Werders StadtMitGestalter e.V. lud zum Spaziergang in den Stadtwald ein

Werders StadtMitGestalter e.V. lud zum Spaziergang in den Stadtwald ein. Foto: Silvia Manz

Werder (Havel), 4. Dezember 2018 – Werders StadtMitGestalter e.V. lud am vergangenen Wochenende zum Spaziergang in den Stadtwald ein. In einer Pressemitteilung  berichtet der Vereinsvorstand nachfolgend über den Termin:

„Ich bin schon oft vorbeigefahren, aber hätte gar nicht erwartet, wie schön und abwechslungsreich es hier ist“, meinte eine Teilnehmerin des ersten öffentlichen Stadtspaziergangs der Werderaner Stadtmitgestalter. Mehr als 30 Erwachsene und Kinder waren am Sonnabend, den 1. Dezember, im Stadtwald unterwegs und für manche war der Besuch dort eine Premiere.

Nicht zur Erholung der Bürger, sondern in erster Linie zur wirtschaftlichen Nutzung sei der Stadtwald 1912 in einer ehemaligen Tongrube angelegt worden, erklärte Ortschronist Dr. Baldur Martin vor dem Spaziergang. Man schnitt dort Weiden, gewann Samen und verkaufte Holz. Nach dem Ersten Weltkrieg entstand ein Gedenkhain für die gefallenen Soldaten, später legten die Nationalsozialisten eine sogenannte Thingstätte an, um dort bei Aufführungen ihre Ideologie zu verbreiten.

Jedes Jahr führt ein Volkslauf zum Start des Baumblütenfestes durch den Stadtwald, bei Schnee wird der Rodelberg von Kindern aus der Umgebung genutzt, doch ein wenig wirkt die verwunschene Grünanlage wie im Dornröschenschlaf versunken. Immer mal wieder wurden Pläne zur Verschönerung diskutiert, ohne dass sich bisher viel getan hat. Zuletzt hatte die Stadtverwaltung ein von der Potsdamer Fachhochschule für Sport und Management erstelltes Konzept zur Neugestaltung angekündigt, das in Kürze den Stadtverordneten präsentiert werden soll.

Die Stadtmitgestalter wollten sich selbst ein Bild vom Zustand der Anlage machen. Viel brauche es gar nicht, um Werders Dornröschen wach zu küssen, so der Tenor der Teilnehmer. Der Stadtwald müsste nur besser gepflegt werden. Wünschenswert wären einige Informationstafeln sowie Bänke und Mülleimer oder ein Spielplatz aus Naturmaterialien. Das Amphitheater könne für Veranstaltungen genutzt werden. Zudem müsse der ehemalige Verbindungsweg vom Stadtwald zum Plessower See wiederhergestellt werden.

Diese und weitere Ideen wollen die Stadtmitgestalter in die Diskussion über die Neugestaltung des Stadtwalds einbringen. Mit der Resonanz auf ihren ersten Stadtspaziergang sind sie sehr zufrieden. „Wir planen bereits weitere Spaziergänge zu markanten Punkten, um die künftige Gestaltung Werders nicht nur den Politikern und der Verwaltung zu überlassen“, kündigte Vorstand Elmar Schlenke an. Der Verein hatte sich im Zusammenhang mit der Diskussion über Werders Therme gegründet.