“Wir blicken hoffnungsvoll in die Zukunft.”

Das Seniorenheim "Haus am Zernsee" hat eine neue, junge Einrichtungsleiterin.

v.l.: Johanna Horn und Yvonne Scholz, Foto: wsw

Werder (Havel), 20. Dezember 2019 – Die junge Chefin des “Haus am Zernsee” empfängt uns mit einem gewinnenden Lächeln. Die 28-jährige Johanna Horn ist seit dem 1. September im Werderaner Seniorenheim beschäftigt und seit dem 1. November trägt sie die Verantwortung für die 84 Bewohner des Hauses sowie die 64 Mitarbeiter. Dieser großen und bedeutenden Aufgabe fühlt sie sich trotz ihres Alters gewachsen: “Wir sind ein junges, frisches, dynamisches Team. Wir haben viele Ideen und blicken hoffnungsvoll in die Zukunft.”


Seit 2015 bietet das „Haus am Zernsee“, das zur Korian Gruppe gehört, Platz für bis zu 120 Bewohner. Bis jetzt ist das Seniorenheim nur zu zwei Drittel belegt. Anfragen gibt es zwar genug, allerdings fehlt es wie bei so vielen anderen aus der Branche an Personal. „Wir sind gerade auf dem Weg, feste Teams zu bilden. Die neuen Fachkräfte befinden sich gerade mitten in der Einarbeitung, dadurch können wir zur Zeit noch keine neuen Bewohner aufnehmen“, erklärt Johanna Horn. Interessierte können sich aber jederzeit telefonisch melden, eine Belegung ist ab Frühjahr 2020 wieder möglich.

Das „Haus am Zernsee“ bietet attraktive Arbeitsbedingungen. Pflegedienstleiterin Yvonne Scholz ist seit dem 1. Oktober im Team und verrät: „Eine gelernte Fachkraft erhält bei uns 3000 Euro brutto in Vollzeit. Da gibt es aber auch noch Luft nach oben. Zuschläge, Prämien und eine Korian-Benefit-Card, auf die monatlich bis zu 40 Euro steuerfrei überwiesen werden, gibt es noch obendrauf. Und auch ungelernte Kräfte erhalten bei uns den Berliner Mindestlohn von 11,05 Euro pro Stunde.“ Individuelle Schichten sind nach Absprache ebenfalls möglich. Johanna Horn ergänzt: „Bei der Korian Gruppe gibt es ein tolles Akademieprogramm und das Budget für Fort- und Weiterbildungen ist groß. Vom Pflegehelfer zum Geschäftsführer ist bei uns durchaus möglich.“

Neben dem Verdienst soll auch das Arbeitsumfeld für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch ansprechender werden. Einmal im Monat soll ein Mitarbeiterfrühstück etabliert werden, frisches Obst steht täglich zum Schlemmen bereit und eine Weihnachtsfeier ist natürlich auch geplant.

Doch in erster Linie geht es natürlich um das Wohl der Bewohnerinnen und Bewohner. Das „Haus am Zernsee“ bietet eine Vielzahl an Angeboten. Die Bewohner können im Sitztanz, in der Sport- und Bewegungsgruppe oder beim Chor aktiv werden, Friseur und Fußpflege kommen einmal die Woche ins Haus. Und es gibt Kooperationen mit der Schule und der Kita in der Nachbarschaft sowie mit dem Seniorenbeirat Werder.

Sieben Mitarbeiter aus der sozialen Betreuung erstellen zudem abwechslungsreiche Wochenpläne. „Wir haben eine Handarbeits- und Töpfergruppe, es gibt Koch- und Backkurse und erst vor Kurzem haben einige Bewohner mit unserem hauseigenen Bus einen Ausflug nach Klaistow und an die Ostsee gemacht“, erzählt die Einrichtungsleiterin. „Aus Platzgründen können jedoch leider nur die Bewohner zu solchen Ausflügen mitfahren, die nicht auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Mit unseren Rollstuhlfahrern spazieren wir gerne an der Promenade entlang. Wir freuen uns hier immer über Ehrenamtliche, die uns beim Schieben der Rollstühle unterstützen.“

Damit sich die Bewohner möglichst heimisch fühlen, können die Zimmer – bis auf Bett und Vorhänge – ganz nach dem individuellen Geschmack eingerichtet werden. Die jahreszeitlichen Dekorationen, die im Haus zu finden sind, werden gemeinsam mit den Bewohnern gebastelt. Viele Bewohner ziehen auch mit ihren Tieren in das Seniorenheim. Einige Hunde und Katzen haben so am Zernsee ebenfalls ein Zuhause gefunden. Die Zimmer im Erdgeschoss haben einen eigenen Terrassenbereich, der von einigen Bewohnern liebevoll in ein kleines Gartenparadies umgestaltet wurde.

Für die Qualitätssicherung zeichnet seit dem 7. Oktober Sofie Völker verantwortlich. Sie koordiniert die Tagesabläufe, überprüft den Ablauf der Pflegeprozesse und steht als Qualitätsbeauftragte in engem Kontakt mit der Heimaufsicht und dem MDK. „Ich achte auf die Hygiene und die Prophylaxe, dass die Expertenstandards eingehalten werden und ich stehe den Mitarbeitern bei PC-Fragen und Dokumentationen zur Seite“, erklärt die 24-Jährige.

„Bevor ein neuer Bewohner ins Haus zieht, klären wir im direkten Gespräch auch mit den Angehörigen, welche Wohnform am geeignetsten ist. Wir passen das Angebot dann auf die individuellen Bedürfnisse an“, so Johanna Horn. Neben der stationären Pflege gibt es im „Haus am Zernsee“ auch die Möglichkeit der Kurzzeitpflege. So wissen pflegende Angehörige ihre Liebsten in guten Händen und können so auch mal ein bisschen vom Alltag abschalten und zum Beispiel in den Urlaub fahren.

Zur Zeit bereichern sechs Auszubildende das Team im “Haus am Zernsee”. Natürlich hofft die Einrichtungsleiterin, dass die Nachwuchskräfte auch nach Abschluss ihrer Ausbildung dem Werderaner Seniorenheim erhalten bleiben, schließlich sind sie voller neuer Ideen, Energie und Herzblut.

Wenn man Johanna Horn gegenüber sitzt, spürt man im Gespräch deutlich die Energie der jungen Frau: “Wir sind auf einem guten Weg und bestrebt, etwas zu verändern!” Das klingt fast wie eine Kampfansage und wir wünschen dem “Haus am Zernsee”-Team, dass es diesen Kampf gewinnen wird. (wsw)