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Werderaner Wirtschaftstag: Was möchte ich später einmal werden?

Werder (Havel), 23.September 2022 – Für jede Schülerin oder jeden Schüler stellt sich irgendwann die Frage, wie es nach der Schule weitergehen soll. Während einige schon seit Jahren die Antwort auf diese Frage kennen, ist manch anderer noch völlig ratlos. Gegen diese Unentschlossenheit soll der Werderaner Wirtschaftstag mit seinen vielen Betrieben aus Werder und Umgebung helfen.

Am 13. September um 10 Uhr füllt sich dann auch schon der Saal auf der Bismarckhöhe. In kleineren Gruppen laufen sie von Stand zu Stand, lassen sich von den Betrieben über die Ausbildungsberufe aufklären und machen Notizen. „Die Fächer interessieren mich und man verdient da auch gut“, so die 14-jährige Lara von der Carl-von-Ossietzky Schule (CVO) über die Ausbildung bei einem der Neuzugänge beim Wirtschaftstag, dem Finanzamt Brandenburg. Der 14-jährige Lenny ist ebenfalls von der CVO und weiß eigentlich schon, dass er später Physiotherapeut werden möchte. Den Werderaner Wirtschaftstag nutzt er, um sich potenzielle Alternativen anzusehen. „Das Finanzamt ist nicht mein Traumberuf, aber es war trotzdem interessant zu erfahren, was für Möglichkeiten man noch hat“, so der Schüler. Leon ist zusammen mit Lenny auf dem Event unterwegs und erzählt, dass er das Duale Studium beim Finanzamt in Betracht zieht. Neben dem Dualen Studium zum Diplom Finanzfachwirt wurde auch eine Ausbildung zum Steueranwärter angeboten.

Ein weiterer Betrieb, den sich einige der befragten Schüler angesehen haben, ist die Edeka Filiale von Katrin Schneider in Werder (Havel). Dort können sich die Jugendlichen neben den Ausbildungen auch zunächst für ein Praktikum bewerben, um erstmal die Arbeit im Markt kennenzulernen. Wer danach Lust auf einen Beruf im Supermarkt bekommen hat, kann sich für verschiedene Ausbildungen wie zum Handelswirt oder zum Kaufmann für Einzelhandel bewerben. Diejenigen, die sich nicht zwischen Ausbildung und Studium entscheiden können, haben die Möglichkeit, ein duales BWL-Studium bei Edeka zu machen. „Wir hatten großes Interesse von den Schülern“, so die Inhaberin.

Für alle, die besonders viel Spaß bei den Informatikkursen in der Schule haben, könnte die Firma Systema etwas sein. Anthony Stang erzählt, dass bei Systema unter anderem eine Ausbildung zum Fachinformatiker gemacht werden kann. Am Anfang der dreijährigen Ausbildung lernt man zunächst die Informationstechnik und die Unternehmensbereiche kennen, danach gibt es verschiedene Bereiche, mit denen man sich befassen kann, wie Netzwerke oder Sicherheit. Bei der Sicherheit geht es sowohl um digitale aber auch um physische Absicherung durch zum Beispiel Türen, die mit einem Chip geöffnet werden und nicht mit einem Schlüssel.

Maria Koschwitz von Systema fand den Werderaner Wirtschaftstag gut organisiert, jedoch hätte sie sich gewünscht, dass mehr Schüler aus höheren Jahrgängen dabei gewesen wären. Für eine Ausbildung bei Systema ist es von Vorteil 18 Jahre oder älter zu sein und mindestens ein Fachabitur sowie einen Führerschein zu haben. Wer die 10. Klasse absolviert hat, kann bei Systema sein Fachabitur machen.

Die Firma Kluwe hat Standorte in Berlin und Glindow und unterstützt Bauunternehmer, Handwerker oder private Bauherren bei ihren Vorhaben. Beim Werderaner Wirtschaftstag konnten sich Interessierte über die Ausbildungen zum Kauffmann im Groß- und Außenhandel und zum Fachlageristen informieren. „Ich muss ein positives Fazit ziehen, weil wir wirklich gute Gespräche hatten“, so der Niederlassungsleiter für Glindow, Marcel Schewerda.

„Na, dass die Schülerinnen und Schüler einfach sehen, welche Ausbildungsmöglichkeiten es gibt und dass sie sich in Werder einen Ausbildungsplatz suchen“, antwortete der erste Beigeordnete der Stadt Werder (Havel), Christian Große, auf die Frage, was er sich von dem Werderaner Wirtschaftstag erhoffe. Die Veranstaltung gibt es schon seit 1999. Seit 2017 liegt der Fokus darauf, Jugendlichen die Firmen und die Ausbildungschancen aus der Region näher zu bringen.

„Es gibt bei uns kleine mittelständische Unternehmen sowie weltweit agierende Industriebetriebe. Einige Schüler sehen die Firmenschilder, wissen aber nicht, welche Möglichkeiten sich dahinter verbergen“, so Werders Bürgermeisterin Manuela Saß über die Idee hinter dem Wirtschaftstag. (wsw)

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