Verbraucherzentrale informiert über Programme zur energetischen Modernisierung

Wohnungs- und Hauseigentümern stehen verschiedene Fördermöglichkeiten zur Verfügung, um ihr Wohneigentum energetisch zu modernisieren. Marlies Hopf, Leiterin des Energieprojektes bei der Verbraucherzentrale Brandenburg, gibt einen Überblick.

Von finanzieller Förderung profitieren und Energie sparen: Wohnungs- und Hauseigentümern stehen verschiedene Fördermöglichkeiten zur Verfügung, um ihr Wohneigentum energetisch zu modernisieren.

Potsdam, 3. September 2018 – Verbraucher, die ihr selbst genutztes Wohneigentum – egal ob Haus oder Eigentumswohnung – energetisch modernisieren möchten, können von Fördermitteln finanziell profitieren. So gewähren die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Zuschüsse oder verbilligte Darlehen. Die Investitionsbank des Landes Brandenburgs (ILB) fördert mit zinsfreien Darlehen und Zuschüssen von bis zu 30 Prozent – je nach Umfang der Modernisierung. Bei der Förderung der ILB handelt es nur sich um eine Innenstadtförderung, durch die die energetische Modernisierung von Wohneigentum in Innenstadtlage finanziell unterstützt wird.

Welche Maßnahmen werden finanziell gefördert?
„Fördermittel können Wohneigentümer zum Beispiel für  die Wärmedämmung von Wänden und Dach, die Optimierung der Heizung oder den Einbau von Lüftungstechnik erhalten“, erklärt Hopf.

Was gibt es zu beachten?
Alle geplanten baulichen Maßnahmen müssen in jedem Fall mit der Wohnungs-Eigentümergemeinschaft (WEG) abgestimmt werden. Das betrifft auch einzelne Wohnungen, die Gemeinschaftseigentum berühren, beispielweise bei einer Etagenheizung, die an einen gemeinsamen Schornstein angeschlossen ist.

Besonderheiten bei der Förderung durch die KfW
„Interessierte, die eine Förderung bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW beantragen wollen, benötigen zwingend einen Sachverständigen. Er übernimmt die energetische Fachplanung, die Baubegleitung und bestätigt die Einhaltung der Förderbedingungen“, berichtet die Expertin. „Den Zuschuss beantragt der Wohneigentümer online über das KfW-Zuschussportal. Bei Modernisierungen von Gemeinschaftseigentum kann die Hausverwaltung stellvertretend für alle Eigentümer den Antrag stellen“, informiert Hopf weiter. Einen Kredit beantragen Wohneigentümer bzw. die WEG als Verband bei einer Bank oder Sparkasse.

Finanzielle Förderung durch die BAFA
Maßnahmen zur Optimierung der Heizungsanlage fördert die BAFA mit einem Zuschuss von bis zu 30 Prozent. Dazu gehören der Austausch stromfressender Pumpen, der sogenannte hydraulische Ausgleich und andere Maßnahmen, um die Energieeffizienz des selbst genutzten Wohneigentums zu verbessern.

Unterstützung finden durch eine Beratung
„Wir empfehlen Interessierten, sich über Modernisierungsmöglichkeiten und Förderoptionen von einem unabhängigen Energieberater informieren zu lassen“, so Hopf. Die Energieberatung bei der Verbraucherzentrale zu Fördermöglichkeiten kostet 5 Euro und wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. (vzbv/wsw)