Vernissage im Kunst-Geschoss

Zur Vernissage am 15. Mai kamen viele interessierte Besucher in die Stadtgalerie Kunst-Geschoss, Fotos: wsw

Werder (Havel), 20. Mai 2019 – Am Abend des 15. Mai fand in der Stadtgalerie Kunst-Geschoss die Vernissage für eine neue Ausstellung statt. Die Künstlerin Heike Cybulski zeigt bis zum 30. Juni ihre Malerei und Stahlplastik in der Uferstraße 10 in Werder (Havel).

“Wir haben bereits zwei vielbeachtete Ausstellungen in diesem Jahr gezeigt: Die 3. Bestandsaufnahme Textilkunst und Kunsthandwerk und die Geschichtsausstellung ’30 – Eine Generation’. Mit der dritten Ausstellung in diesem Jahr geht es wieder in die künstlerische Richtung”, läutete Kurator Frank W. Weber seine Begrüßungsrede ein.

Heike Cybulski, Manuela Saß und Frank W. Weber begrüßten die Gäste zur Vernissage.

Heike Cybulski zeigte erstmals im Jahr 2009 als Gastkünstlerin ihre Arbeiten zum ersten internationalen Pleinair. Seither steht die zweiteilige Stahlplastik KUNST-GESCHOSS als Leihgabe im Foyer. “Mit der heutigen Vernissage geht sie in den dauerhaften Besitz unseres Fundus'”, verkündet Frank W. Weber. Er hatte bereits 2007 von den plastischen Arbeiten der Künstlerin erfahren und war sich sofort sicher, dass die Werke von Heike Cybulski eine Bereicherung für das Pleinair sein können. Nun, zehn Jahre später, findet in der Stadtgalerie eine umfassende Werkschau anlässlich des 50. Geburtstages der Künstlerin statt.

Dazu erklärt der Kurator des Kunst-Geschosses: „Heike Cybulskis bildnerische Werke entstehen aus ihrer inneren Gefühlswelt. Die Künstlerin liebt die hellen, die sonnigen, die frischen Farben erster, höchstens zweiter Ordnung. Diese Farben erwecken Gefühle von Lebensfreude, Lebenskraft, Fröhlichkeit, Frische und Sonnenwärme bei den Betrachtern. Wie in der Abstraktion, die sich ganz ohne Verstand, rein über die Farbe und Komposition wahrnehmen lässt, finden wir den Einstieg in die Malerei von Heike Cybulski. Sie hat einen eigenen, in sich fließenden Übergang zur konkreten Bildsprache entwickelt. In den meisten Fällen setzt sie eine mehr oder weniger aufgelöste, waagerechte Linie, die im farblichen Kontrast steht. Unweigerlich erscheint die Waagerechte als Horizont und die Abstraktion löst sich in einer ruhigen und meditativen Landschaft auf.”

Es ist der Kontrast zwischen den Acrylgemälden und den bis zu 100 Kilogramm schweren Stahlplastiken, der die Ausstellung so faszinierend macht. “Meine Bilder lassen viel kreativen Freiraum in der Interpretation. Für mich ist es deshalb immer wieder spannend zu erfahren, was der Betrachter in meinen Bildern sieht, was er erkennt. Ich freue mich, wenn sich der Betrachter auf das Bild einlässt, es auf sich wirken lässt und seine Auslegungen findet. Meine Stahlplastiken nenne ich oft augenzwinkernd ‘meine Diven’, denn sie brauchen Raum und verlangen Kraft, sie sind in ihrer Wirkung apart, stolz und elegant”, erklärt Heike Cybulski.

Die Ausstellung von Heike Cybulski wird bis zum 30. Juni immer Donnerstag, Samstag und Sonntag von 13 bis 18 Uhr zu sehen sein.

In der Galerie am Glas hängen ebenfalls seit dem 15. Mai Fotografien von Edith Mende. Die Glindowerin ist Journalistin im Ruhestand und zeigt ihre Leidenschaft für mehrere Hundert Jahre alte Olivenbäume aus Apulien auf 15 Fotografien. (wsw)

Edith Mende zeigt Fotografien von Olivenbäumen.