Werder begrüßt Landesförderung für Beitragsfreiheit an Kitas

Werder (Havel), 26. März 2020 – In einer Pressemitteilung kündigte das Land Brandenburg gestern an, ab dem 1. April 2020 die Beitragsfreiheit für Eltern zu fördern, die nicht die Notfallbetreuung in Krippe, Kita und Hort in Anspruch nehmen. Darüber hat sich die Landesregierung nach intensiven Gesprächen mit den kommunalen Spitzenverbänden verständigt. Nach bisheriger möglicher Kalkulation des voraussichtlichen Fördervolumens ist von einem Betrag in Höhe von rund 14 Mio. Euro pro Monat auszugehen.

Ministerin Britta Ernst: „Wir haben beschlossen, zur Vermeidung sozialer und finanzieller Härten für die Eltern diese von den Elternbeiträgen freizustellen. Damit leistet das Land Brandenburg einen Beitrag zur dauerhaften Sicherung des Systems der Kindertagesbetreuung in Notsituationen. Denn ein Bestandteil der Finanzierung der Angebote der Kindertagesbetreuung sind die Elternbeiträge.“

Die Stadt Werder (Havel) geht hier noch einen Schritt weiter. „Mit der Unterstützung des Landes wird es uns in Werder möglich sein, auch diejenigen Eltern im April beitragsfrei zu stellen, die ihre Kinder zurzeit in der Notbetreuung untergebracht haben und die bei der Eindämmung der Pandemie und der Sicherung der Grundversorgung der Bevölkerung derzeit in der ersten Reihe stehen,” so Werders 1. Beigeordnete Christian Große.

„Die Stadt Werder (Havel) hatte bereits angekündigt, den Kitabeitrag im April auszusetzen. Wir werden auch mit dem Essensgeld so verfahren. Dass vonseiten des Landes hier schnell eine Regelung zur Lastenverteilung gefunden wurde, ist in dieser Ausnahmesituation ein gutes Zeichen”, so Bürgermeisterin Manuela Saß.

Es soll ein einfaches Antragsverfahren für die Kitaträger geben, um schnell die Einnahmeausfälle zu kompensieren. Es gibt pro Kind und Monat 160 € für die Krippe, 125 € für den Kindergarten und 80 € für den Hort.

Im Land Brandenburg werden 1.870 Kitas von über 750 Trägern betrieben. 52 Prozent der Kindertagesstätten werden von Städten und Gemeinden getragen, 48 Prozent sind in freier Trägerschaft. Insgesamt werden 187.000 Kinder betreut. Davon sind derzeit rund 7,1 Prozent in der Notfallbetreuung.

Hier gibt es die komplette Pressemitteilung des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport. (wsw, wh)