwohnerversammlung beginnen, die am 27. November um 18 Uhr auf der Bismarckhöhe, Hoher Weg 150, stattfinden wird.

„Wir möchten den Werderanern die Erfahrungen und Entwicklungen der vergangenen Jahre darstellen und das Ergebnis des Vergabeverfahrens erläutern“, so Bürgermeisterin Manuela Saß. Bei der Einwohnerversammlung werde auch die Möglichkeit für eine erste Diskussion bestehen.

Der Diskurs soll nach der Einwohnerversammlung in mehreren Schritten weitergehen, die in einem Arbeitspapier der Verwaltung zusammengefasst sind. Das Papier ist am 23. August bereits den Fraktionsvorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung vorgestellt worden. Zu diesem Zeitpunkt wurden die Fraktionsvorsitzenden auch über die Aufhebung des Vergabeverfahrens ins Bild gesetzt.

Dem Arbeitspapier zufolge würde im Frühjahr eine Einwohnerbefragung stattfinden, bei der unter anderem ermittelt werden soll, was den Werderanern am Baumblütenfest besonders wichtig ist. Im Frühsommer soll diese Diskussion mit Politik und Verwaltung in mehreren Workshops fortgesetzt werden, bevor bis Herbst kommenden Jahres in Arbeitsgruppen mehrere Varianten für eine Neuausrichtung des Baumblütenfestes erarbeitet werden.

Nach einem erneuten Feedback der Einwohner sollen die Stadtverordneten dann im Winter 2020/2021 entscheiden, welche der Varianten als Grundlage für eine Neuausschreibung des Festes gewählt wird. Eine Neuausschreibung könnte im Sommer 2021 stattfinden.

„Beteiligungsprozesse sind komplex. Ein Verfahren muss sich dem Gesamtprozess immer wieder anpassen“, betont Dr. Linus Strohmann, der seit Juli in der Stadtverwaltung als Referent für Einwohnerbeteiligung tätig ist. Das Arbeitspapier könne deshalb nur eine Orientierung für das geplante Verfahren sein.

„Das Papier bildet eine gute Basis zur Erarbeitung eines Festkonzepts, das eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung genießt und dem Image von Werder als Blütenstadt gerecht wird“, so Bürgermeisterin Saß. Dafür werde man sich die Zeit nehmen, die benötigt wird.

Im Vergabeverfahren für die Dienstleistungskonzeption des Baumblütenfestes ist wie gestern mitgeteilt kein zuschlagfähiges Angebot abgegeben worden. Es hatte sich gezeigt, dass für einen echten und nachhaltigen Richtungswechsel eine andere Herangehensweise und mehr Zeit benötigt werden. (wh)