Werders StadtMitGestalter treten zu den Kommunalwahlen an

Am vergangenen Sonntag luden die StadtMitGestalter zum zweiten Stadtspaziergang ein, Fotos: Klara Schlenke

Werder (Havel), 17. Januar 2019 – Die vor wenigen Monaten gegründeten StadtMitGestalter kündigten jetzt ihre Teilnahme an den Kommunalwahlen am 26. Mai 2019 an. Sie wollen nach eigenen Angaben „frischen Wind ins Stadtparlament von Werder (Havel)“ bringen. In ihrer Pressemitteilung kündigen die StadtMitGestalter an, sich bis zum 2. März ein Wahlprogramm zu geben sowie ihre Kandidatinnen und Kandidaten zu benennen. Um die Voraussetzungen für die Teilnahme zu schaffen, hat der Verein seine Satzung geändert und firmiert jetzt offiziell als Wählergruppe.

Die Initiative setzt sich laut eigenen Aussagen für mehr Beteiligung der Einwohner und mehr Transparenz in der Kommunalpolitik ein. Handlungsbedarf sieht Vereinssprecher Elmar Schlenke auf vielen Feldern: „Wir finden es gut, dass Werder Neubürger anzieht, aber wir müssen dabei sicherstellen, dass die Infrastruktur mit der wachsenden Bevölkerungszahl mithält und die Stadt ihren Charme behält.“ Dazu gehörten genügend Plätze in Kita und Schulen ebenso wie ausreichend Freizeit-, Sport- und Naherholungsangebote. Dringend erforderlich sei zudem ein modernes Mobilitätskonzept, das die Innenstadt von Lärm und Abgas entlaste. „Nicht nur für die Einwohner, sondern auch für unsere Zukunft als Tourismusstandort braucht Werder neue Ideen für den Verkehr. Der sichere Rad- und Fußverkehr muss gefördert werden“, so Schlenke.

Bei Stadtspaziergängen hat die Initiative bereits auf einige Problempunkte hingewiesen und trifft damit nach eigenen Angaben den Nerv der Bevölkerung. Am vergangenen Sonntag beteiligten sich trotz Regens rund 50 Bürger, die sich für bessere Uferzugänge einsetzten. Die StadtMitGestalter möchten unter anderem erreichen, dass rund um die Haveltherme am Großen Zernsee das Ufer für Spaziergänger frei bleibt. Beim Rundgang wurde zudem ein langfristiges Konzept für mehr öffentliche Uferwege in der Stadt gefordert.

Die StadtMitGestalter sehen nach 30 Jahren unter CDU-Führung eine Wechselstimmung in Werder. „Dass wir für unser Bürgerbegehren zum Weiterbau der Therme in kurzer Zeit mehr als 2600 Unterschriften gesammelt haben, hat uns ermutigt, zu den Wahlen anzutreten“, betonte Elmar Schlenke. „Als StadtMitGestalter möchten wir mit möglichst vielen anderen in transparenten Prozessen mitgestalten. Dazu bedarf es aber einer grundlegenden Änderung der Mehrheitsverhältnisse im Parlament.“ Die Initiative wirbt um weitere Unterstützer, die am Programm mitarbeiten. „Werder kann mehr“, lautet ihr Motto für die Wahlen. (es, wsw)

Weitere Infos unter www.stadtmitgestalter.de