Unterstützung für die Resi-Salomon-Straße in Glindow

Visualisierung Weltoffenes Werder

Werder (Havel) OT Glindow, 8. Januar 2020 – Das Aktionsbündnis Weltoffenes Werder, das Werderaner Bündnis für Kulturaustausch, gegen Rassismus und Gewalt (KURAGE) und die Ev. Heilig-Geist-Kirchengemeinde Werder wenden sich in einem Schreiben an den Ortsbeirat Glindow.

Im Ortsteil Glindow entsteht in Kürze eine neue Straße als Zufahrt zum Schulcampus der Hoffbauer-Stiftung. In dem Schreiben an den Ortsbeirat bitten die unterzeichnenden Organisationen, der entstehenden Straße den Namen „Resi-Salomon-Straße“ zu geben.

Resi Salomon und ihre beiden Söhne hatten ihren letzten Wohnsitz in Werder in der Klaistower Straße 70, nur unweit vom neuen Schul-Campus entfernt. Sie führte dort eine Gärtnerei. 1942 wurde Resi Salomon von den Nazis zunächst ins Ghetto von Warschau und anschließend in das Vernichtungslager Treblinka deportiert und dort umgebracht. Ihr Sohn Hans Siegfried wurde nur wenige Wochen später nach Minsk deportiert und dort von den Nazis ermordet.

„75 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkriegs und der Befreiung von Auschwitz und in einer Zeit, in der Rassismus und Antisemitismus in der Gesellschaft wieder zunehmen, halten wir die Benennung einer Straße in Glindow im Gedenken an Resi Salomon für ein richtiges und wichtiges Zeichen. Gerade weil diese zu einer Schule führt, kann sie ein Impuls für Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler sein, sich mit diesen Aspekten unserer Orts- und der Zeitgeschichte zu beschäftigen und das Gedenken an die Gräueltaten der Nationalsozialisten wach zu halten“, heißt es in dem Brief.

Mit dem Schreiben möchten das Aktionsbündnis Weltoffenes Werder, das Werderaner Bündnis für Kulturaustausch, gegen Rassismus und Gewalt (KURAGE) und die Ev. Heilig-Geist-Kirchengemeinde Werder den Vorschlag der Straßenbenennung nach Resi Salomon gegenüber dem Ortsbeirat von Glindow und im nächsten Schritt auch ggü. den Stadtverordneten von Werder bekräftigen.

Unterstützung erhofft man sich aus der Bevölkerung: „Wir wenden uns an Organisationen, Parteien und Bürgerinnen und Bürger aus Glindow bzw. Werder, die diese Idee unterstützen wollen. Und bitten auch Sie und Euch, den Vorschlag mit Ihrem/Eurem Namen Nachdruck zu verleihen. Wir bitten um Rückmeldung bis spätestens zum 11. Januar 2021 an info@weltoffenes-werder.de unter Angabe, mit welchen Namen bzw. Bezeichnungen (Organisation, Partei, …) Sie/Ihr auf dem Schreiben aufgeführt werden möchtet”, so das Aktionsbündnis Weltoffenes Werder. (aww, wsw)