Wirtschaftsminister startete 1.000-Speicher-Programm

Potsdam, 3. August 2018 – Wirtschafts- und Energieminister Albrecht Gerber  hat in der vergangenen Woche den Startschuss für das 1.000-Speicher-Programm gegeben. Damit sollen private Hausbesitzer, die mit einer Photovoltaik-Anlage auf ihrem Dach selbst Strom erzeugen, bei der Anschaffung eines Batteriespeichers unterstützt werden. „Mit diesem Förderprogramm können wir endlich auch die Bürgerinnen und Bürger im Land Brandenburg unterstützen und entlasten, für die die Energiewende bisher vor allem mit hohen Stromkosten verbunden ist“, sagte Gerber. „Durch die sinnvolle Kombination von Photovoltaik-Anlage und Batteriespeicher kann der Eigenverbrauch der selbst erzeugten Energie signifikant erhöht werden – und damit auch die Unabhängigkeit vom örtlichen Stromversorger.“ Zugleich sinke die Stromeinspeisung ins Netz und führe dort zu Entlastungen. „Eine Win-Win-Situation, von der alle profitieren“, unterstrich der Minister.

Die Netze müssten dringend ausgebaut werden, betonte Gerber. Andernfalls komme es bei der Einspeisung des Stroms aus erneuerbaren Energien immer wieder zu Problemen. „Obwohl der Wind weht und die Sonne scheint, müssen Erneuerbare-Energien-Anlagen oft abgeschaltet werden, weil die Netze diesen Strom nicht aufnehmen können“, erklärte der Minister. Wenn der Strom aus erneuerbaren Quellen endlich in industriellem Maßstab gespeichert werden könne, würde dadurch das Ausmaß des Problems zumindest verringert. „Der schleppende Netzausbau ist und bleibt aber das größte Hemmnis bei der Stromeinspeisung – und bremst damit die Energiewende aus“, sagte Gerber.

„Unser 1.000-Speicher-Programm ist nur ein kleiner Schritt“, sagte Gerber. „Ohne große Speicherprojekte und einen zügigen Netzausbau kann die Energiewende nicht gelingen.“ Er sei jedoch optimistisch, dass die Bundesregierung das erkannt habe. Dabei verwies er auf die im Koalitionsvertrag vereinbarten Ziele, durch eine stärkere Marktorientierung die Anreize für Investitionen in Speichertechnologien zu verstärken, die Sektorkopplung in Verbindung mit Speichertechnologien voranzutreiben sowie Forschungs- und Fördermittel für Speicher durch den Bund bereit zu stellen.

Die Förderung aus dem 1.000-Speicher-Programm bezieht sich auf die Beschaffung des Batteriespeichers für das selbst genutzte private Wohnhaus und kann bis zu 50 Prozent dieser Investitionskosten, höchstens jedoch 7.000 Euro betragen. Bewilligungsbehörde ist die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB). Anträge auf Förderung einschließlich der erforderlichen Unterlagen können ab sofort über das Kundenportal der ILB (siehe online-Antragsverfahren unter der Homepage: www.ilb.de), aber auch schriftlich bei der ILB, Babelsberger Straße 21, 14473 Potsdam, eingereicht werden. (MWE/wsw)