Zahlreiche Vorschläge für Werderaner Zukunftshaushalt

Werder (Havel), 18. August 2020 – Für den neuen Zukunftshaushalt der Stadt Werder (Havel) sind insgesamt 63 Vorschläge eingereicht worden. Werderaner konnten, unter anderem auf der Beteiligungsplattform der Stadt, zwischen dem 29. Mai und dem 26. Juli ihre Projektideen einbringen. „Die hohe Beteiligung zeigt uns, dass der Zukunftshaushalt eine gute Idee für Werder war“, so Bürgermeisterin Manuela Saß. „Bei allen, die sich mit ihren Vorschlägen Gedanken gemacht haben, wie unsere Stadt noch schöner und besser werden kann, möchte ich mich bedanken.“

Viele der Ideen betreffen die Spielplatz- und Freizeitinfrastruktur der Stadt. Mehrere Verbesserungsvorschläge wurden für den Stadtwald eingereicht, die – wenn sie ausgewählt werden – in das laufende Einwohnerbeteiligungsverfahren zum Stadtwald einfließen sollen. „Der Zukunftshaushalt ist ein guter Indikator, was die Werderaner wollen“, sagt Manuela Saß.

Alle Einwohner konnten Vorschläge einreichen. Die eingereichten Projektideen sollen der Allgemeinheit oder einer größeren Gruppe der Einwohner zugutekommen und nicht mehr als 30.000 Euro kosten. Für den Zukunftshaushalt stehen zweijährlich insgesamt 200.000 Euro bereit. Der Unterschied zu einem Bürgerhaushalt: Kinder und Jugendliche entscheiden im Herbst, welche der Vorschläge umgesetzt werden.

Lediglich zwölf der eingereichten Vorschläge mussten, meist wegen Kostenüberschreitungen oder aus planungsrechtlichen Gründen, von der Verwaltung aus dem Zukunftshaushalt gestrichen werden. „Auch die nicht umsetzbaren Vorschläge enthalten gute Ideen und Hinweise“, so die Bürgermeisterin. „Hier lohnt sich vielleicht ein Blick nach vorne, welche Projekte in längerfristige Planungen mit einbezogen werden könnten.“

So gab es mehrere Anträge zur Einrichtung eines Skaterparks. Für einen neuen Standort müsste die Budgetgrenze massiv überschritten werden. Gleichzeitig sieht die Verwaltung einige Probleme mit dem derzeitigen Standort im Stadtwald. Unabhängig vom Zukunftshaushalt soll deshalb jetzt nach geeigneten Stellen für einen neuen Skaterpark gesucht und das Thema dann mit den Stadtverordneten besprochen werden.

Zu acht Vorschlägen müssen noch offene Fragen geklärt werden, bevor sie in den Zukunftshaushalt aufgenommen werden können. Drei weitere Vorschläge befinden sich bereits in der Umsetzung oder auf dem Weg dorthin.

Am vergangenen Freitag sind die Stadtverordneten über die Vorschläge informiert wurden. Nach der Stadtverordnetenversammlung im September soll ein Zukunftsrat mit Kindern und Jugendlichen der Stadt zusammenkommen und die Wahl an den Schulen vorbereiten. Dazu gehört auch, alle Vorschläge in einer Präsentation zu sammeln und einheitlich anzupassen.

„Die Wahl der umzusetzenden Projekte ist nach den Herbstferien geplant und soll mit Werderaner Schülern stattfinden“, so der Referent für Einwohnerbeteiligung, Linus Strothmann. „Zur genaueren Vorgehensweise – auch unter Beachtung der Corona-Lage – ist ein Treffen mit allen Schulleitern sowie der Fachstelle für Kinder- und Jugendbeteiligung geplant.“ (wh)