Werder soll Aushängeschild des brandenburgischen Handballs bleiben

Im November 2021 wählte der HV Grün-Weiß Werder auf seiner ordentlichen Mitgliederversammlung ein neues Präsidium. Neu als Abteilungsleiter Handball wurde Thomas Sachse gewählt. Ein Interview von Stefan Demuth (Leiter Öffentlichkeitsarbeit / Kommunikation beim HV GWW)

Der neu gewählte Vorstand des HV Grün-Weiß Werder, v.li.: Tom Lessig (Sportlicher Leiter Leistungsbereich Handball), Jessica Witt (Leiterin Abt. Cheerleading), Olaf Linke (Vizepräsident), Manuela Wrublick (Kassenwartin), Reno Lüdtke (Präsident), Peter Melzer (Jugendkoordinator Handball), Thomas Sachse (Leiter Abt. Handball)

Thomas, mit welchen Ambitionen wirst du dein neues Ehrenamt beim HV Grün-Weiß Werder ausfüllen? Was sind deine mittel- bis langfristigen Ziele?

In den letzten zehn Jahren hat der Werderaner Handball sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen viele Erfolge und Aufstiege feiern dürfen. Ebenso wie die Stadt Werder und das Umland ist auch der Handballverein stetig gewachsen. Es gilt, dies weiter fortzuführen, damit Werder für lange Zeit ein Aushängeschild des brandenburgischen Handballs bleibt. Dass das nicht selbstverständlich ist, zeigen uns viele Traditionsvereine im Handball-Verband Brandenburg, die nicht mehr in den höchsten Spielklassen zu finden sind. 

Um solchen Trends entgegenzuwirken, ist es notwendig, dass wir weiter großen Fokus auf den Nachwuchsbereich legen und uns breit aufstellen. Mittelfristig wünsche ich mir, dass wir in allen Altersklassen vertreten sind und Jugendspieler aus unserem Verein den Sprung in die 1. Frauen- und 1. Männerschaft schaffen. Weiterhin ist es das Ziel, uns ebenso breit, modern und professionell in der Organisation, abseits des Spielfelds, aufzustellen. Meine Vorgänger haben hierbei tolle Grundlagen gelegt. Es gilt, diese weiter fortzuführen und darauf aufzubauen. 

Auch das Vereinsleben und den Zuschauerzuspruch gilt es nach den coronabedingten Einschränkungen wieder zu stärken. Hier konnten in den letzten beiden Jahren leider viele Events nicht durchgeführt werden. Ich freue mich und bin dankbar, dass wir tolle Übungsleiter und Ehrenamtler im Verein haben, die mit Liebe zum Handball vieles ermöglichen. Diese Liebe teile ich und möchte daher meinen bestmöglichen Beitrag in meiner Funktion leisten.

Welche Schwerpunkte stehen, aus deiner Sicht, bis zum Ende des aktuellen Spieljahres im Vordergrund?

An allererster Stelle gilt es, den laufenden Spiel- und Trainingsbetrieb sicherzustellen. Die Oberliga-Teams befinden sich seit dem 8. Januar, alle anderen Mannschaften seit dem 15. Januar 2022 wieder im Spielbetrieb. Die Spielpause war für einige Teams sehr lang. Es müssen erst einmal alle Sportler und Übungsleiter wieder in den Wettkampfmodus zurückfinden. Hier versuchen wir, bestmögliche Rahmenbedingungen zu schaffen.

Wir bewegen uns weiterhin in Zeiten, in denen kein Spieltag wie jeder andere ist. Jederzeit müssen wir mit kurzfristigen Absagen oder Ausfällen rechnen. Das wird uns bis zum Ende der Saison begleiten. Hinzu kommen bereits viele verlegte Spiele, welche es noch zu absolvieren gilt. Der Zeitplan bis zum Saisonende Mitte Juni wird für alle Teams und Helfer sehr eng gestrickt sein. Mit jeder neuen Landesverordnung geht auch meist eine Änderung unseres eigenen Hygienekonzepts einher. Die stetige Aktualisierung des Konzepts ist substanziell, um unseren Zuschauern ein Angebot schaffen zu können. Des Weiteren laufen bzw. beginnen die Planungen für die Spielsaison 2022/23. 

Thomas, stell dich doch bitte noch kurz den Leserinnen und Lesern vor.

Ich bin 31 Jahre alt und schnüre meine Handballschuhe seit nunmehr 21 Jahren. Ich war davon die ersten 17 Jahre bei meinem Heimatverein in Luckenwalde aktiv. Hier war ich bereits jahrelang in verschiedenen, ehrenamtlichen Funktionen engagiert. Vor vier Jahren hat es mich dann zur Zweiten Mannschaft vom HV Grün-Weiß verschlagen. Auch mit dem Ziel, erst einmal wieder ganz unbedarft und frei von jeder Funktion Handball zu spielen. Da meine Partnerin zu diesem Zeitpunkt bereits in Werder spielte und wir gemeinsam in Potsdam wohnten, war der Schritt nach Werder ein logischer. Nun hat es mich wieder gepackt, auch an anderer Stelle meinen Beitrag zu leisten und Verantwortung zu übernehmen. Außerhalb des Handballkosmos’ bin ich Leiter einer Warendisposition im Großhandel. Außerdem schnüre ich gerne meine Lauf- und Wanderschuhe und genieße die Aktivität an der frischen Luft. Dies am liebsten in bergigen Gefilden. 

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen. Ich wünsche dir für deine Aufgaben als Abteilungsleiter viel Erfolg und persönlich alles Gute. (s.d.)