Unser Werder (171): Michael & Maria Mikalo

Maria und Michael Mikalo. Foto: privat

Kurz & knackig

Name: Michael Mikalo und Maria Mikalo
Alter: 33 und 30 Jahre jung
Wohnort: Phöben und Berlin
Seit wann seid ihr in Werder zu Hause? 
M: Wir sind in Phöben aufgewachsen, nun ist Micha vor kurzem wieder aus der Hauptstadt zurückgezogen.

Habt ihr Kinder oder möchtet ihr gerne welche haben?
M: Micha hat eine kleine Tochter. Sie ist jetzt zehn Monate alt und freut sich ab Herbst auf den Kindergarten. 
M: Maria geht die Familienplanung etwas später an, aber ein/e Cousin/e wäre schon schön. 

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würdet ihr Werder einem Fremden beschreiben?
M:
Bei den meisten konnten wir bisher ganz gut beim Ketchup und Blütenfest ansetzen. Ebenso gut funktioniert, Werder als Obstgarten von Berlin zu beschreiben – reich an heimischen Früchten und malerischen Landschaften. Dann überlegen viele gleich, wann sie nicht mal einen Ausflug machen könnten.
M: … Phöben ist dann folgerichtig das Beverly Hills von Werder.

Was arbeitet/macht ihr so den lieben langen Tag?
M:
Unser Tagesablauf ist zum Glück so vielfältig wie unser Beruf und unsere Auftraggeber. Zumeist treffen wir uns aber morgens im Rechenzentrum und gestalten verschiedenste Dinge – von kleineren Grafiken, einzelnen Plakaten und dem Webdesign bis zur ganzheitlichen Corporate Identity (dem Auftreten eines Unternehmens). 

Was würdet ihr lieber machen?
M:
Im Lotto gewinnen und den lieben langen Tag lazy am Corner schöngeisten. Lit.
M: Sicherlich könnten wir etwas mehr Freiraum für eigene Projekte, Familie und Freunde gebrauchen, aber ansonsten ist das schon unser Traumjob. 

Rummel oder Muckergarten? Wo ist euer Lieblingsort auf der Baumblüte?
M:
Früher war ganz klar die Hauptbühne auf der Insel und alles ringsum der Ort des Geschehens. Heute treffen wir Freunde und Bekannte auf dem Blütenzauber Open Air oder gesellig im Muckergarten. 

Und welchen Obstwein bevorzugt ihr?
M:
Ach, da sind wir leidenschaftslos! Hauptsache nicht zu süß und nicht zu viel.
M: Word. In vino veritas.

Ihr – ganz speziell

“Gute Marken sind wie Geschwister – sie begleiten dich ein Leben lang, du wächst mit ihnen gemeinsam und sie entwickeln sich mit dir.” – So steht es auf der Internetseite mikalo.studio für euer noch junges gemeinsames “Studio Mikalo” – was bedeutet das?
M: Um eine prägnante und konsistente Marke wie beispielsweise Coca Cola zu schaffen, ist es am besten, schon bei der Namensfindung dabei sein zu können und so gemeinsam ein einheitliches Bild der Idee und des Charakters des Unternehmens, Produkts oder der Person zu formen.
M: Ähnlich wie bei Geschwistern – wir wissen da ganz gut, wovon wir sprechen.

Ist es manchmal schwer, mit dem Bruder, mit der Schwester zusammen zu arbeiten. Zofft man sich auf einem anderen Niveau? Wer ist der Chef?
M:
Einen Chef gibt es nicht, wir haben beide unsere Steckenpferde und ergänzen uns ganz gut. Klar kommt es auch schon mal zu dem einen oder anderen kleinen Zoff frei von jeglicher Etikette, aber nach kurzer Zeit lachen wir dann gemeinsam darüber.
M: Es ist immer wieder erstaunlich, wie gut wir uns gerade auch auf administrativer Ebene ergänzen. Der eine mag keine Präsentation/Technik/Finanzen/Projektmanagement – der andere schon. So richtig „gezofft” haben wir uns eigentlich auch noch gar nicht. Es ist eher ein leidenschaftliches Diskutieren.

Ihr arbeitet im Rechenzentrum Potsdam – hat die Ungewissheit des Standortes Einfluss auf die Kreativität?
M:
Ist die Zukunft nicht immer ungewiss? Soweit ich weiß, ist hier auch noch nichts in Stein gemeißelt.
M: Das Rechenzentrum ist uns bereits in kurzer Zeit mit vielen der Kreativschaffenden ans Herz gewachsen. Hier gibt es einfach einen tollen Platz zum Austausch, für gemeinsame Projekte und schöne Zusammentreffen und das zumindest noch die nächsten drei Jahre.

Sowohl eure Leistungen als auch die Liste der Referenzen ist ja schon beachtlich – könnt ihr einige Projekte nennen, die euch wirklich Kopfzerbrechen bereitet haben?
M:
Der Kopf ist uns uns zum Glück noch nicht zerbrochen, eine Herausforderung ist es jedoch jedes Mal aufs Neue, wenn es darum geht, komplexere Themen anschaulich und gut aufbereitet für den Nutzer zu transportieren.
M: Micha hat beispielsweise bereits ein paar Jahresberichte eines großen Unternehmens gestaltet, die durch eigens entworfene Schaubilder etc. sogar für Außenstehende interessant und informativ werden – obwohl das meistens interne Themen sind.

Und welche waren besonders spannend?
M: Besonders spannend war es bisher, gemeinsam mit weiteren Kreativschaffenden aus verschiedenen Bereichen zusammenzuarbeiten und sich so immer wieder gegenseitig zu fördern und zu fordern.
M: Beispielsweise machen wir gerade ein kleines Redesign für eine Künstlerin aus dem Haus.
M: Viel Spaß macht uns zudem die Gestaltung der Hakke-Veranstaltungen seit mehr als zehn Jahren.

Design ist kein geschützter Beruf – was befähigt euch, diesen auszuüben?
M:
Wir haben beide einen Bachelor in Kommunikationsdesign, Maria hat anschließend noch einen Master in Typografie/Grafik gemacht.
M: … und Micha vorher eine Ausbildung als Mediengestalter in Digital- und Printmedien abgeschlossen.
M: Und da wir bereits in verschiedenen Berliner Agenturen gearbeitet haben, sind wir hier ganz gut aufgestellt.

Was bietet Ihr dem Kunden?
M:
Wir bieten nutzenorientiertes Design auf allen Ebenen: Konzeption, Kreation und Umsetzung. Und wir begleiten unsere Kunden und Partner zuverlässig bei der Visualisierung ihrer Projekte und Ideen.
M: … außerdem Kaffee und Kekse.

Für welche Art Kunden arbeitet ihr am liebsten?
M: Am liebsten arbeiten wir mit Auftraggebern, die Herzblut für die Sache haben. Außerdem betreuen wir gern Projekte, die anderen Menschen Freude bringen – sei es in Kunst, Kultur, Freizeit oder im Kleinen.
M: … grundsätzlich sind wir aber offen für Unternehmen und Projekte jeder Branche, solange sie mit unseren Werten vertretbar sind.

Was sind die nächsten Schritte für die Zukunft?
M: Die nächsten Schritte gehen hoffentlich über die Gewinnschwelle zum etablierten Design-Studio! Mittelfristig möchten wir gern unsere Mutter für Bürotätigkeiten mit ins Boot holen.
M: … Dann ist es ein richtiger Familienbetrieb. Außerdem können wir uns vorstellen, mit einigen unserer Bücher an Verlage heranzutreten – da sind im Laufe der Zeit ein paar Sachen zusammengekommen …

Wenn ihr drei Wünsche frei hätten – welche wären das?

  1. Cheats,
  2. Speichern und
  3. Apfel-Z im realen Leben.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Welche berühmte Person würdet ihr gern einmal treffen?
M:
Micha hat zu unserer kleinen Weihnachtsfeier bereits Rahzel, den Weltmeister im Beatboxing, bei einem Instore-Gig in Berlin getroffen …
M: Maria würde gerne Peter Pan treffen und das Nimmerland bereisen – wäre auch ein schöner Ort für eine Dependance.

Welche Fragen würdet ihr der Person stellen?
M: Micha fragte ihn nach einem Foto. Am liebsten hätte er aber wahrscheinlich gleich eine kleine Jam Session veranstaltet.
M: Maria würde Peter Pan nach seinem Schatten fragen.

Welche Bücher liegen auf euren Nachttischen?
M:
Maria liest zur Zeit ein Buch von Balzac, auf ihrem Nachttisch wartet aber schon Scharnow, der Debütroman von Bela B.
M: Micha schafft es momentan zeitlich nicht, etwas anderes als die Nachrichten zu lesen – davon aber reichlich und viel.

Habt ihr Vorbilder? Welche und warum?
M: Klar, Vorbilder und Inspirationen gibt es einige im Kunst-, Foto- und Designbereich. Allen voran muss dieses Jahr (anlässlich des 100. Jubiläums) natürlich Bauhaus genannt werden und dessen Mantra “form follows function”. Dazu zählen dann die bekanntesten Vertreter wie Walter Gropius, Oscar Schlemmer, Marianne Brandt und Paul Klee usw.

Habt ihr einen Lieblingsfilm oder -Serie? Warum?
M:
Micha liebt Star Wars und den ganzen Achtziger-Kram (Zurück in die Zukunft, Ghostbusters, Indiana Jones, etc.). Ansonsten Science-Fiction.
M: Maria lässt sich gerne von neuen, guten Filmen und Serien überraschen, schaut aber genauso gern die Klassiker von Tarantino und Co.
M: Am besten lachen können wir beide über Cartoons wie Family Guy oder Ren & Stimpy. Ach, eigentlich haben wir einen sehr ähnlichen Film- und Seriengeschmack.

Habt ihr verborgene Talente?
M:
Der aufmerksame Leser hat bestimmt gemerkt, dass Micha beatboxen kann und zeitweilig auch ein paar Auftritte mit der TVCrew in Potsdam und Umgebung hatte.
M: Maria hat neben der Gestaltung allerdings noch nicht mal Hobbies – außer mit Freunden um die Häuser zu ziehen und bei Konzerten ganz vorne zu stehen. Was übrigens auch eines ihrer Talente ist: innerhalb von fünf Minuten – vorbei an Moshpits und Pogorunden – ganz vorne an der Bühne bei Konzerten und Festivals zu sein.

Liebt ihr Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
M:
Wir hatten als Kinder und bis zu unserer Jugend einen ganz tollen Schäferhund namens Charly, also einstimmig: Hund.
M: Alpakas sind auch toll.

Der Eingang zum Mikalo-Studio im Potsdamer Rechenzentrum. Foto: privat