Weihnachten kann kommen!

Werder (Havel) OT Plessow, 6. November 2020 – Das Polizeiorchester Brandenburg spielt Weihnachtslieder, die fünfte Deutsche Weihnachtsbaumkönigin Laura Stegemann strahlt mit ihrem funkelnden Kleid um die Wette und überall versprüht weihnachtliche Dekoration ein Hauch von Advent! Heute wurde auf dem Werderaner Tannenhof die neue Weihnachtssaison offiziell eingeläutet – mit ausreichend Abstand und an der frischen Luft.

Gerald Mai, der Geschäftsführer des Plessower Familienbetriebs, stellte gleich zu Beginn klar: „Weihnachten findet statt! Und mehr denn je sollten wir uns alle in diesem Jahr auf die Werte und Traditionen in der Weihnachtszeit besinnen.“

Weihnachten 2020 wird angesichts der Corona-Situation ein ganz besonderes Fest werden. Mehr Menschen werden im kleinen Kreis zu Hause feiern und während der unsicheren Zeiten in Werten und Traditionen Halt suchen. Insbesondere der Weihnachtsbaum, das Symbol der Weihnacht schlechthin, wird zum Mutgeber – wie schon öfter in der Vergangenheit. Ein geschmückter Baum in der warmen Stube, leckeres Essen und Besinnlichkeit im Kreise der Familie – das diesjährige Weihnachtsfest soll zu einem ganz besonderen Erlebnis werden. Da kommen Erinnerungen aus Kindertagen hoch: die Aufregung und Spannung – welche Geschenke liegen wohl unter dem Weihnachtsbaum?

Und zuvor steht in der Adventszeit ja auch die Frage im Raum, welcher Weihnachtsbaum es denn in diesem Jahr werden soll? Der kleine schmale oder der große ausladende Baum? Bekanntlich gewinnt der Weihnachtsbaum vom Auswählen übers Schlagen bis hin zum Aufstellen in den eigenen vier Wänden nochmals an Größe, dies sollte man bei der Auswahl unbedingt beachten.

Auf dem Werderaner Tannenhof wurde heute ganz offiziell die Weihnachtssaison eröffnet. Traditionell geht der erste Baum, der in Plessow geschlagen wird, an das SOS-Kinderdorf Brandenburg. Seit dem Jahr 1996 gibt es in Brandenburg an der Havel ein SOS-Kinderdorf: Acht Familienhäuser reihen sich aneinander für rund 45 Kinder und Jugendliche. Der Alltag wird liebevoll gestaltet, alle Termine rund um Schule, Arztbesuche, Therapien und Sportvereine werden abgedeckt. Die Kinder erfahren in den Familien liebevollen Umgang, Verständnis und Geborgenheit. Sie werden rundum gut versorgt, gefördert und gefordert.

Seit etwa 20 Jahren beliefert der Werderaner Tannenhof das SOS-Kinderdorf Brandenburg mit einem Baum. „Der Baum ist für den Außenbereich gedacht und der kann getrost auch bis Ostern stehen bleiben“, versichert Gerald Mai schmunzelnd.

Leider konnten bei dem Termin heute keine Kinder aus dem SOS-Kinderdorf vor Ort sein, aber Frau Otto und Herr Fischer-Kallenberg (Leiter des SOS-Kinderdorfs Brandenburg) haben sich mächtig ins Zeug gelegt und innerhalb kürzester Zeit die 4,5 Meter große, (leicht angesägte) 15 Jahre alte Nordmanntanne zu Fall gebracht. Ein weiterer Baum wurde für die Fregatte Brandenburg gesägt. Mehr Informationen über „Weihnachten auf See“ erfährt man in der gleichnamigen Ausstellung, die sich auf dem Werderaner Tannenhof befindet.

„In den Jahren der Einigungskrise bis 1994 und der Wirtschaftskrise 2008 und 2009 war die Anzahl der verkauften Weihnachtsbäume konstant zu den Vorjahren, mit einer leichten Tendenz nach oben“, sagt Inhaber und Geschäftsführer Gerald Mai vom Werderaner Tannenhof. „Wir gehen daher auch in diesem Jahr davon aus, dass Weihnachtsbäume gekauft werden. Die Preise zum Vorjahr bleiben gleich.“

Um noch näher an die Kundschaft heranzurücken, erweitert der Tannenhof sein Netz um viele Verkaufsstellen in Berlin und Brandenburg und expandiert auch nach Leipzig. Durch Corona wurden außerdem Vertriebswege wie der Online-Shop und Lieferservice ausgebaut und stehen überall zur Verfügung.

Ab heute ist der Hof mit Weihnachtsladen, der Direktvermarktung, Imbiss und Café mit Ausgabe täglich geöffnet. „Auf unserem Hof und der Plantage halten wir weiterhin an unserem Wintermarkt-Konzept ab dem 1. Adventswochenende fest“, so der Sohn und Betriebsnachfolger Dr. Christian Mai. Abhängig von den Corona-Richtlinien werde dann ab Dezember zusätzlich der Wintermarkt eröffnen, für den der Tannenhof kostenlos Weihnachtsmarkthütten von der Stadt Beelitz erhalten hat und diese wiederum kostenlos an regionale Händler vergibt.

„Weihnachten findet statt – so hat es das doch alle Jahre, mit und ohne und manchmal auch gerade wegen einer Krise. Besinnen wir uns daher einmal mehr auf die Werte für die Weihnachten steht: Gemeinschaft, Liebe, Mitgefühl und Frieden“, sagen Mais. Sie blicken positiv auf die bevorstehende Saison und wünschen allen viel Kraft und Durchhaltevermögen für die kommenden Wochen und ein besinnliches Weihnachtsfest. (wsw)